Große Demo zum Erhalt der Geburtsklinik

Demonstration für den Erhalt der Geburtsklink Großburgwedel

Männer und Frauen, Jung und Alt, Groß und Klein – über 400 Teilnehmer des Lichterfestes unter dem Motto „Gegen die Schließung der Frauenklinik“ demonstrierten am 07.11.14 gemeinsam in Großburgwedel.

Initiiert wurde die Kundgebung relativ kurzfristig von der Abteilung der Geburtshilfe und Gynäkologie des Großburgwedeler Krankenhauses, die über die Presse und über Facebook einen Aufruf starteten.

 

Demo_Dr_Klatt

Oberärztin Frau Dr. Klatt spricht zu den Teilnehmern

Die Resonanz war erstaunlich, einen Laternenumzug in dieser Größenordnung gibt es nicht alle Tage. Auch die Politik war reichlich vertreten und  stellt sich geschlossen gegen die Pläne des Aufsichtsrates des KRH (Klinikum Region Hannover GmbH). Neben dem Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) waren auch Bürgermeister Axel Düker (SPD) und weitere politische Vertreter anwesend (siehe „Stimmen gegen die Schließung“). Selten war sich Burgwedel so einig: Die Geburtsstation muss erhalten bleiben!

Statements

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Übersicht aller Statements

 „Eine Autogeburt ist nicht angenehm“

Nadine Karlis aus Langenhagen bringt es mit einer gesunden Portion Sarkasmus auf den Punkt: „Die Geburtsklinik darf nicht schließen, weil eine Autogeburt nicht angenehmen ist“. Sie demonstriert mit ihren Kindern und ihrem Mann, Wilfried Karlis.  Sie sind nach Großburgwedel gekommen, um ein Zeichen zu setzen und weil sie die Pläne des Klinik-Aufsichtsrates nicht einfach hinnehmen möchten. Der Aufsichtsrat plant, die Geburtsstation schon nächstes Jahr endgültig zu schließen. Auch das Krankenhaus soll später, in ca. 4 – 8 Jahren, geschlossen und dafür ein neues gebaut werden. Im neuen Haus soll nach bisherigen Plänen keine Geburtshilfe und Gynäkologie untergebracht werden.

Wilhelm Karlis ist seit 16 Jahren Schmerzpatient in Großburgwedel

Wilhelm Karlis mit Frau und Kind

Wilhelm Karlis ist chronisch krank und auf die Schmerztherapie in Großburgwedel angewiesen. Er sorgt sich auch um die geplante Schließung des Krankenhauses, denn der neue Standort ist noch unklar und  die Wege könnten künftig erheblich weiter werden. „Ich bin seit 16 Jahren Schmerzpatient und muss regelmäßig nach Großburgwedel. Wenn es das Krankenhaus mit dem Angebot der Schmerztherapie nicht mehr gibt, muss ich künftig nach Neustadt oder ins hannoversche Siloah Krankenhaus. Das wäre schlimm!“

Unter den Teilnehmern der Demo war auch Großburgwedels Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller. Er zeigte sich positiv überrascht von der großen Resonanz:  „Das so viele gekommen sind zeigt, wie beliebt das Krankenhaus ist. Werdende Mütter fühlen sich im Großburgwedeler Krankenhaus wohl, hier gibt es keine Massenabfertigung“.

>> Weiter lesen auf Seite 2: Wirtschaftliche Gründe und Gegenargumente
>> Die Fotos der Demo

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