TS Großburgwedel will die Wende einleiten

Ein Sieg und ein Unentschieden aus zehn Begegnungen sind die bisher unbefriedigende Zwischenbilanz der Turnerschaft Großburgwedel nach einem Drittel der Handballsaison 2014/2015 in der 3. Liga Nord. Zuletzt gab es für die Mannschaft von Trainer Jürgen Bätjer fünf Niederlagen am Stück und es wird Zeit, dass mal wieder ein Sieg eingefahren wird. Mit dem VfL Fredenbeck gastiert am kommenden Samstag ein Team auf der Ramhorst, dem es in den letzten Wochen ähnlich ergangen ist. mannschaft_14-15Auch der VfL Fredenbeck musste zuletzt vier Niederlagen in Folge quittieren und scheint in einer kleinen Krise zu stecken. Da die Gäste allerdings mit 5:1 Punkten einen tollen Saisonstart hinlegen konnten, ist die Situation in Fredenbeck noch lange nicht so brenzlig wie in Großburgwedel.

Der VfL Fredenbeck rangiert damit momentan auf Rang 10 der Tabelle, da das Mittelfeld der 3. Liga Nord in dieser Spielzeit aber noch ausgeglichener als zuletzt zu sein scheint, darf dieser Tabellenplatz nicht trügen. Fredenbeck ist lediglich einen Punkt besser als der Vorletzte Achim/Baden und nach dem bisherigen Saisonverlauf darf man vermuten, dass der Kampf um den Klassenerhalt in dieser Spielzeit eine ganz knappe Sache werden könnte. Schon in der letzten Saison konnte der VfL den Gang in die Oberliga nur ganz knapp abwenden, erst in der Relegation wurde der Verbleib in der 3. Liga gesichert.

All diese Überlegungen kommen aktuell aber zur falschen Zeit. Ein Blick auf die Tabelle macht deutlich, dass die Turnerschaft als Tabellenletzter schon ein wenig Abstand zu einen Nichtabstiegsplatz hat. Um den Anschluss an die besser platzierten Teams nicht zu verlieren, sollte so langsam der Knoten platzen. Eine weitere Heimniederlage könnte auch im Hinblick auf die noch anstehenden schweren Spiele der Hinrunde gegen Flensburg/Handewitt und Wilhelmshaven schon fatale Folgen haben. In der aktuellen Situation ist es für Großburgwedel wichtig, bis Weihnachten noch einige Siege zu holen. Das Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck hat dabei die gleiche Bedeutung wie auch die Spiele gegen Achim/Baden und beim THW Kiel II.

Für TSG-Trainer Jürgen Bätjer gibt es somit ab sofort auch keine Ausreden mehr. Er fordert von seinem ganzen Team Leidenschaft, Einsatz, Kampf und Bedingungslosigkeit und will gegen Fredenbeck unbedingt gewinnen. Dabei nimmt er gerade seine Leistungsträger Kay Behnke, Chris Meiser, Sören Kress, Lennart Carstens und Andrius Stelmokas in die Pflicht. Sie müssen Führungsqualitäten zeigen, Verantwortung übernehmen und dürfen sich nicht verstecken. Bätjer fordert in Abwehr und Angriff mehr als 100% Leistung von jedem Einzelnen und hat für das Spiel gegen Fredenbeck ein gutes Gefühl.

„Die letzten Trainingseinheiten dieser Woche waren deutlich besser als in den Wochen zuvor. Meine Spieler waren mit großem Einsatz, besserer Qualität und sehr viel Engagement bei der Sache. Auch die Stimmung ist trotz der Tabellensituation sehr positiv. Es gibt nicht viele Mannschaften, die auf diesem Niveau trainieren, das war sehr, sehr gut. Das Damoklesschwert über den Köpfen ist weg und ich hoffe, dass wir diese Stimmung und die Trainingsleistungen auch ins Spiel gegen den VfL mitnehmen können“, so Bätjer.

Die TS Großburgwedel muss bei den Gästen dabei besonders auf drei Akteure aufpassen. Jürgen Steinscherer (46 Tore), Lars Kratzenberg (53) und Maciek Tluczynski (64) haben in dieser Saison zusammen schon 163 Tore erzielt. Damit entfallen allein fast 70% aller Fredenbecker Tore auf dieses Trio. Sollte es den Gastgebern gelingen, die Kreise dieser drei Ausnahmekönner ein wenig einzuschränken und die guten Trainingsleistungen auf die Platte zu bekommen, ist ein Sieg gegen den VfL durchaus im Bereich des Möglichen. Gemeinsam mit dem heimischen Publikum will die TS Großburgwedel gegen den VfL Fredenbeck das Ruder rumreißen und eine Wende einleiten. Eine interessante Begegnung ist damit vorprogrammiert.

Anwurf ist am Samstag, den 15.11.2014 um 19:00 Uhr in der Sporthalle Auf der Ramhorst in 30938 Burgwedel.

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