Anonymes Bewerbungsverfahren bei der Stadt Burgwedel soll auch weiterhin für gleiche Chancen sorgen

Ein Jahr lang dauerte die Testphase des anonymen Bewerbungsverfahrens bei der Stadt Burgwedel von dem vor allem Menschen mit Migrationshintergrund, ältere Arbeitsuchende und Frauen mit Kindern profitieren sollten. Diese Personengruppen können im Bewerbungsverfahren Benachteiligung erfahren, weil unbewusste Überlegungen und Vorurteile dazu führen können, dass bestimmte Bewerberinnen und Bewerber nicht zu einem Gespräch eingeladen werden.

Diese Problemlage hat die Stadt Burgwedel Anfang 2014 zum Anlass genommen, zunächst testweise das anonymisierte Bewerbungsverfahren einzusetzen, um den Bewerbungsprozess transparent zu gestalten und jeder Bewerberin und jedem Bewerber die gleichen Chancen zu garantieren. Persönliche Daten wie Name, Geschlecht, Alter und Herkunft sind in der ersten Runde des Auswahlverfahrens nicht einsehbar. Entscheidend für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sind ausschließlich die Qualifikationen. Diese Transparenz kommt auch bei den Bewerberinnen und Bewerbern gut an. „In den Bewerbungsgesprächen wurde das anonymisierte Verfahren vielfach als positiver Anreiz genannt sich auf eine Stelle bei der Stadt zu bewerben“, sagt Hauptamtsleiter Götz-Gero Moeller. Das Verfahren soll nun beibehalten und sukzessive für alle Bereiche der Stadt Burgwedel umgesetzt werden mit dem Ziel, auch weiterhin Chancengleichheit und Vielfalt am Arbeitsplatz zu fördern.

Das anonyme Bewerbungsverfahren wurde im vergangenen Jahr von Burgwedels Gleichstellungsbeauftragten Sandra Ahnen angeregt und dessen Umsetzung von der Verwaltungsleitung unterstützt.

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