KunstReise nach Hamburg Picasso & Miro am 29. April

Picasso in der Kunst der Gegenwart“ Deichtorhallen & „Miro-Malerei der Poesie“ Buccerius Kunstforum

Der kunstverein burgwedel-isernhagen lädt zur zweiten Kunstreise des Jahres nach Hamburg. Zwei faszinierende Ausstellungen stehen auf dem Tagesprogramm und etwas Zeit zum Bummeln in der City oder für ein Cafehausbesuch an der Binnenalster bleibt auch noch. Zuerst besucht der kunstverein die aufwendig sanierte und modernisierte Halle für aktuelle Kunst in den Deichtorhallen mit der Ausstellung „Picasso in der Kunst der Gegenwart“.

kunstverein_25Picasso verkörpert wie kein anderer Künstler die Kunst des 20. Jahrhunderts. Er wurde bewundert, aber auch gehasst, man feierte, studierte und kopierte ihn. Seine Malerei und sein künstlerischer Individualismus haben sich bis heute nicht verbraucht. »Picassos Kunst hat heute deshalb eine so große Wirkung«, so Ausstellungskurator Dirk Luckow, »weil sich Werk und Person nicht auseinanderdividieren lassen und das Werk dadurch exemplarisch erscheint. Es ist unter politischen wie formalen Gesichtspunkten faszinierend und aktuell geblieben. Die Auswirkungen des Jahrhundertgenies auf die Gegenwartskunst werden noch immer unterschätzt.«
Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens zeigen die Deichtorhallen Hamburg vom 1. April bis 12. Juli 2015 eine groß angelegte Ausstellung zum Thema »Picasso in der Kunst der Gegenwart«. Rund 200 Leihgaben u.a. aus der Tate Modern, London oder dem Centre Pompidou, Paris von 87 internationalen Künstlerinnen und Künstlern kreisen um Picasso und seinen Folgen für die Kunst, ohne einen einzigen Picasso zu zeigen. Zwischen Verehrung, intellektueller Assimilation und Neuinterpretation machen die Werke von namhaftesten Künstlern wie Georg Baselitz, Brassaï, Sophie Calle, Marlene Dumas, Jasper Johns, Martin Kippenberger, Roy Lichtenstein und Robert Longo die Aktualität von Picassos Werk deutlich.

Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Wahrnehmung Picassos durch international führende Künstlerinnen wie Cindy Sherman, Maria Lassnig, Marlen Dumas oder Hanne Darboven. Aber auch Themen wie »Picasso und die deutsche Kunst« oder der Umgang der amerikanischen Appropriation Art mit Picassos Œuvre, werden behandelt.

Die große Sinnlichkeit und schier unerschöpfliche Imaginationskraft, die Spannbreite von Picassos Werk zwischen Abstraktion und Figur, künstlerischer Kreativität und politischer Anklage fordern alle diese Künstler bis heute zu besonders spannungsreichen Dialogen mit dem Phänomen Picasso heraus.

Nach einer kleinen Pause erwartet die Besucher eine Führung im Bucerius Kunst Forum durch die Ausstellung „Miro-Malerei der Poesie“.

Erstmals widmet sich eine Ausstellung Joan Mirós Verhältnis zur Literatur und seiner Freundschaft zu bedeutenden Schriftstellern. „Malerei als Poesie“ zeigt, wie Mirós malerische Zeichensprache aus dem spielerischen Umgang mit Wort und Bild entsteht. Die surrealistischen Maler begriffen die Worte als Impulsgeber für Assoziationen. Miró hat dieses Verständnis maßgeblich beeinflusst. Gezeigt werden rund 100 Werken aus allen Schaffensphasen, darunter Leihgaben aus international renommierten Sammlungen wie der Successió Miró, der Fundació Miró in Barcelona, der Fundació Miró in Palma de Mallorca, dem Philadelphia Museum of Art, dem MoMA und der Tate.Mit seinen phantasievollen Motiven gehört Joan Miró (1893-1983) zu den beliebtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Miró wollte mit seiner energiegeladene Kunst, eine andere, eigene Welt hervorzubringen. Es ging ihm nicht um die Wiedergabe der Realität sondern um Emotionalität. Im Februar 1920 verließ der 27-Jährige Miró seine Geburtsstadt Barcelona, um in Paris Inspiration und Anerkennung zu suchen. Sein Atelier in der Rue Blomet wurde zum Treffpunkt des literarischen Paris. Miró, der für sein Leben gern las, zog aus den Freundschaften mit avantgardistischen Autoren wie Tristan Tzara, Robert Desnos, Paul Éluard und Michel Leiris seine wichtigsten Anregungen.

Zeitraum: Mittwoch 29.April 2015 09 – 19 Uhr

Treffpunkt: 09 Uhr Bushaltestelle Marktkieker, Am Markt 7, Burgwedel
Kosten: inkl. Busfahrt, Eintrittsgeldern und zwei Führungen € 45,00 (für Mitglieder des Kunstverein € 35,00).
Anmeldungen bis 29.03.15 erbeten unter: 05139 46 76 / 05139 35 87 oder unter info@kunstverein-bwi.de.

Fotos: Deichtorhallen und Buccerius Kunstforum

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