Mehr und bessere Fahrradparkplätze in Burgwedel

ADFC Burgwedel-Isernhagen startet Kampagne

Radfahren ist gut für die Gesundheit, entlastet die Umwelt und den Straßenverkehr. Der Radverkehr wird daher zunehmend von Bund, Land und Kommunen gefördert. Voraussetzung dafür, dass mehr Bürger häufiger das Fahrrad benutzen, sind natürlich möglichst sichere Verkehrswege. Aber auch sichere und komfortable Möglichkeiten, das Fahrrad an Start und Ziel der Fahrt abzustellen, gehören dazu.

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Formschön, aber spitze Ecken (SBS Gartenstr.).

In Burgwedel gibt es viele Beispiele von guten, aber auch von schlechten oder fehlenden  Abstellanlagen. Der ADFC Burgwedel startet daher eine Kampagne für mehr und bessere Fahrradparkplätze. Dabei wird er nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch andere Institutionen, Geschäfte und Vereine ansprechen.

Was erwarten Radfahrer von einem guten Fahrradstellplatz?

Natürlich sollen die Stellplätze dicht am eigentlichen Ziel sein, dort wo sie gebraucht werden, also an den Sportstätten, Behörden, Geschäften, Gaststätten usw.. Der ADFC hat weitere Kriterien formuliert:

1. Die abgestellten Fahrräder müssen einen guten Halt haben.
2. Der Rahmen muss an einem stabilen Bügel oder Pfosten angeschlossen werden können.
3. Insbesondere bei längerem Parken wie an Schulen und Bahnhöfen sollte das Rad vor Regen geschützt sein.

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Das Dach ist gut, die Felgenkiller nicht.

Einfache Vorderradhalter (sog. Felgenkiller) sind wegen der kurzen Einspannlänge der Felgen gefährlich. Da sie ein Fahrrad nicht stabil halten, kann es leicht seitlich wegkippen und dabei beschädigt werden. Außerdem können hier die Rahmen meist nicht angeschlossen werden. Besser sind Anlehnbügel aus verzinktem Stahlrohr. Sie sind meist leicht zu montieren und für jeden Rahmentyp und Gepäck geeignet. Einfache, verzinkte Bügel kosten ca. 60-120 €.

Am Burgwedeler Bahnhof sind vor allem in der Sommerzeit die Fahrradparkplätze überfüllt.
Für die Schlüssel der Fahrradbox gibt es dann eine längere Warteliste und die Räder werden z.T. wild an Rampengeländern und Laternenmasten angeschlossen. Hier ist die Region als für den Nahverkehr zuständige Verwaltung gefordert. Sie will vor allem an den Haltestellen mehr und größere Boxen als Schutz vor Diebstahl, aber auch Ladestationen für Elektroräder schaffen.

Hier sollte nach Meinung des ADFC auch die Stadt Burgwedel einen entsprechenden Antrag stellen.

Parkplätze für Autos werden durch Bauvorschriften vorgeschrieben und daher automatisch bei allen Straßen- und Hausbauten bedacht. Eine entsprechende Selbstverständlichkeit wünscht sich der ADFC auch für das Fahrradparken.

adcf

 

Links zu dem Thema:

ADFC – Parken im öffentlichen Raum

ADFC – Vom Fahrradständer zum Abstellsystem

www.blog.zeit.de – Ein Parkplatz fürs Fahrrad

Nationaler Radverkehrsplan

Fotos und Text: ADFC Burgwwedel-Isernhagen

 

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