Stadt Burgwedel sucht dringend Wohnraum

„Refugees welcome“ steht auf Plakaten und T-Shirts. Aber um den Menschen, die sich auf der Flucht befinden, wirklich helfen zu können, braucht man viele tatkräftige Helfer. In Burgwedel wird sich im Moment um 251 Asylsuchende (Stand 2.10.2015) gekümmert. Da die Auffanglager des Landes Niedersachsen bereits voll sind, werden den Kommunen weitere Flüchtlinge zugeteilt. Nach derzeitigem Stand sind bis Januar 2016 noch weitere 110 Personen zu erwarten. So zumindest die offizelle Quote. Weitere Sonderzuweisungen seien jederzeit möglich, so Bürgermeister Axel Düker. Die Anzahl der Flüchtlinge stellt alle beteiligten Bereiche in der Verwaltung sowie die ehrenamtlichen Helfern vor große Herausforderungen.

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Freuen sich über Angebote: Ordnungsamtleiterin Andrea Stroker, Sozialarbeiter Otto Krull, Bürgermeister Axel Düker

Düker ist jedoch beeindruckt, wie tatkräftig von allen Seiten nach Lösungen gesucht wird. Auch vom Land bekomme man Unterstützung. So werden die Migrationsberater-Stellen ausgebaut und mit weiteren Mitarbeitern des BundesFreiwilligenDienst sei man in diesem Bereich gut aufgestellt. Allgemein herrsche im Moment eine entspannte Situation. Dies liegt wohl auch an der dezentralen Unterbringung der Menschen.

Und das ist die größte Herausforderung: die Beschaffung von Wohnraum. Hier bittet Axel Düker die Bürger weiter um Mithilfe. 37 Objekte werden im Moment von der Gemeinde bereitgestellt. In einigen Objekten beginnt man jetzt die Zimmer doppelt zu belegen. Hier werden gerade Stockbetten, weiter Stühle usw. angeschafft. In einem Objekt befinden sich zur Zeit Handwerker, um das Gebäude für die Flüchtlinge herzurichten.

Geplant sind auch Neubauten, die den Bestimmungen des sozialen Wohnungsbaus entsprechen. So kann man zu einem späteren Zeitpunkt günstigen Wohnraum anbieten.

Viele Burgwedel sind schon bereit, ihre Wohnungen und Häuser an die Stadt zu vermieten. Bürgermeister Düker weist noch einmal darauf hin, das die Stadt die Kosten für Renovierungen übernimmt und sich beim Mietpreis am Mietspiegel orientiert. Die Stadt ist dankbar für weitere Angebote. Denn sollte es weitere Sonderzuweisungen geben, reicht der jetzige Wohnraum nicht aus. Auch Wohnungen bzw. Häuser, die nur befristet zur Verfügung stehen, werden gerne von der Stadt angemietet.

Axel Düker hat noch ein anderes Anliegen. Die Stadt braucht neue Räumlichkeiten für die „Kleiderei“. Die derzeitigen Räume sind zu klein und für den Winter nicht geeignet. Gesucht wird eine ca. 80qm große Gewerbefläche. Diese kann sich auch außerhalb Großburgwedels befinden. Einmal in der Woche ist die Kleiderei geöffnet. An den restlichen Tagen kümmern sich ehrenamtliche Mitarbeiter um die Sichtung der Kleidung.

 

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Ein Kommentar

  • Bergmeier, Antje

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    stimmt das Gerücht, welches heute (11.1.2017) auf Facebook via Burgwedels Netzwerk kursiert, dass die Kleiderei in Großburgwedel nicht weiß, wie es weiter gehen soll, weil künftig Miete für die Räumlichkeiten bezahlt werden müsse?

    Mit freundlichen Grüßen
    Antje Bergmeier

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