Caren Marks zum 9. November: Die Erinnerung wach halten!

"Freude und Leid liegen am 9. November nah beieinander. Kein Tag symbolisiert die wechselhafte Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert wie dieser", so Caren Marks, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin.

1918 rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die erste deutsche Republik aus. Nur 20 Jahre später – 1938 – brannten die Nationalsozialisten in der Reichspogromnacht Synagogen nieder und verschleppten tausende Juden in Konzentrationslager. Dies verdeutlicht wie schnell Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte ins Wanken geraten und abgeschafft werden können. Die friedliche Revolution 1989 beendete mit der Öffnung der Mauer am 9. November die zweite Diktatur auf deutschem Boden.

"Das alles zeigt, dass unsere Demokratie hart erkämpft wurde und dass es wichtig ist, sich immer wieder für sie einzusetzen", erklärt Caren Marks. Hier greift das Programm "Jugend erinnert". Es soll junge Menschen ermutigen, sich kritisch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und für die Zukunft wachsam zu sein – auch im Austausch mit Jugendlichen anderer Länder. Das Auswärtige Amt wurde vom Bundestag in diesem Jahr bereits mit 4,5 Millionen Euro ausgestattet, um das Programm auf den Weg zu bringen.

"Als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjugendministerium freue ich mich, dass unser Programm "Demokratie leben!" zum Beispiel Projekte vor Ort unterstützt, die Demokratie fördern, Vielfalt gestalten und Extremismus vorbeugen", erläutert Caren Marks. "Seit 2015 ist dieses Programm in meinem Ministerium fest verankert. Die Fördersumme für das Jahr 2018 beträgt rund 120 Millionen Euro."