Letzte-Hilfe-Kurs beim ambulanten Hospizdienst

Anderen Menschen bei einem Unfall oder in einer Notfallsituation beizustehen und aktiv zu helfen, ist uns aus der "Ersten Hilfe" wohl bekannt und selbstverständlich. Vermutlich jeder hat an einen solchen Kurs schon einmal teilgenommen. Warum sollte das, was mitten im Leben gut und bereitwillig funktioniert, nicht auch am Lebensende so sein? Am Freitag, 30. November 2018, in der Zeit von 17 bis 21 Uhr wird der Ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze erstmalig einen "Letzte-Hilfe-Kurs" anbieten.

Gemeinsam ist der ersten und letzten Hilfe eine soziale und fürsorgliche Haltung, die die Not anderer Menschen erkennt und ihnen beisteht. Ebenso wie die erste kann auch die letzte Hilfe aktiv sein, zum Beispiel durch Mundpflege, das Haltgeben bei Unruhe und Verwirrung oder das bloße Dasein angesichts einer schwierigen Situation bei einem sterbenden Menschen.

Die Idee zum Projekt "letzte Hilfe" stammt von dem Palliativmediziner Dr. Georg Bollig aus Schleswig, der damit die breite Öffentlichkeit wieder mehr mit den Themen Sterben und Tod vertraut machen möchte. Inzwischen werden die Kurse in mehreren Ländern Europas und in Deutschland bundesweit von zertifizierten Kursleiterinnen und Kursleitern durchgeführt. Dabei geht es um die Themen "Sterben als ein Teil des Lebens", "Vorsorgen und entscheiden", "Leiden lindern" und "Abschied nehmen". Zum "kleinen Einmaleins der Sterbebegleitung" – wie der Kurs auch häufig beschrieben wird – gehören kleine praktische Maßnahmen ebenso wie theoretische Fragen zu Sterben, Tod und Trauer.

Der Ambulante Hospizdienst Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze bietet den letzten Hilfe-Kurs am Freitag, 30. November 2018 in der Zeit von 17 bis 21 Uhr im Haus der Diakonie, Schillerslager Straße 9 in Burgdorf, an.

Interessierte können sich dafür bis Freitag 23. November 2018 unter Telefon 05136/897311 oder per Mail an hospizdienst.burgdorf@evlka.de für einen der 15 Plätze im Kurs anmelden. Für die Teilnahme wird eine Aufwandsentschädigung von 10 Euro pro Person erhoben.

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