HHB gewinnt einen Punkt in Potsdam

Der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) konnte vom Auswärtsspiel beim VfL Potsdam in der 3. Handball-Liga einen Punkt mit auf die Heimreise nehmen. Der HHB holte dabei einen Neuntorerückstand auf und hätte die Partie sogar noch gewinnen können. Unterm Strich war es dennoch ein gewonnener Punkt für die Burgwedeler.

Der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) konnte vom Auswärtsspiel beim VfL Potsdam in der 3. Handball-Liga einen Punkt mit auf die Heimreise nehmen. Der HHB holte dabei einen Neuntorerückstand auf und hätte die Partie sogar noch gewinnen können. Unterm Strich war es dennoch ein gewonnener Punkt für die Burgwedeler.

Die Partie begann ausgeglichen. Bis zum Stand von 7:7 nach 16 Minuten konnte sich keine Mannschaft absetzen. Auf beiden Seiten fielen die Tore von fast allen Positionen, Yannick Münchberger und Artjom Antonevitch scheiterten jeweils mit einem Strafwurf. Dann konnte sich der VfL ein wenig absetzen, weil die Burgwedeler einige gute Einwurfmöglichkeiten ungenutzt ließen. Die Gäste wirkten in dieser Phase ideenlos, der VfL hatte jetzt die besseren Szenen. Bis zur Halbzeit hatten sich die Gastgeber einen kleinen Vorsprung erarbeitet. Mit einen 15:10-Führung für den VfL ging es in die Kabinen.

Nach der Pause hatte der HHB große Startschwierigkeiten und fand überhaupt nicht ins Spiel. Der HHB wirkte planlos, auch die Körpersprache stimmte nicht. Als Moritz Ende nach 35 Spielminuten das 19:10 für den VfL Potsdam erzielen konnte, war die Partie eigentlich schon entschieden. Keiner der gut 700 Zuschauer in der MBS Arena hätte zu diesem Zeitpunkt geglaubt, dass die schwächelnden Gäste den dominanten Gastgebern noch einmal gefährlich werden könnten. 25 Minuten später konnten die Hausherren froh sein, überhaupt noch ein Unentschieden erreicht zu haben. Nach einer Auszeit von HHB-Trainer Claas Wittenberg lief es besser. Die Gäste trafen jetzt zwar wieder, doch auch der VfL war erfolgreich. Der Vorsprung des VfL betrug 24:17, 15 Minuten vor dem Ende waren die Gastgeber mit 25:20 vorn. Die Gäste steckten nicht auf und versuchten alles. Die Abwehr stand jetzt deutlich besser und im Angriff wurden die Konzepte konsequent zu Ende gespielt und meist mit einem Torerfolg abgeschlossen. Ganz langsam konnten die Burgwedeler Tor um Tor verkürzen. Beim VfL dagegen lief nicht mehr viel zusammen. 26:23 war der Zwischenstand nach 50 Minuten und fünf Minuten vor dem Ende konnte Nenad Bilbija, dem acht Feldtore glückten, den 26:27-Anschluss für die Gäste herstellen. Jetzt war richtig Dampf auf dem HHB-Kessel und die Gäste witterten ihre Chance. Kay Behnke und erneut Nenad Bilbija trafen für die Gäste und gut zwei Minuten vor dem Abpfiff war der HHB vorn (27:28). Was dann folgte war nichts für schwache Nerven. Yannick Münchberger konnte ausgleichen und eine Minute vor Schluss schaffte Marius Kastening erneut die Gästeführung (28:29). Als der VfL den dann folgenden Angriff nicht in einen Torerfolg ummünzen konnte, kamen die Gäste erneut in Ballbesitz. Doch der HHB verlor den Ball und mit dem finalen Wurf konnte Moritz Ende acht Sekunden vor dem Abpfiff noch den Ausgleich für den VfL erzielen. Endstand 29:29.

Für HHB-Teammanager Friedrich Kastening war es ein gewonnener Punkt, auch wenn am Ende sogar zwei möglich gewesen wären: "Wir haben drei unterschiedliche Drittel gesehen. Die ersten 20 Minuten waren ausgeglichen, dann hatten wir 20 Minuten einen Blackout und in den letzten 20 Minuten traf das auch auf Potsdam zu. Hier einen Punkt zu holen ist ein Erfolg, der uns für die kommenden Aufgaben Mut macht. Wenn man mich vor dem Spiel gefragt hätte, ob ich mit einem Unentschieden in Potsdam zufrieden wäre, hätte ich sofort ja gesagt. Die Moral hat gestimmt, mit etwas mehr Cleverness wäre auch ein Sieg möglich gewesen. Unterm Strich geht das Ergebnis aber in Ordnung. Der Auswärtspunkt ist Balsam für uns und bringt uns Selbstvertrauen für das kommende Auswärtsspiel in Bernburg."

HHB: Mustafa Wendland, Pascal Kinzel, Yamato Takahashi – Florian Freitag (3), Julius Mücke, Marius Kastening (3), Lennart Koch (1), Thomas Bergmann, Kay Behnke (5/1), Nenad Bilbija (8), Philip Reinsch (2), Artjom Antonevitch (1/2) und Steffen Dunekacke (6).

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