sprintH: Neuer Bus für die Region Hannover

Dr. Volkhardt Klöppner (Vorstandsvorsitzender der ÜSTRA), Elke van Zadel (regiobus Geschäftsführerin und ÜSTRA-Vorstand) und der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz (rechts).Foto: Ilona Hottmann

Neuzugang für den Nahverkehr: Ab dem kommenden Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 werden die sprintH Linien in der Region Hannover, in der Landeshauptstadt und im Umland unterwegs sein.

Insgesamt gibt es sieben sprintH Linien. Sechs werden von regiobus, eine von ÜSTRA bedient. Alle sieben Linien verbinden das Umland mit der Stadt Hannover – entweder direkt oder im Anschluss an die Regionalzüge bzw. Stadtbahnen. Sie alle verkehren in einer engen Taktung – werktags bis 20 Uhr mindestens alle halbe Stunde, zu Stoßzeiten sogar bis zu 7,5 Minuten. Die Linien verkehren zudem in einem leicht merkbaren Takt, also zum Beispiel immer zur Minute 09, 19, 29 usw. Die Fahrpläne der sprintH Linien wurden insgesamt überarbeitet und "geglättet", das heißt, die Linien verkehren möglichst den ganzen Tag über auf demselben Fahrweg und die Fahrzeitprofile bleiben annähernd gleich.

"Mit dem sprintH bieten wir den Menschen der Region ein neues, komfortables Fahrerlebnis", erklärt der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz. "Es geht uns darum, mehr Menschen für den Nahverkehr zu gewinnen. Dazu gehört einerseits ein entsprechend dichter Takt, aber eben auch attraktive Angebote während der Fahrt." Die Busse auf den sprintH Linien 500 und 700 verfügen über ein auffälliges Design und eine besondere Ausstattung. Neben Monitoren im Innern, über die Informationen für Fahrgäste ausgestrahlt werden sollen, gibt es USB-Ladebuchsen und vor allem kostenloses WLAN.

Die Idee für die sprintH Linien ist im Rahmen des sog. Regionalbusgutachtens entstanden. Hier wurden Nachfrage, Auslastung und Bedarfe identifiziert. "Auf Linien, die bereits jetzt schon gut frequentiert sind, sehen wir noch weitere Potenziale", so Franz.

Merkbar, verlässlich, komfortabel

"Als Geschäftsführerin der regiobus freue ich mich sehr darüber, dass der Busverkehr in der Fläche einen Schub erhält. Mit dem sprintH bieten wir eine gute Kombination aus Fahrtenhäufigkeit und Komfort. Gerade für die Bewohnerinnen und Bewohnner im Umland, die eben nicht über die Annehmlichkeiten eines innerstädtischen ÖPNVs verfügen, müssen wir Anreize schaffen. Es geht darum, ein verlässliches, leicht merkbares Angebot zu etablieren, das zu einer neuen Qualität des Busverkehrs im Umland führt", betont Elke van Zadel. "Kostenfreies WLAN im Bus während der Fahrt ist ein besonderes Angebot, das insbesondere bei den längeren Reisezeiten im Regionalbusverkehr Sinn macht", so van Zadel.

Die Einführung der sprintH Linien erfolgt sukzessive. Gestartet wird mit den Linien 500 und 700 der regiobus. "Wir beginnen jetzt mit einem Dutzend Busse ab Mitte Dezember. Innerhalb des ersten Quartals 2020 werden wir rund 40 Fahrzeuge auf diesen beiden Linien im Einsatz haben", berichtet van Zadel. Bei der Einführung und Erprobung neuer Antriebstechniken wie der Elektromobilität kommt den sprintH Linien perspektivisch eine Vorreiterrolle zu.

In der letzten Ausbaustufe werden insgesamt rund 90 Busse mit den neuen Komfortmerkmalen ausgestattet und im sprintH Design auf den Straßen der Region im Einsatz sein.

ÜSTRA mit Hybridbussen

"Hinter sprintH steckt der feste Wille, auch in das Umland Hannovers hinein bessere Verbindungen zu schaffen", sagt Dr. Volkhardt Klöppner, Vorstandsvorsitzender der ÜSTRA. "Das Ergebnis ist Ausdruck der neuen, intensiven und äußerst konstruktiven Zusammenarbeit der Verkehrsunternehmen. Die sprintH Linie 800 der ÜSTRA wird Ende 2021 in das Konzept integriert. Wir werden auf dieser Linie von Sehnde nach Hannover sieben Hybridfahrzeuge einsetzen", so Klöppner.

Die neuen Hunderter kommen

Die sieben sprintH Linien gehen aus bereits bestehenden Buslinien hervor, die z.T. eine andere Liniennummer bekommen. Alle sprintH erhalten eine 100er-Nummer (gesondert zu betrachten sind die ÜSTRA Erlebnislinien 100 und 200, die in Hannovers City verkehren).

Die sprintH Linien im Einzelnen:

Linie 300 Pattensen – Hemmingen – Hannover ZOB
Linie 400 Neustadt – Bordenau – Horst – Berenbostel – Marienwerder (heute 440)
Linie 500 Gehrden – Ronnenberg – Hannover ZOB
Linie 600 Großburgwedel – Isernhagen – Langenhagen (heute 650)
Linie 700 Seelze – Dedensen – Hannover ZOB
Linie 800 Mehrum – Sehnde – Hannover Altenbekener Damm (heute 370)
Linie 900 Burgdorf – Altwarmbüchen – A2-Center (heute 640)

Maßnahmen an Haltestellen flankieren das neue Angebot

Geplant ist, die Haltestellen auf den sprintH Linien schrittweise barrierefrei auszubauen. Von 134 Haltepunkten auf den Linien 500 und 700 sind bereits 63 Positionen umgerüstet. Im nächsten Jahr kommen weitere 18 hinzu.
Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass Fahrgäste die Möglichkeit erhalten, Fahrräder in unmittelbarer Nähe der Haltepunkte abzustellen. Die sprintH Linie 400 wird bis Ende April 2020 fast durchgängig mit Fahrradabstellmöglichkeiten ausgestattet sein. Für 27 von 36 Haltestellen auf dieser Linie sind solche Anlagen geplant.

Zur besseren Information der Fahrgäste werden an sprintH Haltestellen mit mehr als 150 Einsteigern pro Tag dynamische Fahrgastinfoanzeiger installiert. Im ersten Schritt sind 10 bis 15 solcher Anzeigen entlang der sprintH Linie 500 geplant.

An Haltestellen mit 50 bis 100 Einsteigern plant die Region Hannover mit der kleineren Variante (DFI light). Dabei geht es um digitale Anzeigen, die in den Haltestellenmast integriert sind. Voraussichtlich 20 dieser Varianten werden in 2020 verbaut. Für 2021 sind noch einmal 150 Installationen vorgesehen.

Gut zu erkennen

Die Haltestellen, an denen sprintH Linien verkehren, sind durch Logos im Fahrplanbuch, am Aushangfahrplan und am Haltestellenschild zu erkennen. An einigen Haltestellenmasten machen sprintH Schilder auf die Internetseite www.sprintH.de aufmerksam, die weiterführende Informationen parat hält.

Die sprintH Linien werden ab dem 9. Dezember über weitere Medien beworben. Unter anderem mit sog. City-Light Postern und Roadside Screens, durch Zaunplattenwerbung in den Umlandgemeinden, im Fahrgastfernsehen der ÜSTRA, mit Postkarten im Gastronomiebereich und mit Radiospots.

Wie möchten Sie kommentieren?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Loading Facebook Comments ...