Pferderennen verstehen: Was sind Flachrennen?

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Wer sich mit professionellen Pferderennen beschäftigt und in die Siegeswahrscheinlichkeit bestimmter Pferde investieren will, kommt um diverse spezifische Fachbegriffe nicht drum rum. Wie bei anderen Sportwetten, gehört auch beim Pferderennen neben einem ausgereiften Wissen hinsichtlich der Pferde selbst auch ein wenig Praxiserfahrung dazu.

Fachkundige erkennen bereits beim ersten Blick, ob es sich bei dem jeweiligen Pferd um einen Gewinner handelt oder nicht. Doch auch Anfänger im Bereich der Pferdewette können am Wettgeschehen teilnehmen. Für alle Einsteiger wird im Folgenden erklärt, worauf es bei der Wahl des Rennpferdes ankommt und was an Flachrennen so besonders ist.

Die Eignung als Rennpferd

Nicht jedes Pferd eignet sich als Rennpferd. Neben einem harten Training, das für den Erfolg des Rennpferdes essentiell ist, benötigt das Pferd auch einen guten Stammbaum. Bestimmte Rassen eignen sich eher als Rennpferde als andere. Diese Rassen sind hinsichtlich der Anschaffung teurer als das klassische Reitpferd.

Das Rennpferd selbst hat sich demzufolge aufgrund diverser Eigenschaften seiner Vorfahren entwickelt, die Züchter erkannten und einzusetzen wussten. Daraus folgte die Erkenntnis, dass bestimmte Rassen bei idealen Zuchtbedingungen hohe Gewinnchancen mit sich brachten. In der Folge entwickelte sich das Rennpferd als Kapitalanlage und es wurde vermehrt in die Zucht dieser bestimmten Rassen investiert.

Doch nicht nur die Abstammung des Pferdes und eine optimale Pflege sind Indikator für den Gewinnerfolg des späteren Rennpferdes. Um überhaupt zum Rennpferd zu werden, muss es sich bei dem Pferd um einen Vollblüter handeln. Außerdem ist ein Pferd nicht nur aufgrund seiner Rasse ganz automatisch zur Gruppe der Rennpferde zugehörig.

Es benötigt eine lange Ausbildung und ein kontinuierliches Training. Beim Training wiederum ist der Einsatz eines anerkannten Trainers notwendig. Ohne diesen wird das Rassepferd trotz privaten Trainings den Status des Rennpferdes nicht erreichen und eine professionelle Teilnahme am Flachrennen ist nicht möglich.

Die Gewinnchancen beim Rennen

Im Unterschied zum klassischen Glücksspiel ist die Wette auf ein Rennpferd den Sportwetten zugehörig. Damit ist die Wette auf ein bestimmtes Rennpferd beim Flachrennen nicht (nur) dem Zufall unterlegen. Diese Tatsache zeigt sich auch innerhalb der Gesetzeslage zu den Pferderennen. Langjähriges Training und gute Grundlagen auf Seiten des jeweiligen Pferdes bestimmen die Erfolgsquote. Pferde werden bei Eignung bereits in jungen Jahren ins Rennen geschickt.

Viele beginnen ihre Laufbahn als Rennpferd im Alter von zwei Jahren. Umso mehr Rennen ein Pferd abhält, desto aussagekräftiger sind seine Gewinne und Verluste. Die Wette gestaltet sich damit leichter und auch das Training lässt sich dadurch vermehrt in bestimmte Richtungen lenken. Eine Gewinnsicherheit kann es jedoch bei dieser Sportart nicht geben. Schließlich sind Pferde – wenn auch bestens trainiert – nicht einschätzbar.

Flachrennen und Hindernisrennen

Generell finden Pferderennen im Außenbereich auf ausgedehnter Fläche mit Zuschauern statt. Die Art und Weise des Rennens richtet sich nach der Rennbahn. Beim Flachrennen beispielsweise gibt es keinerlei Hindernisse. Die Pferde rennen in Runden und das schnellste Pferd holt den Sieg.

Häufig findet das Flachrennen auf einer Rasenfläche statt. Die Strecke selbst weist keinerlei Unebenheiten auf. Zudem hat keines der Pferde einen Vor- oder Nachteil gegenüber der Konkurrenz. Die Bahn befindet sich stets in einer Ebene und befindet sich niemals in Hanglage. Sie kann bis zu 4,2 km lang sein. Eine Kurzstrecke weist hingegen eine Länge von mindestens 800 m auf.

Auch das Hindernisrennen geht mit unterschiedlichen Rennbahnen einher. Anders als im Flachrennen kommen beim Hindernisrennen diverse Hindernisse ins Spiel. Diese unterscheiden sich nach Art des Rennens. Bei den Hindernissen kann es sich um sogenannte einfache Hindernisse – also um Hurdles – handeln. Komplexere Hindernisse finden sich beim Steeplechase.

Möglichkeiten der Pferdewette beim Flachrennen

Wie bei anderen Rennsportarten auch, gibt es beim Rennsport unterschiedliche Wettoptionen. Eine typische Wette ist die Siegwette. Dabei wettet der Spieler auf den Sieg eines bestimmten Pferdes. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn dem Spieler alle Pferde bekannt sind und er umfassende Informationen zum Rennsport und zu den einzelnen Pferden zusammengetragen hat. Wer hingegen zum ersten Mal dabei ist und die Pferde und ihre bisherigen Quoten nicht kennt, sollte lieber auf die Platzwette zurückgreifen. Dabei geht es schlichtweg um den Platz, den ein Pferd erreicht. Dieser kann sich zwischen dem ersten und dem dritten Platz befinden.

Interessanterweise kommen diese Wetten nicht so häufig vor wie die so genannte kombinierte Wette. Die kombinierte Wette – auch als Each Way bezeichnet – ist eine Art Kompromiss zwischen den beiden vorab vorgestellten Wettarten. Die Verbindung zwischen Sieg- und Platzwette erfreut sich im Pferdesport aufgrund höherer Gewinnchancen und geringerer Verlustmengen großer Beliebtheit.

Vor dem Abschließen einer Wette auf das vermeintlich beste Pferd beim Flachrennen gilt es sich den Wettanbieter genauer anzusehen. Gibt es vielleicht weitere lukrative Wettangebote?

Und: Sollte ein Pferd aufgrund bestimmter Situationen nicht antreten können, so hat dies Auswirkungen auf die Quote der Gewinne und Verluste. Immer wieder kommt es dazu, dass bestimmte Pferde nicht antreten können und vor dem Rennen aus dem Spiel genommen werden. Umso wichtiger ist es, sich auf dieser Grundlage mit den Quoten des Wettrennens zu befassen. 

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