Diese Verletzungen sind typisch für Handballer

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Handball ist kein ungefährlicher Sport, auch nicht wenn man es nur als Hobby in einem kleinen Verein spielt. Viele typische Verletzungen kommen im Handball immer wieder vor. Wenn man diese nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu lebenslangen Einschränkungen und immer wieder auftretenden Beschwerden kommen. Welche Verletzungen bei Handballern häufig auftreten und wie sie vermieden werden können, klären wir im heutigen Artikel.

Knie- und Sprunggelenke

Beim Handball werden besonders beim Abschluss die Sprunggelenke sowie die Kniegelenke stark beansprucht. Man springt ruckartig hoch, wirft und landet wieder, manchmal stehend, manchmal auf den Knien. Dieses wiederholte Hochspringen führt bei vielen Handballspielern immer wieder zu Knieverletzungen und Verletzungen an den Sprunggelenken. Laut einer Studie aus dem Jahr 2011, die von der Bochumer Universität durchgeführt wurde, treten Knieverletzungen bei männlichen Handballspielern am häufigsten auf (23 %). Vorbeugen kann man solchen Knieverletzungen nur kaum, da diese meistens durch ungünstiges Aufkommen oder Fouls entstehen. Wer dennoch präventive Maßnahmen ergreifen möchte, kann die Muskulatur um das Knie herum, sowie den Rumpf trainieren. Außerdem kann mit verschiedenen Balance-Übungen das Gleichgewicht trainiert werden, um das Umknicken nach Sprüngen zu vermeiden.

Ermüdungsbrüche

Ein Ermüdungsbruch, auch Stressfraktur genannt, entsteht dann, wenn man den Körper immer wieder zu stark belastet und ihm keine Pausen gönnt. Besonders im Fuß kommen Ermüdungsbrüche besonders oft vor. Dabei wird eine Stelle immer wieder so stark belastet, bis aus einem kleinen Riss irgendwann ein schmerzhafter Bruch wird. Im Prinzip kann man solche Ermüdungsbrüche leicht vermeiden, indem man den Körper regelmäßig nach dem Training schont und sich erholen lässt. Außerdem sollte man wiederholte Warnung des Körpers ernst nehmen. Das bedeutet, wenn der Fuß immer wieder ein bisschen schmerzt, oder die Schulter sowie der Arm regelmäßig an der gleichen Stelle weh tun, dann sollte man an keinem Training oder Spiel mehr teilnehmen, bis der Schmerz weg ist. In manchen Fällen, kann man das betroffene Körperteil auch vorbeugend röntgen lassen, um eventuelle Brüche früh zu erkennen.

Nicht nur Amateure sind von diesen Verletzungen betroffen, auch bei den Profis wird der Körper zu oft überbelastet. Wie Betway Online Wetten in einem Blogartikel berichtet, liegt das daran, dass dem Handball oft das Geld fehlt und die Vereine es sich daher nicht leisten können ihren teuren Profis regelmäßig Spielpausen zu verordnen. Dazu kommt noch, dass sich oft ein Physiotherapeut um ein ganzes Team kümmern muss und nicht wie beim Fußball ein ganzes Ärzteteam sich um die Spieler kümmert. Im lokalen Vereinssport, der oft auch schon anspruchsvoll ist, stehen meistens gar keine Physiotherapeuten zur Verfügung, daher muss jeder Spieler hier selbst auf seinen Körper hören und sich regelmäßig schonen. Ansonsten sind Ermüdungsverletzungen vorprogrammiert.

Schulter und Schultergelenk

Die Schulter muss im Handball vieles aushalten. Man rechnet im professionellen Handball mit über 45.000 Wurfbewegungen pro Jahr und hohen Wurfgeschwindigkeiten, durch ruckartige Würfe. Selten wird im Handball nur aus dem Arm geworfen, meistens wird die Schulter genutzt. Das führt zu zahlreichen Schulterverletzungen im Bereich des Gelenks und der Muskulatur. Schulterverletzungen kann man aber gut vorbeugen, indem man den Oberkörper gleichmäßig trainiert. Also sowohl Rücken als auch Brust, Rumpf und Becken. Klimmzüge, Liegestütze und andere Übungen mit dem eigenen Körpergewicht können helfen ein Gefühl für die eigene Schulter zu bekommen und diese zu stabilisieren. Außerdem können Handballtrainer oft bei der Wurftechnik noch ein paar Tipps geben, wie die Schulter entlastet werden kann.

Generell gilt: Ein ausgeglichenes Training für den ganzen Körper und genügend Ruhe- bzw. Entlastungsphasen können vielen für Handballer typischen Verletzungen vorbeugen. Wer bewusst immer wieder Vorzeichen ignoriert, keine Pausen macht und z. B. nur Brust und Bauch trainiert, riskiert schwere Verletzungen.

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