Wie populär ist UFC in Deutschland?

Wer noch vor einigen Jahren in Deutschland von Kampfsport hörte, dachte zunächst an Boxen. Verantwortlich dafür waren die jahrelangen großen Erfolge von Sportlern wie den Klitschko-Brüdern oder Henry Maske. Doch im Windschatten von Boxen ist auch Mixed Martial Arts (MMA) immer bekannter geworden.

Das ist nicht nur auf die vermehrten TV-Übertragungen der großen Kämpfe, sondern sicherlich auch auf die Erfolge des in Nürnberg geborenen Ultimate Fighting Championship-Fighters Jessin Ayari zurückzuführen. Dieser kämpfte sich verbissen im Leichtgewicht an die Spitze hoch und hatte damit seinen Anteil an der steigenden Popularität von UFC in Deutschland. Er kämpft übrigens in der gleichen Gewichtsklasse wie der der größte Star der Szene.

Ein Ire dominiert die weltweite Aufmerksamkeit

Der Ire Conor McGregor spaltete die Gemüter. Seine große Klappe treibt nicht nur die Gegner zur Verzweiflung, sondern teilt die mittlerweile große Anzahl der UFC-Fans in Anhänger und Gegner. Doch wozu er fähig ist, konnte der Star vor einigen Jahren eindrucksvoll beweisen. Er forderte den damals ungeschlagenen amtierenden Box-Weltmeister Floyd Mayweather zu einem Showkampf heraus.

Diese spülte hunderte Millionen Dollar in die Kassen aller Beteiligten und ließ das Sportwetten UFC Business heiß laufen. Die Branche setzt schließlich seit Jahrzehnten auf den Kampfsport, wenn es darum geht den Markt zu entwickeln. Das hat in der Vergangenheit bei Boxen sehr gut funktioniert und treibt nun auch das Interesse an UFC nach oben. Da kam der Kampf McGregor gegen Mayweather wie bestellt. Wenig überraschend stürzten sich die Medien weltweit auf das Spektakel.

Chancenlos gegen den Box-Weltmeister

In der zehnten Runde brach der Ringrichter jedoch den Kampf ab. Floyd Mayweather gewann durch technisches K.O. Entgegen aller Vorhersagen, machte Conor McGregor stellenweise durchaus eine gute Figur. Am Ende übermannte ihn die Müdigkeit, er hatte keine Chance mehr. Die Niederlage mag ihn zwar geschmerzt haben, doch die Börse von angeblich 100 Millionen Dollar dürfte Schmerzensgeld genug gewesen sein.

McGregor gegen Poirier geht in die dritte Runde

Diese Summe zeigt deutlich, was in der Branche möglich ist. Nicht umsonst verfolgen in den USA mehr als 100 Millionen Zuschauer die UFC-Kämpfe im Fernsehen. Ein ähnliches Spektakel erwartet die Fans nun auch in der Nach vom 10. auf den 11. Juli dieses Jahres. Dann trifft Conor McGregor im UFC-Megafight auf Dustin Poirier an. Beim UFC 264 treten die beiden Stars nun schon zum insgesamt dritten Mal gegeneinander an. Das ist erstaunlich, schließlich haben die meisten Gegner von McGregor bereits nach einem Kampf genug.

Schauplatz des zweiten Aufeinandertreffens in diesem Jahr ist die T-Mobile Arena in Las Vegas. Dort werden die beiden UFC-Superstars voraussichtlich um 6 Uhr unserer Zeit in den Käfig steigen. In Deutschland können Fans den Kampf auf dem Streamingdienst DAZN mitverfolgen. Wie bereits im Januar dieses Jahres tritt McGregor im Leichtgewicht an. Damals verlor der Ire durch technisches K.O.

Stars wie McGregor richten durch ihre spektakulären Kämpfe auch in Deutschland das Scheinwerferlicht mehr und mehr auf die UFC. Da verwundert es nicht, dass auch die Fitnessbranche den Kampfsport für sich entdeckt hat. Hier geht die UFC mit gutem Beispiel voran. Der größte MMA-Veranstalter der Welt möchte in Deutschland rund 70 Fitnessstudios eröffnen.

Trend Combat-Fitness

Mit dieser Ankündigung überraschte die UFC nicht nur die Branche, sondern auch Experten. Immerhin kämpft die Fitnessbranche seit einiger Zeit mit großen Herausforderungen. Der Schwerpunkt der neuen Studios soll auf Combat-Fitness liegen. Das wird alle jene Hobbysportler freuen, die sich für Kickboxen, Brazilian Jiu-Jitsu und Mixed Martial Arts begeistern können.

Immerhin betreibt die UFC bereits jetzt Gyms in mehr als 37 Ländern dieser Welt. Das Unternehmen hat also jede Menge Erfahrung. Dieses hört auf den Namen UFC GYM und ist ein Ableger der Ultimate Fighting Championship. Es betreibt aktuell Fitnessstudios an 170 Standorten, nun sollen 70 weitere in Deutschland dazukommen. Das Motto des Anbieters lautet: Train Different. Ziel ist es beim Training Fitness und MMA zu kombinieren. So sollen die Mitglieder schneller die Ergebnisse ihrer Trainingsbemühungen sehen können. Das Programm ist für alle Trainingsstufen und Altersgruppen geeignet.

Viele Kampfsportarten und der berühmte Oktagon

Die Kurse bieten eine enorme Vielfalt. Wer sich in einem UFC GYM anmeldet, soll die Möglichkeit bekommen Kurse für MMA Conditioning, Brazilian Jiu-Jitsu, TRX, Kickboxen und Selbstverteidigung zu besuchen. Darüber hinaus können Mitglieder ein Einzel-Coaching in Anspruch nehmen oder ein Widerstandstraining absolvieren. Selbstverständlich bieten die Studios auch einen Oktagon an. In dem umzäunten Käfig kann man so trainieren, wie man es aus dem Fernsehen von den professionellen Kämpfen kennt.

Die UFC sieht großes Potenzial in Deutschland

Begleitet wird das Training jeweils von erfahrenen Trainern. Das Programm wurde auf Basis der Trainingspläne der MMA-Profis erarbeitet. So sollen die Mitglieder ein Training absolvieren können, das ihnen hilft sich richtig zu bewegen, fit zu bleiben und einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

Der Markteintritt der UFC in Deutschland kommt nicht von ungefähr. Das Unternehmen sieht hier ein großes Potenzial vorhanden, das weiter anwachsen soll. Dies möchte man mit innovativen Kursen und der hauseigenen Philosophie von Train Differenz weiter unterstützen. Dazu sollen auch die modernen Sportanlagen beitragen. MMA-Sportler, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen möchten, haben sogar die Chance ihr eigenes Studio mit Unterstützung der UFC zu eröffnen.

Denn die Kette agiert auch als Franchise-Unternehmen. So können Interessierte entweder ein bereits bestehendes Studio in ein UFC GYM umwandeln oder ein neues Fitnesscenter unter dem Dach des bekannten MMA-Veranstalters eröffnen. Diese Pläne werden die UFC in Deutschland sicherlich noch bekannter machen. Das sind gute Nachrichten für den Kampfsport, der sich weltweit auf dem Vormarsch befindet. 

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