Niedersachsen im Olympiafieber: Diese Athleten kommen aus der Region

Mit einem Jahr Verspätung haben endlich die Olympischen Spiele im Gastgeberland Japan begonnen. Deutschland wird von insgesamt 430 Olympioniken in 32 verschiedenen Disziplinen vertreten. Davon sind 22 Athleten im niedersächsischen Sportraum aktiv und gehen erneut auf Medaillenjagd für den deutschen Kader.

Niedersächsische Olympioniken im deutschen Medaillenspiegel 

Laut dem Blogartikel von Betway Sportwetten errangen niedersächsische Sportler in den letzten 20 Jahren 35 der von bundesweit gewonnen 919 Medaillen. Die erfolgreichste Disziplin bisher ist das Reiten, gefolgt von Fußball und Tischtennis. Einen erheblichen Beitrag in den Medaillenspiegel leistete der Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov, der 2008 Silber, 2012 und 2016 Bronze mit der Mannschaft sowie 2012 die Bronzemedaille im Einzelwettkampf einkassierte. Auch dieses Jahr ist der erfolgsverwöhnte Star mit dabei und schürt kräftig die Medaillenhoffnungen. 

Weitere Olympiasiege sind der Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth zu verdanken. Die 34-Jährige gewann 2012 in London im Einzelkampf Bronze und im Team die Goldmedaille. 2016 folgte in Rio de Janeiro Silber erneut mit der Mannschaft. Auffarths damaliges Erfolgspferd „Opgun Louvo“ genießt inzwischen die Rente. Ihren diesjährigen Olympiaauftritt leistet die Reiterin deshalb mit „Viamant du Matz“, der in nationalen Meisterschaften sein Geschick als Vielseitigkeitspferd klar unter Beweis gestellt hat.

Zu den Stars der Disziplin Reiten kann wie vom Merkur Magazin berichtet auch Auffarths Kollege Andreas Dibowski gezählt werden. Der erfahrene Reiter erlangte zwar im Verlauf seiner Karriere nur einmal einen Olympiarang im Team, doch mehrmals verpasste er aufgrund unglücklicher Umstände sein wohlverdientes Edelmetall. Falls Dibowski in Tokio einen Platz in den ersten drei Rängen erzielt, wäre das für keinen Reitsportfan eine Überraschung.

Jenseits der niedersächsischen Erfolgsdisziplinen macht die Kanutin Sabrina Hering-Pradler Hoffnung auf mehr. 2016 schenkte die Sportlerin Deutschland eine Silbermedaille. Nach einer schweren Kreuzbandoperation erwarten ihre Fans ein fulminantes Comeback in Tokio. Die Sportlerin selbst ist sehr zuversichtlich. Selbstbewusst rechnet sie mit Medaillen im Einer-, Zweier- und Vierer-Kajak.

Die Neulinge im niedersächsischen Olympiateam

Neben den alten Hasen besteht das niedersächsische Olympiateam aus zahlreichen Neulingen, die ihre Feuertaufe in Tokio absolvieren. Darunter befindet sich auch die Löninger Leichtathletin Lea Meyer. Das Ticket für Tokio erhielt sie in ihrer Hauptdisziplin 3000-Meter-Hindernislauf beim Meeting International de Nice, als sie mit 9:29,26 Minuten auf Rang zwei des Turniers lief.

Neu im deutschen Kader ist auch der Springreiter Maurice Tebbel. Seine Freude über die Nominierung ist jedoch etwas geschmälert, da Tebbel und sein Pferd „Don Diarado“ zwar für eine Team-Medaille kämpfen, ihnen allerdings ein Start in der Einzelwertung verwehrt blieb. Turnierziel des jungen Springreiters ist eine zufriedenstellende Leistung im Team, um in der nächsten Olympiaveranstaltung im Einzelkampf eine Auftrittschance zu bekommen.

Weiterhin wird der deutsche Triathlon mit zwei niedersächsischen Neulingen vertreten. Justus Nieschlag qualifizierte sich beim internen Ausscheidungswettkampf der Deutschen Triathlon Union in Kienbaum für die Olympischen Spiele. Jonas Schomburg holte sich sein Ticket dagegen über den olympischen Testevent in Tokio – ein wahrer Erfolg für seine persönliche Sportkarriere, da er vor einigen Jahren vom Deutschen Triathlon-Union als „talentfrei“ eingestuft und aus dem deutschen Kader gestrichen wurde.

Und schließlich sollte Jolyn Beer, die Sportschützin aus der hannoverischen Region, nicht unerwähnt bleiben. Sie ist die einzige Sportlerin aus Deutschland, die in Tokio die Disziplin Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr bestreitet. Da sie an der WM 2018 den zweiten Platz ergatterte, gilt die Debütantin im Dreistellungskampf mit dem Kleinkaliber-Gewehr als Medaillenanwärterin.

Doch unabhängig der Erwartungen und Ergebnisse können sich Zuschauer auf spannende Wettbewerbe gefasst machen, die von den deutschen Athleten mit Begeisterung und Ehrgeiz ausgetragen werden. Niedersachsen, das Sport im Bundesland sowohl finanziell als auch strukturell akribisch unterstützt, leistet seinen Beitrag hierfür mit einem großartigen Kader aus erfahrenen Teilnehmern und zahlreichen Neulingen, die allesamt Hoffnung auf eine Medaille machen. 

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