Rot-Grün setzt im Regionshaushalt 2026 auf Investitionen in Schulen, Klima und Verkehr
Die Regionsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben am gestrigen Dienstag, 16. Dezember 2025, ihre Schwerpunkte für den Regionshaushalt 2026 beschlossen und zusammen mit Änderungen am Haushaltssicherungskonzept ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Nach Angaben der Koalition sollen rund 34 Millionen Euro in den Ausbau von Infrastruktur und Klimaneutralität sowie in Bildung, Sicherheit und sozialen Zusammenhalt fließen.
Einen Schwerpunkt bildet demnach ein Klimainvestitionsprogramm, das bis 2029 zusätzliche 17 Millionen Euro für klimafreundliche Infrastruktur, Energieeffizienz, kommunale Klimaschutzprojekte und Klimaanpassung bereitstellen soll, verbunden mit dem Ziel der Klimaneutralität der Region Hannover bis 2035. Ergänzend werden nach Koalitionsangaben Kürzungen bei e.coSport in Höhe von 800.000 Euro zurückgenommen und die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung fortgeführt; außerdem ist eine zusätzliche Personalstelle für den Hochwasserschutz vorgesehen, flankiert von höheren Zuwendungen an Organisationen im Katastrophenschutz und einer regionalen Gefahrenanalyse.
Für Schulen sind laut SPD und Grünen zusätzliche 8,5 Millionen Euro eingeplant, unter anderem für Räume, Übergangslösungen sowie Sanierungen und energetische Maßnahmen, genannt werden dabei die BBS Burgdorf, die Paul-Moor-Schule in Wunstorf sowie die Förderschulen „Unter den Eichen“ und „Im Großen Freien“. In die Verkehrsinfrastruktur sollen rund 8 Millionen Euro fließen, unter anderem in die Sanierung von Straßen und Radwegen an Kreisstraßen sowie in den Weiterbau von Radschnellwegen nach Burgdorf und Ronnenberg; zudem sollen Park+Ride-Anlagen mit Sensoren ausgestattet und zusätzliche Fahrradabstellplätze geschaffen werden.
Im sozialen und gesundheitlichen Bereich kündigt die Koalition unter anderem die Einführung einer TeilhabeCard als Instrument für soziale Teilhabe an, außerdem sollen Familienzentren ausgebaut und Mittel für verschiedene Beratungsangebote gesichert werden, darunter die Clearingstelle für Menschen ohne oder mit ungeklärtem Krankenversicherungsschutz mit zusätzlichen 100.000 Euro. Auch im Kulturbereich sind nach Koalitionsangaben weitere Unterstützungen vorgesehen, etwa für die Gedenkstätte Ahlem, das Haus der Religionen sowie die Planung eines Mahnmals für die ermordeten Sintizze und Romnja; parallel soll die Regionsverwaltung digitaler werden, unter anderem mit einem digitalen Haushaltstool zur verständlichen öffentlichen Aufbereitung des Haushalts.