Schweizer Quartett „Viertaktmotor“ zu Gast im Amtshof Großburgwedel

Foto:Florian Spring
Keine Angst vor Schenkelklopfmusik à la „Musikantenstadel“: Damit hat das Schweizer Quartett „Viertaktmotor“ nichts im Sinn. Im Gegenteil. Mit ihrer unkonventionellen Besetzung beschreiten die vier jungen Musiker aus Bern neue Wege in der Volksmusik. Für ein exklusives Konzert gastiert „Viertaktmotor“ am Mittwoch, 11. Februar 2026, um 20 Uhr im Amtshof in Großburgwedel.
Der letzte Zweitakter war der Trabant. Über diese Form der Nostalgie können die Musiker aus Bern und Obwalden nur schmunzeln. Ihre Musik ist zwar in der Tradition der Schweizer Volksmusik verwurzelt, zugleich aber offen für Experimente und Grenzüberschreitungen. In der ungewöhnlichen Besetzung mit Hackbrett, Akkordeon, Cello und Kontrabass entstehen melodiöse Kompositionen, die zum Träumen einladen und Bilder von Berglandschaften ebenso hervorrufen wie Eindrücke urbaner Räume. Natur und Moderne stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander.
Filigraner Groove als musikalischer Antrieb
„Viertaktmotor“ gehen der Frage nach, wie Volksmusik in einer schnelllebigen und hochgetakteten Welt heute klingen kann. Ihre Antwort sind fein ausgearbeitete Kompositionen, gespielt mit großer Spielfreude und spürbarer Energie. Mit dabei haben sie ihr aktuelles Album „Ändler“, dessen Titel sich vom Ländler ableitet und bewusst nicht für ein Ende, sondern für einen Neubeginn steht. Das titelgebende Stück wirkt wie eine Erinnerung, die im Laufe der Zeit verblasst und nur noch schemenhaft wahrgenommen wird. Es handelt sich um zeitgenössische Volksmusik, die sich deutlich von gängigen Klischees abgrenzt.
Humor, Virtuosität und viel Swissness
Kennengelernt haben sich die Musiker vor rund zehn Jahren an der Musikhochschule Luzern, an der auch Volksmusik studiert werden kann. Seither entwickeln sie ihren eigenständigen instrumentalen Stil kontinuierlich weiter und erreichen damit ein aufgeschlossenes und neugieriges Publikum. Bandleader und Komponist Nayan Stalder gilt als einer der herausragenden jungen Hackbrettspieler der Schweiz. Von gemächlicher Langsamkeit, die den Bernern gern nachgesagt wird, ist bei „Viertaktmotor“ nichts zu spüren. Ihre Musik ist virtuos, temperamentvoll und zugleich fein nuanciert. Der intime Rahmen des Amtshofs Burgwedel bietet dafür ideale Voraussetzungen.
Zum Quartett gehören Nayan Stalder am Hackbrett, Raphael Heggendorn am Cello, Kaspar Eggimann am Akkordeon und Laurin Moor am Kontrabass.
Weitere Informationen zu „Viertaktmotor“ finden sich online unter www.viertaktmotor.ch sowie auf den gängigen Streaming- und Social-Media-Plattformen.