Die 1. Fußball-Herrenmannschaft des FC Burgwedel hat die Saison in der Kreisliga auf Platz zehn beendet. Das ursprüngliche Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, wurde damit zwar knapp verfehlt. Dennoch fällt das Fazit beim Verein positiv aus. Nach Rang elf in der Vorsaison verbesserte sich die Mannschaft um einen Platz.
Dass nicht mehr möglich war, lag aus Sicht des Vereins vor allem an einer schwierigen Hinrunde. Mehrere Stammspieler fielen verletzt aus. Das traf die Mannschaft nicht nur sportlich, sondern störte auch eingespielte Abläufe. Trainer Torben Westphal musste früh umstellen, improvisieren und jüngeren Spielern Verantwortung übertragen. Gerade diese Phase habe deutlich gemacht, wie wichtig ein breiter Kader in der Kreisliga ist.
Umso bemerkenswerter war der Start in die Rückrunde. Der FC Burgwedel kam mit Schwung aus der Winterpause und verlor nur eines der ersten sieben Spiele. „Diese Phase hat gezeigt, dass in der Kreisliga jeder jeden schlagen kann“, sagt Westphal. Seine Mannschaft bewies in dieser Zeit Stabilität, Spielfreude und den Willen, sich nach einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte noch einmal nach vorn zu arbeiten.
Ein Höhepunkt der Rückserie war das Derby gegen den Nachbarn aus Wettmar. Rund 300 Zuschauer kamen auf die Anlage des FC Burgwedel, darunter zahlreiche Sponsoren und Unterstützer des Vereins. Für die Mannschaft war das Spiel damit nicht nur sportlich bedeutsam, sondern auch ein Zeichen dafür, welches Potenzial im Umfeld des Vereins steckt.
Auch der Saisonabschluss passte zum versöhnlichen Gesamtbild. Im letzten Heimspiel gegen den SV Sorgensen feierte der FC Burgwedel einen deutlichen 6:1-Erfolg. Besonders außergewöhnlich war, dass gleich zwei Spieler in dieser Partie einen Hattrick erzielten. Für die Mannschaft war es ein starker Schlusspunkt unter eine Saison, die einige Rückschläge bereithielt, am Ende aber auch Mut machte.
Mit Blick auf die kommende Spielzeit will Westphal vor allem den Kader breiter aufstellen. Ausfälle sollen künftig besser aufgefangen werden können. Derzeit absolvieren bereits mehrere neue Spieler ein Probetraining beim FC Burgwedel. Auch die Spielanalyse soll weiter ausgebaut werden. Das bedeutet mehr Arbeit für Westphal und seinen Co-Trainer Wohltorf, soll dem Team aber helfen, sich taktisch und individuell weiterzuentwickeln.
Beim Verein blickt man deshalb optimistisch nach vorn. „Wir sind dankbar für die vielen Sponsoren, die uns unterstützen, und werden auch in der kommenden Saison ein gutes Team auf die Beine stellen. Hoffentlich bleiben wir dann vom Verletzungspech verschont“, sagt FC-Burgwedel-Vorstand Ulrich von dem Bruch.
So bleibt nach dieser Spielzeit ein differenziertes Fazit. Der FC Burgwedel hat sein ursprüngliches Ziel zwar knapp verfehlt, unter schwierigen Bedingungen aber Charakter gezeigt, junge Spieler eingebunden und sich in der Tabelle verbessert. Zugleich sieht der Verein eine spielerische Entwicklung. Die Mannschaft suchte häufiger Lösungen mit dem Ball, wollte das Spiel aktiver gestalten und nicht allein über einfache lange Bälle zum Erfolg kommen. An diesen Weg will der FC Burgwedel in der kommenden Saison anknüpfen.