Autorenarchiv: Bastian Kroll (Über uns)

Drei Unfallfahrer flüchten

Gleich drei Fälle von unerlaubtem Entfernen vom Unfallort registrierte die Polizei in den vergangenen Tagen in Isernhagen und Großburgwedel.

Zwischen Mittwoch, 6. November 2019, 12 Uhr, und Sonntag, 10. November, 12 Uhr, beschädigte ein bislang unbekannter Fahrer vermutlich beim Ausparken aus einer Parklücke in der Straße Am Rischteich in Altwarmbüchen einen ordnungsgemäß geparkten roten Mazda RX-8. Durch den 27-jährigen Geschädigten konnte im Nahbereich ein blauer BMW festgestellt werden, welcher ein übereinstimmendes Schadensbild in Form von Lackkratzern am Stoßfänger und Kotflügel vorne rechts auswies. Die Ermittlungen der Polizei in diesem Fall dauern an.

In der Heinrich-Könecke-Straße in Isernhagen K.B. wurde zwischen Donnerstag, 7. November, 14 Uhr, und Freitag, 8. November, ein grauer Skoda Octavia durch einen unbekannten Fahrzeugführer beschädigt. Das Fahrzeug wies eine Beschädigung am linken Außenspiegel auf. Aufgrund der Spurenlage vermutet die Polizei, dass der unbekannte Verursacher mit seinem Fahrzeug in Fahrtrichtung Dorfstraße fuhr und dabei den geparkten Skoda touchierte.

Auf dem Aldi-Parkplatz in der Straße In der Meineworth in Großburgwedel beschädigte am vergangenen Freitag, 8. November, zwischen 18:15 und 19:05 Uhr der unbekannte Führer eines Fahrzeuges beim Ein- oder Ausparken einen schwarzen Golf Variant. Es entstand nach Angaben der Polizei ein Schaden an der Stoßfängereckkante und ein Lackabrieb bis auf die Grundierung an der Beifahrerseite. Der Schaden wird auf 1.300 Euro geschätzt.

Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit den genannten Sachverhalten gemacht haben oder Hinweise zu den bislang unbekannten Verursachern geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeikommissariat Großburgwedel unter der Rufnummer 05139/9910 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Hinweise werden auch online unter www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de unter dem Menüpunkt "Hinweis geben" entgegen genommen.

Region ehrt Einsatzkräfte für ihr Engagement in Meppen

Es war der zweite Teil einer umfangreichen Ehrung durch die Region Hannover: Für ihren Einsatz bei der Bekämpfung des Moorbrandes in Meppen haben die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck und der stellvertretende Regionsbrandmeister Eberhardt Schmidt am vergangenen Freitag, 8. November 2019, fast 150 Einsatzkräfte der Regionsfeuerwehren ausgezeichnet. Bereits im August hatten 134 Feuerwehrfrauen und -männer neben einer persönlichen Urkunde jeweils einen Coin erhalten, dessen Prägung die Zusammenarbeit zwischen Verteidigungsministerium, Feuer- und Bundeswehr sowie dem Technischen Hilfswerk symbolisiert. Die nun Geehrten aus den Städten und Gemeinden Barsinghausen, Gehrden, Hemmingen, Isernhagen, Laatzen, Langenhagen, Neustadt a. Rbge., Pattensen, Ronnenberg, Springe, Uetze, Wedemark und Wunstorf hatten den ersten Termin aufgrund von Übungseinsätze nicht wahrnehmen können.

Nach der Begrüßung überreichten die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck und der stellvertretende Regionsbrandmeister Eberhard Schmidt die Auszeichnungen an die Brandmeister und ihre jeweiligen Einheiten. Petra Rudszuck unterstrich die Bedeutung und das Engagement der ehrenamtlichen Einsatzkräfte: "Es ist ein ganz besonderes Ehrenamt, das dort ausgeübt wird, nicht selten auch mit Risiken für die eigene Sicherheit. Sie haben bei diesem Einsatz dafür gesorgt, dass der Flächenbrand gelöscht und weitere Schäden der Natur verhindert werden konnten. Es war uns daher ein Anliegen, alle Beteiligten zu ehren und in diesem Sinn auch eine zweite Veranstaltung durchzuführen."

 
Mehr als 350 Einsatzkräfte und 84 Fahrzeuge der Regionsfeuerwehren waren im September 2018 im Emsland vor Ort, um die dortigen Kameradinnen und Kameraden bei der Bekämpfung des Moorbrandes zu unterstützen. Vom 21. bis 27. September übernahmen die fünf Feuerwehrbereitschaften der Region unterschiedliche Schichten auf dem militärischen Gelände und leisteten damit einen erheblichen zur Eindämmung des Brandes.

Aus dem Altkreis Burgdorf wurden unter anderem folgende Einsatzkräfte geehrt:

Gemeinde Isernhagen
André Göbels, Finja Brandt, Thomas Extra
Gemeinde Uetze
Andreas Völcker, Erick Marques Da Silva, Florian Müller, Thomas Fistler

Party für junge Ehrenamtliche in der HDI-Arena

Sie betreuen junge Menschen aller Kulturen in ihrer Freizeit, organisieren Camps für Jugendliche und gestalten Gruppentreffen: Rund 2.000 ehrenamtliche junge Menschen besitzen eine sogenannte Jugendleiter-Card und engagieren sich in der Region Hannover in der Jugendarbeit. Als Dankeschön für diesen Einsatz luden am gestrigen Freitag, 8. November 2019, die Region Hannover und der Regionsjugendring Hannover e.V. zu einer großen Party und Aktionen rund um das Thema "Akteure der Jugendarbeit" in die VIP-Lounge in der HDI-Arena ein. Erwartet wurden rund 500 Jugendliche.

"Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viele junge Menschen sich mit großem Engagement in der Jugendarbeit engagieren. Durch den vorbildlichen Einsatz der vielen Jugendleiterinnen und Jugendleiter ist es für viele Kinder und Jugendliche möglich, Gleichaltrige kennenzulernen und Freundschaften zu schließen", so Dr. Andrea Hanke. "Die Party ist unser Dankeschön an die vielen engagierten jungen Menschen in der Region."

Auch Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann dankt den Akteurinnen und Akteuren der Jugendarbeit für ihren Einsatz. "Dass sich so viele junge Frauen und Männer in ihrer oft wenigen Freizeit neben der Schule oder Ausbildung engagieren, um anderen Kindern und Jugendlichen eine schöne Zeit zu ermöglichen, ist nicht selbstverständlich. Es freut mich umso mehr zu sehen, dass das Interesse daran, Verantwortung zu übernehmen und das gesellschaftliche Miteinander mitzugestalten, gleichbleibend groß ist."

Der inhaltliche Schwerpunkt der Juleica-Veranstaltung lag dieses Jahr auf dem Thema "Akteure der Jugendarbeit". Passend dazu boten Vertreterinnen und Vertreter der Jugendpflege und Jugendverbände Infostände und Mitmachaktionen an. Mit dabei war unter anderem der Landesjugendring Niedersachsen, der das Projekt "we decide" vorgestellt hat. Auf der neuen Online-Plattform können junge Menschen Ideen entwickeln, sich austauschen, vernetzen und direkt mit den richtigen Ansprechpersonen aus Politik und Verwaltung diskutieren. An vielen Ständen war zudem Kreativität gefragt: So war etwa die Jugendpflege Hemmingen mit einer Airbrush-Grafitti-Aktion dabei, die Jugendpflege Springe mit einem Soccer Cage und SJD-Die Falken mit einer Upcycling-Aktion. Die Cover-Band "Insane" sorgte mit Live-Musik für gute Stimmung.

Eingeladen waren alle Jugendleiterinnen und Jugendleiter aus der Region Hannover. Alle von ihnen haben in einer 50-stündigen Ausbildung die Jugendleitercard – kurz: Juleica – erworben. Bereits seit 2006 findet die Juleica-Party als Dankeschön-Veranstaltung für den ehrenamtlichen Einsatz der jungen Menschen statt. Die Ehrung wurde in diesem Jahr von den Kommunen Isernhagen, Barsinghausen, Wedemark, Neustadt am Rübenberge, mit den selbstständigen Jugendhilfeträgern der Städte Hannover, Laatzen, Langenhagen und Lehrte unterstützt.

Zukunft braucht Familie – Leben mit Pflegekindern

Die Pflegekinderdienste der Region Hannover, der Stadt Laatzen und Langenhagen suchen regelmäßig gemeinsam Pflegeeltern für Kinder, die nicht in ihren Familien aufwachsen können. Derzeit leben im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträgerin über 350 Kinder in Pflegefamilien – auf Dauer oder vorübergehend.

Alle Interessierten sind für Dienstag, 19. November 2019, 18 Uhr, in die Räume der Region, Hildesheimer Straße 267 (Erdgeschoss) in Hannover, eingeladen, um sich über die Voraussetzungen und Aufgaben einer Pflegefamilie zu informieren. Aktuell suchen die Pflegekinderdienste insbesondere Familien mit pflegerischen beziehungsweise pädagogischen Kenntnissen für Kinder mit besonderen Bedarfen sowie Familien, die bereit sind, ältere Kinder oder Geschwisterkinder bei sich aufzunehmen.

Der Pflegekinderdienst der Region Hannover stellt vor, aus welchen Gründen Kinder in eine Pflegefamilie kommen, welche Rechte und Pflichten Pflegeeltern haben und wie sie vom Jugendamt unterstützt werden. Außerdem wird besprochen, wie sich das Leben mit Pflegekindern verändert, wie Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern geregelt sind und für welche Kinder Pflegeeltern gesucht werden.

Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Auskünfte erteilt der Pflegekinderdienst der Region Hannover unter der Telefonnummer 0511/616-22129 oder per Mail an Pflegekinder@Region-Hannover.de.

Neue Region-S-Karte kommt per Post

In den kommenden Tagen erhalten rund 142.000 Menschen Post von der Region Hannover – mit der neuen Region-S-Karte, die zur vergünstigten Nutzung von Bussen und Bahnen im Tarifgebiet des Großraum-Verkehr Hannover (GVH) berechtigt. Karten-Inhaberinnen und -Inhaber erhalten außerdem ermäßigten Eintritt in den Erlebnis-Zoo Hannover.

Aktuell nutzen rund 19.600 Personen (September 2019) die ermäßigte Monatsfahrkarte "MobilCard S". Darüber hinaus wurden im September 2019 rund 191.300 TagesTickets S und rund 16.700 ermäßigte TagesTickets S für Kinder verkauft. "Mobilität ist eine wichtige Grundlage für selbstbestimmtes Leben", so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Das Fahren mit Bus und Bahn zu einem günstigen Tarif ist für Menschen mit geringem Einkommen wichtig, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben."

Ab dem 1. Januar 2020 tritt die Tarifreform des GVH in Kraft. Mit der Tarifreform erhalten die Cards und Tickets neue Bezeichnungen. Die "MobilCard S" heißt ab diesem Zeitpunkt Monatskarte S und die TagesTickets S werden umbenannt in Tageskarte S und Tageskarte S Kind.

Anspruch auf den ermäßigten Sozialtarif für Busse und Bahnen haben: Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern II und XII, nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und der Kriegsopferfürsorge. Darüber hinaus bekommen auch Rentnerinnen und Rentner die Region-S-Karte, wenn sie mit einem Menschen eine Bedarfsgemeinschaft bilden, der Arbeitslosengeld II bezieht.

Die neue Region-S-Karte gilt ab dem 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Wer anspruchsberechtigt ist und dennoch bis Anfang Dezember keine Region-S-Karte bekommen hat, sollte sich an sein zuständiges Jobcenter oder Sozialamt wenden. Dort wird die Karte unmittelbar ausgestellt und ausgegeben. Weitere Informationen zum Sozialtarif gibt gern die Region Hannover unter Telefon 0511/616-21000, E-Mail: region-s-karte@region-hannover.de oder im Internet auf www.region-s-karte.de.

Frauenschutz und Kinderschutz gehen Hand in Hand

Schläge, Erniedrigung, Freiheitsentzug: Jede vierte Frau in Deutschland ist von Häuslicher Gewalt betroffen. Um den Frauen und ihren Kindern Rat und Hilfe anzubieten, hat die Region Hannover in den vergangenen Jahren eine Reihe von Beratungseinrichtungen und Notrufangeboten geschaffen. Damit die Beratung von Frauen und Kindern noch stärker Hand in Hand geht, hat das Team Gleichstellung der Region Hannover gemeinsam mit Fachleuten aus dem Frauen- und Kinderschutz eine Arbeitshilfe entwickelt: "Gegen Häusliche Gewalt – Arbeitshilfe für Fachkräfte aus Frauen- und Kinderschutz in der Region Hannover" heißt das gut 60 Seiten starke Heft, das jetzt neu aufgelegt wurde. Es richtet sich an professionelle Helferinnen und Helfer, die Frauen oder Kinder mit Gewalterfahrungen unterstützen und beraten.

"Auf der einen Seite gibt es Beratungsangebote für betroffene Frauen. Auf der anderen Seite kümmern sich Kinder- und Jugendämter um das Wohl betroffener Kinder", sagt Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover. "Beide Fachrichtungen leisten hervorragende und wichtige Arbeit. Wir möchten sie noch stärker zusammenbringen, damit die Hilfen aufeinander abgestimmt erfolgen können." Eine interdisziplinäre Projektgruppe hat Informationen über gesetzliche Grundlagen und Arbeitsaufträge in der Broschüre zusammengestellt. Außerdem enthält die Arbeitshilfe alle wesentlichen Adressen und Ansprechpersonen sowie Musterbögen, mit denen Fälle von Kindswohlgefährdung an das jeweilige Jugendamt gemeldet werden können. In der Neuauflage wurden Daten aktualisiert und Arbeitsmaterialien ergänzt.

Das frisch aufgelegte Heft ist jetzt an die Fachstellen verteilt worden. Interessierte können die Arbeitshilfe zudem auf www.hannover.de/gleichstellung-region herunterladen oder per Mail an gleichstellung@region-hannover.de anfordern.

Blasorchester des Feuerwehrverbandes spielt zum Großen Zapfenstreich auf

Aus Anlass des 140-jährigen Bestehens des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V. wurde am vergangenen Freitag, 2. November 201, zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten in Neubrandenburg der Große Zapfenstreich durchgeführt. Der Landesfeuerwehrverband hatte sich 1990 neu gegründet und sieht sich als Nachfolger der Feuerwehrverbände von Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, die 1879 gegründet worden waren, sowie des Pommerschen Feuerwehrverbands, der 1878 aus der Taufe gehoben wurde. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben die Angelegenheiten für die mehr als 40 000 Mitglieder aus mehr als 980 Freiwilligen Feuerwehren, 640 Jugendfeuerwehren und den sechs Berufsfeuerwehren.

Die Ehrenformation des Großen Zapfenstreichs bestand aus der Fahnenabteilung des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern, dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Königslutter, dem Blasorchester des Feuerwehrverbandes Region Hannover und der Ehrenformation des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern, zu der auch Fackelträger gehörten.

Pünktlich um 18 Uhr begann der Große Zapfenstreich auf dem Marktplatz von Neubrandenburg. Schon zur Generalprobe am Nachmittag waren hunderte Zuschauer zugegen. Am Abend waren es dann weit mehr Interessierte, die neben den geladenen Gästen die Zeremonie verfolgten. Abgenommen wurde das Zeremoniell vom Präsidenten des Verbands, Landesbrandmeister Hannes Möller, dem Staatssekretär im Schweriner Innenministerium, Thomas Lenz, Kreisbrandmeister Norbert Rieger, Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt und dem Chef der Neubrandenburger Berufsfeuerwehr, Frank Bühring. Verbandspräsident Möller betonte, die Zeremonie sei eine Auszeichnung für alle Kameraden und Kameradinnen im Land.

Der Große Zapfenstreich begann mit dem "Yorkscher Marsch". Für die sogenannte Serenade, die vor dem eigentlichen Zapfenstreich gespielt wird, hatte der Veranstalter Musikstücke des sogenannten Ost-Rocks ausgewählt ("Alt wie ein Baum" – Puhdys, "Jugendliebe" – Ute Freudenberg und "Über sieben Brücken musst du gehen" – Karat), die beim Publikum für Stimmung sorgte. Der feierliche Große Zapfenstreich selbst endete mit der Deutschen Nationalhymne. Mit dem Traditionsmarsch "Preußens Gloria" verließ die Ehrenformation schließlich den Marktplatz. Das Publikum war begeistert von diesem besonderen Event. Es war das erste Mal, dass so ein Zapfenstreich vom Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt worden ist.

Das Blasorchester des Feuerwehrverbandes Region Hannover unter der Leitung von Hauptstabführer Pieter Sikkema wirkte mit 40 Musikerinnen und Musikern mit. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Königslutter war mit 20 Spielleuten dabei. Regionsstabführer Rüdiger Finze zog ein positives Fazit der Veranstaltung, die dem Orchester große Freude gemacht hat. Karl-Heinz Mensing, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Region Hannover, bezeichnete es als große Ehre, dass das Blasorchester des Verbandes zum Gelingen des Großen Zapfenstreichs in Mecklenburg-Vorpommern beitragen durfte.

Der Abschluss des Abends fand bei der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg statt. Während der Abschlussveranstaltung spielte das Blasorchester für zwei Stunden bekannte Stücke, von Popmusik bis hin zur böhmisch-mährischen Blasmusik.

FDP-Regionsfraktion fordert Dialogbereitschaft zu Forderungen der Landwirtschaft

Die FDP-Fraktion fordert eine fachliche Auseinandersetzung mit Fragen zur künftigen Ausrichtung der Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft: Im Gespräch mit Volker Hahn, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Hannover e. V., im Zuge der Haushaltsberatungen der FDP-Fraktion wurden aktuelle wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen in der Landwirtschaft vor dem Hintergrund der gesetzlichen Novellierungen im Düngegesetz und der Dünge-Verordnung diskutiert. Das Fazit der FDP-Fraktion: Zunehmende bürokratische Anforderungen und hohe Umweltauflagen erschweren immer mehr eine wirtschaftlich auskömmliche Landwirtschaft. Zudem bestünden oft Widersprüche in den erklärten Gemeinwohl-Zielen einerseits und strikten ökologischen Ansprüchen andererseits.

Volker Hahn betonte im Gespräch mit der FDP-Regionsfraktion, dass die Landwirtschaft in Deutschland im Zusammenhang mit der letzten Änderung des Düngegesetzes, die am 16. Mai 2017 in Kraft trat, in Verbindung mit der Dünge-Verordnung (DüV) vom 26. Mai 2017 anerkannt habe, dass Handlungsbedarf in Hinsicht auf erforderliche Verbesserungen im Grundwasserschutz durch neue Regelungen in der Nutzung von Düngemitteln bestanden hätte. So sei in der Dünge-Verordnung von 2017 bereits fixiert worden, dass landwirtschaftliche Betriebe ab einer Größe von über 30 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche ab 2018 eine verbindliche betriebliche Stromstoffbilanz durchführen müssen. Hierdurch soll ein nachhaltiger und ressourceneffizienter Umgang mit Nährstoffen im Betrieb sichergestellt werden. Die Dünge-VO regelt des Weiteren genau, in welcher Weise und Größenordnung eine Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln erfolgen darf und sieht auch hohe finanzielle Strafen bei Verstößen vor.

Die immer rigideren Auflagen führten jedoch zu einer weiteren Benachteiligung von Landwirten, die mit vergleichsweise anspruchsvollen Böden arbeiten müssen. Striktere Bauauflagen für Güllebehälter und Lagerplatten stellten für viele Landwirte nicht nur eine starke finanzielle Belastung dar, sondern häufig würden die erforderlichen Baugenehmigungen gar nicht erteilt.

Die aktuellen Diskussionen über weitere Restriktionen im Zuge der EU-seitig geforderten Ausgestaltung einer Änderung der Dünge-VO würden laut Volker Hahn für zahlreiche Betriebe eine starke wirtschaftliche Bedrohung darstellen. Hahn befürchtet, dass insbesondere familiengeführte Betriebe das hohe Tempo und neuerliche rechtliche Verschärfungen wirtschaftlich nicht überleben könnten.

Eine wesentliche Folge sei, dass im Bereich der herkömmlichen Landwirtschaft perspektivisch nur noch industrielle Großbetriebe eine reale Überlebenschance am Markt hätten. Betriebe, die ökologische Landwirtschaft betrieben, hätten aktuell hingegen bessere Chancen, im Ergebnis wirtschaftlich zu sein, da sie ein breites Spektrum an EU-Fördermitteln nutzen könnten. Durch hohe Anforderungen in der Produktionsweise mit dem Erfordernis von wechselnden Fruchtfolgen bestünde enormer wirtschaftlicher Druck und ein steigendes Risiko für die Landwirte, verstärkt durch drohende Missernten. Hahn gibt zu bedenken, dass im Falle einer schwerpunktmäßigen Ausrichtung auf eine ökologische Landwirtschaft die Aufgabe einer ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln nicht sicher zu gewährleisten sei. Hieraus würden schließlich zunehmende Waren-Importe aus dem Ausland resultieren. Die heimische Landwirtschaft würde zunehmend ins Hintertreffen geraten und für die Bevölkerung könnten die Preise übergangslos sprunghaft ansteigen.

Mit der FDP-Fraktion ist sich Hahn einig darin, dass die Preisentwicklung für landwirtschaftliche Produkte mehr in den Fokus gerückt werden müsse. Die Preise in Deutschland seien bislang im europaweiten Vergleich mit am niedrigsten angesiedelt gewesen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen müsse vor dem Hintergrund der bevorstehenden Weichenstellungen in der bundesdeutschen Landwirtschaft die Frage diskutiert werden, welche Preise die Menschen in Deutschland künftig bereit seien, für landwirtschaftliche Produkte zu zahlen. Unabhängig von der Frage einer konventionellen oder ökologischen Herstellung werde die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse aufgrund stetig zunehmender Auflagen und Qualitätsansprüche immer komplexer, anspruchsvoller und somit teurer für die Produzenten.

Die Vorsitzende der FDP-Fraktion Region Hannover, Christiane Hinze, kennt sich mit den Vorurteilen gegenüber der Landwirtschaft gut aus: So stammt sie aus einer Familie von Landwirten, hat die Michelsen-Schule mit Schwerpunkt Agrarwirtschaft in Hildesheim besucht, eine Ausbildung zur landwirtschaftlich-technischen Assistentin absolviert und war lange Jahre an der Leibniz Universität Hannover am Institut für Pflanzenernährung tätig. Sie appelliert an die zuständigen politischen Ebenen, einen Beitrag zum Abbau von wachsenden Pauschal-Urteilen gegenüber der Landwirtschaft in der Bevölkerung zu leisten: Politik, Gesellschaft und Landwirtschaft müssten miteinander im ständigen Dialog zu den aktuellen und künftigen Herausforderungen in der landwirtschaftlichen Produktion vor dem Hintergrund einer ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sein. Der Sprecher für Regionalplanung der FDP-Fraktion, Klaus Nagel, lobt in diesem Kontext, dass der Landvolkkreisverband Hannover im Sommer dieses Jahres in Regionskommunen ausführliche Feldbegehungen zur Bürger-Information angeboten hat – wie zum Beispiel in Springe-Gestorf am 19. Juli 2019.

"Die FDP-Fraktion wendet sich gegen Stigmatisierungen des Berufsstandes der Landwirte und wird sich dafür einsetzen, dass die Bereitschaft der Landwirte, im Bereich des Naturschutzes und der Umweltbildung Verantwortung zu übernehmen, in der Öffentlichkeit künftig besser wahrgenommen wird. Wir unterstützen zum Beispiel das Projekt ‚Lernort Bauernhof‘, das Schulkindern die Landwirtschaft im praktischen Arbeitsalltag näherbringt und erklärt", betont Christiane Hinze. Außerdem begrüße die FDP-Fraktion auch die Kampagne des Landvolkkreisverbandes Hannover "Echt grün – Eure Landwirte", mithilfe derer der Dialog zwischen Landwirten und den Städten und Gemeinden in der Region Hannover gefördert werden soll.

Diskussion im Regionshaus: Vom Wissen zum Handeln im Klimaschutz

Die meisten Menschen wissen, welches Verhalten für Umwelt und Klima schädlich ist. Warum fällt das Umsteuern dennoch so schwer? Antworten gab es am gestrigen Mittwoch, 6. November 2019, bei der Veranstaltung "Wissen versus Handeln im Klimaschutz", zu der das Kuratorium Klimaschutzregion Hannover ins Regionshaus eingeladen hatte. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Vorträge und die abschließende Diskussionsrunde, die von HAZ-Redakteur Jan Egge Sedelies moderiert wurde.

In seiner Begrüßung betonte Regionspräsident Hauke Jagau die Bedeutung des Klimaschutzes vor allem mit Blick auf künftige Generationen, hob aber auch hervor, dass man den sozialen Frieden im Blick haben müsse. Es müsse darum gehen, breite Teile der Gesellschaft mitzunehmen. Letztlich komme es aber auf Verhaltensänderungen jedes Einzelnen an. Anschließend begrüßte Werner Backeberg, Kuratoriumsvorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Uetze, die Teilnehmenden. Er berichtete über die erfolgreiche Energiewende in Uetze, mit der sich die Gemeinde zum Ökokraftwerk der Region Hannover entwickelt habe. "Die Wahrheit ist immer konkret, man muss vor Ort die Dinge auf den Weg bringen", resümierte Backeberg. Danach forderte Prof. Dr. Lars Gusig als Vertreter des Klimaweisen-Rates Schritte zur Mobilitätswende in der Region Hannover ein.

In seinem Vortrag "Alles könnte anders sein" führte der Sozialpsychologe und Autor Prof. Dr. Harald Welzer vor Augen, wie groß die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln tatsächlich ist. "Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass immer mehr Wissen zum entsprechenden Handeln der Leute führt." Das liege auch an der zentralen Botschaft unserer Gesellschaft: "Du sollst kaufen". Es sei vielmehr notwendig, lebenswerte Zukunftsgeschichten zu erzählen und positive Visionen zu entwerfen. Als Beispiel hierfür nannte er zum Abschluss die Vision einer autofreien Stadt Hannover.

Außerdem sprach Prof. Dr. Florian Kaiser zum Thema "Klimaschutz als Kampf gegen die Bequemlichkeit". Dabei zeigte er, dass die Motivation beim Klimaschutz eine entscheidende Rolle spielt, um tatsächlich neue Wege zu gehen. Musikalisch griff SPAX das Thema mit einem Rap zum "inneren Schweinehund" auf. Abschließend gab es eine lebhafte Podiums- und Publikumsdiskussion mit den beiden Vortragsrednern. Michael Nagel und Celine Gerlica von Fridays beziehungsweise Students vor Future, Christine Karasch, Regionsdezernentin für Umwelt, Planung und Bauen, sowie SPAX diskutierten ebenfalls mit.

Am Ende des Abends bestand Einigkeit darin, dass für den Klimaschutz mehr Handeln notwendig ist. Darüber, wie dies am besten gelingen kann, tauschten sich die Teilnehmenden auch nach Ende der Veranstaltung aus.

Mehr zum Kuratorium ist unter www.hannover.de/kuratorium-klimaschutzregion zu finden.

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