Autorenarchiv: Bastian Kroll (Über uns)

Caren Marks: MINT-Projekte in Kitas gesucht

"Mit Lehm bauen, Bienen beobachten, den Müll verfolgen oder das All erkunden? Gute Kita-Projekte rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik, kurz MINT, machen aus Kindern Forscher und Entdecker. Sie fördern auf vielfältige Weise die Kompetenzen von Mädchen und Jungen", erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium Caren Marks. Sie ruft Kitas aus der nördlichen Region Hannover dazu auf, ihre MINT-Projekte beim bundesweiten Wettbewerb "Forschergeist 2020" einzureichen.

Der Wettbewerb der Deutschen Telekom Stiftung und der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" wird bereits zum fünften Mal durchgeführt und verfolgt das Ziel das Engagement der Kita-Fachkräfte im Bereich der frühkindlichen MINT-Förderung zu würdigen. Caren Marks betont: "Die Erzieherinnen und Erzieher in unseren Kitas leisten jeden Tag Großartiges für die Kleinsten in unserer Gesellschaft! Deshalb freue ich mich, dass es mit dem "Forschergeist" eine Auszeichnung gibt, die sie in ihrer frühpädagogischen Bildungsarbeit bestärkt, unterstützt und zusätzlich motiviert."

Gesucht wird zunächst das beste Projekt aus jedem Bundesland. Aus den 16 Landessiegern wählt die Jury, bestehend aus Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, pädagogischer Praxis und Gesellschaft, anschließend fünf Bundessieger, die bei einer feierlichen Gala in Berlin gekürt werden. Die Landessieger erhalten ein Preisgeld zur Förderung der mathematischen, informatischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bildungsarbeit in der Kita in Höhe von jeweils 2.000 Euro, die Bundessieger zusätzlich je 3.000 Euro.

Ab dem 9. September 2019 können sich bundesweit alle Kitas mit ihren MINT-Projekten aus den online unter www.forschergeist-wettbewerb.de bewerben. Die Bewerbungsphase endet am 31. Januar 2020. Es sind ausdrücklich auch Bewerbungen von Kitas erwünscht, die kein "Haus der kleinen Forscher" sind.

Die ausgezeichneten Projekte der früheren Wettbewerbsrunden sind unter www.forschergeist-wettbewerb.de/kita-wettbewerb/forschergeist-dokumentation zu finden.

Kultur im Schloss: Schlosshandel 2019 wird abgesagt

Der "Schlosshandel", die auf Schloss Landestrost jährlich stattfindende Verkaufsmesse für Kunst und Design, kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Angekündigt war die Ausstellung für den 9. November bis 8. Dezember 2019.

Wie das Team Kultur der Region Hannover mitteilt, komme es aufgrund der aktuellen, umfangreichen Baumaßnahmen für den neuen Westflügel des Schlosses zu entsprechenden Einschränkungen des Betriebs.

Seitens der Veranstalter bedauere man die Absage sehr und bitte um Verständnis, 2020 werde die Veranstaltung wie geplant stattfinden. Man freue sich, Aussteller und Gäste dann wieder begrüßen zu können.

Parteitag des CDU-Bezirksverbandes Hannover: Maria Flachsbarth bleibt Vorsitzende

Turnusgemäß stand am vergangenen Sonnabend, 7. September 2019, der Parteitag des CDU-Bezirksverbandes Hannover in Hameln an. Der thematische Schwerpunkt des Parteitages "30 Jahre Mauerfall" wurde zunächst mit einer interessant besetzen Podiumsdiskussion abgebildet: Günter Nooke, heute Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin und seinerzeit kirchlicher Oppositioneller in der DDR seit 1987, Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs und Mitglied der ersten freigewählten Volkskammer bis 1990, schilderte den rund 125 Delegierten eindringlich die Bedingungen und Beweggründe der Menschen, die Ende der 1980er Jahre zunehmend organisierten Widerstand in der DDR leisteten. Mit Cornelia Kupsch saß eine Frau auf dem Podium, die mit ihrer Familie im Zuge des Paneuropäischen Picknicks im August 1989 in den Westen floh. Sie berichtete nicht nur eindrucksvoll von den Lebensbedingungen in der DDR, sondern auch über die Entwicklungen in den letzten Monaten vor dem Mauerfall. Heute ist Cornelia Kupsch CDU-Bezirksbürgermeisterin in Hannover. Die von Editha Westmann moderierte Runde komplettierte Dirk Toepffer, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, der seine Erlebnisse als ein im Westen aufwachsender Jugendlicher schilderte, der durch familiäre Beziehungen regelmäßig in die DDR reiste. Im Anschluss verabschiedeten die Delegierten einstimmig einen Antrag für den Bundesparteitag im November, der eine stärkere Würdigung der Lebensleistung für die Menschen fordert, die mit ihrem Widerstand die Deutsche Einheit ermöglich haben.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurde die bisherige Vorsitzende Dr. Maria Flachsbarth mit 94,8 Prozent der Stimmen wiedergewählt. In ihrer Rede hatte Flachsbarth zuvor nicht nur auf die vergangenen Wahlergebnisse und die Wahl Ursula von der Leyens zur EU-Kommissionspräsidentin zurückgeblickt, sondern die Ergebnisse der Regierungsarbeit im Bund dargestellt. Dabei unterließ sie es nicht, sich kritisch mit der aktuellen Situation des Koalitionspartners auseinander zu setzen.

Zur Seite stehen ihr künftig als Stellvertreter Dirk Toepffer (Kreisverband Hannover-Stadt), der Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke (Kreisverband Nienburg) und Klaus-Dieter Drewes (Kreisverband Schaumburg). Die weiteren Mitglieder des CDU-Bezirksvorstandes sind in Kürze unter www.cdu-bezirksverband-hannover.de einsehbar.

Der CDU-Bezirksverband Hannover umfasst insgesamt sechs Kreisverbände und ist mit seinen etwa 10.100 Mitgliedern der drittgrößte in Niedersachsen.

„Prepare for Take Off“ bringt Unternehmen und Auszubildende zusammen

Immer öfter bleiben Stellen unbesetzt, nahezu jede vierte Ausbildung in der Region Hannover wird abgebrochen. Gründe dafür liegen nicht allein an der Akquise und Auswahl von Auszubildenden oder am fehlenden Fachwissen, sondern oft auch an betrieblichen und sozialen Rahmenbedingungen: Die Kommunikation zwischen Ausbilder und Azubi fehlt, Vorgaben und Absprachen werden fehlinterpretiert, die Feedbackkultur funktioniert nicht oder fehlt ganz. Die Folge: Unzufriedenheit – nicht nur auf Seiten des Azubis, sondern auch auf der Seite des Ausbilders und des Unternehmens. Das Projekt "Prepare for Take Off" setzt genau da an, wie Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, erläutert: "Im Wettbewerb um Auszubildende müssen Unternehmen heute neue Wege gehen. Wenn die Kommunikation zwischen Betrieb und Auszubildenden nicht gut funktioniert, werfen viele Auszubildende das Handtuch. Unser Ziel ist es, das Vertrauen zwischen Unternehmen und Auszubildenden herzustellen, die Teamarbeit zu stärken und die Abbruchquote zu senken."

Für das Projekt "Prepare for Take Off" dient die Luftfahrtbranche als Vorbild: Hier agieren alle Beteiligten nach klaren Kommunikationsregeln – und auch täglich wechselnden Crews gelingt die Zusammenarbeit aus dem Effeff. "Um optimal arbeiten zu können, müssen die Crewmitglieder sich im Cockpit stets aufeinander einlassen und verlassen. Wenn es klare Regeln in der Kommunikation gibt, gibt es weniger Missverständnisse, weniger Reibereien untereinander und damit auch weniger Fehler und Stress", sagt Horst Sobisch, Geschäftsführer der Firma "Sim&Learn".

Zum wiederholten Mal wird Sim&Learn als Projektpartner für die Wirtschaftsförderung der Region Hannover aktiv: Die vorigen Projekte sprachen gezielt Auszubildende an mit dem Ziel, soziale Kompetenzen wie Team-, Kommunikations- und Kritikfähigkeit, Konzentration und Selbstbewusstsein zu fördern und die Zusammenarbeit mit Ausbildern und Ausbilderinnen zu verbessern. Der Erfolg war groß und weitere Unternehmen wurden auf das Projekt aufmerksam. Auch in der aktuellen Runde, die unter dem Titel "Prepare for Take Off" läuft, steigen Ausbilderinnen und Ausbilder wieder gemeinsam mit ihren Azubis in den Flugsimulator. "Für beide ist die Situation völlig neu. Auch der Ausbilder hat keinen Wissensvorsprung gegenüber dem Auszubildenden – das ist für das Miteinander und die Kooperationsbereitschaft beider Seiten ein großer Vorteil", sagt Dr. Viktor Oubaid, Luftfahrpsychologe und Experte für Personalgewinnung und -bindung.

Das neue Projekt setzt nun einen Schritt früher an und unterstützt Unternehmen bereits rund um das Employer Marketing und die Personalauswahl, um so auch Bewerberinnen und Bewerber zu erreichen, die das Unternehmen bislang nicht im Blick hatte. Es geht darum, das Profil und die Potenziale von Auszubildenden noch genauer kennen zu lernen als das über ein klassisches Bewerbungsverfahren möglich wäre.

Neben einer guten Personalauswahl geht es aber auch darum, die Auszubildenden langfristig an das Unternehmen zu binden und dafür neue Wege der Gesprächskultur zu finden: Wie sehen strukturierte Übergaben aus? Was unterscheidet ein Feedback von einem Bewertungsgespräch? Wie lerne ich, Fehler von anderen, vielleicht sogar vom Vorgesetzten, anzusprechen? Dabei verbessert sich nicht nur die Kommunikation untereinander, auch das Team geht mit gestärktem Vertrauen zueinander zurück an den Arbeitsplatz. Die Trainings sind in vier Module geteilt: ein Modul für die Ausbilderinnen und Ausbilder der Unternehmen, zwei Module für die Azubis und im Anschluss ein gemeinsames Modul.

Sarah Mehner, Ausbildungsleiterin bei der Hannoverschen Firma DB Schenker, ist vom Projekt überzeugt: "Es ist heute unverzichtbar, im Austausch mit den jungen Leuten zu bleiben und auf einer Augenhöhe mit ihnen zu kommunizieren", so Mehner. "Um damit einen langfristigen Erfolg zu haben, ist es wichtig, dass wir kontinuierlich und nachhaltig alle Beteiligten schulen. Der Simulator ist dafür ein tolles didaktisches Instrument." Auch die Auszubildende Miracle Forson, hat das Projekt überzeugt, wie sie berichtet: "Ich habe durch das Projekt gelernt, dass Kommunikation das A und O in jedem Beruf ist. Feedback zu geben und zu bekommen, stärkt das gegenseitige Verständnis, hilft dabei, Vertrauen aufzubauen und verbessert das Arbeitsergebnis."

"In Deutschland sucht das Projekt seinesgleichen: Es ist wirklich einzigartig", sagt Horst Sobisch. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Region Hannover möchte er gerne noch weitere Unternehmen für das Projekt gewinnen. Zur Hälfte wird die Teilnahme von der Wirtschaftsförderung der Region Hannover finanziert, die andere Hälfte zahlen die teilnehmenden Unternehmen.

Interessierte Unternehmen können sich bei Leena Wilke melden (Telefon 0511/616 23432, Mail: leena.wilke@region-hannover.de) oder sich im Internet unter www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de informieren.

Rund 180.000 Besucherinnen und Besucher beim Entdeckertag 2019

Es knallt, es zischt – so macht Wissenschaft Spaß! Unter dem Motto "Entdecken! Forschen! Wissen schaffen!" hat der 32. Entdeckertag der Region Hannover am Sonntag rund 170.000 Besucherinnen und Besucher zu spannenden Ausflugszielen in der ganzen Region Hannover und den angrenzenden Landkreisen sowie in die hannoversche Innenstadt gelockt. "Mit so viel Zuspruch hatten wir nicht gerechnet", sagte Dr. Stefan Schimmels vom Forschungszentrum Küste begeistert am Nachmittag. Rund 5000 Menschen hatten bis dahin die Chance genutzt, zum Beispiel den großen Wellenkanal zu besichtigen. Auch Regionspräsident Hauke Jagau war sehr zufrieden: "Ich glaube, dass man jeden und jede für Forschung und Wissenschaft begeistern kann, wenn die Inhalte interessant dargestellt werden. Und das ist bei diesem Entdeckertag gelungen. Toll, dass die Besucherinnen und Besucher das Programm so annehmen."

Rund 80.000 Entdeckerinnen und Entdecker waren nach Schätzungen der Veranstalter auf den Beinen, um zu einem oder mehreren der knapp 50 Ausflugsziele zu fahren – wie gewohnt zum vergünstigten GVH-Preis. So konnten die Besucherinnen und Besucher auf der Abfalldeponie in Lahe alles über Kompost und Plastik lernen – mehr als 3000 Besucherinnen und Besucher stürmten den "Monte Müllo". "Allein die Aussicht von dort oben ist schon ein Highlight", sagte Aha-Sprecher Stefan Altmeyer. "Vermessen, entschärfen, verbinden" hieß es in Hannover-Wülfel; dort stellten das Niedersächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) rund 1200 Entdeckerinnen und Entdeckern ihre Arbeit vor – unter anderem den Job des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. "Wir hatten ein sehr interessiertes Publikum", berichtete Thomas Bleicher vom LGLN.

Um autonomes Fahren ging es unter anderem auf dem Gelände des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Laatzen – ein Thema, das vor allem Familienväter begeisterte. Rund 1400 Besucherinnen und Besucher zählte der ADAC. Der verkaufsoffene Sonntag mit seinem traditionellen Entenrennen in Neustadt am Rübenberge zog rund 5000 Besucherinnen und Besucher an. Die Stadtentwässerung Langenhagen registrierte mehr als 1000 Gäste. "Besonders die Kinder waren begeistert vom Besenmalen und den Fahrzeugen, in die sie hineinklettern konnten", berichtete Sandra Bosold. "Die Führungen waren übervoll." In Sehnde-Höver waren über 2200 Hobby-Paläontologinnen und Paläontologen im Mergelbruch unterwegs. "Es gab tolle Funde und einen besonders seltenen Ammoniten", sagte Bernd-Henning Reupke von der Holcim GmbH zufrieden.

Rund 100.000 Besucherinnen und Besucher nutzten den Tag, um sich an den rund 200 Ständen zwischen Kröpcke und Aegi zu informieren und zu experimentieren. Auf sieben Bühnen lockte ein breites Programm – von den Physikanten, die mit einer launigen Wissenschaftsshow das Publikum auf dem Opernplatz zum Staunen brachten die Bühnen-Verantwortliche Tanja Schulz unter Strom setzten, über "Max der kleine Dino" auf der Kinder- und Kleinkunstbühne, den CrooveCor auf der Kulturbühne bis zu Jazzkantine, die auf der Jazzbühne die Fans begeisterten. Auf der Sportbühne zeigten die Sportverein aus der Region Hannover im Viertelstundentakt, was ihre Gruppen zu bieten haben. Zum Abschluss auf der Regionsbühne stellte Lotte, die 2017 mit ihrem Debütalbum "Querfeldein" die Herzen gewonnen hatte, ihr neues Album vor.

Menschen "auf Touren" zu bringen – mit dem öffentlichen Nahverkehr – ist das erklärte Ziel der Traditionsveranstaltung, die in diesem Jahr ihre 32. Auflage erlebte. Busse und Bahnen verzeichneten wieder ein deutliches Plus an Fahrgästen, die zum Spartarif des Großraum-Verkehr Hannover (GVH) unterwegs waren, um an eines der insgesamt 50 angebotenen Tourenziele in und um Hannover zu gelangen. Jetzt schon vormerken: Im nächsten Jahr findet der Entdeckertag der Region Hannover am Sonntag, 13. September 2020, statt.

KunstFahrt führt nach Emden zum „Kosmos Janssen“

Am Dienstag, 8. Oktober 2019, lädt der kunstverein burgwedel-isernhagen wieder zu einen KunstFahrt ein. Die Fahrt führt aus Anlass des 90. Geburtstag des Ausnahmekünstlers Horst Janssen nach Emden. Die beliebten Kunstfahrten sind in der Regel schnell ausgebucht. Durch Rückläufer sind noch einige Plätze zu vergeben.

Horst Janssen gehört zu den Ausnahmefiguren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Zeitlebens setzte er sich intensiv ebenso mit Vorbildern wie mit Zeitgenossen auseinander, sei es aus Bewunderung oder aus Ablehnung. Den Kosmos dieser künstlerischen Beziehungen stellt die Ausstellung anlässlich seines 90. Geburtstages vor. Sie entsteht in Kooperation mit dem Horst-Janssen-Museum Oldenburg, wo zeitgleich seine Beschäftigung mit der Literatur im Fokus einer Ausstellung steht.

Abfahrt ist um 8:30 Uhr an der Haltestelle Marktkieker in Großburgwedel. Es folgt die Busfahrt und eine exklusive Führung durch die Ausstellung. Anschließend ist noch Zeit für einen Stadtbummel.

Mitglieder des Kunstvereins zahlen 35 Euro und Gäste 45 Euro. Anmeldungen werden unter den Rufnummern 05139/9789050 und 0172/4341092 bei Stefan Rautenkranz oder per Mail an info@kunstverein-kultur.de entgegen genommen.

Bündnis gegen Depressionen

Menschen, die an Depressionen erkranken, leiden oft unter Antriebslosigkeit. Viele isolieren sich, verlieren ihr Selbstwertgefühl – und im schlimmsten Fall ihren Lebenswillen. Nach Angaben der Deutschen Depressionshilfe erkranken jährlich 5,3 Millionen Menschen in Deutschland an Depression. Die Ergebnisse der Studie "Deutschland-Barometer Depression" von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutschen Bahn Stiftung von 2017 zeigen sogar, dass die Mehrheit der Deutschen im Laufe des Lebens von Depression betroffen ist – entweder direkt aufgrund einer eigenen Erkrankung oder indirekt, zum Beispiel als Angehöriger oder Angehörige.

Um über die Krankheit aufzuklären und für das Thema zu sensibilisieren, hat das Bündnis gegen Depressionen aktuell ein Programm aus Lesungen, Filmabenden, Vorträgen, Diskussionen und Fachtagen zusammengestellt: So zeigt etwa die Wanderausstellung "Wege aus der Depression" im Foyer des GDA Kleefeld, Osterfelddamm 12, in Hannover Bilder von Betroffenen und Angehörigen und wie sie mit der Krankheit umgehen. Die Ausstellung ist bis Montag, 30. September 2019, bei freiem Eintritt zu sehen. Am Freitag, 13. September, 18.30 Uhr, laden der Arbeitskreis Inklusion Wedemark, KIBIS und die Freiwilligenagentur Wedemark zum dem Film "Der Junge muss an die frische Luft" in das Bürgerhaus Bissendorf, Am Markt 1 in der Wedemark ein. Der Eintritt kostet 3 Euro. Am Mittwoch, 13. November, um 17.30 Uhr, gibt es den Film im Apollo-Kino in der Limmerstraße 50 in Hannover zu sehen. In Burgdorf wird er am Montag, 2. Dezember, um 18 Uhr in der Neuen Schauburg in der Feldstraße 2a gezeigt.

Realität statt Romantisierung: Unter diesem Motto liest die Regionsbeschäftige Merle Meier am Mittwoch, 16. Oktober, 19 Uhr, im Sozialzentrum der KRH-Psychiatrie Wunstorf in der Südstraße 25 aus ihrem autobiografischen Buch "Mein Selbstmord ist mein Anfang". Die Autorin beantwortet im Anschluss mit Dr. Thorsten Sueße, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Region Hannover, Fragen aus dem Publikum. Die gleiche Lesung mit anschließendem Publikumsgespräch findet außerdem statt am Dienstag, 5. November, 19 Uhr, im Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4 in Hannover. Der Eintritt ist jeweils frei. Eindrucksvoll sind auch die Erfahrungen von Blogger Markus Bock. Er liest am Dienstag, 17. September, aus "Die Depression hat mich bestimmt. Jetzt bin ich dran. Vielleicht…" Im Vortragssaal des GDA Kleefeld gibt er dem Publikum einen ungefilterten Einblick in die Gefühle und Gedanken eines Depressiven. Die Lesung beginnt um 16 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro.

In den weiteren Vorträgen und Diskussionsrunden gehen Fachleute verschiedenen Ursachen und Ausprägungen von Depressionen auf den Grund. Dabei geht es zum Beispiel um Depression und Migration, um Suizidprävention bei Jugendlichen, um Sucht und Depression oder um Depressionen im Alter. Das ganze Programm ist unter diesem Text zu finden und steht ebenso auf der Seite www.hannover.de/bgd-rh zum Download bereit.

Neu: mehr finanzielle Unterstützung für Pflegeeltern

Der Pflegekinderdienst der Region Hannover sucht in seinem Zuständigkeitsbereich regelmäßig Pflegeeltern für Kinder, die nicht in ihren Familien aufwachsen können. Doch gestaltet sich die Suche nach geeigneten Paaren oder Familien zunehmend schwieriger: Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber sinkt kontinuierlich, während gleichzeitig der Bedarf an Pflegefamilien – besonders für kleine Kinder im Alter von null bis zu sechs Jahren – steigt. Ein wesentlicher Faktor für den Rückgang der meist voll berufstätigen Interessenten sind die erheblichen finanziellen Einbußen im ersten Jahr der Aufnahme, wenn Pflegeeltern Elternzeit nehmen. Denn bisher gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Elterngeld. Die Region Hannover will daher künftig Pflegeeltern im ersten Jahr der Aufnahme mit elterngeldähnlichen Leistungen unterstützen.

"Grundsätzlich erhalten Pflegepersonen natürlich Pflegegeld für den Lebensunterhalt des Pflegekindes. Doch nehmen sie Elternzeit im ersten Jahr, haben sie bisher keinen gesetzlichen Anspruch auf Elterngeld in dieser Zeit. Das schreckt viele geeignete Paare und Familien ab, da sie mit nur einem Einkommen nicht über die Runden kommen. Diese Hürde wollen wir potenziellen Pflegeeltern nehmen und die gesetzliche Lücke überbrücken", so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Denn gerade in dem ersten Jahr ist es wichtig, genug Kraft und Zeit für die Kinder zu haben, die in der Regel bisher in einem instabilem, oft vernachlässigenden Umfeld aufgewachsen sind."

So sollen alle Vollzeitpflegepersonen, die nach Aufnahme eines Pflegekindes ihre Erwerbstätigkeit in den ersten sechs bis zwölf Monaten vollständig ruhen lassen, künftig 800 Euro monatlich von der Region Hannover erhalten, bis zu einem Jahr lang. "Grundsätzlich ist es für alle Kinder besonders in dem Alter bis zu sechs Jahren für die Entwicklung sehr wichtig, in einem familiären Umfeld aufzuwachsen. Wir würden uns wünschen, auf eine große Anzahl unterschiedlichster Familien zurückgreifen zu können, um eine möglichst passende Familie für die jeweiligen Kinder zu finden", unterstreicht Claudia Weigel, Leiterin des Team Pflegekinder und Adoption der Region Hannover. "Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten Pflegepersonen." So gab es im Jahr 2017 lediglich vier Bewerberpaare aus den 16 regionsangehörigen Kommunen, in denen die Region Jugendhilfeträgerin ist, in 2018 waren es fünf. Dem gegenüber stehen durchschnittlich 15 Vermittlungsanfragen pro Jahr.

Das Modellprojekt der elterngeldähnlichen Sonderleistungen ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und als Leistung zum Unterhalt des Kindes oder des Jugendlichen eingeordnet (§ 39 SGB VIII).

Am heutigen Donnerstag, 5. September 2019, gab der Jugendhilfeausschuss grünes Licht, über die Einführung der Sonderleistungen entscheidet abschließend die Regionsversammlung am 24. September.

In regelmäßigen Informationsabenden stellt der Pflegekinderdienst der Region Hannover gemeinsam mit den Pflegekinderdiensten der Städte Laatzen und Langenhagen Interessierten vor, aus welchen Gründen Kinder in eine Pflegefamilie kommen, welche Rechte und Pflichten Pflegeeltern haben und wie sie vom Jugendamt unterstützt werden. Außerdem wird besprochen, wie sich das Leben mit Pflegekindern verändert, wie Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern geregelt sind und für welche Kinder Pflegeeltern gesucht werden. Haben Interessierte das Bewerbungsverfahren erfolgreich durchlaufen, werden sie nach Aufnahme eines Kindes während der gesamten Betreuung engmaschig vom Pflegekinderdienst begleitet und unterstützt. Der nächste Infoabend ist am Dienstag, 22. Oktober, 18 Uhr, im Stadthaus Laatzen, Marktstraße 2 in Laatzen.

Gartenregion: Acht Ziele, die nicht alle kennen

Gleich acht "GartenGeheimnisse" warten am Sonntag, 15. September 2019, darauf, gelüftet zu werden. Bei der achten von zehn Veranstaltungen zum 10-jährigen Bestehen der Gartenregion geht es um grüne Orte in und um Hannover, die neu oder überhaupt entdeckt werden wollen. Auf die Besucherinnen und Besucher warten Überraschungen unterschiedlichster Art: Kulturgenüsse, himmlische Klänge und Erlebnisse am Seeufer.

Am Würmsee in Burgwedel wird der neue Erlebnispfad eröffnet. An acht kunstvoll gestalteten Stationen rund um das Ufer werden unter anderem die Geschichte und Nutzung des Gewässers als Naherholungsgebiet, die nicht unproblematische Regulierung des Wasserstands, die Torfgewinnung und der See als Lebensraum verschiedener Organismen thematisiert. Führungen und Mitmachaktionen finden von 12 bis 17 Uhr statt.

Im Von-Alten-Garten in Hannover-Linden wird von 11 bis 17 Uhr aufgedeckt, was es mit dem "Hundeloch" auf sich hat und enthüllt, was für einen schönen Ausblick man vom Turm der St. Martinskirche hat. Historische Führungen sowie eine Lesung mit Barbara Schlüter laden zum gemeinsamen Entdecken des historischen Parks ein. An der aufgebauten Kaffeetafel können sich die Gäste zwischendurch stärken und entspannen.

Auch eine Baulücke kann grüne Glücksgefühle auslösen. An der Glocksee, in Hannovers Calenberger Neustadt, feiert der Königsworther Kiez von 11 bis 17 Uhr ein Fest. Der dort neu entstehende Nachbarschaftsgarten bekommt dabei gemütliche Sitzmöbel, die durch etwas Sonntagsarbeit noch fertig gestellt, verschönert und in Benutzung genommen werden sollen.

Nur zu ganz besonderen Anlässen – wie einem Jubiläum – öffnet der Friedenshain in Isernhagen das Holztor in seiner Umfriedung. Ein kleines Paradies wird dann erlebbar. 1907 hat Karl Kirchhoff die heute denkmalgeschützte Anlage quasi als naturwissenschaftliche Station errichtet. Der Kaufmann und Tischler betrieb in Hannover ein Geschäft für Aquarien und Terrarien, das damals seinesgleichen suchte. Für den kommerziellen Bedarf legte Kirchhoff östlich von Isernhagen F.B. in einem Sumpfgebiet mit Wald eine Zuchtstation für Fische und Wasserpflanzen an. Wie besonders dieser Ort ist, verdeutlichen Gedichte, die der Sohn des  Gründers verfasst hat und die vom Schauspieler Carsten Hentrich vertont werden. Neugestaltete Schautafeln im Park helfen Gartenfans sich über die Geschichte des Friedenshains zu informieren. Acrylglas-Plastiken der Künstler Franz Betz und Asta Rode, inspiriert durch die vorherrschende Flora, runden den Tag ab (Öffnungszeit: 11 bis 18 Uhr).

Der Allegorische Garten im Lehrter Ortsteil Steinwedel ist ein weiteres und besonders gut gehütetes "GartenGeheimnis". Seine Anlage geht zurück auf eine Idee von lutherischen Geistlichen des 16. Jahrhunderts: Um die Zuhörer ihrer oft mehr als einstündigen Predigten wach zu halten, ließen sie "Blumen sprechen". Sie deuteten Pflanzen aus, die den Menschen aus ihren eigenen Gärten bekannt waren. Dafür verglichen sie etwa die Farbe einer Blüte oder bestimmte Heilkräfte mit theologischen und christlichen Glaubenssätzen. Zwischen 15 und 19 Uhr können die Besucherinnen und Besucher die Wort-Laut-Lust der damaligen Welt in einer literarisch-musikalischen Aufführung erleben.

Was wäre ein Schloss ohne Geheimgang? Am Erichsberg in Neustadt am Rübenberge, eingebettet in eine Grünanlage, führt er in die Kasematte der Befestigungsanlage aus der Renaissance-Zeit und zu neuzeitlichen Kulturgenüssen. Im Gemäuer werden zwischen 11 und 17 Uhr Kurzfilme auf der Leinwand und eine Lesung mit den "Krimiförstern" Christian Oehlschläger und Ulrich Hilgefort zu erleben sein und Schauspielerin Christiane Hess klärt das Mysterium vom eingemauerten Kind in Schloss Landestrost. Zu Gast wird wird auch die Band It’s M.E. sein.

Der Blick schweift über Hannover, während ein frischer Waldgeruch in der Luft liegt – für viele Einwohnerinnen und Einwohner der Region Hannover ist der Benther Berg in Ronnenberg immer noch ein echter Geheimtipp. Kann man ändern: Am 15. September zwischen 11 und 17 Uhr stehen im Umfeld der Restauration Waldwinkel Yogaübungen oder Waldbaden zum Ausprobieren auf dem Programm. Auch Musik wird zu hören sein, und Künstlerin Mansha Friedrich baut ihre interaktive Kunstinstallation "Love Tree" auf. Dazu locken Bastelaktionen, Kinderschminken sowie Leckereien vom Waldwinkel.

Im Naturgarten im Wunstorfer Ortsteil Mesmerode werden die Besucherinnen und Besucher zwischen 11 und 17 Uhr mit Smoothies mit eigener "wilder" Note empfangen. Bei Kräuterspaziergängen und Infos rund um die Gestaltung eines Naturgartens wird manches Geheimnis um Wildpflanzen und deren Verwendung gelüftet.

Erholung im Grünen und inspirierender Kulturgenuss obendrein – dazu trägt die Gartenregion seit zehn Jahren bei. Aus Anlass des runden Geburtstages steht das Jubiläumsprogramm 2019 denn auch unter dem Motto "10 Jahre – 10 Feste". Bis Anfang Oktober folgen noch zwei weitere stimmungsvolle Park- und Gartenfeste voller Freude, Genuss, Spannung, Action, Wissen und Bewegung.

 
Mehr Informationen gibt es unter www.gartenregion.de.

Matinee im Foyer: „Das digitale Ich – was ist noch privat?“

Das Internet vergisst nichts: Jeder Klick wird registriert, jeder Schritt im Netz gespeichert. Welchen Nutzen bietet die digitale Welt, welche Risiken birgt sie? Lässt sich trotz Datenschutz und IT-Sicherheit überhaupt noch verhindern, dass jeder mehr und mehr zum "gläsernen Menschen" wird? Führt die Erfassung und Speicherung von digitalen Daten irgendwann dazu, dass man 24 Stunden am Tag auf Schritt und Tritt überwacht wird? Was ist im digitalen Zeitalter noch privat und wie kann das Private geschützt werden? Darum geht es in der Matinee im Foyer am Sonntag, 15. September 2019, ab 11 Uhr im Regionshaus, Hildesheimer Straße 18, in Hannover. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Den Augen der Online-Wirtschaft entgeht nichts: Sie beobachtet genau, wer die Freunde sind, was eingekauft wird, wieviel wofür bezahlt wird, wohin es in den Urlaub geht, welche politische Einstellung, welche Neigungen und Geheimnisse die Menschen haben. Mit jedem Klick im Internet werden persönliche Informationen preisgegeben – oft ohne sich dessen bewusst zu sein. Doch ein Leben ganz ohne Internet und Smartphone, ohne Apps und Facebook ist für die meisten Menschen gar nicht mehr vorstellbar, "Abschalten" also keine Alternative. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen nutzen soziale Medien wie Instagram, um sich – teils privat, teils professionell – der Öffentlichkeit zu präsentieren. Was macht das mit der eigenen Persönlichkeit? Wie authentisch ist die Selbstdarstellung im Netz? Und welchen Schutz braucht das "digitale Ich"?

Diesen und weiteren Fragen von Moderatorin Tanja Schulz stellen sich Dr. Jürgen Rink, Chefredakteur der Computerzeitschrift c‘t, Christina ter Glane, Medienpädagogin bei Juuuport e. V., Dr. Ralph Charbonnier, Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche in Deutschland, sowie Influencerin Vivien Wysocki. Das Publikum darf wie gewohnt mitdiskutieren. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Hörgeschädigte mit Hörgerät, die das Akustiksignal technisch verstärken wollen, werden gebeten, das vorab unter Telefon 0511/616-22208 anzukündigen.

« Zurück blättern Weiter blättern »