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Der HHB setzt Siegesserie fort

Auch im vierten Spiel in Folge konnte der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) als Sieger vom Feld gegen. Obwohl nur zehn gesunde Spieler zur Verfügung standen, wurde am gestrigen Sonnabend, 16. Februar 2019, der DHK Flensborg verdient mit 31:23 (16:11) bezwungen. Während der HHB in der Tabelle klettern konnte, schweben die Gäste weiterhin in höchster Abstiegsgefahr.

Eine chaotische Trainingswoche war dem Spiel vorausgegangen. An zwei Trainingstagen standen dem HHB nur sieben Spieler zur Verfügung, die Mittwochstrainingseinheit wurde ganz gestrichen. Zu den Langzeitverletzten Kay Behnke, Pascal Kinzel, Thomas Bergmann und Luca Born hatten sich mit Steffen Dunekacke, Mustafa Wendland und Philip Reinsch drei weitere Spieler gesellt. Die Grippe hatte Großteile der Mannschaft lahmgelegt. Da der DHK Flensborg der Burgwedeler Bitte auf Verlegung des Spiels nicht nachgekommen war, musste die Partie stattfinden. Die Gastgeber bekamen eine spielfähige Mannschaft zusammen, acht Feldspieler und zwei Torhüter standen zur Verfügung. Selbst Torwarttrainer Jörg-Uwe Lütt hatte sich zur Sicherheit mit auf dem Spielberichtsbogen eintragen lassen. Der DHK kam mit voller Kapelle und hatte 16 Akteure zur Verfügung.

Die Partie begann verhalten. Die Gäste waren beim 1:0 und 2:1 vorn. Und es sollte bereits die letzte Flensborger Führung sein. Dann übernahm der Gastgeber das Kommando. Wie schon bei den jüngsten drei Siegen spielte der HHB ruhig und konzentriert. Die Angriffe wurden gut vorbereitet und erfolgreich zu Ende gebracht. Schon in der Anfangsphase zeigten die gut leitenden Schiedsrichter 3 Mal auf den Siebenmeterpunkt. Marius Kastening blieb cool und verwandelte seine ersten Strafwürfe sicher. Nach 15 Minuten waren die Gastgeber mit 6:2 vorn. Der DHK kam jetzt besser ins Spiel und war phasenweise ebenbürtig. Artjom Antonevitch, Nenad Bilbija und Florian Freitag hielten mit ihren Toren die Gäste aber auf Distanz. 8:5, 10:7 und 12:8 waren die weiteren Zwischenstände. Hinten stand die HHB-Abwehr kompakt und stellte den DHK-Angriff immer wieder vor Probleme. Auch HHB-Torhüter Patrick Anders war gut aufgelegt, er war ein sicherer Rückhalt und hatte zahlreiche gute Szenen. Einzig Marc Blockus konnte die HHB Defensive einige Male überwinden. Nachdem Florian Freitag für den HHB das 14:9 erzielt hatte, mussten die Burgwedeler eine schwierige Phase überstehen. Die Gäste bekamen zwei Strafwürfe zugesprochen und der HHB spielte in doppelter Unterzahl. Erneut war Patrick Anders zur Stelle, er vereitelte beide Siebenmeter und auch die doppelte Unterzahl überstanden die Gastgeber unbeschadet. Mit viel Selbstvertrauen und einer 16:11-Halbzeitführung ging es für den HHB in die Kabine.

Nach der Pause schalteten die Gastgeber noch einen Gang höher. Stefanos Michailidis, Artjom Antonevitch und Lennart Koch sorgten für einen 3:0-Lauf und die 19:11-Führung für den HHB. In der 40. Minute wurde Flensborgs Tjark Desler nach einem Foul disqualifiziert. Für ihn war die Partie beendet, eine Zeitstrafe hätte es hier aus Sicht der Burgwedeler sicherlich auch getan. In der Folge war der DHK mit mehr Leidenschaft bei der Sache und konnte verkürzen (20:15). Der HHB spielte in dieser Phase zu hektisch und leistete sich schlechte Abschlüsse. Kurze Zeit später war die HHB-Welt aber wieder in Ordnung. Binnen weniger Minuten bauten die Gastgeber die Führung weiter aus. Eine Viertelstunde vor dem Ende lagen die Gastgeber mit 24:15 vorn, die Partie war entschieden. Die letzten 15 Minuten wurden souverän zu Ende gespielt, Torhüter Yamato Takahashi löste den stark haltenden Patrick Anders ab und machte seine Sache gut. Eine kleine Schrecksekunde gab es zu überstehen, als Artjom Antonevitch kurz vor dem Ende nach einem Schlag auf den Brustkorb benommen war und auf dem Mattenwagen das Feld verlassen musste. Nach dem Spiel war er aber schon wieder guter Dinge und konnte zusammen mit seinen Mannschaftskameraden einen auch in der Höhe verdienten 31:23-HHB-Sieg feiern.

Erneut hatten die Burgwedeler mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, viel Kampf und Leidenschaft überzeugen können. Die Mannschaft ist in diesem Jahr noch ungeschlagen und will sich auch am kommenden Sonnabend beim Auswärtsspiel gegen Flensburg/Handewitt 2 von ihrer besten Seite zeigen. Bis dahin hofft man, den einen oder anderen Verletzten wieder mit an Bord zu haben.

HHB: Patrick Anders (1.-45. Minute), Yamato Takahashi (46.-60.) – Florian Freitag (5), Stefanos Michailidis (3), Christian Hoff, Julius Mücke (1), Marius Kastening (7/5), Lennart Koch (2), Nenad Bilbija (4) und Artjom Antonevitch (9/2).

Der HHB empfängt Flensborg

Am heutigen Sonnabend, 16. Februar 2019, empfangen die Drittligahandballer des Handball Hannover Burgwedel (HHB) den Dansk Handboldklub Flensborg. Anwurf der Partie des Tabellenzwölften gegen den Tabellenletzten ist um 19 Uhr in der Sporthalle auf der Ramhorst. Die Gastgeber können verletzungs- und grippebedingt nicht mit ihrer stärksten Formation auflaufen.

Ein knappes halbes Jahr ist es her, als der HHB seinen ersten Auswärtssieg der Saison feiern konnte. Am 29. September 2018 gewannen die Burgwedeler mit 26:25 beim DHK Flensborg und heute stehen sich beide Mannschaften erneut gegenüber. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Die Gäste konnten bislang nur acht Punkte sammeln und stehen aktuell auf dem letzten Tabellenplatz. Bis zum Saisonfinale sind es jedoch noch zehn Spieltage und rein rechnerisch ist noch alles möglich. Der DHK hat sich einiges vorgenommen und will vor allem gegen die direkte Konkurrenz unter die Punktesammler gehen. Zuletzt verlor Flensborg gegen Berlin, davor konnte der DHK knapp gegen Braunschweig gewinnen.

Der HHB war zuletzt sehr erfolgreich, konnte drei Spiele am Stück gewinnen und rangiert inzwischen auf Position 13. Doch auch dem HHB fehlen für den gewünschten Klassenerhalt noch einige Punkte. Zwei davon sollen heute eingefahren werden. Der HHB will den guten Lauf aus diesem Jahr fortsetzen und sich in der Tabelle ein wenig Luft nach unten verschaffen. Zuletzt konnte die Mannschaft vor allem in kämpferischer Hinsicht überzeugen. Trotz großer Verletzungsmisere waren Emotionen und Leidenschaft für drei Siege am Stück verantwortlich. Diese sollen auch heute die Grundlage für ein erfolgreiches Abschneiden gegen den DHK sein. Dabei darf man gespannt sein, wie der HHB mit der Favoritenrolle zurechtkommt.

Die Rollen sind verteilt, Flensborg ist Außenseiter, Burgwedel Favorit. Auch soll heute die schlechte Heimbilanz aufpoliert werden. Erst fünf der 14 Punkte konnten zu Hause gewonnen werden. Leicht wird dieses Unterfangen jedoch nicht in die Tat umzusetzen sein. Kay Behnke, Thomas Bergmann, Pascal Kinzel und Luca Born fehlen weiterhin mit Verletzungen. Unter der Woche konnte zudem kaum trainiert werden. Zahlreiche Spieler meldeten sich mit Grippe krank. Der HHB wird eine spielfähige Mannschaft aufbieten können. Wer genau dabei sein wird, entscheidet sich aber erst unmittelbar vor Spielbeginn.

Wieder Tischtennis-mini-Meisterschaften in Thönse

Der Deutsche Tischtennis Bund führte nunmehr zum 36. Mal die mini-Meisterschaften durch. Auch war der TTC Viktoria Thönse wieder in der Stadt Burgwedel am 16. und 23. Januar 2019 mit dabei.

In Zusammenarbeit mit Grundschule Thönse war dieses Vorhaben auch zu stemmen. Von den mehr als 60 Kindern der Schule nahmen 28 an den Wettkämpfen teil. Die Begeisterung war riesengroß, man merkte es am Applaus der Kinder bei den Siegerehrungen. Man brauchte zwei Tage für die Durchführung bei einer so großen Anzahl Kinder. Wie immer war der Initiator dieser mini-Meisterschaften Lothar Heinrich vom TTC Viktoria Thönse.

Er war es auch, der als Sponsor die Volksbank Burgdorf und die Firma Rossmann aktivieren und somit kleine Sachpreise erwerben konnte. Jedes teilnehmende Kind bekam eine Urkunde und einen kleinen Preis. Sicherlich hielt der immer für die Jugend schon seit Jahren aktive Lothar Heinrich natürlich auch Ausschau nach talentierten kleinen Tischtennisspielern.

Gespielt wurde in zwei Altersklassen. Bei den 8-Jährigen und Jüngere stellte sich folgende Rangfolge ein: 1. Matheo Borkowski, 2. Lennart Riebartsch, 3. Niklas Wischkin, 4. Mustafa Mohammed. Bei den 9/10-Jährigen gewann bei den Mädchen Hannah Büchtmann, vor Lene Baumgartner, Durjana Zeka und Sarah Dallügge. Bei den Jungen setzte sich Lucas Geßl durch. Auf die weiteren Plätze kamen Ben Melzer, Nikolas Meeske und Mads Stegemarten. Die Erstplazierten (bis zum 4. Platz) haben sich für die nächste Runde den Kreisentscheid qualifiziert.

Alle Kinder waren mit Begeisterung dabei und einige fanden Tischtennis so gut, dass sie mal zum Probetraining zum TTC Viktoria Thönse kommen wollen.

Sieg und Niederlage für den TTKG

Der Tabellensechste TTK Großburgwedel hat sich in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Damen auf den Punkt topfit präsentiert und sich am vergangenen Sonnabend, 9. Februar 2019, beim Verfolger ATSV Saarbrücken mit einer 6:3-Revanche ausgezeichnet. Auch ohne die Nummer zwei Kristina Kazantseva glückte ein wichtiger Sieg auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Dijana Holoková, die dadurch im vorderen Paarkreuz antreten musste, gebührte die Note eins mit Sternchen. Schon im Doppel punktete die gebürtige Serbin an der Seite von Polina Trifonova. Direkt im Anschluss setzte die 25-Jährige mit dem starken 11:13, 11:9, 13:11, 11:9 gegen die Belgierin Nathalie Marchetti nach. Entscheidend war der dritte Durchgang, den die Nummer zwei nach einem 1:5 und 7:10 noch umbog.

Im zweiten Einzel gelang Holoková zudem ein 3:1 gegen Theresa Adams. "Das Lob für Diana war angebracht, aber was zählte, war die Mannschaftsleistung", erklärte Teamcoach Michael Junker. Trifonova steuerte einen Erfolg bei, wobei das 13:11, 13:11, 11:2 gegen Adams auch allerhand Spannungsmomente parat hielt. Im Topduell gegen Marchetti ließ die Bulgarin beim 1:3 einige Chancen ungenutzt, wie beim 10:7 im dritten Satz, der zum 10:12 noch verloren ging.

Positiv in Szene setzte sich auch Aida Rahmo, die nach dem 3:1 gegen Ann-Sophie Daub auch beim Siegpunkt nichts anbrennen ließ. Mit einem 11:4, 8:11, 11:5, 11:9 drehte die Ägypterin den Spieß zum Hinspiel gegen Ann-Kathrin Herges um.

Da der TTK-Tross am Sonntag schon den dritten Tag auf Tour war, zehrten die Reisestrapazen langsam aber sicher an den Kräften und der Konzentration. Der Faden riss zur 4:6-Niederlage beim Schlusslicht NSU Neckarsulm. Die Mannschaft konnte kein Kapital daraus schlagen, dass deren Nummer eins Lenka Harabaszova fehlte.

"Die NSU verfügt über fünf gleichwertige Spielerinnen. Mit 2:2 Punkten kehren wir nicht mit leeren Händen zurück und bleiben auf Platz 6 der Tabelle, schoben aber schon etwas Frust nach dieser Niederlage", resümierte Junker. Die Partie stand, nach dem erneuten Sieg im Doppel von Trifonova/Holoková und dem klaren 3:0 von Trifonova gegen Yuki Tsutsui frühzeitig auf Erfolgskurs. Aber die zwei ebenso deutlichen 0:3-Niederlagen von Holoková und Rahmo brachten die Gastgeberinnen auf Trab. Suzanne Dieker geriet gegen Rebecca Mohr mit 0:2 ins Hintertreffen, doch ein 11:7, 11:5 schürte Hoffnungen, die bis Mitte des letzten Satzes hielten, der dann aber doch verloren ging. So war der überraschende Rückstand 2:4 perfekt. Trifonova verkürzte mit ihrem 3:0 Sieg souverän auf 3:4 während Holoková sich mit Tsutsui ein Match auf Augenhöhe lieferte, das sie letztlich knapp mit 3:2 gewann zum 4:4-Ausgleich.

Der Erfolgsdruck lastete nun auf dem hinteren Paarkreuz. Dem war aber weder Rahmo gegen Mohr, noch Dieker beim 2:3 gegen Kathrin Hessenthaler gewachsen. "Die beiden Konkurrentinnen hatten nichts zu verlieren, spielten voll Power, und sie ließen sich durch rund 200 Zuschauer in der Halle enorm puschen", bedauerte der Teambetreuer. Das nächste Spiel findet am 10.03. statt, zuhause gegen TTC 1946 Weinheim.

Tischtennis-Minimeisterschaften beim TSV Wettmar

Am 16. Februar 2019 sind beim TSV Wettmar die Kleinsten die Größten. Sportwart Rolf Spanjol und Mini-Beauftragte Elisha Drees begrüßen ab 14:30 Uhr in der Westerfeldhalle alle interessierten Kids zur Tischtennis-Minimeisterschaft.

Die Mini-Meisterschaften sind eine 36-jährige Erfolgsstory und eine der erfolgreichsten Breitensportaktionen für Kinder im deutschen Sport überhaupt. Sie sind eine Breitensportaktion des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB), speziell entwickelt für Kinder im Alter von 12 Jahren oder jünger, gleichgültig ob diese Minis noch nie, nur selten oder bereits häufig zum Schläger gegriffen haben.

Alle Kinder, die ab dem 1. Januar 2006 geboren sind, dürfen bei den mini-Meisterschaften mitspielen. Dabei dürfen sie schon Mitglied in einem Tischtennis-Verein sein, jedoch dürfen die Kinder keine Spielberechtigung eines Mitgliedsverbandes des DTTB besitzen, besessen oder beantragt haben. Haben sich Kinder der zugelassenen Jahrgänge schon einmal an den Mini-Meisterschaften beteiligt, so sind sie nur dann nicht mehr teilnahmeberechtigt, wenn sie sich für den Verbandsentscheid qualifiziert hatten.

Mädchen und Jungen spielen getrennt, jeweils unterteilt nach Altersklassen: 

  • 8 Jahre und jünger (alle Kinder, die ab dem 01.01.2010 geboren sind); 
  • 9-/10-Jährige (alle Kinder, die ab dem 01.01.2008 bis 31.12.2009 geboren sind) und 
  • 11-/12-Jährige (alle Kinder, die ab dem 01.01.2006 bis 31.12.2007 geboren sind).

Die Sieger der beiden jüngeren Altersklassen qualifizieren sich für den Regionsentscheid der Minis im März.

Anmeldungen werden von Rolf Spanjol per Mail an rspanjol@yahoo.com oder telefonisch unter 01573-7855564 entgegen genommen.

Der HHB setzt seine Siegesserie fort

Der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) bleibt im Handballjahr 2019 ungeschlagen. Die Handballdinos siegen auch in der Löwenstadt beim MTV Braunschweig mit 24:23 (11:13). Ein intensives Spiel drehen sie kurz vor dem Ende und feiern den dritten Sieg in Folge. Der MTV entwickelt sich zur Lieblingsmannschaft des HHB.

Das Spiel der beiden Tabellennachbarn brauchte ein wenig, um richtig in Fahrt zu kommen. Nachdem die ersten Treffer gefallen waren, waren beide Mannschaften aber voll bei der Sache. Die Gastgeber legten ständig vor, der HHB war in der Verfolgerrolle. Vor allem MTV-Keeper Ariel Panzer machte den Gästen in der Anfangsphase das Torewerfen schwer, er vereitelte einige HHB-Würfe. Die 1.200 Zuschauer in der vollen Sporthalle Alte Waage skandierten immer wieder seinen Namen. Auch die offensive 3:3-Abwehr der Braunschweiger stellte den HHB anfangs vor Probleme. Die Burgwedeler rannten sich immer wieder fest. Im weiteren Spielverlauf kam der HHB aber gut damit zurecht und fand erfolgreiche Lösungen. Die Chronologie der ersten Halbzeit war stets die gleiche. Der MTV legte ein bis zwei Tore vor, der HHB konnte jeweils ausgleichen. Das Spiel wurde über 60 Minuten intensiv geführt, immer wieder mussten die Kontrahenten in Zweikämpfe gehen. Nicht unverdient gingen die Gastgeber mit einer Führung in die Pause. Mit dem Halbzeitpfiff gelang Philipp Krause das 13:11 für den MTV.

Nach dem Wechsel machten beide Mannschaften da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Leidenschaft, Kampf und Emotionen prägten die Partie. Die Braunschweiger waren jetzt immer wieder aus dem Rückraum erfolgreich, bei den Gästen ging viel über 1:1-Situationen. Florian Freitag sorgte nach 35. Minuten für das 15:15-Unentschieden. Was dann folgte war nichts für schwache Nerven. Der MTV konnte wie schon in Halbzeit 1 immer vorlegen, der HHB aber stets ausgleichen (17:17, 18:18, 19:19, 20:20). Mustafa Wendland im Gästetor war jetzt zur Stelle. Immer wenn seine Mannschaft ihn brauchte, war er da und entschärfte einige wichtige Würfe der Gastgeber. Ariel Panzer im MTV-Tor baute ein wenig ab, MTV-Trainer Volker Mudrow brachte in der Schlussphase David Suilmann zwischen die Pfosten.

Neun Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber mit 22:20 vorn. Die Zuschauer peitschten ihr Team nach vorne und wollten die Entscheidung. Doch die Gäste aus Burgwedel blieben cool. Der HHB kämpfte mit Leibeskräften und hielt dagegen. Nenad Bilbija und Florian Freitag sorgten für den 22:22-Ausgleich nach 55 Minuten. Der MTV bekam jetzt Fracksausen und vier Minuten vor dem Ende brachte Stefanos Michailidis die Gäste erstmalig in Führung (23:22). In der Folge wurden auf beiden Seiten Chancen vergeben. Der HHB spielte etwas zu hektisch, die Gastgeber scheiterten immer wieder an Mustafa Wendland. Der HHB-Keeper war es auch, der das Spiel letztendlich entscheid. Er entschärfte 56 Sekunden vor dem Ende einen Strafwurf von Jürgen Steinscherer, der zuvor alle drei MTV-Siebenmeter verwandelt hatte. Im Gegenzug sorgte Florian Freitag 24 Sekunden vor dem Abpfiff für das 24:23 für die Gäste. Der letzte Angriff des MTV verpuffte, die Gäste gewannen zwar knapp, aber nicht unverdient.

Unterm Strich war es erneut eine sehr starke kämpferische Leistung des HHB. Die Mannschaft konnte auch in Braunschweig die verletzungsbedingten Ausfälle von Kay Behnke, Thomas Bergmann, Pascal Kinzel und Luca Born gut kompensieren. Die Moral stimmte, handballerisch geht sicherlich noch mehr. Es zählen aber nur zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Wie schon im vergangenen Jahr nehmen die Handballdinos zwei Punkte aus der Löwenstadt mit. Von den vier Begegnungen in Liga 3 konnten sie drei gewinnen, einmal spielten beide Teams unentschieden. Der MTV entwickelt sich so zum Lieblingsgegner des HHB.

HHB: Mustafa Wendland, Patrick Anders, Yamato Takahashi – Florian Freitag (7), Stefanos Michailidis (1), Christian Hoff (2), Marius Kastening (6/4), Julius Mücke, Lennart Koch (1), Nenad Bilbija (2), Philip Reinsch (2), Artjom Antonevitch und Steffen Dunekacke (3).

HHB tritt in Braunschweig an

Am 20. Spieltag der 3. Liga Nord kommt es zum Duell zwischen dem MTV Braunschweig und dem Handball Hannover-Burgwedel (HHB). Beide Mannschaften sind punktgleich, der Tabellenvierzehnte aus der Löwenstadt empfängt den Tabellendreizehnten aus dem Norden Hannovers. Die Partie wird am morgigen Sonnabend, 9. Februar 2019, um 19:30 Uhr in der Sporthalle Alte Waage (Handelslehranstalt), Weberstraße 2-3 in Braunschweig, angepfiffen.

Der Start der beiden Kontrahenten ins Handballjahr 2019 hätte nicht unterschiedlicher ausfallen können. Der MTV verlor zu Hause gegen die Füchse aus Berlin mit 24:25 und musste auch beim Tabellenletzten DHK Flensborg eine 27:29-Niederlage quittieren. Der HHB ist nach dem 28:24-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Hildesheim und dem 28:27-Auswärtserfolg in Berlin dagegen im Jahr 2019 noch ungeschlagen.

Für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Der Verlierer wird in der Abstiegszone bleiben, der Sieger verschafft sich im Kampf um den Klassenerhalt erst mal ein wenig Luft. Einen Favoriten gibt es nicht, die Tagesform wird entscheiden. Das Hinspiel am 22. September 2018 konnte der HHB verdient mit 29:23 für sich entscheiden. Der HHB will den guten Lauf fortsetzen und den dritten Sieg in Folge erringen. Braunschweigs letzter Sieg liegt fast zwei Monate zurück. Vor eigenem Publikum will der MTV den Bock umstoßen und endlich mal wieder unter die Punktesammler gehen. Die Gastgeber bauen dabei auf die Unterstützung von mehr als 1.000 Zuschauern. Keine leichte Aufgabe für die Burgwedeler und für alle Handballfans sicherlich ein interessantes Spiel.

Schwerer Auswärts-Doppelspieltag für den TTK Großburgwedel

Der Tabellensechste TTK Großburgwedel steht in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Damen am Sonnabend, 9. Februar 2019, 15.30 Uhr, beim direkten Verfolger ATSV Saarbrücken und am Sonntag, 10. Februar, 14 Uhr, beim Schlusslicht NSU Neckarsulm vor einem harten Auswärtsdoppelpack.

Im Saarland möchte der TTK noch eine offene Rechnung nach der hauchdünnen Niederlage an eigenen Tischen begleichen. Beim 4:6 wirkte sich ein 0:2 in den Doppeln schon richtungsweisend aus. "Wir versuchten zwei gleichwertige Paarungen zu finden, doch das missglückte. Wir werden nun sicher an Polina Trifonova/Dijana Holoková festhalten, um wenigsten ein 1:1 zu erzielen", erklärt Teamcoach Michael Junker. Und der ATSV lieferte seinerzeit eine gute Leistung ab für ein Team, dass die Klasse nur am grünen Tisch halten konnte. "Der Gegner war eigentlich abgestiegen, und die Mannschaft für diese Saison ist eher noch schwächer aufgestellt. Von daher war deren Kopf frei, sie spielten mehr am Limit. Das Ergebnis spiegelt aber schon alle Möglichkeiten wider. Vor allem die Belgierin Nathalie Marchetti hatte mich im vorderen Paarkreuz stärkemäßig überrascht", erinnert sich Junker. Auf jeden Fall müssen die Burgwedlerinnen neben den Reisestrapazen auch auf die russische Nummer zwei Kristina Kazantseva verzichten. "Kristina war eigentlich eingeplant, aber sie fällt wegen einer nationalen Meisterschaft aus", ergänzt Junker.

Aus diesem Grund werde selbst die Aufgabe beim Tabellenletzten in Neckarsulm alles andere als ein Selbstläufer werden. Dijana Holoková muss ins Spitzenpaarkreuz aufrücken, wo sich Kazantseva ein 1:3 gegen die Tschechin Lenka Harabaszova einfing. Beim 6:2 letztendlich kein Problem, doch auch durch Suzanne Dieker, die ihren grippalen Infekt hoffentlich rechtzeitig abschüttelt, werden die Karten neu gemischt. "Das bringt aber den Reiz in der Liga, das eigentlich jedes Spiel eng und kaum vorhersehbar verläuft. Wir können beide Partien gewinnen, entsprechend gespannt sind wir", berichtet Junker.

Handballdinos wildern im Fuchsbau

Die Drittligahandballer des Handball Hannover-Burgwedel (HHB) sind erfolgreich aus der Bundeshauptstadt zurückgekehrt. Bei den Jungfüchsen Berlin konnten die Handballdinos einen knappen 28:27 (15:13) Auswärtssieg feiern. Auch in der Tabelle konnte sich der HHB um eine Position auf Platz 13 verbessern.

Neben Thomas Bergmann (Hand) und Kai Behnke (Fuß) musste der HHB in Berlin auch auf Pascal Kinzel verzichten. Burgwedels Torhüter war im Training umgeknickt und konnte nicht mitwirken. Mustafa Wendland spielte über 60 Minuten im Tor durch und zeigte eine tadellose Leistung.

Auf Berliner Seite stand Malte Semisch in Kasten, der sonst das Bundesligator der Füchse hütet. Nach Verletzungspause sollte er in der Reserve Spielpraxis sammeln. Aus dem Bundesligakader war wie erwartet noch Frederik Simak dabei, mit acht Toren war er erfolgreichster Torschütze der Gastgeber.

Beide Teams begannen nervös und zerfahren. Schon in der ersten Spielminute vergab Artjom Antonevitch für die Gäste einen Strafwurf. Danach machte er seine Sache besser und war mit acht Feldtoren bester HHB-Torjäger in der mit nur knapp 50 Zuschauern verwaisten Lilli-Henoch-Sporthalle. Auch die Füchse hatten Startschwierigkeiten und konnten den Ball nicht im HHB-Tor unterbringen. Es dauerte bis zur 5. Spielminute, ehe Artjom Antonevitch das 1:0 für die Gäste erzielen konnte. Dann nahm die Partie Fahrt auf und die Berliner gingen nach acht Minuten beim 3:2 erstmalig in Führung. Es sollte die einzige Führung der Gastgeber in Halbzeit 1 bleiben. Der HHB übernahm wieder das Kommando, setzte sich auf 6:4 ab und lag bis zum Halbzeitpfiff ständig vorn. 8:6, 12:9, 13:10 und 15:12 waren die weiteren Zwischenstände. Die Seiten wurden mit einer 15:13-Führung für den HHB gewechselt. Neben Artjom Antonevitsch waren Nenad Bilbija, Steffen Dunekacke, Mustafa Wendland und Marius Kastening die auffälligsten Burgwedeler Akteure in Halbzeit 1. Kastening löste Antonevitch als Siebenmeterschütze ab und konnte mit vier Treffern aus vier Versuchen überzeugen.

Nach der Pause änderte sich zunächst nichts am Spielverlauf. Rückraumshooter Nenad Bilbija, dem insgesamt sieben Tore glückten, erzielte mit dem 16:13 für Burgwedel den ersten Treffer in Halbzeit 2. Dann hatten die Füchse die besseren Szenen und konnte ausgleichen (17:17, 39.). Doch der HHB hielt wieder dagegen und kämpfte mit viel Herz und Leidenschaft. Ein Leistungsunterschiede zwischen beiden Mannschaften war jetzt nicht festzustellen. Es wurde mit offenem Visier und auf Augenhöhe um jeden Ball gekämpft. Auch in der Folge war es ein Spiel auf des Messers Schneide. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, die Führung änderte sich ständig. Ein Team legte ein Tor vor, der Gegner konnte stets ausgleichen. Zwischen der 41. und 56. Minute gab es nur Unentschieden (19:19, 20:20, 21:21, 22:22, 23:23, 24:24, 25:25 und 26:26). Dann setzten die Gäste den entscheidenden Punsch. Artjom Antonevitch erzielte das 27:26 und knapp zwei Minuten vor dem Ende brachte Nenad Bilbija den HHB mit 28:26 nach vorn. Der HHB bog jetzt auf die Siegerstraße ein und den Gastgebern gelang nur noch der Anschlusstreffer. Frederik Simak konnte zwar noch das 27:28 erzielen, zu mehr reichte es aber nicht. Mit Geschick und Cleverness wurde die Partie über die Zeit gebracht und die letzten Sekunden überstanden. Der Rest war Jubel über den dritten HHB-Auswärtssieg der Saison.

In der Tabelle konnte sich der HHB um einen Platz klettern und die Abstiegsplätze verlassen. Wie schon vor Wochenfrist beim Sieg gegen Hildesheim überzeugte der HHB mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und ganz viel Herz und Leidenschaft. Das Spielertrainertrio Behnke, Kastening und Bilbija scheint der Mannschaft gut zu tun. Am kommenden Sonnabend spielen die Burgwedeler in Braunschweig und wollen die kleine Siegesserie weiter ausbauen.

HHB: Mustafa Wendland (1.-60. Min.), Yamato Takahashi, Jörg Uwe Lütt – Florian Freitag (2), Stefanos Michailidis (1), Christian Hoff, Julius Mücke, Marius Kastening (6/4), Lennart Koch, Nenad Bilbija (7), Philip Reinsch, Artjom Antonevitch (8) und Steffen Dunekacke (4).

Dinos treten bei den Füchsen an

Burgwedels Handballdinos reisen am kommenden Sonnabend, 2. Februar 2019, in die Hauptstadt und treffen auf die Füchse Berlin II. Die Begegnung zweier zuletzt siegreicher Teams wird um 19 Uhr in der Lilli-Henoch-Sporthalle (Fuchsbau) in Hohenschönhausen angepfiffen. Das Hinspiel am 15. September 2018 endete 29:29-Unentschieden.

Beide Mannschaften gehen mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung des 19. Spieltages in der 3. Liga Nord. Die Jungfüchse konnten am vergangenen Sonnabend beim MTV Braunschweig 25:24 gewinnen, der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) schaffte mit dem 28:24-Heimsieg gegen Eintracht Hildesheim den ersten Sieg nach mehr als zwei Monaten. Aktuell trennen beide Mannschaften sechs Punkte und sechs Tabellenplätze. Sowohl die Füchse als auch die Handballdinos wollen den guten Start ins Handballjahr 2019 gerne mit einem weiteren Erfolg fortsetzen. Somit sind die besser platzierten Berliner leichter Favorit, die Gäste rechnen sich aber durchaus etwas aus. Wenn der HHB kämpferisch und emotional an die gute Leistung aus dem Spiel gegen die Hildesheimer anknüpfen kann, könnte durchaus ein Punktgewinn im Fuchsbau drin sein.

Dabei darf man gespannt sein, ob die Jungfüchse wie zuletzt in Braunschweig wieder auf die Wurf- und Abwehrkünste von Frederik Simak zurückgreifen werden. Der Berliner Nachwuchsstar gehört seit dieser Saison zum Bundesligakader der Füchse und hat dort zuletzt viele Spielanteile bekommen. In Braunschweig wurde er mal wieder in der Reservemannschaft eingesetzt und hatte mit sieben Toren maßgeblichen Anteil am Auswärtssieg. Da die Bundesliga nach der Handballweltmeisterschaft noch pausiert, ist ein Einsatz Simaks gegen den HHB nicht unwahrscheinlich. Doch auch die anderen Jungfüchse gehören zum Besten, was der deutsche Handballnachwuchs aktuell zu bieten hat. Fast alle haben die A- und B-Jugend der Berliner durchlaufen und wollen sich mit guten Leistungen in der Nachwuchsmannschaft für höhere Aufgaben in der 1. oder 2. Bundesliga empfehlen. Jedes Jahr schaffen einige Spieler auf der Füchse-Nachwuchsschmiede den Sprung zu einem höherklassigen Verein. Auch in dieser Saison ist die Entwicklung einzelner Spieler wichtiger als das Abschneiden der Mannschaft. Absteigen will der Aufsteiger trotzdem nicht und mit aktuell 16:20 Punkten sieht es auch gut aus, dass der Klassenerhalt gesichert werden kann.

Eine sicherlich interessante Partie ist damit vorprogrammiert, ein knapper Ausgang ist nicht unwahrscheinlich. Man darf gespannt sein, welches Team die bessere Tagesform erwischt und am Ende die Nase vorn hat. Interessant wird auch die Frage nach dem Zuschauerinteresse in Berlin sein. Bei den Heimspielen der Jungfüchse verlieren sich im Durchschnitt nur 100 Zuschauer in der Lilli-Henoch-Halle. Vielleicht sorgt der aktuelle Handballboom rund um die Handball-WM ja auch in der Hauptstadt dafür, dass sich mehr Sportfans für tollen Handballsport in Liga 3 interessieren. 

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