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Meistertitel für 1. Herren der SG TTC Viktoria Thönse/Kleinburgwedel

Die erste Tischtennis-Herrenmannschaft der SG TTC Viktoria Thönse / TSV Kleinburgwedel ist am Ziel ihrer Träume: Sie steigt in die Kreisliga auf.  Der ungeschlagene "Tischtennis Meister" der 1. Kreisklasse, mit 27:1 Punkten und 125:50 Sätzen konnte vorzeitig die Sektkorken knallen lassen. Die Thönser/Kleinburgwedeler setzten sich gegen sieben andere Mannschaften durch. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung führten sie das Team zu diesem Erfolg.

Das erfolgreiche Team spielte mit Kevin Brunner, Friedrich Ossenkopp, Lothar Heinrich, Sascha Förster, Andreas Strehl, Frank Reinecke , Manfred Kietzmann und Ersatzspieler/ rinnen Magdalena Gaczek, Tobias Pritschow und Armin Peithmann.  Außerdem steht das Siegerteam im Kreispokal-Viertelfinale.

Für die neue Saison 2019/2020 in der Kreisliga sucht die Spielgemeinschaft Tischtennis Club Viktoria Thönse / TSV Kleinburgwedel noch Verstärkung, um erneut ganz oben in Kreisliga mitzumischen. Man sucht neue Spieler und Spielerinnen, die sich auch für den Verein einsetzen.

Trainingszeiten sind in Thönse am Donnerstag und Freitag ab 20 Uhr. Das Jugend- Training findet am Freitag von 15:00 bis 17:30 Uhr statt. Am Dienstag und Freitag wird Kleinburgwedel ab 20 Uhr trainiert.

Informationen sind bei Manfred Kietzmann, Telefon 05139 / 2020, oder Lothar Heinrich, Telefon 05139/5221, sowie auf der Homepage unter www.ttcthoense.de erhältlich.

Ausgleich in den letzten zwei Sekunden: Burgwedels Kampf wird belohnt

Dass ein Handballspiel 60 Minuten dauert und bis zum Abpfiff Vieles möglich ist, haben die Handballer des Handball Hannover-Burgwedel (HHB) am gestrigen Sonnabend eindrucksvoll unter Beweis gestellt. 17 Minuten vor dem Ende lag der HHB gegen die HSG Ostsee schon mit 14:20 zurück. Die Partie war eigentlich zugunsten der Gäste aus Neustadt/Grömitz entschieden. Doch der HHB steckte nie auf, kämpfte bis zum Umfallen und wurde mit dem 23:23-Ausgleichstreffer durch Nenad Bilbija zwei Sekunden vor dem Ende belohnt.

Der HHB, der verletzungsbedingt wieder nur elf Spieler aufbieten konnte, kam extrem schlecht aus den Startlöchern und lag schnell mit 0:3 hinten. Es dauerte mehr als sechs Minuten, bis Nenad Bilbija das erste Tor der Gastgeber gelang. Dann waren die Burgwedeler jedoch im Spiel und nach elf Minuten sorgte Lennart Koch für den Ausgleich zum 4:4. Die nächsten Minuten gehörten den Gastgebern, Marius Kastening führte Regie und setzte seine Nebenleute in Szene. Artjom Antonevitch und Nenad Bilbija wechselten sich mit dem Torewerfen ab und auch Christian Hoff traf von Linksaußen. Der HHB führte 8:6 und 10:9. Die HSG Ostsee ließ sich jedoch nicht abschütteln und konnte mehrmals verkürzen oder den Ausgleich erzielen. Beide Abwehrreihen standen gut und machten den Angreifern das Leben schwer. Auf beiden Seiten hatten die Torhüter einige gute Szenen. Die Gastgeber leisteten sich jetzt einige technische Fehler und Fehlabgaben, die HSG nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt und ging mit einer 12:11-Pausenführung in die Kabine. Die Gäste waren in Halbzeit 1 immer wieder über den Keis und Rechtsaußen erfolgreich.

Auch in Halbzeit 2 hatten die Ostseehandballer den besseren Start. Zwei Treffer in Folge sorgten für die 14:11-Gästeführung. Artjom Antonevitch und Marius Kastening schafften zwar die Anschlusstreffer, drei schnelle Tore brachten die HSG Ostsee aber mit 18:13 nach vorn. Die Gäste bestraften jetzt jeden HHB-Fehler und kamen vor allem über die erste Welle zu einfachen Treffern. Der HHB hatte sichtbare Schwierigkeiten, die gute gestaffelte HSG-Ostsee-Abwehr in Bewegung zu bringen und sich Torchancen zu erarbeiten. Pascal Kinzel löste Mustafa Wendland im HHB-Gehäuse ab und kam gut in die Partie. Trotzdem lagen die Gäste in der 43. Spielminute mit 20:14 vorn, alles deutete auf einen sicheren Auswärtssieg hin. Der HHB steckte jedoch nicht auf und versuchte weiterhin alles. Die Gastgeber leisteten sich jetzt weniger Fehler und auf einmal klappte es auch in der Offensive gut. Florian Freitag, der angeschlagen in das Spiel gegangen war, traf doppelt und verkürzte auf 17:22. Zehn Minuten waren noch zu spielen. Nenad Bilbija besorgte das 18:22 und nachdem Stefanos Michailidis und Lennart Koch gute Möglichkeiten nicht verwerten konnten, schien den Gastgebern die Zeit davonzulaufen. Doch auf die HHB-Abwehr war an diesem Abend Verlass. Die HSG Ostsee rannte sich jetzt immer wieder in Burgwedels Defensive fest oder bekam den Ball nicht an Pascal Kinzel vorbei. Dadurch erarbeitete sich der HHB weitere Angriffe. Gut sechs Minuten vor dem Ende verkürzte Christian Hoff auf 19:22. Als Marius Kastening kurze Zeit später zum 20:22 traf, war auch die Kulisse da. Die Gäste zeigten plötzlich Nerven und leisteten sich technische Fehler. Zwei Minuten waren noch zu spielen, als Nenad Bilbija zum 21:22 verkürzte. Sie Spannung war jetzt nicht mehr zu überbieten. Nach einem Gästetreffer war es Lennart Koch, der den HHB mit 22:23 im Spiel hielt. Die Gäste hatten jetzt noch 55 Sekunden, um den Angriff zu Ende zu spielen und für den Siegtreffer zu sorgen. Die HSG Ostsee leistete sich jedoch erneut einen technischen Fehler und die Burgwedeler kamen noch einmal in Ballbesitz. Zwei Sekunden vor dem Ende nahm sich Nenad Bilbija dann ein Herz, stieg hoch und brachte den Ball zum umjubelten 23:23-Ausgleich im HSG-Kasten unter. Die Gastgeber hatten nie aufgesteckt, bis zum Ende an sich geglaubt und sich einen Punkt mehr als verdient. Trotz vieler verletzter Spieler und dünner Personaldecke kam Burgwedel noch einmal zurück. Nach dem Eintoreauswärtssieg aus dem Hinspiel hat der HHB jetzt auch den direkten Vergleich gewonnen. Dieses könnte in der Endabrechnung enorm wichtig sein.

Ein Sonderlob verdienten sich auch die beiden Unparteiischen Felix Magalowski und Andre Schwieger, die das Spiel über 60 Minuten souverän und unauffällig leiteten.

HHB: Mustafa Wendland, Pascal Kinzel – Florian Freitag (2), Stefanos Michailidis, Christian Hoff (2), Julius Mücke, Marius Kastening (6/2), Lennart Koch (3), Nenad Bilbija (6), Philip Reinsch und Artjom Antonevitch (4).

HHB will mit Sieg dem Klasenerhalt näher kommen

Am morgigen Sonnabend, 30. März 20189, kommt es in Großburgwedel zum Spiel zwischen dem Handball-Hannover Burgwedel (HHB) und der HSG Ostsee Neustadt/Grömitz. Anwurf ist um 19 Uhr in der Sporthalle auf der Ramhorst. Der Tabellenzwölfte empfängt den Tabellendreizehnten, in der Tabelle trennt beide Teams nur ein Punkt.

Die Gäste von der Ostsee haben turbulente Wochen hinter sich. Nachdem die Mannschaft unter ihrem Trainer Thomas Knorr in den vergangenen Jahren einen Aufstieg nach dem nächsten feiern konnte, stieg die HSG im Jahr 2018 in die 3. Liga auf. Dort gab man im August letzten Jahres den Klassenerhalt als Saisonziel aus. Für einen Aufsteiger spielten die Handballer aus Neustadt und Grömitz eine gute Saison und mit dem Auswärtssieg bei den Mecklenburger Stieren im Februar landeten sie sogar einen Überraschungscoup. Nachdem Thomas Knorr dann angekündigt hatte, die Kommandobrücke nach dem Ende der Spielzeit zu verlassen, kam der HSG-Dampfer ein wenig ins Straucheln. Aus fünf Spielen in Folge holte man nur einen Punkt und nach der Niederlage beim Tabellenletzten DHK Flensborg zog der Verein die Reißleine. Thomas Knorr wurde von seiner Tätigkeit als Trainer freigestellt und vor dem Spiel gegen Braunschweig übernahm Andreas Brüßhaber das Kommando. Diese Maßnahme fruchtete sofort und die Mannschaft präsentierte sich wie ausgewechselt. Das Heimspiel gegen Braunschweig konnte mit 24:22 gewonnen werden und die HSG konnte die Abstiegsränge wieder verlassen.

Dort will die HSG auch am Ende der Saison stehen und somit werden die Gäste am Sonnabend hochmotiviert und mit viel Selbstvertrauen nach Burgwedel gekommen. Von den Gegnern der jüngsten fünf Saisonspiele ist der HHB das am schlechtesten platzierte Team und somit rechnet sich die HSG Ostsee sicherlich etwas aus. Der HHB wird wieder an die Leistungsgrenze gehen und sich als geschlossene Einheit präsentieren müssen. Im Hinspiel konnten die Burgwedeler mit 29:27 die Oberhand behalten. Mit einem Sieg könnte ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden. Die Mannschaft hat allerdings nach wie vor Personalsorgen. Hinter dem Einsatz von Florian Freitag, Stefanos Michailidis und Christian Hoff stehen Fragezeichen. Alle konnten unter der Woche nicht oder nur eingeschränkt trainieren. Steffen Dunekacke, Thomas Bergmann und Luca Born fallen definitiv aus. Ins Training eingestiegen ist dagegen wieder Kay Behnke. Ein Einsatz des Rückraumrechten kommt gegen die HSG Ostsee aber noch zu früh.

Der HHB verliert in Schwerin

Eine deutliche 21:30-Niederlage musste der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) bei den Mecklenburger Stieren in Schwerin quittieren. Zur Halbzeit hatten die Gäste noch mit 12:10 geführt. Die nur mit zehn Spielern angereisten Burgwedeler vergaben am Ende zu viele Torchancen und fühlten sich vor allem im zweiten Durchgang von den Schiedsrichtern stark benachteiligt.

Gerade einmal zehn gesunde Spieler (zwei Torhüter und acht Feldspieler) standen dem HHB beim Spiel in Schwerin zur Verfügung. Zwar war Pascal Kinzel ins Tor zurückgekommen und löste Patrick Anders ab, mit Steffen Dunekacke war unter der Woche aber ein weiterer verletzter Akteur hinzugekommen. Der Linksaußen war im Training umgeknickt und wird in den kommenden Wochen mit einem Bänderriss im Fuß ausfallen. Auch Kay Behnke, Thomas Bergmann, Christian Hoff und Luca Born fehlten verletzungsbedingt. Trotz der widrigen Umstände hatten sich die Gäste in der mit 1.400 Zuschauern gefüllten Schweriner Sport- und Kongresshalle einiges vorgenommen und dominierten die erste Hälfte. Die Abwehr stand sicher und kompakt, Torhüter Mustafa Wendland war gut aufgelegt und auch der HHB-Angriff harmonierte. Über 2:1 und 4:2 setzten sich die Burgwedeler bis zur 26. Minute bis auf 12:9 ab. Als Schwerins Mark Mathias Pedersen eine Minute später zum Strafwurf antrat und Mustafa Wendland am Kopf traf, wurde er durch die Unparteiischen disqualifiziert. Sicherlich eine zu harte Entscheidung, hatte sich der HHB-Keeper auch ein wenig bewegt. Mit einer 12:10-Führung der Gäste ging es in die Kabinen.

Auch nach der Pause war der HHB zunächst das spielbestimmende Team. Artjom Antonevitch und Florian Freitag sorgten für eine Viertoreführung (14:10 und 16:12). Die Mecklenburger Stiere blieben jedoch in Reichweite und konnten nach 39 Minuten zum 17:17 ausgleichen. Als die in der ersten Halbzeit noch souverän pfeifenden Schiedsrichter dann binnen acht Minuten drei HHB-Spieler mit Zeitstrafen versahen, kippte die Partie. Nacheinander mussten Philip Reinsch, Marius Kastening und Stefanos Michailidis auf die Strafbank. Die Gastgeber nutzten die Gelegenheit und setzten sich bis zur 45. Minute auf 21:18 ab. Alles was ging, wurde jetzt gegen die Burgwedeler gepfiffen und der HHB verlor seinen Faden. Ob die Schiedsrichter damit ihre Fehlentscheidung aus Halbzeit 1 kompensieren wollten, wird ihr Geheimnis bleiben. Der HHB war nun total verunsichert und die Gastgeber hatten leichtes Spiel. Die Stiere setzten sich weiter ab und bogen auf die Siegerstraße ein. Beim 27:21 in der 54. Spielminute war die Partie entschieden. DEM HHB gelang in den letzten acht Minuten kein einziger Treffer mehr, die Gastgeber gewannen mit 30:21. Am Ende aus Sicht der Burgwedeler deutlich zu hoch aber verdient. Selbst Schwerins Trainer Mannhard (Mücke) Bech war die starke Bevorteilung seiner Mannschaft am Ende peinlich, die Rote Karte gegen Mark Pedersen hatte die Stiere zur rechten Zeit wachgerüttelt und für einen Umschwung gesorgt. 21 Burgwedeler Tore waren unterm Strich deutlich zu wenig.

HHB: Mustafa Wendland, Pascal Kinzel , Florian Freitag (5), Stefanos Michailidis (3), Julius Mücke (1), Marius Kastening (3), Lennart Koch, Nenad Bilbija (5), Philip Reinsch und Artjom Antonevitch (4).

Dinos müssen zu den Stieren

Ein tierisches Handballduell steht am kommenden Wochenende in der 3. Liga Nord an. Die Mecklenburger Stiere Schwerin empfangen am Sonntag, 24. März 2019, die Handballdinos aus Burgwedel. Das Duell wird um 16 Uhr in der Sport- und Kongresshalle in Schwerin angepfiffen werden. Im Hinspiel konnten die Schweriner in Burgwedel mit 35:30 gewinnen.

Zuletzt mussten sich die Mecklenburger Stiere bei den Füchsen Berlin mit einem 24:24-Unentschieden begnügen und sind auf den 5. Tabellenplatz abgerutscht. Für die Schweriner geht es aktuell darum, eine durchwachsene Saison noch auf Platz 4 der Tabelle zu beenden. Mehr wird nicht mehr drin sein, aber auch ein Abrutschen auf Position 7 ist durchaus noch möglich. Potsdam und Oranienburg sitzen den Stieren im Nacken, die TSV Burgdorf rangiert mit gewonnenem direktem Vergleich und dem besseren Torverhältnis momentan auf Platz 4.

Vor der Saison waren die Stiere einer der heißesten Titelanwärter. Etat und Kader gehören zum Besten, was die 3. Liga zu bieten hat und auch Trainer Mannhard Bech ist ein ausgewiesener Fachmann und gewiefter Taktiker. Der Start in die Saison ging mit der Niederlage in Flensborg und der 44:26-Klatsche dann aber gehörig in die Hose und auch im weiteren Saisonverlauf fehlte den Stieren die Konstanz. Niederlagen in Bernburg, bei der Reserve der SG Flensburg-Handewitt und zu Hause gegen die HSG Ostsee waren nicht eingeplant. Überraschen konnten die Stiere dagegen mit dem Derbysieg gegen Tabellenführer HC Empor Rostock. Die Mecklenburger Stiere sind so etwas wie die Wundertüte der 3. Liga Nord und extrem von der Tagesform abhängig. An guten Tagen können sie jedes Team der Liga schlagen, an schlechten aber auch gegen jeden Gegner verlieren. Bis Ende Januar haben sie alle Heimspiele gewonnen, zuletzt gab es in der Sport- und Kongresshalle aber Niederlagen gegen Neustadt/Grömitz und Eintracht Hildesheim sowie ein Unentschieden gegen Oranienburg.

Gegen die Burgwedeler sind sie trotzdem klarer Favorit, die Dinos wollen den Stieren das Leben aber so schwer wie nur möglich machen. Der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) kann befreit aufspielen und hat nichts zu verlieren. Nach dem Auswärtssieg in Magdeburg fährt der HHB mit Selbstvertrauen nach Schwerin und erinnert sich nur zu gerne an die vergangene Saison. Am 8. April 2018 nahmen die Burgwedeler beim 29:29 einen Punkt mit auf die Heimreise. Kay Behnke sorgte vor einem Jahr mit einem Dreher kurz vor dem Abpfiff für großen Jubel bei den Gästen. Warum also nicht auch am kommenden Sonntag mal wieder für eine Überraschung sorgen?

Marvin Pfeiffer ist erster HHB-Neuzugang

Hinter den Kulissen des Handball Hannover-Burgwedel (HHB) laufen schon die Vorbereitungen auf die neue Handballsaison. Auch wenn bis zum Saisonauftakt Ende August noch einige Monate Zeit sind, kann der HHB schon heute seinen ersten Neuzugang vermelden. Für den Rückraum wurde Marvin Pfeiffer aus Walsrode verpflichtet. Der 23-jährige kommt von der SG Achim/Baden aus der Oberliga Nordsee auf die Ramhorst und erhält einen Zweijahresvertrag. Das Handballspielen hat er bei der HSG Heidmark erlernt, wo er bis zur B-Jugend aktiv war und in der C-Jugend die Niedersachsenmeisterschaft feiern konnte. Dann folgte der Wechsel nach Lemgo und zwei erfolgreiche Jahre in der A-Jugend. Nach dem Gewinn der Meisterschaft in der A-Jugendbundesliga West scheiterte der Lemgoer Nachwuchs erst im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft am SC Magdeburg. Der 1,86 Meter große Rechtshänder spielte dann noch ein Jahr in der Reserve des TBV Lemgo, bevor er sich der SG Achim/Baden aus der Nähe von Bremen anschloss. Jetzt wagt der gelernte Tischler den Sprung in Liga 3, nachdem er beim HHB-Probetraining überzeugen konnte. Auch beruflich will Marvin Pfeiffer demnächst durchstarten, ein Besuch der Meisterschule ist in Planung. Wie praktisch, dass Burgwedel genau auf der Strecke zwischen seinem Wohnort in Bad Fallingbostel und der Schule in Hannover liegt.

Großburgwedel erreicht Platz 5 in der 2. Bundesliga

Der TTK Großburgwedel hat in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Damen am Wochenende 3:1 Punkte geholt und somit Platz 5 in der Tabelle erreicht.

Es begann am Sonnabend auswärts mit einem 5:5-Unentschieden beim Tabellenvierten TTC GW Staffel. Polina Trifonova/Dijana Holoková markierten das 1:1 im Doppel. Kristina Kazantseva unterlag bei ihrem Rückrundendebüt gegen die 46-jährige Wenling Tan-Monfardini deutlich 0:3. Die frühere Nummer 22 der Weltrangliste konnte von ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz Gebrauch machen. Trifonova, Aida Rahmo und Holoková gewannen dafür ungefährdet. In einem sehenswerten Match setzte Trifonova schließlich auch Tan-Monfardini mit einem 2:11, 12:10, 2:11, 11:9, 11:9 schachmatt, obwohl die Schulter zwickte. "Das Spiel war wirklich sehr kompliziert, und ich habe vor dieser Gegnerin Respekt. Ich musste schon mit viel Qualität agieren und den zweiten Ball schnell zurückspielen. Ich war froh, dass es am Ende klappte", sagte die Nummer eins zufrieden. Doch nach dem haushohen Vorsprung kippte die Partie schlagartig, zumal Kazantseva auch gegen Tochter Gaia Monfardini mit 1:3 verlor. "Bei Kristina passte die Körpersprache auch einfach nicht", bedauerte Teamcoach Michael Junker. Der Druck übertrug sich auf das untere Paarkreuz, wo die Gastgeberinnen auf einmal Ehrgeiz entwickelten. Holoková scheiterte mit 9:11 im fünften Abschnitt gegen Lea Grohmann, und Rahmo konnte mit einem 1:3 gegen Lisa Maylin Stickel das Unentschieden nicht verhindern. "Dijana plagte mal wieder der Rücken, trotzdem hätte sie beinahe noch gepunktet. Aida tat sich gegen Abwehr wieder einmal zu schwer", so Junker.

Im vorletzten Heimspiel dieser Saison und in dieser Klasse, denn der Verein hatte kürzlich schon seinen Rückzug in die 3. Liga verkündet, ließ das TTK-Quartett die Zügel gegen den LTTV Leutzscher Füchse 1990 nicht zu früh schleifen und verbuchte ein 6:2. Vor rund 70 Zuschauern bauten Trifonova/Holoková ihre Doppelbilanz auf 6:0 aus, und Kazantseva wusste sich zu steigern. Doch weder beim 2:3 im Doppel mit Rahmo, noch im russischen Duell gegen die quirlige Marina Shavyrina, wollte beim 10:12, 11:9, 9:11, 12:10, 9:11 ein Sieg gelingen. "Kristina präsentierte sich aber ganz anders, zeigte riesen Ballwechsel und kämpfte. Anfangs lag ein 2:0 in der Luft, das war schön", berichtete der Teambetreuer. Die große Überlegenheit von Trifonova gegen die Deutsche Doppelmeisterin von 2018 Huong Do Thi bescherte den Gastgeberinnen den Ausgleich. Holoková und Rahmo benötigten einen Satz, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Die Nummer drei zog schließlich gegen Huong Tho Do Thi, nach einem 5:8 im vierten Satz, zum 11:9 den Kopf aus der Schlinge. Nach einigen Höhen und Tiefen behauptete sich auch die Ägypterin mit 3:2 gegen Anna-Marie Helbig zum 4:2. Diesmal bedeutete der Zwischenstand ein gutes Omen, denn Trifonova bewahrte nach einem 10:8 im fünften Satz gegen Shavyrina die Ruhe und gewann in der Verlängerung mit 12:10. Bei Kazantseva platzte dann der Knoten, beim Siegpunkt gegen Do Thi genau im richtigen Moment. "Das war erfreulich, aber Polina gebührt Anerkennung. Sie wurde ihrer Stellung als Führungsspielerin zu hundert Prozent gerecht. Und mit den 3:1 Zählern aus diesem Doppelspieltag können wir gut leben. Wir kletterten sogar auf den fünften Tabellenrang", resümierte Junker.

Saisonauftakt der U14 Leichtathleten der TSG in Hannover

Nach den Erfolgen der U12 Athleten Ende Februar nutzten auch die älteren Leichtathleten der Turnerschaft Großburgwedel (TSG) die Möglichkeit, ihr Können beim Hallensportfest in Hannover Anfang März unter Beweis zu stellen. Die U14 Sportler der Leistungsgruppe von Trainer Daniel Pfuhl bestätigten hierbei ihre guten Trainingsleistungen.

Den Auftakt machte Jan Krohn (M13) beim 60 Meter-Hürdenlauf. Mit einer Zeit von 10,88 Sekunden blieb Jan unter seiner Bestleistung vom Sommer, erreichte aber dennoch einen zufriedenstellenden 8. Platz bei einem starken Teilnehmerfeld von den besten Leichtathleten aus Niedersachsen und den Gästen aus Magdeburg.

Im 60 Meter-Lauf erreichte Jan Krohn den 10. Platz von 39 Teilnehmern mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 8,75 Sekunden. Im anschließenden Hochsprungwettbewerb konnte er seine Bestleistung gleich um 14 Zentimeter steigern und erreichte damit Platz 5 bei einer Höhe von 1,43 Meter. Am Ende des langen Wettkampftages konnte Jan Krohn auch im 800m Lauf seine Bestleistung deutlich steigern. Mit 2:33 Minuten erreichte er das Podium und belegte einen sehr guten 3. Platz.

An ihrem ersten Hürdenwettbewerb nahmen zum Jahresauftakt Nick Van de Loo (M12) und Nina Schellenberger (W12) teil. Nachdem beide Athleten in den jüngsten Trainingseinheiten einen besonderen Fokus auf den Hürdenlauf legten, konnten sie in Hannover die jeweils sechs Hürden ohne Probleme überqueren und ließen den Großteil der Konkurrenten hinter sich. Beim 60 Meter-Lauf verpasste Nick Van de Loo den Endlauf mit einer Zeit von 9,54 Sekunden nur knapp und ließ 17 Kontrahenten hinter sich.

Nina Schellenberger konnte mit einer Zeit von 9,70 Sekunden ganze 22 Teilnehmerinnen hinter sich lassen. Auch die TSG-Sportlerin schloss den Wettkampf mit einem 800 Meter-Lauf ab. Nach großer Aufregung vor dem Wettkampf erreichte sie dabei in ihrem Zeitlauf einen zufriedenstellenden 4. Platz mit einer Zeit von 3:09 Minuten.

Perfekter Spieltag für den HHB

Besser hätte der 24. Spieltag in der 3. Liga Nord für die Handballer des Handball Hannover-Burgwedel (HHB) nicht laufen können. Der HHB gewann 28:26 bei den SC Magdeburg Youngsters, die Konkurrenz aus Bernburg, Braunschweig und Neustadt/Grömitz patzte. Der HHB konnte sich somit etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen.

Die Partie in der gut gefüllten Hermann-Gieseler-Halle in Magdeburg begann für die Gäste sehr gut. Der HHB spielte konzentriert und von Beginn an war der Mannschaft anzumerken, dass man nach zwei Niederlagen in die Erfolgsspur zurückkehren wollte. Der HHB trat als Einheit auf und die Stimmung innerhalb der Truppe war hervorragend. Über 4:2 und 6:3 setzten sich die Gäste bis zur 18. Spielminute auf 11:6 ab. Artjom Antonevitch und Marius Kastening waren in der Anfangsphase sichere Vollstrecker beim HHB. Die HHB-Abwehr stand hervorragend und Torhüter Mustafa Wendland war gut aufgelegt. HHB-Keeper Patrick Anders kam für einen Siebenmeter zwischen die Pfosten und konnte den Wurf von Max Neuhaus parieren. Nach einer Auszeit des SCM kamen die Gastgeber besser in die Partie. Der recht deutliche Vorsprung konnte verkürzt werden und nach 25 Minuten waren die Gastgeber beim 10:12 wieder dran. Mit einer Zweitoreführung (14:16) der Gäste ging es dann auch in die Kabinen. Burgwedels Steffen Dunekacke steuerte auf Linksaußen einige Treffer zur HHB-Führung hinzu, Spielmacher Florian Freitag setzte seine Nebenleute gut in Szene und auch Nenad Bilbija und Stefanos Michailidis taten viel für die Mannschaft.

Die Gästeführung hatte auch nach dem Wechsel zunächst Bestand. In der 36. Minute war der HHB mit 19:16 vorn. Dann kam jedoch Sand ins Getriebe des HHB, die Zügel wurden ein wenig schleifen gelassen und den Gästen gelang über fünf Minuten kein Tor. In dieser Phase ließen die Gäste ein wenig Konzentration und Cleverness vermissen. Der SCM war sofort zur Stelle, erzielte vier schnelle Treffer am Stück und ging in der 41. Spielminute mit 20:19 erstmalig in Führung. Das hatte Signalwirkung für den HHB und fortan waren Marius Kastening & Co. wieder bei der Sache. Die Gäste agierten nun wieder geschlossener und hatten in Nenad Bilbija einen sicheren Torschützen. Mit seinem fünften Treffer brachte er den HHB zehn Minuten vor dem Ende mit 25:21 nach vorn. Alles deutete auf einen Burgwedeler Auswärtssieg hin, doch so leicht gaben sich die Youngsters nicht geschlagen. Der SCM erzielte drei Tore am Stück und war beim 24:25 wieder dran. Jetzt war auch die Halle da und knapp 400 Zuschauer peitschten ihr Team nach vorn. Der HHB blieb jedoch cool und konnte durch Steffen Dunekacke mit 26:24 in Führung gehen. Justus Kluge und Justin Kurch trafen jetzt für die Gastgeber und fünf Minuten vor dem Abpfiff leuchtete ein 26:26 auf der Anzeigetafel. Die Partie stand jetzt auf der Kippe und Nenad Bilbija brachte die Burgwedeler in Überzahl erneut in Führung. Knapp vier Minuten waren nur noch zu spielen und die Spannung war kaum noch zu überbieten. Beiden Teams war die Nervosität jetzt anzumerken und man tat sich mit dem Torewerfen sehr schwer. Die 27:26-Gästeführung hatte bis in die letzte Spielminute bestand, der SCM war in Ballbesitz und wollte mit aller Macht den Ausgleich.

13 Sekunden vor dem Ende bekamen die Gastgeber einen Strafwurf zugesprochen. Patrick Anders kam erneut zwischen die Pfosten und obwohl er in Halbzeit 1 schon einmal gescheitert war, übernahm Max Neuhaus Verantwortung und trat für den SCM an. Der Rest ist schnell erzählt. Anders parierte erneut und avancierte zum Matchwinner, der HHB nahm eine letzte Auszeit, der SCM stellte eine Wurffalle und Steffen Dunekacke machte mit dem Schlusspfiff den Deckel drauf. 28:26-Auswärtssieg für die Burgwedeler.

HHB-Teammanager Friedrich Kastening lobte die mannschaftliche Geschlossenheit und die Leidenschaft seiner Mannschaft: "Wir sind heute mal wieder als Team aufgetreten und haben uns füreinander zerrissen. In Sachen Einstellung und Leidenschaft war das top, die Konzentration hat gestimmt und über die gute Abwehr haben wir das Spiel gewonnen. Ich möchte keinen Spieler hervorheben, alle haben einen tollen Job gemacht. Wenn wir uns auf unsere Tugenden besinnen, können wir jede Mannschaft der Liga schlagen."

HHB: Patrick Anders, Mustafa Wendland – Florian Freitag (2), Stefanos Michailidis (3), Julius Mücke, Marius Kastening (4/2), Lennart Koch, Nenad Bilbija (6), Philip Reinsch, Artjom Antonevitch (6) und Steffen Dunekacke (7).

Wichtiger Doppelspieltag um Platz 5 in der Tabelle

Der TTK Großburgwedel sortiert sich in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Damen gerade neu. Die Bekanntgabe, in der kommenden Saison in der 3. Liga zu starten, wirft auch die Frage nach den Hintergründen auf. "Wir haben einige kleine Unternehmen aus unserer Stadt, die sich mit uns identifizieren, uns unterstützen. Doch ohne die großen Firmen ist der Kraftakt der 2. Bundesliga langfristig nicht zu stemmen", sagt Vorsitzender Michael Junker.

Aus dieser Situation heraus werde es auch Veränderungen im Team geben. "Der Kern steht, aber wir halten noch nach ein, zwei Spielerinnen Ausschau, die vorzugsweise aus Niedersachsen kommen sollten", ergänzt Junker.

Doch auch wenn sich viele Gedanken schon mit der Saison 2019/2020 beschäftigen, die aktuelle Spielzeit soll ordentlich zu Ende gebracht werden. Und da steht der Mannschaft, mit dem Auswärtsspiel beim TTC G.-W. Staffel 1953 am Sonnabend, 16. März 2019, um 14 Uhr und dann an eigenen Tischen im Heimspiel am Sonntag 17. März, um 14 Uhr gegen die LTTV Leutzscher Füchse 1990 aus Leipzig ein harter Doppelspieltag bevor.

Der Saisonauftakt im Hinspiel war gegen den Aufsteiger aus Hessen mit einem 6:3 gut gelungen und es gab ein Wiedersehen mit der Ex-TTK-Spielerin Amélie Rocheteau. Dijana Holkoková fehlte seinerzeit bei den Burgwedelerinnen verletzungsbedingt. Die gebürtige Serbin wird diesmal an Position drei antreten können, da auch die Russin Kristina Kazantseva das erste Mal in der Rückrunde dabei sein wird. "Also sollten unsere Chancen nicht schlecht stehen. Wir hoffen nur, dass wir gegen Leipzig noch ein paar Körner im Tank haben, denn die Vergleiche waren immer eng und umkämpft", berichtet der Teamcoach. Zudem zeichneten sich die Messestädterinnen schon mit Überraschungen aus. Der Tabellenachte präsentiert sich mannschaftlich sehr ausgeglichen und verfügt mit Huong Do Thi/Anna-Marie Helbig über ein in der Rückserie noch ungeschlagenes Doppel. Aber da verstehen die Gastgeberinnen mit Polina Trifonová/Holoková bei einer 5:0-Bilanz zu kontern. "Bei 3:1 oder sogar 4:0-Punkten aus den beiden Partien könnten wir uns auf den fünften Tabellenplatz verbessern", nennt Junker das Ziel. "So hoffen wir auf viele Zuschauer die uns am Sonntag (14 Uhr) in der Grundschule Großburgwedel kräftig anfeuern."

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