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Wieder nur ein Punkt für Handball Hannover-Burgwedel

Kann der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) nicht mehr gewinnen? Das Spiel in der 3. Liga gegen den HC Empor Rostock endete 24:24 (13:11). Eine zwischenzeitliche Viertoreführung konnte nicht über die Zeit gebracht werden. Gerade in den letzten zehn Minuten war die Verunsicherung beim HHB offensichtlich.

Die Burgwedeler gingen konzentriert in die Partie und den Spielern von Trainer Jürgen Bätjer war anzumerken, dass man endlich den ersten Heimsieg einfahren wollte. Die ersten 20 Minuten der Begegnung gegen den Tabellenelften von der Ostsee verlief ausgeglichen. 3:3, 5:5 und 7:7 waren die Zwischenstände. Christian Hoff brachte seine Mannschaft in der 17. Spielminute mit 8:7 in Führung. Überhaupt war es Hoff, der als einziger HHB-Spieler wirklich überzeugen konnte. In der Abwehr spielte er gewohnt stark, vorne steuerte er fünf Treffer bei. Die Partie verlief weiterhin auf Augenhöhe. Die Gäste spielten unorthodox und fanden gegen den HHB auch bei drohendem Zeitspiel immer wieder Lösungen. Hinten stand der HHB nicht gut genug. Die beiden Torhüter Colin Räbiger (bis zur 13. Minute) und Pascal Kinzel (ab 14.) bekamen kaum einen Ball zu fassen. Nach 20 Minuten hatten die Gastgeber die Partie dann trotzdem unter Kontrolle. In dieser Phase wurden weniger Fehler gemacht. Nach dem 11:9 durch Steffen Dunekacke war erneut Christian Hoff zur Stelle, der mit einem Doppelpack für die 13:10-Führung sorgte. Die Seiten wurden beim 13:11 für den HHB gewechselt.

Nach der Pause konnte Rostock zwar schnell zwei Tore erzielen, dann übernahmen aber wieder die Gastgeber die Rolle des Spielgestalters. Nach 37 Minuten lag der HHB mit 17:13 vorn und auch in der Folgezeit konnte dieser Vorsprung gehalten werden. Kay Behnke sorgte 13 Minuten vor dem Ende für die 21:17-Führung von Burgwedel. Der HHB Hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt unter Kontrolle. Auch fünf Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung der Gastgeber noch 24:21. Doch wer dachte, dass der HHB den Vorsprung über die Zeit bringen wird, sah sich getäuscht. Die Gäste kamen Tor um Tor heran und Burgwedel bekam Nervenflattern. Es wurde hektisch und nachdem HHB-Spielmacher Florian Freitag für zwei Minuten auf die Bank musste, leistete sich der HHB auch noch einen Wechselfehler. In doppelter Unterzahl kassierte Burgwedel den Anschlusstreffer. Es lief nicht mehr viel zusammen. 19 Sekunden vor dem Ende schaffte Rostock den Ausgleich zum 24:24. Trainer Jürgen Bätjer nahm eine Auszeit und versuchte Ruhe und Ordnung in das Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Doch seine Worte kamen nicht an, es blieb bei einem Versuch. Auch den letzten Angriff vergaben die HHB-Spieler kläglich und mussten sich unterm Strich erneut mit nur einem Punkt begnügen. In den letzten fünf Spielminuten schaffte Burgwedel keinen Treffer mehr, bei der doppelten Unterzahl hatte sogar eine Niederlage gedroht.

Trotzdem ist ein Punkt aus einem solchen Spiel natürlich zu wenig. Die Enttäuschung über das erneute Scheitern war den Spielern und dem Trainerteam ins Gesicht geschrieben. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zahlreiche Abschlüsse passierten ohne wirkliche Vorbereitung, das HHB-Spiel war über weite Strecken deutlich zu hektisch, zu viele technische Fehler prägten das Spiel der Gastgeber, die Chancenauswertung war gerade über die Außenpositionen nicht gut genug, vier direkte Würfe der HHB-Torhüter auf das leere Empor-Tor gingen nicht ins Ziel und zahlreiche Burgwedeler Spieler agierten unterdurchschnittlich. Die Mannschaft muss sich gegen einen keineswegs guten HC Empor den Vorwurf gefallen lassen, nicht alles gegeben zu haben. So wird immer mehr ersichtlich: Wenn sich auf der Ramhorst nicht schleunigst etwas tut, wird der HHB große Schwierigkeiten haben, den Tabellenkeller zu verlassen.

HHB: Colin Räbiger (1. – 13. Minute, 1 Tor), Pascal Kinzel (14. – 60.) – Florian Freitag (2), Stefanos Michailidis (1), Christian Hoff (5), Steffen Fischer, Timo Paternoga, Thomas Bergmann (1/1), Marcel Otto, Kay Behnke (3), Artjom Antonevitch (3/2), Steffen Dunekacke (8) und Justin Magnus Behr.

Burgwedel empfängt Empor Rostock

Mit den HC Empor Rostock begrüßt der Handball Hannover-Burgwedel e.V. am morgigen Sonnabend, 18. November 2017, einen der Traditionsvereine des deutschen Handballsports. Als SC Empor bzw. BSG Empor Rostock war der Verein mit insgesamt zehn Meistertiteln und sieben Pokalsiegen der erfolgreichste Handballverein der DDR. Der SC Empor war außerdem je einmal Vereins-Europameister und Europapokalsieger der Pokalsieger. Rostock war der einzige Verein, der in allen Spielzeiten in der DDR-Oberliga spielte. In der ewigen Tabelle der DDR-Oberliga belegt Empor hinter dem SC Magdeburg den zweiten Platz. Mit 17 nationalen Titeln gehört Empor Rostock hinter dem THW Kiel (34 Titel) zusammen mit dem VfL Gummersbach (17 Titel) zu den erfolgreichsten deutschen Handballvereinen. Diese Erfolge liegen jedoch schon lange zurück und nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga geht der HC Empor in dieser Spielzeit in der 3. Liga Nord auf Torejagd. Ein Umbruch wurde eingeleitet und mit Till Wiechers ein neuer und junger Trainer verpflichtet, der die Mannschaft langfristig wieder in die Spitze der 3. Liga führen soll.

Bislang konnten die Gäste erst sieben Punkte gewinnen und stehen damit in der Tabelle nur zwei Punkte über dem HHB. Drei Siege zu Beginn der Saison waren ein toller Start, inzwischen ist beim HC jedoch ein wenig Sand ins Getriebe gekommen und aus den vergangenen sechs Spielen konnte nur ein mageres Pünktchen gewonnen werden. Damit ist die Rostocker Bilanz der letzten Wochen absolut identisch mit der des HHB. Beide Teams wollen morgen in die Erfolgsspur zurückkehren und endlich mal wieder etwas für ihr Punktekonto tun. Einen Favoriten gibt es nicht, allein die Tagesform wird entscheidend sein. Das Niveau in der 3. Liga Nord ist so ausgeglichen, dass wenige Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden können. Wer weniger Fehler macht, wird die Partie als Sieger beenden können.

Mit einem Sieg könnte Burgwedel (5:13) punktemäßig auf Rostock (7:11) aufschließen. Dieser wäre für den HHB immanent wichtig und könnte eine Initialzündung bewirken. Bis zum Ende des Jahres sind nur noch drei Partien zu spielen und nur zu gerne würde sich Trainer Jürgen Bätjer von seinem Team schon vor dem Fest reichhaltig mit sechs Punkten beschenken lassen. Besonders aufpassen muss seine Mannschaft gegen Rostock auf die Haupttorschützen Andre Meuser (45 Tore), Julius Porath (43), Robin Breitenfeld (36) und Michale Höwt (29), die zusammen bislang fast 70 Prozent aller Rostocker Tore erzielt haben. Doch auch sonst überrascht Empor immer wieder mit einer unorthodoxen Spielweise und nicht alltäglichen Abläufen in Abwehr und Angriff. Der HHB ist vorgewarnt und will sich vor eigenem Publikum über 60 Minuten zerreißen.

Anwurf der Partie HHB – HC Empor Rostock ist am 18. November 2017 um 19 Uhr in der Sporthalle Auf der Ramhorst in Burgwedel.

Vereinsmeisterschaften des SV Burgwedel sind auch ein schönes Familienevent

Am vergangenen Sonntag, 12. November 2017, fanden die diesjährigen Vereinsmeisterschaften des Schwimmvereins Burgwedel im Hallenbad Altwarmbüchen statt.

Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Claudia Ringkamp wurde der erste Wettkampf angepfiffen und schon sprangen die ersten Kinder ins kühle Nass. Insgesamt traten 83 Schwimmerinnen und Schwimmer im Zwei- und Vierkampf und im Wettkampf der Triathleten über 400 Meter Freistil gegeneinander an und wurden begeistert von den Zuschauern angefeuert. Auch die jüngsten Teilnehmer (Jahrgang 2011 und 2012) stellten mit gerade einmal 5 bis 6 Jahren ihr Können unter Beweis und waren mit Recht sehr stolz auf ihre Leistung. Den Abschluss bildete wie immer die beliebte Familienstaffel.

Zwischen den Wettkämpfen und danach konnte man sich am reichhaltigen Buffet stärken, zu dem zahlreiche Eltern mit Kuchenspenden und herzhaften Snacks beigetragen hatten. Die Siegerehrung wird auf der Weihnachtsfeier am 4. Dezember im Gemeindesaal der St. Petri Kirche stattfinden.

Alle Schwimmerinnen und Schwimmer sind nun sehr motiviert, noch intensiver zu trainieren, um sich im nächsten Jahr noch einmal zu steigern. Alles in allem kann das Vorstands- und Trainerteam des SV Burgwedel sehr zufrieden sein mit dem reibungslosen Ablauf dieser Familienveranstaltung.

Tischtennis Damen Bundesliga: TTK Großburgwedel gegen Uentrop nur Außenseiter

Der Tabellensechste in der 2. Tischtennis Bundesliga aus Großburgwedel muss nach einer fünfwöchigen Spielpause am kommenden Sonntag, 19. November 2017, um 14 Uhr auswärts beim Zweitplatzierten TuS Uentrop spielen.

Besonders freut sich der TTK Großburgwedel auf die gegnerische Nummer zwei Guo Pengpeng. 1998 kam die inzwischen 39-jährige Chinesin erstmalig nach Deutschland und startete damals für Burgwedel. Danach spielte Guo bei verschiedenen Erst- und Zweitligisten, nahm 2007 die deutsche Staatsbürgerschaft an und erreichte 2010 sogar das Halbfinale der Deutschen Meisterschaften in Trier. "Pengpeng spielte damals bei uns in der in der Regionalliga und verlor kein einziges Einzel. Sie war immer eine Sympathieträgerin. Und ich erinnere mich gern an ihre Sprüche: sie meinte oft, sie könne gar kein Tischtennis spielen", so Junker.

"Nach der langen Pause müssen wir erst einmal wieder in Fahrt kommen. Doch zum Glück haben wir in diesem Spiel nichts zu verlieren. Wir sind hier der krasse Außenseiter, denn die Gastgeberinnen aus Uentrop sind aus meiner Sicht sogar noch stärker einzuschätzen als der derzeitige Tabellenführer TSV Schwabhausen. Von daher können wir trotz der langen Unterbrechung frei aufspielen", sagt der Betreuer. "Auf die Ägypterin Aida Rahmo muss der TTK aber nach wie vor verzichten. So heißt es stattdessen Suzanne Dieker die Daumen zu drücken, der zuletzt im Lokalduell gegen den MTV Tostedt zwei entscheidende Siege gelungen waren."

A-Mädchen des TSV Engensen erreichen Turniersieg in Peine

Am vergangenen Sonntag, 12. November 2017, hat der Peiner Hockey Club zu einem Turnier eingeladen, um seine im Aufbau befindliche Jugendabteilung auf die kommende Saison vorzubereiten. Hierzu wurden Gäste aus Bad Harzburg, Helmstedt, Hannover, Soltau und Engensen eingeladen damit alle Peiner Mannschaften an Gegnern in Ihrer Altersgruppe ihr Können erproben konnten. Die A-Mädchen (U14) des TSV Engensen durften neben den Peiner HC auch gegen den HCH aus Hannover antreten.

In ihrer ersten Begegnung gegen die Gastgeber wurde dann allerdings recht schnell deutlich, dass die A-Mädchen des TSV Engensen über wesentlich mehr praktische Erfahrung verfügten. So erlangten Sie schnell die Oberhand über das Spielgeschehen und siegten am Ende souverän über eine sich tapfer wehrende Peiner Mannschaft.

Die zweite Begegnung des Tages hatte dann trotz des freundschaftlichen Charakters eines Turnieres doch ein wenig Zündstoff. Beide Teams waren in der vergangenen Feldsaison mehrfach aufeinander getroffen, wobei das Team aus Engensen immer siegreich blieb. In der kommenden Hallensaison waren nun wieder beide Teams in einer Gruppe gelandet und dies war dann den Trainern und Spielern auch voll bewusst.

Da das Spielgeschehen in der Hallensaison sich vom Feldbetrieb doch in einigen Punkten unterscheidet, stellten sich beide Mannschaften auf ein hartes Match ein. Doch die Trainerin der Mädchen, Perl Wistuba, hatte die Mannschaft gut eingestellt und so gingen sie bereits nach wenigen Minuten in Führung. Diese wurde noch in der ersten Halbzeit auf ein 2:0 ausgebaut und konnte dann auch sicher durch die zweite Hälfte gebracht werden. Am Ende bedeuteten die beiden Siege des Tages auch den Turniersieg für die A-Mädchen des TSV Engensen. "Wir bedanken uns beim Peiner Hockey Club und wünschen ihren Mannschaften einen erfolgreichen Start in die Hallensaison", erklärt das Team.

Wer nun Lust bekommen hat einmal beim Hockey reinzuschnuppern findet alle Infos auf der Homepage des TSV-Engensen www.TSV-Engensen.de oder wendet sich an unseren Spartenleiter Andreas Wistuba unter info@hautschliff.de.

HHB verliert in Springe

Der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) konnte auch beim Auswärtsspiel in Springe nicht unter die Punktesammler gehen. Nach 60 intensiven Spielminuten leuchtete ein 30:27-Heimsieg der Handballfreunde auf der Anzeigetafel der Sporthalle an der Harmsmühlenstraße. Die Burgwedler warten seit nunmehr sechs Spieltagen auf einen Sieg.

Gut 450 Zuschauer wollten sich das Derby in der 3. Liga nicht entgehen lassen und von Beginn an entwickelte sich ein interessanter, wenn auch nicht hochklassiger, Schlagabtausch. Über ein 5:5 nach 12 Minuten stand es auch in der 20. Spielminute noch 8:8-Unentschieden. Justin Magnus Behr bekam dann nach einem Foul an Nils Eichenberger die rote Karte gezeigt. Aus Sicht der Burgwedeler eine zu harte Strafe der beiden Unparteiischen. Eine Zeitstrafe hätte ihrer Ansicht nach vollkommen ausgereicht. In der Folge bekamen die Gäste dann etwas Oberwasser und setzten sich auf 11:9 und 12:10 ab. Der zwölfte Gästetreffer durch Steffen Dunekacke gut drei Minuten vor der Halbzeit sollte aber das letzte HHB-Tor vor dem Wechsel gewesen sein. Die finale Phase vor der Halbzeit gehörte wieder den Gastgebern. Springe erzielte drei Tore am Stück und verschwand mit einer 13:12-Pausenführung in der Kabine.

Der HHB kam danach hochmotiviert zurück und war sofort zur Stelle. Zwei Tore von Christian Hoff und je eines von Steffen Dunekacke und Kay Behnke sorgten für die erneute Gästeführung. Der HHB lag nach 35 Minuten mit 16:14 vorn und auch in der Folgezeit kontrollierte Burgwedel die Partie. 18:15 (40.) und 20:18 (45.) waren die weiteren Zwischenstände. Plötzlich und wie aus dem Nichts wendete sich jedoch das Blatt. Die Burgwedeler machten jetzt leichte Fehler und hatten auch Pech mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. Die Handballfreunde waren sofort zur Stelle und wieder zurück im Spiel. Binnen kurzer Zeit wurde der 21:21-Ausgleich hergestellt und nach 50 Minuten waren die Springer gar mit 25:22 vorn. Die HHB versuchte jetzt alles, um noch einmal näher heranzukommen, die Gastgeber spielten jetzt aber ihre ganze Routine aus. Vier Minuten vor dem Ende führten die Handballfreunde mit 27:24 und dieser Vorsprung wurde auch über die Zeit gebracht. Nach 60 Minuten feierte Springe einen verdienten 30:27-Derbysieg.

HHB-Trainer Jürgen Bätjer analysierte das Spiel wie folgt: „Wir machen heute wieder ganz viel richtig und haben bis zur 45 Minute die besseren Lösungen parat. Das Spiel war lange Zeit offen oder sogar unter unserer Kontrolle. Dann passieren uns leider wieder einfache Fehler, wir prellen uns den Ball auf die Füße, produzieren Fangfehler und stehen auch im Abwehrzentrum nicht dicht und aggressiv genug. Tim Otto und Maximilian Schüttemeyer haben wir das Torewerfen in dieser Phase zu einfach gemacht. Und das ist aktuell genau unser Problem. Jeder meiner Spieler ist für sich nicht konsequent im Kopf. Auch der Umstand, dass uns mit Maurice Herbold einer der wichtigsten Spieler fehlt, führt bei vielen zu einer Alibireaktion. Jetzt sind wir Tabellenletzter und ab sofort gibt es keine Ausreden mehr. Von hätte, vielleicht oder wir waren ganz nah dran, können wir uns nichts kaufen. Wir müssen die nächsten drei Spiele gegen Rostock, Burgdorf und Potsdam gewinnen. Das ist auch ohne Maurice Herbold möglich, wenn wir noch wesentlich fokussierter sind und mit mehr Leidenschaft und Emotionalität in jeden Zweikampf gehen."

HHB: Pascal Kinzel, Colin Räbiger – Florian Freitag (5), Stefanos Michailidis (4), Christian Hoff (3), Steffen Fischer (2), Timo Paternoga, Thomas Bergmann, Marcel Otto, Kay Behnke (4), Artjom Antonevitch (4/1), Steffen Dunekacke (5) und Justin Magnus Behr.

Hockey-Mädchen des TSV Engensen holen 2. Platz beim 2. Friesencup in Husum

Der TSV Husum hatte am vergangenen Wochenende, 4. und 5. November 2017, zum 2. Friesencup geladen um ihre im Aufbau befindliche Hockeyabteilung auf die Hallensaison vorzubereiten. Die A-Mädchen des TSV Engensen stießen hier auf Mannschaften aus Husum, Hamburg und Wyk auf Föhr.

Im ihrem ersten Spiel trafen sie auf die Gastgeber aus Husum und obwohl die TSV-Stürmerinnen in der ersten Halbzeit die Husumer Pfosten scheinbar interessanter fanden als das Tor, konnten sie das Spiel am Ende mit 2:0 für sich entscheiden.

Nun hatten die Mädchen erst einmal Pause und während die mitgereisten Eltern die Stadt erkundeten, hat die Mannschaft die Gelegenheit genutzt, den anwesenden Jugend- und Knaben-Mannschaften aus Schleswig Holstein, Hamburg und Dänemark bei ihrem Lieblingsspiel zu beobachten.

Im zweiten Spiel am Nachmittag hieß die Begegnung TSV Engensen gegen WTB (Föhr). In diesem Spiel konnten sich die Burgwedelerinnen dann ihre Spielerfahrung ausspielen und schlugen die engagierte Mannschaft von Föhr mit 6:0.

Beim Abendprogramm hatten die Mannschaften dann die Möglichkeit, sich näher kennen zu lernen. Hier zeigte sich mal wieder, dass der Hockeysport außerhalb des Wettbewerbes eine tolle Atmosphäre schafft und sich die jungen Leute aufgrund eines gemeinsamen Interesses schnell kennen lernen und anfreunden.

Die erste Begegnung der A-Mädchen am zweiten Tag fand gegen die Mannschaft des THC Altona Bahrenfeld statt. In diesem Spiel hatten die Engensenerinnen den besseren Start und lagen bereits nach 50 Sekunden 1:0 in Führung. Diese Führung konnten sie kurz vor Ende der spannenden ersten Halbzeit ausbauen, so dass es zur Halbzeit 2:0 stand. Nachdem sie am Anfang der zweiten Halbzeit erst ihre Führung weiter ausbauten, konnte die gegnerische Mannschaft mit einer starken Sturmphase noch auf 3:2 verkürzen, bevor die TSV-Mädchen nach einem schnellen Konter das Endergebnis von 4:2 erreichen konnten.

Nun kam es im letzten Punktspiel zu der Besonderheit, dass beide antretenden Mannschaften punkt- und auch annähernd Torgleich im Wettbewerb führten. Ein Sieg bedeutete also den sicheren Turniersieg.

Auch hier spielten die Engensener A-Mädchen wieder mutig nach vorn, doch leider konnte der Torwart des ETV Eimsbüttel jede Kugel halten und so ging dieses spannende Spiel mit zwei gleichstarken Mannschaften nach einigen Gegentoren verloren.

Am Ende erreichten die Mädchen aus Engensen den zweiten Platz, über den sie sich bei der Siegerehrung freuen konnten. "Unser Dank geht nach Husum an den TSV Husum für ein schönes Wochenende und ein tolles Turnier", so die Spielerinnen.

10. Platz für Lena Ringkamp bei den Landeskurzbahnmeisterschaften in Osnabrück

Nachdem Lena Ringkamp bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften über 50 und 100 Meter Schmetterling bereits sehr erfolgreich war, standen am 4. und 5. November 2017 für die talentierte Schwimmerin des SV Burgwedel die Landeskurzbahnmeisterschaften in Osnabrück an. Auch hier konnte Lena mit einer neuen persönlichen Bestzeit über 50 Meter Schmetterling überzeugen. In 00:33,50 war sie am Ziel und erreichte damit einen hervorragenden 10. Platz in einem sehr starken Teilnehmerfeld.

Handball Hannover-Burgwedel unterliegt auch Schwerin denkbar knapp

Unter dem Motto "Und täglich grüßt das Murmeltier" fand das Spiel des Handball Hannover-Burgwedel (HHB) in der 3. Liga gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin statt. Nach einer guten ersten Halbzeit und einer spannenden Schlussphase musste sich der HHB erneut mit nur einem Tor geschlagen geben. Die Gäste gewannen mit 26:25. Tragischer Held auf Seiten der Gastgeber war Thomas Bergmann (Foto). Er konnte den letzten Strafwurf nicht im Schweriner Gehäuse unterbringen.

Der HHB begann gegen den Tabellenvierten motiviert und hochkonzentriert. Von der ersten Minute an war HHB-Keeper Pascal Kinzel zur Stelle. Er zeigte über 60 Minuten eine starke Leistung und parierte zahlreiche schwere Würfe. Auch zwei Schweriner Strafwürfe konnte Kinzel vereiteln. Die Gäste hatten Startschwierigkeiten und die Hausherren legten schnell vor. Nach zehn Minuten war der HHB mit 6:3 vorn. Dunekacke, Hoff, Behnke (2), Freitag und Antonevitch hatten für ihre Farben getroffen. Dann waren auch die Stiere im Spiel und konnten verkürzen (6:5). Florian Freitag sorgte mit einem Doppelpack aber für die erneute Dreitoreführung (8:5). Es entwickelte sich ein schnelles und interessantes Drittligaspiel, auch nach 19 Minuten war Burgwedel beim 10:7 vorn. Schwerin hatte jetzt Probleme und blieb immer wieder an der gut positionierten Abwehr der Gastgeber hängen oder scheiterte an Torwart Pascal Kinzel. Burgwedels Spielmacher Florian Freitag wurde eng gedeckt, der HHB fand aber gute Lösungen und war erfolgreich. Nur weil Artjom Antonevitch und Stefanos Michailidis jeweils doppelt aus sehr guter Position nicht trafen, blieb die Partie offen. Für Antonevitch kam Thomas Bergmann auf die Platte und fortan war der HHB erfolgreicher. Bis zur Halbzeit setzten sich die Burgwedeler auf 16:11 ab. Die Gast wurde beherrscht, bei einer besseren Chancenauswertung hätte die Halbzeitführung auch noch deutlicher ausfallen können.

Dann startete die zweite Hälfte und beide Teams präsentierten sich wie ausgewechselt. Binnen kürzester Zeit warfen die Gäste vier Tore am Stück und waren beim 15:16 wieder dran. Der HHB hatte jetzt Ladehemmungen und verkrampfte zusehends. Die Verunsicherung war sofort wieder da und der Spielfluss, der das HHB-Spiel in den ersten 30 Minuten noch ausgezeichnet hatte, war dahin. Trainer Bätjer brachte jetzt einen siebten Feldspieler und hatte Erfolg. Die Gastgeber trafen in der 37. Spielminute zum 18:15. Die Gäste witterten jetzt jedoch ihre Chance und legten auch in Sachen Härte noch einen Zahn zu. Nach 47 Minuten traf Christian Zufelde für die Stiere zum 20:20-Ausgleich. Von nun an sollte sich kein Team mehr als mit einem Tor absetzen. Florian Freitag wurde weiterhin in Manndeckung genommen und Christian Hoff und Justin Magnus Behr mussten Verantwortung übernehmen. Sie versuchten es immer wieder mit 1:1-Aktionen, gegen die stabile Abwehr der Stiere war aber kein Kraut gewachsen. Es konnten kaum Zweikämpfe gewonnen und jedes Tor musste sich hart erarbeitet werden. Auch die Schiedsrichter hatten jetzt Probleme. Nach einer bis zur 45. Minute tadellosen Leistung, lagen sie am Ende oft daneben, ohne allerdings eine Mannschaft zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Dem 22:22 folgte das 23:23, das 24:24 und auch das 25:25. 15 Sekunden vor dem Ende gingen die Gäste mit 26:25 in Führung. Zuvor hatte Florian Freitag eine Zeitstrafe erhalten. Obwohl das Tor durch den Schweriner Magnus Aust deutlich abgestanden war, erkannten es die Schiedsrichter an. "Eine Fehlentscheidung", urteilten die Burgwedeler. Jürgen Bätjer nahm für den HHB eine Auszeit und gab die letzten taktischen Anweisungen. Zumindest ein Punkt sollte für den HHB noch drin sein. Artjom Antonevitch bekam den Ball und fasste sich auf Halbrechts ein Herz. Er stieg hoch und nach einem Schlag ins Gesicht bekamen Mark Mathias Pedersen eine Zeitstrafe und Burgwedel einen letzten Strafwurf. Die Spielzeit war dann abgelaufen. Thomas Bergmann, der zuvor drei von vier Siebenmeter verwandelt hatte, trat an und scheiterte an Stiere-Schlussmann Jan Kominek. Der Rest war Jubel für Schwerin und blankes Entsetzen bei Burgwedel. Wie schon so oft in den vergangenen Wochen stand der HHB auch gestern verdammt knapp mit leeren Händen da.

Jürgen Bätjer: "Das darf alles nicht wahr sein und ist für uns erneut sehr bitter. Wir zeigen gegen eines der Spitzenteams eine tolle erste Halbzeit und werden am Ende wieder nicht belohnt. Ich fiebere der Rückkehr von Maurice Herbold entgegen, seine Tore fehlen uns aktuell einfach. Wieder sind wir nicht so weit weg und wieder schaffen wir es nicht. Heute hatte ein anderer die letzte Chance auf der Pfanne und auch er macht den Sack nicht zu. Natürlich spielt da der Kopf eine ganz entscheidende Rolle. Wenn Du oben stehst, gewinnst Du solche Spiele, wenn Du unten stehst, eben nicht. So einfach ist das und auch heute gab es einige Situationen, wo wir nicht klar sind und aus dem Tunnel nicht rauskommen. Wir gewinnen zu wenig Zweikämpfe, sehen den freien Spieler am Kreis nicht und hätten – das muss ich auf meine Kappe nehmen – vielleicht auch länger mit dem siebten Feldspieler agieren müssen. Hinterher ist man aber immer schlauer. Positiv stimmt mich, dass wir trotz unserer Verletztenmisere mithalten können. Das gibt natürlich Hoffnung aus Besserung. Am Ende des Tages zählen aber nur Punkte und die haben wir heute wieder nicht geholt."

HHB: Pascal Kinzel, Colin Räbiger – Florian Freitag (7), Stefanos Michailidis (1), Christian Hoff (2) Steffen Fischer (2), Thomas Bergmann (6/3), Marcel Otto, Kay Behnke (2), Artjom Antonevitch (2), Steffen Dunekacke (3) und Justin Magnus Behr.

HHB will gegen Schwerin den Bock umstoßen

Fünf magere Punkte hat der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) bislang in neun Drittligaspielen sammeln können. Nur der Sieg in Hamburg-Barmbek und drei Unentschieden gegen Flensborg, Braunschweig und Oranienburg sorgten für Punktgewinne. Die Spiele gegen Hamburg und Altenholz wurden deutlich verloren, die gegen Flensburg/Handewitt, Fredenbeck und Hannover jeweils mit einem Tor. Das ist mehr als bitter, denn es waren immer nur Kleinigkeiten, die in den engen Partien den Ausschlag gegeben haben.

"Wir sind nicht so weit weg von den anderen Teams der Liga, bislang hat uns auch ein wenig das Glück des Tüchtigen gefehlt", so Trainer Jürgen Bätjer: "Es wird einfach mal Zeit, dass wir ein knappes Spiel auch zu unseren Gunsten entscheiden und meine Spieler für ihren Einsatz belohnt werden."

Am kommenden Sonnabend, 4. November 2017, ab 19 Uhr hat der HHB nun die Mecklenburger Stiere aus Schwerin zu Gast und die Burgwedeler wollen ihrem Publikum und sich selbst nur zu gerne den ersten Heimsieg schenken. Trainer Bätjer ist sich sicher, dass es besser laufen wird, wenn der Knoten erst einmal geplatzt ist. Doch so einfach wird dieser Plan gegen Schwerin nicht in die Tat umzusetzen sein. Die Mecklenburger Stiere sind sehr gut in die Saison gestartet und rangieren aktuell mit 13:5 Punkten auf Tabellenplatz 4.

Sechs Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen stehen für die Mannschaft von Trainer Dirk Schimmler bisher zu Buche und lediglich bei der hohen 20:37-Heimniederlage gegen den HSV Hamburg lief überhaupt nichts zusammen. Sehen lassen können sich dagegen die beiden Auswärtssiege in Fredenbeck und Braunschweig sowie das Unentschieden in Oranienburg. Schwerin ist eine internationale Truppe, in der Handballer aus sieben Nationen aus Torejagd gehen. Ein Tscheche, ein Kroate, ein Däne, zwei Griechen, ein Australier, ein Este und acht Deutsche stehen bei den Stieren unter Vertrag und bislang hat diese Mischung gepasst. Erfolgreichste Torjäger bei Schwerin sind Bevan Calvert (40 Tore), Marko Curcic (35) und Mathias Mark Pedersen (46).

Der HHB wird einen Sahnetag erwischen und vor allem in den kritischen Situationen kühlen Kopf bewahren müssen. Nichts ist unmöglich, lautet das Motto des HHB und Trainer Bätjer hofft nach einer durchwachsenen Trainingswoche wieder auf mehr Konstanz im Spiel seiner Mannschaft. Dabei ist die Spielerdecke beim HHB nach wie vor sehr dünn. Maurice Herbold wird nach seinem Bandscheibenvorfall noch etwas Zeit benötigen und auch Justin Magnus Behr und Marcel Otto konnten unter der Woche nur eingeschränkt trainieren. Sie werden am Wochenende nicht spielen können. Gleiches gilt für Timo Paternoga. Er zog sich beim Training einen Bänderriss zu und wird einige Spiele pausieren müssen.

"In unserer momentanen Situation gibt es keine Ausreden. Wir werden als geschlossene Mannschaft auftreten und uns zerreißen. Dabei hoffen wir natürlich auch auf die Unterstützung der heimischen Fans. Wenn ich mir allerdings unsere dünne Spielerdecke anschaue, sind die vielen Verletzten schon gewichtige Gründe, warum Gewinnen kein Selbstläufer wird", so Trainer Jürgen Bätjer. Anwurf der Partie zwischen den Burgwedeler Handballdinos und den Schweriner Stieren ist am Sonnabend um 19 Uhr in der Sporthalle auf der Ramhorst in Großburgwedel.

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