Kategorienarchiv: Aktuelles

Sommerfreizeit mit Ponyreiten und Pizza backen

Eine Freizeit wie aus dem Bilderbuch bietet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in diesem Sommer an. Vom 15. bis 28. Juli 2019 geht es in den niederländischen Ort Heino. Ob Ponyreiten, die Fahrt mit dem Cabriobus oder ein Lagerfeuer am See: Für jeden der Teilnehmer im Alter von neun bis 15 Jahren ist das passende Angebot mit dabei.

"Zusammen mit den Camp-Animateuren haben wir ein vielfältiges und buntes Programm zusammengestellt", so Organisator Christian Quade vom DRK. Auch von Regenwetter ließe man sich daher nicht die Laune verderben, denn dann stünden Kino, Schwarzlicht-Minigolf oder Pizza backen in einer Pizzeria auf dem Aktionsplan. "Aber wir hoffen natürlich auf einen Super-Sommer mit ganz viel Sonne, so dass wir die tolle Außenanlage des Camps nutzen können", so Quade. Zusätzlich zum Angebot im Camp seien noch ein Ausflug in die Stadt Zwolle sowie der Besuch des Freizeitparks Slagharen geplant.

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Die Kosten zur Teilnahme an der zweiwöchigen Sommerfreizeit betragen 390 Euro pro Kind und beinhalten die Anreise, Unterkunft, Verpflegung und das Freizeitprogramm. Für Geschwisterkinder und Mitglieder des Jugendrotkreuzes gibt es eine Ermäßigung. Beim Kommunalen Sozialdienst oder Sozial- und Jugendämtern können Zuschüsse beantragt werden, wenn das Einkommen der Eltern gering ist. Informationen zur Anmeldung oder zur Ferienfreizeit gibt Christian Quade unter 0511 94688-20 oder per Mail an quade@drk-hannover.de. Anmeldeschluss ist am Sonntag, 16. Juni. Im Internet unter www.drk-hannover.de sind zudem der aktuellen Flyer zum Sommercamp, das Anmeldeformular sowie alle weiteren Informationen zur Fahrt zu finden.

Alle 14 Auszubildenden der Hannoverschen Volksbank bestehen Abschlussprüfung

Viele strahlende Gesichter gab es bei einer kleinen Feierstunde der Hannoverschen Volksbank: Alle 14 Auszubildenden der Hannoverschen Volksbank haben ihre Ausbildung zur Bankkauffrau beziehungsweise zum Bankkaufmann erfolgreich absolviert. Dazu gratulierte Vorstandssprecher Jürgen Wache den frisch gebackenen Bankern und überreichte ihnen ihre Abschlusszeugnisse. Gemeinsam mit Personalchef Johann Graver wünschte er ihnen für ihren weiteren beruflichen Werdegang alles Gute.

Auch Malte Wölbern, Ausbildungsleiter in der Bank, gratulierte stolz "seinen" jungen Bankkaufleuten zur bestandenen Prüfung. "Die zweieinhalb Jahre ihrer Ausbildung sind wie im Flug vergangen", meinte Wölbern und hatte gleich noch eine gute Nachricht für die jungen Bankkaufleute: "Alle ehemaligen Auszubildenden können auch weiter in der Bank tätig sein."

Die Abschlussprüfung vor der IHK haben im Einzelnen erfolgreich abgeschlossen: Jacqueline Drossmann (Hannover), Marc Ertmer (Duingen), Lukas Graß (Wathlingen), Annalena Heinrich (Langenhagen), Dana-Sofia Jauss (Lehrte), Lisa Kehmeier (Rinteln), Marc Klinge (Berenbostel), Jan Paul Klose (Hannover), Kassandra Koutalidis (Langenhagen), Yannick Mittelstädt (Hannover), Jan Niklas Schwiening (Abbensen), Sarah Springer (Mariental, Christina Theilmann (Hannover), und Alexandra Westphal (Hannover).

Für Jan Paul Klose und Alexandra Westphal bedeutet die bestandene IHK-Abschlussprüfung jedoch nur eine Zwischenstation: Die Bachelor-Studenten beenden ihre Ausbildung erst am 31. Juli mit dem Abschluss Bachelor of Arts (B.A.).

FDP-Fraktion fordert Ausstattung der Busflotten mit Abbiege-Assistenzsystemen

Die FDP-Regionsfraktion fordert die vollständige Nachrüstung der Busflotten von üstra AG und Regiobus GmbH mit Abbiege-Assistenzsystemen: Diese geben in kurzfristig auftretenden Gefahrensituationen akustische und visuelle Warn-Signale ab. Busfahrer werden hierdurch in die Lage versetzt, bei unübersichtlichen Lagen im Straßenverkehr schnellstmöglich zu reagieren.

"In der mehrjährigen Übergangszeit bis zur vollständigen Erneuerung der Busflotten von üstra und Regiobus müssen wir durch die Nachrüstung des Altbestandes der Busflotten Sorge dafür tragen, dass alle Verkehrsteilnehmer optimal vor Unfallgefahren geschützt werden", fordert der verkehrspolitische Sprecher Gerhard Kier.

In den nächsten Jahren sollen die Busflotten der beiden Verkehrsunternehmen Schritt für Schritt ersetzt werden. Bei der üstra AG werden laut Angaben des Unternehmens insgesamt 139 Busse nachgerüstet. Bei der Regiobus werden laut Angaben im Internet-Auftritt des Unternehmens jährlich 10 Prozent der Busflotte erneuert, aktuell 25 Busse im Jahr. In den Ausschreibungen sollen integrierte Abbiege-Assistenzsysteme vorgesehen werden. Die FDP-Fraktion setzt sich nun für eine komplette Nachrüstung der Busflotten ein. Diese bewirke schneller eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Radfahrer, Pkw- und Lkw-Fahrer sowie ÖPNV-Nutzer.

Die FDP-Fraktion Region Hannover möchte die Regionsverwaltung außerdem damit beauftragen lassen, schnellstmöglich den Einsatz von Fahrassistenzsystemen bei den Stadtbahnwagen der üstra zur Überwachung des vorausliegenden Gleisbereichs zu prüfen. Grundlage ist die Beschlussdrucksache 1150 (IV), mit der die Regionsversammlung eine Strategie sowie ein Handlungskonzept Verkehrssicherheit für die Region Hannover beschlossen hatte. Beide Forderungen hat die FDP-Fraktion in einem Ergänzungsantrag zu einem Antrag der Fraktionen von SPD und CDU zur erstmaligen Behandlung im Verkehrsausschuss der Region am Donnerstag, 14. Februar 2019, eingebracht. "Erst mit dem Beschluss beider Anträge werden die entscheidenden Weichen zur erfolgreichen Prävention von Verkehrsunfällen in der Region Hannover gestellt", so Kier.

Freizeitspaß für Familien: jetzt anmelden und mitmachen

Ob Geocaching im Harz oder Fitness im Gailhof: Im Jahresprogramm des Teams Jugend- und Familienbildung der Region Hannover ist für jeden und jede etwas dabei – von Reisen und Aktivitäten in den Schulferien über Freizeiten und Wochenend-Trips bis zu Workshops und Fortbildungen. Für zwei Angebote im März gibt es noch freie Plätze.

Lust auf eine Schnitzeljagd im Harz? Von Freitag, 1. März, bis Sonntag, 3. März 2019, geht es für Eltern mit Kindern im Alter von 8 bis 18 Jahren ins Schulland- und Jugendheim "Haus Berlin" in Hohegeiß, Am Gretchenkopf 27, 38700 Braunlage. Mit Geocaching und Troovie geht es auf Entdeckungstour. Vielleicht finden die Teilnehmenden sogar einen Schatz? Eine Foto-Rallye bringt die Umgebung näher und am Abend kann sich bei einer Quizrunde über Kahoot wieder aufgewärmt werden. Und wer Lust hat, kann zu Fuß, mit dem Schlitten oder auf Skiern den winterlichen Harz und die Umgebung entdecken. Die Fahrt wird durch den ausgebildeten Eltern-Medien-Trainer Janek Schütte begleitet, der für den Bereich Medienkompetenz im Team Jugend- und Familienbildung verantwortlich ist. Eltern haben so die Möglichkeit, in einen Austausch zum Thema Medienerziehung zu gehen. Die Kosten liegen bei 90 Euro für Erwachsene und 65 Euro für Kinder, Ermäßigungen können beantragt werden. Darin enthalten sind Übernachtung, Verpflegung und Programm.

Quatschen, lachen, spielen und ein bisschen Fitness heißt es von Freitag, 8. März, bis Sonntag, 10. März, im Jugend-, Gäste- und Seminarhaus Gailhof, Am Jugendheim 7, 30900 Wedemark. An diesem Wochenende für Mütter und Töchter steht unter anderem Fitness ohne Geräte auf dem Programm. Mit Freeletics lernen die Teilnehmerinnen effektive Übungen für Fitness und Muskelaufbau. Und ganz nebenbei verbessert das noch das Körpergefühl. Es sind weder Vorkenntnisse noch spezielle Ausrüstung notwendig. Wer kann, sollte sein eigenes Smartphone mitbringen. Die Veranstaltung richtet sich an Mütter und deren Töchter im Alter von 14 bis 17 Jahren. Die Leistung der mehrtägigen Veranstaltung umfasst Unterkunft, Verpflegung und Programm. Die Kosten liegen bei 80 Euro für Erwachsene und 50 Euro für Jugendliche, Ermäßigungen können beantragt werden.

Das komplette Jahresprogramm 2019 ist online unter www.team-jugendarbeit.de abrufbar. Das Team Jugend- und Familienbildung nimmt Anmeldungen online auf der Homepage, per Fax oder über den Postweg entgegen: Region Hannover, Team Jugend- und Familienbildung, Am Jugendheim 7, 30900 Wedemark, Telefon 0511/616 25600, jugendarbeit@region-hannover.de.

Hoppenstedt zeigt Rote Hand als Zeichen gegen Kindersoldaten

"Kinder sind keine Soldaten" lautet die zentrale Botschaft am Red Hand Day, dem Welttag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Anlässlich des diesjährigen "Red Hand Days" hat die Kinderkommission des Deutschen Bundestages auch in diesem Jahr zur Aktion Rote Hand gegen den Einsatz von Kindern und Jugendlichen in Kriegen eingeladen.

"Leider sind weltweit noch immer rund 250.000 Kinder und Jugendliche als Soldaten, Nachrichtenübermittler und Spione im Einsatz. Am Red Hand Day sprechen wir uns deshalb alle gemeinsam im Deutschen Bundestag gegen den Einsatz von Kindersoldaten aus. Kinder brauchen Liebe und Geborgenheit und keine Waffen", so der Bundestagsabgeordnete.

Um ein Zeichen gegen Kindesmissbrauch und für die Einhaltung von Kinderrechten zu setzen, verewigte sich Dr. Hoppenstedt anschließend mit einem roten Handabdruck. Die rote Hand ist das Symbol des gleichnamigen Aktionstages, das für ein "Nein" zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindersoldaten steht. Die Abdrücke der Bundestagsabgeordneten werden von der Kinderkommission des Deutschen Bundestages gesammelt, die diese an die Vereinten Nationen übergeben wird.

Region Hannover erweitert ihr STI-Beratungsangebot

Bei sexuell übertragbaren Infektionen (engl. sexually transmitted infections, STI) denken die meisten zuerst an HIV. Dabei ist das HI-Virus bei weitem nicht das einzige, das bei sexuellem Kontakt übertragen werden kann: Syphilis, Gonorrhoe (besser bekannt als Tripper), Chlamydien und HPV sind zwar verbreitet, aber oft noch unbekannt.

Um über diese Krankheiten, ihre Symptome und ihre Risiken aufzuklären, baut der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover jetzt sein Beratungsangebot aus: Das neue Angebot STI-Check der HIV- und STI-Beratungsstelle startet am Montag, 18. Februar 2019, und richtet sich an alle heterosexuellen Menschen, an Frauen, die Sex mit Frauen haben, sowie an transidente und intergeschlechtliche Personen. Menschen mit höheren Risiken, wie häufig wechselnden Sexualpartnerinnen und -partner, können dieses Angebot wahrnehmen. Für Männer, die Sex mit Männern haben, gibt es wie gehabt die Beratungen und Untersuchungen über das Gaysund-Angebot der Beratungsstelle. Nach einem Vorgespräch, in dem das individuelle Infektionsrisiko abgeklärt wird, werden in der anschließenden Untersuchung an das jeweilige Risiko angepasste STI-Tests durchgeführt. Das anonyme Angebot der HIV- und STI-Beratungsstelle ist kostenfrei, eine telefonische Terminabsprache unter Telefon 0511/61643148 ist nötig. HIV- und STI-Beratungsstelle, Weinstraße 3, 30171 Hannover.

Bisher wurde dieser STI-Check nur vereinzelt angeboten, wie zum Welt-Aids-Tag oder zum Valentinstag. "Die Nachfrage war so groß, dass wir uns dazu entschieden haben, die Beratungen und Untersuchungen ganzjährig anzubieten", berichtet Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit. "Wir tragen so dazu bei, dass STI rechtzeitig erkannt und behandelt werden können." Obwohl der Großteil der sexuell übertragbaren Infektionen gut zu behandeln und sogar heilbar ist, bergen sie große Risiken. Grund dafür ist unter anderem die Tatsache, dass sie zu Anfang oftmals ohne Symptome verlaufen und die Betroffenen keine ärztliche Hilfe zu Rate ziehen. Die wenigsten sexuell aktiven Menschen lassen sich regelmäßig auf Infektionen testen – dabei gehören zum Beispiel Chlamydien zu den am häufigsten diagnostizierten STI . Ohne Behandlung können Geschlechtskrankheiten aber gravierende Folgen nach sich ziehen: So kann eine Chlamydien-Infektion zu Unfruchtbarkeit führen, das Humane Papillomavirus (HPV) zu Gebärmutterhalskrebs. "Insbesondere bei Menschen mit wechselnden Partnerinnen und Partnern tragen regelmäßige Tests dazu bei, Infektionen früh zu erkennen und zu behandeln, ehe sie dauerhaften Schaden anrichten", so Dr. Yilmaz.

Matinée am Sonntag: Neue Konzertreihe der Musikschule beginnt mit dem Donata Jan Trio

Die Musikschule Isernhagen & Burgwedel bietet in diesem Jahr eine neue Veranstaltungsreihe an. An fünf Sonntagen im Jahr spielen Lehrkräfte und befreundete Künstler im Kammermusiksaal der Musikschule im Isernhagenhof, Hauptstraße 68 in Isernhagen F.B., entweder solistisch oder in einer Ensemblebesetzung. Eröffnet wird die Konzertreihe am Sonntag, 24. Februar 2019, um 11.30 Uhr mit dem Donata Jan Trio. Donata Januseviciute, Lehrkraft der Musikschule für Gesang und Piano singt und spielt zusammen mit Hervé Jeanne (Kontrabass) und Matthias Meusel (Schlagzeug).

Dank eines Erasmus-Austausch-Semester landete Donata Januseviciute im Oktober 2013 in Hannover. Die Begegnungen und Eindrücke, die die Musikerin in der Leinestadt machte, waren für die damals 21-Jährige dermaßen inspirierend, dass sie kurzerhand beschloss, ihr Musikstudium nach Deutschland zu verlagern. Unter den Musikern die sie in Deutschland kennenlernte, waren auch der Bassist Hervé Jeanne und der Schlagzeuger Matthias Meusel. Beide sind etablierte und gefragte Musiker, sie bildeten u.a. die Rhythmusgruppe in der Band des Sängers Roger Cicero. Es entstand eine sehr produktive Art der Zusammenarbeit, bei der die Songs größtenteils bei den Proben in Teamarbeit entstehen.

Donata Januseviciute wuchs in einer Musikerfamilie in Litauen auf. Ihre Mutter ist Komponistin der modernen Klassik, ihr Vater spielt im litauischen Symphonieorchester Trompete, ihr Bruder ist Pianist. Mit vier Jahren begann sie, Klavier zu spielen und bekam bald darauf klassischen Unterricht. Mit elf entdeckte sie ihr Gesangstalent und begann die ersten Songs zu schreiben. Später absolvierte sie den Bachelor für Jazz-Piano in Litauen. In Hannover studierte sie zunächst Jazz-Piano und wechselte dann auf Gesang als Hauptfach.

Hervé Jeanne stammt aus Luxemburg, wo er seine ersten Gehversuche auf dem E-Bass in der Jazzabteilung des Konservatoriums machte. Nach dem Abitur studierte er Kontrabass in Hannover und reiste anschließend regelmäßig nach New York, um sich inspirieren zu lassen. Von 2004 bis 2016 war er Bassist in der Band von Roger Cicero. Darüberhinaus begleitete er Künstler wie die New York Voices, Bill Ramsey, Ack van Rooyen und viele andere. Seit 2012 betreibt Hervé sein eigenes Tonstudio, welches auf Aufnahmen akustischer Musik spezialisiert ist.

Matthias Meusel kennt die gesamte Bandbreite zwischen Jazz, Pop, Crossover, Funk und Punk und kann sie mit einer außergewöhnlichen Brillanz darbieten. Als Studio- und Livedrummer spielt er bis heute zahlreiche Produktionen und Tourneen in und außerhalb Europas und hat sich durch sein vielseitiges und musikalisches Spiel einen Namen gemacht. So hat er unter anderem mit Künstlern wie Take Six, Till Brönner, Randy Crawford, Roger Cicero, Xavier Naidoo und Reinhard Mey zusammengearbeitet.

Eintrittskarten sind zum Preis von 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, ab sofort im Büro der Musikschule, Hauptstraße 68, montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr erhältlich oder können telefonisch unter 05139/4088 oder per Mail an MusikschuleIsernhagenBurgwedel@t-online.de vorbestellt werden.

Digitale Bauplanung und Cobot-Systeme für kleine Unternehmen

Digital ist besser: Das gilt längst auch für die Planung und Durchführung von Bauprojekten. Der Trend der Stunde im Baugewerbe heißt "Building Information Modeling", kurz BIM, und dient dazu, den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks von der Konzeption über Konstruktion und Wartung bis hin zur Entsorgung bzw. Nachnutzung auf einer zentralen Datenplattform abzubilden. Die Region Hannover unterstützt den Aufbau eines regionalen Clusters für "Building Information Modeling" durch das Institut für Baumanagement und Digitales Bauen der Leibniz Universität Hannover (ICoM) mit einem Zuschuss von rund 112.000 Euro. So hat es der Ausschuss für Wirtschaft und Beschäftigung in seiner Sitzung am heutigen Dienstag, 12. Februar 2019, empfohlen. Kernstück der regionalen Förderung ist ein kostenloses und niedrigschwelliges Qualifizierungsangebot für kleine und mittlere Unternehmen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fachkonferenz "BIM EXPO 2019", die am 4. und 5. September im EXPO-Wal stattfinden wird. Sie richtet sich an nationale und internationale Zielgruppen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Ein weiteres Projekt, das kleinen Unternehmen eine kostengünstige Automatisierung ihrer Prozesse vor Augen führen soll, zeigt die "Möglichkeiten und Grenzen von Cobot-Systemen" auf. Diese einfach zu programmierenden Roboter eignen sich vor allem für den Einsatz in flexiblen Produktionslinien wie etwa der Backwarenindustrie, der Metall-, Schaumstoff- oder Kunststoffverarbeitung. Im Auftrag der Region soll nun die TEWISS – Technik und Wissen GmbH ein Cobot-System anschaffen und interessierten kleinen und mittleren Unternehmen aus der Region für den vierwöchigen Testlauf in einer exemplarischen Anwendung zur Verfügung stellen. Von der Region gibt es dafür einen Zuschuss von insgesamt 160.000 Euro, so das Votum des zuständigen Fachausschusses.

Viele kleinere Industrieunternehmen und Handwerksbetriebe haben bislang noch keine Erfahrungen mit Robotern bzw. Cobots, keinen Kontakt zur Robotik-Branche und keine oder nur wenige Fachkräfte aus der Automatisierungstechnik. "Diesen Unternehmen möchten wir ein niedrigschwelliges Angebot machen, um sich mit den Möglichkeiten der Robotik auseinanderzusetzen und wettbewerbsfähig aufzustellen", erklärt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, den Ansatz des Cobot-Projekts. Der Cobot, den die TEWISS anschaffen wird, ist mobil einsetzbar und kommt in unterschiedlichen Unternehmen und Produktionslinien zur Anwendung. Nach dem Einsatz des Cobots wird dokumentiert, wie produktiv der Testbetrieb war. Die Erfahrungen der teilnehmenden Betriebe sollen dann einem größeren Kreis von interessierten Unternehmen vorgestellt werden.

Das Projekt "Building Information Modeling" bezieht sich auf den von der Bundesregierung 2015 verabschiedeten "Stufenplan Digitales Planen und Bauen" und geht davon aus, dass bei der Ausschreibung von großen öffentlichen und privaten Bauvorhaben in Zukunft nur noch Unternehmen mit so genannter BIM-Kompetenz zum Zuge kommen werden. Daher werden zurzeit bundesweit so genannte BIM-Cluster aufgebaut, die der Vernetzung und dem Informationsaustausch dienen sollen.

"Die Möglichkeit zur Erprobung von BIM soll kleinen und mittleren Unternehmen mögliche Berührungsängste nehmen und einen praxisnahen Zugang zur Arbeit in digital vernetzten Strukturen bieten", erklärt Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz die Idee des Projekts "Building Information Modeling".

In den Räumen des Instituts für Baumanagement und Digitales Bauen der Leibniz Universität (ICoM) erhalten kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit, den Einsatz von Virtual Reality und kollaborativen Bau- und Planungsprozessen zu erproben. Dafür gibt es ein kostenloses Qualifizierungs- und Schulungsprogramm, das sich im Sommersemester 2019 an Planer und Bauingenieure, im Wintersemester 2019/20 an Handwerk und KMU Baugewerbe richtet. Drei ganztägige Workshop-Module vermitteln die Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten von BIM. Lernziel des Kurses ist es, die nächsten Schritte auf dem Weg zur Implementierung von BIM im eigenen Unternehmen bzw. Planungs- und Bauprojekt festzulegen. Einen ersten Einblick in das Schulungsangebot liefert der "Open LAB Day" am 3. Juni im ICoM.

Schülerinnen und Schüler sollen Unternehmergeist entwickeln

Der Übergang von Schule in Beruf stellt für viele Jugendliche eine große Herausforderung dar. Umso wichtiger ist es, die Schülerinnen und Schülern bereits frühzeitig dafür zu begeistern, versteckte Potenziale zu entdecken. Mit Hilfe des Vereins Futurepreneur e. V. entwickeln Jugendliche eigene Geschäftsideen und verdienen damit sogar echtes Geld. Die Region Hannover fördert das Projekt in den kommenden zwei Jahren – bei Gesamtkosten von circa 160.000 Euro – mit rund 80.000 Euro. Ein entsprechendes Votum hat der zuständige Fachausschuss für Wirtschaft und Beschäftigung am heutigen Dienstag, 12. Februar 2019, abgegeben.

Inspiriert von einem skandinavischen Konzept wurde Futurepreneur e. V. 2012 in Hamburg gegründet. Nach einem erfolgreichen Start der Bildungsinitiative in der Hansestadt soll jetzt ein weiterer Standort in Hannover entstehen. "Durch das Programm haben die Jugendlichen die Möglichkeit, unabhängig von schulischen Noten, sozialem Hintergrund oder Vorerfahrungen ihr unternehmerisches Potenzial zu erkennen und zugleich ihre Kreativität und Selbstständigkeit zu stärken", so Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover.

Begleitet durch einen Beirat von der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover und hannoverimpuls lief das Projekt in einer Pilotphase bereits an der IGS Linden. Sechs Schulen in Hannover, Sehnde, Gehrden, Hemmingen, Barsinghausen und Wedemark starten in Kürze ebenfalls, weitere sechs Schulen haben Interesse signalisiert.

Ziel ist es, in einer zweijährigen Aufbauphase insgesamt 20 Projekte des Formats "Campusunternehmer" und ein Projekt des Formats "Sommerunternehmer" umzusetzen. Dabei sollen die Formate weiterentwickelt werden, um noch gezielter Arbeitgeber zu involvieren und damit die Brücke in Ausbildung und Beruf zu verankern. Mittelfristig sollen Partnerunternehmen zur Finanzierung des Programms beitragen.

Zielgruppe sind Jugendliche ab 13 Jahren an weiterführenden Schulen der Region Hannover (8. bis 13. Klasse). Insbesondere Schulen in weniger privilegierten Stadtteilen und Orten sollen angesprochen werden, aber auch die Praxisnähe in Oberstufen soll gestärkt werden. Je vielfältiger der Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, desto wirkungsvoller ist der Ansatz des Unternehmerprojekts.

Kern des Konzepts ist es, jungen Menschen möglichst frühzeitig reale Erfahrungen mit unternehmerischen Denk- und Handlungsweisen zu ermöglichen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer entwickelt 25 persönliche Geschäftsideen, schreibt einen Geschäftsplan, führt ein Kassenbuch, testet Marketingwerkzeuge, bringt sein Produkt oder seine Dienstleistung auf den Markt und verdient echtes Geld damit. Jeweils zwei zertifizierte Futurepreneur-Coaches leiten ein Projekt an und "echte" Unternehmerinnen und Unternehmer geben Tipps.

Das Programm "Sommerunternehmer" läuft fünf Wochen in den großen Ferien. In der Einführungswoche kreieren Jugendliche eine Geschäftsidee, die sie mit 100 Euro Startkapital in einer mehrwöchigen Praxisphase umsetzen. Das Geld, das sie verdienen, ist Unternehmerlohn. Hier ist eine Kooperation mit hannoverimpuls geplant, um eine direkte Verankerung in der regionalen Gründerszene zu ermöglichen. Die Teilnahme am Programm ist kostenfrei.

Das Programm "Campusunternehmer" ist die komprimierte Version des Formats "Sommerunternehmer": An vier Tagen durchlaufen die Jugendlichen den Gründungs- und Umsetzungsprozess. Das Programm richtet sich im Gegensatz zu "Sommerunternehmer" an Lehrerinnen und Lehrer, die es ihren Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer Projektwoche außerhalb der Schule anbieten wollen.

Beide Programme enden mit einer Abschlussveranstaltung, einem Diplom für die Jungunternehmerinnen und -unternehmer – und jeder Menge Anerkennung. Durch die geplante systematische Einbeziehung von Unternehmen sollen zusätzlich direkte Bezüge und Anschlüsse in Ausbildung und Arbeitsleben hergestellt werden.

Erneut flieht Unfallverursacher nach Parkrempler auf Parkplatz

Beim Rückwärtsausparken touchierte am gestrigen Montag, 11. Februar 2019, gegen 15:45 Uhr der Fahrer eines dunklen SUV auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Dammstraße in Großburgwedel einen geparkten VW Golf und beschädigte diesen am rechten vorderen Kotflügel. Daraufhin entfernte sich der Fahrer unerlaubt vom Unfallort. Ein Zeuge, der seine Einkäufe gerade verstaute, hörte den Zusammenprall, konnte aber das Fahrzeug nur als dunklen SUV und den Fahrer als "lebensältere" männliche Person beschreiben.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem beschriebenen Sachverhalt und/oder Verursacher geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Großburgwedel unter der Telefonnummer 05139/991-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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