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Abfallgebühren sollen um 11,4 Prozent steigen

Am heutigen Donnerstag, 5. Dezember 2019, hat der Ausschuss für Abfallwirtschaft (AfA) der Region Hannover die Annahme einer neuen Abfall- und Gebührensatzung empfohlen. Wenn sie auch von der Regionsversammlung am 17. Dezember beschlossen wird, kann die geänderte Satzung der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Für den neuen Kalkulationszeitraum 2020 bis 2022 ist vorbehaltlich der Zustimmung der Regionsversammlung eine Erhöhung der Gebühreneinnahmen um rund 16 Millionen Euro auf rund 159 Millionen Euro geplant.

Zum 1. Januar 2020 ist somit eine Anpassung der Abfallgebühren um 11,4 Prozent für den Kalkulationszeitraum bis Ende 2022 vorgesehen. Grund sind gestiegene Kosten etwa für Personal, für interne Verwaltungsleistungen und Nutzung von Gebäuden als auch höhere Kosten für die thermische Verwertung des Restabfalls. Auch gesunkene Erlöse bei Wertstoffen, etwa bei Papier, Kunststoffen, Holz oder Schrott, spielen bei der Gebührenanpassung eine Rolle.

Im Wesentlichen ist die Erhöhung des Gebührenbedarfs auf folgende Positionen zurückzuführen:

Geringere Wertstofferlöse 3,7 Mio. €
(insbesondere geringere Erlöse bei Altpapier von rund 2,5 Mio. €)
Erhöhung der Personalkosten in der Abfall- und Wertstoffabfuhr 3,6 Mio. €
(Tarifsteigerung und Aufstockung der Personalstärke)
Erhöhung der Abfallbehandlungskosten 6,9 Mio. €
2,1 Mio. € Sickerwasser und Grüngut
1,1 Mio. € Thermische Behandlung des Restabfalls
2,3 Mio. € höhere Personalkosten (Tarifsteigerung und
Wiedereinführung der Dritten Schicht in der MBA)
Sonstigen Kosten 1,8 Mio. €
0,4 Mio. € Abschreibungen
0,6 Mio. € Kfz-Reparaturen in der Werkstatt
0,8 Mio. € Verwaltungs- und Gebäudekosten
 
Außerdem fand in den Jahren 2017 und 2018 eine Verwiegung des Restmülls statt. Dabei wurden die tatsächlichen spezifischen Gewichte des Restmülls in den jeweiligen Behältern ermittelt. Diese Verwiegungen werden regelmäßig durchgeführt. Sie dienen der gerechten Kostenzuordnung. Dabei sind insbesondere bei der 60-Liter-Tonne und beim Restabfallsack deutlich höhere Werte ermittelt worden. Dem tatsächlichen spezifischen Gewicht (Kilo pro Liter) entsprechend wird die Gebühr angepasst.

Für ein Einfamilienhaus mit drei Personen und einer 80-Liter-Restabfalltonne mit 14-täglicher Leerung erhöht sich die monatliche Gebühr um 2,82 Euro auf 20,08 Euro. Bei einem Mehrfamilienhaus mit einem 660-Liter-Restabfallcontainer mit 14-täglicher Leerung, in dem vier Parteien mit jeweils drei Personen leben, erhöht sich pro Partei die monatliche Restabfallgebühr um 3,03 Euro auf 25,81 Euro. Bei beiden Beispielen wird ein Restmüllvolumen von zehn Litern pro Person und Woche zugrunde gelegt.

Neu in die Abfallsatzung wird die Möglichkeit aufgenommen, das Abfallmindestvolumen von zehn Liter pro Person und Woche ein weiteres Mal zu reduzieren. Zukünftig ist auf Antrag eine Reduzierung auf bis zu fünf Liter pro Person und Woche möglich. Die Absenkung trage dem Umstand Rechnung, dass viele Menschen sich um einen bewussteren, weniger abfallintensiven Lebensstil bemühen.

Wie sich eine Reduzierung des Restabfallvolumens auf fünf Liter pro Person und Woche auswirkt, zeigt folgendes Beispiel von aha: Bei einem Einfamilienhaus mit drei Personen und einer 40- statt 80-Liter-Restabfalltonne bei 14-täglicher Leerung reduziert sich die monatliche Gebühr von 20,08 Euro auf 13,27 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Tauschgebühr der Tonne von 24,42 Euro. Vor einem Antrag auf Absenkung des Restabfallvolumens sollte bedacht werden, dass das durchschnittliche Abfallvolumen in der Region Hannover bei rund 20 Litern pro Person und Woche liege.

Pro Grundstück muss jedoch mindestens der kleinste Behälter mit dem geringsten Leerungsrhythmus zur Verfügung stehen. Dies ist derzeit die 40-Liter-Tonne bei vierwöchentlicher Leerung. Die Absenkung müsse allerdings geprüft werden, um Missbrauch und "Mülltourismus" auszuschließen. Bei der Reduzierung des Abfallvolumens auf das Mindestvolumen geht es stets darum, dass der Nutzer auch tatsächlich mit diesem reduzierten Volumen auskommt.

Die Restmüllabholung im Restabfallsack werde als Option in den Gebieten mit etablierter Sackabfuhr wieder zur Verfügung gestellt. Grundstückseigentümer, bei denen die Restabfallentsorgung durch Abfallsäcke bis zum Inkrafttreten der geänderten Satzung erfolgte, können auf Antrag auf Grundstücken des ehemaligen Landkreises Hannover bei der Restabfallentsorgung mit Abfallsäcken verbleiben oder zurückkehren. Der Restabfallsack werde nicht mehr ersatzweise zur Verfügung gestellt, sondern stellt eine eigenständige Entsorgungsmöglichkeit dar.

Zur Verbesserung der Serviceleistung und des Angebotes werde aha zukünftig auch einen Zusatzsack, auch Partysack genannt, mit einem Volumen von 40 Litern auf den Wertstoffhöfen anbieten.

Patientenforum des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums

In Deutschland leiden etwa vier bis fünf Millionen Menschen an ungewolltem Harnabgang, weitere 800.000 Patientinnen und Patienten unter unwillkürlichem Stuhlverlust. Nur gut jeder dritte Betroffene ist in ärztlicher Behandlung. Viele versäumen aus Scham und Angst eine Chance auf optimale Hilfe, obwohl sie sich in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt fühlen.

Auch weitere Erkrankungen des Beckenbodens wie Scheiden- und Gebärmuttersenkung, Enddarmbeschwerden oder Störungen bei der Blasenentleerung werden oft erst spät angesprochen. Dabei lässt sich in vielen Fällen nach individueller Beratung durch Anpassung der Lebensgewohnheiten, physiotherapeutischen Übungen oder mit Medikamenten bereits eine spürbare Besserung erreichen. Manchmal ist auch eine Operation sinnvoll, welche heutzutage häufig minimalinvasiv durchgeführt werden kann.

Aus diesem Grund will das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der KRH Kliniken Großburgwedel und Lehrte am 12. Dezember 2019 in der Cafeteria des Klinikums Großburgwedel, Fuhrberger Straße 8, von 17:30 bis 19:00 Uhr im Rahmen des Patientenforums über die Erkrankungen des Beckenbodens und zeitgemäße Therapien aufklären.

Mitmach-Konzert in St. Marcus

Für den 2. Weihnachtstag ist in der St. Marcus Kirche in Wettmar eine besondere musikalische Aktion in Vorbereitung. Es wird eine für alle interessierten Musiker offene Weihnachtsliedermusik geben. Blech-, Holzbläser oder auch andere Instrumente spielen alle gemeinsam traditionelle Weihnachtslieder.

Die Idee zu dieser Veranstaltung entstand in Anlehnung an die großartige Bläsernacht zu Heilig Abend im Hauptbahnhof in Hannover. "Es gibt sicher viele Musiker, die sich gerade daran sehr gerne mal beteiligen würden; wäre da nicht unbedingt dieser Termin. Dem ist ja nun abgeholfen. Auf nach Wettmar in die St. Marcus Kirche", so die St. Marcus Kirchengemeinde Wettmar, die für Donnerstag, 26. Dezember 2019, um 17 Uhr einlädt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sinnvoll erscheint allerdings, im Vorfeld das Instrument und auch die Stimmung anzugeben. Entsprechendes Notenmaterial kann dann schon zur Verfügung gestellt werden. Eine Mitteilung über den Notenbedarf kann per Mail an St.-Marcus-klingt@online.de oder auch per WhatsApp an 0175/9601764 gerichtet werden.

Adventliche Anstrengung hat sich gelohnt: 14 Erstplatzierungen erreicht

Am 30. November und 1. Dezember 2019 nahmen 12 Aktive des SV Burgwedel am 43. Adventsschwimmen in Altwarmbüchen teil. Mit ihren 52 Starts erreichten sie dabei insgesamt 14 Erstplatzierungen in den Jahrgangs- beziehungsweise Jugendwertungen.

Zusammen mit Patrick Neumann betreute Paula Hoinkhaus (2003) das Team des SV Burgwedel. Sie und Jule Fellmann (2009) erzielten beide fünf Mal den ersten Platz in ihrer jeweiligen Jahrgangswertung, jeweils weitere zwei erste Plätze erschwammen Bjarne Benedek (2001) und Mika Finn Gante (2008). Zweite Plätze gab es zweimal für Josefine Klein (2012) und dreimal erneut für Mika Finn Gante. Den dritten Platz konnte sich Hanna Krüger (2008) dreimal und Mats Mikolaiczyk (2009) einmal sichern.

Adventskonzert in der Gedenkstätte Ahlem

Ob "Rudolph The Red Nosed Reindeer" oder "White Christmas": Wer kennt nicht die Klassiker der Weihnachtsmusik, die jahrein, jahraus im Radio und in Kaufhäusern erklingen. Da ist Mitsingen kein Problem. Aber wer hat die Lieder eigentlich komponiert? Wirft man einen genaueren Blick auf das musikalische Genre, fällt auf, dass zahlreiche amerikanische Weihnachtslieder von jüdischen Komponisten oder Songwritern geschrieben wurden. So auch die beiden genannten Songs. Michael Stach ist Master of Education in den Fächern Musik und Katholische Theologie und Master of Arts in Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Jüdische Musikstudien und hat sich mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt.

Im Rahmen des Veranstaltungsprogrammes der Gedenkstätte Ahlem ist der Musiker und Musikwissenschaftler am Sonntag, 15. Dezember 2019, 15 Uhr, zu Gast in den Räumlichkeiten des Vereins Neues Land e. V., Wunstorfer Landstraße 5, 30453 Hannover. Der Künstler sorgt nicht nur musikalisch für weihnachtliche Stimmung, sondern klärt auch darüber auf, weshalb es kein Zufall ist, dass so viele amerikanische Weihnachtslieder aus der Feder jüdischer Komponisten stammen. Neben den jüdischen Liedern erklingen Advents- und Weihnachtslieder aus der ganzen Welt, die mit dem Flügel oder der Gitarre begleitet werden. Nach dem Konzert besteht die Möglichkeit, sich mit Michael Stach, der solo und in zahlreichen Ensembles wie dem Jewish Music Studies Ensemble künstlerisch aktiv ist, auszutauschen.

Die Gedenkstätte Ahlem:

Die Gedenkstätte Ahlem befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem, die 1893 von dem jüdischen Bankier und Hobbygärtner Moritz Simon unter dem Namen "Israelitische Erziehungsanstalt" gegründet wurde. Jüdische Jugendliche wurden hier in Gartenbau und weiteren praktischen Berufen ausgebildet. Angegliedert war eine Volksschule für Mädchen und Jungen. 1941 wurde die Gartenbauschule von den Nationalsozialisten als Sammelstelle für Deportationen, Gefängnis und Hinrichtungsstätte missbraucht. Heute befindet sich in der Gedenkstätte auf vier Stockwerken und einem integrierten Außengelände eine historische Ausstellung. 

Kleinburgwedeler Kinder werden wieder beschenkt

Bei weihnachtlichen Klängen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Kleinburgwedel am Heiligen Abend auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus in Kleinburgwedel denkt sicher so manches Elternteil der anwesenden Kinder an die Zeit zurück, an der sie hier selbst erwartungsvoll auf das Erscheinen des Weihnachtsmannes gewartet hat.

Seit nunmehr 45 Jahren erhalten Kleinburgwedeler Kinder genau hier eine Weihnachtstüte mit leckerem Inhalt. Neben der musikalischen Untermalung organisiert der Musikzug Kleinburgwedel diese Veranstaltung immer wieder mit besonderer Freude. Immerhin lassen es sich Jahr für Jahr gut 100 Kinder nicht nehmen, hier einen kleinen Vorgeschmack auf die große Bescherung zum Weihnachtsfest zu bekommen.

Immer wieder glückliche Kinderaugen, teilweise auch mit dem nötigen Respekt vor dem Weihnachtsmann, und zufriedene Eltern und Großeltern sind dem Musikzug immer wieder Ansporn, diese langjährige Tradition auch weiter fortzusetzen. Eigentlich ist sie aus dem Dorfleben auch nicht mehr wegzudenken. Immer am Heiligen Abend um 17 Uhr ist es soweit.

Neben der intensiven Vorbereitung, schließlich muss der Einkauf getätigt und die Tüten gefüllt werden, bringt diese Aktion auch einen gewissen finanziellen Aufwand mit sich. Erst durch freiwilligen Zuwendungen vieler Kleinburgwedeler Bürger ist das alles machbar. Der Musikzug ist auch weiterhin für jede Unterstützung sehr dankbar. Im "Schützenkrug" und in "Petra’s Haarstübchen" besteht die Möglichkeit, sich daran zu beteiligen.

Offenes Singen mit dem MontagsChor Burgwedel am 16. Dezember

Wer vor den Feiertagen noch einmal innehalten und sich mit einem kleinen musikalischen Programm in vorweihnachtliche Stimmung versetzen möchte, ist hier genau richtig: Der MontagsChor Burgwedel lädt am Montag, 16. Dezember 2019, zum Offenen Singen in die St. Paulus Kirche, Mennegarten 2 in Großburgwedel, ein.

Ab 19.30 Uhr präsentiert der Chor unter Leitung seines erfahrenen Chorleiters Thomas Dust ein kleines, feines Adventsprogramm, das zum Mitsingen einlädt – im Kanon, mit Orgelbegleitung oder zu bekannten Weihnachtsliedern im alten und neuen Gewand.

"Wir sind gespannt darauf, das erste Mal mit unserem neuen Chorleiter aufzutreten und interessierten Menschen sowie uns selbst damit eine Freude zu bereiten", so die Chorsprecherinnen. "Für uns ist es nicht nur einfach ein Chorauftritt, sondern gleichzeitig auch der Abschluss unseres Chorjahres." Deshalb freuen sich die Sängerinnen und Sänger darauf, den Abend gemeinsam mit dem Publikum bei kleinen kulinarischen Köstlichkeiten wie Fingerfood, Gebäck und weihnachtlichen Getränken ausklingen zu lassen. Vielleicht lässt sich der Eine oder die Andere auch zum Mitsingen im Chor verführen.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Spenden sind willkommen.

Wer über den Abend hinaus mehr über den Chor erfahren möchte, wird auf der Internetseite www.montagschor-burgwedel.de fündig. Per Mail an info@montagschor-burgwedel.de oder Anruf unter 0170/9562600 geben die Ansprechpartnerinnen außerdem persönlich Auskunft. 

Feuer in Grundschule: 79 Brandbekämpfer von drei Feuerwehren üben gemeinsam

Zu einer Alarmübung wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Fuhrberg, Großburgwedel und Kleinburgwedel am heutigen Mittwoch, 4. Dezember 2019, zur Grundschule Kleinburgwedel im Moorweg gerufen. Die Alarmierung erfolgte gegen 18:15 Uhr, wodurch die Feuerwehrkräfte aus den drei Ortschaften über die persönlichen Meldeempfänger sowie Sirenenalarm im Ort informiert wurden. Nach etwa vier Minuten waren die ersten Brandbekämpfer am Einsatzort angekommen. Vor Ort stellten sie ein verrauchtes Gebäude fest, zudem wurden Personen vermisst.

Das Grundschulgebäude wurde in zwei sogenannte Brandabschnitte aufgeteilt: Der erste Brandabschnitt im Hauptzugangsbereich und rückwärtigen Bereich (ehemaliges Lehrerzimmer und Bibliothek) wurde durch die Ortsfeuerwehren Fuhrberg und Kleinburgwedel besetzt, der zweite Brandabschnitt beinhaltete den Sanitärbereich mit Anrückeweg von der Burgstraße aus und wurde durch die Ortsfeuerwehr Großburgwedel bearbeitet.

Insgesamt acht vermisste Personen mussten in dem Gebäude ausfindig gemacht und gerettet werden. Diese Aufgabe hatte für die Einheitsleitungen oberste Abarbeitungspriorität und konnte auch mit den mehr als 18 Atemschutzgeräteträgern in akzeptabler Zeit gelöst werden.

Neben der Menschenrettung standen weitere Aufgaben an der Einsatzstelle im Fokus. So musste zunächst auch eine Löschwasserversorgung hergestellt werden, damit die suchenden Einsatzkräfte Löschwasser für den Eigenschutz zur Verfügung haben. Weiter hieß es, die verschiedenen Zugangsbereiche für ein sicheres Vorgehen und Arbeiten auszuleuchten, sich mit Brechwerkzeug an verschlossenen Türen und Fenstern Zugänge zu verschaffen sowie die Überdruckbelüftung und Entrauchung einzuleiten, damit die suchenden Einsatzkräfte klarere Sicht erhalten.

Zudem wurde ein aufblasbares Zelt aufgebaut, um sowohl gerettete Personen betreuen zu können oder auch eigenen Einsatzkräften Umkleide- und Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen. Auch das Einsatzleitfahrzeug der Stadtfeuerwehr zur Unterstützung der Einsatzleitung musste mit eingebunden werden.

Insgesamt waren 79 Einsatzkräfte in die Lage eingebunden. Hinzu kämen noch Rettungsdienstpersonal und Polizeikräfte, die aber auf Grund der Übungssituation nicht mit alarmiert wurden.

Nach weniger als einer Stunde konnte das Gesamtszenario als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden. Auch in diesem Erprobungseinsatz haben alle beteiligten Ortsfeuerwehren wieder neue Rückschlüsse auf ihre bereits vorbereiteten Abläufe und Vorgehensweisen sammeln können. Damit haben sich Verbesserungsmöglichkeiten ergeben, aber auch viele standardisierte Techniken konnten bestätigt werden.

Der HHB steht vor einem wichtigem Spiel

Wenn man sich die aktuelle Tabelle der 3. Liga Nord-Ost anschaut, sieht man sofort, dass der Begegnung zwischen Handball Hannover-Burgwedel (HHB) den Jungfüchsen Berlin eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Der Tabellenletzte spielt gegen den Drittletzten und für beide Kontrahenten steht enorm viel auf dem Spiel.

Die Burgwedeler wollen mit einem Sieg den Anschluss zu den übrigen Mannschaften herstellen. Die Füchse Berlin möchten den HHB gerne auf Distanz halten und den Abstand zum Tabellenende ausbauen. Anwurf ist am Sonnabend, 7. Dezember 2019, um 19 Uhr in der Sporthalle auf der Ramhorst in Großburgwedel.

Berlins Bundesligareserve konnte bislang vier Spiele gewinnen, zwei zu Hause und zwei auswärts. Schwerin, Barmbek, Hannover und Bernburg ließen gegen die Füchse Federn. Die Burgwedeler wollen es besser machen und trotz großer Verletzungssorgen endlich mal wieder einen Sieg einfahren. Zuletzt fehlte Maurice Dräger. Steffen Schröter, Julius Hinz und Artjom Antonevitch konnten die jüngste Begegnung nicht zu Ende spielen. Hinter dem Einsatz dieses Quartetts am Sonnabend steht ein Fragezeichen.

Am vergangenen Wochenende unterlagen die Jungfüchse den Youngsters des SC Magdeburg knapp und unglücklich mit 28:29. Der HHB spielte in Oranienburg und verlor deutlich mit 16:27. Wie schon zu oft leisteten sich die Burgwedeler im Norden Berlins eine Schwächephase und gerieten deutlich in Rückstand, der nicht mehr aufgeholt werden konnte.

Bis zur Weihnachtspause sind es nur noch drei Spieltage und damit steht der HHB erheblich unter Zugzwang. Es müssen dringend Erfolge her, um den Abstand auf die übrigen Teams nicht zu groß werden zu lassen. Ausreden gibt es keine mehr. Zu selten konnten die Burgwedeler in der bisherigen Saison ihr Leistungspotential abrufen. Die Mannschaft kann deutlich mehr als bisher gezeigt. Am Sonnabend stehen sie in der Pflicht, der Knoten muss platzen. Mit der Unterstützung des heimischen Publikums wollen die Burgwedeler über 60 Minuten zerreißen. Nur mit einer einwandfreien kämpferischen Einstellung werden die Jungfüchse bezwungen werden können.

sprintH: Neuer Bus für die Region Hannover

Neuzugang für den Nahverkehr: Ab dem kommenden Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 werden die sprintH Linien in der Region Hannover, in der Landeshauptstadt und im Umland unterwegs sein.

Insgesamt gibt es sieben sprintH Linien. Sechs werden von regiobus, eine von ÜSTRA bedient. Alle sieben Linien verbinden das Umland mit der Stadt Hannover – entweder direkt oder im Anschluss an die Regionalzüge bzw. Stadtbahnen. Sie alle verkehren in einer engen Taktung – werktags bis 20 Uhr mindestens alle halbe Stunde, zu Stoßzeiten sogar bis zu 7,5 Minuten. Die Linien verkehren zudem in einem leicht merkbaren Takt, also zum Beispiel immer zur Minute 09, 19, 29 usw. Die Fahrpläne der sprintH Linien wurden insgesamt überarbeitet und "geglättet", das heißt, die Linien verkehren möglichst den ganzen Tag über auf demselben Fahrweg und die Fahrzeitprofile bleiben annähernd gleich.

"Mit dem sprintH bieten wir den Menschen der Region ein neues, komfortables Fahrerlebnis", erklärt der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz. "Es geht uns darum, mehr Menschen für den Nahverkehr zu gewinnen. Dazu gehört einerseits ein entsprechend dichter Takt, aber eben auch attraktive Angebote während der Fahrt." Die Busse auf den sprintH Linien 500 und 700 verfügen über ein auffälliges Design und eine besondere Ausstattung. Neben Monitoren im Innern, über die Informationen für Fahrgäste ausgestrahlt werden sollen, gibt es USB-Ladebuchsen und vor allem kostenloses WLAN.

Die Idee für die sprintH Linien ist im Rahmen des sog. Regionalbusgutachtens entstanden. Hier wurden Nachfrage, Auslastung und Bedarfe identifiziert. "Auf Linien, die bereits jetzt schon gut frequentiert sind, sehen wir noch weitere Potenziale", so Franz.

Merkbar, verlässlich, komfortabel

"Als Geschäftsführerin der regiobus freue ich mich sehr darüber, dass der Busverkehr in der Fläche einen Schub erhält. Mit dem sprintH bieten wir eine gute Kombination aus Fahrtenhäufigkeit und Komfort. Gerade für die Bewohnerinnen und Bewohnner im Umland, die eben nicht über die Annehmlichkeiten eines innerstädtischen ÖPNVs verfügen, müssen wir Anreize schaffen. Es geht darum, ein verlässliches, leicht merkbares Angebot zu etablieren, das zu einer neuen Qualität des Busverkehrs im Umland führt", betont Elke van Zadel. "Kostenfreies WLAN im Bus während der Fahrt ist ein besonderes Angebot, das insbesondere bei den längeren Reisezeiten im Regionalbusverkehr Sinn macht", so van Zadel.

Die Einführung der sprintH Linien erfolgt sukzessive. Gestartet wird mit den Linien 500 und 700 der regiobus. "Wir beginnen jetzt mit einem Dutzend Busse ab Mitte Dezember. Innerhalb des ersten Quartals 2020 werden wir rund 40 Fahrzeuge auf diesen beiden Linien im Einsatz haben", berichtet van Zadel. Bei der Einführung und Erprobung neuer Antriebstechniken wie der Elektromobilität kommt den sprintH Linien perspektivisch eine Vorreiterrolle zu.

In der letzten Ausbaustufe werden insgesamt rund 90 Busse mit den neuen Komfortmerkmalen ausgestattet und im sprintH Design auf den Straßen der Region im Einsatz sein.

ÜSTRA mit Hybridbussen

"Hinter sprintH steckt der feste Wille, auch in das Umland Hannovers hinein bessere Verbindungen zu schaffen", sagt Dr. Volkhardt Klöppner, Vorstandsvorsitzender der ÜSTRA. "Das Ergebnis ist Ausdruck der neuen, intensiven und äußerst konstruktiven Zusammenarbeit der Verkehrsunternehmen. Die sprintH Linie 800 der ÜSTRA wird Ende 2021 in das Konzept integriert. Wir werden auf dieser Linie von Sehnde nach Hannover sieben Hybridfahrzeuge einsetzen", so Klöppner.

Die neuen Hunderter kommen

Die sieben sprintH Linien gehen aus bereits bestehenden Buslinien hervor, die z.T. eine andere Liniennummer bekommen. Alle sprintH erhalten eine 100er-Nummer (gesondert zu betrachten sind die ÜSTRA Erlebnislinien 100 und 200, die in Hannovers City verkehren).

Die sprintH Linien im Einzelnen:

Linie 300 Pattensen – Hemmingen – Hannover ZOB
Linie 400 Neustadt – Bordenau – Horst – Berenbostel – Marienwerder (heute 440)
Linie 500 Gehrden – Ronnenberg – Hannover ZOB
Linie 600 Großburgwedel – Isernhagen – Langenhagen (heute 650)
Linie 700 Seelze – Dedensen – Hannover ZOB
Linie 800 Mehrum – Sehnde – Hannover Altenbekener Damm (heute 370)
Linie 900 Burgdorf – Altwarmbüchen – A2-Center (heute 640)

Maßnahmen an Haltestellen flankieren das neue Angebot

Geplant ist, die Haltestellen auf den sprintH Linien schrittweise barrierefrei auszubauen. Von 134 Haltepunkten auf den Linien 500 und 700 sind bereits 63 Positionen umgerüstet. Im nächsten Jahr kommen weitere 18 hinzu.
Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass Fahrgäste die Möglichkeit erhalten, Fahrräder in unmittelbarer Nähe der Haltepunkte abzustellen. Die sprintH Linie 400 wird bis Ende April 2020 fast durchgängig mit Fahrradabstellmöglichkeiten ausgestattet sein. Für 27 von 36 Haltestellen auf dieser Linie sind solche Anlagen geplant.

Zur besseren Information der Fahrgäste werden an sprintH Haltestellen mit mehr als 150 Einsteigern pro Tag dynamische Fahrgastinfoanzeiger installiert. Im ersten Schritt sind 10 bis 15 solcher Anzeigen entlang der sprintH Linie 500 geplant.

An Haltestellen mit 50 bis 100 Einsteigern plant die Region Hannover mit der kleineren Variante (DFI light). Dabei geht es um digitale Anzeigen, die in den Haltestellenmast integriert sind. Voraussichtlich 20 dieser Varianten werden in 2020 verbaut. Für 2021 sind noch einmal 150 Installationen vorgesehen.

Gut zu erkennen

Die Haltestellen, an denen sprintH Linien verkehren, sind durch Logos im Fahrplanbuch, am Aushangfahrplan und am Haltestellenschild zu erkennen. An einigen Haltestellenmasten machen sprintH Schilder auf die Internetseite www.sprintH.de aufmerksam, die weiterführende Informationen parat hält.

Die sprintH Linien werden ab dem 9. Dezember über weitere Medien beworben. Unter anderem mit sog. City-Light Postern und Roadside Screens, durch Zaunplattenwerbung in den Umlandgemeinden, im Fahrgastfernsehen der ÜSTRA, mit Postkarten im Gastronomiebereich und mit Radiospots.

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