Kategorienarchiv: Burgdorf

Wieder persönliche Schlaganfall-Beratung ab dem 27. Juli

In der Hannoverschen Neustadt 53 in Burgdorf werden ab Juli wieder sämtliche Fragen rund um das Thema Schlaganfall kompetent beantwortet. Um eine vorherige telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 05136/82727 (Anrufbeantworter) oder 0173/8040035 gebeten.

Da ein Schlaganfall in den allermeisten Fällen Betroffene wie Angehörige völlig unvorbereitet trifft, ist die ehrenamtliche Selbsthilfearbeit ein wichtiger Baustein in der Nachsorge zur Wissensvermittlung und zum Kontaktaufbau zu örtlichen Selbsthilfegruppen.

"Für die Beratungstätigkeit und zur Bewältigung der immer mehr Raum einnehmenden Verwaltungstätigkeiten, haben wir im letzten Jahr mit  Frau Marzena Fiedler eine neue, engagierte Mitarbeiterin gewinnen können.

Wir, als Schlaganfall Landesverband, sehen uns den gesundheitlichen, psychischen und sozialen Bereich derer abdeckend, welche von erworbenen Hirnschädigungen als Betroffene oder auch Angehörige betroffen sind. Mit unserem Angebot wollen wir Integration vorantreiben, zur individuellen Selbsthilfe motivieren und gesellschaftliche Toleranz aktiv fördern. Dabei unterstützen wir Einzelpersonen wie auch Gruppen, die eigenverantwortlich nach Lösungsmöglichkeiten suchen und diese zielführend in Handeln umsetzen wollen.

Wir möchten der Selbsthilfe einen höheren Stellenwert verschaffen und ihre Position im Sozial- und Gesundheitssystem weiter festigen. Dazu sehen wir uns als Vernetzungsstelle aller Handlungsfelder in Bezug auf Schlaganfall", so Ullrich Weber.

Weitere Informationen sind unter www.schlaganfall-niedersachsen.de zu finden.

Klimaschutz in ausgezeichneten Sportstätten

Die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover haben neun Vereine und die Stadt Burgdorf für umfassende energetische Sanierungen ihrer Vereinsgebäude im Rahmen des Beratungs- und Förderprogramms e.coSport ausgezeichnet.

Das Programm ist ein wichtiger Baustein zum Klimaschutz in Stadt und Umland. Neben der Gastgeberin der Veranstaltung, der Sportgemeinschaft von 1874 Hannover e.V., und der Stadt Burgdorf wurden mit Urkunden geehrt: Flugsportclub Hannover e.V., Kanu-Gemeinschaft List e.V., Kanu-Sport-Club e.V., TSV Limmer e.V., TuS Vahrenwald 08 e.V. (alle Hannover), Schützenverein "Horrido" Ingeln von 1920 e.V., SV Germania Grasdorf e.V. (beide Laatzen) und SV Adler Hämelerwald e.V. von 1888 (Lehrte). mit Urkunden für ihr Klimaschutz-Engagement geehrt.

"e.coSport ist nach wie vor ein Erfolgsmodell. Seit mittlerweile 20 Jahren führen Stadt und Region das Coaching-Programm der energetischen Sportstättensanierung und der Umweltberatung durch. Und es gibt ausschließlich Gewinner: die Sportvereine, die ihre Gebäude modernisieren und energetisch optimieren, und die Umwelt", sagte Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin, und führte weiter aus: "Allein die sechs hannoverschen Vereine, die dieses Jahr ausgezeichnet werden, können durch die Maßnahmen zusammengerechnet rund 91.000 Kilowattstunden Wärme- und Stromenergie pro Jahr sowie etwa 7.000 Euro pro Jahr einsparen. Gleichzeitig werden jährlich etwa 24 Tonnen Kohlendioxidemissionen vermieden."

Christine Karasch, Dezernentin für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover, hob hervor: "In Deutschland sind über 27 Millionen aktiven Sportlerinnen und Sportler in Vereinen organisiert. Zusammen können sie viel für den Klimaschutz bewegen. Und Vorbild sein. Das zeigen unsere regionalen e.coSport-Projekte auch in diesen Jahr. Es lohnt, den Blick auf die Energieverbräuche bei Heizung, Warmwasser, oder Beleuchtung zu lenken. Auch die mangelnde Isolierung von Sporthallen gehört dazu. Klimaschutz und Sport sind deshalb ein Gewinn für beide Seiten. Mit dem e.coSport-Programm unterstützen wir Verbände, Vereine und Kommunen dabei, Kosten für Strom und Wasser nachhaltig zu sparen und schützen gemeinsam Umwelt und Natur."

Öffentliche und private Gebäude in Deutschland verbuchen für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung einen Anteil von 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs. Sie stehen für fast 20 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes. Mit Energieeffizienz-Maßnahmen im Gebäudebereich anzusetzen, ist ein wichtiger Eckpfeiler der Energiewende.

Seit dem Jahr 2002 wurden insgesamt 107 Vereine mit Hilfe des e.coSport-Programms umfassend über Möglichkeiten der energetischen Modernisierung beraten und bei der Umsetzung finanziell gefördert. Neben den Projektträgern Stadt und Region engagieren sich finanziell auch der Förderfonds proKlima, der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) sowie der Stadtsportbund (SSB) und der Regionssportbund (RSB).

SG von 1874 Hannover e.V.

Die SG 74 hat bereits 2004 und 2015 am e.coSport-Programm teilgenommen und setzt die energetische Sanierung 2021 konsequent fort. So konnte das Dach der Umkleiden gedämmt und die Lichtbänder ausgetauscht werden. Außerdem werden die Giebelwände der Mehrzweckhalle gedämmt. Durch diese Maßnahmen sinkt der jährliche Energieverbrauch um weitere 14.500 kWh und es werden CO2-Emissionen von ca. zweieinhalb Tonnen pro Jahr vermieden. Die Erneuerung des Blockheizkraftwerks ist bereits in Planung.
Gesamtsumme: 149.298 Euro
e.coSport – Stadt Hannover: 27.000 Euro
SSB: 44.700 Euro
Stadt Hannover: 32.200 Euro

Flugsportclub Hannover e.V.

Der Flugsportclub Hannover wurde Anfang 2019 in das e.coSport-Programm aufgenommen und sanierte nach erfolgreicher Antragstellung die Vereinshalle inklusive Flugzeughangar und Werkstatt. In diesem Rahmen dämmte der Verein den Fußboden und einen Teil der Innen- und Außenwände. Außerdem wurden die Türen zum Lager und zum Hangar durch wärmegedämmte Türen ersetzt. Durch diese Maßnahmen sinkt der jährliche Wärmeverbrauch um ca. 3.000 kWh und es werden etwa 1,7 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden.
Gesamtsumme: 35.455 Euro
e.coSport – Region Hannover: 15.889 Euro
SSB: 10.637 Euro

Kanu-Gemeinschaft List e.V.

Die Kanu-Gemeinschaft List hat bereits 2008 am e.coSport-Programm teilgenommen und sich 2017 erneut für eine Sanierungsberatung angemeldet. Der erste Bauabschnitt mit der Clubraumsanierung und der Heiztechnikoptimierung wurde 2018 fertiggestellt. Nun konnte im zweiten Bauabschnitt die Gebäudehülle umfassend gedämmt und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert werden. Außerdem wurden Türen getauscht, Glasbausteine entfernt und Fenster durch solche mit Wärmeschutzverglasung ersetzt. Damit spart die Kanu-Gemeinschaft List in Zukunft weitere 9.000 kWh Gas zum Heizen pro Jahr ein. Das entspricht etwa drei Tonnen CO2.
Gesamtsumme: 88.000 Euro
e.coSport – Stadt Hannover: 46.500 Euro
SSB: 23.500 Euro

TuS Vahrenwald 08 e.V.

Bereits 2012 dämmte der TuS Vahrenwald 08 e.V. das Dach seiner Sportanlage im Rahmen des e.coSport-Programms. Sieben Jahre später hat sich der Verein erneut zum Programm angemeldet, um die Duschen, Sanitärräume und Umkleiden energetisch zu sanieren. Außerdem konnte der Gastrobereich modernisiert und der Clubraum zu einer neuen Sportstätte (Mehrzweckraum) umgerüstet werden. Dadurch wird der Wärmeverbrauch jährlich um etwa 10.000 kWh sinken und der CO2-Ausstoß um etwa 2,3 Tonnen reduziert.
Gesamtsumme: 208.700 Euro
e.coSport – Stadt Hannover: 89.000 Euro
SSB: 32.000 Euro
Stadt Hannover: 7.000 Euro

Kanu-Sport-Club e.V.

Ende 2017 hat sich der Kanu-Sport-Club für das e.coSport-Förderprogramm angemeldet und nun die grundlegende energetische Sanierung des Vereinsgebäudes abgeschlossen. Wie im Sanierungskonzept vorgesehen, dämmte der Verein die Gebäudehülle, erneuerte die Fenster und Sanitäranlagen und stellte die Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik um. Zusätzlich wurden eine Lüftungsanlage und eine Luft-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung installiert. So wird der Wärmeverbrauch jährlich um etwa 6.000 kWh sinken und der CO2-Ausstoß um etwa 1,2 Tonnen reduziert.
Gesamtsumme: 109.157 Euro
e.coSport – Region Hannover: 54.500 Euro
SSB: 32.747 Euro

Schützenverein "Horrido" Ingeln von 1920 e.V.

Der Schützenverein "Horrido" Ingeln wurde Anfang 2020 in das e.coSport-Programm aufgenommen und konnte die Sanierungsmaßnahmen bereits ein Jahr später abschließen. Um den Energieverbrauch zu senken, wurde die Heizung ausgetauscht und die Regelung optimiert. Außerdem wurden die Leuchtstoffröhren durch energieeffiziente LED-Beleuchtung ersetzt und eine wärmegedämmte Außentür eingebaut. Damit senkt Verein seinen Energieverbrauch in Zukunft um 2.800 kWh pro Jahr, was rund einer Tonne CO2 entspricht.
Gesamtsumme: 27.790 Euro
e.coSport – Region Hannover: 15.584 Euro
RSB: 2.478 Euro
Stadt Laatzen: 6.947 Euro

SV Adler Hämelerwald e. V. von 1888

Anfang 2017 wurde der SV Adler Hämelerwald in das e.coSport-Programm aufgenommen, jetzt sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Im Fokus des Maßnahmenpakets lag die Erneuerung des 29 Jahre alten Heizkessels inklusive Optimierung der Heizungsanlage. Außerdem konnten die Warmwasserbereitung erneuert und wassersparende Armaturen in die Duschen eingebaut werden. In Zukunft spart der Verein so ca. 17.000 kWh Gas zum Heizen ein und reduziert den CO2-Ausstoß um etwa vier Tonnen. Die Energiekosten sinken jährlich um etwa 1.100 Euro.
Gesamtsumme: 61.200 Euro
e.coSport – Region Hannover: 25.014 Euro
RSB: 18.838 Euro

SV Germania Grasdorf e.V.

Bereits 2004 investierte der SV Germania Grasdorf mit Unterstützung von e.coSport in eine neue Gas-Brennwertheizung, eine Solaranlage und umfangreiche Maßnahmen zur Gebäudedämmung. 2019 hat sich der Verein erneut zum Programm angemeldet, um die Heizungsanlage und Warmwasserbereitung zu optimieren und die Duschanlagen zu erneuern. Zur Unterstützung der Warmwasserbereitung tauschte der Verein die alte Solarthermieanlage aus und installierte einen Pufferspeicher. Zusätzlich wurde die Innenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Damit senkt der SV Germania Grasdorf seinen Energieverbrauch in Zukunft um weitere 14.600 kWh pro Jahr, was rund vier Tonnen CO2 entspricht, und spart zusätzlich jährlich 1.400 Euro ein.
Gesamtsumme: 69.512 Euro
e.coSport – Region Hannover: 33.000 Euro
RSB: 20.474 Euro

TSV Limmer e.V.

Der TSV Limmer hat bereits 2004 und 2012 erfolgreich Maßnahmen im Rahmen des e.coSport-Programms umgesetzt und nun die umfangreiche energetische Sanierung seiner Sportanlage fortgesetzt. Der Sanierungsplan für den Kabinentrakt sah Folgendes vor: Optimierung der Heizungsanlage, Instandsetzung der Solaranlage, Austausch von Fenstern und Türen sowie die energetische Sanierung der Sanitär- und Lüftungsanlagen. Außerdem stellte der Verein die Innenbeleuchtung auf effizientere LED-Technik um. Diese Maßnahmen senken den Energieverbrauch jährlich um 48.000 kWh, was etwa 13,6 Tonnen CO2 entspricht. Dadurch spart der Verein ca. 4.000 Euro Energiekosten im Jahr.
Gesamtsumme: 257.183 Euro
e.coSport – Stadt Hannover: 62.000 Euro
SSB: 73.214 Euro
Stadt Hannover: 58.000 Euro

Stadt Burgdorf – kleine Sporthalle Gymnasium Burgdorf

Die kleine Sporthalle Gymnasium Burgdorf musste aufgrund des sanierungsbedürftigen Daches kurzfristig gesperrt werden. Da die Hallenkapazitäten dringend von Sportvereinen und für den Schulunterricht benötigt wurden, hat sich die Kommune Burgdorf Anfang 2020 für das e.coSport-Programm angemeldet und 75.000 Euro Förderung von der Region Hannover erhalten. Im Zuge der Dachsanierung konnte die Dämmung verbessert und die gesamte Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt werden. Der Stromverbrauch sinkt durch diese Maßnahmen um 11.600 kWh pro Jahr, zusätzlich spart die Kommune 5.000 kWh Wärmeenergie. So werden jährlich insgesamt rund 6,5 Tonnen CO2–Emissionen vermieden und die Energiekosten um etwa 4.000 Euro gesenkt.
Bei allen eingesparten Energiekosten sind zukünftige Energiepreissteigerungen nicht berücksichtigt.

e.coSport – in drei Schritten zur Sanierung

Am Anfang steht für Vereine eine kostenfreie Orientierungsberatung. Im zweiten Schritt wird ein Sanierungsplan aufgestellt, mit Investitionsbedarf, Einsparpotenzialen, Zuschüssen und Finanzierung. Danach erfolgt die Umsetzungsberatung, mit Fördermittelbeantragung, Qualitätssicherung und weiterer Unterstützung. Weitere Informationen sind im Internet unter www.hannover.de/e.cosport zu finden.

Hilferuf: Droht nun ein Engpass an wichtigstem Personal in der Brandbekämpfung?

Leicht hatten es die Feuerwehren schon vor der Corona-Pandemie nicht: Mit viel Einsatz wurde um Nachwuchs geworben. Das nicht nur in den Nachwuchsabteilungen- den Kinder- und Jugendfeuerwehren – sondern auch sogenannte Quereinsteiger wurde intensiv für die Feuerwehr gesucht. Die Anzahl der Einsatzkräfte konnte so stabilisiert werden, doch nun erwarten die Feuerwehren neues Ungemach: Wichtige Lehrgänge konnten aufgrund der Pandemie nicht erteilt werden, wodurch nun vor allem ein Mangel an Brandbekämpfern in der ersten Reihe fehlt: Die Atemschutzgeräteträger.
Wichtig sind alle Aufgaben innerhalb einer Feuerwehr: Ob Führungskraft, Maschinist oder frisch ausgebildeter Feuerwehrmann: Alle werden benötigt, für das "Getriebe Feuerwehr", bei dem jedes Zahnrad ins andere greift. Doch was ohne diejenigen wäre, die das Feuer direkt bekämpfen, mit einem Strahlrohr in der Hand, der Hitze ausgeliefert, oder Menschen aus brennenden Gebäuden holen, das kann sich auch der Laie gut vorstellen.

"Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger ist eine der wichtigsten überhaupt. Diese Qualifikation ist zwingend bei jedem Einsatz erforderlich", so Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann, der Leiter einer Schwerpunktfeuerwehr ist. Bei jedem Einsatz – egal welcher Art – werde entsprechend auf dem ersten Fahrzeug mit mindestens vier Atemschutzgeräteträgern ausgerückt, denn: "Bei einem möglichen Folgeeinsatz muss dieses qualifizierte Personal auch zur Verfügung stehen. Zumal es nur noch wenige Einsatzlagen gibt, bei denen der Atemschutz nicht notwendig ist", so Bethmann. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, muss ein 35-stündiger Lehrgang bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) der Region Hannover belegt werden.

Lehrtes Stadtbrandmeister Jörg Posenauer sieht eine große Gefahr auf die Brandbekämpfer zukommen: "Uns droht ein Engpass an Atemschutzgeräteträgern", mahnt er. Denn: Seit Beginn der Pandemie waren keine Lehrgänge an der FTZ, die sich in Burgdorf befindet, mehr möglich. Zudem rücken weitere neue motivierte Einsatzkräfte nach, bei denen nun eine zeitnahe weitere Ausbildung in den Sternen steht. Die Feuerwehren zehren derzeit von ihrem Bestand.

Das dieser mit der Zeit immer geringer wird, ist unausweichlich: Ältere Einsatzkräfte können die Belastung unter Atemschutz – verbunden mit schweren Arbeiten unter einer Atemschutzmaske mit insgesamt 20 Kilogramm zusätzlicher Ausrüstung – nicht mehr bewerkstelligen. Was nachvollziehbar ist – und weshalb regelmäßig neue Träger ausgebildet werden.

Stadtbrandmeister Jörg Posenauer und sein Stellvertreter, Hendrik Voges, verantwortlich für den Bereich Atemschutz, appellieren an die Region, hier Abhilfe zu schaffen. Oft genug hätte die Lehrter Feuerwehrführung bei der Region um Antworten auf die Frage gebeten, wie denn die nun entstandene Ausbildungsstau aufgelöst werden könnte. "Wir haben mehrmals nachgefragt", so Posenauer. Eine Antwort hätten sie bis heute nicht erhalten. "Wir brauchen ein Konzept, die Lehrgänge nachzuholen", betont Posenauer: "Die Überhänge nun einfach hinten anzuhängen, löst das Problem jedenfalls nicht". Es müssten weitere Kapazitäten – sei auch nur temporär – geschaffen werden.

Fehlende Räume und Ausbilder seien als Begründung angeführt worden, warum der Lehrgangsbetrieb nicht erweitert werden könnte, erklärt die Lehrter Stadtfeuerwehrführung. Sie fordert daher, neue innovative Wege zu gehen, um die Kapazitäten dennoch auszubauen. In dieselbe Kerbe schlägt auch Hämelerwalds Ortsbrandmeister Christian Roger Fechner, ebenfalls Leiter einer Schwerpunktfeuerwehr: "Wir haben in der Pandemie innovativ gehandelt, das erwarten wir von der Region jetzt auch". In seiner Feuerwehr warten 13 Einsatzkräfte auf einen Lehrgang.

Im Brandabschnitt 4, zu denen Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze gehören, würden nunmehr 137 Einsatzkräfte der vier Kommunen auf einen Lehrgangsplatz als Atemschutzgeräteträger warten. "1,5 Jahre wurde es dauern, diese unter normalen Umständen auszubilden", rechnet Posenauer vor. Mit jedem Tag, der länger gewartet wird, sieht er ein weiteres Problem: "Das sind hochmotivierte Feuerwehrkräfte. Ich weiß nicht wie lange die Motivation anhält", so Posenauer. Was er nicht auszusprechen braucht: Mit jedem nicht ausgebildeten Atemschutzgeräteträger fehlen an der Einsatzstelle diese speziell ausgebildeten Brandbekämpfer. Ein Umstand, den keine Feuerwehrführungskraft akzeptiert und schon gar nicht, wenn etwas dagegen getan werden kann.

Sehndes Stadtbrandmeister Jochen Köpfer plagen die selben Sorgen: 48 Sehnder Brandbekämpfer warten auf eine Lehrgangsteilnahme. "Wir haben trotz der Pandemie an Mitgliedern gewonnen", freut er sich. Stand heute seien 608 Aktive von den Ortsfeuerwehren gemeldet und somit das selbst gesteckte Ziel von 600 Einsatzkräften erreicht worden. Nur mit sehr viel Arbeit im Bereich der Mitgliederwerbung sei dieses möglich gewesen – und auch er sieht nun das Problem, dass der Ausbildungsstau zur Demotivation führt – und schlussendlich auch zu Austritten.

"Hier hätte man mit der Schließung der FTZ aufgrund der Pandemielage schon ein Konzept erarbeiten müssen, wie man die ausgefallenen Lehrgänge nachholen kann", so Hendrik Voges. Und auch das Argument der "fehlenden Räume" lässt Posenauer nicht durchgehen, da man auch andere außerhalb der FTZ nutzen könnte. Bei einer Feuerwehr – wie der Ortsfeuerwehr Burgdorf, die nur wenige Meter entfernt liegt – oder dem benachbarten THW, um nur zwei Beispiele zu nennen.

"Gegen fehlende Ausbilder hätte man seit Beginn der Pandemie auch was tun können", so Voges. Was die notwendigen Ausbildungsutensilien angeht, so könnten könnten diese auch bei einer externen Fachfirma angemietet werden.

Auch könne der Lehrgang, ohne auf die vorgeschriebenen Inhalte zu verzichten, komprimiert werden. So könne der Leistungsnachweis – der vor der Pandemie während des Lehrgangs durchgeführt wurde aber nicht zur Ausbildung dazugehört – auch dezentral absolviert werden, schlägt Voges vor. Diese Zeit würde dann für weitere Ausbildungsstunden zur Verfügung stehen.

"Die Region muss sich bewegen", so Posenauer. "Da muss was getan werden", fordert er, damit seine Prophezeiung nicht in Erfüllung geht und dann der Ernstfall eintritt und nicht genügend Atemschutzgeräteträger bei einem Einsatz vor Ort sind. Oder aber die Feuerwehr ihre Freiwilligen wieder verliert, weil diese immer wieder vertröstet werden, wenn es darum geht, wann sie denn nun endlich ihren Lehrgang absolvieren können.

Der Offene Treff „end-lich leben!“ öffnet wieder im DRK-Aktivtreff Burgdorf

Der Offene Treff "end-lich leben!" des ambulanten Hospizdienstes Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze wird ab Juli dieses Jahres in den Räumen des DRK-Aktivtreffs, Wilhelmstraße 1b, Burgdorf wiedereröffnet. Wegen der Corona-Pandemie mussten die Treffen – wie alle Gruppenangebote des Hospizdienstes – pausieren.

Der Offene Treff "end-lich leben!" ist ein Gesprächsangebot des Ambulanten Hospizdienstes in Kooperation mit dem Burgdorfer Mehrgenerationenhaus für Menschen, die sich mit den Themen Abschied, Wandel, Veränderung und Neubeginn im Leben auseinandersetzen wollen.

Das erste Treffen ist am Sonnabend, 10. Juli 2021, von 10 bis 12 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Spenden wird gebeten.

Aktuell werden die noch gültigen "AHA-L-Regeln" wegen der Corona-Pandemie hinsichtlich Abstand, Hygiene und Datenerfassung eingehalten. Das bedeutet auch, dass ein Mund-Nasen-Schutz bei Betreten des Gebäudes getragen werden muss, während des Gespräches aber abgesetzt werden kann. Der Raum wird gelüftet, Getränke müssen selbst mitgebracht werden.

Der Offene Treff "end-lich leben!" findet immer am zweiten Sonnabend des Monats vormittags von 10 bis 12 Uhr statt. Die weiteren Termine in diesem Jahr sind 14. August, 11. September, 9. Oktober, 13. November und 11. Dezember.

Auskünfte und weitere Informationen unter Telefon 05136/897311 oder per Mail an hospizdienst.burgdorf@evlka.de

Die Welt erleben mit Rotary

Rotary Clubs bieten Schülerinnen und Schülern ab 14 Jahren und jungen Erwachsenen bis 30 Jahre Austauschprogramme in die ganze Welt. Am 7. Juli 2021 findet die erste deutschlandweite Online-Info-Veranstaltung dazu statt.

Der Jugendaustausch ist eine der Säulen von Rotary International. Unter der Corona-Pandemie hat er sehr stark gelitten und ist in den vergangenen beiden Jahren praktisch komplett ausgefallen. Um die Erfahrungen in aller Welt ab 2022 wieder zu ermöglichen, findet zur Unterstützung am 7. Juli 2021 von 19 bis 21 Uhr die deutschlandweite Online-Info- Veranstaltung "Die Welt erleben mit Rotary" für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und junge Erwachsene statt.

Dabei werden die vier Programme Jahresaustausch LTEP (15-18 Jahre), Kurzaustausch STEP (15-18 Jahre) Sommercamps (individuell je nach Camp) und NGSE (junge Erwachsene bis 30 Jahre) vorgestellt. In kleineren Sessions berichten dann ehemalige Austauschschüler von ihren Erfahrungen – und die Ansprechpartner aus den Rotary Clubs beantworten Fragen der Interessenten.

"So können wir wieder deutschlandweit mit diesen tollen Programmen durchstarten", erläutert Initiatorin Daniela Singer vom Rotary Club Fränkische Schweiz. "Außerdem können wir so geeignete BewerberInnen gleich mit den zuständigen Clubs vor Ort in Kontakt bringen", ergänzt Stefan Karnop, Vorsitzender des Jugendausschusses im Rotary-Distrikt 1800 in den Bereichen Sachsen-Anhalt und östliches Niedersachsen.

Was viele nicht wissen: Rotary International ist der weltgrößte private und nichtkommerzielle Organisator von Schüleraustauschprogrammen (www.rotary- jugenddienst.de). Die unabhängige Serviceorganisation, die sich dem Frieden, dem kulturellen Austausch und dem Dienst am Menschen verschrieben hat, bietet jedes Jahr die Möglichkeit, als junger Mensch im Rahmen von Feriencamps, als Familienaustausch ein paar Wochen oder ein Jahr im Ausland zu verbringen und dort auch zur Schule zu gehen oder ein Praktikum zu machen. "Bewerben kann sich jede/r", betont Thomas Czeszak vom Rotary Club Lehrte-Burgdorfer Land, der ebenfalls hinter der Online-Info-Veranstaltung steht. "Das Programm ist offen für alle – unabhängig von Nationalität, Konfession oder Zugehörigkeit zu einem Rotary-Club. Voraussetzung ist allerdings die Bereitschaft, das eigene Land, die eigene Kultur und die eigene Generation im Ausland angemessen zu repräsentieren."

Rotary hat dazu weltweit ein ganz besonderes Netzwerk aufgebaut. Die Auswahl der Gastgeber-Familien wird vor Ort vom jeweiligen Rotary-Club durchgeführt, die Betreuung und das Programm vom jeweiligen regionalen Rotary-Distrikt gemeinsam mit den Clubs organisiert. Da Rotary-Mitglieder ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, entstehen beim Austausch weder Verwaltungs- noch Unterbringungskosten. Die Austauschschüler müssen lediglich für die Flüge, die erforderlichen Versicherungen und Visa sowie Taschengeld und gegebenenfalls Reisen selbst aufkommen. Von daher ist das Programm auch für einkommensschwächere Familien machbar. Bei Bedarf gibt es außerdem eine bestimmte Anzahl von Stipendien zur finanziellen Unterstützung.

Bewerben kann sich jede/r – für den Jahresaustausch am besten schon Ende der 9. Klasse. Für den Kurzaustausch auch schon in der 8. Klasse.

Die Bewerber werden nicht allein aufgrund schulischer Leistungen ausgewählt. Was zählt, sind Sozialkompetenz, gesellschaftliches Engagement und Kommunikations- fähigkeit. Außerdem gehört bei den Schülerprogrammen in der Regel auch die Bereitschaft dazu, in der eigenen Familie einen Gastschüler aufzunehmen.

Programme:

LTEP (Long Term Exchange Programm) bezeichnet den Jahresaustausch. Die Austauschschüler verbringen das Auslandsjahr bei mindestens zwei Familien im gleichen Ort, gehen dort zur Schule und nehmen an zahlreichen (rotarischen) Veranstaltungen und Reisen teil.

STEP (Short Term Exchange Programm) sind Kurzaustauschangebote von Rotary, die je nach Verfügbarkeit und individueller Absprache der Familien zustande kommen. STEPs sind immer Family-to-family-Programme und dauern vier bis acht Wochen. Sie starten wieder im Frühjahr 2022.

Der NGSE (New Generation Service Exchange) ist ein Programm für junge Erwachsene im Studium, der Ausbildung oder am Berufsanfang. Hier geht es um Auslandserfahrungen im Beruf. Bewerbungen sind jederzeit möglich, da stets individuell vermittelt wird und die Teilnehmer volljährig sind.

Camps sind stets international und richten sich an spezielle Zielgruppen. Die jeweiligen Inhalte und Teilnahmebedingungen sind auf der Jugenddienst-Website ausgeschrieben.

Wer Interesse an einem Schüleraustausch über Rotary hat, kann sich in seiner Region bei einem der Rotary-Clubs melden. Informationen und eine Club-Übersicht gibt es auch auf www.rotary-jugenddienst.de. Wer an der Info-Veranstaltung teilnehmen möchte, kann sich auf der Veranstaltungswebsite www.die-welt-erleben-mit-rotary.de direkt anmelden.

Fragen zum Austauschprogramm beantwortet Thomas Czeszak auch persönlich. Hierzu kann eine Mail mit einer Rückrufnummer an lehrte-burgdorfer-land@rotary.de gesendet werden.

„Ich bin eine starke Frau“ – Respekt durch Empowerment

In Kooperation mit dem Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Region Hannover (FMGZ) lädt die Frauenberatung der AWO Region Hannover interessierte Frauen am Montag, 12. Juli 2021, um 18 Uhr zu einem Online-Workshop zum Thema "Starke Frauen – Respekt durch Empowerment" ein.

"Mit Respekt behandelt zu werden, gehört zu unseren Grundbedürfnissen", sagt Johanna Pfizenmaier von der AWO-Frauenberatungsstelle. Dennoch könne es gerade Frauen aufgrund ihrer Sozialisation sehr schwerfallen, respektvolles Verhalten einzufordern.

Edith Ahmann (Heilpraktikerin und Geschäftsführerin vom FMGZ) spricht in ihrem Vortrag darüber, wie Selbstwirksamkeit, Selbstachtung und Selbstfürsorge mit einem respektvollen Umgang zusammenhängen. "Respektloses Verhalten gehört inzwischen zum Alltag und hinterlässt Spuren bei den Betroffenen", betont Ahmann. Die Persönlichkeit zu stärken, könne dazu beitragen, innere Freiheit zu gewinnen und sich davon nicht so beeindrucken zu lassen.

Die Veranstaltung findet online über Zoom statt. Eine Anmeldung mit Nennung des Namens und der Adresse ist per Mail an frauenberatung@awo-hannover.de zu richten. Der Zugangslink zur Veranstaltung wird per Mail versendet. Der Anmeldeschluss ist der 11. Juli.

 
Weitere Informationen gibt die AWO-Frauenberatungsstelle, Hannoversche Neustadt 53 in Burgdorf, unter der Rufnummer 05132/823434 und per Mail an frauenberatung@awo-hannover.de.

VHS Ostkreis Hannover bietet Sommerprogramm im Juni und Juli an

Wie die Volkshochschule (VHS) Ostkreis Hannover bekannt gibt, erlaubt die seit dem 31. Mai 2021 geltende Corona-Landesverordnung den Einrichtungen der Erwachsenenbildung wieder den Präsenzunterricht unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln sowie der Dokumentationspflicht. Darüber hinaus ergeben sich weitere Verpflichtungen zur Gruppengröße sowie zum Tragen einer medizinischen Maske in den VHS-Räumlichkeiten.

Die aktualisierten Beginntermine können auf der Homepage unter www.vhs-ostkreis-hannover.de direkt in den Kursdaten eingesehen werden. Kurse, die nicht mehr durchgeführt werden können, sind wieder für das kommende Herbstsemester ab September 2021 geplant und sind auf unserer Homepage veröffentlicht und können bereits gebucht werden.

Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann sich für die Kurse wie gewohnt telefonisch, per Mail, per Fax, unter www.vhs-ostkreis-hannover.de oder schriftlich (beispielseise mit einer Anmeldekarte) anmelden.

Im Juni und Juli wird ein Sommerprogramm angeboten, dessen Kurse im Freien in der frischen Luft stattfinden. Daneben können auch die Online-Unterrichtsformate genutzt werden, die im Sprachen-, Gesundheits- und EDV-Bereich erstellt wurden. Nähere ist unter www.vhs-ostkreis-hannover.de zu finden.

Das gesamte Kursangebot des nächsten Semesters wird Ende Juli 2021 beziehungsweise Anfang August auf der Homepage und im neuen Programmheft für das Herbstsemester 2021 veröffentlicht. Bei Fragen zum Kursgeschehen ist die VHS Ostkreis Hannover weiterhin telefonisch und per Mail an info@vhs-ostkreis-hannover.de zu erreichen.

Die Geschäftsstelle der Volkshochschule, Hannoversche Straße 23 in Altwarmbüchen, ist montags, mittwochs und freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr geöffnet. Interessierte können sich beraten lassen und persönlich anmelden. Telefonisch erreichen Interessierte die VHS Ostkreis Hannover auch außerhalb dieser Öffnungszeiten unter der Nummer 0511/2208222 in der Geschäftsstelle in Isernhagen. Anrufe werden dann automatisch an die Geschäftsstelle in Lehrte weitergeleitet. Diese kann auch direkt unter der Telefonnummer 05132/5000-0 erreicht werden.

Hörregion Hannover präsentiert IntraRegionale 2021

Von Sonntag, 13. Juni, bis Sonntag, 18. Juli 2021, präsentiert die Hörregion Hannover mit der diesjährigen "IntraRegionale" zeitgenössische Klangkunst an zwölf ungewöhnlichen Orten in Landstrichen rund um die niedersächsische Landeshauptstadt. Am gestrigen Mittwoch 9. Juni 2021, wurde das Hör- und Kunsterlebnis der Öffentlichkeit vom Bürgermeister Frank Prüße und vom Regionspräsidenten Hauke Jagau auf Deck 4 des zentralen Lehrter Parkhauses offiziell ans Herz gelegt.

Seit 2015 möchte das kulturelle Projekt "Hörregion" die akustische Wahrnehmung der Menschen in der Region und ihre Lebensqualität erhöhen und fördern. In den bevorstehenden gut fünf Wochen werden Kunstschaffende und Künstlerkollektive ihre Klangkompositionen an Plätzen in den Orten Barsinghausen (Kloster), Benthe (Bergterrassen), Bissendorf (Wertstoffhof) und Burgdorf (Hochbrücke), Isernhagen (Friedenshain), Langenhagen (Kapelle) und Lehrte (Parkhaus), in Neustadt a. Rbg. (Kasematten), Poggenhagen (Bovista und Park) und Völksen (Passagen) sowie in Hannover-Herrenhausen (Wasserkunst) und auf dem Expo-Messgelände (Planet MID) zu Erlebnisräumen machen.

In kreativer Kooperation mit dem Burgdorfer Kulturverein SCENA stellt der Berliner Tonkünstler Georg Klein seine Klanginstallation unter der Hochbrücke in Nähe des Magdalenenfriedhofes in Burgdorf vor. Der Klangkomposition aus Vogelgezwitscher und Glockenspiel, Computer und brückenüberfahrenden Fahrzeugen, kann am kommenden Sonntag, 13. Juni 2021, ab 11 Uhr gelauscht werden.

Der Burgdorfer Pferde- und Hobbytiermarkt erwacht zu neuem Leben

Am Sonnabend, 19. Juni, lädt der VVV zum 240. Pferde- und Hobbytiermarkt auf dem Marktgelände am Kleinen Brückendamm ein.

Da die Corona-Infektionszahlen anhaltend auf einen Tiefstand gesunken sind, gab die verantwortliche Behörde in Hannover vor kurzem grünes Licht für die Auftaktveranstaltung zur 42. Saison. Diese war ursprünglich für den 17. April vorgesehen. Wie gewohnt erwartet die Besucher von 8 bis 13 Uhr ein umfangreiches Angebot rund um Hobbytiere aller Art – darunter Geflügel, Ziervögel, Nager und Fische – und an Tierzubehör. Hinzu kommt ein Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie. Einzige Zugangsvoraussetzung für das Betreten des Veranstaltungsbereichs ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (OP- oder FFP2-Maske) für Personen ab sechs Jahren und die Einhaltung der Abstandsgebote. Alle weiteren Corona-Auflagen entfallen. Hunde dürfen aus Tierschutzgründen nach wie vor nicht auf das Pferdemarktgelände. Die anderen Termine 2021 sind am 17. Juli, 21. August und 18. September.

Landwirtschaftliche Fahrzeugschau und Historisches Handwerk

Zum Beiprogramm gehört eine attraktive Pferde- und Reitershow auf der Vorführbahn des Burgdorfer Pferdelandes. Die Burgdorfer Jägerschaft ist mit ihrem Info-Mobil vertreten. Mit einer sehenswerten landwirtschaftlichen Fahrzeugschau beteiligt sich der Verein Freunde historischer Fahrzeuge aus Immensen. Die seit mehr als 25 Jahren aktiven Mitglieder präsentieren tadellos erhaltene landwirtschaftliche Vehikel aus mehreren Jahrzehnten, die als echter Blickfang die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Bei der Ausstellung "Historisches Handwerk" gibt es einen Einblick in die frühere Vielfalt handwerklicher Tätigkeiten. Dabei präsentieren sich Besenbinder Horst Eggelmann, Korbmacher Hans Müller, Drechsler Lothar Ostheider, Pfeifenmacher Michael Sickfeld, Marmeladenkocherin Karina Rudnick und der Senfmacher Berndt Zamostny. Ein weiterer Anziehungspunkt sind die Schmiedevorführungen von Falk Laxander. Der Kuhbetrieb von Heike Kläke präsentiert sich mit einem Käsestand und 2 Kälbern. Ein großes Sortiment zeichnet den Stand für Pferde- und Reitsportbedarf aus.

"Tag der Verkehrssicherheit" 

An ihrem Infostand lädt die Polizeiinspektion Burgdorf zum "Tag der Verkehrssicherheit" ein. Bei der Schau "Land & Garten" treffen die Besucher unter anderem Gartenstecher und Gartenkeramikartikel. Im Kinderzelt der Stadtsparkasse Burgdorf und von CarWash (Lise-Meitner-Straße 10) gibt es die Gelegenheit, mit dem Team des JohnnyB. an alten und neuen Bewegungsspielen teilzunehmen. Auf die jüngsten Besucher wartet zudem das Team vom Avalon Gestüt, das zum Ponyreiten einlädt. Die zutraulichen Tiere stehen für geführte Reitrunden bereit. Hinzu kommt ein Kinderkarussell. Der MitMachHof von Claudia Königsmann bietet kindgerechte Einblicke in die Landwirtschaft.

Der VVV wirbt an seinem Informationsstand für die neue Spielzeit im Theater am Berliner Ring (ab 10. September 2021) und für die Ausstellungen "James Bond: 007 in Burgdorf" (bis 15. August im Stadtmuseum) und "Als der Strom nach Burgdorf kam" (bis 1. August in der KulturWerkStadt). An einem Sonderverkaufsstand gibt es die neue Burgdorfer Jahreschronik 2020, die die Ereignisse des vergangenen Ausnahmejahres Revue passieren lässt. Weiter erhältlich sind die neuen "Burgdorfer ErlebnisRadTouren" mit attraktiven Tourvorschlägen in der Sommerzeit.

9. Burgdorfer Oldtimer-Treffen am 17. Juli

Zu den Höhepunkten der Veranstaltung am 17. Juli gehört das 9. Burgdorfer Oldtimer-Treffen, bei dem sich erneut die Besitzer historischer Fahrzeuge mit ihren Vehikeln (PKWs, Motorräder, Mopeds, Fahrräder, landwirtschaftliche Fahrzeuge) ein Stelldichein geben. Teilnehmeranmeldungen nimmt ab sofort die VVV-Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 05136/1862 entgegen. Alternativ steht ein Anmeldeformular, das auch die VVV-Oldtimer-Schau zum Verkaufsoffenen Sonntag am 27. Juni umfasst, auf der Homepage www.vvvburgdorf.de zum Download bereit.

City-Samstag mit Cartoonmeile

Parallel zum Pferde- und Hobbytiermarkt organisieren die City-Anlieger nach einjähriger Pause wieder einen City-Samstag mit Aktionen, die den Einkaufsbummel umrahmen. Dabei ist die James Bond-Ausstellung im Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Ein weiterer Anziehungspunkt ist die von Stadtmarketing Burgdorf und der Stadtsparkasse Burgdorf präsentierte Cartoonmeile in der Innenstadt. Dabei sind humorvolle Zeichnungen von Deutschlands bekanntestem Cartoonisten Uli Stein in 30 beteiligten Geschäften zu sehen. Dort befinden sich auch Bilderrahmen, die Buchstaben für den Lösungssatz eines attraktiven Gewinnspiels zur Cartoonmeile enthalten. Die Teilnahme lohnt sich: Auf die Gewinner warten 30 Warengutscheine und Burgdorfer Geschenkgutscheine im Wert von jeweils 50 Euro. Wer die Lösung gefunden und auf einer Teilnahmekarte eingetragen hat, die in allen beteiligten Geschäften erhältlich ist, kann sie bis zum 12. Juli bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, abgeben oder an der Stadtmarketing-Geschäftsstelle, Schmiedestraße 12c, in den Briefkasten werfen. Jeder Gewinner erhält eine postalische Benachrichtigung.

Teilnahmekarten an 30 Stellen 

Hier gibt es die Teilnahmekarten für das Gewinnspiel: ADA-Grill, Amatzo – Mein Fashion Store, Bekleidungshaus Fehling, Bienvenido, Bleich Drucken und Stempeln, Buchhandlung FreyRaum, CORIUM – mode, die Dich anzieht, Dittmann Uhren + Schmuck, EinzigARTig – Deko mit Stil …Schenken mit WOOO…, Fehling Station, HAZ/NP-Geschäftsstelle, HC Parfümerie, Intersport Sport Polch, karos fotostudio & fachgeschäft, KulturWerkStadt, macron store GmbH, Marktspiegel, Moccacino Coffee – Snacks & more, Modehaus Obermeyer, PingPong Kindermoden mit Pfiff, Schuh & Sport Goslar, Schuhhaus Polch, SchuhProfi, Stadtmuseum, Stadtsparkasse Burgdorf, Studio B5, TEEzeit, Wegeners Buchhandlung, Woolworth GmbH und Zweiradfachgeschäft Gustav Schiwy OHG.

Fünf Hauptsponsoren

Die Hauptsponsoren der City-Samstage sind der Marktspiegel, die HAZ/NP, die Stadtsparkasse Burgdorf, der Verein für Kunst und Kultur in Burgdorf e.V. (VKK) und Stadtmarketing Burgdorf e.V. (SMB).

Als Co-Sponsoren machen mit: E-Center-Cramer, Modehaus Obermeyer, Schuhhaus Polch, Bekleidungshaus Fehling, REWE Markt GmbH, Schuh- u. Sporthaus Goslar, Burgdorfer Reisecenter, VGH-Vertretung Holger Wesche, SchuhProfi, Ambulante Pflege Burgdorf GmbH, CarWash (Lise-Meitner-Straße 10), Virkus Optik, Schüler Büro- und Schulbedarf, TEEzeit, Buchhandlung FreyRaum, Darling Mode, Apotheke Schnaith, Fielmann, Taxi & Mietwagen 2216, Mietwagen 4322, H.M.A. Kfz-Meisterbetrieb GmbH und Englitz Immobilien. Gastronomiepartner sind das Glashaus, Bosselmann. Die Landbäckerei, Hähnchenbar, Ristorante Fortore, Localino, Hook´s Food Lounge und Ada-Grill.

Für die Besucher stehen folgende Sonderparkplätze zur Verfügung: an der Hochbrücke (Finanzamt), am Rathaus II, im Parkhaus am Bahnhof, Uetzer Straße/Ecke Ostlandring, Reitplatz St. Georg (An der Bleiche), Lehrter Straße und am Güterbahnhof. Auswärtige Besucher sollten die Umgehungsstraße (B 188) an der Abfahrt Ostlandring verlassen. Wegweiser in der Innenstadt erleichtern die Orientierung für Fußgänger.

Schutz der Tiere vor der Mahd: Rehkitzretter Lutz Oeltjen im Dauereinsatz

Im Monat Mai regnete es viel. Das Gras auf den Wiesen ist hochgewachsen. Mit den trockneren Tagen beginnt im Altkreis Burgdorf die Heuernte. Damit beginnt auch ein fast täglicher Dauereinsatz für Lutz Oeltjen, dem Rehkitzretter der Jägerschaft Burgdorf.

Mithilfe einer hochwertigen Drohne, die über eine eingebaute Wärmebildkamera verfügt, ist er jetzt täglich in den Revieren unterwegs, um Rehkitze und Bodenbrüter vor dem Mähtod oder Verstümmelung zu retten.

Möglich gemacht hat dies, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU). Sie fördert die Jägerschaft Burgdorf mit 5000 Euro für eine Drohne. Hans-Otto Thiele, Vorsitzender der Jäger im Altkreis Burgdorf ist der Bingo-Umweltstiftung dafür dankbar: "Mit der Drohne können die Jäger Rehkitze und anderes Jungwild vor dem Tod mit dem Mäher schützen. Die Drohnen mit Wärmebildkamera haben sich bewährt, um die Tiere kurz vor der Mahd aufzuspüren."

Jedes Jahr fallen unzählige junge Wildtiere der Frühjahrsmahd zum Opfer. In erster Linie sind Rehkitze, Bodenbrüter und Junghasen betroffen. Der hohe Bewuchs sowie die Tarnung, fehlende Witterung und das instinktive in den Boden Drücken der Tiere erschweren das Auffinden.

Lutz Oeltjen ist mit dem Beginn der Mähsaison jetzt fast jeden Morgen ab 4:30 Uhr unterwegs. Innerhalb weniger Tage konnte er in den Revieren mithilfe der Drohne in vier Einsätzen acht Rehkitze und ein Rebhuhngelege orten und bergen.

Oliver Brandt, Presseobmann der Burgdorfer Jäger, erläutert den Ablauf am Beispiel des Revieres Altmerdingsen: Zwei örtliche Landwirte informierten am Freitag die örtlichen Jäger, dass sie am Sonnabend mähen. Am Freitagabend suchten dann die Jäger mit ihren Hunden zunächst die Wiesen nach Rehkitzen und Bodenbrütern ab. Am Sonnabendmorgen trafen sich dann Jagdpächter Ralf Wengorsch sowie Dr. Martin Bisping, Jens Rosenbaum und Oliver Brandt mit Ralf Oeltjen, der vorher schon ab 5 Uhr in Schwüblingsen mit seiner Drohne und den dortigen Jägern eine große Fläche abgesucht hatte. Vier große Wiesenflächen wurden sodann von der Drohne abgesucht. Immer wenn die Drohne eine Wärmequelle lokalisierte, eilten die Jäger mit einem Tragekorb und Markierungsstanden zum Fundort. Sie hatten am Vortag allerdings den Bereich schon gut abgesucht: In Altmerdingsen wurden an diesem Sonnabendmorgen keine Rehkitze sondern nur vier Hasen und eine Ricke, die sich im hohen Gras duckten, geortet. Immer wenn die Jäger mit ihren Körben auf 10 bis 20 Meter heran waren, sprangen sie aber alleine ab und suchten das Weite.

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