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„Helden bitte melden“: Johanniter suchen ehrenamtliche Helfer

Gut vorbereitet zu sein, ist in Krisenzeiten ausschlaggebend. Aktuell ist die Entwicklung der Corona-Lage noch gänzlich unbekannt. Grund genug, für die Johanniter des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen ihren Helferstamm aufzustocken. Gesucht werden Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen und helfen wollen. Erwünscht sind speziell Helfer mit Erfahrung im Rettungs-, Sanitätsdienst oder im Pflegebereich. Angesprochen sind etwa ehemalige Ehrenamtliche, Zivildienstleistende und Freiwillige wie BFD-ler oder FSJ-ler mit Rettungsdienst- oder Sanitätsdiensthintergrund. Aber auch ehemalige Zivilschutz-Verpflichtete (Männer, die sich in den 1970er Jahren statt für die Bundeswehr für den Zivilschutz entschieden hatten und sich gemäß dem Katastrophenschutzgesetz für zehn Jahre verpflichteten).

Ebenso werden Frauen und Männer zwischen 18 und 60 Jahren gesucht, die als Pflegehelferinnen oder examinierte Pflegekraft, als Rettungssanitäter/-in oder -assistent/-in im Rettungsdienst oder mindestens Sanitätshelfer/in im Katastrophenschutz oder als Ausbilder/-innen qualifiziert sind: "Wir wollen gut vorbereitet sein. Deshalb suchen wir Menschen, die eine medizinische Vorbildung haben, welche über einen Erste-Hilfe-Kurs hinausgeht. Interessierte Helfer können sich bei uns melden und sich in eine Helferliste eintragen", sagt Hannes Wendler, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen und Bremen. "In besonderen Situationen, wenn Unterstützung gebraucht wird, werden wir mit den Helfern auf der Liste Kontakt aufnehmen. Das ist zunächst nur eine Vorsichtsmaßnahme", sagt Hannes Wendler.

Für Personen mit Interesse am Helfen und ohne medizinische Qualifikation, beispielsweise Lkw-Fahrer oder Hauswirtschaftskräfte, schauen die Johanniter individuell nach einem möglichen Einsatzgebiet.

Diese zusätzliche Initiative zur Helfergewinnung wird vorausschauend gestartet, damit der Stamm der im Bevölkerungsschutz tätigen ehrenamtlichen Johanniter zur Bewältigung der Lage schlagartig erweitert werden kann. "Jetzt benötigen wir Menschen, die unsere Helferschaft entlasten und unterstützen können", sagt Landesvorstand Wendler. Sich bereitzuhalten um zu helfen, sei ein deutliches Signal für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe. "Es stärkt die Zivilgesellschaft und zeigt, dass wir gemeinsam die Krise bewältigen wollen"; so Wendler weiter. "Wir freuen uns auf Meldungen neuer Heldinnen und Helden."

Zur Registrierung und Kontaktaufnahme haben die Johanniter eine Internetseite aufgebaut, wo jeder Interessierte über eine Standortsuche seinen Ansprechpartner finden kann: www.helden-bitte-melden.de

Unterstützen Sie die Johanniter

In der aktuellen Situation sind die Johanniter auf finanzielle Unterstützung angewiesen – insbesondere zur Sicherstellung der zahlreichen ehrenamtlichen Leistungen. Viele ehrenamtliche Helfer sind für die Menschen im Einsatz – freiwillig und unentgeltlich. Beispielsweise im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Insbesondere für spezielle Ausstattung und Ausrüstung wie Schutzbekleidung wird finanzielle Hilfe benötigt. Wer die Johanniter unterstützen will, kann dies unter folgender Kontoverbindung machen: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., IBAN: DE98 3702 0500 0004 3100 18, BIC: BFSWDE33XXX

Über die Internetseite www.johanniter.de/coronaspende-nb besteht die Möglichkeit auch direkt online zu spenden.

Corona-Virus: 976 Infizierte und nunmehr neun Todesfälle in der Region Hannover

Die Region Hannover hat mit Stand 16:11 Uhr insgesamt 976 Menschen registriert, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Das ist im Vergleich zu gestern ein Plus von 65 Personen.

Zudem hat die Region Hannover 248 Personen als genesen registriert, wie die Regionsverwaltung am heutigen Donnerstag, 2. April 2020, mitteilt.

Erneut hat es einen weiteren Todesfall gegeben: Ein 76-jähriger Mann ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit gibt es nun neun Corona-Todesfälle in der Region Hannover – der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt bei 79 Jahren.

Derzeit werden in Krankenhäusern in der Region Hannover 122 Patientinnen und Patienten behandelt, die nachweislich oder mutmaßlich mit Corona infiziert sind. 46 befinden sich davon auf der Intensivstation.

Am morgigen Freitag werden die ersten 35.000 Mund-Nasen-Schutzmasken an die Alten- und Pflegeheime in der Region Hannover übergeben. Die Region hatte vergangene Woche den Einrichtungen das Hilfsangebot gemacht, dringend benötigte Bedarfe zu bündeln und zu versuchen, über Großbestellungen die Einrichtungen mit Schutzmasken zu unterstützen. "Es haben sich sehr viele Einrichtungen bei uns gemeldet, die dringend Schutzmasken benötigen. Sie sind auch weiterhin gefordert, über ihre bisherigen Wege die Versorgung mit Ausrüstung selbst sicherzustellen. Da es aber weltweit derzeit sehr schwierig ist an Schutzkleidung zu kommen, versuchen wir die Einrichtungen in der Region Hannover in dieser Notsituation so gut wie möglich zu entlasten", so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover.

Verteilung nach Geschlecht:

Zum gegenwärtigen Stand sind zu rund 52 Prozent Männer betroffen, zu rund 48 Prozent Frauen.

Verteilung nach Alter:

Bis 14 Jahre: 35 Fälle
15 bis 34 Jahre: 269 Fälle
35 bis 49 Jahre: 252 Fälle
50 bis 59 Jahre: 209 Fälle
Über 60 Jahre: 208 Fälle
Keine Angaben: 3 Fälle

Verteilung nach Kommunen: 

Barsinghausen: 22 Fälle
Burgdorf: 16 Fälle
Burgwedel: 28 Fälle
Garbsen: 37 Fälle
Gehrden: 7 Fälle
Hemmingen: 21 Fälle
Isernhagen: 26 Fälle
Laatzen: 28 Fälle
Landeshauptstadt Hannover: 539 Fälle
Langenhagen: 44 Fälle
Lehrte: 24 Fälle
Neustadt: 19 Fälle
Pattensen: 12 Fälle
Ronnenberg: 24 Fälle
Seelze: 27 Fälle
Sehnde: 11 Fälle
Springe: 16 Fälle
Uetze: 20 Fälle
Wedemark: 23 Fälle
Wennigsen: 12 Fälle
Wunstorf: 20 Fälle

Abgesagte Osterfeuer: Umweltminister erlaubt das Abbrennen an anderen Terminen

Für viele Niedersachsen gehören sie zu den Osterfeiertagen einfach dazu: die traditionellen Osterfeuer. "Dieses Jahr macht die Corona-Krise uns allen aber einen Strich durch den Terminkalender", so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies. "Da mit Blick auf die strengen Beschränkungen Menschenansammlungen mit mehr als zwei Personen derzeit verboten sind, müssen die traditionell geplanten Osterfeuer-Termine landesweit ausfallen."

Die Landesregierung möchte den Niedersachsen die Brauchtumspflege trotzdem ermöglichen – zu einem späteren Zeitpunkt. Minister Lies: "Osterfeuer können nach der Corona-Krise abgebrannt werden, wenn die aktuellen Beschränkungen nicht mehr gibt." Einen entsprechenden Erlass haben das Umweltministerium sowie das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung am heutigen Mittwoch, 1. April 2020, an die Landkreise und die Region Hannover, die kreisfreien Städte und großen selbstständigen Städte verschickt. "Das ist eine einmalige Geschichte", so Lies, "daher sei möglichen kritischen Stimmen schon jetzt gesagt: Nach Ostern werden keine Abfälle illegal entsorgt. Ziel ist und bleibt die Brauchtumspflege und nicht das Verbrennen von Abfällen."

Anlieferungen weiterer Brennmaterialien zu bereits bestehenden Osterfeuerplätzen sind ab sofort nur noch zu einem von der Kommune festgelegten Termin für das Abbrennen des Osterfeuers gestattet. Pro Kommune sei dann ein neuer Termin und ein Ausweichtermin oder ein Wochenende für das Abrennen des Brauchtumsfeuers festzulegen. Dieser ist von der zuständigen Ordnungsbehörde mit dem Landkreis/der Region abzustimmen. Wird vor Ort gänzlich auf Osterfeuer verzichtet, greifen die Regeln zur Beseitigung von pflanzlichen Abfällen und Treibsel außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen.

Corona-Virus: 911 bestätigte Infektionen und nunmehr acht Tote in der Region

Die Regionsverwaltung gibt am heutigen Mittwoch, 1. April 2020, mit Stand 15:46 Uhr die neuesten Zahlen zu den Corona-Infektionen in den 21 Regionskommunen bekannt.

Die Regionsverwaltung habe aktuell insgesamt 911 Menschen registriert, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Gestern waren es noch 867 Personen (+44). Im Altkreis Burgdorf, dem in seinen sieben Kommunen rund 190.000 Einwohner angehören, sind im Vergleich zu gestern vier neue nachgewiesene Infektionen hinzugekommen. Zudem hat die Region Hannover 190 Personen als genesen registriert.

Seit gestern hat es zudem zwei neue Todesfälle gegeben: Ein 79-jähriger und ein 93-jähriger Mann sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit gibt es nun acht Corona-Todesfälle in der Region Hannover – der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt bei 82 Jahren.

Derzeit werden in Krankenhäusern in der Region Hannover 139 Patientinnen und Patienten behandelt, die nachweislich oder mutmaßlich mit Corona infiziert sind. 48 befinden sich davon auf der Intensivstation.

Die Region Hannover hat zudem eine neue Allgemeinverfügung veröffentlicht. Sie regelt Aufnahmestopps für Pflegeheime und die Besuchsvorschriften für ambulante Wohngemeinschaften. Sie steht unter diesem Text zum Download bereit. Alle weiteren Allgemeinverfügungen finden Sie gesammelt unter www.hannover.de/allgemeinverfuegungcorona.

Verteilung nach Geschlecht:

Zum gegenwärtigen Stand sind zu rund 52 Prozent Männer betroffen, zu rund 48 Prozent Frauen.

Verteilung nach Alter:

Bis 14 Jahre: 31 Fälle
15 bis 34 Jahre: 249 Fälle
35 bis 49 Jahre: 237 Fälle
50 bis 59 Jahre: 201 Fälle
Über 60 Jahre: 187 Fälle
Keine Angaben: 6 Fälle

Verteilung nach Kommunen: 

Barsinghausen: 22 Fälle
Burgdorf: 14 Fälle
Burgwedel: 27 Fälle
Garbsen: 35 Fälle
Gehrden: 7 Fälle
Hemmingen: 21 Fälle
Isernhagen: 26 Fälle
Laatzen: 25 Fälle
Landeshauptstadt Hannover: 499 Fälle
Langenhagen: 42 Fälle
Lehrte: 23 Fälle
Neustadt: 15 Fälle
Pattensen: 12 Fälle
Ronnenberg: 24 Fälle
Seelze: 26 Fälle
Sehnde: 11 Fälle
Springe: 16 Fälle
Uetze: 18 Fälle
Wedemark: 20 Fälle
Wennigsen: 11 Fälle
Wunstorf: 17 Fälle

Corona-Virus: Weitere Schutzmaßnahmen in Bussen von ÜSTRA und regiobus

ÜSTRA und regiobus verstärken die Schutzmaßnahmen für ihr Fahrpersonal in den Bussen. Der Fahrgastraum wird nun durch eine Folienschutztür vom Fahrerarbeitsplatz getrennt.

Folienschutztüren bei ÜSTRA und regiobus, keine Veränderung für Fahrgäste

Um ihr Fahrpersonal in den Bussen noch besser vor einer möglichen Infektion zu schützen, ergreifen die beiden Verkehrsunternehmen weitere Maßnahmen. Ab morgigen Mittwoch, 1. April 2020, werde der Fahrgastraum sukzessive umgerüstet, indem er durch eine zusätzliche Folie vom Fahrerstand getrennt wird, wie die beiden Unternehmen am heutigen Dienstag, 31. März 2020, bekannt geben. Die neu installierte Folienschutztür ersetz beziehungsweise ergänze hierbei die bisherige Absperrung aus Flatterband.

Für die Fahrgäste ändert sich durch diese Anpassung nichts. Sie können weiterhin im Notfall Kontakt zum Fahrpersonal aufnehmen und mit diesem durch die Tür sprechen. Auch die Fahrerinnen und Fahrer werden durch die Folienschutztür nicht beeinträchtigt – der Blick in den Fahrgastraum ist für sie weiterhin möglich.

Räumliche Trennung des Fahrpersonals

Die bisherige Absperrung durch Flatterband hatten ÜSTRA und regiobus bereits zum 13. März umgesetzt. Seitdem ist der Zustieg in die Busse zum Schutz der Fahrer nur durch die hinteren Türen möglich und der Fahrscheinverkauf beim Fahrpersonal ausgesetzt.

Im ältesten Stadtbahntypen, dem TW 6000, sind zeitgleich Umgestaltungen im Endbereich der Wagen vorgenommen worden, um den Fahrerarbeitsplatz ebenfalls stärker vom Fahrgastraum zu trennen. Die Fahrerkabinen des TW 2000 und des neuesten Modells, dem TW 3000, sind in sich geschlossen, sodass dort keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden mussten.

Mit der jetzigen Maßnahme in den Linienbussen der ÜSTRA und der regiobus verstärken die Unternehmen den Schutz ihrer Mitarbeiter und sorgen "für ein besseres Gefühl für das Fahrpersonal", so die beiden Unternehmen.

Über den Sonderfahrplan, kurzfristige Änderungen und weitere Maßnahmen informiert die ÜSTRA auf uestra.de, über Twitter (twitter.com/uestra) und das Infotelefon unter 0511/1668-2020.

Aktuelle Informationen zu Fahrplanänderungen oder weiterer Maßnahmen der regiobus sind auf regiobus.de zu finden. Das Servicetelefon, Telefon 0511/36888-790, der regiobus ist in der Zeit von 9 bis 15 Uhr zu erreichen.

Der GVH informiert über die Internetseite gvh.de.

Die DB informiert über die aktuelle Lage in ihrem Presse-Blog Coronavirus und Bahnverkehr. Weitere Informationen der GVH Verbundpartner sind unter metronom.de, erixx.de und westfalenbahn.de zu finden.

Corona-Virus: 867 Infizierte, sechs Tote und 149 als genesen registrierte Personen

Die Region Hannover hat aktuell insgesamt 867 Menschen registriert, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies teilt die Regionsverwaltung am heutigen Dienstag, 31. März 2020, um 15:14 Uhr mit.

Zudem hat die Region Hannover 149 Personen als genesen registriert. "Basis für die ermittelte Schätzzahl der Genesenen ist das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legen auch das Land Niedersachsen sowie das RKI an", so die Regionsverwaltung.

Erneut hat es einen neuen Todesfall gegeben: Eine 78-jährige Frau ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit gibt es nun sechs Corona-Todesfälle in der Region Hannover – der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt bei 82 Jahren.

Derzeit werden in Krankenhäusern in der Region Hannover 143 Patientinnen und Patienten behandelt, die nachweislich oder mutmaßlich mit Corona infiziert sind. 48 befinden sich davon auf der Intensivstation.

Verteilung nach Geschlecht:

Zum gegenwärtigen Stand sind zu rund 52 Prozent Männer betroffen, zu rund 48 Prozent Frauen.

Verteilung nach Alter:

Bis 14 Jahre: 30 Fälle
15 bis 34 Jahre: 236 Fälle
35 bis 49 Jahre: 231 Fälle
50 bis 59 Jahre: 190 Fälle
Über 60 Jahre: 174 Fälle
Keine Angaben: 6 Fälle

Verteilung nach Kommunen: 

Barsinghausen: 22 Fälle
Burgdorf: 14 Fälle
Burgwedel: 26 Fälle
Garbsen: 32 Fälle
Gehrden: 5 Fälle
Hemmingen: 21 Fälle
Isernhagen: 26 Fälle
Laatzen: 22 Fälle
Landeshauptstadt Hannover: 471 Fälle
Langenhagen: 42 Fälle
Lehrte: 21 Fälle
Neustadt: 14 Fälle
Pattensen: 11 Fälle
Ronnenberg: 24 Fälle
Seelze: 26 Fälle
Sehnde: 10 Fälle
Springe: 16 Fälle
Uetze: 18 Fälle
Wedemark: 20 Fälle
Wennigsen: 11 Fälle
Wunstorf: 15 Fälle

Brut- und Setzzeit beginnt: Jägerschaft Burgdorf bittet um Rücksichtnahme

Im Frühjahr erwacht die Natur zu neuem Leben – im wahrsten Sinne des Wortes: Am 1. April beginnt die Brut- und Setzzeit vieler heimischer Wildtiere. Bis zum 15. Juli gilt damit die Anleinpflicht für Hunde im Wald und in der freien Landschaft. Die Jägerschaft Burgdorf bittet daher alle Naturfreunde und Erholungssuchende in den kommenden Wochen um erhöhte Rücksichtnahme beim Spaziergang in der freien Natur.

Viele der heimischen Tierarten bekommen jetzt und in den kommenden Wochen Nachwuchs. Auch Erholungssuchende werden deshalb von Presseobmann Oliver Brandt (Burgdorf) um erhöhte Rücksichtnahme beim Spaziergang gebeten: "Ob Rehkitz, Junghase oder Fasanenküken, die Natur gleicht im Frühjahr einer einzigen Kinderstube, daher ist die Anleinpflicht für Hunde in der freien Landschaft notwendig."

"Wir möchten aufklären und informieren, vielfach sind sich Hundebesitzer nicht bewusst, welche Gefahr von ihren freilaufenden Vierbeinen für unsere wild lebende Tiere ausgehen kann", wirbt Oliver Brandt weiter. Nicht nur die Jungtiere sind für stöbernde Hunde leichte Beute, auch die Elterntiere sind stark gefährdet. Hochträchtige Rehe beispielsweise sind bei weitem nicht mehr schnell genug, um vor ihnen zu fliehen.

Für Hundebesitzer und Spaziergänger gilt es einiges zu beachten: Stößt man im Frühling auf vermeintlich schutzlos wirkende Jungtiere bittet Vorsitzender Hans-Otto Thiele (Röddensen) dringend darum, solche "Findlinge" nicht zu berühren oder mitzunehmen, denn die tierische Nachwuchspflege unterscheidet sich häufig deutlich von der des Menschen: Zum Schutz der Jungen werden diese tagsüber vom Muttertier häufig allein gelassen. Rehkitze, zum Beispiel, sind in den ersten Wochen nahezu geruchlos. In Verbindung mit der angeborenen "ducken-und-tarnen-Strategie" sind sie so für natürliche Fressfeinde fast unauffindbar. Die Ricke erscheint nur zum Säugen, in der Zwischenzeit hält sie größeren Abstand. Wittert die Mutter an ihrem Nachwuchs menschlichen Geruch, nimmt sie ihn nicht mehr an und er verhungert. Der Nachwuchs ist nur scheinbar verlassen – die Elterntiere beobachten das Versteck ihrer Jungtiere aus sicherer Entfernung und kommen regelmäßig zum Säugen.

"Auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und unbedingt den Hund angeleint führen", fasst Oliver Brandt die wichtigsten Verhaltensregeln für den Spaziergang in der freien Natur zusammen.

Corona-Virus: Ein weiterer Todesfall und 150 Neuinfektionen über das Wochenende

Über das Wochenende wurden in der Region Hannover 150 neue bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Dies teilt die Regionsverwaltung am heutigen Montag, 30. März 2020, in ihren aktuellen Zahlen von 16:14 Uhr mit. Zuletzt wurden am vergangenen Freitag 661 bestätigte Fälle gemeldet, am heutigen Montag sind es 811 Personen.

In allen Kommunen des Altkreis Burgdorf wurden über das Wochenende Zuwächse verzeichnet, den höchsten in der Stadt Lehrte mit vier neuen bestätigten Infektionen.

Zudem hat es im Zusammenhang mit dem Virus einen neuen Todesfall gegeben: Eine 76-jährige Frau ist an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Damit gibt es nun fünf Todesfälle in der Region Hannover. Der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt nach Angaben der Regionsverwaltung bei 82,8 Jahren.

Derzeit sind die Krankenhäuser in der Region Hannover von 128 Patienten belegt, die nachweislich oder mutmaßlich mit Corona infiziert sind. 43 befinden sich davon auf der Intensivstation.

Über die Zahl der Genesenen liegen derzeit noch keine Informationen vor. "Wir arbeiten daran", so eine Sprecherin der Regionsverwaltung auf Anfrage. Wann mit diesen Zahlen zu rechnen ist, könne allerdings nicht gesagt werden.

Verteilung nach Geschlecht:

Zum gegenwärtigen Stand sind zu rund 52 Prozent Männer betroffen, zu rund 48 Prozent Frauen.

Verteilung nach Alter:

Bis 14 Jahre: 3,5 Prozent
15 bis 34 Jahre: 28 Prozent
35 bis 49 Jahre: 27 Prozent
50 bis 59 Jahre: 22,5 Prozent
Über 60 Jahre: 19 Prozent

Verteilung nach Kommunen: 

Barsinghausen: 21 Fälle
Burgdorf: 14 Fälle
Burgwedel: 26 Fälle
Garbsen: 30 Fälle
Gehrden: 5 Fälle
Hemmingen: 21 Fälle
Isernhagen: 25 Fälle
Laatzen: 20 Fälle
Landeshauptstadt Hannover: 433 Fälle
Langenhagen: 42 Fälle
Lehrte: 18 Fälle
Neustadt: 13 Fälle
Pattensen: 11 Fälle
Ronnenberg: 23 Fälle
Seelze: 23 Fälle
Sehnde: 9 Fälle
Springe: 16 Fälle
Uetze: 18 Fälle
Wedemark: 18 Fälle
Wennigsen: 10 Fälle
Wunstorf: 15 Fälle

Ab 1. April: Leinenzwang für Hunde während der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit

Trotz der aktuellen Corona-Pandemie dürfen Hunde weiterhin ausgeführt werden. Die Stadt Lehrte weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Hunde in der freien Landschaft während der bevorstehenden allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit im Zeitraum vom kommenden Mittwoch, 1. April 2020, bis zum 15. Juli grundsätzlich an der Leine zu führen sind. Zur freien Landschaft gehören neben den Flächen des Waldes auch die der übrigen freien Landschaft, auch wenn die Flächen innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen.

Einige Haarwildarten, wie beispielsweise der Hase oder das Schwarzwild, haben bereits Nachwuchs, bei anderen Tierarten sind die weiblichen Tiere hochtragend. In diesem Zustand sind die Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit und Fluchtmöglichkeit stark eingeschränkt. Auch die am Boden brütenden Vogelarten wie beispielsweise Ente, Gans, Rebhuhn, Fasan, Kiebitz und Lerche beginnen jetzt ihr Brutgeschäft.

"Streuende, wildernde oder auch nur stöbernde Hunde können eine tödliche Gefahr insbesondere für Jungtiere werden, denn im Falle einer empfindlichen Störung stellen wildlebende Tiere vielfach die Versorgung ihres Nachwuchses ein", so die Lehrter Stadtverwaltung.

Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften werden mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren geahndet. Hier droht ein Bußgeld in einer Höhe bis zu 5.000 Euro.

Um den Lehrter Hundehalterinnen und Hundehaltern auch in dieser Zeit eine freie Auslaufmöglichkeit für deren Vierbeiner außerhalb der ’normalen‘ Grünanlagen anzubieten, steht im Hohnhorst-Park in der Nähe der Streuobstwiese die cirka 8.000 Quadratmeter große Hundewiese zur Verfügung, auf der die Hunde ohne Leine toben können. Auch wurde in diesem Parkteil eine Hundetoilette aufgestellt.

Corona-Virus: Feuerwehrkräfte transportieren rund 500 Betten zum Messegelände

Rund 150 Helferinnen und Helfer haben an diesem Wochenende rund 500 Betten sowie 350 Nachtschränke auf das hannoversche Messegelände transportiert. Dort entsteht derzeit ein Behelfskrankenhaus. Hier sollen künftig Corona-Patienten behandelt werden, die aufgrund ihres Krankheitsverlaufs nicht mehr zu Hause betreut werden können, aber auch keine Behandlung auf der Intensivstation benötigen.

Die Betten und Nachtschränke stammen aus dem Bestand des Klinikums Region Hannover (KRH). Die Möbel waren durch die Modernisierung der Ausstattung in den Häusern des KRH frei geworden und in dem leer stehenden Gebäude des ehemaligen Klinikums in Springe zwischengelagert worden. Neben zwei Zügen der Regionsfeuerwehrbereitschaft III (Laatzen, Hemmingen, Springe, Pattensen) waren auch aha und das Klinikum Region Hannover mit 28 beziehungsweise vier Fahrzeugen beteiligt. Insgesamt waren für den Transport am Wochenende knapp 50 Fahrzeuge im Einsatz.

"Wir sind dankbar für die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren und von aha", sagte Regionspräsident Hauke Jagau. "Wir erleben eine Situation, in der Solidarität unheimlich wichtig ist. Ich bin froh, dass wir in dieser Krise – neben all den Unsicherheiten – auch eine enorme Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung erleben."

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