Kategorienarchiv: Lehrte

Mann klaut Getränkekisten

Ein 59-jähriger Mann entwendete am gestrigen Sonnabend, 18. September 2021, gegen 7:50 Uhr von einer vor einem Getränkemarkt im Lehrter Westring stehenden Palette zwei Kisten Mineralwasser.

Beim Entleeren der Wasserflaschen im Nahbereich wurde der Mann durch Zeugen gestellt, die ihn verfolgt hatten. Im Rahmen der polizeilichen Aufnahme wurde bekannt, dass die Person kurz zuvor bereits zwei weitere Kisten Mineralwasser auf gleiche Weise entwendete und die Getränkekisten als Leergut zurückgab, um das Pfandgeld zu bekommen. Es wurden entsprechende Strafverfahren wegen Diebstahls eingeleitet.

Die gewählten SPD-Regionsabgeordneten gehen „Aufgabe mit viel Elan an“

Helga Laube-Hoffmann aus Lehrte, Werner Backeberg aus Uetze und Matthias Paul aus Burgdorf sagen danke für insgesamt 13.309 persönliche Stimmen. Mit 5229 Stimmen erzielte Backeberg das beste Ergebnis und Paul mit 5.068 das zweitbeste Ergebnis im Wahlkreis Lehrte, Burgdorf, Uetze und zogen direkt in die Regionsversammlung ein.

Mit 3012 Stimmen gelang Laube-Hoffmann der Einzug über die Liste der SPD. Alle drei freuen sich über die neue Herausforderung. Helga Laube-Hoffmann ist seit 25 Jahren kommunalpolitisch aktiv und ist auch weiterhin Mitglied im Rat der Stadt Lehrte. Werner Backeberg wechselt nach 20 Jahren als hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Uetze ins Ehrenamt. Matthias Paul freut sich über den enormen Rückwind und den Vertrauensvorschuss, den dieses Wahlergebnis gibt.

"Wir gehen die neue Aufgabe mit viel Elan an", so die drei abschließend.

Marinefreunde der Region Hannover treffen sich wieder nach Zwangspause

Kameraden die bei der Bundesmarine als Wehrpflichtige, als Zeitsoldaten, als Berufssoldat oder aktiv in der Marine ihren Dienst verrichtet haben, bilden die Marinefreunde der Region Hannover. Andreas Genske hatte diese Gruppe ins Leben gerufen und alle wollen diese neue Kameradschaft weiter pflegen und fortsetzen.

Der ursprüngliche Treffpunkt existiert nicht mehr, so dass man sich zunächst abwechselnd in Isernhagen und Burgwedel in unterschiedlichen Lokalitäten treffen treffen wird. Den Start bildet das Gasthaus Dehne in Isernhagen. Dort wird sich am morgigen Freitag, 17. September 2021, ab 18 Uhr getroffen.

Man plant für die Zukunft, weitere gemeinsame Treffen, wie zum Beispiel auch einen Trip nach Wilhelmshaven zum Marinemuseum, bei denen einige auch ihre alte "Heimat", wie zum Beispiel den Zerstörer Mölders wiedersehen werden.

Die maritimen Erinnerungen, wie beispielsweise die Marinewappen, die Genske gesammelt hat, sind noch vorhanden und kommen gegebenenfalls mal wieder an eine Wand, sollte man eine neue Begegnungsstätte für die Marinefreunde der Region Hannover wiederfinden.

Genske lächelt und sagt: "Wir haben Kameraden dabei, die haben gedient, da wurde ich gerade geboren. Es ist so interessant von den Erfahrungen anderer zu hören. Wenn man an Bord gefahren ist, weiß man, was es heißt miteinander auskommen zu müssen. Bei mir war nach 99 Metern das Boot zu Ende. Mein Tender, der als Versorger zu den U-Booten im 3. U-Bootgeschwader zugehörig war, ist schon vor längerer Zeit ausgemustert worden. Deshalb wäre es so interessant auch jetzige Angehörige der Marine in unserer Marinekameradschaft willkommen heißen zu dürfen."

Wer bei der Marine gedient hat, egal, ob jetzt, oder früher, ist eingeladen, sich bei Andreas Genske per Mail an andreas.genske@gmx.de oder unter der Rufnummer 0162/9597170 zu melden. 

Europäische Mobilitätswoche: Wie klingt die Mobilität der Zukunft?

Das Brummen von Motoren, das Klackern von Schuhsohlen, das Surren von Reifen, das Quietschen von Bremsen: Wie klingt Straßenverkehr, wenn man richtig hinhört? Welche Rolle spielt das Ohr für die Verkehrssicherheit? Und wie, glauben wir, wird der Klang von Mobilität in Zukunft sein? Anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche 2021 machen Mobilnetzwerk Hannover und Hörregion Hannover gemeinsame Sache und begeben sich gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern auf die Suche nach Klängen auf der Straße. An vier Tagen stoppt die Erlebnisstation in vier Städten in der Region. Das Programm reicht von geführten Spaziergängen über Hörtests und Klangexperimente bis zu Beratungen und Kurzvorträgen.

Erster Stopp ist am Sonnabend, 18. September, von 11 bis 15 Uhr an der Nordstraße 21 in Sehnde, wo an diesem Tag im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche ein Familienfest stattfindet. Die Erlebnisstation hat die Entdeckerkiste "Klänge und Geräusche" vom Netzwerk Forscher-Kids Region Hannover mit im Gepäck, mit der Kinder und ihre Eltern Geräusche erforschen können. Das Duo Ottolien lädt in Kooperation mit dem MusikZentrum Hannover dazu ein, Sounds am Tablet zu komponieren. Dr. Angelika Illg vom Deutschen HörZentrum der Medizinischen Hochschule Hannover erläutert um 11 und um 12 Uhr, warum gutes Hören von Anfang an wichtig ist. Spaziergangsprofi Jens Eike Krüger nimmt Gäste um 11.30, 12.30 und 14 Uhr mit auf eine Tour auf den Spuren des Verkehrslärms. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören bietet in Kooperation mit Gesundheitswirtschaft Hannover e.V. kostenlose Hörtests an. Darüber hinaus gibt es jede Menge Möglichkeiten, sich zu informieren, im Quiz sein Wissen zu testen oder auf der Ruheinsel einfach die Augen zu schließen und zu lauschen.

Weiter geht es am Dienstag, 21. September, in Springe. Die Erlebnisstation schlägt von 14 bis 18 Uhr ihre Zelte aus dem Wochenmarkt am Oberntor auf. Auf dem Programm stehen kostenlose Hörtests von der Fördergemeinschaft Gutes Hören, geführte Spaziergänge mit Jonas Kasper unter dem Titel "Dem Verkehrslärm auf der Spur" um 14.30, 16 und 17 Uhr sowie Kurzvorträge von Dr. Angelika Illg vom Deutschen HörZentrum der Medizinischen Hochschule Hannover zum Thema "Warum gutes Hören von Anfang an?" um 14 und um 15 Uhr. Wie sich erkennen lässt, ob das eigene Kind gut hören kann, erläutert Beate Wüst vom Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Hildesheim um 14.15 und um 15.15 Uhr sowie in individuellen Beratungsgesprächen. Nina Landers vom Netzwerk Forscher-Kids Region Hannover lädt Kinder ein, mit ihr Klänge zu erkunden. Das Duo Ottilien zeigt unter dem Motto "Verkehrsklänge der Zukunft erfinden" in Kooperation mit dem MusikZentrum Hannover, wie man auf dem Tablet selbst Kompositionen schaffen kann.

Dritte Station ist am Freitag, 24. September, von 9 bis 13 Uhr auf dem Wochenmarkt am Heini-Nülle-Platz in Neustadt a. Rbge. Aleksander Petrovski von der HNO-Klinik des KRH Klinikums Nordstadt gibt um 9 und um 10 Uhr in einem Kurzvortrag Antworten auf die Frage "Welche gesundheitlichen Folgen hat Lärmbelastung?". Wie sich Menschen mit Sehbehinderung im Straßenverkehr orientieren, verrät Jochen Bartling vom Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen um 10.15 Uhr. Jonas Kasper unternimmt mit Interessierten um 9.15 Uhr und um 12 Uhr eine geführte Tour auf der Spur des Verkehrslärms. Darüber hinaus bietet die Fördergemeinschaft Gutes Hören kostenlose Hörtestes an. Der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen ist mit einem Infostand vor Ort.

Den Abschluss findet die Reihe am Sonnabend, 25. September, von 10 bis 14 Uhr auf dem Wochenmarkt in Lehrte an der Marktstraße 8 statt. Um 9.15 und um 11.30 Uhr starten geführte Spaziergänge mit Jonas Kasper unter dem Motto "Dem Verkehrslärm auf der Spur". Für kostenlose Hörtests sorgt die Fördergemeinschaft Gutes Hören in Kooperation mit Gesundheitswirtschaft Hannover e.V.

Europäische Mobilitätswoche

Die Europäische Mobilitätswoche ist eine Kampagne der Europäischen Kommission, die jedes Jahr vom 16. bis 22. September stattfindet. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und in ganz Europa im Alltag praktisch gelebt werden kann. Mit der Europäischen Mobilitätswoche möchte die Europäische Kommission Städte und Gemeinden dazu ermutigen, das Thema "Nachhaltige Mobilität" stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und Maßnahmen zu etablieren, die den Verkehr vor Ort dauerhaft klima- und umweltverträglicher machen.

Mobilnetzwerk Hannover

Das Mobilnetzwerk ist ein offener und freiwilliger Zusammenschluss der Akteure und Akteurinnen, die sich für das Thema Mobilität mit dem Schwerpunkt Verkehrssicherheit in der Region Hannover engagieren. Wir sehen Verkehrssicherheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und haben uns ein konkretes Ziel gesetzt: 40 Prozent weniger Verkehrstote und Schwerverletzte bis 2035.

Hörregion Hannover

In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis hat die Region Hannover die Marke und das Netzwerk Hörregion entwickelt. Sie macht auf den Hörsinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam, wirbt für gutes Hören und stärkt den Standort Region Hannover.

Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung zu den Führungen unter www.mobilnetzwerk.de und www.hörregion-hannover.de.

Elternkurs „Starke Eltern – Starke Kinder“

Wenn Kinder beginnen ihre eigene Persönlichkeit zu entdecken, geraten Eltern oft an ihre Grenzen. Hier setzt der Elternkurs "Starke Eltern – Starke Kinder" des Kinderschutzbundes Burgdorf, Hannoversche Neustadt 32, an.

"An acht Dienstag Abenden wollen wir gemeinsam einen Weg zu einem gelassenen und konsequenten Umgang finden. Eltern haben oft den Eindruck, dass ihr Kind einfach nicht hört und sie dauernd provozieren will und die Kinder haben andererseits das Gefühl, dass ihre Eltern sie nicht verstehen und ihnen nicht zuhören", sagt die Kursleitung Jutta Goldbach. Dabei gehe es um Konflikte in der Erziehung, Gefühle und deren Ausdruck, Kommunikationsregeln, Bedürfnisse und vieles mehr.

Im September starten gleich zwei Kurse. Der erste Elternkurs beginnt am Dienstag, 21. September 2021, von 16:30 bis 18:30 Uhr. In diesem Kurs wird eine Kinderbetreuung angeboten, um jedem Elternteil die Möglichkeit zu bieten teilzunehmen.

Der zweite Kurs beginnt am Mittwoch, 22. September, von 19 bis 21 Uhr. Bei diesem findet keine Kinderbetreuung durch den Kinderschutzbund stat.

Während der Herbstferien pausiert der Elternkurs.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.kinderschutzbund-burgdorf.de, Telefon 05136/2131 oder per Mail an kinderschutzbund-burgorf@t-online.de.

Edeka Cramer begrüßt feierlich 40 neue Auszubildende

Am 1. August 2021 haben 40 Auszubildende und damit so viele wie noch nie einen neuen Abschnitt ihres Arbeitslebens Edeka Cramer begonnen.

"Aufgrund der Corona-bedingten Lage auf dem Ausbildungsmarkt wurden bewusst mehr Auszubildende eingestellt als üblich – möglichst vielen jungen Menschen soll die Chance auf eine gute Ausbildung in angespannten Zeiten gegeben werden", wie Edeka Cramer bekannt gibt.

Für einen reibungslosen Start fand auch in diesem Jahr wieder eine Begrüßungsveranstaltung im Stadthaus Burgdorf statt. Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführung und einer Vorstellungsrunde wurden alle neuen Auszubildenden in allen wichtigen Themen wie Hygiene, Brandschutz und Unfallverhütung geschult. Ausbilderin Anja Hädrich machte alle mit dem Berichtsheft und den Rahmenbedingungen der Ausbildung vertraut.

Auch der Spaß kam nicht zu kurz: Anhand verschiedener Spiele konnten die Azubis selbst aktiv werden und sich anhand verschiedener Spiele kennenlernen und ihr Wissen unter Beweis stellen.

Den feierlichen Abschluss am Dienstag, 3. August, markierte ein Essen im Stadthaus Burgdorf mit der Vorstellung der neuen Auszubildenden und Ehrung der Ausbildungs-Absolventen.

A2 in Fahrtrichtung Berlin wird von Kreuz Hannover-Ost bis Peine voll gesperrt

Aufgrund der Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen den Anschlussstellen Hämelerwald und Peine wird die A2 zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-Ost und der Anschlussstelle Peine in Fahrtrichtung Berlin in der Zeit von kommenden Donnerstag, 5. August 2021, 18 Uhr bis kommenden Montag, 9. August, 18 Uhr, voll gesperrt. Der Verkehr wird weiträumig umgeleitet.

Die Bauarbeiten werden im 24-Stunden-Betrieb ohne Unterbrechung durchgeführt. Auf dem etwa vier Kilometer langen Bauabschnitt werden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Fräsarbeiten durchgeführt, um den alten Fahrbahnbelag zu entfernen. Der Einbau des neuen Asphaltbinders erfolgt dann am Freitag. Am Sonnabend und Sonntag wird der neue Asphalt eingebaut. Er muss dann zunächst abkühlen. Anschließend werden die Markierungen aufgebracht und Restarbeiten durchgeführt. Am Montagabend soll – nach insgesamt 96 Stunden – der Verkehr dann wieder rollen .

Die Vollsperrung zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-Ost und der Anschlussstelle Peine in Richtung Berlin ist mit einer weiträumigen Umleitung verbunden:

  • Der Verkehr auf der A2 aus Fahrtrichtung Westen beziehungsweise Dortmund kommend wird am Kreuz Hannover-Ost auf die A7 nach Süden bis zum Dreieck Salzgitter geleitet. Von hier geht es dann auf die A39 bis zum Dreieck Braunschweig Süd-West und von dort auf die A391 zurück zur A2.
  • Alle Verkehrsteilnehmenden werden frühzeitig und weiträumig via LED-Tafeln auf die Sperrung und die Umleitungsstrecken aufmerksam gemacht. 
  • Der Lkw-Verkehr aus Richtung Dortmund kommend kann auf die A44 in Richtung Kassel bis zum Dreieck Kassel-Süd fahren. Von hieraus auf die A7 Richtung Norden bis zum Dreieck Salzgitter, und auf die A39 bis zum Dreieck Braunschweig Süd-West. Hier dann auf die A391 zurück zur A2 mit Fahrtrichtung Berlin.

Termine und Orte für dezentrale Impfungen in Umlandkommunen stehen fest

Die dezentralen Impfangebote in den Umlandkommunen der Region Hannover haben konkrete Formen angenommen. Mitte Juli hatten Region und Landeshauptstadt bekanntgegeben, das dezentrale Impfen in Orts- und Stadtteilen weiter voranzutreiben.

Nun steht fest, welche Kommunen und Ortsteile in der ersten Augustwoche (31. Kalenderwoche) im Umland der Region Hannover angefahren werden. Die genauen Orte und Anfahrzeiten für die 33. Kalenderwoche teilt die Region Hannover zu gegebener Zeit gesondert mit.

Der "Impf-Fahrplan" für die erste August-Woche stellt sich wie folgt dar:

Kalenderwoche 31

  • Montag, 2. August 2021, 9 bis 12 Uhr: Laatzen-Mitte, Marktplatz und 14 bis 17 Uhr: Lehrte, Zuckerpassage 22 (Parkplatz Edeka Cramer)
  • Dienstag, 3. August 2021, 9 bis 12 Uhr: Seelze, Hannoversche Str. 77 und 14 bis 17 Uhr: Laatzen-Mitte, Marktplatz
  • Mittwoch, 4. August 2021, 9 bis 12 Uhr: Lehrte, Zuckerpassage 22 (Parkplatz Edeka Cramer) und 14 bis 17 Uhr: Seelze, Hannoversche Str. 77
  • Donnerstag, 5. August 2021, 9 bis 12 Uhr: Laatzen-Mitte, Marktplatz und 14 bis 17 Uhr: Lehrte, Zuckerpassage 22 (Parkplatz Edeka Cramer)
  • Freitag, 6. August 2021, 9 bis 12 Uhr: Seelze, Hannoversche Str. 77 und 14 bis 17 Uhr Laatzen-Mitte, Marktplatz

Der Großraumrettungswagen der Feuerwehr wird zu den gegebenen Zeitpunkten jeweils vor Ort sein. Möglich sind dann – je nach örtlicher Begebenheit und Nachfrage – zwischen 100 und 200 tägliche Impfungen des Vakzins von Johnson & Johnson.

Dieter Rohrberg, Leiter der Berufsfeuerwehr Feuerwehr Hannover erklärt den Ablauf im mobilen Impfzug: "Der Großraumrettungswagen eignet sich optimal für den Impfvorgang. Wir können dort sowohl die Registrierung, als auch den Impfvorgang selbst in einem hygienisch-einwandfreiem und disktreten Umfeld gewährleisten. Man betritt den Wagen, registriert sich, bekommt seine Impfung und verlässt das Fahrzeug geimpft wieder. Unkomplizierter kann man den Impfvorgang nicht darstellen."

Wie bei den Quartiersimpfungen im Mai werden nach Rücksprache zwischen Region Hannover und den jeweiligen Kommunen auch Quartiersmanager sowie Sozialarbeiter vor Ort sein. Auch Dolmetscher stehen gegebenenfalls bereit.

Klimaschutz in ausgezeichneten Sportstätten

Die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover haben neun Vereine und die Stadt Burgdorf für umfassende energetische Sanierungen ihrer Vereinsgebäude im Rahmen des Beratungs- und Förderprogramms e.coSport ausgezeichnet.

Das Programm ist ein wichtiger Baustein zum Klimaschutz in Stadt und Umland. Neben der Gastgeberin der Veranstaltung, der Sportgemeinschaft von 1874 Hannover e.V., und der Stadt Burgdorf wurden mit Urkunden geehrt: Flugsportclub Hannover e.V., Kanu-Gemeinschaft List e.V., Kanu-Sport-Club e.V., TSV Limmer e.V., TuS Vahrenwald 08 e.V. (alle Hannover), Schützenverein "Horrido" Ingeln von 1920 e.V., SV Germania Grasdorf e.V. (beide Laatzen) und SV Adler Hämelerwald e.V. von 1888 (Lehrte). mit Urkunden für ihr Klimaschutz-Engagement geehrt.

"e.coSport ist nach wie vor ein Erfolgsmodell. Seit mittlerweile 20 Jahren führen Stadt und Region das Coaching-Programm der energetischen Sportstättensanierung und der Umweltberatung durch. Und es gibt ausschließlich Gewinner: die Sportvereine, die ihre Gebäude modernisieren und energetisch optimieren, und die Umwelt", sagte Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin, und führte weiter aus: "Allein die sechs hannoverschen Vereine, die dieses Jahr ausgezeichnet werden, können durch die Maßnahmen zusammengerechnet rund 91.000 Kilowattstunden Wärme- und Stromenergie pro Jahr sowie etwa 7.000 Euro pro Jahr einsparen. Gleichzeitig werden jährlich etwa 24 Tonnen Kohlendioxidemissionen vermieden."

Christine Karasch, Dezernentin für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover, hob hervor: "In Deutschland sind über 27 Millionen aktiven Sportlerinnen und Sportler in Vereinen organisiert. Zusammen können sie viel für den Klimaschutz bewegen. Und Vorbild sein. Das zeigen unsere regionalen e.coSport-Projekte auch in diesen Jahr. Es lohnt, den Blick auf die Energieverbräuche bei Heizung, Warmwasser, oder Beleuchtung zu lenken. Auch die mangelnde Isolierung von Sporthallen gehört dazu. Klimaschutz und Sport sind deshalb ein Gewinn für beide Seiten. Mit dem e.coSport-Programm unterstützen wir Verbände, Vereine und Kommunen dabei, Kosten für Strom und Wasser nachhaltig zu sparen und schützen gemeinsam Umwelt und Natur."

Öffentliche und private Gebäude in Deutschland verbuchen für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung einen Anteil von 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs. Sie stehen für fast 20 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes. Mit Energieeffizienz-Maßnahmen im Gebäudebereich anzusetzen, ist ein wichtiger Eckpfeiler der Energiewende.

Seit dem Jahr 2002 wurden insgesamt 107 Vereine mit Hilfe des e.coSport-Programms umfassend über Möglichkeiten der energetischen Modernisierung beraten und bei der Umsetzung finanziell gefördert. Neben den Projektträgern Stadt und Region engagieren sich finanziell auch der Förderfonds proKlima, der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) sowie der Stadtsportbund (SSB) und der Regionssportbund (RSB).

SG von 1874 Hannover e.V.

Die SG 74 hat bereits 2004 und 2015 am e.coSport-Programm teilgenommen und setzt die energetische Sanierung 2021 konsequent fort. So konnte das Dach der Umkleiden gedämmt und die Lichtbänder ausgetauscht werden. Außerdem werden die Giebelwände der Mehrzweckhalle gedämmt. Durch diese Maßnahmen sinkt der jährliche Energieverbrauch um weitere 14.500 kWh und es werden CO2-Emissionen von ca. zweieinhalb Tonnen pro Jahr vermieden. Die Erneuerung des Blockheizkraftwerks ist bereits in Planung.
Gesamtsumme: 149.298 Euro
e.coSport – Stadt Hannover: 27.000 Euro
SSB: 44.700 Euro
Stadt Hannover: 32.200 Euro

Flugsportclub Hannover e.V.

Der Flugsportclub Hannover wurde Anfang 2019 in das e.coSport-Programm aufgenommen und sanierte nach erfolgreicher Antragstellung die Vereinshalle inklusive Flugzeughangar und Werkstatt. In diesem Rahmen dämmte der Verein den Fußboden und einen Teil der Innen- und Außenwände. Außerdem wurden die Türen zum Lager und zum Hangar durch wärmegedämmte Türen ersetzt. Durch diese Maßnahmen sinkt der jährliche Wärmeverbrauch um ca. 3.000 kWh und es werden etwa 1,7 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden.
Gesamtsumme: 35.455 Euro
e.coSport – Region Hannover: 15.889 Euro
SSB: 10.637 Euro

Kanu-Gemeinschaft List e.V.

Die Kanu-Gemeinschaft List hat bereits 2008 am e.coSport-Programm teilgenommen und sich 2017 erneut für eine Sanierungsberatung angemeldet. Der erste Bauabschnitt mit der Clubraumsanierung und der Heiztechnikoptimierung wurde 2018 fertiggestellt. Nun konnte im zweiten Bauabschnitt die Gebäudehülle umfassend gedämmt und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert werden. Außerdem wurden Türen getauscht, Glasbausteine entfernt und Fenster durch solche mit Wärmeschutzverglasung ersetzt. Damit spart die Kanu-Gemeinschaft List in Zukunft weitere 9.000 kWh Gas zum Heizen pro Jahr ein. Das entspricht etwa drei Tonnen CO2.
Gesamtsumme: 88.000 Euro
e.coSport – Stadt Hannover: 46.500 Euro
SSB: 23.500 Euro

TuS Vahrenwald 08 e.V.

Bereits 2012 dämmte der TuS Vahrenwald 08 e.V. das Dach seiner Sportanlage im Rahmen des e.coSport-Programms. Sieben Jahre später hat sich der Verein erneut zum Programm angemeldet, um die Duschen, Sanitärräume und Umkleiden energetisch zu sanieren. Außerdem konnte der Gastrobereich modernisiert und der Clubraum zu einer neuen Sportstätte (Mehrzweckraum) umgerüstet werden. Dadurch wird der Wärmeverbrauch jährlich um etwa 10.000 kWh sinken und der CO2-Ausstoß um etwa 2,3 Tonnen reduziert.
Gesamtsumme: 208.700 Euro
e.coSport – Stadt Hannover: 89.000 Euro
SSB: 32.000 Euro
Stadt Hannover: 7.000 Euro

Kanu-Sport-Club e.V.

Ende 2017 hat sich der Kanu-Sport-Club für das e.coSport-Förderprogramm angemeldet und nun die grundlegende energetische Sanierung des Vereinsgebäudes abgeschlossen. Wie im Sanierungskonzept vorgesehen, dämmte der Verein die Gebäudehülle, erneuerte die Fenster und Sanitäranlagen und stellte die Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik um. Zusätzlich wurden eine Lüftungsanlage und eine Luft-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung installiert. So wird der Wärmeverbrauch jährlich um etwa 6.000 kWh sinken und der CO2-Ausstoß um etwa 1,2 Tonnen reduziert.
Gesamtsumme: 109.157 Euro
e.coSport – Region Hannover: 54.500 Euro
SSB: 32.747 Euro

Schützenverein "Horrido" Ingeln von 1920 e.V.

Der Schützenverein "Horrido" Ingeln wurde Anfang 2020 in das e.coSport-Programm aufgenommen und konnte die Sanierungsmaßnahmen bereits ein Jahr später abschließen. Um den Energieverbrauch zu senken, wurde die Heizung ausgetauscht und die Regelung optimiert. Außerdem wurden die Leuchtstoffröhren durch energieeffiziente LED-Beleuchtung ersetzt und eine wärmegedämmte Außentür eingebaut. Damit senkt Verein seinen Energieverbrauch in Zukunft um 2.800 kWh pro Jahr, was rund einer Tonne CO2 entspricht.
Gesamtsumme: 27.790 Euro
e.coSport – Region Hannover: 15.584 Euro
RSB: 2.478 Euro
Stadt Laatzen: 6.947 Euro

SV Adler Hämelerwald e. V. von 1888

Anfang 2017 wurde der SV Adler Hämelerwald in das e.coSport-Programm aufgenommen, jetzt sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Im Fokus des Maßnahmenpakets lag die Erneuerung des 29 Jahre alten Heizkessels inklusive Optimierung der Heizungsanlage. Außerdem konnten die Warmwasserbereitung erneuert und wassersparende Armaturen in die Duschen eingebaut werden. In Zukunft spart der Verein so ca. 17.000 kWh Gas zum Heizen ein und reduziert den CO2-Ausstoß um etwa vier Tonnen. Die Energiekosten sinken jährlich um etwa 1.100 Euro.
Gesamtsumme: 61.200 Euro
e.coSport – Region Hannover: 25.014 Euro
RSB: 18.838 Euro

SV Germania Grasdorf e.V.

Bereits 2004 investierte der SV Germania Grasdorf mit Unterstützung von e.coSport in eine neue Gas-Brennwertheizung, eine Solaranlage und umfangreiche Maßnahmen zur Gebäudedämmung. 2019 hat sich der Verein erneut zum Programm angemeldet, um die Heizungsanlage und Warmwasserbereitung zu optimieren und die Duschanlagen zu erneuern. Zur Unterstützung der Warmwasserbereitung tauschte der Verein die alte Solarthermieanlage aus und installierte einen Pufferspeicher. Zusätzlich wurde die Innenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Damit senkt der SV Germania Grasdorf seinen Energieverbrauch in Zukunft um weitere 14.600 kWh pro Jahr, was rund vier Tonnen CO2 entspricht, und spart zusätzlich jährlich 1.400 Euro ein.
Gesamtsumme: 69.512 Euro
e.coSport – Region Hannover: 33.000 Euro
RSB: 20.474 Euro

TSV Limmer e.V.

Der TSV Limmer hat bereits 2004 und 2012 erfolgreich Maßnahmen im Rahmen des e.coSport-Programms umgesetzt und nun die umfangreiche energetische Sanierung seiner Sportanlage fortgesetzt. Der Sanierungsplan für den Kabinentrakt sah Folgendes vor: Optimierung der Heizungsanlage, Instandsetzung der Solaranlage, Austausch von Fenstern und Türen sowie die energetische Sanierung der Sanitär- und Lüftungsanlagen. Außerdem stellte der Verein die Innenbeleuchtung auf effizientere LED-Technik um. Diese Maßnahmen senken den Energieverbrauch jährlich um 48.000 kWh, was etwa 13,6 Tonnen CO2 entspricht. Dadurch spart der Verein ca. 4.000 Euro Energiekosten im Jahr.
Gesamtsumme: 257.183 Euro
e.coSport – Stadt Hannover: 62.000 Euro
SSB: 73.214 Euro
Stadt Hannover: 58.000 Euro

Stadt Burgdorf – kleine Sporthalle Gymnasium Burgdorf

Die kleine Sporthalle Gymnasium Burgdorf musste aufgrund des sanierungsbedürftigen Daches kurzfristig gesperrt werden. Da die Hallenkapazitäten dringend von Sportvereinen und für den Schulunterricht benötigt wurden, hat sich die Kommune Burgdorf Anfang 2020 für das e.coSport-Programm angemeldet und 75.000 Euro Förderung von der Region Hannover erhalten. Im Zuge der Dachsanierung konnte die Dämmung verbessert und die gesamte Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt werden. Der Stromverbrauch sinkt durch diese Maßnahmen um 11.600 kWh pro Jahr, zusätzlich spart die Kommune 5.000 kWh Wärmeenergie. So werden jährlich insgesamt rund 6,5 Tonnen CO2–Emissionen vermieden und die Energiekosten um etwa 4.000 Euro gesenkt.
Bei allen eingesparten Energiekosten sind zukünftige Energiepreissteigerungen nicht berücksichtigt.

e.coSport – in drei Schritten zur Sanierung

Am Anfang steht für Vereine eine kostenfreie Orientierungsberatung. Im zweiten Schritt wird ein Sanierungsplan aufgestellt, mit Investitionsbedarf, Einsparpotenzialen, Zuschüssen und Finanzierung. Danach erfolgt die Umsetzungsberatung, mit Fördermittelbeantragung, Qualitätssicherung und weiterer Unterstützung. Weitere Informationen sind im Internet unter www.hannover.de/e.cosport zu finden.

Hilferuf: Droht nun ein Engpass an wichtigstem Personal in der Brandbekämpfung?

Leicht hatten es die Feuerwehren schon vor der Corona-Pandemie nicht: Mit viel Einsatz wurde um Nachwuchs geworben. Das nicht nur in den Nachwuchsabteilungen- den Kinder- und Jugendfeuerwehren – sondern auch sogenannte Quereinsteiger wurde intensiv für die Feuerwehr gesucht. Die Anzahl der Einsatzkräfte konnte so stabilisiert werden, doch nun erwarten die Feuerwehren neues Ungemach: Wichtige Lehrgänge konnten aufgrund der Pandemie nicht erteilt werden, wodurch nun vor allem ein Mangel an Brandbekämpfern in der ersten Reihe fehlt: Die Atemschutzgeräteträger.
Wichtig sind alle Aufgaben innerhalb einer Feuerwehr: Ob Führungskraft, Maschinist oder frisch ausgebildeter Feuerwehrmann: Alle werden benötigt, für das "Getriebe Feuerwehr", bei dem jedes Zahnrad ins andere greift. Doch was ohne diejenigen wäre, die das Feuer direkt bekämpfen, mit einem Strahlrohr in der Hand, der Hitze ausgeliefert, oder Menschen aus brennenden Gebäuden holen, das kann sich auch der Laie gut vorstellen.

"Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger ist eine der wichtigsten überhaupt. Diese Qualifikation ist zwingend bei jedem Einsatz erforderlich", so Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann, der Leiter einer Schwerpunktfeuerwehr ist. Bei jedem Einsatz – egal welcher Art – werde entsprechend auf dem ersten Fahrzeug mit mindestens vier Atemschutzgeräteträgern ausgerückt, denn: "Bei einem möglichen Folgeeinsatz muss dieses qualifizierte Personal auch zur Verfügung stehen. Zumal es nur noch wenige Einsatzlagen gibt, bei denen der Atemschutz nicht notwendig ist", so Bethmann. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, muss ein 35-stündiger Lehrgang bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) der Region Hannover belegt werden.

Lehrtes Stadtbrandmeister Jörg Posenauer sieht eine große Gefahr auf die Brandbekämpfer zukommen: "Uns droht ein Engpass an Atemschutzgeräteträgern", mahnt er. Denn: Seit Beginn der Pandemie waren keine Lehrgänge an der FTZ, die sich in Burgdorf befindet, mehr möglich. Zudem rücken weitere neue motivierte Einsatzkräfte nach, bei denen nun eine zeitnahe weitere Ausbildung in den Sternen steht. Die Feuerwehren zehren derzeit von ihrem Bestand.

Das dieser mit der Zeit immer geringer wird, ist unausweichlich: Ältere Einsatzkräfte können die Belastung unter Atemschutz – verbunden mit schweren Arbeiten unter einer Atemschutzmaske mit insgesamt 20 Kilogramm zusätzlicher Ausrüstung – nicht mehr bewerkstelligen. Was nachvollziehbar ist – und weshalb regelmäßig neue Träger ausgebildet werden.

Stadtbrandmeister Jörg Posenauer und sein Stellvertreter, Hendrik Voges, verantwortlich für den Bereich Atemschutz, appellieren an die Region, hier Abhilfe zu schaffen. Oft genug hätte die Lehrter Feuerwehrführung bei der Region um Antworten auf die Frage gebeten, wie denn die nun entstandene Ausbildungsstau aufgelöst werden könnte. "Wir haben mehrmals nachgefragt", so Posenauer. Eine Antwort hätten sie bis heute nicht erhalten. "Wir brauchen ein Konzept, die Lehrgänge nachzuholen", betont Posenauer: "Die Überhänge nun einfach hinten anzuhängen, löst das Problem jedenfalls nicht". Es müssten weitere Kapazitäten – sei auch nur temporär – geschaffen werden.

Fehlende Räume und Ausbilder seien als Begründung angeführt worden, warum der Lehrgangsbetrieb nicht erweitert werden könnte, erklärt die Lehrter Stadtfeuerwehrführung. Sie fordert daher, neue innovative Wege zu gehen, um die Kapazitäten dennoch auszubauen. In dieselbe Kerbe schlägt auch Hämelerwalds Ortsbrandmeister Christian Roger Fechner, ebenfalls Leiter einer Schwerpunktfeuerwehr: "Wir haben in der Pandemie innovativ gehandelt, das erwarten wir von der Region jetzt auch". In seiner Feuerwehr warten 13 Einsatzkräfte auf einen Lehrgang.

Im Brandabschnitt 4, zu denen Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze gehören, würden nunmehr 137 Einsatzkräfte der vier Kommunen auf einen Lehrgangsplatz als Atemschutzgeräteträger warten. "1,5 Jahre wurde es dauern, diese unter normalen Umständen auszubilden", rechnet Posenauer vor. Mit jedem Tag, der länger gewartet wird, sieht er ein weiteres Problem: "Das sind hochmotivierte Feuerwehrkräfte. Ich weiß nicht wie lange die Motivation anhält", so Posenauer. Was er nicht auszusprechen braucht: Mit jedem nicht ausgebildeten Atemschutzgeräteträger fehlen an der Einsatzstelle diese speziell ausgebildeten Brandbekämpfer. Ein Umstand, den keine Feuerwehrführungskraft akzeptiert und schon gar nicht, wenn etwas dagegen getan werden kann.

Sehndes Stadtbrandmeister Jochen Köpfer plagen die selben Sorgen: 48 Sehnder Brandbekämpfer warten auf eine Lehrgangsteilnahme. "Wir haben trotz der Pandemie an Mitgliedern gewonnen", freut er sich. Stand heute seien 608 Aktive von den Ortsfeuerwehren gemeldet und somit das selbst gesteckte Ziel von 600 Einsatzkräften erreicht worden. Nur mit sehr viel Arbeit im Bereich der Mitgliederwerbung sei dieses möglich gewesen – und auch er sieht nun das Problem, dass der Ausbildungsstau zur Demotivation führt – und schlussendlich auch zu Austritten.

"Hier hätte man mit der Schließung der FTZ aufgrund der Pandemielage schon ein Konzept erarbeiten müssen, wie man die ausgefallenen Lehrgänge nachholen kann", so Hendrik Voges. Und auch das Argument der "fehlenden Räume" lässt Posenauer nicht durchgehen, da man auch andere außerhalb der FTZ nutzen könnte. Bei einer Feuerwehr – wie der Ortsfeuerwehr Burgdorf, die nur wenige Meter entfernt liegt – oder dem benachbarten THW, um nur zwei Beispiele zu nennen.

"Gegen fehlende Ausbilder hätte man seit Beginn der Pandemie auch was tun können", so Voges. Was die notwendigen Ausbildungsutensilien angeht, so könnten könnten diese auch bei einer externen Fachfirma angemietet werden.

Auch könne der Lehrgang, ohne auf die vorgeschriebenen Inhalte zu verzichten, komprimiert werden. So könne der Leistungsnachweis – der vor der Pandemie während des Lehrgangs durchgeführt wurde aber nicht zur Ausbildung dazugehört – auch dezentral absolviert werden, schlägt Voges vor. Diese Zeit würde dann für weitere Ausbildungsstunden zur Verfügung stehen.

"Die Region muss sich bewegen", so Posenauer. "Da muss was getan werden", fordert er, damit seine Prophezeiung nicht in Erfüllung geht und dann der Ernstfall eintritt und nicht genügend Atemschutzgeräteträger bei einem Einsatz vor Ort sind. Oder aber die Feuerwehr ihre Freiwilligen wieder verliert, weil diese immer wieder vertröstet werden, wenn es darum geht, wann sie denn nun endlich ihren Lehrgang absolvieren können.

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