Kategorienarchiv: Lehrte

Trockenheit: Vorsicht in Wald und Wiesen

Mehr als ein paar Tropfen waren es in den vergangenen Tagen nicht: Durch die langanhaltende Trockenheit ist die Brandgefahr in der Vegetation größer geworden. Das nun kommende Pfingstwochenende, mit viel Sonnenschein und ohne Regen vorausgesagt, wird viele Menschen in die Natur locken. Doch: Vorsicht ist in Wald und Wiesen angebracht, denn schon eine kleine Unaufmerksamkeit kann zu einem großen Feuer führen. Auch das Arbeiten im eigenen Garten sollte mit besonderer Aufmerksamkeit vorgenommen werden.

Der Grasland-Feuerindex ist deutschlandweit auf Stufe 4 (von 5) und sagt damit eine "hohe Gefahr" aus und der Waldbrandindex bewegt sich zwischen 3 und 4 (von 5). Daher sollten gerade in diesen Tagen darauf geachtet werden, dass kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen entzündet wird, im Wald nicht geraucht wird, während der Autofahrt keine Zigaretten aus dem Fenster geworfen werden, Fahrzeuge nicht auf Wiesen abgestellt werden und das Glas oder Glasscherben im Wald liegen gelassen werden. Grillen ist nur an gesondert ausgewiesenen Plätzen erlaubt und andernorts verboten. Bei Arbeiten im eigenen Garten, von denen eine erhöhte Brandgefahr ausgeht, sollten im Vorfeld Löschmittel in Form von einem Eimer Wasser oder einem Gartenschlauch bereitgestellt werden. Gerade das Abflammen von Unkraut führt bei der trockenen Vegetation immer wieder zu Feuern, die auch auf benachbarte Gebäude übergreifen können. "Das Abflammen von Unkraut sollte man besser ganz unterlassen", rät Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann.

Er sieht in den kommenden Tagen keine Besserung in Sicht, im Gegenteil: "Gerade in den nächsten Tagen wird die Situation deutlich angespannter", betont er. Als Landwirt kennt er die Gegebenheiten bestens. Vor allem das Verhältnis des Niederschlages zur Verdunstung über Gras sei derzeit stark im negativen Bereich. "In Burgdorf haben wir schon eine klimatische Wasserbilanz von -132 Millimetern, in Uetze ist sie mit -151 Millimetern noch deutlich negativer", gibt er den Stand vom 25. Mai wieder. "Durch die steigenden Temperaturen mit einer hohen Sonneneinstrahlung und dem recht starken und trockenen Wind – welcher auch ein Feuer begünstigt – steigt die Verdunstung nochmals deutlich an", erklärt er. Und so steige auch die allgemeine Brandgefahr.

Wenn doch einmal etwas passiert, rät der oberste Brandschützer der Region Hannover, Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing: "Zögern Sie im Ernstfall nicht, die 112 anzurufen." Schon bei einem kleinen Feuer oder einer ungewöhnlichen Rauchentwicklung sollten die Feuerwehrkräfte alarmiert werden. Denn je schneller die Unterstützung der Brandbekämpfer vor Ort ist, desto schneller kann eine Ausbreitung verhindert werden. Die Feuerwehr solle "lieber zu früh als zu spät alarmiert werden", rät Ortsbrandmeister Florian Bethmann.

Also: Bei einem Feuer erst den Notruf über 112 absetzen und anschließend – wenn möglich – eigene Löschversuche unternehmen.

Region unterstützt fünf vorbildliche Klimaschutzprojekte

Die Region Hannover unterstützt mit ihrer Leuchtturmrichtlinie Akteurinnen und Akteure, die innovative Klimaschutzprojekte praktisch umsetzen. Über die Förderung von fünf weiteren Projekten hat die Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover, Rike Arff, den Regionsausschuss für Umwelt und Klimaschutz am heutigen Dienstag, 19. Mai 2020, informiert. Die fünf Klimaschutzvorhaben seien "beispielhaft für den Einsatz erneuerbarer Energien, energieeffizienter Technik und klimaschonender Mobilität".

"Wir unterstützen die Projekte, damit neue Ideen für den Klimaschutz realisiert und weiterentwickelt werden", erläuterte Rike Arff. Die Region stellt insgesamt 190.000 Euro für die Projekte bereit.

Klimafreundliche Bio-Bäckerei 

Die Demeter-Bäckerei Backwerk beabsichtigt, ihre Produktion an einen neuen Standort in Hannover-Linden zu verlagern und setzt dabei auf energieeffiziente Technik: So sollen beispielsweise energiesparende Backöfen zum Einsatz kommen, mit deren Abwärme die Heizung unterstützt wird. Darüber hinaus ist der Auf- und Ausbau einer Lastenradflotte zum Beliefern von Kunden innerhalb der Stadt Hannover geplant. Die geplante Förderung durch die Region Hannover beträgt 30.000 Euro.

Optimierte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage für Klinikum

Die Klinikum Region Hannover GmbH will in Lehrte ein Pilotprojekt starten: Am dortigen Krankenhaus soll eine Absorptionskältemaschine das bereits bestehende und mit zwei Blockheizkraftwerken ausgestattete Wärmenetz ergänzen. Hierdurch verbessert sich im Sommer die Auslastung der Anlage. Denn die Absorptionskältemaschine nutzt die bereitgestellte Wärme und wandelt sie in Kälte um. Damit reduziert sich der Stromverbrauch einer elektrisch betriebenen Kompressionskältemaschine, die nur noch bei Lastspitzen zum Einsatz kommt. Der Projektzuschuss beträgt bis zu 50.000 Euro.

Impulse für die Wasserstoff-Forschung

Wie lässt sich Wasserstoff kostengünstiger herstellen? Ein Team um den Verfahrenstechniker Patrick Trinke arbeitet hierzu an einer Lösung und will einen Multizellenprüfstand für die Wasserelektrolyse entwickeln. Bei dieser Technologie geht es um das Zerlegen von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff mit Hilfe von Strom. Wird dabei regenerativer Strom eingesetzt, hat der Wasserstoff eine Speicherfunktion für erneuerbare Energien. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn es ein Überangebot an Wind- oder Solarstrom gibt. Bei Lastspitzen lässt sich der Wasserstoff wieder zum Erzeugen von Strom einsetzen. Für das Projekt ist ein Zuschuss von maximal 60.000 Euro vorgesehen.

Energieeffizienter Firmenneubau mit Solar-Gründach

Die KES GmbH & Co. KG, die Systeme und Komponenten für Schienenfahrzeuge anbietet, plant einen energieeffizienten Neubau in Barsinghausen. Eine Besonderheit des Gebäudes ist ein Retentions-Gründach mit Solarstromanlage. Das begrünte Dach hat einen Kühleffekt und verbessert hierdurch die Effizienz der Solaranlage. Zudem hält es größere Niederschlagsmengen zurück, wodurch die Kanalisation vor allem bei Starkregenereignissen entlastet wird. Die Region Hannover fördert das innovative Gründach mit bis zu 40.000 Euro.

Testlauf für Carsharing-Bürgermobil mit Solarstromnutzung

Die Genossenschaft NaturEnergie Region Hannover installiert eine Solarstromanlage auf dem Feuerwehrhaus in Neustadt-Eilvese. Ziel ist es, möglichst viel des erzeugten Stroms vor Ort zu nutzen. Hierzu will die Energiegenossenschaft eine E-Ladestation mit einem innovativen E-Carsharing-Modell initiieren. Dabei soll ein Siebensitzer als Bürgermobil zum Einsatz kommen. Außerdem steht die Ladestation den Einwohnern zukünftig für eigene E-Autos zur Verfügung. In einem Zweijahresbetrieb testet die Genossenschaft, wie viele Einwohner der Ortschaft Eilvese sich mit offensiver Öffentlichkeitsarbeit für das Bürgerenergiekonzept motivieren lassen. Sie überprüft außerdem, ob die Kosten durch die direkte Nutzung des Solarstroms so stark sinken, dass es nach dem Testbetrieb auch regulär kostendeckend weitergehen kann. Für die Testphase stellt die Region einen Zuschuss von maximal 10.000 Euro bereit.

Förderrichtlinie für Projekte mit "Leuchtturmcharakter"

Die Region Hannover vergibt die Zuschüsse auf Basis der Richtlinie zur Förderung regional bedeutsamer Klimaschutzvorhaben. Der nächste Stichtag zum Einreichen von Anträgen ist der 31. Juli 2020. Einwohner und Kommunen der Region Hannover sowie Unternehmen, Vereine und Verbände mit Sitz in der Region Hannover können die Anträge bei der Klimaschutzleitstelle der Region stellen.
Weitere Informationen gibt es unter www.hannover.de/leuchtturmrichtlinie.

Ab 1. April: Leinenzwang für Hunde während der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit

Trotz der aktuellen Corona-Pandemie dürfen Hunde weiterhin ausgeführt werden. Die Stadt Lehrte weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Hunde in der freien Landschaft während der bevorstehenden allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit im Zeitraum vom kommenden Mittwoch, 1. April 2020, bis zum 15. Juli grundsätzlich an der Leine zu führen sind. Zur freien Landschaft gehören neben den Flächen des Waldes auch die der übrigen freien Landschaft, auch wenn die Flächen innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen.

Einige Haarwildarten, wie beispielsweise der Hase oder das Schwarzwild, haben bereits Nachwuchs, bei anderen Tierarten sind die weiblichen Tiere hochtragend. In diesem Zustand sind die Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit und Fluchtmöglichkeit stark eingeschränkt. Auch die am Boden brütenden Vogelarten wie beispielsweise Ente, Gans, Rebhuhn, Fasan, Kiebitz und Lerche beginnen jetzt ihr Brutgeschäft.

"Streuende, wildernde oder auch nur stöbernde Hunde können eine tödliche Gefahr insbesondere für Jungtiere werden, denn im Falle einer empfindlichen Störung stellen wildlebende Tiere vielfach die Versorgung ihres Nachwuchses ein", so die Lehrter Stadtverwaltung.

Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften werden mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren geahndet. Hier droht ein Bußgeld in einer Höhe bis zu 5.000 Euro.

Um den Lehrter Hundehalterinnen und Hundehaltern auch in dieser Zeit eine freie Auslaufmöglichkeit für deren Vierbeiner außerhalb der ’normalen‘ Grünanlagen anzubieten, steht im Hohnhorst-Park in der Nähe der Streuobstwiese die cirka 8.000 Quadratmeter große Hundewiese zur Verfügung, auf der die Hunde ohne Leine toben können. Auch wurde in diesem Parkteil eine Hundetoilette aufgestellt.

Nold übernimmt Vorsitz des DGB-Kreisverbands Region Hannover

Der Vorsitzende des DGB-Ortsverbands Lehrte, Reinhard Nold, ist nun auch Chef des DGB-Kreisverbands Region Hannover. Die Funktion hat der Lehrter bekommen, weil sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) neu aufgestellt hat. Nach fast zehn Jahren organisiert sich der DGB wieder kleinräumiger. Während im Kreisverband Hannover Region bisher die Landeshauptstadt Hannover und das Umland zusammengefasst waren, wurde der DGB-Kreisverband Region Hannover nun in einen DGB-Stadtverband für das Gebiet der Landeshauptstadt Hannover überführt und ein neuer DGB Kreisverband Region Hannover ohne Landeshauptstadt gegründet.

Die Mitglieder des neuen DGB-Kreisvorstandes Region Hannover kommen aus den Reihen der Ortsverbände (OV). Dies sind Michael Pöllath (OV Barsinghausen), Manfred Scheller (OV Burgdorf-Hänigsen-Uetze), Hans-Jürgen Arnold (OV Laatzen), Martina Buchheim (OV Lehrte), Regine Höft (OV Sehnde). Mit der Umorganisation sollen sich die Ortsverbände verknüpfen und gegenseitig unterstützen.

Reinhard Nold ist beim Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) als Sachgebietsleiter für die Straßenreinigung und den Winterdienst zuständig und seit mehreren Jahren Mitglied im Personalrat. Seit 2000 ist er Ortsverbandsvorsitzender des DGB in Lehrte und organisiert unter anderem regelmäßig die DGB-Kundgebungen am 1. Mai. Dafür hatte er in den vergangenen Jahren unter anderem prominente Politiker wie Stephan Weil, Sahra Wagenknecht, Hubertus Heil, Katarina Barley und den Sozialphilosoph Oskar Negt nach Lehrte geholt.

"Die Mitarbeit im DGB-Kreisverband war für mich ein konsequenter Schritt innerhalb meiner Gewerkschaftstätigkeit", sagt Nold. In seinem Heimatort Lehrte werde er in dieser Funktion auch der Frage nachgehen, wie und wo die Menschen arbeiten werden, wie sie zu ihrer Arbeit kommen und was sie für Wohnen ausgeben müssen.

Der Geschäftsführer der DGB-Region Niedersachsen-Mitte, Torsten Hannig, begrüßt die Wahl von Reinhard Nold als neuen Kreisvorsitzenden für die Region Hannover und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit und eine stärkere Sichtbarkeit des DGB im kommunalen Bereich.

Das „Soziale Talent im Sport“ kommt in diesem Jahr aus Arpke

Die Würfel sind gefallen: Am gestrigen Dienstag, 11. Februar 2020, wurde das "Soziale Talent der Sportjugend der SportRegion 2019" gekürt: Anna-Lena Schrader ist 21 Jahre alt und im Turn- und Sportverein Germania Arpke aktiv. Den zweiten Platz belegt Leon Salomon vom Turn- und Sportverein Rethen. Auf den dritten Platz schafft es Siavash Bohloli vom Turn- und Sportverein Wettbergen (20 Jahre alt) vor den beiden viertplatzierten Max Wietig (Sportverein 06 Lehrte, 15 Jahre) und Sarah Czernek (Lehrter Sportverein, 20 Jahre).

Die Fünf konnten am Ende die meisten der fast 1500 Online-Stimmen für sich beanspruchen und die Jury überzeugen. Im Rahmen einer Abendveranstaltung in der IGS Garbsen wurde Ihnen und allen anderen der insgesamt 12 Nominierten in Begleitung von Verwandten, Freunden sowie Vertretern aus den Vereinen und teilweise ihrer Kommunen ein besonderes Dankeschön ausgesprochen. Für einen festlichen Rahmen sorgten auch die Showacts aus dem Vereinsleben: So zeigten die jungen Mitglieder vom Zirkus- und Kindervarieté Träumer, Tänzer und Artisten aus Garbsen einen Einblick in ihr vielfältiges Programm

Fest stand aber auch, dass jeder der jungen Ehrenamtlichen den Titel verdient gehabt hätte und dass niemand leer ausgehen würde. Dank der Sparkasse Hannover darf sich jeder Nominierte über zwei Tickets zum Bundesliga-Heimspiel der Recken am 8. März gegen Frischauf Göppingen in der TUI Arena freuen. Die fünf Erstplatzierten erhielten darüber hinaus Gutscheine des Sportgeschäfts SportHaeuser aus Mellendorf in Höhe von bis zu 300 Euro.

Die Veranstalter freuen sich über das Interesse und dass sie durch die Mitwirkung der Vereine, die ihre Sozialen Talente nominiert haben, jungen engagierten Ehrenamtlichen aus der SportRegion einmal im besonderen Rahmen ein gebührendes Dankeschön aussprechen konnten.

Felix Decker, Sportreferent für die Sportjugend der SportRegion: "Auch wenn wir in diesem Jahr keine Steigerung bei den Nominierten hatten, hat die Veranstaltung gezeigt wie überdurchschnittlich engagiert junge Menschen sind und dies wollen wir natürlich auch in den kommenden Jahren anerkennen, unterstützen und fördern."

Um Ehrenamtlichkeit von Jugendlichen anzuerkennen und ihnen Dank auszusprechen, veranstaltet die SportRegion Hannover seit 2016 das Projekt "Soziale Talente im Sport". Zehn Vereine aus Burgwedel, Hannover, Laatzen, Lehrte, Seelze, Uetze, folgten im vergangenen Jahr der Aufforderung und nominierten 12 Soziale Talente. Anschließend wurden die Jugendlichen auf der Homepage der SportRegion unter www.sportregionhannover.de mit Steckbriefen vorgestellt. Zwischen Mitte November und dem 19. Dezember hieß es dann zu überzeugen und das persönliche Umfeld zu mobilisieren, denn die Öffentlichkeit konnte nun für jeweils einen Favoriten stimmen. Am Ende wurden 1496 Onlinestimmen gezählt. Wer hier die Nase vorn hatte, der konnte sich eine gute Ausgangslage verschaffen, denn das Gesamtergebnis bei diesem Wettbewerb wird zu gleichen Teilen aus Online-Voting und Abstimmung einer Fachjury, bestehend aus mehreren Vertretern der Sportjugenden Hannovers, ermittelt.

Der Grund für das Projekt ist, dass junges Ehrenamt in Vereinen keineswegs selbstverständlich ist. Um Jugendlichen klar zu machen, wie wichtig dieses Engagement ist und wie sehr es von außen geschätzt wird, bedarf es eben eines solchen Projekts. Einerseits bietet es die Gelegenheit sich bei den Jugendlichen zu bedanken und ihnen die gebührende Aufmerksamkeit zu geben, andererseits können durch diese Aufmerksamkeit vielleicht andere Jugendliche dazu bewegt werden, einen Teil ihrer Freizeit für die Vereinsarbeit zu verwenden. 

Die Durchführung wird durch die Förderung aus Mitteln der Finanzhilfe des Landes Niedersachsen, der Sparkasse Hannover sowie des Sportgeschäfts "SportHaeuser" aus Mellendorf realisiert.

Ausschreibung des Friedenspreises „Sievershäuser Ermutigung 2020“

Die "Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen" und die Stiftung "Frieden ist ein Menschenrecht" schreiben zum 16. Mal den mit 5.000 Euro dotierten Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung aus. Die "Sievershäuser Ermutigung 2020" soll für hervorragende Projekte und Initiativen der internationalen Begegnungsarbeit mit jungen Menschen verliehen werden, die einen Beitrag zu einer friedlichen, auf Versöhnung, Verständigung und Zusammenarbeit setzenden Welt leisten. Die Würdigung der Preisträger wird in einer Feierstunde im Antikriegshaus am Sonntag, 6. Dezember 2020, 16 Uhr erfolgen.

Nominiert werden können sowohl Organisationen und Initiativen, die eine solche Begegnungsarbeit durchführen, als auch einzelne Projekte der internationalen Begegnungsarbeit. Wichtig sei hierbei, dass ein erkennbarer Beitrag zu Versöhnung, Verständigung, Zusammenarbeit und Frieden geleistet wird.

Vor diesem Hintergrund werden originelle wie bewährte Ansätze der internationalen Begegnungsarbeit gesucht, die junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Ländern in einen fruchtbaren Austausch bringen, sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken lassen, ihnen Wege eines produktiven Umgangs mit Vielfalt und konstruktive Möglichkeiten des Konfliktaustrags wie Potentiale der Zusammenarbeit aufzeigen, geleitet von den Fragen: Was sind die Ziele der jeweiligen Begegnungsarbeit? Mit welchen Methoden wird versucht, diese zu erreichen?

Die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit (beziehungsweise das Antikriegshaus) Sievershausen hat sich bei der Wahl des Ausschreibungsthemas der Ermutigung 2020 von zwei Überlegungen leiten lassen: "In Zeiten, in denen wir eine erschreckende Zunahme nationaler Egoismen in Politik und Gesellschaften weltweit erleben, möchte das Antikriegshaus ein Zeichen für die Notwendigkeit und praktischen Möglichkeiten von Verständigung und Zusammenwirken in einer Welt der Vielfalt setzen. Den Problemen und Herausforderungen in der Einen Welt kann nur im Geiste des Friedens und der Verständigung begegnet werden. Hierzu braucht es heute dringlich Impulse und praktische Ansätze, um Menschen zusammenzubringen."

Dies auch in einem Jahr, in dem die Begegnungsarbeit der Internationalen Workcamps 100-jähriges Jubiläum feiert. 1920 bauten Freiwillige aus Frankreich, Deutschland und anderen Ländern gemeinsam in einem Dorf nahe Verdun, das zum Inbegriff der Grauen des Ersten Weltkrieges geworden war, zerstörte Häuser wieder auf. Die Idee der Workcamps als einer spezifischen Form der internationalen Begegnungsarbeit wird seit Jahrzehnten auch in Sievershausen verfolgt – aus dieser ist die Friedensarbeit des Antikriegshauses hervorgegangen. "Wir wollen dies zum Anlass nehmen, auf die fortwährende Relevanz und Wirksamkeit internationaler Begegnungsarbeit mit jungen Menschen im Bereich der Friedens- und Menschenrechtsarbeit hinzuweisen", so die Initiatoren.

Vorschläge, Empfehlungen und Bewerbungen können bis zum 30. April 2020 in schriftlicher Form per Brief oder per Mail an die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V. gerichtet werden. Diese sind formlos einzureichen, hilfreich sind jedoch nähere Angaben zur vorgeschlagenen Organisation, Initiative oder zum Projekt sowie aussagefähige Beispiele und Berichte der praktischen Begegnungsarbeit.

Die Sievershäuser Ermutigung wird seit 1988 im zweijährigen Rhythmus für beispielhafte Friedens- und Menschenrechtsarbeit verliehen. Die Verleihung findet jeweils in zeitlicher Nähe zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember) statt. Die Ausschreibung erfolgt zu wechselnden thematischen Schwerpunkten. Im Jahr 2018 wurde die Culture Counts Foundation für ihren Beitrag zu einem konstruktiven Friedensjournalismus, 2016 AMICA aus Freiburg für ihre Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen und 2014 das forumZFD für seine Arbeit in der zivilen Konfliktbearbeitung ausgezeichnet. Die Ermutigung soll die Preisträger in ihrer Arbeit bestärken und unterstützen, darüber hinaus Menschen Mut machen, sich für Frieden und Menschenrechte zu engagieren.

Der Verein Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V. besteht seit 1979 und betreibt in Sievershausen bei Hannover das Antikriegshaus als Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum sowie die Antikriegswerkstatt als Seminarhaus mit Übernachtungsmöglichkeiten. Das Antikriegshaus steht an historischem Ort am Rande des Schlachtfeldes der ‚Schlacht von Sievershausen‘ im Jahr 1553, die als eine der opferreichsten Schlacht der Reformationszeit (etwa 4000 Tote und 8000 Verletzte) gilt. Der Verein folgt einem umfassenden Verständnis von Friedensarbeit, das neben der Auseinandersetzung mit weltweiten Krisen und Konflikten auch Menschenrechtsthemen, ökologische Fragestellungen, Erinnerungsarbeit und Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Nahbereich umfasst. Der Verein ist Mitgliedsorganisation der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V (AGDF) und gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Martin Sievershausen Mitglied der Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry sowie einer der Begegnungsorte des Friedens innerhalb der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Die Stiftung Frieden ist ein Menschenrecht wurde 2014 ins Leben gerufen, um die Arbeit des Antikriegshauses perspektivisch zu sichern und zu intensivieren. Zurzeit besteht die primäre Aufgabe darin, das Preisgeld für die Sievershäuser Ermutigung zu gewährleisten. Sollten die finanziellen Möglichkeiten wachsen, sollen auch weitergehende Aufgaben im Feld der Friedensarbeit unterstützt werden.

Bauer sucht Kunde

Zur bundesweiten Aktion "Bauer sucht Kunde" rief am heutigen Montag, 13. Januar 2020, die Verbindung "Land schafft Verbindung" auf. Diesem Aufruf folgten auch viele Bauern aus der Region Burgdorf und Umland. Unter anderem waren mit dabei Andreas Thieleking aus Weferlingsen mit Lukas Kuhfuß, Hagen Thieleking aus Schillerslage, Anja Hattendorf aus Immensen, Karl-Heinz Bode und Tochter aus Steinwedel, Marlo Engelke aus Engensen und Anika Lilienthal aus Burgdorf.

Bei sehr guten Wetter wurde auf dem Burgdorfer Schützenplatz mit interessierten Verbrauchern, die wichtigsten Themen in der Landwirtschaft besprochen und gleichzeitig auf die Einkaufsmöglichkeiten in Hofläden in und um Burgdorf aufmerksam gemacht.

Vielen Konsumenten sei gar nicht mehr bewusst, dass viele Bauern noch eigene Hofläden haben. Dies war heute eines der Ziele des Aufrufes, diese  Hofläden wieder stärker in den Fokus zu rücken.

"Wir müssen wieder mehr Augenmerk auch auf unsere Konsumenten legen", erklärten die Bäuerinnen und Bauern einstimmig.

Ein weiteres Ziel war es auch dem Verbraucher zu zeigen, dass Umwelt- und Tierschutz in den vielen landwirtschaftlichen Betrieben tagtäglich gelebt wird und man nicht der Hauptverursacher für sämtliche Umweltprobleme sei.

Als kleines Dankeschön freuten sich viele dann noch über tolle Kartoffeln und frische Eier, die in den Hofläden von Andreas Thieleking und Anja Hattendorf direkt ab Hof auch gekauft werden können.

Sportpreis 2019: TSV Germania 1911 Arpke e.V. erhält den ersten Preis

Sportabzeichen? An den Grundschulen in den Lehrter Ortsteilen Immensen und Arpke stand das jahrelang nicht auf dem Stundenplan. Dank einer Kooperation mit dem TSV Germania 1911 Arpke e.V. hat sich das nun geändert: Jugendliche aus dem Verein organisieren an den beiden Grundschulen jeweils einen Sportabzeichentag im Jahr. Rund 100 Kinder in Arpke und rund 80 Kinder in Immensen messen sich nicht nur im Sportunterricht, sondern können auch ganz offiziell das Sportabzeichen erwerben – mit Teenagern aus dem TSV Germania Arpke als Betreuerinnen und Betreuern.

Ein tolles Kooperationsprojekt nach Ansicht der Jury für den Sportpreis der Region Hannover. Die Fachleute aus Regionssportbund, Politik, Verwaltung und Medien entschieden sich, dem TSV Arpke in diesem Jahr den ersten Preis zu verleihen. Der Sportpreis wird nicht für sportliche Leistungen, sondern für soziales Engagement im Sportverein vergeben – mittlerweile zum fünften Mal. 5000 Euro gehen nun an den 928 Mitglieder zählenden Arpker Klub. Die Siegerehrung fand am gestrigen Donnerstag, 19. Dezember 2019, im Rahmen des Spiels von Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf gegen HC Erlangen statt. Sechs der 19 Vereine, sie sich beworben hatten, waren nominiert und eingeladen worden: die DAV Sektion Hannover, FC Lehrte, RC Blau-Gelb Langenhagen, Tennisclub Grün-Gelb Burgdorf e.V., TSV Germania Arpke e.V. und TSV Neustadt v. 1862 e.V. Am Ende rückten neben den Arpkern auch der Deutschen Alpenverein (DAV) – Sektion Hannover und der TSV Neustadt aufs Siegertreppchen. Insgesamt wurde ein Preisgeld von 10.000 Euro vergeben.

Das Engagement des TSV Arpke hatte die Jury auch überzeugt, weil sich das Engagement durch den Alltag durchzieht.  Die zwölf bis 15 Jahr alten Sportassistentinnen und -assistenten sind regelmäßig zu Gast in der Grundschule Arpke, im Rahmen der TSV AG. Die Abkürzung steht für "Turnen & Spaß – Vereint – Arpker Grundschule". Dabei handelt es sich um ein Nachmittagsangebot des Vereins an der Grundschule. "Als kleiner Dorfverein ohne hauptberufliche Übungsleiterinnen und Übungsleiter ist es sehr schwer, ein verlässliches Angebot zu ermöglichen, da unsere Übungsleiter alle berufstätig sind", erläutert Vereinschef Sebastian Kobbe. Die Jugendlichen werden von ihren eigenen Schulen für die Aufgabe in der AG befreit. "Die Grundschüler sehen schon früh, dass es cool ist, sich als Jugendlicher zu engagieren und sie verbinden früh positive Sporterlebnisse mit dem Sportverein", meint Kobbe.

Der DAV Sektion Hannover darf sich über ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro freuen. Der Verein hatte sich mit dem Angebot "Klettern Spezial" für Menschen mit Einschränkungen um den Sportpreis beworben. Acht bis zehn Trainerinnen und Trainer unterstützen Menschen mit Behinderungen einmal pro Woche dabei, in der vereinseigenen Kletterhalle das Klettern auszuprobieren – 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind regelmäßig dabei. "Es gibt für die, die daran interessiert sind, keinerlei Einschränkungen, gleich, welche Art von Behinderung vorliegt", sagt Dr. Claudia Carl, zweite Vorsitzende der hannoverschen Sektion. Auch im Ith war die Gruppe schon zum Klettern unterwegs.

Um Kinder mit unterschiedlichen Handicaps geht es im Angebot "Die Buntgemischten" des TSV Neustadt, der den dritten Platz des diesjährigen Sportpreises und damit ein Preisgeld von 2000 Euro erhält. "Unser Ziel ist ein soziales Miteinander in Verbindung mit psychomotorischer Bewegungsförderung an Gerätelandschaften und Spielen, an denen alle Kinder teilnehmen können", erläutert Sportkoordinator Christoph Ihringer. Wichtig sei, dass die Kinder Anerkennung erfahren. "Die gegenseitige Rücksichtnahme, die Akzeptanz aller untereinander, der große Spaß an der Bewegung zeichnet diese Buntgemischten aus", sagt Übungsleiterin Susanne Smieja.

"Wenn von Sport die Rede ist, geht es oft nur um Leistung, dabei sind der Spaß und das Miteinander eigentlich viel wichtiger", meint Regionspräsident Hauke Jagau. "Die Region Hannover zeichnet deshalb Vereine aus, die besonders Räume schaffen für Freundschaften, Integration und gemeinsames Erleben. Sportverein haben in unserer Gesellschaft eine wichtige soziale Funktion."

Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung, der die Preise am Donnerstagabend verlieh, ist zufrieden mit der Wahl der Jury: "Das Projekt des TSV Germania Arpke kann ein gutes Vorbild für andere Grundschulen und Vereine sein. Von der Kooperation profitieren alle Seiten." 

Stärkung der Arbeitnehmerrechte: 300 Betriebsräte auf Konferenz in Berlin

"Gute Arbeit braucht starke Arbeitnehmerrechte ohne Hintertür": Wie diese erreicht, angewendet und durchgesetzt werden können, stand im Mittelpunkt der Betriebsrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion. Diese fand am vergangenen Montag, 4. November 2109, in Berlin statt. Rund 300 Betriebs- und Personalräte aus ganz Deutschland waren zu Gast, darunter auch drei Betriebs- und Personalräte aus dem Wahlkreis des Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch.

"Für gute Arbeit müssen Politik und Arbeitnehmervertretungen an einem Strang ziehen – und zwar mit voller Kraft", so Miersch. "Es ist ein ständiges Wechselspiel: Wir Politiker brauchen die Erfahrung der Arbeitnehmervertretungen aus der Praxis für die Gesetze, die wir formulieren. Durch den offenen Dialog ist unsere Betriebs- und Personalrätekonferenz seit vielen Jahren ein echtes Erfolgsmodell."

Um gute Arbeit zu gewährleisten, müssten gerade jetzt die Veränderungen in der Arbeitswelt berücksichtigt werden. "Wie gehen wir mit mobiler Arbeit um? Braucht es im Arbeitszeitrecht mehr Flexibilität oder mehr Arbeitsschutz? Wie kann in Zeiten der Plattformökonomie die Gründung eines Betriebsrates erleichtert und rechtssicherer gemacht werden? Das sind die Fragen, auf die wir dringend Antworten finden müssen", so der Parlamentarier.

Frank Werneke, der neue Vorsitzende von ver.di, legte seine Sicht auf diese Fragen dar. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, Professorin Ute Klammer vom "Institut Arbeit und Qualifikation", der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich und die Sprecherin für Arbeit und Soziales, Kerstin Tack, brachten ihre Impulse für gute Arbeit und gute Möglichkeiten zur Mitbestimmung ein.

In der Podiumsdiskussion zu Arbeitnehmerrechten der Zukunft wurde klar: Unbefristete Arbeitsverhältnisse müssen wieder zur Regel werden, Befristungen mit Sachgrund gehören auf den Prüfstand, ebenso wie das Teilzeitrecht. "Um den digitalen Wandel zu meistern, brauchen wir mehr Qualifizierung und Mitbestimmung. Wir haben in dieser Wahlperiode die Brückenteilzeit und das Rückkehrrecht in Vollzeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingeführt. Das wollen wir weiter ausbauen. Dass das notwendig ist, hat sich auch im Gespräch mit Martina Buchheim, ver.di Lehrte, und Reinhard Nold vom DGB Lehrte gezeigt", so Matthias Miersch. "Ich freue mich, dass sie nach Berlin gekommen sind, um gemeinsam mit uns gute Arbeit und gute Interessenvertretung zu gestalten."

Mit einem Ruck bewegt sich der Kirchenkreis Burgdorf „vom Walzer zum Quickstep“

Einen Tag vor Ende der diesjährigen "Woche der Diakonie" (1. bis 8. September) hat der Kirchenkreis Burgdorf seine zweitägige "Zukunftswerkstatt" zur künftigen Arbeit in den evangelisch-lutherischen Gemeinden des Kirchenkreises beendet. Ganz am Ende der Veranstaltung stand am gestrigen Sonnabend, 7. September 2019, ein Pressegespräch in den Tagungsräumlichkeiten des Burgdorfer Tanzstudios B5 an der Braunschweiger Straße.

Zur Stimmung und Atmosphäre während der Beratungen mit den etwa 120 Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Kirchenkreis sowie mit Personen des öffentlichen Lebens sagte Kirchenkreisjugendwartin Ann-Marie Reimann: "Mit den erörterten zukunftsorientierten Ansätzen bewegt sich Kirche vom Walzer zum Quickstep." Zu den Ansätzen gehören nach Worten von Superintendentin Sabine Preuschoff auch kleine Arbeitsgruppen (AG), die Gedanken und Ideen zusammentragen sollen, um bis Ende 2020 ein konkretes (Zukunfts-)Konzept vorstellen zu können. Damit sollen Fragen wie beispielsweise "In welcher Form kann Kirche mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen?", "Wie kann Kirche dem Fachkräftemangel entgegentreten?" oder "Wie können die Gemeinden im Kirchenkreis in Balance gehalten werden?" beantwortet werden. Kirche müsse sich bewegen und sich auf die veränderten Realitäten einstellen, so Sabine Preuschoff. Kirchenkreisvorstandsmitglied und Kirchenvorstandsvorsitzender der Matthäus-Gemeinde in Lehrte, Wilhelm Busch, brachte es auf den Punkt: "Nach gründlicher Beleuchtung des Ist-Zustandes muss ein Ruck durch unsere Kirche gehen, denn wir stehen vor großen Herausforderungen. Wir müssen mit aktivem Anpacken die Veränderungen bestimmen und uns nicht von den Veränderungen bestimmen lassen."

Da sieht sich Kevin Fischer aus Ahlten nun auf einem guten Weg. Er sei glücklich, so viele nette Menschen kennengelernt zu haben und mit ihnen ins Gespräch gekommen zu sein: "Ich habe mich als Jugendlicher wahrgenommen gefühlt und bin froh, dass die Arbeit jetzt in den AGs weitergeht." Es sei schön gewesen zu beobachten, wie die Generationen ins Gespräch gekommen seien, bestätigte Riika Hinkelmann (Neustadt), Gemeindeberaterin der Landeskirche Hannover.

Der Anfang ist gemacht. Nun müssen die AGs Vorschläge und Vorstellungen unter anderem zu den Themenbereichen "Jugendarbeit", "Gebäude" und "Gottesdienstgestaltung" in ein zukunftsfähiges Konzept für die insgesamt 49.000 Kirchenmitglieder im Kirchenkreis Burgdorf gießen. "Durch Sterbefälle und Austritte verliert der Kirchenkreis jedes Jahr rund 1000 Mitglieder. Eine Zahl, die von den Taufen nicht vollständig kompensiert werden kann", beschrieb die Superintendentin einen "eckigen" Sachverhalt, der mit Blick auf die derzeitige Situation im Rahmen der Zukunftswerkstatt auch zur Sprache kam.

Zum Schluss musste niemand seinen Heimweg mit leeren Händen antreten. Alle bekamen eine Tüte mit "Kirche in Nudelform" und einen von Sabine Preuschoff gespendeten Segen für ihren Weg zurück in die Gemeinden im Kirchenkreis Burgdorf.

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