Kategorienarchiv: Lehrte

Polizei setzt Schwerpunktkontrollen auf der A2 fort: 640 Fehlverhalten festgestellt

In der vergangenen Woche haben Beamte des Zentralen Verkehrsdienstes ihre Kontrollaktionen auf der A2 fortgesetzt. Dabei haben sie rund 470 Geschwindigkeitsverstöße im Bereich der Baustellen Hannover-Bothfeld und Lehrte festgestellt.

In der vergangenen Woche kontrollierten die Beamten an mehreren Tagen an verschiedenen Stellen des Zuständigkeitsbereichs der Polizeidirektion Hannover (Landesgrenze Nordrhein-Westfalen bis Anschlussstelle Hämelerwald). In den besonderen Fokus wurden in dieser Woche erneut die Überwachung der Geschwindigkeit und des Sicherheitsabstands gerückt. Insgesamt 468 Pkw waren dabei im Bereich der Anschlussstellen Hannover-Bothfeld und Lehrte-Ost zu schnell unterwegs.

Traurige Spitzenreiter waren dabei drei Autofahrer, die mehr als 51 Stundenkilometer zu schnell waren. Insgesamt 21 Fahrer müssen sich nun auf ein Fahrverbot einstellen.

Zudem registrierten die Beamten 116 Verstöße wegen Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes (davon 79 Lkw). Darüber hinaus hielten sich 22 Verkehrsteilnehmer nicht an das Überholverbot (davon elf Lkw). Bei den Kontrollen stellten die Einsatzkräfte außerdem sechs Autofahrer sowie fünf Trucker fest, die während der Fahrt ihr Telefon benutzten.

Auch in dieser Woche wird die Polizei Hannover – neben täglich stattfindenden Kontrollen – ihre Schwerpunktaktionen auf der A2 fortsetzen.

Regions-CDU zum Radschnellweg: „Garbsen sinnvoller als Lehrte“

"Wir unterstützen die Idee, einen Radschnellweg von Hannover nach Garbsen zu bauen. Generell sind wir davon überzeugt, dass ein Radschnellweg nach Garbsen, wo der Maschinenbau Campus mit über 4000 Studierenden bald fertig gestellt sein wird, ausgesprochen sinnvoll ist", stellt der Vorsitzende der CDU-Fraktion Region Hannover und Lehrter Abgeordnete Bernward Schlossarek fest.

Darüber hinaus ist unsere oberste Prämisse, dass Baumaßnahmen dieser Größenordnung nur gemeinsam mit den Gemeinden und Städten vor Ort durchgeführt werden können. "Die Herangehensweise der Verwaltung zur Realisierung der Fahrradschnellstraße von Hannover nach Lehrte hat mich vor einigen Wochen fast fassungslos gemacht. Beim Radschnellweg nach Garbsen werden die Gemeinden und Städte vor Ort mitgenommen. Dieses Vorgehen nehmen wir positiv zur Kenntnis. Die Verwaltung scheint aus ihrem Fehler gelernt zu haben, denn nur in Kooperation mit den Entscheidungsträgern vor Ort können solche Baumaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden", so Bernward Schlossarek.

Der voraussichtlich 13 Kilometer lange Radschnellweg zwischen Hannover und Garbsen könne ein wichtiger Bestandteil der Verkehrswende in der Region Hannover sein.

Außerdem können wohl beim Radschnellweg zum Maschinenbau Campus die definierten baulichen Standards eingehalten werden. Auch dieser Fakt macht die Anbindung nach Garbsen sinnvoller als nach Lehrte.

"In der Planung und Realisierung des Radschnellweges nach Garbsen sind die finanziellen und personellen Ressourcen besser investiert, als in den holprigen Weg nach Lehrte", so Bernward Schlossarek abschließend.

Das Ziel der Regions-CDU bleibt: „Krankenhäuser Burgwedel und Lehrte erhalten“

"Der politische Beschluss, dass die Krankenhausstandorte Lehrte und Burgwedel erhalten bleiben, ist nach wie vor gültig. Mit diesem Auftrag müssen die Verantwortlichen arbeiten und eine Umsetzung des politischen Willens anstreben", stellt der Vorsitzende der CDU-Fraktion Region Hannover und Lehrter Abgeordnete Bernward Schlossarek fest.

Der im März 2016 einstimmig gefasste Beschluss der Regionsversammlung zur Medizinstrategie und die Festlegungen im Koalitionsvertrag von CDU und SPD haben weiterhin Bestand. Für die CDU-Fraktion ist dieser Beschluss "ein Baustein, um den Anforderungen der Patientinnen und Patienten gerecht werden zu und sehr gute medizinische und pflegerische Leistungen erbringen zu können. Denn auch in Zukunft müsse eine gut erreichbare, qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung im Osten sichergestellt sein. Dazu gehören die Behandlungsmöglichkeiten von Schlaganfallpatienten in Großburgwedel und die Fokussierung auf die Altersmedizin in Lehrte".

"Vielleicht muss die KRH-Geschäftsführung den Förderantrag beim Land nochmals modifizieren, um die Chancen der Finanzierung zu erhöhen. Fest steht, dass sich das Sozialministerium nicht aus seiner Verantwortung für das Klinikum Region Hannover entziehen darf", so Schlossarek weiter.

"Die ablehnende Haltung des Verbandes der Ersatzkassen gegen die beiden Standorte ist schwierig. Hier wird Politik gemacht gegen politische Beschlüsse der demokratisch legitimierten Regionsversammlung, gegen das Klinikum und letztlich auch gegen eine große Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern in der Region Hannover. Das ist so nicht hinnehmbar. Die Region Hannover hat auf Grund ihrer Bevölkerungsdichte einen anderen Bedarf an Krankenhausstrukturen als das restliche Niedersachsen. Diese Tatsache muss sich auch in der Finanzierung der Krankenhäuser widerspiegeln, zumal die Region jährlich den größten finanziellen Beitrag zur Krankenhausumlage des Landes leistet. So werden im Haushaltsjahr 2018 rund 18,5 Millionen Euro an das Land zur allgemeinen Krankenhausfinanzierung überwiesen. Für uns hat der politische Beschluss Bestand, und wir werden die Umsetzung unterstützen", so Schlossarek abschließend.

65 Teilnehmer kommen zum Männersporttag in Lehrte

Am 9. Juni 2018 fand nunmehr der dritte Männersporttag des Regionssportbundes in Lehrte statt. In diesem Jahr waren neben dem SV 06 Lehrte zudem das Schützen-Corps Lehrte und mit dem Lehrter Sportverein der größte Verein Lehrtes mit im Boot. Sie luden gemeinsam alle interessierte Männer aus der Region Hannover auf ihre Vereinsgelände ein, zum Spaß haben beim Kennenlernen und Ausprobieren angesagter Trend- und Funsportarten. Highlight war wie in jedem Jahr das gemeinsame Grill-Event am Ende der Veranstaltung mit allen Beteiligten. Hierfür stellte unter anderem die Privatbrauerei Herrenhausen als Veranstaltungspartner kühle Getränke sowie das EDEKA-Center Cramer in Lehrte leckeres Grillgut aus seinem Sortiment zur Verfügung.

Nach knapp 80 Anmeldungen fanden am Ende 65 Teilnehmer – die meisten davon aus Lehrte und Hannover – ihren Weg nach Lehrte. Keine kleine Zahl, doch der Regionssportbund, der mit seinem Frauensporttag im September regelmäßig 500 Teilnehmerinnen erreicht, sieht hier noch Potenzial nach oben und fragt sich, was noch mehr Männer dazu bewegen könnte.

Zum Abschluss fasste Ulf Meldau als Vorsitzender des SV 06 Lehrte und 1. stellvertretender Vorsitzender des Regionssportbundes seine Eindrücke und Gedanken wie folgt zusammen: "Es war wieder ein hervorragender Tag im Sinne des Sports. Alle Männer waren von der tollen Organisation des Regionssportbundes Hannover, des Lehrter SV, der Lehrter Schützen-Corps und des SV 06 Lehrte begeistert. Wenn wir nur noch mehr Männer für diesen außergewöhnlichen Sporttag begeistern könnten, stünde einer dauerhaften Durchführung nichts im Wege".

Alle Teilnehmer hatten an diesem Tag die Chance drei vor Ort zu wählende Sportarten in Workshops (je 75 Minuten) auszuprobieren. Im Angebot waren in diesem Jahr American Football, Bogenschießen, Functional Zone, Bubble Soccer, Cycling, Life Kinetik®, Schießen, Darts, Speer/Hammer/Diskus, Foodfitness, Kampfsportorientiertes Fitnesstraining und das abschließende Grillen.

Sämtliche Workshops waren zu Fuß zu erreichen und fanden auf oder in der Nähe des Vereinsgeländes des SV 06 Lehrte in der Mielestraße 7 statt. Für alle weiteren Angebote, die im Sportpark des Lehrter SV, Everner Straße, oder beim Schützen-Corps Lehrte, Steinstraße, stattfanden, wurde ein Shuttle-Service angeboten.

Doch zunächst begann der Tag für die Teilnehmer um 9:30 Uhr mit der Einschreibung in die gewünschten Workshops. Und hier hatten Frühaufsteher gute Karten, denn die Workshops wurden vor Ort eingeteilt. Nach einer kurzen Begrüßung um 10 Uhr stellvertretend für die Veranstalter durch den Vorsitzenden des SV 06 Lehrte Ulf Meldau fiel dann um 10:30 Uhr der Startschuss für die erste Zeitschiene.

Eine Vereinsangehörigkeit ist beim Männersporttag zur Anmeldung nicht erforderlich. Jeder Mann ab 16 Jahren konnte mitmachen und drei Sportarten in Workshops austesten. Interessant für teilnehmende Väter: Der Regionssportbund und der SV 06 Lehrte bieten während der Workshopphase eine kostenfreie Kinderbetreuung (Alter: 3 bis 8 Jahre) an, welches auch seit der ersten Stunde von einem Teilnehmer gern genutzt wird. Die Teilnahmegebühr betrug 10 Euro pro Person, die vor Ort in bar zu bezahlen war. Dank der Sponsoren war die Verpflegung wie Müsliriegel und Obst sowie Getränke mit im Preis inbegriffen. Für Letzteres erhielten alle Teilnehmer in diesem Jahr als besonderes Geschenk eine Gratis-Trinkflasche vom Lehrter SV, die sie über den gesamten Veranstaltungszeitraum an der Trinkbar der Lehrter Stadtwerke mit Wasser mit und ohne Kohlensäure neu befüllen konnten.

Nach drei Workshop wartete um 15 Uhr für alle Beteiligten in der vierten Zeitschiene das gemeinsame Grillen, das noch einmal alle Männerherzen höher schlagen ließ und für einen entspannten Ausklang sorgte. Bei einem erfrischenden Gerstengetränk mit oder ohne Alkohol konnte man noch einmal die Sonne auf der Terrasse genießen. Parallel informierten auf dem kleinen Markt der Möglichkeiten mit dem Motto Bewegung gegen Krebs die AOK mit einem Bullenreiten, um die letzten Kraftreserven zu testen und ein Medizin-Quiz der Patientenuniversität mit Tipps und Antworten zu Männerschnupfen. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmenden wieder an den vereinseigenen Angeboten des SV 06 Lehrte wie Schnellschussanlage und Torwandschießen ausprobieren.

Um 17 Uhr war schließlich die Veranstaltung zu Ende. Und wenn die Teilnehmer bestimmen könnten, dann würde der Männersporttag zum Dauerangebot werden: Erstteilnehmer Uwe Klaus (47) kam mit seinem Sohn Jannik Bruns (16) und kann es nur weiterempfehlen. "Wir hatten viel Spaß am Ausprobieren. Danke an die Organisatoren und die vielen Ehrenamtlichen- Eine ganz tolle Sache, was da auf die Beine gestellt wurde. Wir würden gerne wieder kommen, wenn wir dürfen", urteilte er.

Impressionen und weitere Informationen zur Veranstaltung unter sind unter www.rsbhannover.de/maennersporttag zu finden.

Die Feuerwehrkräfte im Altkreis konnten ruhige Weihachten verbringen

Es waren ruhige Weihnachtsfeiertage für die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte im Altkreis Burgdorf. Lediglich zu zwei Einsätzen wurden die Feuerwehren gerufen. 

Am Nachmittag des 1. Weihnachtsfeiertages rückte die Ortswehr Hülptingsen, unterstützt von der Ortswehr Burgdorf, auf die B188 aus. Dort hatte ein Trecker auf einer Strecke von rund 300 Metern eine größere Menge Öl verloren. Die Einsatzkräfte sicherten die Stelle ab und banden das ausgelaufene Öl ab.

Am 2. Weihnachtsfeiertag wurde um 12:02 Uhr die Ortswehr aus dem Uetzer Ortsteil Hänigsen zu Hilfe gerufen. Auf dem Hänigser Campingplatz hatte sich ein Rettungswagen im feuchten Untergrund festgefahren. Mit Schaufeln, Blechen und vereinten Kräften wurde der Wagen befreit und wieder auf befestigte Wege gebracht.

Nächste Sitzung des Runden Tisches Hospiz- und Palliativversorgung

Der Runde Tisch Hospiz- und Palliativversorgung für die Region Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze kommt zu einer neuen Sitzung zusammen. Sie findet am kommenden Mittwoch, 8. November 2017, ab 16 Uhr im Speisesaal des Krankenhauses Lehrte, Manskestraße 22, in Lehrte statt.

Der Runde Tisch ist eine Initiative von Vertreter verschiedener Berufsgruppen und Institutionen, die in der Hospiz- und Palliativversorgung tätig sind.

In dieser letzten Sitzung des Jahres wird es darum gehen, wie sich das seit Dezember 2015 in Kraft getretene Hospiz- und Palliativgesetz in den Einrichtungen und Diensten auswirkt und welche Erfahrungen es dazu bisher gibt.

Die Sitzung des Runden Tisches ist offen für weitere Interessenten aus den oben genannten Berufsgruppen. Anmeldung und Informationen unter der Rufnummer des Ambulanten Hospizdienstes für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze unter 05136/897311 oder per Mail an hospizdienst.burgdorf@evlka.de.

Park & Bike: Ausflüge in die Gartenregion Hannover

Gärten und Parks erkunden, Landschaft und Landwirtschaft mit dem Rad genussvoll erkunden: Am Donnerstag, 28. September 2017, bietet der ADFC-Hannover in Kooperation mit der Gartenregion Hannover zwei geführte Fahrradtouren zu Hofläden, aber auch zu Streuobstwiesen und einem Mitmachgarten an. "Von Hof zu Hof" geht es in Lehrte. Startpunkt ist um 15 Uhr der Bahnhof Lehrte, Ausgang Bahnhofstraße.

Vom Bahnhof führt die Tour über den nahegelegenen Nöhrenhof zu Jürn`s Hof in Immensen und von dort zu Vollmers Gemüsegarten in Sievershausen. Unterwegs besteht Gelegenheit, unterschiedliche Hofläden zu erkunden, ein breites Sortiment regionaler Lebensmittel kennenzulernen und viel über Schweine. Kühe, Obst, Gemüse, Milch und biologischen Anbau zu erfahren. Am Bahnhof Hämelerwald endet die Tour. Hier besteht um 18.46 Uhr Anschluss an den ÖPNV in Richtung Lehrte und Hannover. Die Teilnahme ist kostenfrei und erfolgt auf eigene Gefahr. Ein verkehrssicheres, fahrtüchtiges Fahrrad ist erforderlich, das Tragen eines Fahrradhelms wird empfohlen. Anmeldung unter naherholung@region-hannover.de oder unter Telefon 0511/616-22629.

Der Treffpunkt für die zweite Fahrradtour am kommenden Donnerstag ist um 15.30 Uhr die Aktionsfläche "Urban Gardening" am Gewächshaus vor dem Hauptbahnhof Hannover. Unter dem Motto "Landschaftsräume, Streuobstwiese und Mitmachgarten" führt sie über den Park der Sinne und den Mitmachgarten Laatzen zum Kronsberg in Hannover. Auch hier ist die Teilnahme kostenfrei und erfolgt auf eigene Gefahr. Ein verkehrssicheres, fahrtüchtiges Fahrrad ist erforderlich, das Tragen eines Fahrradhelms wird empfohlen. Anmeldung unter naherholung@region-hannover.de oder unter Telefon 0511/616-22629.

Bei Dauerregen fallen beide Exkursionen aus.

Von Schnecken und Dosentelefonen: Hör-Aktion in Grundschulen

Wie funktioniert das Ohr? Wie fühlt es sich an, nichts zu hören? Und was für Geräusche lassen sich selbst erzeugen? Rund um das Gehör und das Hörvermögen dreht sich ein Gemeinschaftsprojekt der Sennheiser electronic GmbH Co. KG, des Deutschen HörZentrums der Medizinischen Hochschule Hannover und der Hörregion. Ziel ist, Kinder für das Thema Hören zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, auf ihr Gehör zu achten. Am Dienstag, 19. September 2017, haben die Kinder der Klasse 3 in der Heinrich-Bokemeyer-Grundschule im Lehrter Ortsteil Immensen die Ohren aufgesperrt. Es war der fünfte Aktionstag dieser Art an Grundschulen in der Region Hannover.

"Wir sind damit eingestiegen, dass wir mit den Kindern mit verschiedenen Gegenständen und Instrumenten Geräusche erzeugt haben", berichtet Medizinpädagogin Dr. Angelika Illg vom Deutschen HörZentrum. Dann kam die Theorie: Wie funktioniert das Gehör? Was hat es mit der Schnecke im Ohr auf sich? Ein großes Modell diente als Anschauungsobjekt, ehe die Kinder selbst in einem Spiel die Aufgaben der verschiedenen Bestandteile des Ohres nachstellen durften. Weiteres Programm des Vormittags: Dosentelefon bauen, Gehörschutz und Kopfhörer testen, Hörgeräte kennen lernen und schließlich Ocean-Drums und Röhrentrommeln basteln. Unterstützung gab es von Auszubildenden der Firma Sennheiser, die auch das notwendige Material zur Verfügung stellte.

Das Konzept basiert auf einer gemeinsamen Idee von Sennheiser und dem Deutschen HörZentrum. "Beide Institutionen beschäftigen sich unter anderem auch damit, Wissen weiterzugeben", sagt Dr. Angelika Illg vom Deutschen HörZentrum. "Die Grundschüler sind unsere Zukunft. Sie müssen gerade in diesem Alter lernen mit ihren persönlichen Ressourcen sensibel umzugehen, da nicht alles am Körper reparabel ist. Hören hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit. So werden wir mit den Kindern auch einen Blick in die Welt von hörgeschädigten Kindern werfen." Die Sensibilisierung für das Thema Hören schärfe die persönliche Wahrnehmung und den Umgang mit dem Gegenüber, betont die Medizinpädagogin.

"Wir unterstützen das Projekt sehr gerne, denn als Audiospezialist wissen wir sehr genau, worauf es beim Thema ‚Hören‘ ankommt und teilen dieses Wissen gerne mit den Schülern. ‚Sound‘ kann auf einzigartige Weise unsere Emotionen beeinflussen, wie beispielsweise auf einem Konzert. Diese Erfahrung anhand von Experimenten für die Schüler erfahrbar zu machen ist eine tolle Aufgabe", sagt Stefanie Mehlbauer, Manager Vocational Training bei Sennheiser. "Unsere Schule nimmt an dieser Aktion teil, weil wir unseren Schülerinnen und Schülern die Thematik rund ums Hören näher bringen wollen", sagt Birgit Rieger, Leiterin der Grundschule in Immensen. "Durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hörzentrum und Sennheiser lernen die Kinder ihr Gehör mehr zu schätzen und achtsam mit Stimme und Gehör umzugehen. Langfristig wollen wir einzelne Aktionen in den Unterricht integrieren, damit auch anderen Klassen davon profitieren.

Den Anstoß für das Grundschulprogramm hatte die Hörregion gegeben: "Die Hörregion ist ein Vernetzungsprojekt. Wir bringen Akteurinnen und Akteure aus der Region Hannover zusammen, die sich mit dem Thema Hören beschäftigen, damit aus dieser Zusammenarbeit etwas Neues entsteht – so wie dieses Programm an Grundschulen", erklärt Barbara Kies, Projektmitarbeiterin der Hörregion. "Wir bündeln Kräfte, um gemeinsam das Thema Hören in den Fokus zu rücken. Der Hörsinn ist wesentlich, um an Gesellschaft, Bildung, Kultur und Kommunikation teilzuhaben. Deshalb ist es wichtig, auf sein Gehör zu achten. Je eher ein Mensch das lernt, umso besser."

Hörregion Hannover: In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis hat die Region Hannover die Marke und das Netzwerk Hörregion entwickelt. Sie macht auf den Hör-Sinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam, wirbt für gutes Hören und stärkt den Standort Region Hannover.

Weitere Informationen über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion gibt es unter www.hörregion-hannover.de.

Mit dem Beginn der Ferien wird die Aktion „Helfen statt Gaffen“ vorgestellt

Boris Pistorius, niedersächsischer Minister für Inneres, hatte am heutigen Mittwoch, 21. Juni 2017, zum Ferienanfang in Niedersachsen zu einer konzertierten Aktion unter dem Motto „Helfen statt Gaffen“ auf die Tank- und Rastanlage „Lehrter See“ (TuR) eingeladen.

Am morgigen Mittwoch, 22. Juni 2017, starten in Niedersachsen – wie in den kommenden Tagen auch in vier weiteren Bundesländern – die Sommerferien. In den nächsten Wochen ist daher deutlich mehr Verkehr insbesondere auch auf den niedersächsischen Autobahnen zu rechnen.

Das Niedersächsische Ministerium für lnneres und Sport und seine Kooperationspartner im Bereich Verkehrssicherheit nahmen den Ferienanfang in Niedersachsen am heutigen Mittwoch somit zum Anlass, gemeinsam an die Öffentlichkeit zu appellieren, auch bei den oft stressigen und langen Autofahrten wachsam für die Notsituationen anderer zu bleiben. "Wer schon einmal eine Panne hatte oder an einem Unfall beteiligt war, weiß wie wichtig es ist, schnell und effektiv Hilfe zu bekommen", so Boris Pistorius.

"Die Aktion ‚Helfen statt Gaffen’" steht dabei für zahlreiche Möglichkeiten, mit denen wirklich jeder in Notfällen schnell Helfen kann. Einfache aber effektive Maßnahmen sind etwa das Absetzen eines Notrufes, die Einleitung von Erste-Hilfe-Maßnahmen oder die richtige Bildung der Rettungsgasse nach dem Motto ‚linke Spur links, alle anderen rechts‘. Überhaupt nicht akzeptabel ist, wenn aus reiner Sensationsgier und Wichtigtuerei Rettungskräfte behindert werden und dabei sogar noch gefilmt und fotografiert wird."

Mit der Aktion "Helfen statt Gaffen" kooperiert das Niedersächsische Innenministerium, die Polizei Niedersachsen und der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen, mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, sowie der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V..

Gemeinsam wurde hierzu ein Film erstellt, in dem der Minister, Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Kooperationspartner, sowie persönlich Betroffene ihre Erlebnisse in derartigen Situationen schildern. Der Film appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer im Notfall aktiv zu "Helfen" statt lediglich zu "Gaffen". Der Film verdeutlicht eindrucksvoll, dass Entschlossenheit, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme tatsächlich lebensrettend sein können. Er ist ab heute unter anderem abrufbar unter www.landesverkehrswacht.de.

Der Bereichsleiter für Einsatzdienste der Johanniter im Landesverband Niedersachsen/Bremen, Thorsten Ernst sagte hierzu: "Die Praxis zeigt leider immer wieder, dass Gaffer uns im Einsatz behindern und dadurch entscheidende Sekunden verstreichen. Früher waren es meist nur Schaulustige am Rande, heute wird vielfach direkt mittendrin fotografiert und gefilmt, um das Ganze anschließend im Internet zu verbreiten. Das ist respektlos gegenüber Opfern und Rettungskräften und kann im Zweifel Leben kosten."

Bernward Franzky, Vorstand für Verkehr im ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt warnt zudem: "Ist ein Rettungshubschrauber im Einsatz, geht es zumeist um Leben und Tod. Umso schlimmer finde ich es daher, dass auch diese Einsätze immer häufiger behindert werden. Egal ob auf der Autobahn oder im Wohngebiet, ein Helikopter braucht ausreichend Platz zum Landen, ein Mindestabstand von 50 Metern muss sein."

Dr. Erwin Petersen, Vizepräsident der Landesverkehrswacht, fügte hinzu: "Es wird kaum Rücksicht auf die Opfer oder das Leid der Angehörigen genommen. Unfallopfer sind häufig schneller im Internet zu sehen, als auf dem OP-Tisch. Die zunehmende Skrupellosigkeit der Gaffer wird immer mehr zu einer Belastung für Polizei, Feuerwehr, Arzte und Sanitäter. Die Schaulustigen vergessen offenbar: Sie selbst oder einer ihrer Angehörigen könnten auch das Opfer am Unfallort sein."

Stellvertretend für die haupt- und nebenamtlichen Feuerwehren in Niedersachsen führte die Freiwillige Feuerwehr Lehrte gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und der Polizei Niedersachsen ihren Ausbildungs- und Ausrüstungsstand mit einer Personenrettung aus einem verunfallten Fahrzeug vor.

Die Lehrter Feuerwehrmänner und -frauen kommen aufgrund ihres Einsatzgebietes häufig bei Verkehrsunfällen auf der A2 und A7 zum Einsatz. Das Team kennt die Auswirkungen unvorsichtiger und rücksichtsloser Verhaltensweisen im Straßenverkehr also aus erster Hand. 2016 wurden die Lehrter Feuerwehrmänner und -frauen für ihre beeindruckende Arbeit mit dem "Magirus Award" als Feuerwehr- Team 2016 ausgezeichnet.

Neben dem Lehrter Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens verfolgten die SchülerInnen der Klasse 9 der Sekundarschule Ciervisti aus Zerbst aufmerksam die Demonstration der Personenrettung. Lehrerin Elke Wichmann war an diesem Tag mit ihren Schülern im Rahmen eines Projekttages zufällig zu einer Rast auf der TuR-Anlage.

"Die Feuerwehren in Niedersachsen stehen für eine schnelle Hilfe – wenn man uns zur Einsatzstelle durchlässt", so Karl-Heinz Banse, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen.

"Es hilft uns und allen Beteiligten, wenn wir unsere Aktivität auf die Hilfe für die Betroffenen konzentrieren können, und nicht noch zusätzliches Personal zum Absperren oder gar Fernhalten von Gaffern einsetzen müssen, insbesondere empfehle ich allen Urlaubern entspannt und ohne Eile zu fahren", so Minister Pistorius. "Die Erholung sollte schon während der Fahrt im Auto und nicht erst am Urlaubsort beginnen. Ohne unnötige Hetze und mit regelmäßigen Pausen kann schon die Fahrt mit der Familie in den Urlaub eine tolle und entspannte Angelegenheit sein."

ARLOWS Racing Team entführt nachts WM Punkte aus der Magdeburger Börde

In der vergangenen Woche war die Langstreckenweltmeisterschaft im Rahmen der German Speedweek zu Gast in der Motorsportarena Oschersleben. Wie berichtet ging aus der Region Hannover auch das ARLOWS Racing Team an den Start und die achtstündige Hatz wurde zu einer Triumphfahrt.

Bereits am Dienstag begannen die Vorbereitungen des Teams auf der Heimstrecke. Nach der Ankunft wurde die Box 22 bezogen und für die nächsten 4 Tage als Ruheraum, Lager und Werkstatt eingerichtet. PS Track Events spendete die komplette Boxenausstattung und eine besondere Überraschung sollte am Dienstagabend noch von Veranstaltungstechniker Lühning Events aus Lehrte folgen. Nachdem auch in diesem Jahr wieder Nachttraining und Zieleinlauf in der Dunkelheit stattfinden sollten erhielt das Team als Unterstützung eine Lichttraverse inklusive Beleuchtung bereitgestellt und aufgebaut, so ausgestattet konnten auch die nächtlichen Boxenstopps unter besten Bedingungen ausgeführt werden.

Am Mittwoch wurde den kompletten Tag trainiert und einige Änderungen am Fahrwerk der 200PS starken BMW S1000rr durchgeführt, alles lief tadellos und die Zeiten wurden immer schneller und konstanter. Änderungen in Richtung leichterer Fahrbarkeit des Bikes sollten die Jungs noch bis ins Warm-Up am Sonnabendmorgen begleiten, denn die Kraft einer so starken Maschine konstant circa eine Stunde zu kontrollieren ist die größte Herausforderung für die Fahrer bei einem Langstreckenrennen. Nachdem dann stündlich die fast 23 Liter im Tank aufgebraucht sind, ist die Boxencrew gefragt und deren Arbeit lief ebenfalls über den kompletten Zeitraum wie am Schnürchen. Im Rennen verbesserte die Crew ihren persönlichen Rekord auf 1:10 Minuten. In dieser Zeit wechseln sie an einem seriennahen Motorrad ohne Schnellwechselhilfen beide Räder und tanken voll, was in den Augen alle eine sensationelle Leistung war.

Das Rennen begann am Sonnabend, pünktlich um 14 Uhr, und wurde komplett live auf Eurosport 2 übertragen. Sascha Schoder, 37, aus Engensen fuhr den Start und konnte in der ersten Stunde von Startplatz 30 direkt einige Plätze gutmachen. Bereits in den ersten Stunden des Rennens mussten einige Teams nach schweren Stürzen die Motorräder stehen lassen, sodass es für das fast 20-köpfige Team im Klassement immer weiter voran ging. Bereits zur Rennmitte war man in der vorderen Hälfte der insgesamt 33 Teams angekommen und es lief diesmal bis zum Rennende alles Bestens. Malte Bigge, 38, aus Stemmwede und der 27-jährige Kjel Karthin aus Duisburg lagen sich nach dem Rennen lange in den Armen. Die Erleichterung fiel den Dreien in Form mehrerer zentnerschwerer Felsbrocken von den Herzen, nachdem das Motorrad im letzten Jahr Feuer gefangen hatte und im Kiesbett vor den Augen der Welt abbrannte.

2017 schrieb das Drehbuch des Langstreckenklassikers ein deutlich schöneres Finale für das Team mit der Startnummer 26 und dafür sind alle mehr als dankbar.

Insgesamt 17. Platz, 8. im Feld der seriennahen "Stocksport Bikes" und bestes nationales Team "Open". Dafür bekam Teamchef Detlef Karthin, der seit mehr als 30 Jahren aktiv Rennsport betreibt von Rennleiter Ottmar Bange und Streckensprecher Thomas Deitenbach sogar noch einen Sonderpokal bei der mitternächtlichen Siegerehrung im Hotel überreicht. Die anschließende Feier im Fahrerlager verlief wie immer im Motorradsport quer durch alle Boxen in freundschaftlich familiärer Atmosphäre, man kennt sich teilweise schon Jahrzehnte und unterstützt einander wo es nur geht.

Auf die Frage ob es 2018 ein Wiedersehen bei der Speedweek gibt hielt Sascha Schoder sich noch bedeckt: "Jetzt geht´s erstmal an Pfingsten im bremerhavener Fischereihafen so richtig ab und danach sehen wir weiter!"

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