Kategorienarchiv: Lehrte

SPD in der Region Hannover: „Verkehrssicherheit erhöhen und Lärmschutz verbessern“:

Mit hoher Verkehrsgeschwindigkeit in Ortschaften gehen einige Probleme einher. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Lärmschutz zu stärken und somit insgesamt eine verbesserte Lebensqualität in der gesamten Region Hannover zu erzielen, hat die Region Hannover ein Tempo-30-Modellprojekt eingeführt. Hinter dem Modellprojekt verbirgt sich diese Idee: In zahlreichen Ortsdurchfahrten soll der Verkehr im Rahmen eines Projektes beruhigt werden. Im Frühjahr 2020 wurde dafür seitens des Bundes die rechtliche Möglichkeit eröffnet. Kommunen können seitdem nicht mehr nur vor Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern, sondern im Rahmen eines dreijährigen Tests auch auf der gesamten Länge von Hauptverkehrsstraßen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde anordnen.

Wie im heutigen Verkehrsausschuss der Region Hannover bekannt wurde, möchte das CDU-geführte Verkehrsministerium des Landes Niedersachsen die Realisierung des Projektes, die zeitnah vollzogen werden sollte, vorerst aussetzen und das Projekt einer Prüfung unterziehen. Im Rahmen der Prüfung soll unter anderem die zwingende Erfordernis des Projektes begründet werden.

Steffen Krach, SPD-Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten, und Bodo Wiechmann, SPD-Vorsitzender und Ratsherr in Lehrte, machen sich gemeinsam für die zeitnahe Realisierung des Modellprojekts stark. "Inzwischen haben sich nahezu alle Kommunen der Region Hannover mit insgesamt über 100 Straßenvorschlägen an dem Modellprojekt beteiligt. Das zeigt, wie gut das Projekt der Region Hannover den Bedarfen vor Ort entspricht. Dieses mutige Leuchtturmprojekt muss zeitnah realisiert werden. Dafür machen wir uns als SPD aus Überzeugung weiterhin stark", sagt Krach.

Er führt fort: "Das Modellprojekt ist ein Anfang und eine echte Chance für die Region Hannover, um mehr Verkehrssicherheit gerade auch für Kinder in unseren Kommunen zu schaffen und den Verkehrslärm zu reduzieren. Die Umsetzung ist zwingend notwendig – das sage ich nicht nur als Politiker, sondern auch als Vater von zwei kleinen Kindern." Bodo Wiechmann, SPD-Ratsherr und SPD-Ortsvereinsvorsitzender in Lehrte, fügt hinzu: "Die Reduzierung der Geschwindigkeit ist an mehreren Straßen bei uns vor Ort notwendig. Deshalb hat der Rat der Stadt Lehrte bereits am 2. Dezember 2020 die Teilnahme am Modellprojekt Tempo 30 auf Kreisstraßen mit überwältigender Mehrheit beschlossen und drei Straßenabschnitte (K123 Ortsdurchfahrt Steinwedel, K123 Teilabschnitt Aligse und K 139 Teilabschnitt in der Kernstadt Lehrte) beschlossen."

Zustimmung erfahren Krach und Wiechmann von Maren Thomschke, der SPD-Fraktionsvorsitzenden in Lehrte. "Wir werden uns weiterhin im Rat gemeinsam mit unseren Vertreterinnen und Vertretern in der Regionsversammlung für das Modell einsetzen. Denn dieses verspricht mehr Verkehrssicherheit und besseren Lärm- sowie Klimaschutz für unsere Stadt", sagt Thomschke abschließend.

Jonas Schlossarek bleibt Vorsitzender des RCDS Niedersachsen

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Niedersachsen hat den Lehrter Jonas Schlossarek im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Die Wahlen wurden aufgrund der Corona-Pandemie erstmalig online durchgeführt. Der CDU-nahe Studentenverband ist damit Vorreiter innerhalb der niedersächsischen Unionsfamilie. Ursprünglich sollte die Delegiertenversammlung sogar in Lehrte in der Städtischen Galerie stattfinden. Die landesweit steigenden Corona-Infektionen verhinderten dies jedoch.

Der 25-jährige Schlossarek studiert Wirtschaftswissenschaft im Master an der Leibniz Universität Hannover. Auf kommunaler Ebene bringt er sich als Ratsherr insbesondere in die Schul- und Sportpolitik ein. Gute Bildung ist ihm ein wichtiges Anliegen, wie er sagt. Dafür möchte er sich auch im Landesvorstand der CDU Niedersachsen weiter einsetzen. Diesem gehört er mit seiner Wiederwahl als kooptiertes Mitglied weiterhin an.

Für das kommende Jahr sieht Schlossarek insbesondere die Einschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie als große Herausforderung. "Auch im zweiten Corona-Semester beobachten wir, dass viele Lehrveranstaltungen nur mit deutlichen Qualitätseinbußen durchgeführt werden können. Den Beschluss des Landtages, den Studenten ein Freisemester zu ermöglichen, begrüßen wir daher. Damit ist es jedoch nicht getan. Insbesondere die Hochschulen sind aufgefordert, noch stärkere Anstrengungen bei der Digitalisierung zu unternehmen", so Schlossarek.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Delegierten erneut Alexander Wöhler aus Göttingen sowie neu in diese Aufgabe Jonathan Hungerland aus Oldenburg. Hungerland übernimmt zusätzlich die Aufgabe des Schatzmeisters. Den Vorstand komplettieren als Beisitzer Dominik Bollendorf (Göttingen), Laura Pinto Fernandes (Vechta), Nadiia Iegorova (Hannover) und Simon Lührs (Clausthal).

Der RCDS Landesverband Niedersachsen ist der Zusammenschluss der acht im Landesverband zusammengeschlossenen Gruppen des RCDS. Diese verfügen über etwa 500 Mitglieder. Das Kürzel RCDS steht für Ring Christlich-Demokratischer Studenten. Seit 1951 haben sich engagierte Studenten aus allen Fachrichtungen in einem bundesweiten Studentenverband zusammengeschlossen. Sie alle eint die Überzeugung, dass sich ihre Studienzeit nicht auf das bloße Fachstudium beschränken soll. Daher engagieren sie sich in den unterschiedlichsten Bereichen. Der RCDS ist seit seines Bestehens der größte, älteste und einflussreichste politische Studentenverband in Deutschland.

Die Musikschule Ostkreis Hannover startet wieder durch

Mit einigen Konzerten und Aktionen startet die Musikschule Ostkreis Hannover wieder durch: Am Sonnabend, 7. November 2020, um 15 Uhr beginnt im Lehrter Kurt-Hirschfeld-Forum der "Herbsttreffpunkt Musikschule". Das Publikum erwartet Musik von der "Big Band Burgdorf", dem Gitarrenensemble "Happy Strings", dem Streicher-Ensemble, der Rock-Pop-Freizeit und der Lehrerband "Lehrtes Echte". Da die Anzahl der Sitzplätze auf 160 beschränkt ist, wird um Anmeldung der Teilnahme unter 05136/2027 oder info@musikschule-ostkreis.de mit Nennung von Name, Adresse und Telefonnummer gebeten. Der Eintritt ist frei. Erstmalig wird es für alle interessierten Musikliebhaber, die keinen Platz im Kurt-Hirschfeld-Forum finden können, einen Livestream geben. Informationen über die Plattform, bei der dieser Livestream stattfinden wird, gibt es in Kürze auf der Homepage und Facebook-Seite der Musikschule.

Am Freitag, 13. November, um 19 Uhr geben fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler Kostproben ihres Könnens im "Schülerkammerkonzert" – ebenfalls im Lehrter Kurt-Hirschfeld-Forum.

Auch in diesem Jahr können Erstklässler wieder verschiedene Instrumente im "Instrumentenkarussell" kennenlernen. Dieses ist am Sonnabend, 14. November, um 10 Uhr in der Burgdorfer Grundschule I und am Sonnabend, 21. November, im Lehrter Kurt-Hirschfeld-Forum möglich. Da man sich für das "Instrumentenkarussell" anmelden muss, wird darum gebeten, die entsprechenden Ankündigungen in der Presse zu beachten.

Ebenfalls am 14. November findet von 14 bis 18 Uhr in der Aula der Grundschule I in Burgdorf ein Kurs für Einsteiger in die Samba-Percussion statt. Der Kurs richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Kosten betragen pro Person 10 Euro, für Mitglieder der Musikschule ist der Kurs gratis. Anmeldungen und Infos gibt es unter 05136/2027 oder info@musikschule-ostkreis.de.

Alle Aktionen und Veranstaltungen werden auf Basis der gültigen Corona-Auflagen stattfinden.

Aufgrund der Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie hat der Vorstand der Musikschule auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Online-Unterricht in Krisenzeiten zum festen Bestandteil der Unterrichtsmethodik der Musikschule zu machen und hat dies mit einer Änderung der Schulordnung festgeschrieben. Die aktuelle Schul- und Gebührenordnung ist auf der Website der Musikschule unter www.musikschule-ostkreis.de zu finden.

Wölfe reißen Kalb in Immensen und Kamerunschafe in Wettmar

Wie Oliver Brandt, Presseobmann der Jägerschaft Burgdorf, mitteilt, haben am gestrigen Sonntagmorgen, 16. August 2020, Wölfe auf einer Kuhweide bei Immensen ein Kalb gerissen und halb aufgefressen.

"Anscheinend wurden sie beim Fressen vom Landwirt gestört, denn als dieser auf die Weide kam, war der Kadaver noch warm", so Oliver Brandt. Die Weide liege nur etwa 500 Meter vom Dorf Immensen entfernt.

"Im Bereich Immensen – Arpke – Burgdorf wurden binnen eines Jahres neben dem Kalb mehrere Schafe und ein Shetlandpony von Wölfen gerissen. Ökologische und artgerechte Weidetierhaltung ist in diesem Bereich so gut wie nicht mehr möglich", erklärt der Presseobmann der Jägerschaft und fügt hinzu: "Die Pferde- und Viehhalter haben massive Angst um ihre Tiere und fühlen sich von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD), der für den Schutz vor Wölfen verantwortlich ist, massiv im Stich gelassen."

Zudem sind seinen Angaben zufolge am heutigen Montag vier Kamerunschafe in Wettmar gerissen worden.

Trockenheit: Vorsicht in Wald und Wiesen

Viel Regen war es in der vergangenen Nacht nicht; und dieser verdunstete schnell auf dem warmen und ausgetrockneten Boden: Durch die langanhaltende Trockenheit ist die Brandgefahr in der Vegetation wieder größer geworden. Vorsicht ist also in Wald und Wiesen angebracht, denn schon eine kleine Unaufmerksamkeit kann zu einem großen Feuer führen. Vor allem im Bereich Sehnde nahmen jüngst die Einsätze der Feuerwehr zu, bei denen die ehrenamtlichen Brandbekämpfer zu Flächenbränden ausrücken mussten. Aber auch in Burgdorf und Isernhagen kam es zu Feuern. Neben der Vorsicht in der freien Natur sollten auch Arbeiten im eigenen Garten mit besonderer Aufmerksamkeit vorgenommen werden.

Der Grasland-Feuerindex soll in den kommenden Tagen deutschlandweit auf die höchste Stufe und somit auf eine "sehr hohe Gefahr" steigen und auch der Waldbrand-Gefahrenindex steigt in den kommenden Tagen in der Region wieder auf die Stufen 4 bis 5 (von 5). Daher sollten gerade in diesen Tagen darauf geachtet werden, dass kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen entzündet wird, im Wald nicht geraucht wird, während der Autofahrt keine Zigaretten aus dem Fenster geworfen werden, Fahrzeuge nicht auf Wiesen abgestellt werden und das Glas oder Glasscherben im Wald liegen gelassen werden. Grillen ist nur an gesondert ausgewiesenen Plätzen erlaubt und andernorts verboten. Bei Arbeiten im eigenen Garten, von denen eine erhöhte Brandgefahr ausgeht, sollten im Vorfeld Löschmittel in Form von einem Eimer Wasser oder einem Gartenschlauch bereitgestellt werden. Gerade das Abflammen von Unkraut führt bei der trockenen Vegetation immer wieder zu Feuern, die schlimmstenfalls auf benachbarte Gebäude übergreifen und einen hohen Sachschaden anrichten können. "Das Abflammen von Unkraut sollte man besser ganz unterlassen", rät Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann.

In den kommenden Tagen mit Temperaturen von mehr als 30 Grad und keiner großen Niederschlagswahrscheinlichkeit wird die Gefahr von Vegetationsbränden abermals zunehmen.

Wenn doch einmal etwas passiert, rät der oberste Brandschützer der Region Hannover, Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing: "Zögern Sie im Ernstfall nicht, die 112 anzurufen." Schon bei einem kleinen Feuer oder einer ungewöhnlichen Rauchentwicklung sollten die Feuerwehrkräfte alarmiert werden. Denn je schneller die Unterstützung der Brandbekämpfer vor Ort ist, desto schneller kann eine Ausbreitung verhindert werden. Die Feuerwehr solle "lieber zu früh als zu spät alarmiert werden", rät Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann.

Also: Bei einem Feuer erst den Notruf über 112 absetzen und anschließend – wenn möglich – eigene Löschversuche unternehmen.

Region unterstützt fünf vorbildliche Klimaschutzprojekte

Die Region Hannover unterstützt mit ihrer Leuchtturmrichtlinie Akteurinnen und Akteure, die innovative Klimaschutzprojekte praktisch umsetzen. Über die Förderung von fünf weiteren Projekten hat die Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover, Rike Arff, den Regionsausschuss für Umwelt und Klimaschutz am heutigen Dienstag, 19. Mai 2020, informiert. Die fünf Klimaschutzvorhaben seien "beispielhaft für den Einsatz erneuerbarer Energien, energieeffizienter Technik und klimaschonender Mobilität".

"Wir unterstützen die Projekte, damit neue Ideen für den Klimaschutz realisiert und weiterentwickelt werden", erläuterte Rike Arff. Die Region stellt insgesamt 190.000 Euro für die Projekte bereit.

Klimafreundliche Bio-Bäckerei 

Die Demeter-Bäckerei Backwerk beabsichtigt, ihre Produktion an einen neuen Standort in Hannover-Linden zu verlagern und setzt dabei auf energieeffiziente Technik: So sollen beispielsweise energiesparende Backöfen zum Einsatz kommen, mit deren Abwärme die Heizung unterstützt wird. Darüber hinaus ist der Auf- und Ausbau einer Lastenradflotte zum Beliefern von Kunden innerhalb der Stadt Hannover geplant. Die geplante Förderung durch die Region Hannover beträgt 30.000 Euro.

Optimierte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage für Klinikum

Die Klinikum Region Hannover GmbH will in Lehrte ein Pilotprojekt starten: Am dortigen Krankenhaus soll eine Absorptionskältemaschine das bereits bestehende und mit zwei Blockheizkraftwerken ausgestattete Wärmenetz ergänzen. Hierdurch verbessert sich im Sommer die Auslastung der Anlage. Denn die Absorptionskältemaschine nutzt die bereitgestellte Wärme und wandelt sie in Kälte um. Damit reduziert sich der Stromverbrauch einer elektrisch betriebenen Kompressionskältemaschine, die nur noch bei Lastspitzen zum Einsatz kommt. Der Projektzuschuss beträgt bis zu 50.000 Euro.

Impulse für die Wasserstoff-Forschung

Wie lässt sich Wasserstoff kostengünstiger herstellen? Ein Team um den Verfahrenstechniker Patrick Trinke arbeitet hierzu an einer Lösung und will einen Multizellenprüfstand für die Wasserelektrolyse entwickeln. Bei dieser Technologie geht es um das Zerlegen von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff mit Hilfe von Strom. Wird dabei regenerativer Strom eingesetzt, hat der Wasserstoff eine Speicherfunktion für erneuerbare Energien. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn es ein Überangebot an Wind- oder Solarstrom gibt. Bei Lastspitzen lässt sich der Wasserstoff wieder zum Erzeugen von Strom einsetzen. Für das Projekt ist ein Zuschuss von maximal 60.000 Euro vorgesehen.

Energieeffizienter Firmenneubau mit Solar-Gründach

Die KES GmbH & Co. KG, die Systeme und Komponenten für Schienenfahrzeuge anbietet, plant einen energieeffizienten Neubau in Barsinghausen. Eine Besonderheit des Gebäudes ist ein Retentions-Gründach mit Solarstromanlage. Das begrünte Dach hat einen Kühleffekt und verbessert hierdurch die Effizienz der Solaranlage. Zudem hält es größere Niederschlagsmengen zurück, wodurch die Kanalisation vor allem bei Starkregenereignissen entlastet wird. Die Region Hannover fördert das innovative Gründach mit bis zu 40.000 Euro.

Testlauf für Carsharing-Bürgermobil mit Solarstromnutzung

Die Genossenschaft NaturEnergie Region Hannover installiert eine Solarstromanlage auf dem Feuerwehrhaus in Neustadt-Eilvese. Ziel ist es, möglichst viel des erzeugten Stroms vor Ort zu nutzen. Hierzu will die Energiegenossenschaft eine E-Ladestation mit einem innovativen E-Carsharing-Modell initiieren. Dabei soll ein Siebensitzer als Bürgermobil zum Einsatz kommen. Außerdem steht die Ladestation den Einwohnern zukünftig für eigene E-Autos zur Verfügung. In einem Zweijahresbetrieb testet die Genossenschaft, wie viele Einwohner der Ortschaft Eilvese sich mit offensiver Öffentlichkeitsarbeit für das Bürgerenergiekonzept motivieren lassen. Sie überprüft außerdem, ob die Kosten durch die direkte Nutzung des Solarstroms so stark sinken, dass es nach dem Testbetrieb auch regulär kostendeckend weitergehen kann. Für die Testphase stellt die Region einen Zuschuss von maximal 10.000 Euro bereit.

Förderrichtlinie für Projekte mit "Leuchtturmcharakter"

Die Region Hannover vergibt die Zuschüsse auf Basis der Richtlinie zur Förderung regional bedeutsamer Klimaschutzvorhaben. Der nächste Stichtag zum Einreichen von Anträgen ist der 31. Juli 2020. Einwohner und Kommunen der Region Hannover sowie Unternehmen, Vereine und Verbände mit Sitz in der Region Hannover können die Anträge bei der Klimaschutzleitstelle der Region stellen.
Weitere Informationen gibt es unter www.hannover.de/leuchtturmrichtlinie.

Ab 1. April: Leinenzwang für Hunde während der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit

Trotz der aktuellen Corona-Pandemie dürfen Hunde weiterhin ausgeführt werden. Die Stadt Lehrte weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Hunde in der freien Landschaft während der bevorstehenden allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit im Zeitraum vom kommenden Mittwoch, 1. April 2020, bis zum 15. Juli grundsätzlich an der Leine zu führen sind. Zur freien Landschaft gehören neben den Flächen des Waldes auch die der übrigen freien Landschaft, auch wenn die Flächen innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen.

Einige Haarwildarten, wie beispielsweise der Hase oder das Schwarzwild, haben bereits Nachwuchs, bei anderen Tierarten sind die weiblichen Tiere hochtragend. In diesem Zustand sind die Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit und Fluchtmöglichkeit stark eingeschränkt. Auch die am Boden brütenden Vogelarten wie beispielsweise Ente, Gans, Rebhuhn, Fasan, Kiebitz und Lerche beginnen jetzt ihr Brutgeschäft.

"Streuende, wildernde oder auch nur stöbernde Hunde können eine tödliche Gefahr insbesondere für Jungtiere werden, denn im Falle einer empfindlichen Störung stellen wildlebende Tiere vielfach die Versorgung ihres Nachwuchses ein", so die Lehrter Stadtverwaltung.

Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften werden mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren geahndet. Hier droht ein Bußgeld in einer Höhe bis zu 5.000 Euro.

Um den Lehrter Hundehalterinnen und Hundehaltern auch in dieser Zeit eine freie Auslaufmöglichkeit für deren Vierbeiner außerhalb der ’normalen‘ Grünanlagen anzubieten, steht im Hohnhorst-Park in der Nähe der Streuobstwiese die cirka 8.000 Quadratmeter große Hundewiese zur Verfügung, auf der die Hunde ohne Leine toben können. Auch wurde in diesem Parkteil eine Hundetoilette aufgestellt.

Nold übernimmt Vorsitz des DGB-Kreisverbands Region Hannover

Der Vorsitzende des DGB-Ortsverbands Lehrte, Reinhard Nold, ist nun auch Chef des DGB-Kreisverbands Region Hannover. Die Funktion hat der Lehrter bekommen, weil sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) neu aufgestellt hat. Nach fast zehn Jahren organisiert sich der DGB wieder kleinräumiger. Während im Kreisverband Hannover Region bisher die Landeshauptstadt Hannover und das Umland zusammengefasst waren, wurde der DGB-Kreisverband Region Hannover nun in einen DGB-Stadtverband für das Gebiet der Landeshauptstadt Hannover überführt und ein neuer DGB Kreisverband Region Hannover ohne Landeshauptstadt gegründet.

Die Mitglieder des neuen DGB-Kreisvorstandes Region Hannover kommen aus den Reihen der Ortsverbände (OV). Dies sind Michael Pöllath (OV Barsinghausen), Manfred Scheller (OV Burgdorf-Hänigsen-Uetze), Hans-Jürgen Arnold (OV Laatzen), Martina Buchheim (OV Lehrte), Regine Höft (OV Sehnde). Mit der Umorganisation sollen sich die Ortsverbände verknüpfen und gegenseitig unterstützen.

Reinhard Nold ist beim Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) als Sachgebietsleiter für die Straßenreinigung und den Winterdienst zuständig und seit mehreren Jahren Mitglied im Personalrat. Seit 2000 ist er Ortsverbandsvorsitzender des DGB in Lehrte und organisiert unter anderem regelmäßig die DGB-Kundgebungen am 1. Mai. Dafür hatte er in den vergangenen Jahren unter anderem prominente Politiker wie Stephan Weil, Sahra Wagenknecht, Hubertus Heil, Katarina Barley und den Sozialphilosoph Oskar Negt nach Lehrte geholt.

"Die Mitarbeit im DGB-Kreisverband war für mich ein konsequenter Schritt innerhalb meiner Gewerkschaftstätigkeit", sagt Nold. In seinem Heimatort Lehrte werde er in dieser Funktion auch der Frage nachgehen, wie und wo die Menschen arbeiten werden, wie sie zu ihrer Arbeit kommen und was sie für Wohnen ausgeben müssen.

Der Geschäftsführer der DGB-Region Niedersachsen-Mitte, Torsten Hannig, begrüßt die Wahl von Reinhard Nold als neuen Kreisvorsitzenden für die Region Hannover und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit und eine stärkere Sichtbarkeit des DGB im kommunalen Bereich.

Das „Soziale Talent im Sport“ kommt in diesem Jahr aus Arpke

Die Würfel sind gefallen: Am gestrigen Dienstag, 11. Februar 2020, wurde das "Soziale Talent der Sportjugend der SportRegion 2019" gekürt: Anna-Lena Schrader ist 21 Jahre alt und im Turn- und Sportverein Germania Arpke aktiv. Den zweiten Platz belegt Leon Salomon vom Turn- und Sportverein Rethen. Auf den dritten Platz schafft es Siavash Bohloli vom Turn- und Sportverein Wettbergen (20 Jahre alt) vor den beiden viertplatzierten Max Wietig (Sportverein 06 Lehrte, 15 Jahre) und Sarah Czernek (Lehrter Sportverein, 20 Jahre).

Die Fünf konnten am Ende die meisten der fast 1500 Online-Stimmen für sich beanspruchen und die Jury überzeugen. Im Rahmen einer Abendveranstaltung in der IGS Garbsen wurde Ihnen und allen anderen der insgesamt 12 Nominierten in Begleitung von Verwandten, Freunden sowie Vertretern aus den Vereinen und teilweise ihrer Kommunen ein besonderes Dankeschön ausgesprochen. Für einen festlichen Rahmen sorgten auch die Showacts aus dem Vereinsleben: So zeigten die jungen Mitglieder vom Zirkus- und Kindervarieté Träumer, Tänzer und Artisten aus Garbsen einen Einblick in ihr vielfältiges Programm

Fest stand aber auch, dass jeder der jungen Ehrenamtlichen den Titel verdient gehabt hätte und dass niemand leer ausgehen würde. Dank der Sparkasse Hannover darf sich jeder Nominierte über zwei Tickets zum Bundesliga-Heimspiel der Recken am 8. März gegen Frischauf Göppingen in der TUI Arena freuen. Die fünf Erstplatzierten erhielten darüber hinaus Gutscheine des Sportgeschäfts SportHaeuser aus Mellendorf in Höhe von bis zu 300 Euro.

Die Veranstalter freuen sich über das Interesse und dass sie durch die Mitwirkung der Vereine, die ihre Sozialen Talente nominiert haben, jungen engagierten Ehrenamtlichen aus der SportRegion einmal im besonderen Rahmen ein gebührendes Dankeschön aussprechen konnten.

Felix Decker, Sportreferent für die Sportjugend der SportRegion: "Auch wenn wir in diesem Jahr keine Steigerung bei den Nominierten hatten, hat die Veranstaltung gezeigt wie überdurchschnittlich engagiert junge Menschen sind und dies wollen wir natürlich auch in den kommenden Jahren anerkennen, unterstützen und fördern."

Um Ehrenamtlichkeit von Jugendlichen anzuerkennen und ihnen Dank auszusprechen, veranstaltet die SportRegion Hannover seit 2016 das Projekt "Soziale Talente im Sport". Zehn Vereine aus Burgwedel, Hannover, Laatzen, Lehrte, Seelze, Uetze, folgten im vergangenen Jahr der Aufforderung und nominierten 12 Soziale Talente. Anschließend wurden die Jugendlichen auf der Homepage der SportRegion unter www.sportregionhannover.de mit Steckbriefen vorgestellt. Zwischen Mitte November und dem 19. Dezember hieß es dann zu überzeugen und das persönliche Umfeld zu mobilisieren, denn die Öffentlichkeit konnte nun für jeweils einen Favoriten stimmen. Am Ende wurden 1496 Onlinestimmen gezählt. Wer hier die Nase vorn hatte, der konnte sich eine gute Ausgangslage verschaffen, denn das Gesamtergebnis bei diesem Wettbewerb wird zu gleichen Teilen aus Online-Voting und Abstimmung einer Fachjury, bestehend aus mehreren Vertretern der Sportjugenden Hannovers, ermittelt.

Der Grund für das Projekt ist, dass junges Ehrenamt in Vereinen keineswegs selbstverständlich ist. Um Jugendlichen klar zu machen, wie wichtig dieses Engagement ist und wie sehr es von außen geschätzt wird, bedarf es eben eines solchen Projekts. Einerseits bietet es die Gelegenheit sich bei den Jugendlichen zu bedanken und ihnen die gebührende Aufmerksamkeit zu geben, andererseits können durch diese Aufmerksamkeit vielleicht andere Jugendliche dazu bewegt werden, einen Teil ihrer Freizeit für die Vereinsarbeit zu verwenden. 

Die Durchführung wird durch die Förderung aus Mitteln der Finanzhilfe des Landes Niedersachsen, der Sparkasse Hannover sowie des Sportgeschäfts "SportHaeuser" aus Mellendorf realisiert.

Ausschreibung des Friedenspreises „Sievershäuser Ermutigung 2020“

Die "Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen" und die Stiftung "Frieden ist ein Menschenrecht" schreiben zum 16. Mal den mit 5.000 Euro dotierten Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung aus. Die "Sievershäuser Ermutigung 2020" soll für hervorragende Projekte und Initiativen der internationalen Begegnungsarbeit mit jungen Menschen verliehen werden, die einen Beitrag zu einer friedlichen, auf Versöhnung, Verständigung und Zusammenarbeit setzenden Welt leisten. Die Würdigung der Preisträger wird in einer Feierstunde im Antikriegshaus am Sonntag, 6. Dezember 2020, 16 Uhr erfolgen.

Nominiert werden können sowohl Organisationen und Initiativen, die eine solche Begegnungsarbeit durchführen, als auch einzelne Projekte der internationalen Begegnungsarbeit. Wichtig sei hierbei, dass ein erkennbarer Beitrag zu Versöhnung, Verständigung, Zusammenarbeit und Frieden geleistet wird.

Vor diesem Hintergrund werden originelle wie bewährte Ansätze der internationalen Begegnungsarbeit gesucht, die junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Ländern in einen fruchtbaren Austausch bringen, sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken lassen, ihnen Wege eines produktiven Umgangs mit Vielfalt und konstruktive Möglichkeiten des Konfliktaustrags wie Potentiale der Zusammenarbeit aufzeigen, geleitet von den Fragen: Was sind die Ziele der jeweiligen Begegnungsarbeit? Mit welchen Methoden wird versucht, diese zu erreichen?

Die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit (beziehungsweise das Antikriegshaus) Sievershausen hat sich bei der Wahl des Ausschreibungsthemas der Ermutigung 2020 von zwei Überlegungen leiten lassen: "In Zeiten, in denen wir eine erschreckende Zunahme nationaler Egoismen in Politik und Gesellschaften weltweit erleben, möchte das Antikriegshaus ein Zeichen für die Notwendigkeit und praktischen Möglichkeiten von Verständigung und Zusammenwirken in einer Welt der Vielfalt setzen. Den Problemen und Herausforderungen in der Einen Welt kann nur im Geiste des Friedens und der Verständigung begegnet werden. Hierzu braucht es heute dringlich Impulse und praktische Ansätze, um Menschen zusammenzubringen."

Dies auch in einem Jahr, in dem die Begegnungsarbeit der Internationalen Workcamps 100-jähriges Jubiläum feiert. 1920 bauten Freiwillige aus Frankreich, Deutschland und anderen Ländern gemeinsam in einem Dorf nahe Verdun, das zum Inbegriff der Grauen des Ersten Weltkrieges geworden war, zerstörte Häuser wieder auf. Die Idee der Workcamps als einer spezifischen Form der internationalen Begegnungsarbeit wird seit Jahrzehnten auch in Sievershausen verfolgt – aus dieser ist die Friedensarbeit des Antikriegshauses hervorgegangen. "Wir wollen dies zum Anlass nehmen, auf die fortwährende Relevanz und Wirksamkeit internationaler Begegnungsarbeit mit jungen Menschen im Bereich der Friedens- und Menschenrechtsarbeit hinzuweisen", so die Initiatoren.

Vorschläge, Empfehlungen und Bewerbungen können bis zum 30. April 2020 in schriftlicher Form per Brief oder per Mail an die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V. gerichtet werden. Diese sind formlos einzureichen, hilfreich sind jedoch nähere Angaben zur vorgeschlagenen Organisation, Initiative oder zum Projekt sowie aussagefähige Beispiele und Berichte der praktischen Begegnungsarbeit.

Die Sievershäuser Ermutigung wird seit 1988 im zweijährigen Rhythmus für beispielhafte Friedens- und Menschenrechtsarbeit verliehen. Die Verleihung findet jeweils in zeitlicher Nähe zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember) statt. Die Ausschreibung erfolgt zu wechselnden thematischen Schwerpunkten. Im Jahr 2018 wurde die Culture Counts Foundation für ihren Beitrag zu einem konstruktiven Friedensjournalismus, 2016 AMICA aus Freiburg für ihre Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen und 2014 das forumZFD für seine Arbeit in der zivilen Konfliktbearbeitung ausgezeichnet. Die Ermutigung soll die Preisträger in ihrer Arbeit bestärken und unterstützen, darüber hinaus Menschen Mut machen, sich für Frieden und Menschenrechte zu engagieren.

Der Verein Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V. besteht seit 1979 und betreibt in Sievershausen bei Hannover das Antikriegshaus als Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum sowie die Antikriegswerkstatt als Seminarhaus mit Übernachtungsmöglichkeiten. Das Antikriegshaus steht an historischem Ort am Rande des Schlachtfeldes der ‚Schlacht von Sievershausen‘ im Jahr 1553, die als eine der opferreichsten Schlacht der Reformationszeit (etwa 4000 Tote und 8000 Verletzte) gilt. Der Verein folgt einem umfassenden Verständnis von Friedensarbeit, das neben der Auseinandersetzung mit weltweiten Krisen und Konflikten auch Menschenrechtsthemen, ökologische Fragestellungen, Erinnerungsarbeit und Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Nahbereich umfasst. Der Verein ist Mitgliedsorganisation der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V (AGDF) und gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Martin Sievershausen Mitglied der Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry sowie einer der Begegnungsorte des Friedens innerhalb der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Die Stiftung Frieden ist ein Menschenrecht wurde 2014 ins Leben gerufen, um die Arbeit des Antikriegshauses perspektivisch zu sichern und zu intensivieren. Zurzeit besteht die primäre Aufgabe darin, das Preisgeld für die Sievershäuser Ermutigung zu gewährleisten. Sollten die finanziellen Möglichkeiten wachsen, sollen auch weitergehende Aufgaben im Feld der Friedensarbeit unterstützt werden.

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