Kategorienarchiv: Region Hannover

Jahresabschluss 2019: Region kann Schulden deutlich senken

Die Region Hannover ist ein gutes Stück beim Schuldenabbau vorangekommen: Das zeigt der Jahressabschluss 2019, den die Verwaltung jetzt vorgelegt hat. Zum 31. Dezember 2019 lag der Schuldenstand bei 570 Millionen Euro – das sind rund 50 Prozent weniger als noch im Jahr 2011. "Erstmals seit 2002 waren zum Bilanzstichtag keine Liquiditätskredite mehr notwendig", stellt Regionspräsident Hauke Jagau fest. Zudem habe die Region Hannover weniger Kredite aufgenommen als abbezahlt, so dass die Schulden im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 80 Millionen Euro sanken.

Das ordentliche Ergebnis im Jahresabschluss 2019 beziffert sich auf 11 Millionen Euro. "Unser Ziel, eine Ergebnisverbesserung von 25 Millionen Euro im Haushaltsvollzug zu erreichen, haben wir dieses Mal nicht realisiert", sagte Finanzdezernentin Andrea Fischer. Grund ist, dass die Region Hannover den Städten und Gemeinden 28 Millionen Euro zurückgezahlt hat. Dies entspricht der Verabredung des Regionspräsidenten mit den Hauptverwaltungsbeamtinnen und Hauptverwaltungsbeamten zur Entlastung der Kommunen und war so von der Regionsversammlung beschlossen worden.

Wesentliche Veränderungen registrierte der Service Finanzen der Regionsverwaltung vor allem im Bereich Soziales. Die Zuschussbedarfe für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (+8,5 Millionen) und nach dem SGB II (+17,9 Millionen Euro) fielen geringer aus als im Haushaltsentwurf veranschlagt. Im Gegenzug lagen die Zuschussbedarfe für Eingliederungshilfe (-14 Millionen Euro) und für Leistungen nach dem SGB XII (-10,2 Millionen Euro) höher. Im Verkehrsbereich waren die Aufwendungen für Straßen- und Radwegesanierungen höher als kalkuliert (-7,7 Millionen Euro), für das Sozialticket und die SchülerCard dagegen niedriger (+3,7 Millionen Euro). Günstig wirkte sich im Regionshaushalt das nach wie vor niedrige Zinsniveau aus (+11,8 Millionen Euro). Zudem fielen die Schlüsselzuweisungen höher aus als geplant (+10,2 Millionen Euro).

"Wir hatten mit einem ausgeglichenen Haushalt für 2019 geplant und jetzt ein Plus von 11 Millionen Euro – das ist praktisch eine Punktlandung", meint Finanzdezernentin Fischer. Insgesamt umfasste das Budget der Region Hannover 2019 eine Summe von 1,96 Milliarden Euro.

Zum Welttag des Hörens: Infos, Aktionen und Beratung im Regionshaus

Der 3. März steht im Zeichen guten Hörens: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will mit diesem Tag auf die Bedeutung der Ohren hinweisen und für die Vermeidung und Versorgung von Hörschäden werben. Aus diesem Anlass bietet die Hörregion Hannover schon einen Tag vorher, am Montag, 2. März, zusammen mit der Beauftragten der Region Hannover für Menschen mit Behinderung und vielen Partnerinnen und Partnern aus dem Netzwerk der Hörregion einen großen Aktionstag an – mit Vorträgen, Beratungen, Workshops und Infoständen.

An wen kann ich mich wenden, wenn meine Ohren oder die meiner Angehörigen schlechter werden? Wie finde ich passende Hörgeräte? Wie können hörgeschädigte Kinder gefördert werden? Und woran erkenne ich überhaupt einen Hörschaden? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es beim Aktionstag zum Tag des Hörens am Montag, 2. März, von 15.30 bis 19 Uhr in der 6. Etage des Regionshauses in der Hildesheimer Straße 20 in Hannover. Der Eintritt ist frei.

Rund 20 einzelne Programmangebote machen die Vielfalt des Hörens für Besucherinnen und Besucher mit und ohne Hörbeeinträchtigung anschaulich erfahrbar. Wer sein Gehör überprüfen lassen möchte, hat die Möglichkeit, einen orientierenden Hörtest zu machen. In Workshops und an Instrumenten können Interessierte selbst aktiv werden oder gemeinsam mit anderen Ideen entwickeln, wie die Region Hannover für hörbeeinträchtigte Menschen barrierefreier werden kann. Das vollständige Programm ist unter www.hörregion-hannover.de zu finden.

"Viele fühlen sich einfach unsicher, ob mit ihren Ohren noch alles in Ordnung ist. Unser Aktionstag im Regionshaus bietet die Möglichkeit, sich einerseits niedrigschwellig über die verschiedenen Facetten des Hörsinns zu informieren und andererseits unverbindlich mit Fachleuten aus der Medizin und der Selbsthilfe ins Gespräch zu kommen", so Nils Meyer, Leiter der Hörregion Hannover. "Wie wichtig das Ohr für aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist, wird oft unterschätzt", erläutert Sylvia Thiel, Beauftragte der Region Hannover für Menschen mit Behinderung. "Mit unserer Veranstaltung wollen wir möglichst umfassend über Hilfen und Versorgungsangebote informieren, aber auch Lust auf gutes Hören machen. Es ist toll, dass uns dabei so viele Partnerinnen und Partner unterstützen."

Informieren und besser hören

Tipps und Empfehlungen rund um das Thema Hörgesundheit bilden den Schwerpunkt beim Tag des Hörens. HNO-Expertinnen und -Experten informieren über Arten und Behandlungsmöglichkeiten von Hörschäden. Orientierende Hörtests bietet die HNO-Klinik des KRH Klinikums Nordstadt an. Der Deutsche Schwerhörigenbund berät individuell zur Anpassung von Hörhilfen und verrät, worauf beim Kauf eines Hörgeräts zu achten ist. Beratung für Eltern hörgeschädigter Kinder bietet das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Hildesheim.

In Vorträgen informieren Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat und ihre Kolleginnen und Kollegen des Deutschen HörZentrums der Medizinischen Hochschule Hannover über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Hörstörungen und darüber, was Betroffene gegen Tinnitus tun können. Tanja Geck vom Deutschen Taubblindenwerk spricht darüber, woran Eltern erkennen können, dass ihr Kind schlecht hört. Weitere Vorträge drehen sich um ein Leben mit Hörgerät oder Cochlea-Implantat.

Erleben und Unterhalten

"Ohren auf" heißt der Workshop der Staatsoper Hannover, bei dem die Besucherinnen und Besucher selbst Klänge erzeugen können. Schauspieler Steffen Böye nimmt seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Phantasiereise. Die eigene Stimme mit dem ganzen Körper erfahren können Interessierte in einem Stimmworkshop mit Prof. Elisa Läubin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Bettina Trissia vom Deutschen Taubblindenwerk bringt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gebärden für den Alltag bei. Gisela Hänel zeigt, wie die Kommunikation zwischen normal und schwer hörenden Menschen durch Absehen des Mundes erleichtert werden kann.

Hören ohne Barrieren

Um "Leichtes Hören" dreht sich ein Workshop, der ganz konkret Vorschläge und Ansätze sammelt, wie die Region Hannover für Hörgeschädigte barrierefreier gestaltet werden kann. Nach einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Erika Schuchardt geht es um die Frage, welche Voraussetzungen nötig sind, um gut miteinander zu leben.

Netzwerk Hörregion

Ermöglicht wird der Tag des Hörens durch die zahlreichen Partnerinnen und Partner aus dem Netzwerk der Hörregion Hannover. Mit dabei sind: Deutsches HörZentrum der Medizinischen Hochschule Hannover, HNO-Klinik des KRH Klinikums Nordstadt, Deutscher Schwerhörigenbund, Deutsches Taubblindenwerk, Staatsoper Hannover, Deutsche Tinnitus-Liga (Ortsgruppe Hannover), Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Hildesheim und Gesundheitswirtschaft Hannover e.V.

Anfahrt und Barrierefreiheit

Das Haus der Region ist über die Stadtbahnhaltestellen Aegidientorplatz und Schlägerstraße barrierefrei erreichbar. Der Veranstaltungsort ist über einen Aufzug stufenlos zugänglich. Für Hörgeschädigte stehen bei den Vorträgen in Raum 602 eine FM-Anlage zur Verstärkung des akustischen Signals sowie Schriftdolmetscher zur Verfügung.

Hörregion Hannover

In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis hat die Region Hannover die Marke und das Netzwerk Hörregion entwickelt. Sie macht auf den Hör-Sinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam, wirbt für gutes Hören und stärkt den Standort Region Hannover.

Weitere Informationen über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion unter www.hörregion-hannover.de

Stefani Schulz übernimmt Team Kultur der Region Hannover

Stefani Schulz übernimmt zum 1. März 2020 die Leitung des Teams Kultur der Region Hannover. Die Diplom-Kulturpädagogin tritt damit die Nachfolge von Uwe Kalwar an, der sich Ende Januar in den Ruhestand verabschiedet hat. Sie ist bereits seit Juni 2012 im Team Kultur tätig, ihre Schwerpunkte lagen bisher in der Entwicklung der Kulturförderung und der Gestaltung eigener literarisch-musikalischer Programme, unter anderem für die Hörregion. Davor war sie Kulturbeauftragte der Stadt Lehrte und als wissenschaftliche Angestellte am Wilhelm-Busch-Museum tätig.

Mit der Übernahme der Leitung des Teams Kultur verbindet die geborene Hannoveranerin klare Ideen: "Wir möchten auch zukünftig die reichen Kulturschätze in der Region Hannover ins Licht zu holen und engagierte Kulturschaffende in den Kommunen unterstützen. Als vielseitige Gastgeberin auf Schloss Landestrost, im Haus der Region und im gesamten Regionsgebiet widmen wir uns neben diesen Kooperationen weiterhin mit viel Engagement den besonderen eigenen Konzert-, Kunst- und Kulturveranstaltungen."

Schule – und dann? Ausbildung und duales Studium bei der Region

Diese Entscheidung muss jeder einmal treffen: Wie geht es nach der Schule weiter? Was möchte ich später machen, welche Möglichkeiten gibt es – und wie ist eigentlich der Weg dorthin? Antworten auf Fragen wie diese bietet die 29. Auflage der Messe "Beruf und Bildung" am Sonnabend und Sonntag, 28. und 29. Februar 2020, in der Eilenriedehalle im HCC. Die Region Hannover ist doppelt vor Ort: zum einen mit ihrem vielfältigen Ausbildungsangebot und zum anderen mit dem Projekt "Futurepreneur", bei dem Jugendliche eigene Geschäftsideen entwickeln und umsetzen können. Interessierte Besucherinnen und Besucher können die Region Hannover und das Projekt an den Ständen 83 und 84 kennenlernen.

Neben Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und dualem Studium in der Regionsverwaltung bietet die Region zwei praxisnahe halbstündige Workshops an. Am Sonnabend, 28. Februar, 11.15 Uhr, und am Sonntag, 29. Februar, 11 Uhr, lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter dem Motto "Nice to meet you", worauf es beim Vorstellungsgespräch ankommt. Am Sonntag, 29. Februar, steht zudem um 12.30 Uhr der Vortrag "Vielfalt bei der Region Hannover – Duales Studium und Ausbildung im Öffentlichen Dienst" auf dem Programm. Hier erfahren die Zuhörerinnen und Zuhörer, was die Region Hannover an Ausbildungsmöglichkeiten bietet – und zwar von Nachwuchskräften der Region Hannover aus erster Hand. Nicolé Heidorn, Leiterin des Service Personal und Organisation der Region: "Wir möchten junge Menschen bei der Orientierung im Dschungel der Job-Möglichkeiten unterstützen und ihnen zeigen, wie abwechslungsreich und vielfältig die Arbeit in einer Verwaltung sein kann." Das Spektrum bei der Region Hannover reicht von der Ausbildung zur Mediengestalterin oder zum Mediengestalter bis zum dualen Studium Wirtschaftsförderung.

Beim Projekt "Futurepreneur", das die Region ebenfalls auf der Messe vorstellt, haben Jugendliche die Chance, eigene Geschäftsideen zu entwickeln und eigene versteckte Potenziale zu entdecken. Im Idealfall können sie damit am Ende sogar Geld verdienen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren, die die weiterführenden Schulen der Region besuchen. Wer Lust hat mitzumachen, erfährt auf der "Beruf und Bildung", wie es geht.

Masernschutzgesetz gilt ab 1. März 2020

Am 1. März 2020 tritt das Masernschutzgesetz bundesweit in Kraft. Künftig müssen Kinder vor Neuaufnahme in die Kita, bei der Tagesmutter oder Schule einen gültigen Masernschutz nachweisen können. Das heißt: Entweder besteht ein vollständiger Impfschutz – also eine Zweifachimpfung bei Kindern ab zwei Jahren -, der durch den Impfpass oder durch das Kinderuntersuchungsheft nachgewiesen wird. Oder ein ärztliches Attest bestätigt, dass eine Masernerkrankung bereits durchgemacht wurde und daher ein Immunschutz erreicht ist. Auch Beschäftigte in Kindergärten, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen sowie in Krankenhäusern oder Arztpraxen müssen ihren Masernschutz nachweisen, sofern sie nach 1970 geboren sind. Der Nachweis ist der Einrichtungsleitung oder dem Arbeitgeber vorzulegen.

"Wir haben in den letzten Wochen viel Kontakt zu den Einrichtungen in der Region gehabt und sie rund um das Masernschutzgesetz beraten. Es gab noch viele offene Fragen", sagt Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Gesundheitsamtes der Region Hannover. Dessen Aufgabe wird es künftig sein, Kontakt zu den Personen aufzunehmen, die von den Einrichtungsleitungen gemeldet werden, weil sie den erforderlichen Nachweis nicht erbracht haben. Grundsätzlich gilt, dass Einrichtungsleitungen nicht geimpfte Kita-Kinder vom Besuch der Einrichtung ausschließen müssen. Für Schulkinder dahingegen gilt die Schulpflicht, sie können nicht ausgeschlossen werden, wenn der Nachweis fehlt. Die Kita- und Schulkinder, die bereits Einrichtungen besuchen, müssen ihren Immunschutz spätestens bis zum 31. Juli 2021 nachweisen. Bei Verstößen gegen die Nachweispflicht droht grundsätzlich ein Bußgeld bis zu 2.500 Euro.

"Aus Befragungen wissen wir, dass die Mehrheit der Bevölkerung dem Impfen gegenüber positiv eingestellt ist. Bei uns in der Region Hannover haben wir bereits eine Impfquote von 93 Prozent“, berichtet Dr. Yilmaz. "Wir benötigen aber eine Impfquote von über 95 Prozent in der gesamten Bevölkerung, damit wir Masern sicher ausrotten können. Ziel ist es, Europa und die Welt masernfrei zu bekommen, sodass die nächste Generation die Masernerkrankung hoffentlich nur noch aus den Geschichtsbüchern kennt.“

Masern sind so gefährlich, weil sie zu Komplikationen führen können, wie zum Beispiel Mittelohrentzündungen, Atemwegs- oder Lungenentzündungen. Einer von 1.000 Masern-Erkrankten stirbt an der Krankheit. Eine besonders gefürchtete Komplikation der Masern-Erkrankung ist auch die Gehirnentzündung. Sie tritt ebenfalls bei etwa einem von 1.000 Masernfällen auf, bei bis zu 30 Prozent der Betroffenen bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderungen oder Lähmungen zurück. Eine zweifache Impfung gegen Masern schützt vor der Erkrankung. "Es gibt immer noch viele Menschen, die ihren Masernimpfstatus nicht kennen. Da reicht ein kurzer Blick in den Impfpass: Für einen vollständigen Schutz sind zwei Impfungen nötig. Wer sich unsicher ist oder Fragen hat, wendet sich am besten an den Arzt oder die Ärztin seines Vertrauens", erklärt Dr. Yilmaz. Impfungen nehmen grundsätzlich Haus- bzw. Kinderärztinnen und Kinderärzte vor, die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Masernschutzimpfungen.

Das Gesundheitsamt der Region Hannover berät die Einrichtungen in der Region Hannover in allen Fragen zu dem Masernschutzgesetz und informiert über aktuelle Entwicklungen unter Telefon 0511/616-42584. Die Internetseite www.masernschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert zudem sehr übersichtlich über das neue Gesetz.

Zweitägiger Kurs: „Job Crafting – Aktive Arbeitsplatzgestaltung“

Dieses Problem kennen viele: Der Arbeitsalltag hat sich nach und nach eingeschlichen, doch so richtig zufrieden ist man nicht mehr. Doch wie kann man selbst aktiv werden? Diplom-Pädagogin und Autorin Christine Jung sowie Organisationsentwicklerin Nina Kaienburg stellen in einem zweitägigen Seminar Strategien vor, wie man mittels "Job Crafting" seinen Arbeitsplatz selbst gestalten kann. Das Seminar findet am Freitag, 28. Februar und 6. März 2020, statt und richtet sich an Frauen, die mit ihrem aktuellen Arbeitsumfeld unzufrieden sind. Die Teilnehmerinnen arbeiten zunächst ihre eigenen Stärken und Werte heraus, um anschließend konkrete Handlungsschritte abzuleiten.

Das Seminar findet an beiden Tagen jeweils von 13 bis 18 Uhr im Haus der Wirtschaft, Vahrenwalder Straße 7, 30165 Hannover im Raum "Park der Sinne", statt. Die Teilnahme kostet 30 Euro, ermäßigt 15 Euro.

Anmeldungen sind über die E-Mail-Adresse frauundberuf@region-hannover.de möglich. Dort erhalten Interessierte auch weitere Informationen. Informationen zum Programm der Koordinierungsstelle Frau und Beruf finden Interessierte unter www.frau-und-beruf-hannover.de.


Die Koordinierungsstelle Frau und Beruf Region Hannover ist ein Projekt, gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Mitteln des Landes Niedersachsen, in der Trägerschaft der Region Hannover.

2019: Rekordjahr für regiobus

In 2019 nutzten so viele Kunden wie noch nie die über 120 Linien der regiobus. 28,1 Millionen Fahrgäste konnte das Unternehmen verzeichnen. "Eine Steigerung von rund 1,5 Millionen Fahrgästen im Vergleich zum Vorjahr oder knapp sechs Prozent mehr – eine höchst erfreuliche Entwicklung", sagt Geschäftsführerin Elke van Zadel. Einer der Gründe aus ihrer Sicht: "Weniger Baustellen und damit weniger Umleitungen haben zu höherer Attraktivität unserer Verbindungen geführt".

2018 waren 26,5 Millionen Fahrgäste in Bussen des Unternehmens unterwegs, 2017 waren es 25,6 Millionen Dies war der niedrigste Wert in den letzten zehn Jahren und ging insbesondere auf den veränderten Fahrweg der drei am stärksten nachgefragten (Sprinter-)Linien 300, 500 und 700 zurück. Von April 2016 bis Dezember 2018 fuhren diese Linien baustellenbedingt über den Aegidientorplatz. Seitdem verläuft die Route wieder über Steintor beziehungsweise Kurt-Schumacher-Straße zum ZOB Hannover.

Allein auf den Sprinterlinien (seit Ende 2019: sprintH) fuhren 2019 über 700.000 Fahrgäste mehr mit im Vergleich zu 2018. "Die drei Linien haben einen Anteil von 20 Prozent des gesamten Fahrgastaufkommens der regiobus", unterstreicht Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. "Die positive Entwicklung zeigt, dass regiobus durch die Aufwertung der Sprinterlinien viele zusätzliche Fahrgäste gewinnen kann", so Franz. Zum Fahrplanwechsel im letzten Jahr haben die Region Hannover, ÜSTRA und regiobus den sprintH an den Start gebracht – insgesamt sieben Linien, die enger und merkbar vertaktet sind. Die Busse selbst werden nach und nach mit speziellen Merkmalen (unter anderem WLAN und Fahrgastfernsehen) ausgestattet. Zu den Linien gehören die 300, 500 und 700.

"Es handelt sich sicherlich um viele Faktoren, die zu diesem Erfolg beitragen", sagt regiobus Geschäftsführern Regina Oelfke. "Unsere moderne Flotte, der Service, den wir bieten, und das herausragende Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bilden die Basis dafür."

Kulturelles Leben in der Region stärken: Die Projekt- und Spielplanförderung 2020

Kulturelle Vielfalt stärken, interkulturelle Begegnungen und Kulturschaffende unterstützen – auch in diesem Jahr fördert die Region Hannover wieder zahlreiche Projekte von Kultureinrichtungen und Vereinen in ihren Kommunen. Für den Bereich Projektförderung stehen ihr im Jahr 2020 insgesamt rund 338.000 Euro zur Verfügung, davon 263.000 Euro vom Land Niedersachsen und 75.000 Euro von der Region Hannover. Insgesamt erhalten 58 künstlerische und kulturelle Projekte in den Sparten Theater, Literatur, Kunst, Musik, Bildende Kunst, neue Medien, Soziokultur sowie nicht staatliche Museen finanzielle Unterstützung. Unter den geförderten Projekten sind beispielsweise das Kinderliteraturfestival Salto Wortale, das Uetzer Festival DIEmUetze – Neun Dörfer voller Leben, das Wülferode Open Air 2020, das SNNTG-Festival in Sehnde, musica assolutas neue Musikreihe INSIDE 360° mit Ausflügen in das Tonstudio Tessmar oder das WinterJazz-Festival in Brelingen.

Im Bereich der Spielplanförderung können in diesem Jahr insgesamt 35 Aufführungen in zwölf Kommunen mit 75.000 Euro gefördert werden. Erforderlich für die Bewerbung sind ein Spielplan mit mindestens drei Gastspielen, ein publikumsgerechter Theatersaal, angemessenes Bühnenequipment und die Professionalität des auftretenden Ensembles. Die Aufführungen werden mit 50 Prozent des Gastspielhonorars, maximal mit 5.000 Euro, gefördert. Laien- und Amateurgruppen sind von der Förderung ausgeschlossen.

"Mit der Projektförderung wie auch der Spielplanförderung ist es uns möglich, vielen Kulturschaffenden und Kulturvereinen die Chance zu geben, ihre kreativen Vorhaben umzusetzen. Regelmäßig angebotene Theaterveranstaltungen können besonders gut die kulturelle Lebensqualität in den Kommunen bereichern", so Stefani Schulz, die neue Leiterin des Teams Kultur der Region Hannover.

Neue Förderanträge für die Spielplanförderung können noch bis zum 31. März 2020 beim Team Kultur der Region eingereicht werden. Antragsformulare und Informationen zu den Förderrichtlinien sind im Internet unter www.kulturfoerderung-region-hannover.de zu finden. Weitere Auskünfte erteilt Stefani Schulz unter Telefon 0511/616-23488 oder per Mail an stefani.schulz@region-hannover.de.

FDP-Fraktion berät mit Gästen aus den Kommunen über die Zukunft des ÖPNV

Die FDP-Fraktion Region Hannover hat sich am 20. Februar 2020 im Rahmen einer Fachtagung zum Thema "Zukunft des ÖPNV – Nahverkehrsplan 2020 der Region Hannover" mit ihren Gästen aus den 21 Städten und Gemeinden der Region Hannover und der Stadt Hannover insbesondere mit Fragen zur Angebotsentwicklung im ländlichen Raum sowie dem Ausbau des Stadtbahn- und S-Bahnnetzes sowie dem dafür nötigen Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur auseinandergesetzt.

Mit Experten aus dem Fachbereich Verkehr der Region Hannover – dem Leiter des Fachbereichs Verkehr Conrad Vinken, dem Leiter des Teams Verkehrsentwicklung und -management Klaus Geschwinder sowie dem Geschäftsführer der Großraum Verkehr Hannover (GVH) GmbH Ulf Mattern – diskutierte die FDP-Fraktion mit ihren Gästen Schwerpunkte des Nahverkehrsplans 2020 der Region Hannover, mit dem Ziele und Maßnahmen für einen Zeitraum von fünf Jahren festgeschrieben werden.

Conrad Vinken und Klaus Geschwinder erläuterten wesentliche Vorhaben des Nahverkehrsplans, darunter zum Beispiel den Ausbau des Stadtbahnnetzes nach Hemmingen, nach Garbsen-Mitte und nach Langenhagen-Pferderennbahn, den Neubau und die Erweiterung von P+R- und B+R-Anlagen, den Ausbau der Barrierefreiheit von Haltestellen und das neue Angebot der SprintH-Linien mit schnellen Busverbindungen vom Umland in die Stadt Hannover. Auch der Test von On-Demand-Angeboten im ländlichen Raum mit der bedarfsweisen Bestellung von Fahrzeugen im Zuge von zweijährigen Pilot-Projekten in Kooperation mit dem international in diesem Geschäftsfeld agierenden Unternehmen ViaVan in der Wedemark, in Sehnde und in Barsinghausen wurde ausdrücklich begrüßt und weitere Ausweitungen gefordert.

Mit dem Geschäftsführer der GVH GmbH Ulf Mattern diskutierten die Tagungsteilnehmer Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerungen des ÖPNV wie Verständlichkeit und Transparenz der Angebote im Rahmen der kürzlich umgesetzten Tarifstrukturreform und neue Preisanreize durch die Einführung einer von der FDP-Fraktion schon lange geforderten Partnerkarte sowie der deutlich günstigeren Seniorenmonatskarte.

Gegenstand der Fachtagung war darüber hinaus, dass am 18. Februar im Verkehrsausschuss der Region Hannover neu eingebrachte 10-Punkte-Programm "Verkehrswende". In Planung sind Maßnahmen zur Beschleunigung des Prozesses der Verkehrswende, die unabhängig vom Nahverkehrsplan teils auch kurzfristig in Angriff genommen werden können. Hierzu zählen Verlängerungen und Taktverbesserungen bei Buslinien. Wichtigste Maßnahmen dieses 10-Punkte-Programms "Verkehrswende" sind die Sanierung und Kapazitätserweiterung des Hauptbahnhofs Hannover mit dem Ausbau von zusätzlichen Gleisen 15 und 16, Ausbau der P+R-Anlagen in einigen Regionskommunen unter Sicherstellung einer optimalen Auslastung durch die Verknüpfung mit Navigierungs-Apps, der Test von Wasserstoffbussen durch die regiobus GmbH und die üstra AG und nach erfolgreicher Testung die Beschaffung entsprechender Fahrzeuge sowie neue S-Bahn-Stationen als Verknüpfungspunkte am Döhrener Turm in Hannover-Waldhausen, in Laatzen-Mitte und in Springe mit einem neuen Haltepunkt "Deisterpforte", dessen Wirtschaftlichkeit gerade untersucht wird.    

Die FDP-Regionsfraktion, darunter auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Klaus Nagel aus Springe, hat sich dafür ausgesprochen, dass die technische Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit eines zusätzlichen Haltepunktes "Deisterpforte" näher untersucht wird. Die FDP-Fraktion befürworte grundsätzlich eine Realisierung, die vielen Springer Bürgerinnen und Bürgern im Südwesten der Kernstadt einen schnelleren Zugang zum S-Bahn-Angebot ermöglichen würde, ohne erst die Innenstadt durchqueren zu müssen.

Der Springer Bürgermeister Christian Springfeld (FDP) appellierte im Rahmen der gestrigen Fachtagung der FDP-Regionsfraktion an die Vertreter der Region Hannover aus dem Fachbereich Verkehr, die Stadt Springe in ihrem Anliegen zu unterstützen, dass schnellstmöglich geeignete Übergangs-Lösungen für die derzeit laut der verantwortlichen Deutschen Bahn noch bis zum September dieses Jahres in Reparatur befindlichen Aufzüge am S-Bahnhof Springe zwischen der Region Hannover und der Stadt Springe erarbeitet werden. "Für das betreffende Einzugsgebiet in Springe mit rund 13.000 Menschen ist für einen Zeitraum von fast einem Jahr ein barrierefreier Zugang zu den Gleisen am Bahnhof Springe nicht möglich. Hier muss zügig Abhilfe geschaffen werden, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine Nutzung des ÖPNVs zu ermöglichen", fordert Springfeld. Der Leiter des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover Conrad Vinken sicherte zu, Alternativen zu prüfen und gemeinsam nach geeigneten Lösungen zu suchen, zum Beispiel durch einen Shuttle-Service zur nächstgelegenen S-Bahn-Station in Fahrtrichtung nach Hannover in Völksen.

Das offizielle Beteiligungsverfahren zum Entwurf des Nahverkehrsplans 2020 der Region Hannover wird aller Wahrscheinlichkeit nach in der Regionsversammlung am 3. März 2020 eingeleitet. Eine entsprechende Empfehlung hierzu hat der Verkehrsausschuss der Region Hannover am 18. Februar bereits einstimmig ausgesprochen. In dem mehrmonatigen Beteiligungsprozess können Bürger, Interessensverbände sowie Städte und Gemeinden in der Region Hannover ihre Anregungen und Bedenken zum Entwurf einbringen. Die FDP-Regionsfraktion werde sich in diesem Prozess intensiv und aktiv mit eigenen Vorschlägen zum Nahverkehrsplan 2020 und zu den jährlich zu beschließenden Fahrplanmaßnahmen einbringen. Angebotsausweitungen oder -abbestellungen von Verkehrsleistungen könnten teils auch unterjährig zum Fahrplanwechsel im Dezember eines jeden Jahres erfolgen. Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Regionsfraktion, Gerhard Kier aus Hannover, und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Klaus Nagel aus Springe, werden sich insbesondere für die Optimierung des ÖPNV-Angebots im ländlichen Raum verstärkt einsetzen, wie die Liberalen mitteilen.

Caren Marks: „Grundrente nimmt wichtigen Meilenstein“

"Die Grundrente kommt. Mit der Verabschiedung im Kabinett ist ein wichtiger Meilenstein im Gesetzgebungsverfahren erreicht. Die Beratungen im Parlament können nun beginnen", erklärt Caren Marks, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfrauenministerium. Für Menschen, die im Alter nur kleine Renten haben, weil sie viele Jahre in Berufen gearbeitet haben, die nur gering entlohnt wurden, bringt die Grundrente mehr soziale Gerechtigkeit und Anerkennung ihrer Lebensleistung. "Für die SPD ist klar: Friseurinnen, Servicekräfte oder Paketboten arbeiten hart und sollen auch im Alter eine Rente bekommen, die ihnen ein auskömmliches Leben ermöglicht", so die Abgeordnete weiter.

Von den bis zu 1,3 Millionen Menschen, die die Grundrente erhalten werden, sind rund 70 Prozent Frauen. "Diese Sozialreform ist somit auch aus gleichstellungspolitischer Sicht wichtig, denn sie gleicht Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern aus, die sich im Laufe des Erwerbslebens durch Teilzeitarbeit, Kinderziehungs- und Pflegezeiten oftmals immer weiter manifestieren", betont Caren Marks.

Konkret bedeutet die Grundrente, dass ein Zuschlag auf kleine Renten gezahlt wird: Um den vollen Zuschuss zu erhalten, müssen 35 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung eingezahlt worden sein. Bereits ab 33 Beitragsjahren gibt es erste Zuschläge, die dann aufwachsend berechnet werden. Kindererziehungs- und Pflegezeiten von Angehörigen, werden mit eingerechnet. Wichtig ist, niemand muss einen Antrag auf Grundrente stellen. Die Rentenversicherung prüft selbstständig ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Grundrente sind unter www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Grundrente/Fragen-und-Antworten-Grundrente/faq-grundrente.html zu finden.

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