Kategorienarchiv: Region Hannover

Investitionsprogramm gegen knappen Gewerbeflächenbestand

Aktuell stehen in der Region Hannover 742 Hektar B- und F-Plan-Flächen für neue Gewerbeansiedlungen zur Verfügung – gegenüber 789 Hektar im Vorjahr. Das ist das Ergebnis des Gewerbeflächenmonitorings, das die Region Hannover jährlich herausgibt. Seit 2013 verzeichnen Fachleute einen Rückgang um 20 Prozent. Besonders kritisch ist das Angebot bei sofort verfügbaren Flächen mit B-Plan und vorhandener Erschließung: 74 Hektar erfüllen diese Anforderungen, davon lediglich 46 Hektar mit direkter Autobahnanbindung.

Die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung hatte deshalb im Vorjahr gemeinsam mit den Kommunen Leitlinien für die kommenden fünf Jahre entwickelt, um neue Standorte zu erschließen, alte Gewerbegebiete zu revitalisieren oder Gewerbebrachen zu reaktivieren. Ziel ist, dass alle Kommunen Ansiedlungsflächen für mindestens fünf Jahre im Bestand halten – ob "auf der grünen Wiese" oder im sanierten Bestand. Im Fokus stehen dabei nicht nur autobahnnahe Logistikflächen, sondern auch zentral gelegene Standorte mit guter ÖPNV-Anbindung. "Gerade für Dienstleistungen, wissenschaftsorientierte Produktion, Gründer oder die Kreativwirtschaft sind attraktive, gut erschlossene Flächen mit Nähe zu Wohn- und Einkaufsmöglichkeiten besonders wichtig", sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover.

Um die Kommunen finanziell zu unterstützen, hat die Region Hannover im März 2019 eine Förderrichtlinie für ein Regionales Gewerbeflächeninvestitionsprogramm (REGIP) verabschiedet. Förderfähig sind sowohl neue Gewerbegebiete als auch Maßnahmen der Brachflächenrevitalisierung oder Sanierungsmaßnahmen in bestehenden Gewerbegebieten. "Das Regionale Gewerbeflächeninvestitionsprogramm ist ein wichtiges Instrument für die Region und Kommunen, um die Attraktivität des Wirtschaftsraum für Unternehmen nachhaltig zu sichern", sagt Ulf-Birger Franz.

Die Förderung ist zweistufig angelegt: In der Initialphase werden Kosten für Konzepte und Gutachten für die Bestandsaufnahme von Nutzungshindernissen und Standortqualitäten mit Zuschüssen von bis zu 100.000 Euro übernommen. Anschließend in der Umsetzungsphase können Darlehen von bis zu zwei Millionen Euro für Investitionen wie Grunderwerb, Erschließung, Abbruch oder Bodensanierung gewährt werden. Der Eigenanteil der Kommunen liegt im Regelfall jeweils bei 50 Prozent.

"Eine Reihe von Kommunen hat sich inzwischen interessiert an einer REGIP-Förderung gezeigt und plant entsprechende Anträge", so Alexander Skubowius, Leiter des Fachbereichs Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung. Die Stadt Ronnenberg hat den Anfang gemacht: Im Bereich Ronnenberg-Nordost soll ein etwa acht Hektar großes Areal entwickelt werden. Geplant ist, fünf Hektar neue Flächen für die Ansiedlung vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen zu schaffen. Außerdem sollen bestehende Gewerbeflächen neu strukturiert werden.

Das Gewerbeflächenmonitoring 2019 steht auf www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de sowie unter diesem Text als PDF zum Herunterladen bereit.

Gebündelte Kräfte für Solarenergie

Gemeinsam auf sonniger Mission: Möglichst viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer von den Vorteilen der Solarenergienutzung zu überzeugen, ist das Ziel der Kooperationspartner Klimaschutzagentur Region Hannover, der Verbraucherzentrale Niedersachsen sowie der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Zusammen bieten sie, in der Region Hannover, das unabhängige und kostenfreie Beratungsangebot "Solar-Check" an. Die koordinierende Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit für den Bereich "Energieeffizienz in Wohngebäuden" übernimmt, wie bisher, die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover, gefördert von der Region Hannover, der Avacon AG, dem enercity-Fonds proKlima sowie der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

"Dank der Unterstützung durch unsere Partner werden die Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer auch zukünftig zum Thema Solarenergie aktiv angesprochen, gut informiert und kostenfrei beraten", erläutert Vanessa Kohlmeier von der Klimaschutzagentur Region Hannover. In anderen Regionen fällt für den Check im Wert von 285 Euro ein Eigenanteil an. "Durch die Kooperation werden Synergien genutzt, etwa bei unseren zentralen Schulungen für Energieberater aus Niedersachsen", ergänzt Barbara Mussack von der Klimaschutzagentur des Landes.

Die Beratungen vor Ort sind jetzt Bestandteil der Energieberatung der Verbraucherzentrale und werden gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Bei einem Hausbesuch erfahren die Eigentümer, welche Möglichkeiten es in ihrem Gebäude gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung oder auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. "Im Vergleich zum bisherigen Solar-Check wird den Energieberatern mehr Zeit für den Blick auf Details eingeräumt, und die Ratsuchenden erhalten im Nachgang einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses", beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale den neuen Ansatz.

Ferienzeit ist auch Sonnenzeit, da liegen die Überlegungen für ein eigenes Sonnenkraftwerk besonders nahe. Deshalb wird bis zum Ferienende eine Sommeraktion ausgerufen: Jetzt für die bis zu 90-minütige Solarenergieberatung unter Telefon 0511/22002288 oder online auf www.solar-checks.de anmelden.

Selbsthilfegruppen beraten im Senioren- und Pflegestützpunkt

An Menschen, die unter einer Krankheit leiden, stellt das Leben besondere Herausforderungen. Manche nehmen sie mutig an und bewältigen sie mit viel Kraft. Manche engagieren sich nicht nur für sich selbst, sondern schließen sich mit anderen Betroffenen zusammen, geben Rat und Hilfen – und machen so das Leben für sich und andere ein wenig leichter.

Am Donnerstag, 18. Juli 2019, bieten Selbsthilfegruppen aus Burgdorf und Umgebung von 16 bis 18 Uhr die Möglichkeit, sich über das Hilfsangebot zu informieren. Im Senioren- und Pflegestützpunkt Burgdorfer Land, Hannoversche Neustadt 53 in Burgdorf, können betroffene Menschen ebenso wie ihre Angehörigen Kontakt zu Selbsthilfegruppen aufnehmen und sich in Einzelgesprächen beraten lassen. Auch wer selber eine Selbsthilfegruppe aufbauen möchte, ist willkommen.

Das Spektrum der Selbsthilfegruppen ist thematisch breit gefächert: Es gibt Kreise, die sich gemeinsam über chronische Schmerzen austauschen, über Rheuma, über einen Schlaganfall, über die Pflege von Angehörigen, über Abhängigkeit von Alkohol- und Medikamenten oder über Krebserkrankungen. Die Beratung im Burgdorfer Senioren- und Pflegestützpunkt ist unverbindlich, kostenfrei und geht auf individuelle Fragen ein. Ziel ist es, einen gangbaren Weg aus dem Alleinsein mit dem jeweiligen Problem aufzuzeigen.

Weitere Beratungstermine der Selbsthilfegemeinschaft im SPN finden am 5. September und 14. November statt. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um Anmeldung unter 0511/700 201-16 gebeten. Weitere Informationen, auch zu allen Fragen rund um die Pflege, gibt der Senioren- und Pflegestützpunkt Burgdorfer Land.

Gefahr für die Umwelt: Öltanks deshalb regelmäßig überprüfen

In der Region Hannover werden rund 35.000 Gebäude mit Öl beheizt. Etwa 9.000 dieser Heizungsanlagen werden regelmäßig durch Sachverständige überprüft, weil der Tank in der Erde liegt oder weil die Anlage in einem Wasserschutzgebiet steht. Für die übrigen etwa 26.000 Öltanks überlässt der Gesetzgeber die Verantwortung für die Sicherheit allein den Eigentümerinnen und Eigentümern. Nicht wenige dieser Anlagen sind bereits Jahrzehnte alt. Der Fachbereich Umwelt der Region Hannover empfiehlt daher nicht nur die regelmäßige Wartung des Heizkessels, sondern auch den Tank mit Auffangwanne und Sicherheitseinrichtungen wie Grenzwertgeber und Anti-Heberventile in Abständen überprüfen zu lassen.

"Durch die regelmäßige Prüfung und Mängelbeseitigung ist sichergestellt, dass diese Anlagen auch dann noch den Anforderungen entsprechen, wenn sie schon älter sind", so Friedrich Heidtmann, Leiter des Teams Gewässerschutz West der Region: "Technische Standards haben sich inzwischen geändert, die verwendeten Materialien können korrodieren oder altern." In den meisten Häusern wird die Ölheizung aus einem Tank im Keller gespeist. Für die Dichtheit sind die Besitzerinnen und Besitzer verantwortlich. "Ein solcher Tank im Keller, der nicht mehr den Anforderungen entspricht, kann eine Gefahr für die Umwelt darstellen. Kommt es zum Schaden, dann ist außerdem der Aufwand für seine Beseitigung groß", warnt Heidtmann.

Mit der Kontrolle ihrer alten Heizungen sollten die Besitzerinnen und Besitzer Sachverständige beauftragen oder Fachfirmen für Tank- oder Heizungsbau. Für Arbeiten an der Tankanlage benötigen sie eine besondere Zulassung nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG).

Tank und Auffangwanne

Bei der Heizöllagerung gilt immer das Prinzip der doppelten Sicherheit: Der Tank muss entweder doppelwandig sein, oder er muss in einer ölbeständigen Auffangwanne stehen, die den Tankinhalt bei einer Leckage vollständig aufnehmen kann. Als Materialien werden Polyethylen (PE) oder glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK), sowie Stahl eingesetzt.

Stahltanks sind regelmäßig auf Korrosion zu überprüfen. Aber auch Kunststofftanks altern über die Jahre. Die Bundesanstalt für Materialforschung empfiehlt Tanks aus PE auszutauschen, wenn Sie älter als 40 Jahre sind. "Unabhängig davon sind sie auszutauschen, wenn sie deutliche Verformungen wie Schrägstellung, eingefallene Tankdecken, Beulen, Knicke oder starke Verfärbungen zeigen", empfiehlt Friedrich Heidtmann.

Aber nicht nur der Tank muss in Ordnung sein, sondern auch die für einwandige Tanks nötige Auffangwanne. Die dafür oft verwendete ölfeste Beschichtung von Kellerboden und -wand darf nicht beschädigt sein oder gar abblättern. Reparaturen dürfen nur von Fachbetrieben nach Wasserhaushaltsgesetz ausgeführt werden. Ist der Putz unter der Beschichtung locker oder die Beschichtung unter dem Tank beschädigt, kann die Sanierung der Auffangwanne teuer werden. Heidtmann rät: "Dann empfiehlt sich der Austausch des Tanks durch einen modernen doppelwandigen Tank. Alternativ können standortgefertigte Tanks aus Stahl mit einer Innenhülle ausgestattet werden. Dadurch wird er doppelwandigen gleichgestellt." Der Zwischenraum zur Tankwandung ist dann mit einem Leckanzeigegerät zu überwachen.

Leitung zum Brenner und Anti-Heber-Ventil

Ältere Heizungsanlagen wurden zum Teil mit einer Ölzufuhr im Zwei-Strang-System ausgeführt. Das Öl wird zum Brenner hin durch eine Vorlaufleitung angesaugt und die vom Brenner nicht benötigte Ölmenge durch eine Rücklaufleitung in den Tank zurückgepumpt. Bei undichter Rücklaufleitung würde der Ölfluss weiter aufrechterhalten und der Tankinhalt auf diese Weise in den Heizungskeller entleert. Zwei-Strang-Systeme sind daher heute nicht mehr zulässig.

Aber auch beim Ein-Strang-System kann bei einem Leck in der Leitung vom Tank zur Heizung der ganze Tankinhalt durch Heberwirkung in den Keller auslaufen. Daher muss am Beginn der Leitung am Tank ein Ventil eingebaut sein, das die Heberwirkung verhindert und den Ölfluss unterbricht, wenn die Leitung einmal undicht werden sollte.

Grenzwertgeber

Bei der Lieferung von Heizöl spielt der Grenzwertgeber eine wichtige Rolle. Er schaltet die Ölzufuhr vom Tankfahrzeug ab, sobald der maximale Füllstand erreicht ist. Grenzwertgeber älterer Bauart können durch Bakterienbewuchs verstopfen, da sie über eine gelochte, unten geschlossene Schutzhülse verfügen. Das Erreichen des maximalen Füllstands im Tank wird dann nicht registriert und die Ölzufuhr vom Tankwagen nicht rechtzeitig gestoppt. Öl kann dann am Tank oder über die Entlüftungsleitung in die Umgebung austreten. "Grenzwertgeber alter Bauart sind daher jährlich zu überprüfen oder besser gegen solche neuer Bauart auszutauschen", rät Heidtmann.

Seit fast 3 Jahren vermisst: 17-Jähriger könnte sich in der Region aufhalten

Seit 16. September 2017 ist der heute 17-jährige Till Ramming aus Markt Bibart, Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Bayern, vermisst. Der Jugendliche war damals zu einem angeblichen Praktikumstermin aufgebrochen und nicht mehr nach Hause zurückgekehrt.

Nach Erkenntnissen der Ansbacher Kriminalpolizei ist er ohne Zustimmung der Eltern mit dem Zug nach Lingen (Emsland/Niedersachsen) zu einer Onlinespielebekanntschaft gefahren.

Einer Aufforderung, zurück nach Hause zu fahren, kam er nicht nach, obwohl er vom dortigen Jugendamt mit einer Fahrkarte in den Zug gesetzt worden war. Nach hier vorliegenden Erkenntnissen stieg er unterwegs aus dem Zug.

Der letzte telefonische Kontakt mit dem heute 17-jährigen war Mitte Oktober 2017. Hier sagte Till zu einem Schulfreund, dass es ihm gut gehe und er nicht mehr nach Hause will. Danach war er telefonisch nicht mehr zu erreichen.

Im Mai 2017 war er schon einmal für ein Wochenende ohne Wissen von den Eltern in Lingen, kam aber selbstständig wieder zurück.

Sämtliche Überprüfungen aller eingegangener Hinweise, Spuren und Kontaktdaten, die zuletzt bis in den Raum Dortmund, Berlin, Bielefeld und Hannover führten, ergaben nach Angaben der Polizei bislang keinen Hinweis auf seinen aktuellen Aufenthaltsort.

Die Kriminalpolizei Ansbach bittet mit der Veröffentlichung eines Bildes von Till Ramming im Alter von 14 Jahren um Hinweise über den Aufenthaltsort des Jungen an den Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911/2112-3333.

Caren Marks: Jetzt bewerben für den Deutschen Kita-Preis 2020

Auf die Ausschreibung des Deutschen Kita-Preises 2020 weist die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Caren Marks, hin. Bis zum 18. August können sich Kitas und Lokale Bündnisse für frühe Bildung um den Preis bewerben. Auch Eltern können ihre Kita oder ein Lokales Bündnis bis zum 1. August vorschlagen.

Der Deutsche Kita-Preis ist mit insgesamt 130.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wird in den Kategorien "Kita des Jahres" und "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres" vergeben. Auf die Erstplatzierten beider Kategorien wartet ein Preisgeld von je 25.000 Euro. Pro Kategorie können sich zudem vier weitere Preisträger über je 10.000 Euro freuen. Wer die begehrte Trophäe letztendlich mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Das letzte Wort hat eine hochkarätig besetzte Jury. Bekannt gegeben werden die Preisträger bei einer feierlichen Preisverleihung im Mai 2020 in Berlin.

"Der Deutsche Kita-Preis würdigt gute Kinderbetreuung, die dazu beiträgt, dass Kinder optimal aufwachsen können", erläutert Caren Marks. Berücksichtigt würden dabei nicht nur gute Ergebnisse, sondern auch gute Prozesse sowie die unterschiedlichen Rahmenbedingungen, in denen Kinderbetreuung stattfindet.

Informationen zum Bewerbungsverfahren gibt es unter www.deutscher-kita-preis.de/bewerbung.

Endspurt bei der Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die Königstraße in Hannover

Die Deutsche Bahn erneuert seit März 2018 die Eisenbahnbrücke über die Königstraße in Hannover-Mitte. Nachdem im April der erste Teilüberbau für den Nah- und Fernverkehr eingeschoben wurde, erfolgt nun vom 23. bis 28. Juli 2019 der Einschub des zweiten Teilüberbaus.

Parallel dazu werden in Hannover Hauptbahnhof in der Zeit von 15. bis 19. Juli in den Gleisen 2 und 3 Hilfsbrücken eingebaut. Weiterhin wird von 19. bis 23. Juli im Gleis 1 eine weitere Hilfsbrücke eingebaut. Diese Arbeiten sind notwendig, um in den Folgejahren das darunterliegende Gewölbe zu erneuern.

Die Deutsche Bahn AG bündelt die Baumaßnahmen, um die Auswirkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund kommt es bei der S-Bahn Hannover von Sonntag, 14. Juli bis Sonntag, 28. Juli unter anderem für die Züge im Altkreis Burgdorf zu folgenden Fahrplanänderungen:

Am 14. Juli:

S3 Hannover-Lehrte–Hildesheim: Die Züge fallen zwischen Hannover und Lehrte aus. Zwischen Hildesheim Hbf und Lehrte verkehren die Züge in geänderten Zeiten.

S6 Hannover–Burgdorf–Celle: Die Züge fallen aus.

Nachtsternverkehr an den Wochenenden:
Der Nachtsternverkehr auf den Abschnitten von Hannover Hbf nach Celle und Nienburg läuft planmäßig. Der Nachtsternverkehr von/nach Hameln und der Nachtsternverkehr von/nach Haste werden zum/vom Hauptbahnhof umgeleitet und halten nicht in Hannover-Linden/Fischerhof und Hannover Bismarckstraße.

Die Fahrplanänderungen werden in den elektronischen Auskunfts- und Buchungssystemen unter www.bahn.de/reiseauskunft hinterlegt.

Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten für Reisende und Straßenverkehrsteilnehmer.

Eine Projektbeschreibung der Bauarbeiten gibt es im Bau-Infoportal der Deutschen Bahn AG unter www.bauprojekte.deutschebahn.com.

Kultursommer der Region Hannover startet am 20. Juli

Moderne Klänge treffen auf historische Kulisse: Auf dem Gelände des Bahnausbesserungswerks Leinhausen, inmitten von Bäumen und Backsteinen, startet der Kultursommer am Sonnabend, 20. Juli 2019, um 19 Uhr mit den beiden spannenden, äußerst tanzbaren Musikprojekten Santi & Tugçe sowie Pedro Canale alias Chancha Via Circuito. Um das Warm-up kümmert sich ab 18 Uhr DJ AJICERO (Ecuador) mit Tropical Vintage Rhythms. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Santi & Tugçes Musik ist elektronisch und innovativ, die weichen und vollen Melodien orientieren sich an Afro-Latin, Electronic Dance Floor Rhythmen und türkischen Melodien. Die türkische Sängerin Tugçe Kurtis und der Produzent und Soundtechniker Santiago Ferreira aus Paraguay kreieren auf diesem Weg ein akustisches und globales Abenteuer.

Pedro Canale alias Chancha Via Circuito gilt als Kult-Künstler in den Kreisen der elektronischen Avantgarde. Er mixt brasilianische Rhythmen mit paraguayischen Harfen, andischer Mystik, Folklore aus der argentinischen Pampa und Cumbia. Mit seinem Album "Rio Arriba" brachte Chancha die südamerikanische Folklore auf die Tanzflächen der ganzen Welt. Sein großartiger Remix von José Larraldes "Quimey Neuquén" wurde in der weltberühmten TV-Serie "Breaking Bad" eingesetzt.

Mit dem Start dieses Kultursommers erlebt das historische Gelände in Leinhausen, Einbecker Straße 1a in 30419 Hannover, zudem seine Premiere als neuer Spielort für Open-Air-Konzerte in Hannover.

Neben dem kulturellen Genuss bieten die Veranstalter vor Ort auch kulinarische Köstlichkeiten und Getränke an. Das Programmheft verrät außerdem, wie man mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Veranstaltungsort kommt. Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen, direkt bei den Veranstaltern und im Internet unter www.reservix.de. Das vollständige Programm ist im Internet unter www.hannover.de/kultursommer abrufbar. Programmhefte liegen im Bürgerbüro der Region Hannover, in den Informationsstellen der Städte und Gemeinden sowie direkt bei den Veranstaltern aus. Weitere Informationen gibt es beim Team Kultur der Region Hannover unter Telefon 0511/61625200.

Bundesfreiwilligendienst beim Technischen Hilfswerk

Das Technische Hilfswerk (THW) steigt in den Bundesfreiwilligendienst ein. Ab Herbst 2019 stehen jährlich bundesweit 2.000 Plätze bei der Katastrophenschutzorganisation zur Verfügung. Das Besondere ist, dass dies nicht nur für junge Menschen gilt, auch lebenserfahrene Bürgerinnen und Bürger können sich auf diesem Wege in den Dienst der Gesellschaft stellen.

Der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch ist in regelmäßigem Austausch mit dem THW in seinem Wahlkreis. Er begrüßt diesen Schritt und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. "Es ist bekannt, dass Verbände und Vereine seit ein paar Jahren immer weniger Zulauf an Helferinnen und Helfern haben. Der Bundesfreiwilligendienst bietet eine hervorragende Gelegenheit, die eigene Persönlichkeit in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Meine Erfahrungen, die ich bei meinem Ersatzdienst als junger Erwachsener habe machen dürfen, prägen mein Denken und Leben bis heute", sagt Matthias Miersch.

Interessenten am Bundesfreiwilligendienst im THW können sich unter www.entdecke-bufdi.de näher informieren.

„Christoph 4“ fliegt 70000. Einsatz

Zum 70000. Mal hob der Rettungshubschrauber Christoph 4 ab. Eine allergische Reaktion nach Insektenstichen war der Auslöser. Glücklicherweise konnte das Schlimmste verhindert werden. Der an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stationierte Christoph 4 ist seit 1972 ständig im Einsatz.

Betrieben wird der Rettungshubschrauber von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) im Landesverband Niedersachsen/Bremen, die damit verantwortlich für den Dienstbetrieb ist. Die Crew besteht aus einem Piloten der Bundespolizei (Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn) sowie einem speziell ausgebildeten Notfallsanitäter der Johanniter und einem Notarzt der Unfallchirurgie der MHH.

Der Helikopter wird meist in einem Radius von 50 Kilometern eingesetzt, bekommt bisweilen aber auch darüber hinausgehende Aufträge. Er fliegt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 257 Kilometern pro Stunde meist in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel.

Die medizinische Besatzung kümmert sich vor allem um die Versorgung internistischer und neurologischer Notfälle wie zum Beispiel Schlaganfälle, Kindernotfälle und Traumaverletzungen durch Verkehrs- und Arbeitsunfälle.

Natürlich sind unter dem Namen "Christoph 4" im Verlauf der Jahre unterschiedliche Hubschraubertypen im Einsatz gewesen. Zuerst war es eine BO 105, 1984 die Bell-UH-1D, abgelöst von der BO 105CBS 1997 und ab 2007 die EC-135. Der Luftrettungsstützpunkt in Hannover ist seit 2004 nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Bei seiner Indienstnahme vor über 45 Jahren durch den damaligen Innenminister Hans-Dietrich Genscher war Christoph 4 einer der ersten Rettungshubschrauber in Deutschland – heute gibt es bundesweit 52 zur Primärrettung.

Über Christoph 4

Der Christoph 4 gehört zu den Rettern in "Orange" der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundesministeriums des Innern. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nimmt alle Aufgaben der Verwaltung wahr, die sich aus dem Betrieb ergeben. Dazu gehören unter anderem die Hubschrauber im Auftrag des Bundesministeriums des Innern zu beschaffen und auszustatten.

Mit etwa 1500 Einsätzen im Jahr zählt Christoph 4 zu den einsatzstärksten unter den Rettungshubschraubern in Deutschland. Dabei rangieren die internistischen Notfälle wie Herzinfarkte an erster Stelle, dicht gefolgt von den Traumaverletzungen, verursacht durch Verkehrs- und Arbeitsunfälle. Im vergangenen Sommer wurde der Rettungshubschrauber zu vielen Ertrinkungsnotfällen mit Kindern alarmiert, zudem war die A2 auch 2018 ein Schwerpunkt von schwerwiegenden Lkw-Unfällen, bei denen Christoph 4 zu Hilfe kam.

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