Kategorienarchiv: Region Hannover

Marco Brunotte: „CDU und FDP blockieren im Landtag barrierefreies Bauen und Umsetzung der Inklusion“

Im letzten Plenarabschnitt des Niedersächsischen Landtags dieser Legislaturperiode haben die Mitglieder der Fraktionen von CDU und FDP namentlich gegen eine Änderung der Niedersächsischen Bauordnung gestimmt, die dafür gesorgt hätte, dass in Zukunft alle Büro-, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude barrierefrei gebaut worden wären. Darüber hinaus hätte auf Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen jede zweite Wohnung in Niedersachsen barrierefrei gebaut werden müssen, so wie es auch die Musterbauordnung des Bundes vorsieht – beides lehnten CDU und FDP ab.

"Entscheidend ist bei der Bewertung der Ereignisse allerdings die Vorgeschichte", erklärt Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter der SPD für Langenhagen, Isernhagen und Burgwedel. "Im Sozialausschuss des Landtags hatte es eine klare Verabredung gegeben: Wir wollten gemeinsam mit den Fraktionen von CDU und FDP im Sinne der Menschen in Niedersachsen drei Aspekte der Bauordnung reformieren. Erstens sollte die Umsetzung der sogenannten EU-Seveso-III-Richtlinie erfolgen, um ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Niedersachsen zu verhindern. Zweitens sollte auf Betreiben der SPD-Fraktion die Pflicht zum barrierefreien Bauen in der Bauordnung festgeschrieben werden und drittens war die Ermöglichung von mobilen Hühnerställen auf ausdrücklichen Wunsch der CDU-Fraktion vorgesehen", so Marco Brunotte.

"Es ist bezeichnend, dass die CDU diese Verabredungen aus dem Ausschuss beim ersten Anzeichen von Widerstand aus der Wohnungswirtschaft nicht mehr für bindend hält und bei diesem ausgesprochen wichtigen Thema umfällt. Schwarz-Gelb hat die Barrierefreiheit zwischen 2003 und 2013 in zehn Jahren Regierungszeit nicht umgesetzt und nun sogar die Zustimmung zu einem absoluten Minimalkonsens verweigert. Damit hat die Opposition auf diesem Feld endgültig jegliche Glaubwürdigkeit verloren."

Marco Brunotte: "Am 15. Oktober haben die Menschen in Niedersachsen die Wahl, ob sie auch in Zukunft eine Landesregierung wollen, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, von älteren Menschen und Familien einsetzt. Die SPD wird im Falle eines Wahlsieges dafür sorgen, dass die mit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnten Änderungen an der Niedersächsischen Bauordnung so schnell wie möglich umgesetzt werden."

Hannoversche Volksbank spendet fünf „VRmobile“ für gemeinnützige Initiativen

Die Hannoversche Volksbank spendet Einrichtungen, die sich für soziale, karitative oder kulturelle Zwecke engagieren auch in diesem Jahr wieder fünf VRmobile. Die Volkswagen vom Typ VW move up! haben einen Wert von jeweils 11.000 Euro. Das Auto wird nicht nur mit dem Volksbanken- und Raiffeisenbankenlogo versehen, auf der Motorhaube ist auch Platz für eine individuelle Beklebung.

Die Idee der Volksbanken und Raiffeisenbanken, für Mobilität zu sorgen, wo bislang finanzielle Mittel fehlten oder knapp sind, findet seit vielen Jahren großen Zuspruch. Das VRmobil trat vor genau zehn Jahren einen beispiellosen Siegeszug durch ganz Deutschland an. Mittlerweile sind bundesweit fast 2.500 VR-mobile im Dienste der guten Sache unterwegs. Allein im Geschäftsgebiet der Hannoverschen Volksbank und ihrer Niederlassung in Celle sind es 55 der wendigen City-Flitzer. Die VRmobile sind fest im sozialen Bereich etabliert und aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken.

"Alle gemeinnützigen Institutionen im Geschäftsgebiet unserer Bank können sich bis zum 27. Oktober 2017 bei uns für ein VRmobil bewerben", so Volksbank-Vorstandssprecher Jürgen Wache, "wir wollen damit für noch mehr Mobilität in der Region Hannover-Celle sorgen und die Flotte auf 60 Fahrzeuge ausweiten."

Die Bewerber müssen ihre Institution kurz formlos vorstellen und den Einsatz des Fahrzeuges erläutern. Bewerben können sich alle nach Abgabenordnung förderungswürdigen Vereine und Institutionen. Ab April 2018 stehen die Fahrzeuge dann zur Verfügung.

Die Bewerbungen gehen an folgende Anschrift: Hannoversche Volksbank eG, Marko Volck, Kurt-Schumacher-Straße 19, 30159 Hannover, Stichwort: VRmobil. Einsendeschluss für die Bewerbungen ist am Freitag, 27. Oktober 2017. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hannoversche-volksbank.de.

Hintergrund: Die Reinerträge ergeben sich aus dem VR-GewinnSparen der genossenschaftlichen Bankengruppe. Mit einem Einsatz von 5 Euro monatlich, 1 Euro sind der Spieleinsatz für die Lotterie und 4 Euro der Sparbeitrag, der am Ende des Jahres als Gesamtbetrag auf einem Sparbuch gutgeschrieben wird, kann jeder an dieser attraktiven Lotterie teilnehmen. Lotterieveranstalter ist die VR-Gewinnspargemeinschaft e. V., die vor mehr als 60 Jahren von den Genossenschaftsbanken hierfür gegründet wurde. Zusätzlich zu den Sparsummen und attraktiven Gewinnen fallen beim VR-GewinnSparen die sogenannten Reinerträge an, die über die Volksbanken und Raiffeisenbanken als Geld- und Sachspenden an soziale und kulturelle Einrichtungen vergeben werden. Deutschlandweit sind mittlerweile fast 2.500 VRmobile der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Einsatz. Mehr unter www.vrmobil.de.

Bürgerbüro der Region schließt wegen Wartungsarbeiten

Wegen Wartungsarbeiten bleibt das Bürgerbüro der Region Hannover am Sonnabend, 30. September 2017, ganztägig geschlossen. Auch alle weiteren Kfz-Zulassungsstellen in der Region Hannover sind an diesem Tag von den Arbeiten betroffen und können daher keine Zulassungen vornehmen. Die Region Hannover bittet alle Bürgerinnen und Bürger, auf andere Öffnungszeiten auszuweichen.

Die Öffnungszeiten des Bürgerbüros der Region Hannover sind montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 17 Uhr sowie sonnabends (in ungeraden Kalenderwochen) von 9 bis 12 Uhr.

Das Bürgerbüro ist auch online zu finden unter www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Bürger-Service/Bürgerbüro-der-Region-Hannover.

Landtagswahl 2017: Briefwahlstellen öffnen in der nächsten Woche

Am kommenden Montag, 25. September 2017, werden die für die Briefwahl erforderlichen Stimmzettel an die regionsangehörigen Kommunen im Umland der Landeshauptstadt Hannover ausgeliefert. Die Städte und Gemeinden werden dann umgehend die bereits eingegangenen Briefwahlanträge abarbeiten. Die Briefwahlstellen, bei denen die Wählerinnen und Wähler vor Ort wählen können, werden ebenfalls zeitnah öffnen. Dies liegt in der Entscheidung der Städte und Gemeinden, so dass auf örtliche Bekanntmachungen zu achten ist. Spätestens am Donnerstag, 28. September 2017, werden aber alle Briefwahlstellen der Städte und Gemeinden im Umland geöffnet sein.

Nachdem in dieser Woche bereits die Wahlbenachrichtigungen für die vorgezogene Landtagswahl am Sonntag, 15. Oktober 2017, versendet worden sind, häufen sich bei den Städten und Gemeinden die Nachfragen, wann die Briefwahl beginnen kann. Dazu brauchte es zunächst die erforderlichen Stimmzettel. Unter hohem zeitlichen Druck hat die Regionsverwaltung die insgesamt benötigten rund 447.000 Exemplare nun produzieren können.

Hoppenstedt: „Forschergeist 2018“ ehrt bundesweit herausragende Projekte von Kitas

Bereits zum vierten Mal rufen die Deutsche Telekom Stiftung und das "Haus der kleinen Forscher" zum Kita-Wettbewerb "Forschergeist" auf. Bundesweit werden Projekte von Kitas gesucht, welche die Mädchen und Jungen für die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern. "Die umfassende Förderung unserer Kinder ist von großer Bedeutung für die Zukunft unseres Landes", betont der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt.

Unter dem Motto "Neugier gewinnt" werden Kitas gesucht, welche auf vielfältige und professionelle Weise die Themen der MINT-Fächer in den Kitas umsetzen. "Mit diesem Wettbewerb soll vor allem die pädagogische Arbeit in den Kitas gewürdigt werden", so Hoppenstedt. Die prämierten Projekte werden am Ende veröffentlicht, um somit auch andere Fachkräfte für das Forschen und Entdecken in der Kita zu begeistern.

Die Bewerbungsphase endet am 31. Januar 2018. Am Ende wird eine Jury bestehend aus Fachleuten aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft die Preisträger auswählen. Aus 16 Landessiegern, welche ein Preisgeld in Höhe von je 2.000 Euro erhalten, wählt die Jury am Ende fünf Bundessieger, welche zusätzlich je 3.000 Euro erhalten.

Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie zur Bewerbung sind unter www.forschergeist-wettbewerb.de zu finden.

Diakonieverband Hannover-Land informiert über seine soziale Arbeit

Menschen in schwierigen Lebenssituationen beizustehen, ist das Kerngeschäft der diakonischen Arbeit. Das tut der Wohlfahrtsverband mit seinen Beratungsangeboten und sozialen Diensten. Über dieses Engagement berichtet der Jahresbericht 2016/2017 des Diakonieverbandes Hannover-Land, der jetzt druckfrisch erschienen ist. Er ist ab sofort im Internet unter www.dv-hl.de abrufbar und kann als Printausgabe in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Der Jahresbericht 2016/2017 ist kein trockener Rechenschaftsbericht, in dem es von Zahlen nur so wimmelt. Vielmehr informiert er erzählerisch über die Schwerpunkte der Aktivitäten während der vergangenen anderthalb Jahre. Die diakonische Arbeit hat in diesem Zeitraum eine erfreuliche Entwicklung durchlaufen. "Die Herausforderung der verbandlichen Arbeit war es, die vielen kreativen Lösungsansätze, die guten Einfälle und wundervollen sofortigen Problemlösungen in nachhaltig gut funktionierende Handlungsstrategien zu überführen", sagt Jörg Engmann, Geschäftsführer des Verbandes in seinem Vorwort zum Jahresbericht. Viele Projekte und Angebote konnten in den unterschiedlichsten Handlungsfeldern angestoßen, umgesetzt und weiterentwickelt werden, so zum Beispiel bei der sozialen und beruflichen Integration geflüchteter Menschen. Hier ist es gelungen, aus spontanem Tun und Handeln ein strukturiertes Beratungsangebot zu installieren. Auch der Ausbau der Beratung von psychisch erkrankten Menschen und die Realisierung einer flächendeckenden Schwangerschaftsberatung konnten umgesetzt, Angebote in der Familienarbeit beibehalten werden.

Mit seinen Textbeiträgen vermittelt der Jahresbericht einen Einblick in diese Haupthandlungsfelder. Und er vermittelt einen Eindruck von der Motivation diakonischen Handelns. "Als Diakonie versuchen wir Zuversicht zu vermitteln, dass sich Lebenssituationen verbessern können, und wir begleiten Ratsuchende auf diesem oft langen Weg", erläutert Diakoniepastor Harald Gerke in seinem Vorwort. Ein großes Dankeschön spricht der Verband den vielen ehrenamtlich und hauptamtlich Tätigen aus und den zahlreichen Partnern, die über Programme, Maßnahmen und Zuwendungen die diakonische Arbeit unterstützen und fördern.

Inklusive Region Hannover: Aktionsplan geht jetzt in die Umsetzung

Eine App mit Freizeit- und Naherholungsangeboten, wohnbegleitende Hilfen, der barrierefreie Ausbau von Haltestellen, mehr Partizipation am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt: Nur vier von insgesamt 50 Maßnahmen, mit denen die Region Hannover die Weichen auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft stellen will. Ergebnis des Projekts "Inklusive Region Hannover" ist ein umfassender Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, den die Regionsverwaltung gemeinsam mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie Vereinen und Verbänden erarbeitet hat. Das einjährige Projekt geht jetzt in die Umsetzung. Der Maßnahmenkatalog wird am kommenden Montag, 25. September 2017, 16 bis 18 Uhr, im Haus der Region Hannover, Raum N 001 – 003 Hildesheimer Straße 18, in Hannover der Öffentlichkeit anhand von ausgewählten Beispielen vorgestellt. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat über die Facebook-Seite der Region www.facebook.com/hannoverregion die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder Anregungen zu geben, die in der Veranstaltung berücksichtigt werden. Die Präsentation wird per Live-Video auf Facebook übertragen.

"Wir möchten das gesellschaftliche Miteinander stärken und gleichberechtigte Teilhabe für alle Menschen in der Region Hannover ermöglichen", betont Regionspräsident Hauke Jagau. "Hierzu leistet der Aktionsplan einen wichtigen Beitrag. Wir bewegen uns damit kontinuierlich weiter auf dem Weg zu einer inklusiven Region."

Neben übergeordneten Maßnahmen wie der Einrichtung einer Fachstelle Inklusion und inklusiver Treffpunkte in den Quartieren hat die Projektgruppe zu vier Handlungsfeldern – "Arbeit und Beschäftigung", "Wohnen", "Mobilität" sowie "Kultur, Freizeit und Sport" – Maßnahmen formuliert, die für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe sorgen sollen. Aus jedem dieser vier Themenfelder wird eine Maßnahme präsentiert. So sollen beispielsweise Betroffene und Angehörige künftig eine umfassende Beratung zur Berufsorientierung, Ausbildung, Arbeit und Beschäftigung erhalten. Es sollen mehr inklusive Arbeitsplätze geschaffen und mehr Partizipation am Arbeitsmarkt sichergestellt werden. Unabhängig von dem Maßnahmenplan treibt die Regionsverwaltung ihre Aktivitäten rund um das barrierefreie Bauen voran.

Kultur im Schloss: Noëmi Waysfeld & Blik

Am Mittwoch, 27. September 2017, verschmelzen im Neustädter Schloss Landestrost, Schlossstraße 1, kulturelle Unterschiede zu neuen Klangwelten: Beim Konzert der Pariser Sängerin Noëmi Waysfeld mit ihrer Formation Blik trifft ab 20 Uhr, die Welt des Fado auf den Shtetl-Sound jüdischer Folklore, mischt sich französisches Chanson mit sibirischen Gefangenenliedern und lässt eine einzigartige Verbindung ganz unterschiedlicher Musikstile entstehen. Karten für das Konzert kosten 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Die Sängerin, Poetin und Entdeckerin Noëmi Waysfeld ist tief vertraut mit den Gesängen von Vertriebenen und Entwurzelten in ganz Europa und wechselt spielend zwischen Kulturen, Repertoires und Sprachen. Auf ihrem Album "Alfama" – benannt nach dem ältesten Stadtteil in Lissabon – schlägt sie gemeinsam mit ihrer Formation Blik eine Brücke zwischen Chanson, Jazz und russisch-jiddischer Folklore einerseits und der Welt der legendären Fado-Sängerin Amalia Rodrigues auf der anderen Seite. Verbindendes Element dieser Musikstile ist die innere Zerrissenheit, Sehnsucht und Melancholie, die den Kulturen innewohnt. Waysfelds sanfter Alt ist die perfekte Besetzung für dieses Gefühlskino. Unterstützt wird sie von ihrem kongenialen Trio Blik – dem Akkordeonisten Thierry Bretonnet, Florent Labodiniere an der Gitarre und Antoine Rozenbaum am Bass.

Vorverkauf: Eintrittskarten für die Veranstaltungen der Reihe "Kultur im Schloss" sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet erhältlich: www.reservix.de. Die Reservix-Hotline ist täglich von 0 bis 24 Uhr unter Telefon 01805/700733 (0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz höchstens 0,42 Euro pro Minute) erreichbar. Vorverkauf im Schloss Landestrost, Schlossstraße 1, 31535 Neustadt unter Telefon 0511/616-25200 oder per Mail an kultur@region-hannover.de. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr sowie Freitag von 9 bis 12 Uhr.

Von Schnecken und Dosentelefonen: Hör-Aktion in Grundschulen

Wie funktioniert das Ohr? Wie fühlt es sich an, nichts zu hören? Und was für Geräusche lassen sich selbst erzeugen? Rund um das Gehör und das Hörvermögen dreht sich ein Gemeinschaftsprojekt der Sennheiser electronic GmbH Co. KG, des Deutschen HörZentrums der Medizinischen Hochschule Hannover und der Hörregion. Ziel ist, Kinder für das Thema Hören zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, auf ihr Gehör zu achten. Am Dienstag, 19. September 2017, haben die Kinder der Klasse 3 in der Heinrich-Bokemeyer-Grundschule im Lehrter Ortsteil Immensen die Ohren aufgesperrt. Es war der fünfte Aktionstag dieser Art an Grundschulen in der Region Hannover.

"Wir sind damit eingestiegen, dass wir mit den Kindern mit verschiedenen Gegenständen und Instrumenten Geräusche erzeugt haben", berichtet Medizinpädagogin Dr. Angelika Illg vom Deutschen HörZentrum. Dann kam die Theorie: Wie funktioniert das Gehör? Was hat es mit der Schnecke im Ohr auf sich? Ein großes Modell diente als Anschauungsobjekt, ehe die Kinder selbst in einem Spiel die Aufgaben der verschiedenen Bestandteile des Ohres nachstellen durften. Weiteres Programm des Vormittags: Dosentelefon bauen, Gehörschutz und Kopfhörer testen, Hörgeräte kennen lernen und schließlich Ocean-Drums und Röhrentrommeln basteln. Unterstützung gab es von Auszubildenden der Firma Sennheiser, die auch das notwendige Material zur Verfügung stellte.

Das Konzept basiert auf einer gemeinsamen Idee von Sennheiser und dem Deutschen HörZentrum. "Beide Institutionen beschäftigen sich unter anderem auch damit, Wissen weiterzugeben", sagt Dr. Angelika Illg vom Deutschen HörZentrum. "Die Grundschüler sind unsere Zukunft. Sie müssen gerade in diesem Alter lernen mit ihren persönlichen Ressourcen sensibel umzugehen, da nicht alles am Körper reparabel ist. Hören hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit. So werden wir mit den Kindern auch einen Blick in die Welt von hörgeschädigten Kindern werfen." Die Sensibilisierung für das Thema Hören schärfe die persönliche Wahrnehmung und den Umgang mit dem Gegenüber, betont die Medizinpädagogin.

"Wir unterstützen das Projekt sehr gerne, denn als Audiospezialist wissen wir sehr genau, worauf es beim Thema ‚Hören‘ ankommt und teilen dieses Wissen gerne mit den Schülern. ‚Sound‘ kann auf einzigartige Weise unsere Emotionen beeinflussen, wie beispielsweise auf einem Konzert. Diese Erfahrung anhand von Experimenten für die Schüler erfahrbar zu machen ist eine tolle Aufgabe", sagt Stefanie Mehlbauer, Manager Vocational Training bei Sennheiser. "Unsere Schule nimmt an dieser Aktion teil, weil wir unseren Schülerinnen und Schülern die Thematik rund ums Hören näher bringen wollen", sagt Birgit Rieger, Leiterin der Grundschule in Immensen. "Durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hörzentrum und Sennheiser lernen die Kinder ihr Gehör mehr zu schätzen und achtsam mit Stimme und Gehör umzugehen. Langfristig wollen wir einzelne Aktionen in den Unterricht integrieren, damit auch anderen Klassen davon profitieren.

Den Anstoß für das Grundschulprogramm hatte die Hörregion gegeben: "Die Hörregion ist ein Vernetzungsprojekt. Wir bringen Akteurinnen und Akteure aus der Region Hannover zusammen, die sich mit dem Thema Hören beschäftigen, damit aus dieser Zusammenarbeit etwas Neues entsteht – so wie dieses Programm an Grundschulen", erklärt Barbara Kies, Projektmitarbeiterin der Hörregion. "Wir bündeln Kräfte, um gemeinsam das Thema Hören in den Fokus zu rücken. Der Hörsinn ist wesentlich, um an Gesellschaft, Bildung, Kultur und Kommunikation teilzuhaben. Deshalb ist es wichtig, auf sein Gehör zu achten. Je eher ein Mensch das lernt, umso besser."

Hörregion Hannover: In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis hat die Region Hannover die Marke und das Netzwerk Hörregion entwickelt. Sie macht auf den Hör-Sinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam, wirbt für gutes Hören und stärkt den Standort Region Hannover.

Weitere Informationen über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion gibt es unter www.hörregion-hannover.de.

Tuberkuloseberatung am Dienstag nicht erreichbar

Die Tuberkulose-Beratungsstelle der Region Hannover im Gesundheitsamt ist am Dienstag, 26. September 2017, ganztägig nicht erreichbar. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, auf einen anderen Tag auszuweichen oder einen Termin zu vereinbaren.

Das Team Infektionsschutz/Tuberkulose ist immer montags bis mittwochs sowie freitags von 8 bis 11 Uhr, donnerstags von 13 bis 16 Uhr und nach vorheriger Vereinbarung erreichbar.

Alle Infos und Leistungen sind online abrufbar: https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Gesundheit/Gesundheitsschutz/Tuberkulose/Tuberkulose-Beratung.

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