Kategorienarchiv: Region Hannover

Breitbandausbau: Region Hannover geht flächendeckend ans Netz

Insgesamt 41 Orte in 13 Kommunen gehen ans Netz: Der von der Region Hannover geförderte Breitbandausbau ist abgeschlossen. Im März hatten die Tiefbauarbeiten begonnen, jetzt nimmt die mit dem Ausbau beauftragte Telekom Deutschland das Netz in Betrieb und stellt Breitbanddienste von bis zu 100 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload breit. Den symbolischen Startknopf für schnelles Internet haben Regionspräsident Hauke Jagau, Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer und Michael Krüger von Telekom Deutschland heute in Twenge gedrückt. In Langenhagen profitieren drei Orte und ein Straßenzug vom geförderten Breitbandausbau: Twenge, Kananohe und Maspe sowie Anwohnerinnen und Anwohner der Evershorster Straße.

"Ich freue mich, dass das Surfen mit hoher Bandbreite nun auch in Twenge möglich ist", sagte Regionspräsident Hauke Jagau, "Damit schließen wir ein Förderprojekt ab, das für eine Versorgungsquote von über 99 Prozent sorgt und die Region Hannover zu dem am besten versorgten Gebiet in ganz Niedersachsen macht." Bürgermeister Mirko Heuer ergänzte: "Nicht nur in Twenge, auch in Maspe, Kananohe und an der Evershorster Straße kommt Langenhagen jetzt schnell ins Netz – ein wichtiger Standortfaktor, der unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver macht."

Im gesamten Regionsgebiet profitieren durch den geförderten Breitbandausbau 4.200 Haushalte, 200 Unternehmen und 20 Institutionen wie die Grundschulen in Hagen, Schneeren und Eldgasen vom schnellen Internet. Dafür waren 42 Kilometer Tiefbauarbeiten erforderlich, weitere 45 Kilometer vorhandene Leerrohre hat Telekom zum Einblasen von Glasfaserkabeln nutzen können. Insgesamt wurde über 100 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 61 neue Verteilerkästen errichtet.

In Langenhagen sind durch den geförderten Ausbau nun 76 Adressen erschlossen und insgesamt 91 Haushalte sowie zehn Unternehmen mit bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload versorgt. Rund 138.000 Euro hat Telekom Deutschland in den Ausbau in Langenhagen investiert. Die Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 87.000 Euro wurde durch den kommunalen Eigenanteil der Region Hannover sowie durch Fördermittel von Bund und Land gefüllt. Die geförderten Breitbanddienste von bis zu 100 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload können ab sofort gebucht werden.

"Die schnellen Internetanschlüsse kommen nicht von allein ins Haus. Die neuen Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload können ab sofort online, telefonisch oder im Fachhandel gebucht werden, sagt Michael Krüger, Leiter Infrastrukturvertrieb Nord bei der Telekom. Wer sich jetzt für einen schnelleren Anschluss entscheidet, erlebt was es heißt, in kürzester Zeit Videos aufzurufen, Bankgeschäfte zu erledigen oder Urlaube online zu buchen."

Die Telekom ist in Langenhagen und anderen Regionskommunen auch im Eigenausbau aktiv. Damit versorgt das Unternehmen weitere Haushalte mit hohen Bandbreiten.

In Gebieten von Neustadt am Rübenberge war neben Telekom auch Northern Access aktiv geworden. Zum Jahreswechsel hatte das Telekommunikationsunternehmen dort die Tiefbauarbeiten abgeschlossen und das Netz in Betrieb genommen – davon profitieren weitere 1.000 Haushalte und 90 Unternehmen.

Nach dem Beihilfe- und Förderrecht darf die Region den Breitbandausbau nur dort fördern, wo Telekommunikationsunternehmen weniger als 30 Mbit/s im Download anbieten und in den kommenden Jahren keinen Eigenausbau planen. Die Erschließung dieser "weißen Flecken" im Regionsgebiet wurd vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit 1,15 Millionen Euro und vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit 1,68 Millionen Euro gefördert, die Region Hannover hat den kommunalen Eigenanteil in Höhe von 340.000 Euro beigesteuert. In sehr kleinen Siedlungen oder bei einzelnen Gehöften und Forsthäusern ist das wirtschaftliche Potenzial für eine Erschließung allerdings auch mit Fördergeldern zu gering. Hier können Funktechnologien wie LTE, 5G oder Hybrid eine Lösung für mehr Bandbreite sein.

Caren Marks: Jetzt für die JugendPolitikTage 2019 in Berlin bewerben

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjugendministerium und SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks ruft Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren dazu auf, sich für die JugendPolitikTage vom 10. bis 12. Mai in Berlin zu bewerben: "Jugendliche und junge Erwachsene können die JugendPolitikTage nutzen, um mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft über politische Fragen zu diskutieren und ihre Positionen zu formulieren. Es finden spannende Foren, Arbeitsgruppen und Ergebniswerkstätten statt. Auf der Agenda stehen Themen wie Europa, Bildung und Arbeit, Umwelt und Gesundheit sowie Zusammenleben und Demokratie."

Am 10. Mai wird Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey die JugendPolitikTage 2019 eröffnen. Im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung wird die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks die erarbeiteten Empfehlungen mit den Teilnehmern diskutieren. "Im Mittelpunkt der JugendPolitikTage stehen die Jugendlichen, denn viel zu selten haben sie die Möglichkeit mit Entscheidungsträgern aus Politik und Gesellschaft zu diskutieren und ihre politischen Ideen einzubringen. Politik für, von und mit Jugendlichen, das ist unser gelebtes Motto im Bundesjugendministerium", so Caren Marks.

Neben dem Dialog mit der Politik bieten die JugendPolitikTage natürlich auch die Chance, andere aktive und interessierte junge Menschen kennenzulernen, sich zu vernetzen und Ideen zu bekommen, wie Politik mitgestaltet werden kann.

Organisiert werden die JugendPolitikTage vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Jugendpresse Deutschland. Insgesamt können 450 Jugendliche und junge Erwachsene daran teilnehmen. Übernachtung und Verpflegung in Berlin werden gestellt, die Reisekosten werden nach Absprache übernommen. Bewerbungen werden bis zum 3. März 2019 über die Bewerbungsplattform der Jugendpresse entgegengenommen (https://jugendpresse.de/jugendpolitiktage/jugendpolitiktage-2019/).

Nachwuchs-Filmemacher aufgepasst: Bis 20. Februar bewerben

Den eigenen Film auf einer Kinoleinwand sehen – davon träumen viele Jugendliche. Mit der "Jungen Filmschule – To the Movies 2019" kann dieser Traum Wirklichkeit werden: Die sechste Auflage der Workshop-Reihe des Medienzentrums der Region Hannover richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren. Wer dabei ist, kann sich auf sieben spannende Workshop-Tage – jeweils an einem Sonnabend von 10:00 bis 16:30 Uhr – freuen. Bewerbungsschluss für alle Nachwuchstalente ist der 20. Februar 2019. Der Bewerbungsbogen ist auf der Internetseite des Medienzentrums www.mzrh.de zu finden.

Ob Kameraleute, Tontechnikerinnen und -techniker oder Regisseurinnen und Regisseure: Sie alle haben etwas gemeinsam. Viele der heutigen Profis haben ihre Leidenschaft für das Medium Film im jugendlichen Alter entdeckt. Oftmals fehlte ihnen eine intensive Förderung – wie sie das Medienzentrum der Region Hannover ermöglicht. "Bei der Jungen Filmschule bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine erstklassige Ausbildung und Betreuung – das spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider", sagt Uwe Plasger, medienpädagogischer Berater und Organisator der Jungen Filmschule. Die Filme, die nach der Teilnahme an der Filmschule entstehen, haben bei Schülerfilmwettbewerben stets die Chance auf eine gute Platzierung. Yasmin Becker war beispielsweise 2017 bei "To the Movies!" dabei und ist bereits zum zweiten Mal für den Landeswettbewerb Niedersachsen Filmklappe mit einem Film nominiert.

Das Rezept für den Erfolg: die Teilnahme an der Jungen Filmschule. Die jungen Bewerberinnen und Bewerber, die jedes Jahr ausgewählt werden, dürfen sich auf eine intensive Betreuung freuen. Erfahrene Profis aus der Filmbranche, vom Drehbuchautor und Regisseur, über Kameramann und Cutter bis zum Toningenieur, vermitteln in insgesamt sieben Workshops die Grundlagen des Filmemachens. "Die Seminare der Jungen Filmschule sollen junge Menschen begeistern, ihre eigenen Filme zu drehen und dabei herauszufinden, in welchem Bereich einer Filmproduktion sie sich wohl fühlen. Drehbuch oder Regie, Kameramann oder Schauspieler – vieles ist möglich", sagt Dozent Damian Schipporeit.

Auch in diesem Jahr werden wieder alle Teilnehmer sowie deren Eltern zu einem exklusiven Kick-Off eingeladen, der am Vorabend des ersten Workshops stattfindet. Während und nach den Intensiv-Workshops produzieren die acht Nachwuchs-Filmteams einen eigenen Kurzfilm. Ihre Premieren feiern die Produktionen bei einem internen Screening im Kino Hochhaus-Lichtspiele.

Wichtig ist Uwe Plasger, dass die jungen Filmcrews bis zur Fertigstellung ihres eigenen Films eng von den Profis begleitet werden. So berät das Team um Plasger die Teilnehmenden auch in der Zeit zwischen den Workshops. Dieses Angebot sei insbesondere bei der Drehbuchentwicklung wichtig. Zudem bietet das Medienzentrum den Nachwuchskräften die exklusive Nutzung seines Audio-Video-Studios sowie von speziellem Filmequipment.

Die Junge Filmschule der Region Hannover ist ein Angebot des Medienzentrums zur Unterstützung schulischer und nicht schulischer Filmprojekte von Kindern und Jugendlichen. "Lernen, Filme zu sehen und Filme zu machen, ist ein Schwerpunkt des Medienzentrums der Region Hannover", sagt Andreas Holte, Leiter des Medienzentrums. "Wir leiten seit vielen Jahren Kinder- und Jugendgruppen zu ersten Schritten beim Filmemachen an. Und so ist es nur folgerichtig, dass wir auch für fortgeschrittene Jugendliche da sind, um ihnen auf den Weg zu helfen – zu eigenen Erfolgen auf Festivals oder sogar zum professionellen Filmschaffen."

Für die Junge Filmschule arbeitet ein festes Team von professionellen Filmschaffenden. Damian Schipporeit, Regisseur aus Hannover, begleitet als Dozent zwei Workshops, in denen es zum einen um die Produktion der Kurzfilme mit kleinem Budget und zum anderen um die Montage geht. "Wir möchten den Teilnehmern einfache Wege zeigen, um von ihrer ersten Idee zum fertigen Film zu kommen. So kann Frust bei der Arbeit an einem Film vermieden werden", sagt Schipporeit. Der Hannoveraner Drehbuchautor Ulrich Klingenschmitt wird den Blick der Schülerinnen und Schüler für die Dramaturgie ihrer Geschichten schärfen und sie in die Drehbuchentwicklung einweisen. Auch der Filmemacher und Fotograf Martin Bargiel konnte wieder als Dozent gewonnen werden und wird den Schwerpunkt seiner Workshops auf das Thema Bildgestaltung legen. "Ich möchte den Jugendlichen vermitteln, dass es nicht auf die neuste Technik ankommt. Wenn man das filmische Wissen hinter tollen Bildern und interessanten Geschichten kennt, kann der Zuschauer auch mit einem auf dem Handy gedrehten Film gefesselt werden. Es geht also viel mehr darum, wie die Workshop-Teilnehmer Filme produzieren und nicht womit", sagt Bargiel.

Zu den Themen Tonaufnahmen und Sounddesign bekommen die jungen Filmemacherinnen und Filmemacher spannendes Insiderwissen vom Wolfenbütteler Toningenieur Henrik Cordes. Das Equipment für die Produktion der Filme wird bei Bedarf vom Medienzentrum gestellt – von der Kamera über Licht und Ton bis hin zum Arbeitsplatz für den Schnitt.

Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, "dafür aber ein echtes Interesse an der Gestaltung und Umsetzung des eigenen Films", sagt Plasger. Veranstaltungsort ist das Studio des Medienzentrums der Region Hannover, Altenbekener Damm 79, in Hannover. Die Workshops finden zwischen März und Juni an sieben Samstagen von 10 bis 16.30 Uhr statt; die Termine sind auf der Homepage des Medienzentrums neben vielen weiteren Infos und den Anmeldemöglichkeiten zu finden: www.mzrh.de. Bewerbungsschluss ist der 20. Februar 2019.

Kultur im Schloss: Orchester im Treppenhaus

Gemütliche Atmosphäre, angenehme Stimmung – so lässt sich das skandinavische "hyggelig" wohl am besten übersetzen. Beim Familien-Hygge laden Musikerinnen und Musiker des Orchesters im Treppenhaus am Sonntag, 27. Januar 2019, 11 Uhr, in das Schloss Landestrost zum behaglichen Kuscheln oder ausgelassenen Toben zum "Karneval der Tiere"ein – Kuschelkissen, Kuscheltiere und Co. verwandeln dabei den Konzertraum in ein großes behagliches Wohnzimmer. Lieblingsdecken und -kissen können gern mitgebracht werden. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, für Kinder unter 5 Jahren ist der Eintritt frei.

Das Orchester im Treppenhaus, bekannt für seine ungewöhnlichen Konzertformate, lädt große und kleine Gäste dazu ein, in eine spannende und fantasievolle Tierwelt eintauchen: "Karneval der Tiere" – in der neuartigen Fassung des bekannten Klassikers wird die Geschichte des Radioreporters Peter Pieper erzählt, der auf einer Bank im Zoo eingenickt ist und mitten in der Nacht erwacht. Und in genau dieser Nacht veranstalten die Tiere des Zoos ihren jährlichen Karneval. So wird Peter Pieper Zeuge eines rauschenden Festes und begegnet neben zahlreichen Tieren sogar unbekannten Fabelwesen…

Diese extra für Kinder geschriebene Geschichte von Jörg Schade (Erzähler) mit Musik von Camille Saint-Saëns und Andreas N. Tarkmann ist besonders geeignet für Kinder im Grundschulalter von fünf bis zehn Jahren.

Eintrittskarten für die Veranstaltungen der Reihe "Kultur im Schloss" sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.reservix.de erhältlich. Die Reservix-Hotline ist täglich von 0 bis 24 Uhr unter Telefon 01805/700733 (0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz höchstens 0,42 Euro pro Minute) erreichbar. Vorverkauf im Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, 31535 Neustadt unter Telefon 0511/616-25200 oder per Mail an kultur@region-hannover.de. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr sowie Freitag von 9 bis 12 Uhr. Alle Veranstaltungen gibt es im Internet auf www.hannover.de/kulturimschloss.

Helden gesucht! – neues Projekt für Väter

Dass Väter für eine gute Entwicklung der Kinder genauso wichtig wie Mütter sind, ist unbestritten. Und dennoch sind Väter oft nicht im gleichen Maße wie die Mütter in die Kinderbetreuung und -erziehung eingebunden. Das Koordinierungszentrum Frühe Hilfen – Frühe Chancen der Region Hannover startet jetzt das neue Projekt "Väterlotsen", das alle Väter mit und ohne Migrationshintergrund und Kindern bis zu sechs Jahren dabei unterstützen möchte, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und sich aktiver in die Elternarbeit einzubringen. Dazu soll es unter anderem Fortbildungen und neue Netzwerke geben. Zur Auftakt-Veranstaltung am Dienstag, 22. Januar 2019, von 17 bis 20 Uhr, im Haus der Region, Hildesheimer Straße 18, Hannover, sind alle Väter, Onkel, Großväter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindertageseinrichtungen eingeladen, sich über "Väterlosten" zu informieren und eigene Ideen zur Gestaltung des Projektes einzubringen.

Nach der Begrüßung von Roland Levin, Leiter des Fachbereichs Jugend der Region, gibt Dr. Michael Tunç einen kurzen Überblick über Forschungsergebnisse zu Vätern mit und ohne Migrationshintergrund, bevor Livia Taudien von dem Koordinierungszentrum Frühe Hilfen – Frühe Chancen der Region das neue Projekt "Väterlotsen" vorstellt. Im Anschluss ist Zeit für den gemeinsamen Austausch. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ablauf

17 Uhr bis 17.10 Uhr
Begrüßung von Roland Levin, Leiter des Fachbereichs Jugend der Region Hannover
17.10 Uhr bis 17.40 Uhr
"Forschungsergebnisse zu Vätern mit und ohne Migrationshintergrund: fürsorglich und
aktiv mit Väterlotsen", Dr. Michael Tunç
17.40 Uhr bis 18 Uhr
Vorstellung des Projektes "Väterlotsen", Livia Taudien
18 Uhr bis 18.15 Uhr
Pause bei Getränken und Snacks
18.15 Uhr bis 19.50 Uhr
Austausch und Beteiligung
19.50 Uhr bis 20 Uhr
Abschluss und Ausblick

Selbsthilfegruppe für Angehörige von Depressiv Erkrankten sucht weitere Teilnehmende

Mit einem Menschen umzugehen, der sich gerade in einer tiefen Depression befindet, stellt für die meisten Angehörigen eine große Herausforderung dar. Familienmitglieder, Partner/innen, und andere nahestehende Personen von depressiv Erkrankten brauchen selbst einen Ort, um Kraft zu sammeln. Durch den Austausch in der Selbsthilfegruppe kann es gelingen, die Krankheit besser zu verstehen und dadurch den Betroffenen wieder mit mehr Verständnis und Nachsicht begegnen zu können.

Entscheidend hierfür ist eine klare innere Haltung dem/der an Depressionen Erkrankten gegenüber und die Fähigkeit, sich abzugrenzen. Sich als Angehörige/r bewusst zu machen, was zu leisten ist und was nicht, kann Entlastung bringen und dem Gefühl, nicht genug oder nie das Richtige zu tun, Einhalt gebieten. In geschützter Atmosphäre wird 14-täglich Raum für alle geboten werden, um über belastende Situationen zu sprechen und neue Perspektiven für den Umgang mit dem Erkrankten zu entwickeln.

Interessierte können am Montag 21. Januar, und am Montag, 4. Februar 2019, jeweils um 19 Uhr in der Cafeteria des KRH Klinikums Großburgwedel, Fuhrberger Straße 8, dabei sein, um sich mit anderen Angehörigen auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.

Caren Marks: Mehr Unterstützung für Familien mit kleinen Einkommen

Das Bundeskabinett hat den Entwurf des "Starke-Familien-Gesetzes" beschlossen. Damit werden der Kinderzuschlag und die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets verbessert. "Mit dem Maßnahmenpaket unterstützen wir Familien und Alleinerziehende mit kleinem Einkommen, bei denen das Geld trotz Arbeit knappt ist, und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Kinderarmut", betont Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium und SPD-Bundestagsabgeordnete.

Konkret sieht der Gesetzentwurf vor, den Kinderzuschlag zum 1. Juli 2019 von derzeit maximal monatlich 170 auf 185 Euro zu erhöhen und ihn leichter zugänglich zu machen. "Für 2 Millionen Kinder in Deutschland wird künftig ein Anspruch auf Kinderzuschlag bestehen. Und: Wer den Kinderzuschlag dann bezieht, wird überall in Deutschland von den Kitagebühren befreit und kann Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beziehen. Das heißt, es bleibt deutlich mehr im Portemonnaie der Familien. Der beste Schutz vor Kinderarmut ist, wenn Eltern arbeiten und die Familie davon leben kann. Das wollen wir unterstützen", erläutert Caren Marks.

Der Kinderzuschlag ist eine zusätzliche Unterstützung für Familien mit kleinen Einkommen, er honoriert die Erwerbstätigkeit der Eltern. Er wird bei der Bundeagentur für Arbeit beantragt. Ob eine Familie Kinderzuschlag erhält, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. Einkommen der Eltern, Anzahl und Alter der Kinder oder Wohnkosten. "Zukünftig wird der Antragsaufwand für Familien deutlich einfacher und verlässlicher. Der Kinderzuschlag wird dann für sechs Monate gewährt und nicht mehr rückwirkend überprüft", ergänzt die Abgeordnete.

Alle Familien, die den Kinderzuschlag oder Sozialhilfe beziehen, können zukünftig die verbesserten Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets erhalten. Das Schulstarterpaket für Ranzen und Schulmaterial zum Schuljahresbeginn wird von 100 auf 150 Euro aufgestockt. Die Eigenbeteiligung an den Kosten für Mittagessen in Kitas und Schulen sowie für die Schülerbeförderung entfällt. Nachhilfeunterricht kann zukünftig auch dann genutzt werden, bevor die Versetzung gefährdet ist.

Die Verbesserungen sollen zum 1. August 2019 gelten, damit jedes Schulkind gut ausgestattet in das neue Schuljahr starten kann.

"Vom Starke-Familien-Gesetz können insgesamt vier Millionen Kinder profitieren, davon allein zwei Millionen vom Kinderzuschlag. Diese Investition zahlt sich aus, denn starke Familien halten unsere Gesellschaft zusammen", so Caren Marks. Die Parlamentarischen Beratungen starten Ende Januar.

Das Starke-Familien-Gesetz kurz erklärt: www.bmfsfj.de/blob/132216/41f42dcc49dbf03f3115c0724fd31ead/starke-familien-gesetz-kurz-erklaert-data.pdf.

Wenn die Nerven blank liegen: Aufklärungskampagne gegen das Schütteltrauma

Schlaflose Nächte und ein Baby, das gefühlt durchgehend schreit – gerade die ersten Monate mit einem Säugling können ganz schön anstrengend sein. Nicht selten erleben die übernächtigten und überforderten Eltern Momente der Verzweiflung, besonders dann, wenn sich das Kind nicht beruhigen lässt. Lang anhaltendes Babyschreien gilt als Hauptauslöser für das gewaltsame Schütteln von Säuglingen. Bis zu 200 Kinder werden jährlich wegen Schütteltraumata in Deutschland in Kliniken behandelt, die geschätzte Dunkelziffer liegt weitaus höher. Krampfanfälle, körperliche und geistige Behinderungen können Folgen des Schüttelns sein, bis zu 30 Prozent sterben sogar daran. Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Säuglinge überleben ein festgestelltes Schütteltrauma ohne bleibende Schäden. Mit einer gemeinsamen Aufklärungskampagne wollen die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover jetzt gezielt Eltern informieren und Unterstützungsangebote bekannter machen.

"Aktuelle Umfragen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen zeigen, dass der Aufklärungsbedarf bei den Eltern noch hoch ist: Zwei Drittel wissen nicht, dass es intensive Schreiphasen im Säuglingsalter geben kann, fast 20 Prozent können sich sogar vorstellen, dass Babys manchmal nur schreien, um die Eltern zu ärgern. Und über 40 Prozent haben den Begriff Schütteltrauma noch nie gehört – unsere Kampagne soll betroffene Eltern frühzeitig informieren und sensibilisieren", so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Es geht uns vor allem darum, dass sich alle Eltern darüber klar werden, dass es zwar anstrengend, aber eben auch normal ist, wenn Babys in den ersten Monaten viel schreien. Und dass es schnelle und professionelle Hilfe gibt, um mit der Situation zurechtzukommen", erklärt Rita Maria Rzyski, Personal-, Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin der Landeshauptstadt Hannover. "Denn wenn Eltern auch nur für wenige Sekunden die Kontrolle verlieren und ihr Baby schütteln, kann das lebenslange Schäden zur Folge haben."

Um die Eltern zu erreichen, sollen Flyer regionsweit in Kitas, Kinderarztpraxen, Kliniken, Familienbildungsstätten, Kindertagesstätten und Familienzentren ausgelegt sowie den "Willkommen-Baby"-Paketen beigelegt werden. Die Flyer informieren über die Schreiphasen der Kinder, geben praktische Tipps zum Umgang mit schreienden Babys und was Eltern in belastenden Situationen für sich selbst tun können: den Säugling sicher ablegen, den Raum verlassen, tief durchatmen, Hilfe holen. Außerdem vermitteln die Flyer und Poster Anlaufstellen für schnelle Hilfe, wie die Jugend- und Familienberatung der Landeshauptstadt, die Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region, das Winnicott-Institut oder niedergelassene Kinderärztinnen und Kinderärzte. Über einen QR-Code können Hilfeangebote direkt abgerufen werden. Zudem informieren Spots in den Üstra-Stationen über die Risiken des Schütteltraumas.

Auch Kooperationspartnerinnen und -partner, wie der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Niedersachsen, helfen mit, die Aufklärungskampagne und Unterstützungsangebote weitflächig zu streuen: "Man kann gar nicht genug über die Folgen des Schüttelns informieren. Aber das alleine wird Eltern nicht wirklich helfen. Eltern brauchen Kompetenzen in den Bedürfnissen von Kindern! Darüber hinaus brauchen sie Wissen und Austausch über Handlungsalternativen, wenn sie merken, dass sie in einer Situation überfordert sind und ihnen die Kontrolle entgleitet", sagt Johannes Schmidt, Landesvorsitzender Kinderschutzbund Niedersachsen.

Warum das Schütteln so gefährlich ist: Die Nackenmuskulatur von Säuglingen ist noch so schwach, dass sie ihren Kopf nicht alleine halten können. Beim Schütteln wird der Kopf unkontrolliert vor- und zurückgeworfen, wobei es zu schweren Verletzungen im Gehirn kommen kann. Rund zwei Drittel der Babys mit diagnostiziertem Schütteltrauma erleiden chronische Schäden wie Seh- und Sprachstörungen, Lern- und Entwicklungsverzögerungen, Krampfanfälle oder schwerste körperliche oder geistige Beeinträchtigungen. Nach einer ESPED-Studie des Universitätsklinikums Düsseldorf verursachen Männer – Väter (54 bis 60 Prozent), Lebenspartner der Mutter (9 Prozent) – am häufigsten das Schütteltrauma, Mütter zwischen 23 und 30 Prozent. Vielfach aus Unwissenheit um das hohe gesundheitliche Risiko – "genau dort setzt die gemeinsame Aufklärungskampagne der Region und der Landeshauptstadt an", betont Dr. Hanke.

Studieren ohne Abitur – so geht’s an der BBS 3

Mit mittlerer Reife zum Ingenieur? Die Berufsbildende Schule (BBS) 3 der Region Hannover eröffnet jungen Menschen mit Realschulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung die Möglichkeit, sich für ein Studium zu qualifizieren. Den Zugang zur Fachhochschule oder bestimmten Studiengänge der Universität können Jugendliche durch den Besuch der einjährigen Fachoberschule Technik erwerben.

Und ohne Realschulabschluss? Wer die einjährige Berufsfachschule in einer technischen Fachrichtung mit einem Notendurchschnitt von 3,0 und besser abgeschlossen hat, kann an der BBS 3 Hannover durch den erfolgreichen Besuch des zweiten Jahres der Berufsfachschule den Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) oder unter bestimmten Voraussetzungen auch den Erweiterten Sekundarabschluss I erwerben.

Nach erfolgreichem Abschluss der Berufsoberschule stehen den Schülerinnen und Schülern ingenieurwissenschaftliche und technologische Studiengänge offen, aber auch Fachrichtungen wie Architektur, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Physik oder Lehramt an berufsbildenden Schulen. Die allgemeine Hochschulreife ohne fachliche Beschränkung erhalten Absolventinnen und Absolventen, die zusätzlich über Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache verfügen. Entsprechende Kurse für Spanisch bietet die BBS 3 während der Fachoberschule und Berufsoberschule an.

Anmeldungen nimmt die BBS 3 in der Ohestraße 6 in Hannover bis Juli 2019 entgegen. Weitere Informationen unter Telefon 0511/220680 oder unter www.bbs3-hannover.de. Dort steht auch ein Anmeldeformular zum Download bereit.

Caren Marks sucht Teilnehmerin für Girls‘ Day im Deutschen Bundestag

Die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks lädt auch in diesem Jahr ein Mädchen aus ihrem Wahlkreis zum Girls‘ Day der SPD-Bundestagsfraktion nach Berlin ein. Vom 27. bis 28. März 2019 erwartet die Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland ein spannendes Programm in der Bundeshauptstadt.

"Der Girls‘ Day bietet Mädchen die Möglichkeit, Einblicke in Berufsfelder zu erhalten, in denen Frauen noch immer unterrepräsentiert sind. Auch im Bundestag sind Frauen nach wie vor in der Minderheit. Ihr Anteil ist nach der letzten Bundestagswahlen sogar von 37,3 auf nur noch 30,9 Prozent gesunken. Das ist eine Entwicklung, die wir mit so vielen gut ausgebildeten Frauen in unserem Land nicht hinnehmen können. Auch deshalb mache ich gern beim Girls‘ Day mit und freue mich schon jetzt darauf, einem Mädchen aus meinem Wahlkreis Einblicke in die Arbeit des Parlaments geben zu können", so Caren Marks.

Bewerben können sich Mädchen zwischen 16 und 18 Jahren, die aus dem Wahlkreis von Caren Marks, Hannover-Land I, kommen. Die Fahrt- und Unterbringungskosten sowie die Kosten für ein gemeinsames Abendessen und Frühstück am zweiten Tag werden bezahlt.

Bewerbungen können bis zum 15. Februar 2019 per Mail an caren.marks@bundestag.de an das Bundestagsbüro von Caren Marks in Berlin geschickt werden. "Ein kurzes Motivationsschreiben, warum die Teilnahme am Girls‘ Day bei mir im Deutschen Bundestag für Dich wichtig ist, reicht aus", erklärt die Abgeordnete.

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