Kategorienarchiv: Region Hannover

Tatort Telefon – Aktionswoche gegen „Falsche Polizeibeamte“

"Guten Tag, mein Name ist Kommissar Steinbeck. In Ihrer Nachbarschaft ist ein Einbrecher festgenommen worden und Ihre Adresse steht auf einer bei ihm gefundenen Liste. Daher sind Ihre Wertsachen zu Hause nicht mehr sicher!" – mit dieser oder leicht abgewandelten Maschen versuchen Betrüger seit Jahren, an die Ersparnisse von vornehmlich älteren Menschen zu gelangen. Aus diesem Grund widmet sich die Polizei Hannover vom 25. bis 31. März 2019 mit einer Kampagne verstärkt diesem Phänomen und bietet regionsweit zahlreiche Präventionsaktionen an.

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich die Ermittlungsgruppe Trick des Zentralen Kriminaldienstes ausschließlich mit Verfahren, in denen die Täter trickreich vorgehen, darunter fallen zum Beispiel Anrufe "Falscher Polizeibeamter". Allein 2018 registrierte die Ermittlungsgruppe in der Landeshauptstadt sowie im Umland mehr als 1.300 Anrufe, die in 31 Fällen für die Betrüger erfolgreich verliefen. Dabei erbeuteten die Täter Geld und Wertsachen im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro. 2017 kam es zu etwa 450 Anrufen, aus denen 14 vollendete Taten mit einem Schaden von circa 250.000 Euro hervorgingen. Bereits in den ersten zwei Monaten 2019 sind der Polizei Hannover etwa 800 Anrufe gemeldet worden. Dabei gab es Tage mit bis zu 70 aktenkundigen Telefonaten. Vier Mal waren die Betrüger dabei erfolgreich und erbeuteten Wertgegenstände in einem Wert von fast 350.000 Euro.

"Mit der Aktionswoche wollen wir so viele Menschen in der Region Hannover wie möglich erreichen und sie über die Vorgehensweise der Betrüger informieren. Primär richten wir unsere Aktionen auf die Zielgruppe der Täter – vornehmlich ältere Menschen – aus, aber auch deren Angehörige sollen ausdrücklich angesprochen werden", erläutert Savas Gel, Dezernatsleiter für Kriminalitätsbekämpfung und Prävention. "Somit soll ein möglichst großer Personenkreis für das Thema sensibilisiert werden. Unsere Präventionsarbeit vor Ort in den Dienststellen werden wir auch zukünftig intensiv weiterführen und mit konsequenter Strafverfolgung den "Falschen Polizeibeamten" das Handwerk legen".

Nützliche Tipps sowie eine Übersicht der Präventionsveranstaltungen unserer Aktionswoche sind auf der Internetseite der Polizei unter https://www.pd-h.polizei-nds.de/praevention/ zu finden.

Zusätzlich wird das Social Media Team der Polizei Hannover die Aktionswoche auf ihren Kanälen unter #TatortTelefon begleiten. So unter @Polizei_H (Twitter),  @PolizeiHannover (Facebook) und @polizei.hannover (Instagram).

Sommerunternehmer: „In den Schulferien bin ich der Boss!“

Webprogrammierer, Café-Besitzer oder Filmproduzent? Mit dem Ferienprogramm "Sommerunternehmer" können Jugendliche in Hannover währen der Sommerferien zu Unternehmerinnen und Unternehmern in eigener Sache werden. Das Angebot spricht Jugendliche von 14 bis 19 Jahren an, die ihre individuelle Geschäftsidee entwickeln, mit professioneller Unterstützung umsetzen und ihr eigenes Geld damit verdienen wollen. Die gemeinnützige Bildungsinitiative Futurepreneur e.V. bietet das Ferienprogramm kostenfrei an. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Das Ziel der Initiative: Jugendliche fit zu machen für die Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen.

"Sommerunternehmer" ist ein bundesweit einzigartiges Projekt, das spielerisch Gründergeist weckt und die Unternehmungslust von Jugendlichen stärkt. Die erfolgreich erprobte Methode und ein umfassender didaktischer Ansatz motivieren die jungen Leute zu mehr Eigeninitiative. "Die Jugendlichen entdecken, was in ihnen steckt und können im Anschluss erfahrener als Lebensunternehmer und Zukunftsgestalterin aktiv werden", beschreibt Kerstin Heuer, Gründerin und Geschäftsführerin von Futurepreneur e.V., das Ziel des Projektes. Das Besondere: Die Jugendlichen setzen ihre Ideen direkt in die Tat um und werden so zu "Entrepreneuren" in eigener Sache.

"Durch das Programm haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihr unternehmerisches Potenzial zu erkennen und dabei außerdem ihre Kreativität und Selbstständigkeit zu stärken", lobt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, den Ansatz des Projekts.

Die persönliche und individuelle Geschäftsidee für ihr Sommerunternehmen entwickeln die Jugendlichen auf Basis ihrer eigenen Interessen und Kompetenzen unter professioneller Anleitung in der Kick-off Woche vom 8. Juli bis zum 12. Juli im Nachbarschaftsverein WasmitHerz e. V. in Hannover-Nordstadt. Für ihr Business erhalten die Sommerunternehmerinnen und -unternehmer 100 Euro Startkapital. In der Praxisphase vom 15. Juli bis 12. August nimmt das gegründete Unternehmen dann Form an.

Bei Unternehmensbesuchen und Gesprächen mit Gründern bekommen die Jugendlichen während dieser Praxisphase spannende Einblicke in die Praxis und Tipps aus erster Hand von Expertinnen und Experten. Zudem unterstützen die Futurepreneur-Coaches bei der konkreten Umsetzung. Nach Abschluss des Projektes am 13. August wird den Jugendlichen ein Diplom überreicht. Das Geld, das die Sommerunternehmer während des Projektes verdienen, dürfen sie behalten.

Die Teilnahme an dem Ferienprogramm ist kostenfrei. Das Projekt wird von der Region Hannover und der Dohle Stiftung finanziert. Strategischer Förderpartner für den Aufbau des Standortes Hannover ist die Beisheim Stiftung. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.sommerunternehmer.de.

Futurepreneur e.V. ist eine Hamburger Bildungsinitiative, die Gründergeist bei Jugendlichen weckt. Der gemeinnützige Verein engagiert sich seit Februar 2012 für Jugendliche ab 13 Jahren und hilft ihnen, anhand unternehmerischer Aktivitäten, ihre Kreativität und individuellen Fähigkeiten zu entdecken. Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler haben bisher in der Region Hamburg an den mehrfach prämierten Programmen teilgenommen. Neben dem Ferienprogramm "Sommerunternehmer" bietet Futurepreneur e.V. in Kooperation mit Schulen auch die Projektwoche "Campusunternehmer" an, interessierte Schulen aus der Region Hannover können.

Caren Marks: Bundestag beschließt Starke-Familien-Gesetz

"Mit dem Starke-Familien-Gesetz wird der Kinderzuschlag erhöht und neugestaltet sowie die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets deutlich verbessert. Damit erleichtern wir den Alltag von Kindern aus Familien mit kleinen und mittleren Einkommen, weil sie zusätzlich zum Kindergeld den Kinderzuschlag bekommen. Besonders Alleinerziehende werden von den Neuregelungen profitieren", so Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und SPD-Bundestagsabgeordnete. "So schützen wir Familien wirksamer vor Armut und sorgen dafür, dass sich auch bei kleinen Einkommen Erwerbstätigkeit lohnt."

Die Neugestaltung des Kinderzuschlags erfolgt in zwei Schritten:

Zum 1. Juli 2019 wird er von jetzt maximal 170 Euro auf 185 Euro pro Monat und Kind erhöht und einfacher zu beantragen sein. Alleinerziehende, sie tragen das höchste Armutsrisiko, werden nun vom Kinderzuschlag besser erreicht. Durch die Neuregelung werden Unterhalt beziehungsweise Unterhaltsvorschuss nicht mehr voll auf den Kinderzuschlag angerechnet wird. Ab dem 1. Juli 2019 verringert Kindeseinkommen den Kinderzuschlag nur noch zu einem Teil (45 Prozent).

Zum 1. Januar 2020 entfallen die oberen Einkommensgrenzen für den Bezug des Kinderzuschlags. Einkommen der Eltern, das über ihren eigenen Bedarf hinausgeht, wird nur noch zu 45 Prozent, statt heute 50 Prozent, auf den Kinderzuschlag angerechnet. Durch diese Maßnahmen fällt keine Familie mehr aus dem Kinderzuschlag heraus, wenn die Eltern nur etwas mehr verdienen. Sie können von ihrem selbst erwirtschafteten Einkommen mehr behalten.

Das Bildungs- und Teilhabepaket wird zum 1. August 2019 verbessert: Das Schulstarterpaket steigt von 100 Euro auf 150 Euro. Auch der Zuschuss zum sogenannten Teilhabebudget für Musik- oder Sportvereine wird von monatlich 10 auf 15 Euro erhöht. Die Eigenanteile der Eltern für das gemeinsame Mittagessen in Kita und Schule sowie für die Schülerfahrkarte fallen weg. Mit der Maßnahme werden die Eltern nicht nur finanziell entlastet, sondern auch von einer Menge Bürokratie. Darüber hinaus kann eine Lernförderung auch beansprucht werden, wenn die Versetzung nicht unmittelbar gefährdet ist – also wenn sie gebraucht wird und nicht erst wenn es zu spät ist. Anspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistungen haben alle Kinder, für die Kinderzuschlag, Leistungen aus dem SGB II oder Wohngeld bezogen wird.

Durch die Reform werden künftig viel mehr Kinder Anspruch auf den Kinderzuschlag (rund 2 Millionen) und die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets (rund 4 Millionen) haben. Ziel ist es, dass auch alle diese Kinder die Leistungen erhalten.

Der Bund investiert 1 Milliarde Euro (2019 – 2021) in die Neugestaltung des Kinderzuschlags und 220 Millionen Euro (jährlich) in den Ausbau des Bildungs- und Teilhabepakets.

Förderung für gewerblichen Kauf von Lastenrädern verlängert

Gute Nachricht pünktlich zum Frühlingsstart: Die Förderung für Lastenräder in der Region Hannover, unter dem Kurznamen "LaRaLaPed" bekannt, geht in eine weitere Runde. Die Sparkasse Hannover hat die Mittel zur Förderung von Lastenrädern im gewerblichen Einsatz, die aus dem aus dem Sparkassenbrief N+ Umweltschutzprojekte in der Region kommen, verlängert. Für die Fortsetzung der Förderung stellt die Sparkasse erneut 25.000 Euro zur Verfügung, die von der Region Hannover gemäß aktualisierter Förderrichtlinie ab sofort wieder vergeben wird.

"Bisher wurden unter Inanspruchnahme der Förderung fast 80 Lastenräder mit und ohne Elektroantrieb beschafft – wir wollen damit zeigen, dass auch Handwerk und Gewerbe Beiträge zur Verkehrswende leisten können", sagt Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. Es gilt weiterhin die Förderhöhe von maximal 500 Euro für nicht motorisierte und bis zu 1.000 Euro für motorisierte Lastenräder. Die Förderung bezieht sich auf den Nettokaufsumme und beträgt höchstens 25 Prozent des Anschaffungspreises.

Alle Infos und Unterlagen sind unter www.hannover.de/Laralaped zu finden.

Musik aus Israel: Konzert mit Hila Ruach

Im Café Glocksee spielt am Sonnabend, 30. März 2019, eine Künstlerin aus Tel Aviv, die in Israel als Indie-Queen gehandelt wird: Hila Ruach ist Songwriterin, Sängerin, Bassistin und Produzentin. Ihr vor drei Jahren veröffentlichtes Debüt-Soloalbum "Rofa’a Bama’arav" inspirierte die alternative Musikszene ihres Heimatlandes und wurde von der Kritik hochgelobt. Ihre Musik zwischen Garagenrock, Pop und Psychedelic verfeinert Hila Ruach mit Lyrics voller kräftigem und ehrlichem Humor. Dazu passen auch die Klangfarben der Vorband "Abigale & The Unwritten Love Letters" aus Hannover: Die vier Frauen machen Musik aus dem Nirgendwo, zwischen Melancholie und Tragik – mal laut, mal leise, schräg und schön. In klassischer Bandbesetzung hauen sie ihre eigenen Songs raus und interpretieren ihre Alltime-Favoriten neu – ihre Themen: das Leben, die Liebe und das Universum.

Hila Ruachs Musik kommt auch außerhalb Israels gut an: So spielte sie 2016 gemeinsam mit dem Duo Red Axes beim Festival Convenanza in Frankreich als Hauptkünstlerin und 2017 beim Garzen-Festival in Litauen. Nun hat sie ihr zweites Album "Advert Music" im Gepäck, das sie gemeinsam mit Ram Orion und in Zusammenarbeit mit dem in London ansässigen Plattenlabel "Trashmouth" (Fat White Family, Warmduscher) produziert hat. Im Café Glocksee wird die junge Musikerin auch ein paar neue Songs präsentieren.

Das Konzert in der Reihe "Musik aus Israel" beginnt um 21 Uhr, Einlass ist ab 20 Uhr. Karten kosten 8 Euro plus Vorverkaufsgebühren, an der Abendkasse zahlen Gäste 10 Euro. Tickets gibt es bei 25music, Rockers, Sta Travel und Monster Records oder online für 9,53 Euro auf www.eventbride.de.

Caren Marks bei der 63. UN-Frauenrechtskommission in New York

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin und SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks, hat im März an der 63. Sitzung der Frauenrechtskommission (FRK) der Vereinten Nationen (VN) in New York teilgenommen und die deutsche Delegation geleitet. Schwerpunkt war die soziale Sicherung von Frauen und Mädchen. Der Anspruch von Frauen und Mädchen auf sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte spielt dabei eine wichtige Rolle.

"Mit großer Sorge sehen wir, dass einzelne Länder ihr Engagement im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Selbstbestimmung zurückfahren. Das ist eine gravierende Fehlentwicklung. Nicht nur bevölkerungspolitisch und gesundheitspolitisch, sondern auch gleichstellungspolitisch. Denn die Voraussetzung für ein freies und selbstbestimmtes Leben für Frauen ist: selbst zu entscheiden, ob und mit wem und wie viele Kinder sie haben wollen. Diese Form der Selbstbestimmung von Frauen ist ein Menschenrecht, das weltweit durchgesetzt werden muss", betonte Caren Marks in ihrem Statement vor der VN-Generalversammlung.

8. Sportkongress der SportRegion Hannover

Selten so jung besetzt und selten so emotional geführt: Der Sportkongress der SportRegion Hannover machte bei seiner mittlerweile achten Auflage seinem Motto "Informieren – Diskutieren – Anregen" alle Ehre. Rund 200 Teilnehmende aus angeschlossenen Vereinen des Stadtsportbundes (SSB) und des Regionssportbundes (RSB) erlebten zunächst emotional vorgetragene Praxisbeispiele aus den Expertenrunden und mischten sich anschließend ebenso lebhaft in die Diskussion ein.

Besonders auffällig diesmal: Wohl nie zuvor war die Teilnehmerschar derart jung besetzt. Ob der Altersdurchschnitt nun am thematischen Angebot "e-Sport – eine Chance für deinen Verein?" gelegen hat, sei dahingestellt. Die Tatsache allerdings hatte RSB-Chef Ulf Meldau in seinen einleitenden Worten ebenso bemerkt wie auch Hausherr Hauke Jagau. Dem Regionspräsidenten oblag die Begrüßung. Er freute sich über das ehrenamtliche Engagement der jüngeren Generation besonders und stellte es quasi als "must have" heraus – weil ohne Nachwuchs gehe es ja nicht weiter. In Richtung "Jung und Alt" gleichermaßen richtete er den Appell zum Konsens. "Wie bei uns in der Politik oder eben auch in der Familie geht es ohne Kompromisse nicht."

Vom großen Auditorium ging es für die Vereinsvertreter wie gewohnt in eines der drei zuvor ausgewählten Foren. Ist e-Sport überhaupt ein Sport? Und wenn ja, wie kann dieser Trend das bisherige Vereinsangebot bereichern? "Es ist wichtig, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Wir hoffen, den Anwesenden eine erste Orientierung zu diesem tagesaktuellen Thema geben zu können", hatte Katharina Lika (RSB-Vorstand Sportentwicklung) bereits im Vorfeld des Kongresses verlauten lassen. Sie übernahm die Moderationsleitung im Forum 1, wo ihr als Experten Norbert Engelhardt (Stellvertretender LSB-Vorsitzender), Dr. Peter Kehl (Vorsitzender der TSV Burgdorf) und sein E-Sport-Spartenleiter Tobias Gotthold sowie Martin Müller (Vizepräsident E-Sport-Bund Deutschland) und Alexander Kneußel (E-Sportler und Hochschulsport FIFA) Rede und Antwort standen.

Das Thema im Forum 2 ("Wie sagen wir’s unseren Mitgliedern? – Mitgliederversammlungen spannend und informativ gestalten") hörte sich zunächst trocken an, war es aber nicht. Hier gaben Vorsitzender Anselm Bisgwa vom Mehrspartenverein FC Neuwarmbüchen und Axel Siebert, Chef des Schützenvereins Kaltenweide, Praxisbeispiele für ihre Art von moderner Vereinsführung. Insbesondere Siebert zog die Zuhörer durch seinen Vortrag, der sich mit besonderen Herausforderungen seines Vereins befasste, derart in den Bann, dass Moderator Jürgen Pigors Mühe hatte, die Zeitvorgaben einzuhalten. Was beispielsweise in Mitgliederversammlungen erlaubt ist und was nicht, konnte die Versammlung zeitgleich bei Anwalt Christian Goergens juristisch überprüfen lassen.

Dabeisein und profitieren: Das Forum 3 beschäftigte sich mit Informationen darüber, wie man durch Qualifizierung die Zukunft des Vereins sichern kann. Unter der Moderation Dagmar Ernst (RSB-Vorstand Vereinsentwicklung) kamen die Praxisbeispiele quasi von "groß und klein" – soll heißen: Uli Apel und Frederik Eden stellten Möglichkeiten aus dem Alltag der TS Großburgwedel vor, während Theodor Uden und Frederik Stoll über die Maßnahmen aus dem wesentlich kleineren Deutschen Ruderclub berichteten. Zum Forum 3 gehörte obendrein der "Markt der Möglichkeiten". Die kleine "Bildungsmesse", bei der diverse Organisationen jede Menge Informationsmaterial bereithielten, konnte vor und nach dem eigentlichen Sportkongress von allen interessierten Teilnehmern besucht werden.

Kommunen sind sich einig: „Regionsumlage muss gesenkt werden“

Die Regionsumlage muss gesenkt werden, darüber sind sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der regionsangehörigen Kommunen einig. Am heutigen Dienstag, 19. März 2019, haben sie sich auf ein gemeinsames Positionspapier verständigt. Dies gibt Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski in einer Pressemitteilung bekannt.

"Künftig darf es keinen automatischen Anstieg der Regionsumlage mehr geben, nur, weil die Einnahmen der Kommunen steigen", fasst Bürgermeister Zychlinski die Forderungen der Kommunen zusammen. Ausgangspunkt dieser Forderung war der Anspruch einer transparenten Ermittlung der Regionsumlage. Die Finanzierung der kommunalen Haushalte müsse zuverlässig planbar sein, um die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden sichern zu können.

Die Hauptverwaltungsbeamtinnen und -beamten fordern von der Region im ersten Schritt:

  • Der Hebesatz der Regionsumlage 2019 muss auf die bereits im Haushalt der Region festgesetzten 759 Millionen Euro festgelegt werden.
  • Den Finanzbedarf der Städte und Gemeinden muss frühzeitig ermittelt werden.
  • Die tatsächlichen Finanzbedarfe der Region Hannover müssen frühzeitig offengelegt werden.
  • Dieses ist transparent zu kommunizieren.

"Dazu wollen wir mit der Region Hannover in Verhandlungen eintreten", kündigt Helge Zychlinski an. Der erste Termin solle kurzfristig stattfinden, machen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in ihrem Papier deutlich: "Aus diesem Grund haben wir eine Verhandlungskommission gebildet. Diese wird sich mit der Region kurzfristig über das weitere Vorgehen verständigen", heißt es darin.

Wichtig sei es den Verwaltungschefs, zu betonen, dass für sie die Frage einer Klage nicht vordergründig sondern als "Ultima Ratio" zu betrachten ist. Klar sei jedoch: "Wir stehen geschlossen hinter dem Papier. Unser Ziel ist es, unseren hohen Investitionsbedarf für Schulen, Feuerwehren oder Kindertagesstätten langfristig zu sichern."

Starthilfe für gute Ideen: Integrationsfonds feiert 10. Jubiläum

Miteinander nähen, etwas kochen oder gemeinsam gärtnern: Ideen für ein lebendiges Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkunftsländer gibt es viele, allein am Geld fehlt es manchen Initiativen. Seit 2009 bezuschusst die Region Hannover durch den Integrationsfonds jedes Jahr gemeinnützige Vorhaben, die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenbringen. Anlässlich dieses runden "Geburtstags" lädt die Regionsverwaltung interessierte Einwohnerinnen und Einwohner zur Jubiläumsfeier am Dienstag, 26. März, 15 Uhr, ins Regionshaus ein. Die Feierlichkeiten finden in den Räumen N001 bis N003 in der Hildesheimer Straße 18 statt. Wer selber gerne etwas auf die Beine stellen möchte, kann sich bei einem Spaziergang über den "Markt der Möglichkeiten" von aktuellen Projekten inspirieren lassen oder persönliche Beratung in Anspruch nehmen.

"Als die Region Hannover den Integrationsfonds 2009 ins Leben gerufen hat, waren wir begeistert, wie viele gute Ideen von Vereinen, Verbänden, Privatpersonen, Kommunen und Schulen an uns herangetragen wurden. Dieser Ideenreichtum ist seit zehn Jahren ungebrochen und zeigt, welche Bandbreite an interkulturellen Initiativen wir in der Region Hannover haben. Der Zuspruch ist aber auch ein Beleg dafür, dass es großen Bedarf gibt, das Zusammenleben der Menschen weiter zu fördern. Ich bin gespannt, welche Ideen wir 2019 entwickeln und umsetzen können, damit die Region und alle, die hier leben, ein Stück weiter zusammen rücken", sagt Regionspräsident Hauke Jagau und bedankt sich gleichzeitig bei der Jury für die ehrenamtlich geleistete Arbeit.

Insgesamt 831 Bewerbungen sind in den vergangenen zehn Jahren bei der Region eingegangen, 277 Projekte aus den Bereichen Sport, Kultur, Wirtschaft, Frauenförderung, Senioren und Arbeit wurden aus dem Integrationsfonds gefördert. "In den vergangen Jahren ist der Bedarf an integrativen Projekten nochmal angestiegen. Allein 2018 haben uns 88 Bewerbungen um Fördermittel erreicht, das ist ein Viertel mehr als im Vorjahr", berichtet Resa Deilami, Leiter der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover.

Welche Projekte finanzielle Unterstützung erhalten, darüber berät eine sechsköpfige Jury, die die Vergabe von Fördergeldern für die Entscheidung in den politischen Gremien vorbereitet. Um ein möglichst breites Spektrum abzudecken, kommen die Jurymitglieder aus den Bereichen Gleichstellung, Wirtschaft, Diakonie, Wissenschaft, aber auch von freien Trägern und Gewerkschaft. "Jedes Jahr überrascht uns die Vielzahl und Vielfalt der Projekte – da fällt die Auswahl nicht leicht", sagt Jurymitglied Ute von Wrangell.

Gern gesehen sind Projektideen, bei denen es um die Integration junger Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt, die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen, das Miteinander von älteren Menschen sowie die Bildung, Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere von Frauen geht. Die Jury achtet bei der Auswahl der Projekte vor allem auf Kreativität, Nachhaltigkeit, Innovation und darauf, dass es ein Gleichgewicht von Projekten aus der Stadt Hannover und dem Umland gibt.

Ein gutes Beispiel ist das integrative Nähprojekt "Taschentalent – Recycelte Materialien neu gestalten" in der Wedemark. Hier nähen Geflüchtete Taschen aus alten Schulkarten und überschüssigem Material, das in einer Segelmacherei anfällt. "Unser Ziel ist es, geflüchtete Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Anfangs ging es uns vor allem darum, die Sprachbildung der Teilnehmerinnen zu fördern, heute gibt es da gar keine Probleme mehr, und wir sind längst zu einem Freundeskreis geworden", sagt Lisa Hartmann, Leiterin des Projekts.

Vom 18. März bis 3. Mai 2019 können Vereine, Verbände, Privatpersonen, Kommunen und Schulen sich wieder mit guten Ideen bei der Region Hannover um eine Förderung bewerben. Das Team der Koordinierungsstelle steht ihnen beratend zur Seite. Eine Besonderheit gibt es im Jubiläumsjahr. "Wir freuen uns, dass die Fördersumme für dieses Jahr durch die Regionsversammlung von 150.000 auf 200.000 Euro aufgestockt wurde. Dadurch können wir in diesem Jahr noch mehr gute Ideen unterstützen", sagt Deilami. Noch vor der Sommerpause trifft die Jury ihre Wahl, im September wird die Regionspolitik dann endgültig entscheiden, welche Vorhaben gefördert werden.

Wer sich mit einer Idee bewerben oder zum Integrationsfonds beraten lassen möchte, wendet sich per Mail an guteidee@region-hannover.de. Weitere Informationen sind auf www.hannover.de/bunteregion zu finden.

Logistikkarte verortet Unternehmensstandorte und Firmenporträts

Drehscheibe für nationale und internationale Warenströme: Die Region Hannover ist ein attraktiver Logistikstandort mit Anbindungen nach Skandinavien und Osteuropa. Einen Überblick über ausgewählte Logistikunternehmen in der Region Hannover bietet die neue Ausgabe der "Standortinformationen", die die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover jetzt veröffentlicht hat.

Das Faltblatt im Poster-Format enthält auf der einen Seite eine Straßenkarte mit einigen in der Region angesiedelten Logistikunternehmen, auf der anderen Seite bieten kurze Firmen-Porträts weiterführende Infos zu den vielfältigen logistischen Aktivitäten der Unternehmen. Die Karte wird dynamisch erweitert und ist online abrufbar unter www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de.

"Die jüngsten Ansiedlungen etwa von HAVI im Gewerbepark Wunstorf Süd und Amazon in Garbsen zeigen, wie gefragt unser Standort ist", so Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover. "Dadurch entstehen zahlreiche neue Arbeitsplätze in einer dynamisch wachsenden Branche." Insgesamt summieren sich die für die nächsten Jahre geplanten Projekte auf rund 500.000 Quadratmeter Hallen- und 30.000 Quadratmeter logistisch genutzte Flächen. Seit 2007 hat die Logistik-Branche rund 1,2 Milliarden Euro in den Standort investiert, 6.600 Arbeitsplätze geschaffen und 360 Hektar Fläche belegt.

Jüngstes Beispiel ist die das neue Sortierzentrum von Amazon in Garbsen. Zwei weitere große Projekte sind am Flughafen in Langenhagen an den Start gegangen: An der Münchner Straße bauen DHL Freight 8.000 Quadratmeter und der Großhändler für Haustechnik Hempelmann 16.000 Quadratmeter große Logistikhallen. Ebenfalls im Bau sind dort auch die neuen Logistikzentren von Continental (34.000 Quadratmeter) und vom Projektentwickler Prologis (22.000 Quadratmeter). In Lehrte entsteht derzeit eine 22.000 Quadratmeter große Halle, die die Firma Häfele, ein Hersteller von Möbel- und Baubeschlägen, als Versandzentrum angemietet hat. Das Objekt ist vom Projektentwickler bauwo Anfang 2019 an die LIP Invest aus München weiterverkauft worden und fließt dort in einen Logistik-Immobilienfonds ein.

Der Umsatz mit Logistikimmobilien zieht weiter an und ist zuletzt auf einen Höchststand von etwa 375.000 Quadratmeter gestiegen (plus 115.000 Quadratmeter im Vergleich zu 2017). Der Jahresumsatz liegt damit rund 170.000 Quadratmeter über den Umsätzen der vergangenen Jahre 2013 bis 2018 (205.000 Quadratmeter) und damit deutlich über dem bislang gemessenen Höchststand von 310.000 Quadratmetern im Jahr 2011. Das lässt auch die Spitzenmiete in diesem Marktsegment deutlich wachsen: Für einen Quadratmeter Hallenfläche in Toplage werden bis zu fünf Euro fällig. 325.000 Quadratmeter Logistikimmobilien wurden vermietet, das macht rund 87 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der Anteil eigengenutzter Objekte liegt bei rund 50.000 Quadratmetern.

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