Kategorienarchiv: Region Hannover

Fit trotz Hitze: Tipps für heiße Tage

Schatten, Obst und viel Wasser – wenn die Temperaturen steigen, helfen einfache Verhaltensregeln, der großen Hitze zu trotzen. Für die kommende Woche sind für die Region Hannover derzeit Temperaturen bis zu 36 Grad angekündigt. Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover: "Hitzeperioden und starke Temperaturschwankungen innerhalb kurzer Zeit belasten vor allem das Herz-Kreislaufsystem. Ältere und kranke Menschen sowie Säuglinge und Kleinkinder gelten als besonders gefährdet. Bei großer Hitze gilt aber für alle, auf sich zu achten und auf seinen Körper zu hören!"

Tipps für heiße Tage

Trinken: Die empfohlene Trinkmenge liegt für gesunde Erwachsene bei 1,5 bis 2 Litern am Tag. Bei hohen Temperaturen jedoch reicht das nicht aus. Wichtig ist: Nicht mit dem Trinken warten, bis sich der Durst meldet, sondern regelmäßig viel trinken. Am besten sind Wasser, Saftschorlen, gekühlte Tees. Aber Achtung: Eiskalte Getränke löschen nur vorübergehend den Durst und regen die körpereigene Wärmeproduktion an, mit der Folge, dass man noch mehr schwitzt. Lieber lauwarme Getränke trinken, die kann der Körper schneller aufnehmen – und somit den Flüssigkeitsverlust schneller ausgleichen.

Essen: Pommes im Schwimmbad – eine beliebte Kombination. Jedoch: Schweres, fettiges Essen belastet den Körper bei der Hitze zusätzlich. Salat, Nudeln oder mageres Fleisch und wasserreiches Obst und Gemüse, also Melonen, Gurken, Äpfel und Co. sind ideal für die heißen Tage.

Sport: Übermäßige Belastungen und intensives Ausdauertraining sollten bei den hohen Temperaturen und der Sonnenstrahlung vermieden werden. Tägliche Aktivitäten wie Radfahren, Einkaufen oder Spazierengehen sollten – soweit möglich – in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden geschoben werden.

Lüften: Am späten Abend- und frühen Morgenstunden ist die beste Zeit, um das Haus oder die Wohnung zu lüften. Helle Gardinen, Rollos und Außenjalousien reflektieren das Sonnenlicht und können tagsüber geschlossen werden. Dunkle Vorhänge im Zimmer lieber nicht zuziehen, da dunkle Farben die Hitze anziehen und speichern.

Arbeit: Wer bei der Hitze draußen arbeitet, sollte unbedingt auf genügend Pausenzeiten im Schatten und viel Flüssigkeitszufuhr achten. Wenn möglich, zwischendurch Arme und Beine mit Wasser kühlen. Das gilt auch für die Arbeit im Büro. Hier auch daran denken, morgens gut durchzulüften und den Tag über viel zu trinken.

Mehr Informationen sind im Flyer "Große Hitze! Was tun?" zu finden, der von den Fachbereichen Umwelt und Gesundheit der Region Hannover in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt entwickelt wurde. Im Internet ist er unter www.hannover.de unter dem Stichwort "Hitze" zu finden.

Zukunft braucht Familie – Leben mit Pflegekindern

Die Pflegekinderdienste der Region Hannover sowie der Städte Laatzen und Langenhagen suchen regelmäßig gemeinsam Pflegeeltern für Kinder, die nicht in ihren Familien aufwachsen können. Derzeit leben im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträgerin über 350 Kinder in Pflegefamilien – auf Dauer oder vorübergehend.

Alle Interessierten sind für Donnerstag, 27. Juni 2019, 18 Uhr, in die Räume der Region, Hildesheimer Straße 267 (Erdgeschoss) in Hannover, eingeladen, um sich über die Voraussetzungen und Aufgaben einer Pflegefamilie zu informieren. Aktuell werden insbesondere auch Bereitschaftspflegefamilien gesucht, die sich vorstellen können, einem Kind für einen kurzen, befristeten Zeitraum ein Zuhause zu geben.

Der Pflegekinderdienst der Region Hannover stellt vor, aus welchen Gründen Kinder in eine Pflegefamilie kommen, welche Rechte und Pflichten Pflegeeltern haben und wie sie vom Jugendamt unterstützt werden. Außerdem wird besprochen, wie sich das Leben mit Pflegekindern verändert, wie Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern geregelt sind und für welche Kinder Pflegeeltern gesucht werden.

Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Auskünfte erteilt der Pflegekinderdienst der Region Hannover unter Telefon 0511/616-22129 und per Mail an Pflegekinder@Region-Hannover.de.

Regions-FDP: „Wahlfreiheit zwischen Sack und Tonne muss erhalten bleiben“

Die FDP-Fraktion unterstützt grundsätzlich den Antrag der Fraktionen von SPD und CDU in der Regionsversammlung mit den vorgeschlagenen Änderungen in der Abfall- und Gebührensatzung des Abfallwirtschaftsbetriebs aha. Besonders wichtig ist der FDP-Fraktion, dass die Wahlfreiheit zwischen Sack und Tonne für die Bürgerinnen und Bürger im Umland Hannovers erhalten bleibt und künftig auch eine Rückkehr zur Sackabholung gewählt werden kann, wenn vorher bereits eine Umstellung auf die Tonne aufgrund eines Umzugs erfolgen musste oder die ursprüngliche Entscheidung für einen Umstieg auf die Tonnenabfuhr wieder revidiert werden soll.

"Wir Freidemokraten lehnen jegliche Bevormundung oder Belehrung der Bürgerinnen und Bürger ab und begrüßen ausdrücklich, dass die Wahlfreiheit für die Kundinnen und Kunden von aha im Umland Hannovers zur Art der Entsorgung des Restmülls mit Sack oder Tonne erweitert wird", erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und abfallpolitische Sprecher der FDP-Regionsfraktion, Klaus Nagel. Die Belange der Einwohnerinnen und Einwohner des Umlands, immerhin die Hälfte der in der Region Hannover lebenden Menschen, dürften nicht aus dem Fokus des politischen Interesses der Regionsversammlung geraten, ergänzt Nagel.

Die Wünsche der Kundinnen und Kunden von aha und optimale Serviceleistungen des Abfallwirtschaftsbetriebs müssten absoluten Vorrang haben, so Nagel. "Eine Abschaffung der Restabfallsäcke lehnen wir klar ab. Die Entsorgung des Restabfalls über Säcke ist etabliert und wird nach wie vor von vielen Regionseinwohnern im Umland nachgefragt", erklärt Nagel. Die künftige ausschließliche Konzentration auf das Volumen des Restabfalls unabhängig vom Gewicht bei der Bemessung der Gebühren bei der Sackabfuhr sei ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, um die Kundenzufriedenheit maßgeblich zu steigern, ist Nagel überzeugt. Ebenso begrüßen die Freidemokraten die geplante Erweiterung der Öffnungszeiten an Wertstoffhöfen, die Einführung eines Zusatzsackes für 40 Liter Volumen in Ergänzung zum bereits bestehenden Angebot eines sogenannten Partysacks für Restmüll mit einem Volumen von 80 Litern sowie die Einführung eines Laubsacks, dessen Material aus biologisch abbaubarem Material bestehen soll.

Neben Serviceverbesserungen sollen aber auch Effizienzsteigerungen nach Auffassung der Freidemokraten im Fokus blieben. Daher werde die für den 31. Dezember 2019 geplante Abschaffung der kostenträchtigen O-Tonne, die durchschnittlich pro Jahr rund 1,5 Millionen Euro Defizit einfahre, ausdrücklich begrüßt.

ZUKUNFT – MIT/MUT – HALTUNG

Wie wichtig ist Haltung für Kultur? Wo muss/kann/soll sie sich positionieren? Welche Herausforderungen kommen auf die regionale Kulturlandschaft zu? Und welche Bedeutung nimmt die Bewerbung um die Kulturhauptstadt Europas 2025 ein? Um diese und andere Fragen dreht sich das Forum Regionale Kulturförderung des Teams Kultur der Region Hannover am Mittwoch, 26. Juni 2019, von 10 bis 14 Uhr im Haus der Region, Hildesheimer Straße 18 in Hannover. Es gibt noch freie Plätze, die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen nimmt Uta Foremny per Mail an uta.foremny@region-hannover.de entgegen.

Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck und Uwe Kalwar, Leiter des Teams Kultur, eröffnet Hannovers Kulturhauptstadtmanager Oeds Westerhof die Tagung mit seinem Vortrag rund um die Bewerbung mit Blick auf aktuelle Anforderungen der hiesigen Kulturszene. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchten die Impulsgeberinnen und -geber Hans Lochmann, Lenka ®upková, Maike Tödter und Ulrike Seybold im Anschluss die Vielfältigkeit des Kulturlebens in der Region, bevor Moderator Jan Sedelies zum Podiumsgespräch zur regionalen Kulturförderung bittet. Seine Gäste: Eva Maria Schaefer von der Bürgerstiftung Hannover, Anne Prenzler vom Kulturbüro der Stadt Hannover, Marleen Mützlaff von der LAG Soziokultur sowie Uwe Kalwar und Resa Deilami von der Region Hannover.

Die Veranstaltung richtet sich an aktive Kunst- und Kulturschaffende sowie an Vertreterinnen und Vertreter von Kulturvereinen und Kulturinstitutionen, die sich mit Fragen der Kulturfinanzierung und Kulturförderung beschäftigen, als auch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlicher und privater Stiftungen.

Infonachmittag: Mehr Fachkräfte für Kitas

Der Fachkräftemangel ist eines der drängendsten Probleme beim Betrieb und Ausbau von Kindertagesstätten. Allein im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover fehlen 100 bis 150 Fachkräfte – Tendenz steigend. Der Niedersachsenplan "Mehr Fachkräfte für die Kita!" setzt erste wichtige Signale. Eine gemeinsame Strategie der Region in den Bereichen Jugend, Schule und Wirtschaftsförderung, die Kooperation mit Einrichtungsträgern, Arbeitsverwaltung und Schulen sowie neue Ausbildungsangebote sollen Bewegung in die gegenwärtige Situation bringen. Beim einem Informations- und Diskussionsnachmittag am Montag, 24. Juni 2019, 14:00 bis 16:30 Uhr, im Haus der Region Hannover, Hildesheimer Straße 18, Raum N 001 – N 002, 30165 Hannover, geht es um aktuelle Ausbildungsmöglichkeiten und die Vernetzung der Akteure. Nach der Begrüßung durch Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, und einem Impulsvortrag durch Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne geht es im "Expert/innentalk" um Vorteile und Herausforderungen unterschiedlicher Ausbildungsmodelle. Anschließend ist Gelegenheit, an Infoständen mit den ausbildenden Schulen ins Gespräch zu kommen.

"Dem Fachkräftemangel können wir nur gemeinsam und mit Ausbildungsangeboten begegnen, die der Lebenswirklichkeit junger Auszubildender gerecht werden", betont Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover. "Es geht darum, den Quereinstieg auch für Berufsrückkehrerinnen und Zugewanderte zu erleichtern – nur so lässt sich die Betreuungssituation in Kindertageseinrichtungen nachhaltig verbessern", ergänzt Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur.

Im Fokus der Veranstaltung stehen Modelle der tätigkeitsbegleitenden Ausbildung zur und zum Sozialpädagogischen Assistentin bzw. Assistenten sowie die berufsbegleitende Ausbildung zum Erzieher bzw. zur Erzieherin. So unterschiedlich wie die Anforderungen an künftige Fachkräfte in diesem Bereich sind, so vielfältig und bedarfsorientiert gestalten sich auch die Ausbildungsangebote.

Zum Programm: Um 14 Uhr begrüßt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover die Gäste, um 14.05 Uhr hält Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Kultusminister, einen Impulsvortrag zum Thema. Um 14.30 Uhr beginnt der Expert/innentalk mit: Melanie Walter, Abteilungsleiterin Berufliche Bildung im Niedersächsischen Kultusministerium, Claudius Reich, Leiter des Fachdienstes Kinderbetreuung bei der Stadt Barsinghausen, Knud Hendricks, Leiter der Jugendhilfe- und Kindertagesstätten bei der AWO Soziale Dienste gGmbH, Amelie Ruff, Abteilungsleiterin der Sonderpädagogik an der Alice-Salomon-Schule, Juliane Steinmann vom Diakonie-Kolleg Hannover sowie Daniela Freckmann, Teilzeitschülerin. Ab 15.30 Uhr besteht Gelegenheit zum informellen Austausch und Besuch der Schulstände.

GartenKlänge – das Hörfest im Park der Sinne in Laatzen

Glockenblumen, Trompetenbaum, Küchenschelle – die Natur ist voller Klänge! Am Sonntag, 30. Juni 2019, machen die Hörregion und die Gartenregion gemeinsame Sache und stellen unter dem Titel "GartenKlänge" ein Hörfest auf die Beine. Und welcher Ort wäre besser geeignet als der Park der Sinne in Laatzen? Von 11 bis 18 Uhr sind in dem grünen Refugium in Laatzen-Mitte sprechende Bäume, klingende Gießkannen und ein Felsorakel unterwegs. Der Eintritt ist frei.

Das Hörfest "Gartenklänge" spricht alle Generationen an und lädt dazu ein, ungewöhnlichen, spannenden und schönen Lauten nachzulauschen. An 17 verschiedenen Stationen ist Programm. So imitiert Dr. Uwe Westphal im "Clematis-Dom" Vogelstimmen. Die hannoversche Künstlerin Masha Friedrich strickt an ihrem "Tree Love". Hinter dem ZwitScHERKonvEnt am Ort der Idylle verbirgt sich eine Musik-Tanz-Theater-Performance zum Staunen und Schmunzeln. Im Labyrinth sind Gartenmärchen zu hören, am Ort der Begegnung hannoversche Singer-Songwriter wie Lukas Dolphin. Anna Bergler und John Winston Berta und ein Hörspiel. Klänge aus der Hecke erwarten die Besucherinnen und Besucher, die sich in die "Hörgänge" hineinwagen.

Ganz praktisch geht es am Eingang Ost zu: Dort werden Hörtests angeboten. Wer gerne selbst die Stimme klingen lässt, ist um 12.30 und 14.30 Uhr eingeladen, an der Sonnenuhr am offenen Singen teilzunehmen. Dazu kommen zahlreiche Mitmach-Stationen für Kinder wie Instrumente bauen, Schall erkunden und Geräusch-Memory. Im Gartenbus der Gartenregion gibt es jede Menge gute Tipps für den eigenen Garten.

Anfahrt mit der Stadtbahnlinie 1 bis zur Haltestelle Laatzen / Park der Sinne oder mit der S-Bahn S1 bis Bahnhof Messe/Laatzen. Der Park ist über die Eingänge an der Karlsruher Straße, der Erich-Panitz-Straße und der Gutenbergstraße erreichbar. Für Hörgeschädigte stehen an einigen Stationen technische Hörhilfen zur Verfügung.

Weitere Informationen auf www.hörregion-hannover.de und www.gartenregion.de.

Weltkongress der Straßenzeitungen in Hannover

Solidarisch für Obdachlose und Arme – seit 25 Jahren bietet die Straßenzeitung Asphalt aus Hannover Hilfe zur Selbsthilfe für Wohnungslose und bedürftige Menschen in ganz Niedersachsen. Das Modell der Straßenzeitungen gibt es aktuell in 35 Ländern der Welt, gemeinsam helfen sie rund 21.000 Wohnungslosen und erreichen regelmäßig fünf Millionen Leserinnen und Leser weltweit. Die gut 100 größten Straßenzeitungen sind im International Network of Streetpapers (INSP) organisiert, der sich ebenfalls vor 25 Jahren gegründet hat. Anlässlich des Doppeljubiläums tagt der jährliche Weltkongress, der "Global Street Paper Summit", vom 17. bis 20. Juni im Haus der Region in Hannover. Das Land Niedersachsen und die Region Hannover haben den Kongress mit jeweils 20.000 Euro bezuschusst, die Stadt Hannover mit 10.000 Euro.

"Mit dem Verkauf von Straßenzeitungen verdienen sich die Verkäuferinnen und Verkäufer eigenes Geld dazu. Aber genauso wichtig für sie ist es, mit den Menschen auf Augenhöhe in Kontakt zu kommen", so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Die Straßenzeitungen sind sozialpolitische Sprachrohre unserer Gesellschaft, die an den wichtigen Themen dranbleiben und sich für Gerechtigkeit engagieren. Wir freuen uns, die Kongressteilnehmenden bei uns im Haus zu begrüßen."

"Seit einem Vierteljahrhundert gehört Asphalt fest zum sozialen Gefüge in Hannover – genauso wie die Verkäuferinnen und Verkäufer zum Stadtbild. Und viele Menschen erwarten das Blatt mit Spannung. Fotos und Reportagen aus der Sicht von Wohnungslosen, mit besonderem Blick auf ihre Situation – das erweitert den Horizont der Lesenden jeden Monat wieder," dankt Konstanze Beckedorf, Sozial- und Sportdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, dem Redaktionsteam – stellvertretend für alle Straßenzeitungen.

"Asphalt ist nicht nur eine Zeitung, sondern bietet den Verkaufenden auch viele soziale Leistungen, wie die Fahrradwerkstatt, Teilnahmen an kulturellen Ereignissen oder das Gesundheitsprogramm mit Kochkursen, Sport oder Entspannungskursen. Das macht einen Großteil der Straßenzeitungen aus – den Verkäuferinnen und Verkäufern verschiedene Wege der Hilfe zur Selbsthilfe an die Hand zu geben. Solch ein Kongress macht die Arbeit der Straßenzeitungen weltweit sichtbar. Wir freuen uns sehr, ihn in diesem Jahr auszurichten", sagte Asphalt-Geschäftsführer Georg Rinke.

Ob aus Südafrika, Japan, Australien, Mexiko, Kroatien oder aus Schweden: Zum diesjährigen "Global Street Paper Summit" kommen rund 120 Redakteurinnen und Redakteure, Vertriebler und Geschäftsführerinnen der Mitgliedsmagazine aus der ganzen Welt nach Hannover, um gemeinsam nach noch besseren Wegen zur Hilfe für Obdach- und Wohnungslose zu suchen. "INSP inspiriert, vernetzt und unterstützt die Straßenmagazine weltweit seit 25 Jahren. 2019 ist für viele Straßenmagazine ein Meilenstein in ihrem Dasein – mit ihnen dieses Vierteljahrhundert in Hannover zu feiern und allen zu gratulieren ist für INSP und Asphalt ein besonderer Moment", so Paola Gallo, INSP-Vorstandsmitglied und Geschäftsleiterin des Vereins Surprise/Schweiz.

Traditionell machen die deutschsprachigen Zeitungen den Auftakt, um in kleinerer Runde aktuelle Themen zu diskutieren: Wie kann Straßenzeitungsverkauf bargeldlos funktionieren? Welche gute Idee zur Unterstützung der Verkäuferinnen und Verkäufer ist nachahmenswert und wie integrieren Straßenzeitungen Migranten und Wanderarbeiter in existenzieller Not? Volker Macke, Sprecher der deutschsprachigen Straßenzeitungen im INSP und Asphalt-Redaktionsleiter, erklärt: "Die Straßenzeitungsbewegung setzt auf Solidarität – keine Mitgliedszeitung konkurriert geografisch mit anderen. An die Stelle von kräftezehrenden Medienmarktgefechten setzen Straßenzeitungen ein Miteinander bei Suche nach dem besten Weg. Alle Untersuchungen zeigen, dass Straßenzeitungen immer dann erfolgreich helfen können, wenn sie möglichst professionellen Journalismus betreiben und Vertrieb und soziale Arbeit in ein gutes Gleichgewicht bringen. Abgucken ist Ehrensache – für die gute Sache."

Zum Programm gehört neben Debatten und Workshops die feierliche Verleihung der INSP-Awards für herausragende journalistische und soziale Leistungen. Und auch Hannovers soziale Projekte wie das Fairkaufhaus, das Zahnmobil oder die Straßenambulanz werden den internationalen Gästen präsentiert. Weitere Informationen und Inhalte des Kongress-Programms gibt es bei Volker Macke, Telefon 0511/301269-14 oder per Mail an macke@asphalt-magazin.de.

Zum INSP

Die in Glasgow ansässige Wohltätigkeitsorganisation INSP (International Network of Street Papers) wurde 1994 gegründet. Sie unterstützt und entwickelt über 100 Straßenzeitungsprojekte in 35 Ländern, die in 25 Sprachen veröffentlicht werden. Das Netzwerk spricht weltweit 4,6 Millionen Leser an. Im vergangenen Jahr verkauften die INSP-Straßenzeitungen 19,4 Millionen Exemplare mit einem Erlös von insgesamt 24,2 Millionen Pfund Sterling für die Straßenzeitungsverkäuferinnen und -verkäufer. Straßenzeitungen sind unabhängige Zeitungen und Zeitschriften, die ein soziales Unternehmen und ein Selbsthilfemodell verfolgen, um eine innovative Lösung für städtische Obdachlosigkeit und Arbeitslosigkeit zu bieten.

INSP unterstützt die Entwicklung und Nachhaltigkeit seiner Mitglieder und wertet ihre Arbeit auf, sodass Tausende von obdachlosen und marginalisierten Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen und ihr Leben verbessern können. INSP bietet dazu eine Reihe von Dienstleistungen und Projekten an, darunter den jährlichen Global Street Paper Summit.

Raum für Innovationen: Region präsentiert sich als Robotik-Standort

Mehr als 900 Studierende in "Robotik I" und "Robotik II", mehr als 700 Schülerinnen und Schüler, die bislang im Roberta RegioZentrum aktiv geworden sind, und mehr als 150 Teams, die bei der RoboCup Junior EM um den Titel kämpfen: Die Region Hannover entwickelt sich erfolgreich als Robotik-Standort. Was sich seit Eröffnung der roboterfabrik im Oktober 2017 bewegt und welche Projekte die Region auf den Weg gebracht hat, davon können sich Besucherinnen und Besucher bei der IdeenExpo vom 15. bis 23. Juni 2019 ein Bild machen.

Im roboterfabrik – explorer camp der Region Hannover in Kooperation mit der IHK, der roboterfabrik und dem Roberta RegioZentrum in Halle 9, Stand PK-05, steht der Wirtschaftsdezernent ab 12.50 Uhr auch für Fragen und Interviews rund um den Robotik-Standort Hannover zur Verfügung.

"Mit Projekten wie der roboterfabrik und dem Roberta RegioZentrum haben wir wichtige Grundsteine gelegt, um Robotik als durchgängiges Ausbildungsthema zu etablieren", so Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz. "Unsere Maßnahmen zeigen, dass sich der Robotik-Standort Hannover von der Schule, über berufliche Bildung und Studium bis hin zur Gründung von Start-ups erfolgreich entwickelt."

Immer mehr Schülerinnen und Schüler finden den Weg ins Roberta RegioZentrum: Seit dem Gründungsjahr 2013 ist die Zahl der erreichten Jungen und Mädchen um mehr als das Fünffache gestiegen. Durch spielerische Wettbewerbsformate wie die Roberta-Challenge finden viele von ihnen Zugang zur Welt der Robotik und nehmen in Teams auch bei internationalen Wettbewerben teil. Aktuelles Beispiel ist die RoboCup Junior EM, bei der im Zuge der IdeenExpo 150 Teams mit selbst gebauten und programmierten Robotern um die Titel in den drei Ligen "Soccer" (Fußball), Rescue" (simulierte Rettungseinsätze) und "On Stage" (Präsentation einer Bühnenshow) gegeneinander antreten.

Das Robotik-Studium an der Leibniz-Universität Hannover wird für immer mehr junge Menschen attraktiv: Im Vergleich zu 2016 haben 2018 mehr als doppelt so viele Studentinnen und Studenten die Prüfung in Robotik I beziehungsweise Robotik II absolviert. Wer während des Studiums oder danach mit einer eigenen Geschäftsidee auf den Markt möchte, findet im "Student Accelerator Robotics and Automation" oder in der Venture Villa fachliche und finanzielle Unterstützung für sein Start-up. "In Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover und hannoverimpuls greifen wir innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern im Bereich Robotik und Automation mit den nötigen Mitteln und Knowhow von Profis unter die Arme", berichtet Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz.

Auch in der beruflichen Aus- und Weiterbildung spielt Robotik eine wichtige Rolle: Die Robokind-Stiftung, 2018 durch Finanzierung der Region Hannover ins Leben gerufen, entwickelt aktuell Lehr- und Ausbildungskonzepte für Robotik und Künstliche Intelligenz, die nicht nur in Hannover, sondern in ganz Niedersachsen zum Einsatz kommen sollen. Ein erster Zertifikatslehrgang zur Mensch-Roboter-Kollaboration mit der BBS Neustadt wird auf der IdeenExpo erstmalig vorgestellt. Auch in der BBS Neustadt ist das Thema Robotik kein Neuland: Mit dem Konzept "Digitalisierung in der Arbeitswelt" hat die BBS eine so genannte Smart Factory aufgebaut, die als Vorreiter bei der Integration von Robotik in die Ausbildungsinhalte einer berufsbildenden Schule gilt.

Ein gutes Beispiel für das Lernen in virtuellen Trainingswelten ist das Angebot der forward ttc GmbH – ein Start-up, das 2012 aus der Leibniz Universität Hannover hervorgegangen und in kurzer Zeit bereits auf 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen ist: Sie konzipieren virtuelle Trainingsumgebungen für die Weiterbildung von Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Unternehmen. Innerhalb eines Semesters haben bereits rund 130 Studierende die Übungen in der virtuellen Realität absolviert – ein fester Ausbildungsbestandteil in der roboterfabrik.

Koordinierungsstelle Integration: „Die gute Idee zählt“

Sie bieten Raum für innovative Ideen, fördern interkulturellen Austausch und gesellschaftliches Miteinander: Integrationsprojekte, die in den Städten und Gemeinden der Region Hannover von verschiedenen Trägern angeboten werden, tragen dazu bei, dass sich Menschen unterschiedlichen Alters und kultureller Herkunft begegnen und – oft auch ehrenamtlich – engagieren. Finanzielle Unterstützung gibt es für solche Projekte aus kommunalen Töpfen oder durch Förderprogramme, von Stiftungen oder Verbänden. Einen Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten für interkulturelle Projekte vermittelt die Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover am Donnerstag, 27. Juni 2019, bei der Infoveranstaltung "Die gute Idee zählt", die von 15 bis 17 Uhr, im Haus der Region, Hildesheimer Straße 18, stattfindet.

Die Region Hannover unterstützt zusammen mit weiteren Akteuren und Förderern gute Ideen zur Integration", erklärt Resa Deilami, Leiter der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover. "Die Infoveranstaltung soll dazu dienen, die Akteure miteinander zu vernetzen und den Austausch zu fördern." Im Wold-Café kommen Akteurinnen und Akteure mit Teilnehmenden ins Gespräch über unterschiedliche Fragen rund um die Finanzierung für interkulturelle Projekte. Mit dabei sind die Landeshauptstadt Hannover, die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, das Team Kultur und die Servicestelle Familienförderung der Region Hannover, die Klosterkammer Hannover sowie der Regionssportbund und das House of Resources des MiSO-Netzwerke Hannover e. V.

Interessierte können sich für die Veranstaltung anmelden – bei der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover, Magdalena Florczak unter Telefon 0511/616-27154 oder per Mail an magdalena.florczak@region-hannover.de.

aha befragt Kunden

Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) führt in diesem Jahr eine repräsentative Kundenumfrage durch. Die stichprobenartige Umfrage, mit dem Schwerpunkt Service und Müllabfuhr, startete am 11. Juni.

Es werden 1000 Kundinnen und Kunden in der Landeshauptstadt und im Umland der Region Hannover befragt. "Die Kundenzufriedenheit steht für aha im Vordergrund. Ziel ist es, anhand der Ergebnisse Service und Leistungen zu prüfen und mögliche Verbesserungspotenziale aufzudecken", sagt aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. aha führt seit 2004 regelmäßig Kundenbefragungen durch. Die letzte Befragung fand im Jahr 2017 statt.

Der Befragungsinhalt ist angelehnt an Fragen, die der Verband der Kommunalen Unternehmen (VKU) seit mehreren Jahren bundesweit einsetzt. Zusätzlich werden aha-relevante Fragestellungen berücksichtigt. Die Durchführung der telefonischen Interviews erfolgt, wie in den vergangenen Jahren, durch das Mainzer Marktforschungsinstitut LQM, das derartige Befragungen im gesamten Bundesgebiet durchführt.

Wie in der Vergangenheit werden die Ergebnisse der Kundenbefragung ausgewertet, den zuständigen Gremien vorgestellt und im August veröffentlicht. Die Befragung endet Anfang Juli.

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