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Für das Schuljahr 2020/2021: Berufsorientierung auf 60 Seiten

Von A wie Änderungsschneider bis Z wie Zweiradmechatronikerin – bei mehr als 300 Bildungsgängen an insgesamt 14 berufsbildenden Schulen der Region Hannover fällt die Entscheidung für den eigenen Berufswunsch nicht leicht. Orientierung gibt die aktuelle Auflage der Broschüre "Berufsbildende Schulen der Region Hannover". Das kostenlose Heft enthält sämtliche Angebote des berufsbildenden Schulwesens der Region Hannover und zeigt Perspektiven für den weiteren Bildungsweg auf. Erhältlich ist der Wegweiser in den allgemein bildenden Schulen in der Region Hannover oder als PDF zum Download unter www.hannover.de/Berufsbildende-Schulen.

Die Broschüre richtet sich vorrangig an Schülerinnen und Schüler, die im Sommer 2020 die allgemein bildenden Schulen verlassen. Auf 60 Seiten gibt das Heft jede Menge Tipps und Hinweise, wo und wie man in der Region Hannover mit oder ohne Ausbildungsplatz im dualen System einen höherwertigen Abschluss erreichen kann. Außerdem werden die Fachrichtungen und Schulformen der berufsbildenden Schulen vorgestellt. Hinweise über weitere Fortbildungen sowie eine Übersicht über alle Ausbildungsberufe und Anschriften der Schulen vervollständigen das Infopaket.

Weitere Auskünfte erhalten Interessierte beim Fachbereich Schulen der Region Hannover unter Telefon 0511/616-22072.

Die Region Hannover ist Trägerin von 14 berufsbildenden Schulen. Damit ist die Region im berufsbildenden Bereich der größte Bildungsträger in Niedersachsen. Jährlich bereiten sich rund 40.000 Schülerinnen und Schüler in den modern ausgestatteten Lernstätten auf den Berufseinstieg vor.

Halbzeit im Votingverfahren für das Soziale Talent im Sport 2019

Seit Anfang November stehen die diesjährigen Nominierten für den Wettbewerb "Soziale Talente im Sport" fest und stellen sich seitdem der Wahl. Nominiert wurden von ihren Vereinen 12 Jugendliche aus der gesamten Region Hannover. Gewählt werden kann noch bis einschließlich 18. Dezember 2019.

Das Wahlformular sowie eine Übersicht der Nominierten inklusive Steckbriefe sind auf der Seite der SportRegion unter www.sportregionhannover.de/soziale-talente-im-sport zu finden.

Anfang Februar 2020 erhalten im Rahmen einer Feierstunde die Erstplatzierten im Kreise aller Nominierten und geladenen Gäste eine besondere Würdigung.

Bedürfnisse von Menschen mit Handicap häufiger mitgedacht

Vor zehn Jahren hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Seitdem hat sich einiges getan, meint Sylvia Thiel, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Region Hannover. Doch der Weg zu einer vollständigen Teilhabe und Barrierefreiheit sei noch lang. Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember hat sie Zwischenbilanz gezogen.

"Unsere Gesellschaft befindet sich noch am Anfang des Prozesses, Barrieren abzubauen. Das ist nicht ungewöhnlich, wenn es um einen Paradigmenwechsel geht. Hier vollzieht sich ein gesellschaftlicher Wandel, der Zeit braucht", sagt Sylvia Thiel. Rund jeder Zehnte in der Region Hannover hat einen Grad der Behinderung von 50 Prozent oder mehr. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamts hervor: Zum Stand 31. Dezember 2017 waren rund 117.200 Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent registriert. "Das heißt: Tatsächlich gibt es viel mehr Menschen mit Behinderung, da Personen ohne Schwerbehindertenausweis oder mit einem geringeren Grad der Behinderung statistisch nicht erfasst werden", stellt Thiel klar.

Fortschritte sieht die Behindertenbeauftragte vor allem bei der Stadt- und Verkehrsplanung. "Die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter und sehbehinderter Personen werden inzwischen viel stärker mitgedacht und physikalische Barrieren werden immer mehr beseitigt", resümiert sie. Das gilt auch für den ÖPNV: "In der Region Hannover gibt es sehr viele Anstrengungen, Stadtbahn- und Bushaltestellen so auszubauen, dass Menschen stufenlos ein- und aussteigen können: Jedes Jahr entstehen drei bis fünf neue Hochbahnsteige. Die Stadtbahnhaltestellen sind bereits zu 80 Prozent barrierefrei, die S-Bahn-Haltestellen sogar zu 100 Prozent. Und jedes Jahr werden 100 Bushaltepunkte umgebaut."

In anderen Bereichen gebe es hingegen noch viele Hürden: So fordert die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, dass beim Bau öffentlicher Gebäude stärker auf Barrierefreiheit geachtet werden müsse. Das gelte auch für den Wohnungsbau. "Wir benötigen deutlich mehr barrierefreie Wohnungen, um gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen."

In den Schulen mangelt es nach Einschätzung der Fachfrau häufig an räumlichen und an personellen Ressourcen – ein Manko bei der Umsetzung der inklusiven Schule. Aber auch hier gebe es Positivbeispiele, die zeigen, dass Inklusion gelingen könne und bereits gelingt. "Ich bin der festen Überzeugung, dass es wenige Fälle gibt, für die eine Teilhabe nur in geringem Umfang möglich ist. Diese Fälle dürfen nicht der Gradmesser sein. Die Frage darf nicht lauten, wo die Grenzen der Inklusion liegen, sondern was benötigt wird, damit Inklusion in allen gesellschaftlichen Bereichen gelingt", so Thiel.

An die von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossene Behindertenrechtskonvention erinnert ab Montag, 2. Dezember, eine Ausstellung im Regionshaus, Hildesheimer Straße 20, Hannover. In dem Verbindungsflur zum Altbau beschreiben Plakate mit Artikeln den Weg, der zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention führte, aber auch, was noch getan werden muss, damit Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen vollends der Vergangenheit angehören. Zu sehen ist die Ausstellung bis Anfang Januar 2020 montags bis donnerstags 8 bis 17 Uhr sowie freitags 8 bis 16 Uhr.

Poetry-Slam: Tobias Kunze und Tanja Schwarz gewinnen

Gleiche Punktzahl und ein gemeinsamer erster Platz: Unter dem Motto "Stadt – Land – Fluss" traten am Freitagabend, 29. November 2019, acht Dichterinnen und Dichter im Regionshaus zum Poetry-Slam und damit im Wettstreit um die Gunst des Publikums an. Am Ende erkämpften sich Tanja Schwarz und Tobias Kunze im Finaldurchgang jeweils 98 von 100 möglichen Punkten und teilten sich somit das Siegerpodest. Auf Platz drei folgten Robert Kayser.

Das Stichwort der erste Runde lautete für alle acht Slammerinnen und Slammer "Heimat". In der zweiten Runde, in der die besten Drei gegeneinander antraten, duften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema frei wählen. Lokalmatador Kunze, der schon 2014 auf dem Siegertreppchen ganz oben stand, hatte zunächst mit "Was Lehrte lehrte" Zuckerrüben und die Arbeits- und Lebenswelt im Wandel der Zeit besungen. In der Finalrunde nahm er mit "U-Elzen" das Umsteigechaos im Uelzener Hundertwasserbahnhof aufs Korn. Tanja Schwarz thematisierte mit "Home of Poem" den Umzug vom Dorf in die Stadt. In der Endrunde setzte sie sich mit "Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr" mit dem Themenkomplex Flucht und Heimat auseinander.

Rund 380 Menschen verfolgten im voll besetzten Regionssaal gut gelaunt und mit großer Aufmerksamkeit die Wort-Jonglagen der acht Slammerinnen und Slamer. Gewohnt wortgewandt führten die Moderatoren Henning Chadde und Jörg Smotlacha durch das Programm des Abends.

"Ein Poetry-Slam ist eine moderne Form, um sich auch mit politischen Themen auseinanderzusetzen – und das auf unterhaltsame Art und Weise, so dass man auch Menschen erreicht, die sich sonst vielleicht nicht für Politik interessieren", meint Regionspräsident Hauke Jagau. "Und wir haben die Chance, ein Publikum mit dem Regionshaus bekannt zu machen, das sonst nicht hierherkommt." Organisiert wird der jährliche Poetry-Slam vom Bereich Politische Bildung der Region Hannover. In diesem Jahr fand er zum sechsten Mal statt.

Hintergrund

Poetry Slam bedeutet sinngemäß "Dichterschlacht" und ist ein literarischer Vortragswettbewerb, dem formal keinerlei Grenzen gesetzt sind: Von Stand-Up-Reimen und literarischer Comedy über Lyrik, Rap und Performance-Prosa bis zur klassischen Kurzgeschichte ist alles erlaubt. Über Sieg oder Niederlage entscheidet das Publikum.

Klara Soos vom „Brasil“ ist die beste Nachwuchsköchin in der Region

In der Küche klappern Töpfe und Pfannen, der Geruch von gebratenem Fleisch und Orangen liegt in der Luft. Köchinnen und Köche verleihen ihren Menüs den letzten Schliff, während Restaurantfachleute die Gäste versorgen. Das bunte Treiben in der Berufsbildenden Schule 2 verrät: Die besten angehenden Köchinnen und Köche wetteifern um den Preis des Präsidenten. Am gestrigen Sonnabend, 30. November 2019, haben die Nachwuchskräfte den gastronomischen Wettstreit zum 41. Mal ausgetragen, unter dem Motto "Jahrmarkt der Genüsse". Am Ende stand fest: Klara Soos ist die beste Köchin an der BBS2. Mit einem raffinierten Drei-Gänge-Menü aus handgemachten Nudeln mit Pilzcremefüllung, dreierlei von der Lammkeule in Sherrysoße und einer Joghurtschnitte mit Honig-Rosmarineis hat sich die 20-Jährige gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Soos absolviert ihre Ausbildung im Restaurant Basil in Hannover.

Die Jury und die geladenen Gäste waren gleichermaßen von der Qualität der Menüs, aber auch von den angehenden Hotel- und Restaurantfachleuten begeistert, die das Essen fachkundig auftrugen und präsentierten. "Dieser Wettbewerb zeigt uns jedes Jahr, dass die jungen Talente aus der Gastronomie bei uns in der Region Hannover eine hochwertige Ausbildung genießen. Die Menüs, die Dekoration, der Service – die Schülerinnen und Schüler haben mich heute wirklich beeindruckt", sagte Petra Rudszuck, stellvertretende Regionspräsidentin. Sie verlieh den Gewinnerinnen und Gewinnern ihre Preise und dankte auch den Lehrkräften für ihren Einsatz. Ulf Jürgensen, Leiter der BBS 2, lobte alle Teilnehmenden: "Ich freue mich Jahr für Jahr darüber, wie viele unserer Auszubildenden sich dem Wettbewerb stellen. Ihr Engagement und ihre Kreativität machen mich als Schulleiter sehr stolz."

Der Preis des Präsidenten der Region Hannover ist von überregionaler Bedeutung: Die Erstplatzierten sind für die Niedersächsischen Jugendmeisterschaften qualifiziert, bei denen die Schülerinnen und Schüler der BBS2 regelmäßig erfolgreich sind. Der nächste Wettbewerb findet im März 2020 in Oldenburg statt. Die Landessieger wiederum nehmen an den Deutschen Meisterschaften teil.

Beim Wettbewerb der angehenden Köchinnen und Köchen war Kreativität und Können gefragt: Vier Stunden hatten sie Zeit, um aus den vorgegebenen Zutaten ein Drei-Gänge-Menü zu kreieren. Für die Vorspeise waren Pilze die einzige Pflichtkomponente, zusätzlich standen ihnen Kirschtomaten und Frühlingslauch sowie verschiedene Blattsalate zur Verfügung. Die Hauptkomponente des Hauptganges war Lammkeule, dazu konnte der kulinarische Nachwuchs mit Paprika, Zucchini, Aubergine, Hokkaidokürbis, Wirsingkohl, Steckrübe, Rosenkohl, Tomaten, Möhren, Jus, Brühe und Pastinaken arbeiten. Für das Dessert mussten die angehenden Köchinnen und Köche Birne, Apfel, Joghurt, Quark, Honig, Sahne und Kuvertüre verwerten, zusätzlich lagen Orangen, Kumquats und eine Tiefkühl-Beerenmischung im Warenkorb.

Die angehenden Restaurant- und Hotelfachleute treten im Team an. Zu den Aufgaben der Restaurantfachleute gehörte es unter anderem, die Gäste zu beraten, die Getränke zu servieren und am Tisch Speisen vorzulegen, während die Hotelfachleute für die Arbeiten an der Rezeption, die Blumengestecke und den Empfang der Gäste verantwortlich waren. Anspruchsvoll ist auch der Wettbewerb der Hotelkaufmänner und -frauen und der Fachleute für Systemgastronomie. Die Auszubildenden mussten unter anderem ein umfangreiches Marketingkonzept erstellen und der kritischen Jury vorstellen. Alle mussten zudem einen schriftlichen Test bestehen.

Im Wettbewerb der Köchinnen und Köche gewann Klara Soos, dicht gefolgt von Cornelius Wewetzer auf dem zweiten Platz. Der 22-Jährige lernt im Kastens Hotel Luisenhof in Hannover und zauberte den Gästen ein Drei-Gänge-Menü aus Tortellini mit Champignonfüllung und Parmesanschaum, geschmorter Lammkeule mit Karotte und Rosmarinwaffel und Honigtörtchen mit Mascarponecréme und Orangenglasur. Auf den dritten Platz kochte sich die 22-jährige Marleen Poppe, sie macht ihre Ausbildung im Maritim Airport Hotel in Langenhagen. Auf ihrem Menü standen Champignoncarpaccio, dreierlei aus der Lammkeule mit Kartoffel-Selleriepüree und eine Himber-Schokoladenschnitte mit Honig-Joghurteis.

Den besten Service in der Kategorie Restaurantfachmann/-frau erbrachte Max Louis Müting. Der 21-Jährige lernt auf dem Gutshof Rethmar. Den zweiten Platz belegte Justus Schuhmacher (24) von Reihmanns Eck in Hannover. Larissa Frieling vom Forsthaus Heiligenberg in Bruchhausen-Vilsen landete auf dem dritten Platz.

Auch in der Kategorie Hotelfachmann/-frau war die Entscheidung schwer: Platz 1 machte die 22-jährige Sarah Prausner, Auszubildende im Maritim Airport Hotel in Langenhagen, dicht gefolgt von Kollegin Leonie Stuhrmann (23). Den dritten Platz holte sich Anna Gornig, 19 Jahre alt. Sie absolviert ihre Ausbildung im Courtyard by Marriott in Hannover.

Auch die Auszubildenden der Kategorie Fachmann/ Fachfrau für Systemgastronomie begeisterten beim Preis des Präsidenten: Steven Giese (27) machte den ersten Platz, er lernt bei Le Buffet Karstadt in Celle. Den zweiten Platz erreichte die 21-jährige Marie Sophie Stukenborg, die ihre Ausbildung in der Dinea-Gastronomie Galeria Kaufhof in Hannover absolviert. Den dritten Platz machte Marcel Brettmann (24) von Burger King in Nienburg.

Bei den Auszubildenden der Kategorie Hotelkaufmann/-frau setzte sich Mareile Meyer durch. Die 27-Jährige absolviert ihre Ausbildung im Parkhotel Bilm im Glück. Hannah Salzig belegte den zweiten Platz, ihr Ausbildungsbetrieb ist das Landhaus am See in Garbsen. Auf dem dritten Platz landete Janna Ubben (34) vom Jagdhaus Eiden Bad Zwischenahn.

Junge Liberale Region Hannover: „Kostenfreier ÖPNV hat Potential“

Die Stadt Hannover hat am gestrigen Sonnabend, 30. November 2019, in einem Testlauf die kostenfreie Nutzung des ÖPNV ausprobiert. Die Jungen Liberalen (JuLis) Region Hannover urteilen: "Das Konzept hat Potential."

"Der Tag hat gezeigt, dass deutlich mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gefahren sind. Gerade zur Weihnachtszeit kann das ein sinnvolles Angebot sein, um den Autoverkehr zu reduzieren und die Geschäfte vor Ort zu unterstützen. Denn in diesem Zeitraum fahren die Leute besonders häufig mit dem Auto in die Stadt oder bestellen online und lassen sich die Sachen mit den Fahrzeugen der Post nachhause liefern", meint die Vorsitzende der JuLis Region Hannover, Katharina Wieking.

"Da diese neue Idee nicht zu einer Eintagsfliege werden soll, fordern wir immer dann einen kostenfreien ÖPNV, wenn es sich besonders anbietet. Also beispielsweise ergänzend zum Late Night Shopping oder dem verkaufsoffenen Sonntag. Uns ist gleichzeitig wichtig, dass dieser Testlauf nicht mit einer Sperrung der Innenstadt einhergeht", so Katharina Wieking.

"Die Geschäfte in der Innenstadt sehen sich immer stärkerer Konkurrenz mit dem Online-Handel ausgesetzt. Eine Innenstadt mit schließenden Geschäften verliert aber ihren offenen und belebten Charakter. Das müssen wir unbedingt verhindern. Der kostenfreie Tag parallel zu Aktionstagen kann die Fahrt in die Innenstadt attraktiver machen", erklärt Wieking den Hintergrund dieser Forderung.

"Einer dauerhaft kostenlosen ÖPNV-Nutzung stehen wir kritisch gegenüber. Die Überfüllung und verstärkte Abnutzung macht den ÖPNV eher unattraktiver und schadet denen, die zwingend auf ihn angewiesen sind. Das sind in der Regel junge Menschen. Deshalb fordern die Jungen Liberalen Niedersachsen für die Sekundarstufe 2, also die Oberstufe, die schulische und berufliche Ausbildung, ein 365-Euro-Jahresticket, was wir in Hannover offen unterstützen", merkt Katharina Wieking an.

Caren Marks: Angehörige von Pflegebedürftigen werden finanziell entlastet

"Dass Kinder sich um ihre Eltern kümmern, wenn sie pflegebedürftig werden, ist in unserem Land eine tausendfach gelebte Selbstverständlichkeit. Das gilt auch, wenn die Pflege der Eltern mit zunehmendem Alter in einem Pflegeheim stattfinden muss. Die älteren Menschen sollen die notwendige Pflege erhalten, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob sie ihre Kinder finanziell in Schwierigkeiten bringen", so die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium Caren Marks.

"Aus diesem Grund soll zukünftig erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro auf unterhaltsverpflichtete Kinder zurückgegriffen werden." Das Gleiche gilt auch für Eltern von Kindern mit Behinderungen, die pflegebedürftig sind. Bei Eltern von volljährigen Kindern mit Behinderungen, die Eingliederungshilfe nach dem Bundesteilhabegesetz erhalten, fällt der Rückgriff auf das Einkommen sogar vollständig weg. Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat das Angehörigen-Entlastungsgesetz verabschiedet. Es tritt zum 1. Januar 2020 in Kraft.

Diese wichtige sozialpolitische Maßnahme ist mit finanziellen Belastungen verbunden, die die kommunalen Haushalte treffen. Als Träger der Sozialhilfe gewähren die Kommunen insbesondere die Hilfe zur Pflege. Künftig wird der finanzielle Rückgriff auf nahe Angehörige pflegebedürftiger Menschen zu großen Teilen nicht mehr möglich sein. Caren Marks betont: "Wir nehmen die Sorgen der Kommunen ernst. Um Klarheit über die künftigen finanziellen Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte zu bekommen, wird die Bundesregierung eine wissenschaftliche Auswertung der Kostenfolgen des Angehörigen-Entlastungsgesetzes bis zum Jahr 2025 vornehmen."

NGG empfiehlt Beschäftigten in der Region Hannover einen Weihnachtsgeld-Check

Extra-Euros zum Jahresende: Arbeitnehmer in der Region Hannover, die noch kein Weihnachtsgeld bekommen haben, sollten prüfen, ob sie Anspruch auf die Sonderzahlung haben. Dazu rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Insbesondere für die 73.400 Menschen, die in der Region lediglich einen Minijob haben, lohne ein genauer Check. "Wenn der Chef seinen Mitarbeitern ein Weihnachtsgeld zahlt, dann haben auch die Minijobber im selben Unternehmen Anspruch auf die Extra-Zahlung", erklärt Lena Melcher, Geschäftsführerin der NGG Hannover. Die Höhe des Weihnachtsgeldes richte sich meistens nach der jeweiligen Arbeitszeit.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft gehen Beschäftigte in Branchen wie dem Gastgewerbe oder dem Fleischer- und Bäckerhandwerk allerdings häufig leer aus. "Es gibt immer wieder Chefs, die die Überweisung zum Jahresende gern mal vergessen." Auch Auszubildende würden häufig um das Weihnachtsgeld gebracht – gerade dort, wo es keinen Betriebsrat gebe. Im Zweifelsfall lohne ein Anruf bei der zuständigen Gewerkschaft, rät Melcher. Auskünfte gibt es für Gewerkschaftsmitglieder.

Ob Beschäftigten ein Weihnachtsgeld zusteht, ist im Tarif- oder Arbeitsvertrag geregelt. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Unter den Mitarbeitern, in deren Betrieb ein Tarifvertrag gilt, erhalten im Schnitt 77 Prozent ein Weihnachtsgeld. Das hat eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Ist der Arbeitgeber nicht tarifgebunden, können nur 44 Prozent der Beschäftigten mit einer Sonderzahlung rechnen. Das Weihnachtsgeld wird in der Regel mit der November-Abrechnung überwiesen.

Hilfe zum eigenen Lohn- oder Gehaltscheck sowie eine Datenbank mit Tarifverträgen finden Beschäftigte im Netz unter www.lohnspiegel.de.

Orientierungsberatung für Zugewanderte wird fortgesetzt

Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit sollen sich auch künftig mit allen Fragen an eine zentrale Beratungsstelle in der Ausländerbehörde der Region Hannover wenden können. Die Regionsversammlung hat im November beschlossen, die sogenannte Orientierungsberatungsstelle weiter zu fördern. Jetzt hat die Region Hannover die Verträge mit den Kooperationspartnern AWO, Caritas, DRK, Diakonischen Werken und Kargah e. V. unterzeichnet. "Die Zusammenarbeit hat sich bewährt. Ich freue mich, dass wir sie fortsetzen können", sagt Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentlich Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten der Region Hannover.

Seit Juli 2017 finden Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Gebäude an der Maschstraße 17 in Hannover nicht nur das Team Zuwanderung der Region Hannover, sondern auch Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die in allen Lebensfragen weiterhelfen und Ratsuchende gezielt weiter vermitteln können. Die Region Hannover stellt für die Orientierungsberatungsstelle einen Raum samt Ausstattung kostenfrei zur Verfügung und finanziert zudem das Beratungsangebot. "Zu Sprachkursen, Arbeit, Fort- und Weiterbildungen oder auch zur Rückkehr in die Heimat können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht umfassend Auskunft geben. Ihre Aufgabe ist es, den aufenthaltsrechtlichen Status zu prüfen und die Verfahren zu betreuen", sagt Zuhal Karakas, Leiterin des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit. "Aber natürlich gibt es einen großen Bedarf an Beratung in allen lebenspraktischen Fragen."

Idee der Orientierungsberatungsstelle ist nicht, vor Ort alle Antworten zu geben. Vielmehr baut die Stelle Brücken zu konkreten Angeboten und kann einen Überblick über Möglichkeiten und Perspektiven bieten. Die Öffnungszeiten sind an die Sprechzeiten des Teams Zuwanderung angepasst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Region weisen ihre Kundinnen und Kunden aktiv auf das Angebot hin – mit Erfolg. Im zweiten Halbjahr 2017 wurden 104 Beratungen registriert, 2018 insgesamt 251; in den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 wurden 160 Beratungsgespräche geführt.

Das Projekt ist jetzt um drei Jahre verlängert worden – für die Jahre 2020 bis 2022. Die Region Hannover fördert die Orientierungsberatungsstelle mit knapp 55.000 Euro im Jahr.

Ausverkauft: Julian & Roman Wasserfuhr im Schloss Landestrost

Schon als Teenager galt Julian Wasserfuhr als größtes deutsches Ausnahmetalent an der Trompete seit Till Brönner. Zusammen mit seinem Bruder Roman am Klavier bildet er ein unzertrennliches Paar, dessen (Seelen-)Verwandtschaft dem gemeinsamen Spiel zugute kommt. Am Freitag, 29. November, 20 Uhr, präsentieren Julian & Roman Wasserfuhr im Schloss Landestrost ihr neues Album Relaxin‘ in Ireland. Das Konzert ist ausverkauft.
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