Kategorienarchiv: Region Hannover

Klimaschutz und Co.: Neue Entdeckerkiste für Kitas und Grundschulen

Klimaschutz von klein auf: Gemeinsam mit der Klimaschutzleitstelle Region Hannover hat das Netzwerk Forscher-Kids Region Hannover ein neues Angebot für Kitas, Horteinrichtungen und Grundschulen entwickelt. Die ausleihbare Entdeckerkiste "Klimaschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist gefüllt mit Material, das Kinder anregt, sich spielerisch mit dem Klimawandel und Co. auseinander zu setzen. Für die pädagogischen Fachkräfte bietet die mobile Lernwerkstatt viele Tipps zur praktischen Umsetzung im Kita-Alltag – das Familienzentrum Rethen hat als Pilot-Einrichtung in der Region die neue Entdeckerkiste getestet und am heutigen Dienstag, 1. Oktober 2019, gemeinsam mit Regionspräsident Hauke Jagau und Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne erste Bilanz gezogen.

"Alles, was wir tun, hat Auswirkungen auf andere Menschen und die Natur. Gerade die aktuellen Entwicklungen wie die "FridaysForFuture"-Bewegungen zeigen doch ganz klar, dass sich Kinder und Jugendliche mit dem Klimaschutz und Klimawandel auseinandersetzen und diese Themen mitgestalten wollen", so Regionspräsident Hauke Jagau. "Die Entdeckerkisten schaffen einen altersgerechten Zugang dazu. Diese frühe Bildung für nachhaltige Entwicklung ist die Basis für einen wertschätzenden und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt." Auch Jürgen Köhne, Bürgermeister der Stadt Laatzen, ist überzeugt: "Forschen, experimentieren, entdecken – das sind ohnehin pädagogische Schwerpunkte im Familienzentrum Rethen. Es freut mich, dass sich hier die Fachkräfte alle so dafür engagieren, gemeinsam mit den Kindern neue Inhalte zu erschließen und dazu beitragen, die Gestaltungskompetenz der Kinder zu fördern."

Wie funktioniert Solarenergie? Woher kommt das Essen? Wie wichtig sind Bienen für die Natur? Und wie kann man bei Einkaufen auf Plastik verzichten? Die neue Entdeckerkiste "Klimaschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung" enthält zahlreiche Materialien rund um die Themen "Strom und Energie", "erneuerbare Energien", "Ernährung" sowie "Klimaschutz" und "Klimawandel". So können die Kinder beispielsweise mit Solarmodellen tüfteln, Energiestäbe und Windturbine entdecken oder sich an der Kornquetsche oder Apfelschälmaschine ausprobieren. Ein Weltteppich und unterschiedliche Spieltiere verdeutlichen, in welchen Klimazonen welche Tiere leben und wie sich der Klimawandel auf ihren Lebensraum auswirkt. Das neue Forscherangebot ist nach dem Vorbild der Entdeckerkiste zu Klängen und Geräuschen entwickelt worden, von denen bereits fünf Stück im Umlauf sind. "Die Entdeckerkisten kommen bei den Einrichtungen sehr gut an – das gemeinsame Entdecken und Forschen ist für die Kinder wie für die Erwachsenen gewinnbringend. Und ganz nebenher fördert es auch noch den sprachlichen und sozialen Austausch der Kinder untereinander und schafft eine Atmosphäre, in der das Lernen und Philosophieren Spaß macht", weiß Alexandra Igel-Brée, Netzwerkkoordinatorin Forscher-Kids. Und Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle Region Hannover ergänzt: "Mit der Entdeckerkiste können sich Mädchen und Jungen im Alter von drei bis etwa zehn Jahren mit Nachhaltigkeitsstrategien auseinander setzen und lernen dabei, eigene Antworten und Lösungen zu finden. Das sind Kompetenzen, die Weichen stellen für die Zukunft."

In einer Pilot-Phase von einem Monat hat zunächst das Familienzentrum Rethen die Kiste erprobt. "Es war toll zu sehen, wie interessiert die Kinder sind und auf welche Ideen und Ansätze sie allein nur durch die Anregungen aus der Kiste kommen", erzählt die stellvertretende Einrichtungsleiterin des Familienzentrums Antje Dahlke-Lübeck. "Besonders beeindruckt hat die Kinder das Thema Ernährung: Wie viel und was haben Familien in anderen Ländern auf der Welt zu essen? Und wie gehen wir hier in Deutschland mit Ernährung und Konsum um? Das waren ganz spannende Erkenntnisse, aus denen dann ein ganzes Projekt entstanden ist." Das Klimaschutz-Projekt "So isst die Welt" war sodann Grundlage der zweiten Zertifizierung der Einrichtung zum "Haus der kleinen Forscher". Im Anschluss an die Vorstellung der Entdeckerkisten überreichte Regionspräsident Hauke Jagau die Urkunde und die Zertifizierungsplakette an das Familienzentrum.

Das neue Angebot der Entdeckerkiste steht allen Kindertageseinrichtungen, Horten und Grundschulen in den 21 regionsangehörigen Städten und Gemeinden für einen Zeitraum von vier Wochen zur Verfügung. Die Begleitung in den Einrichtungen übernimmt die Koordinierungsstelle des Netzwerkes Forscher-Kids, die auch die Anmeldungen koordiniert. Weitere Informationen gibt es bei Alexandra Igel-Brée, Telefon 0511/616-22283, Mail: alexandra.igel-bree@region-hannover.de.

Blasorchester des Feuerwehrverbandes beim internationalen Musikantentreffen in Pilsen

Das „Blasorchester Feuerwehrverband Region Hannover e.V.“ nahm am vergangenen Wochenende am 3. Musikantentreffen in Pilsen (Tschechien) teil. Mit ihren Auftritten gab sie für die Region Hannover und Niedersachsen eine ausgezeichnete musikalische Visitenkarte ab. Der Gesamtchor der fünf beteiligten Blasorchester mit dem gemeinsamen Spielen der Europahymne (Ode an die Freude) war ein musikalisches Bekenntnis zu Europa und zeigte wieder einmal, wie die Musik grenzüberschreitend verbindet. Ein weiterer Höhepunkt war das Platzkonzert auf dem gut besuchten Gelände der 1842 gegründeten Pilsener Urquell-Brauerei.

as "Blasorchester Feuerwehrverband Region Hannover e.V." hat vom 27. bis 29. September 2019 unter der Leitung des Hauptstabführers Pieter Sikkema am internationalen Blasmusikfestival im böhmischen Pilsen (Tschechien) teilgenommen und eine ausgezeichnete Visitenkarte für die Region Hannover und den Norden Deutschlands abgegeben. Für den Süden war der Musikverein Burgweiler aus Baden dabei. Weiter vertreten waren der Musikverein Weiler aus dem österreichischen Voralberg und zwei tschechische Blasorchester. Regionsstabführer Rüdiger Finze hat die Teilnahme an dem Musikantentreffen federführend vorbereitet und das Blasorchester mit seinen 40 Musikerinnen und Musikern angeführt. Schon am Freitagabend gab es erste musikalische Kontakte der teilnehmenden Gruppen, als sich nach dem Abendessen im Hotel spontan einige Musiker zusammengetan hatten und fröhlich und ungezwungen aufspielten. Man merkte: "Musik verbindet".

Beim "Tag der Musik" am Sonnabend haben die beteiligten Blasorchester mit Platzkonzerten an verschieden Plätzen der Stadt Pilsen erklingen lassen. Danach marschieren die Gruppen musizierend zur Kathedrale von Pilsen, wo sie von den offiziellen Vertretern der Stadt Pilsen erwartet wurden. Der Höhepunkt des Musikantentreffens war dann das Gemeinschaftskonzert aller fünf Blasorchester vor der unvergleichlichen Kulisse der Sankt-Bartholomäus-Kathedrale. Das gemeinsame Spielen der Europahymne "Ode an die Freude" brachte "Gänsehaut-Feeling" mit sich und war ein musikalisches Bekenntnis zu Europa. Es zeigte, wie die Musik grenzüberschreitend die Völker miteinander verbindet. Weiter ging es mit dem "Böhmischen Musikantengruß" als Referenz an die Gastgeber. Zackig ging es zu beim weltbekannten Radetzkymarsch zu, bevor das international bekannte Stimmungslied "Škoda lásky" ("Schade um die Liebe") die zahlreichen Menschen auf dem Platz der Republik begeisterte. In Deutschland ist das Lied, das auf einer 1927 von Jaromír Vejvoda komponierten böhmischen Polka basiert und für die Václav Zeman 1932 einen Text mit dem Titel "Škoda lásky" schrieb, unter "Rosamunde" bekannt. Als Dankeschön wurden die teilnehmenden Gruppen schließlich vom Pilsener Oberbürgermeister Martin Baxa mit einer Urkunde für ihre Teilnahme am 3. Pilsener Musikantentreffen ausgezeichnet.

Nach einem Stadtrundgang und einer Brauereiführung klang der Tag klang mit einem typisch böhmischen Abendessen und einer gemeinsamen Party der Blasorchester in der Brauerei in Pilsen aus. Zum Abschluss des Festivals war es dann dem Blasorchester des Feuerwehrverbandes Region Hannover vorbehalten, am Sonntag auf dem Gelände der Pilsner Urquell Brauerei zu einem Frühschoppen-Konzert aufzuspielen. Zahlreiche, auch internationale Besucher, erfreuten sich bei bestem Wetter am bunten Melodienstrauß der Musikerinnen und Musiker, die am Sonntagabend mit vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen in die Region Hannover zurückkehrten. 

„Gesund und aktiv leben“ mit chronischer Krankheit

Chronisch krank – ob psychisch oder physisch, eine solche Diagnose kann alles auf den Kopf stellen. Aus alltäglichen Kleinigkeiten werden große Hürden, soziale Kontakte rücken in den Hintergrund. So sehen sich Betroffene, aber auch Freunde und Familien oft mit neuen Problemen konfrontiert. Wie sie dem Alltag wieder Struktur geben und die Oberhand behalten, lernen direkt und indirekt Betroffene in den Selbstmanagement-Kursen "Gesund und aktiv leben". Die Kurse helfen dabei, mit Krankheit und Schmerzen umzugehen, sich zu motivieren und Probleme sowie Bedürfnisse zu erkennen. Entspannungsübungen, ausgewogene Ernährung und individuelle Handlungspläne sind nur einige der Maßnahmen, die die Lebensqualität der Erkrankten wieder steigern können.

Die Barmer, die Robert Bosch Stiftung, die Careum Stiftung, Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) haben in Kooperation mit der Patientenuniversität im Jahr 2015 die Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben (INSEA) gegründet. Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover unterstützen dieses Konzept und stellen Räume für die Kurse zur Verfügung. Für den Kurs von Oktober bis Dezember in Hannover-Stöcken gibt es noch freie Plätze. Anmelden können sich alle chronisch Erkrankten und Angehörigen, die Lust haben, an sechs Terminen jeweils zweieinhalb Stunden mit anderen Betroffenen zu verbringen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Der Kurs findet vom 30. Oktober bis zum 4. Dezember 2019 immer mittwochs von 15:00 bis 17:30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Stadtteilladen Stöcken, Ithstraße 8, 30419 Hannover. Anmeldungen nimmt Nanette Klieber telefonisch unter 0163/4581155 oder per Mail an n.klieber@gmx.net entgegen.

Das INSEA-Programm ist die deutsche Version der erfolgreichen amerikanischen Kurse im "Chronic Disease Self-Management Program" (CDSMP), die an der Stanford University entwickelt und wissenschaftlich geprüft wurden. Diese Kurse verbessern nachweislich die Lebensqualität der Teilnehmenden. Darüber hinaus steigern sie die Energie sowie das psychische Wohlbefinden, Erschöpfung und soziale Isolation werden so reduziert.

Mehr Infos zum Projekt finden Interessierte online unter www.hannover.de (Stichwortsuche: Gesundheitsförderung) oder unter www.insea-aktiv.de.

So fährt regiobus am „Tag der Deutschen Einheit“

Am kommenden Donnerstag, 3. Oktober 2019, fahren alle Linien der regiobus zum "Tag der Deutschen Einheit" tagsüber nach dem Sonntagsfahrplan.

Alle Nachtliner, Ruftaxis und AnrufSammelTaxis der regiobus verkehren in der Nacht von Mittwoch, 2. Oktober, auf Donnerstag, 3. Oktober, wie an den Wochenendnächten, sodass die Anschlüsse zum Nachtverkehr der Stadtbahnen, S-Bahnen und Züge, der so genannte Nachtsternverkehr, gegeben sind.

In der Nacht von Donnerstag, 3. Oktober, auf Freitag, 4. Oktober, findet kein Nachtsternverkehr statt.

Traditioneller Oldtimertag im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hannover/Laatzen

Zum Oldtimer-Saisonabschluss am Feiertag ins ADAC Fahrsicherheits-Zentrum: Das traditionelle Treffen für Old- und Youngtimer am 3. Oktober hat sich mittlerweile zu einem der größten in Niedersachsen entwickelt. Unter dem Motto "Classic Cars & Family" wird auf dem Laatzener Trainingsgelände für Oldie-Besitzer und Besucher jede Menge geboten.

Die automobilen Schätze werden ab 10 Uhr zur Schau gestellt und von Experte Otto Meyer-Spellbrink entsprechend in Szene gesetzt. Die ADAC Autodiagnose Digital ist vor Ort und bietet einen kostenlosen Oldtimer-Fahrzeugcheck an. Wer die Grenzen seines Oldies er"fahren" und ein spezielles Fahrsicherheitstraining absolvieren möchte, kann sich vorab dazu anmelden.

Die passende Untermalung mit Live-Musik aus den 50er und 60er Jahren kommt von "Buddy & the Cruisers" und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.

Noch mehr Informationen gibt es unter www.fsz-hannover.de oder telefonisch unter 05102/9306-0. 

Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen

Im Rahmen des vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur aufgelegten Investitionsprogrammes 2019 startet am 1. Oktober die Antragsstellung für kleine Kultureinrichtungen bei der Region Hannover. Das Programm richtet sich an Kultureinrichtungen, die in der Regel über maximal drei Vollzeitstellen verfügen und nicht mehr als fünf Neuproduktionen (Theater) im Kalenderjahr herausbringen. Gefördert werden bauliche Maßnahmen inklusive Erhaltungsmaßnahmen, digitale Infrastruktur, Veranstaltungstechnik, Maßnahmen zur Verbesserung von inhaltlicher oder der Aufenthaltsqualität sowie Anschaffungen zur Gewährleistung des Kulturbetriebs.

Vom 1. Oktober 2019 bis zum 31. Januar 2020 können beim Team Kultur der Region Hannover Fördersummen von 1.000 Euro bis 25.000 Euro aus dem Niedersächsischen Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen beantragt werden. Die Antragsformulare und die entsprechende Richtlinie des Ministeriums sind ab dem 1. Oktober auf www.kulturfoerderung-region-hannover.de online. Eingereicht werden die Anträge auf dem postalischen Weg an die Region Hannover, Team Kultur 41.01, Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover. Weitere Auskünfte erteilt Stefani Schulz unter Telefon 0511/616-23488 oder per Mail an stefani.schulz@region-hannover.de.


Kleine Kultureinrichtungen gewährleisten die Vielfalt des kulturellen Lebens in Niedersachsen. Neben ihrer Bedeutung als Orte der Begegnung, leisten sie einen wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Mit Hilfe des Förderprogrammes erhalten sie die Möglichkeit zur Weiterentwicklung eines zeitgemäßen und innovativen Kulturangebotes, sie stärken das ehrenamtliche Engagement und private Initiativen im Kulturbereich.

Rekordzahlen bei Nachwuchsmitgliedern und Frauen in der Niedersächsischen Feuerwehr

Pistorius: „Die Zuwächse bei Kindern und Frauen zeigen, dass die Feuerwehr im Speziellen und das Ehrenamt allgemein auch in digitalen Zeiten einen immensen Reiz besitzen“

Der Tätigkeitsbericht der niedersächsischen Feuerwehren für das Jahr 2018 wartet mit gleich zwei Rekorden auf: Noch nie waren so viele Mädchen und Jungen aktiv, noch nie gab es so viele weibliche Mitglieder in den Wehren wie aktuell. Der Frauenanteil in den Freiwilligen Feuerwehren liegt in Niedersachsen mit inzwischen 12,6 Prozent weiblichen Feuerwehrmitgliedern deutlich über dem Bundesdurchschnitt (9 Prozent). Mit mehr als 43.900 Mädchen und Jungen sind so viele Nachwuchsmitglieder wie nie zuvor bei den niedersächsischen Kinder- und Jugendfeuerwehren aktiv.

Insgesamt sind die Mitgliederzahlen in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehren gegenüber dem Vorjahr um 2.309 Einsatzkräfte auf 126.978 Einsatzkräfte gestiegen. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht für die niedersächsischen Feuerwehren 2018 hervor, den der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, am heutigen Donnerstag, 26. September 2019, vorgestellt hat. Pistorius: "Diese Zahlen machen Mut für die Zukunft. Gerade die Zuwächse bei Kindern und Frauen zeigen, dass die Feuerwehr im Speziellen und das Ehrenamt allgemein auch in digitalen Zeiten einen immensen Reiz besitzen. Dass sich so viele Mädchen und Jungen für die örtliche Feuerwehr begeistern können, ist ein Verdienst der Arbeit vor Ort. Jedes neue Mitglied in der niedersächsischen Feuerwehr steht für ehrenamtliches Engagement und Einsatz für das Gemeinwohl. Darum werden wir weiter intensiv Werbung für den Feuerwehrdienst machen."

Das Jahr 2018 war für die niedersächsischen Feuerwehren vor allem durch zwei Großereignisse geprägt: der Moorbrand in Meppen und die Brände in Schweden. Minister Pistorius: "Der Moorbrand in Meppen vor rund einem Jahr hat viele Menschen nicht nur in der Region Emsland bewegt. Hier haben Einsatzkräfte aus allen Teilen Niedersachsens und darüber hinaus großartige Arbeit geleistet. Auch den Einsatz der niedersächsischen Feuerwehrleute bei den Vegetationsbränden in Schweden haben Menschen und Medien über Niedersachsen hinaus wahrgenommen. So bedrohlich und teilweise dramatisch diese Anlässe waren, das Engagement unserer Feuerwehrleute ist auch immer eine hervorragende Werbung für den Dienst in der Feuerwehr, und dafür möchte ich heute ausdrücklich Danke sagen."

In Deutschland und Europa hat die Hitzewelle 2018 zu vielen Vegetationsbränden geführt, sodass die Zahl der Brände gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent gestiegen ist. Aber auch bei den Fehlalarmierungen gab es, insbesondere aufgrund der Einführung Rauchwarnmelderpflicht, einen Anstieg.

Unter dem Titel "Einsatzort Zukunft – Niedersachsen stellt sich den Herausforderungen der Zukunft zur Sicherstellung des Brandschutzes" wurden im Jahr 2018 in mehreren Arbeitsgruppen zahlreiche Themen in diesem Themenkontext politisch und strukturell beleuchtet. Der Abschlussbericht des durch die Fraktionen der SPD und CDU eingebrachten Entschließungsantrags ist erstellt und wird aktuell zur Beratung in die Gremien gegeben. Zum Abschluss sagte Minister Pistorius: "Das Feuerwehrwesen funktioniert in Niedersachsen weiterhin sehr gut. Diese Struktur zu erhalten und immer wieder neue Menschen dafür zu begeistern, ist eine wesentliche Aufgabe, die in den kommenden Jahren nicht einfacher werden wird. Darum werden wir in unserer Entwicklung nicht stehen bleiben und müssen alles dafür tun, dass die niedersächsischen Feuerwehren auch in Zukunft so belastbar und zuverlässig sind wie heute."

Unter diesem Text steht der Brand- und Hilfeleistungsbericht der Niedersächsischen Feuerwehren für das Jahr 2018 zum Download zur Verfügung.

3. Oktober: Müllabfuhr verschiebt sich

Wegen des Tages der Deutschen Einheit verschieben sich die Touren der Müllabfuhr um jeweils einen Tag. Die Wertstoffhöfe und Deponien bleiben am 3. Oktober geschlossen.

Am Tag der Deutschen Einheit, Donnerstag, 3. Oktober, holt die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) wie auch der Entsorger Remondis keine Abfälle und Wertstoffe ab. Durch den Feiertag verschieben sich die Abfuhrtermine jeweils um einen Tag nach hinten. 

Die Donnerstagstour wird am Freitag, 4. Oktober, und die Freitagstour am Sonnabend, 5. Oktober, gefahren. Es wird darum gebeten, die Abfälle und Wertstoffe erst am Nachhol-Abfuhrtag bis 7 Uhr an den Fahrbahnrand zu stellen.

Die Wertstoffhöfe und Deponien bleiben am 3. Oktober geschlossen. Auch das Service-Telefon, die Gebühren-Hotline sowie das Kundenzentrum in der Innenstadt von aha sind an diesem Tag nicht besetzt.

Ann-Marie Reimann und Ralph Scheferling in die Landessynode gewählt

Der Ev.-luth. Kirchenkreis Burgdorf entsendet gleich zwei Personen in die neue Landessynode der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Die Kreisjugenddiakonin Ann-Marie Reimann (früher: Meyer) und der Kirchenkreistagsvorsitzende Ralph Scheferling wurden beide erstmalig in das höchstrangige Gremium der Landeskirche gewählt.

"Ich freue mich sehr darüber, dass beide Kandidaten aus dem Kirchenkreis Burgdorf in die 26. Landessynode gewählt wurden, gratuliere unseren neu gewählten Synodalen von Herzen und wünsche ihnen Gottes reichen Segen für ihre Aufgaben. Ann-Marie Reimann und Ralph Scheferling bringen viele Kompetenzen und umfangreiche Erfahrungen in die Synode ein – beruflicher, ehrenamtlicher und persönlicher Natur", sagt Superintendentin Sabine Preuschoff.

"Es ist gut, dass Ann-Marie Reimann als Kreisjugenddiakonin unter anderem die Interessen der Jugend sowie die Berufsgruppe der Diakoninnen und Diakone in der Synode vertritt. Sie ist eine kreative und strukturiert arbeitende Frau und zeigt großes Engagement darin, Kirche zukunftsfähig zu gestalten.

Ralph Scheferling ist gut vernetzt, verfügt über langjährige Erfahrung in kirchlicher Gremienarbeit, sowie hervorragende Kenntnisse in Verwaltungs- und Personalfragen. Mit Weitblick nimmt er die Interessen von Kirchengemeinden und Kirchenkreis wahr, und setzt sich dafür ein, dass Kirche nah bei den Menschen ist", sagt Superintendentin Sabine Preuschoff.

Ann-Marie Reimann und Ralph Scheferling kandidierten im Wahlkreis II, zu dem die folgenden Kirchenkreise gehören: Burgdorf, Burgwedel-Langenhagen, Grafschaft Schaumburg, Laatzen-Springe, Neustadt-Wunstorf, Nienburg, Ronnenberg und Stolzenau-Loccum.

Wahlberechtigt waren bei der Briefwahl Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, die Mitglieder der Kirchenkreistage und die Pastorinnen und Pastoren der Landeskirche Hannover.

Insgesamt hatten in den zehn Wahlkreisen 79 Männer und 62 Frauen für das Kirchenparlament kandidiert. Von den neu gewählten Synodalen sind 46 zum ersten Mal Mitglied der Landessynode, 20 gehören bereits der aktuellen Landessynode an. Im Vergleich zur Wahl vor sechs Jahren ist der Frauenanteil der gewählten weiblichen Synodalen deutlich von 46 Prozent im Jahr 2013 auf jetzt 56 Prozent gestiegen. Die Wahlbeteiligung lag in diesem Jahr bei 58,18 Prozent (Kirchenkreis Burgdorf: 58,51 Prozent), vor sechs Jahren waren es 66,27 Prozent.

Die neue Landessynode wird insgesamt 80 Mitglieder haben. Davon sind 66 gewählt (19 Ordinierte, 10 berufliche Mitarbeitende, 37 Ehrenamtliche). Weitere 12 Mitglieder werden in den nächsten Monaten vom Kirchensenat ernannt. Die erste Tagung der neuen Landessynode findet vom 20. bis 22. Februar 2020 statt.

Inklusion: Zahl der Kinder mit Unterstützungsbedarf steigt weiter an

Immer mehr Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf werden inklusiv beschult, besuchen also gemeinsam mit Kindern ohne Förderbedarf die Regelschule. Das geht aus dem Bericht zur inklusiven Beschulung in der Region Hannover hervor, den die Regionsverwaltung vorgelegt hat. Demnach lag die Inklusionsquote im Schuljahr 2018/2019 bei 57,1 Prozent – 4,26 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Die höchste Inklusionsquote haben Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen – 82 Prozent dieser Schülerinnen und Schüler besuchen eine Grundschule oder eine weiterführende Schule.

"Wir verzeichnen eine enorme Entwicklung seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Einführung der inklusiven Schule im Frühjahr 2012", berichtet Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover. "Im Schuljahr 2013/2014 wurde nicht einmal jedes vierte Kind mit Förderbedarf inklusiv beschult, jetzt ist es mehr als jedes zweite Kind." Die Quote ist je nach Förderschwerpunkt unterschiedlich. Die höchste Inklusionsquote gibt es nach Lernen in den Förderschwerpunkten Sehen (72 Prozent), Hören (62 Prozent) und emotionale und soziale Entwicklung (56 Prozent), die geringste in den Förderbereichen Sprache (35 Prozent) und geistige Entwicklung (33 Prozent).

Nicht nur die Inklusionsquote steigt – auch der Anteil der Kinder mit Förderbedarf ist in den vergangenen Jahren gewachsen: von 4,69 Prozent (5.608 Schülerinnen und Schüler) im Schuljahr 2013/2014 auf 5,89 Prozent (7.146 Schülerinnen und Schüler) im Schuljahr 2018/2019. "Unsere ursprüngliche Annahme, dass die Förderschulangebote mit steigender Inklusionsquote reduziert werden können, ist nicht eingetreten", sagt Franz. "Das macht die Kapazitätsplanung für die Region als Schulträgerin schwierig, zumal das Wahlverhalten regional sehr unterschiedlich ist."

Dem steigenden Bedarf an Schulbegleitung und anderen Hilfen zum Schulbesuch versucht die Region Hannover, mithilfe von Pool-Lösungen zu begegnen. Das heißt, dass Assistenzleistungen gebündelt werden, wo es sinnvoll und möglich ist.

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