Kategorienarchiv: Region Hannover

Feiertagsverkehr über die Ostertage bei regiobus

An den diesjährigen Osterfeiertagen Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag verkehren alle regiobus-Linien tagsüber nach dem Sonntagsfahrplan.

Nachtliner, Ruftaxen und AnrufSammelTaxen (AST)

In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag (18./19. April) findet kein Nachtsternverkehr statt.

In den Nächten von Karfreitag auf Karsamstag (19./20. April) und von Karsamstag auf Ostersonntag (20./21. April) werden die Fahrten der Nachtliner, Ruftaxen und AnrufSammelTaxen (AST) wie gewohnt durchgeführt. Darüber hinaus verkehren diese Linien ebenso in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag (21./22. April).

Johanniter geben Tipps zum Umgang mit Zecken

Bei Temperaturen um die 20 Grad kann man das bevorstehende Osterwochenende richtig auskosten. Gerade wenn das Wetter schöner wird, steigt allerdings die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenbisses. Da die kleinen Spinnentiere auch Krankheiten wie die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Gelenk- und Muskelentzündung Lyme-Borreliose übertragen können, sollten Ausflügler, die in der Natur unterwegs sind, einige Regeln nach einem Zeckenstich beachten. Die Johanniter geben Tipps zum wirksamen Zeckenschutz.

Kontakt mit Zecken möglichst vermeiden

Zecken halten sich vor allem in Wäldern, hohem Gras, Gebüsch oder feuchtem Laub auf. Anders als viele Menschen glauben, lassen sie sich nicht von Bäumen fallen, sondern werden abgestreift oder klettern von unten auf Tiere oder Menschen. Dann suchen sie nach einer geeigneten dünnhäutigen Stelle, um sich mit ihrem Mundwerkzeug fest zu bohren. Zum Schutz gegen einen Zeckenstich sollte man Gebüsch und hohes Gras meiden. Geschlossene, lange Kleidung kann verhindern, dass eine Zecke an den Körper gelangt.

Gründliche Kontrolle nach Aufenthalt im Grünen

Nicht immer lässt sich der mögliche Kontakt mit den spinnenartigen Parasiten vermeiden – etwa bei einem Picknick im Grünen oder bei einem Ausflug zum Badesee. "Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte man die Kleidung komplett ablegen und den Körper gründlich absuchen. Das gilt insbesondere für Kinder, die sich bevorzugt draußen aufhalten", erklärt Dr. Hans-Peter Reiffen, Landesarzt der Johanniter in Niedersachsen/Bremen. "Zecken bevorzugen warme Körperregionen wie Achselhöhlen, Kniekehlen, den Hals oder den Kopf".

Wenn es passiert ist: Zecke so schnell wie möglich entfernen

Ein Zeckenstich ist kein Grund zur Panik. "Vor Borreliose schützt man sich am besten, indem man die Zecke zügig entfernt", so Reiffen. "Die Erreger sitzen im Magen-Darm-Trakt der Spinnentiere und gelangen 12 bis 24 Stunden nach dem ersten Saugen in die Wunde." Idealerweise hebelt man die ungebetenen Gäste mit einer Pinzette oder mit einem speziellen Instrument zur Zeckenentfernung heraus. Hierzu fasst man die Zecke möglichst nah der Haut im Kopfbereich und zieht sie vorsichtig und gerade heraus. Im Anschluss muss die kleine Wunde an der Stichstelle desinfiziert werden. In keinem Fall sollte man versuchen, die Zecke mit Klebstoff, Öl oder anderen Mitteln zu ersticken, da das Tier im Todeskampf vermehrt Flüssigkeit absondert und die Gefahr einer Infektion dadurch nur steigt.

Hinweise auf Borreliose erkennen

Haben es die Borreliose-Erreger doch in den menschlichen Körper geschafft, bildet sich meist ein rötlicher Hof an der Einstichstelle, der sich langsam ausbreitet. Dann sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Häufig tritt die Rötung erst ein paar Tage nach dem Stichzeitpunkt auf. "Die Diagnose ist nicht immer einfach", sagt Reiffen. "Manchmal bleibt die Rötung aus. Auch bei grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen oder geschwollenen Lymphknoten sollte man einen Arzt konsultieren." Unbehandelt kann Lyme-Borreliose zu Nervenlähmungen, Gelenk- oder Herzmuskelentzündungen führen.

Impfung schützt vor FSME

Das zügige Entfernen der Zecke schützt jedoch nicht vor den Erregern für FSME, einer fieberhaften Erkrankung, bei der es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen kann. Zecken tragen die Viren der FSME in einigen Regionen Deutschlands in den Speicheldrüsen und übertragen sie daher bei einem Stich sofort. Die Johanniter empfehlen Menschen, die in Risikogebieten wohnen oder Urlaub machen, ihren Impfschutz schon jetzt zum Saisonauftakt zu überprüfen. Zu den größten FSME-Risikogebieten zählt vornehmlich Süddeutschland. Durch den milden Winter gehören auch einzelne Gebiete in Norddeutschland zum Risikogebiet. Laut Niedersächsischem Landesgesundheitsamt wurde auch der Landkreis Emsland durch das Robert-Koch Institut als FSME-Risikogebiet eingestuft. Für den Aufbau des Impfschutzes gegen FSME sind drei Impfungen nötig. Die zweite Impfung erfolgt ein bis drei Monate nach der ersten. Etwa zwei Wochen danach besteht für einige Monate der Schutz. Um die Immunisierung abzuschließen, ist eine dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten nötig. Der Schutz besteht dann für mindestens drei Jahre.

„Zukunft Europa“: Region lädt für den 24. April zur Diskussion ein

Die Europawahl steht vor der Tür. Aber was bedeutet Europa für die Menschen? 47 Prozent der Deutschen sahen dem Eurobarometer im März zufolge die EU positiv. Doch von emotionalen Strömungen, die wie früher Grenzbarrieren einreißen, ist Europa inzwischen weit entfernt. Das Chaos um den Brexit, die stärker werdenden nationalistischen Töne in allen Mitgliedsstaaten lassen nur wenige Wochen vor den Europawahlen befürchten, dass der europäische Integrationsprozess langsam zum Auslaufmodell werden könnte – wenn ihr nicht eine Frischzellenkur verordnet wird. Sind die in dem offenen Brief an alle Europäer formulierten Ideen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein Ansatz für eine zukunftsweisende Reform? Braucht Europa mehr oder weniger EU?

Um diese und weitere Fragen dreht sich ein Diskussionsabend am Mittwoch, 24. April 2019, im Haus der Region, Hildesheimer Straße 18 in Hannover. Regionspräsident Hauke Jagau, Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Christiane Lemke und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Messe AG, Dr. Jochen Köckler, erläutern im Gespräch mit HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt ihre Ideen und Ansätze. Der Abend in der Reihe "Region im Dialog" steht unter dem Titel "Zukunft Europa". Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

HörFidelity – Ein Tag für offene Ohren

Hinhören, Zuhören und Mitmachen: Die Hörregion Hannover und das Kulturzentrum Pavillon präsentieren am Sonnabend, 27. April 2019, von 12 bis 19 Uhr, einen "Tag für offene Ohren". Die Besucherinnen und Besucher erwartet auf der "HörFidelity" Konzerte, Workshops, Vorträge, Experimentierstationen, Märchen, Beratungen und Hörtests. Regionspräsident Hauke Jagau und Dorothée Rhiemeier, Leiterin der Hörregion Hannover, haben die Veranstaltung heute (16. April 2019) im Kulturzentrum Pavillon in Hannover vorgestellt. Das vollständige Programm ist unter www.hörregion-hannover.de zu finden. Der Eintritt ist frei. Nur für die konzertante Lesung "Der Lärm" – ab 19.30 Uhr – wird ein Eintritt erhoben.

"Mit der HörFidelity laden wir dazu ein, die ganze Bandbreite des Hörsinns zu entdecken und zu erproben. Dabei unterstützen uns zahlreiche Partnerinnen und Partner aus dem interdisziplinären Netzwerk der Hörregion, zu dem von Beginn an auch der Pavillon zählt. Das Thema Hören spielt in einem Kulturzentrum nahezu täglich eine große Rolle, und deshalb ist der Pavillon der ideale Ort für unseren ersten Tag für offene Ohren", sagt Hauke Jagau. Die Mitgliedschaft des Pavillons im Netzwerk der Hörregion ist jetzt auch nach außen durch ein Schild im Eingangsbereich dokumentiert.

"Sound und Klang, das ist unser tägliches Geschäft und deshalb kooperieren wir gern bei der HörFidelity", sagt Christoph Sure, Geschäftsführer des Kulturzentrums Pavillon.

Im etwa halbstündigen Rhythmus wechselt in nahezu allen Räumen des Pavillons das Programm. Rund 40 verschiedene Angebote machen die Vielfalt des Hörens für die ganze Familie erfahrbar. Der Titel für den Tag ist nicht zufällig gewählt: "In Anlehnung an das tontechnische Qualitätsmerkmal ‚High Fidelity‘ wollen wir für gutes, klangvolles Hören werben und spielerisch zeigen, wie wichtig unsere Ohren für Lebensqualität und gesellschaftliches Miteinander sind", erläutert Dorothée Rhiemeier, Leiterin der Hörregion.

Erleben und Unterhalten

Wer Lust hat, kann in die Sprachwelten von Klingonen und Elben eintauchen, dem Klang des Universums nachspüren, einem Geräuschemacher bei der Arbeit auf die Finger schauen oder erfahren, warum der Mensch ohne Musik nicht leben kann. Die hannoverschen Musikerinnen und Musiker Robby Ballhause, Tinatin Tsereteli und die BrassWoofer sorgen mit kurzen Auftritten für musikalische Unterhaltung. Ein weiteres Konzert richtet sich speziell an Babys und deren Eltern. Zu bewusstem Hinhören und Wahrnehmen laden Soundwalks in die Umgebung des Pavillons ein.

Mehrere Workshops bieten die Möglichkeit, selbst Instrumente wie Didgeridoos oder Schlagwerkzeuge in die Hand zu nehmen und auszuprobieren. Wer unter professioneller Anleitung seine eigene Stimme formen möchte, hat dazu in Sing-, Rap- und Beatbox-Workshops Gelegenheit. Kinder können mit Schall und Klang experimentieren oder in der Bibliothek entspannt Märchen aus aller Welt hören.

Informieren und besser Hören

Tipps und Empfehlungen rund um Hörgesundheit bilden einen weiteren Schwerpunkt der "HörFidelity". HNO-Expertinnen und -Experten informieren über die Vermeidung von Hörschäden und testen die Ohren der Besucherinnen und Besucher. Das HörMobil des Deutschen Schwerhörigenbunds parkt direkt vor dem Eingang des Pavillons. Selbsthilfeverbände beraten darüber hinaus individuell zur Anpassung von Hörhilfen und geben praktische Hinweise, worauf beim Kauf eines Hörgeräts zu achten ist.

Einen eigenen Programmstrang gestalten die "Hörknirpse" anlässlich des 15. Geburtstags der Selbsthilfegruppe für Eltern hörgeschädigter Kinder. In Lesungen, Talks und Vorträgen geht es vor allem um das selbstverständliche und selbstbestimmte Leben mit Hörgeräten und Cochlea-Implantaten. Zum Programm gehört auch eine Einführung in die Gebärdensprache für hörende sowie schwer und nicht hörende Menschen.

Konzertante Lesung: "Der Lärm"

Den Abschluss des "Tags für offene Ohren" bildet eine konzertante Lesung von Theodor Lessings Kampfschrift "Der Lärm", die Schauspieler Markus John mit musica assoluta und Pianistin Claire Huangci unter Leitung von Thorsten Encke exklusiv im großen Saal des Pavillons aufführt. Beginn der Abendveranstaltung ist um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet 25 Euro; Vorverkauf unter www.reservix.de und www.pavillon-hannover.de.

Netzwerk "Hörregion"

Beteiligt an der "HörFidelity" sind zahlreiche Partnerinnen und Partner aus dem Netzwerk der Hörregion Hannover. Dazu zählen unter anderem: UNESCO City of Music Hannover, Hörknirpse e.V., das Deutsche HörZentrum der Medizinischen Hochschule Hannover, die HNO-Klinik des KRH Klinikums Nordstadt, die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, die Institute für Freiraumentwicklung, Sonderpädagogik und Didaktik der Mathematik und Physik der Leibniz Universität Hannover, die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover, das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, PPC Music, das Cochlear Implant Centrum "Wilhelm Hirte", der Deutsche Schwerhörigenbund, die Hannoversche Cochlea Implantat Gesellschaft, das Fachsprachenzentrum der Leibniz Universität Hannover, die Forscher-Kids Region Hannover und das Team Kultur der Region Hannover.

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist ebenerdig zugänglich. Für Menschen mit Hörschädigungen stehen eine FM-Anlage zur Verstärkung des akustischen Signals sowie Schriftdolmetscherinnen zur Verfügung.

Hörregion Hannover

In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis hat die Region Hannover die Marke und das Netzwerk Hörregion entwickelt. Sie macht auf den Hör-Sinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam, wirbt für gutes Hören und stärkt den Standort Region Hannover.

Weitere Informationen über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion unter www.hörregion-hannover.de.

Regions CDU-Fraktion: „Hygiene an Schulen in der Region Hannover bedenklich“

"Schlechtes Zeugnis für die Sauberkeit an den Schulen in der Region Hannover. Viele Schulgebäude fallen durch." Dies kam bei einer Anfrage der CDU-Fraktion zur Sauberkeit und Infektionsgefahr an Schulen heraus. "Dreckige Böden, verschmutzte Toiletten und fingerdicker Staub auf Fensterbrettern, das sind nur einige der genannten Mängel. In einigen Schulen lässt die Hygiene zu wünschen übrig", so Bernward Schlossarek, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion in der Region Hannover und Lehrter Abgeordneter.

In den vergangenen drei Jahren wurden bei 112 Kontrollen des Regionsgesundheitsamtes Mängel an fast jeder Schule in Hannover und im Umland beanstandet. In 80 Prozent der Schulen werde nur mangelhaft gereinigt, bei 60 Prozent bemängelten die Experten unzureichende Sanitärbereiche und bei 52 Prozent gab es keinen Hygieneplan, obwohl der für Schulen zwingend vorgeschrieben ist. Besonders auffällig waren Grundschulen in Hannover, Neustadt und Lehrte. Lediglich bei einer Schule konnten keine Mängel festgestellt werden. "Für die CDU-Fraktion ist das keine neue Erkenntnis, denn Eltern, Lehrer und Schüler beschweren sich im Regionsgebiet schon lange über die Hygiene an den Schulen. Vorfälle, wie das Entdecken von Ratten an einem Gymnasium im Umland, sind nur die Spitze des Eisberges", so Schlossarek weiter.

Die CDU-Fraktion sorgt sich über die hygienischen Zustände an Schulen im Regionsgebiet. "Leider nehmen einige Schulträger ihre Aufgaben im Bereich der Hygiene auf die leichte Schulter oder sind schlicht überfordert. Offenbar ist das Thema Sauberkeit an Schulen nicht wichtig genug", mahnt Bernward Schlossarek die Verantwortung der Städte und Gemeinden an. "Es ist doch ein Unding, dass Schüler das Unterrichtsende herbeisehnen, nur um die Toilette zu Hause benutzen zu können. Das muss geändert werden, so kann es nicht bleiben. Wir reden mittlerweile über die Digitalisierung unserer Schulen und die Schulgebäude sehen aus, als stammen sie aus der Steinzeit", so Schlossarek abschließend. 

Gezielte Gesundheitsvorsorge in Mittelfeld und Stöcken

Die Region Hannover und die Ersatzkassen wollen gemeinsam die Gesundheit sozial benachteiligter Einwohnerinnen und Einwohner im mittleren Lebensalter stärken. Dazu bringen sie ein in dieser Form landesweit einmaliges Modellprojekt in den Stadtteilen Mittelfeld und Stöcken auf den Weg. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt. Die Ersatzkassen – Techniker Krankenkasse, BARMER, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse, Handelskrankenkasse und Hanseatische Krankenkasse – übernehmen die Projektkosten in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. Die Region setzt das Präventionsprojekt vor Ort um und steuert rund 112.000 Euro bei. Weitere Partner sind die Landeshauptstadt Hannover, die sich mit rund 73.000 Euro beteiligt, und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die das Projekt evaluiert.

"Mit dem neuen Projekt wollen wir zunächst in Stöcken und Mittelfeld Männer und Frauen in der Mitte des Lebens ansprechen und mit ihnen gemeinsam schauen, welche Gesundheitsangebote zu ihnen passen und welche Bedürfnisse bestehen", so Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten. "Unser Ziel ist es, Gesundheitsförderung dauerhaft und verlässlich bei den Menschen vor Ort zu verankern und Angebote zur Gesundheitserhaltung zu verstetigen."

"Die Ersatzkassen wollen mit ihrem Engagement gezielt diejenigen mit guten Angeboten erreichen, die sozial bedingt ungünstigere Gesundheitschancen haben als andere. Dafür ist der Stadtteil als Lebenswelt besonders geeignet", sagte Jörg Niemann, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) in Niedersachsen. "Es ist deshalb besonderes Merkmal und besondere Stärke unseres Projekts, dass wir ganze Stadtteile als Bezugsrahmen gewählt haben. Solche umfassenden Ansätze gibt es bisher noch zu wenig", betonte Niemann.

"Durch die schon bestehenden niedrigschwelligen Gesundheitsangebote ‚Gesundheitstreff Mittelfeld‘ und ‚Gesund in Stöcken‘ gibt es in den beiden Stadtteilen bereits Vernetzungsstrukturen, auf die das Projekt aufbauen kann", sagte Konstanze Beckedorf, Sozial- und Sportdezernentin der Landeshauptstadt Hannover. "Damit ist eine wichtige Basis gegeben, um die Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner gezielt anzusprechen und wirklich zu erreichen."

Das Projekt richtet sich an die oft weniger berücksichtigte mittlere Generation im Alter von 35 bis 55 Jahren und geht dabei gezielt auf die unterschiedlichen gesundheitlichen Bedarfe von Frauen und Männern ein. Zum Projektstart werden Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile zu Veranstaltungen eingeladen, um gemeinsam passgenaue Angebote zu entwickeln – etwa zu Themen wie Bewegung oder psychische Gesundheit. Externe Trainerinnen und Trainer bieten diese Maßnahmen dann wohnortnah an.

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) begleitet das Projekt wissenschaftlich und erstellt einen Evaluationsbericht. Geplant ist außerdem, die Projektergebnisse in einem öffentlichen Handlungsleitfaden zu verarbeiten und anderen Projektträgern zur Verfügung zu stellen. 

Mirco Zschoch aus Burgdorf zum Vorsitzenden der WerteUnion Hannover gewählt

Mitglieder der CDU in der Region Hannover haben einen neuen Regionalvorstand der WerteUnion gewählt. Die WerteUnion ist ein Zusammenschluss wertkonservativer und wirtschaftsliberaler CDU-Mitgliederinitiativen, die eine inhaltliche und personelle Erneuerung ihrer Mutterpartei fordern. Auf der Versammlung wurden Mirco Zschoch aus Burgdorf und sechs weitere Vorstandsmitglieder gewählt. Die WerteUnion will mit dem erneuerten Vorstand ihr Netzwerk in der Landeshauptstadt und Metropolregion Hannover ausbauen.

Die im März 2017 gegründete WerteUnion ist mittlerweile in allen 16 Bundesländern mit Landesverbänden vertreten. Schon im Juni 2017 gründeten CDU-Mitglieder in Celle einen eigenen Niedersächsischen Landesverband. Seitdem hat es in zahlreichen Landkreisen und Regionen Niedersachsens Veranstaltungen und Gründungen der WerteUnion gegeben. Mit dem neuen Regionalvorstand in Hannover stellt sich die WerteUnion Niedersachsen nun in der Landeshauptstadt neu auf.

Zum Vorsitzenden der WerteUnion Region Hannover wurde der stellvertretende Bürgermeister und Ratsherr Mirco Zschoch aus Burgdorf gewählt. Der Jurist ist Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU im Regionsverband Hannover. Als seine Stellvertreter wurden aus den Reihen der Jungen Union Finn Halbach (Gehrden), sowie aus der CDU Stadt Hannover Roland Frank (Hannover Mitte) gewählt. Die Versammlung bestimmte Eberhard Dachwitz, Wolfgang von Jan, Peter Soluk und Benjamin Warnecke zu Beisitzern.

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Freunden und Mitgliedern der WerteUnion", sagte Zschoch, "Ich bin mir sicher, dass wir auch in der Landeshauptstadt und der Region Hannover viele Unterstützer für unsere Themen und Inhalte finden werden."

Auf der Versammlung in Hannover wurde zudem über das Superwahljahr 2019 in Europa und Deutschland diskutiert. Vor dem Wahlkampfauftakt zur Europawahl hat die WerteUnion im März eigene Positionen zur Europapolitik veröffentlicht. Die WerteUnion Niedersachsen begrüßt den Aufruf der Niedersächsischen CDU zur Europawahl, der den Titel "Wert(e)voll" trägt. Auch die WerteUnion versteht Europa als Wertegemeinschaft. Deshalb lehnt die WerteUnion in ihrem Papier einen DExit, den Austritt aus der Europäischen Union, ebenso ab, wie einen "EU-Zentralstaat mit mangelnder demokratischer Legitimation."

Israel-Austausch: Zeremonie in der Gedenkstätte Ahlem

Ein solche "Auslandserfahrung" lässt sich in keinem Reisebüro buchen: Für 18 Schülerinnen und Schüler der Justus-von-Liebig-Schule ging es im Januar 2019 für zwei Wochen nach Unter-Galiläa in Israel. Beim Schüleraustausch mit der Kadoorie-Schule konnten sie israelische Kultur und Geschichte hautnah erleben. Das Wiedersehen in Deutschland ließ nicht lange auf sich warten: Aktuell sind die israelischen Jugendlichen zu Gast in Hannover.

Auf der Tagesordnung stehen viele gemeinsame Ausflüge und Aktionen. Am Freitag, 12. April 2019, haben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Gedenkstätte Ahlem besucht. In einer feierlichen Zeremonie legte die deutsch-israelische Gruppe einen Kranz vor der "Wand der Namen" nieder – in Gedenken an die Opfer des Holocaust. Bis heute ist der Großteil der israelischen Bevölkerung jüdischen Glaubens.

Den Ablauf der Zeremonie haben die Jugendlichen zuvor in einem Workshop erarbeitet. Regionspräsident Hauke Jagau zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler: "Sie sind mit großer Ernsthaftigkeit und Sensibilität an dieses Stück ihrer gemeinsamen Geschichte herangegangen", lobte er. Die Partnerschaft mit Unter-Galiläa liege ihm sehr am Herzen: "Die aktuelle politische Lage zeigt uns, wie wichtig es ist, dass wir aufeinander zu gehen", so Jagau. "Diese jungen Menschen machen das ganz selbstverständlich und knüpfen einmalige Freundschaften – das finde ich beispielhaft."

Noch bis zum 18. April bleibt der Besuch aus Israel, dann heißt es Abschied nehmen. Doch das war sicherlich nicht die letzte Begegnung der beiden Regionen. Seit 1981 pflegen die Region Hannover (damals noch Landkreis Hannover) und Unter-Galiläa ihre Partnerschaft. Damit ist dies eine der ältesten deutsch-israelischen Partnerschaften. Jedes Jahr findet seitdem neben dem Schüleraustausch der Kadoorie-Schule und der Justus-von-Liebig-Schule auch ein Jugendaustausch in den Sommerferien statt.

Kultur im Schloss: Donauwellenreiter

Virtuoses Vermögen gepaart mit Leichtigkeit und musikalischem Tiefgang: Wenn die Donauwellenreiter mit ihrem dritten Album "Euphoria" am Freitag, 26. April 2019, 20 Uhr, im Schloss Landestrost zu Gast sind, bewegen sich die Musikerin und Musiker frei zwischen Pop-Band, Kammerorchester und Jazz-Combo. Dabei surfen sie auf den Wellen pulsierender Songs und mächtiger Elegien aus eigener Feder – und zwar mit voller Wucht. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Das Quartett gehört zu den innovativen Aufsteigern der österreichischen Szene, wie sie wohl nur eine kulturell durchmischte Metropole wie Wien hervorbringen kann. Die musikalischen Prägungen und Erfahrungen der vier Musiker, die Folklore, Pop, Jazz, Klassik, Kammermusik, Weltmusik und mehr umfassen, verschmelzen zu einem packenden, sinnlich und intellektuell stimulierenden Ganzen. Die zahlreichen Nuancen des einzigartigen Klangs und Stils der Donauwellenreiter machen die Schönheit und Klarheit dieser Musik aus. Nicht zuletzt versteht es dieses Kollektiv meisterlich, seine Musik im Konzert zu präsentieren, sie frei und doch konzentriert sprechen und fließen zu lassen. Damit hat sich das Wiener Quartett über Österreich hinaus längst einen Namen gemacht.

Eintrittskarten für die Veranstaltungen der Reihe "Kultur im Schloss" sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.reservix.de erhältlich. Die Reservix-Hotline ist täglich von 0 bis 24 Uhr unter Telefon 01805/700733 (0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz höchstens 0,42 Euro pro Minute) erreichbar. Vorverkauf im Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, 31535 Neustadt, unter Telefon 0511/616-25200 oder per Mail an kultur@region-hannover.de. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr sowie Freitag von 9 bis 12 Uhr. Alle Veranstaltungen gibt es im Internet auf www.hannover.de/kulturimschloss.

„Gesund und aktiv leben“ mit chronischer Krankheit

Chronisch krank – ob psychisch oder physisch: Eine solche Diagnose kann alles auf den Kopf stellen. Aus alltäglichen Kleinigkeiten werden große Hürden, soziale Kontakte rücken in den Hintergrund. So sehen sich Betroffene, aber auch Freunde und Familien oft mit neuen Problemen konfrontiert. Wie sie dem Alltag wieder Struktur geben und die Oberhand behalten, lernen direkt und indirekt Betroffene in den Selbstmanagementkursen "Gesund und aktiv leben". Die Kurse helfen dabei, mit Krankheit und Schmerzen umzugehen, sich zu motivieren und Probleme sowie Bedürfnisse zu erkennen. Entspannungsübungen, ausgewogene Ernährung und individuelle Handlungspläne sind nur einige der Maßnahmen, die die Lebensqualität der Erkrankten wieder steigern können.

Die BARMER, die Robert Bosch Stiftung, die Careum Stiftung, Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) haben in Kooperation mit der Patientenuniversität im Jahr 2015 die Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben (INSEA) gegründet. Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover unterstützen dieses Konzept bereits zum vierten Mal und stellen entsprechende Räume für die Kurse zur Verfügung. Anmelden können sich alle chronisch Erkrankten und Angehörigen, die sich in der Lage sehen und Lust haben, einmal pro Woche zweieinhalb Stunden mit anderen Menschen zu verbringen, über einen Zeitraum von sechs Wochen. Die Kursteilnahme ist kostenlos. Pro Kurs stehen bis zu 18 Plätze zur Verfügung. In diesem Jahr finden die INSEA-Kurse im Mai und Juni beziehungsweise von Oktober bis Dezember statt.

Mai/Juni (Montagstermine):

  • 06.05., 13.05., 20.05., 27.05., 03.06., 17.06.
  • von 15 bis 17.30 Uhr
  • Veranstaltungsort: Region Hannover, Weinstraße 2-3, 30171 Hannover
  • Anmeldung: Angelika Vietje, Tel. (0511) 616 43505; Anmeldung.Veranstaltung53.08@region-hannover.de

Mai/Juni (Donnerstagstermine):

  • 09.05., 16.05., 23.05., 06.06., 13.06., 20.06.
  • von 9.30 bis 12 Uhr
  • Veranstaltungsort: Gemeinwesensarbeit Mittelfeld, Ahornstr. 2, 30519 Hannover
  • Anmeldung: Theresia Stenzel, Tel. (0511) 86 23 23; Theresia.Stenzel@Hannover-Stadt.de

Oktober/November/Dezember (Mittwochstermine):

  • 30.10., 06.11., 13.11., 20.11., 27.11., 04.12.
  • von 15 bis 17.30 Uhr
  • Veranstaltungsort: Stadtteilzentrum Stöcken, Eichsfelder Str. 101, 30419 Hannover
  • Anmeldung: Nanette Klieber, Tel. 0163/458 11 55; n.klieber@gmx.net

Das INSEA-Programm ist die deutsche Version der erfolgreichen amerikanischen Kurse im "Chronic Disease Self-Management Program" (CDSMP), die an der Stanford University entwickelt und wissenschaftlich geprüft wurden. Diese Kurse verbessern nachweislich die Lebensqualität der Teilnehmenden. Darüber hinaus steigern sie die Energie sowie das psychische Wohlbefinden; Erschöpfung und soziale Isolation werden so reduziert.

Mehr Infos zum Projekt finden Interessierte online unter www.hannover.de (Stichwortsuche: Gesundheitsförderung) oder unter www.insea-aktiv.de.

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