Kategorienarchiv: Sehnde

Tilman Kuban lädt zum Fachgespräch mit Gesundheitsminister Jens Spahn ein

Der CDU-Bundestagskandidat für die südliche Region Hannover und JU-Bundesvorsitzende Tilman Kuban lädt am kommenden Donnerstag, 17. Juni 2021 um 19:30 Uhr zu seinem digitalen Fachgespräch – "Kuban trifft…" ein.

Er hat den Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, eingeladen, um über das Gesundheitswesen in der südlichen Region Hannover zu sprechen.

Die Mitarbeiter und Verantwortlichen in der Gesundheitsbranche und interessierte Bürger können sich per Mail an fachgespraeche@tilmankuban.de, auf der Internetseite www.tilmankuban.de/gespräch oder telefonisch unter 0511/397960 anmelden und erhalten die Zugangsdaten zu der Videokonferenz.

VHS Ostkreis Hannover bietet Sommerprogramm im Juni und Juli an

Wie die Volkshochschule (VHS) Ostkreis Hannover bekannt gibt, erlaubt die seit dem 31. Mai 2021 geltende Corona-Landesverordnung den Einrichtungen der Erwachsenenbildung wieder den Präsenzunterricht unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln sowie der Dokumentationspflicht. Darüber hinaus ergeben sich weitere Verpflichtungen zur Gruppengröße sowie zum Tragen einer medizinischen Maske in den VHS-Räumlichkeiten.

Die aktualisierten Beginntermine können auf der Homepage unter www.vhs-ostkreis-hannover.de direkt in den Kursdaten eingesehen werden. Kurse, die nicht mehr durchgeführt werden können, sind wieder für das kommende Herbstsemester ab September 2021 geplant und sind auf unserer Homepage veröffentlicht und können bereits gebucht werden.

Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann sich für die Kurse wie gewohnt telefonisch, per Mail, per Fax, unter www.vhs-ostkreis-hannover.de oder schriftlich (beispielseise mit einer Anmeldekarte) anmelden.

Im Juni und Juli wird ein Sommerprogramm angeboten, dessen Kurse im Freien in der frischen Luft stattfinden. Daneben können auch die Online-Unterrichtsformate genutzt werden, die im Sprachen-, Gesundheits- und EDV-Bereich erstellt wurden. Nähere ist unter www.vhs-ostkreis-hannover.de zu finden.

Das gesamte Kursangebot des nächsten Semesters wird Ende Juli 2021 beziehungsweise Anfang August auf der Homepage und im neuen Programmheft für das Herbstsemester 2021 veröffentlicht. Bei Fragen zum Kursgeschehen ist die VHS Ostkreis Hannover weiterhin telefonisch und per Mail an info@vhs-ostkreis-hannover.de zu erreichen.

Die Geschäftsstelle der Volkshochschule, Hannoversche Straße 23 in Altwarmbüchen, ist montags, mittwochs und freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr geöffnet. Interessierte können sich beraten lassen und persönlich anmelden. Telefonisch erreichen Interessierte die VHS Ostkreis Hannover auch außerhalb dieser Öffnungszeiten unter der Nummer 0511/2208222 in der Geschäftsstelle in Isernhagen. Anrufe werden dann automatisch an die Geschäftsstelle in Lehrte weitergeleitet. Diese kann auch direkt unter der Telefonnummer 05132/5000-0 erreicht werden.

sprinti übernimmt bisherige Linienbusfahrten bei regiobus und ÜSTRA

Das neue On-Demand-System sprinti ist seit dem heutigen Mittwoch, 2. Juni 2021, in den drei Umlandkommunen Sehnde, Springe und der Wedemark im Einsatz. Mit dem auf dreieinhalb Jahre ausgelegten Pilotprojekt soll der Buslinienverkehr in den genannten Kommunen sinnvoll durch Kleinbusse ergänzt werden, die von Fahrgästen per App gebucht werden können.

Die sprinti, bestehend aus einer Fahrzeugflotte von bis zu 20 Mercedes Benz Kleinbussen, werden innerhalb der drei Verkehrsgebiete auch dort eingesetzt, wo ein Linienbus aufgrund der geringen Nachfrage wirtschaftlich keinen Sinn macht. Dies betrifft unter anderem ganztägige Linienverkehre, Fahrten in den Abendstunden und am Wochenende. Die Änderungen im Einzelnen:

sprinti in Springe: regiobus Linien 301, 381, 385 und Anrufsammeltaxi betroffen

Folgende Fahrten werden durch den sprinti ersetzt:
regiobus-Linie 301 (Stadtverkehr Springe)
• Die Fahrten montags bis freitags ab 20:00 Uhr
• Die Fahrten samstags ab ca. 15:00 Uhr
• Alle Fahrten am Sonntag
regiobus Linie 381 (Altenhagen – Springe)
• Alle Fahrten abgesehen vom Schulverkehr
regiobus Linie 385 (Alferde – Eldagsen – Springe)
• Die Fahrten montags bis freitags ab ca. 20:00 Uhr,
• Die Fahrten samstags ab ca. 15:00 Uhr
• Alle Fahrten am Sonntag
Das Anrufsammeltaxi (AST) Springe wird komplett durch den sprinti ersetzt.

sprinti in der Wedemark: regiobus Linien 695, 697, 698 und Anrufsammeltaxi betroffen

Folgende Fahrten werden durch den sprinti ersetzt:
regiobus-Linie 695 (Plumhof – Berkhof – Elze – Mellendorf)
• Die Fahrten um 05:56 Uhr ab Plumhof montags bis freitags
• Die Fahrten um 11:03 Uhr ab Mellendorf montags bis freitags
regiobus Linie 697 (Helstorf – Bennemühlen – Mellendorf)
• Die Fahrten um 05:48 Uhr ab Helstorf montags bis freitags
regiobus Linie 698 (Resse – Scherenbostel – Bissendorf – Mellendorf)
• Die Fahrten um 06:36 Uhr und 7:00 Uhr ab Resse montags bis freitags
Der Schulverkehr ist von den Fahrplananpassungen nicht betroffen.
Das Anrufsammeltaxi (AST) Wedemark wird komplett durch den sprinti ersetzt.

sprinti in Sehnde: ÜSTRA Linien 371, 372 und ÜSTRA Ruftaxis betroffen

Folgende Fahrten werden durch den sprinti ersetzt:
ÜSTRA Linie 371 (Sehnde – Wassel – Bilm – Ilten – Ahlten)
• Die Fahrten montags bis freitags ab ca. 17.00 Uhr
• Alle Fahrten am Samstag
• Alle Fahren am Sonntag
ÜSTRA Linie 372 (Klein Lobke – Gretenberg – Sehnde)
• Die Fahrten montags bis freitags ab ca. 17:00 Uhr
• Alle Fahrten am Samstag
• Alle Fahrten am Sonntag
Die ÜSTRA Ruftaxis in Sehnde werden komplett durch den sprinti ersetzt.

Nutzung des sprinti

Dreh- und Angelpunkt der Nutzung des neuen Angebotes ist die sprinti App, die bei Google Play und im App Store zum Download zur Verfügung steht. Ebenso eignet sich die GVH App, aus der man über die entsprechende Fahrtauskunft zur sprinti App weitergeleitet wird. Über die sprinti App bucht man Zeit, Einstiegsort und Ziel. Auch Vorabbuchungen, zum Beispiel bei wiederkehrenden Terminen sind möglich. Für den Ein- und Ausstieg werden bei sprinti virtuelle Haltestellen innerhalb der App angezeigt, so dass Fahrgäste, egal wo sie sich in ihrer Gemeinde befinden, immer kurze Wege zum abholenden Fahrzeug haben. Wartezeit höchstens: 20 Minuten, Fußweg höchstens 150 Meter. Für die Nutzung des sprinti ist eine gültige Fahrkarte des GVH notwendig, die unter anderem in der GVH-App erhältlich ist. Oder Fahrgäste nutzen ihre Zeitkarte oder ihre gültigen Einzel- und Tageskarten. Kinder bis zum 6. Lebensjahr fahren im sprinti kostenlos mit.

Corona-bedingte Einschränkungen

Pandemiebedingt nehmen die sprinti zunächst vier (statt sechs) Fahrgäste und ggf. einen Rollstuhlfahrenden (statt zwei). Der Hublift am Heck des Fahrzeuges ermöglicht auch die Mitnahme eines Elektrorollstuhles. Rollatoren, Kinderwagen und je nach Platzangebot auch Fahrräder können ebenfalls mitgenommen werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbunden Einschränkungen im abendlichen Veranstaltungsbereich fährt sprinti bis voraussichtlich Sonntag, 13. Juni, an allen Wochentagen nur bis 1 Uhr.

Rückfragen und Feedback

Für alle Fragen zur Nutzung des sprinti informiert die eigene Website www.sprinti.gvh.de. Ein ausführlicher Folder ist darüber hinaus in den sprinti Fahrzeugen, in den Verwaltungsbereichen der teilnehmenden Kommunen oder im GVH Kundenzentrum ausgelegt. Die Bewerbung des Angebots erfolgt zudem über entsprechende Fahrplanaushänge und Zaunbanner. Zusätzlich erhalten alle Haushalte in den drei Kommunen Informationen zum sprinti per Postwurfsendung.

Persönliche Fragen oder Anregungen rund um den On-Demand-Service sprinti können Fahrgäste an die Emailadresse sprinti@gvh.de richten. Telefonisch ist Via, der Betreiber von sprinti, unter der Servicenummer 030/22027078 erreichbar.

Schutz der Tiere vor der Mahd: Rehkitzretter Lutz Oeltjen im Dauereinsatz

Im Monat Mai regnete es viel. Das Gras auf den Wiesen ist hochgewachsen. Mit den trockneren Tagen beginnt im Altkreis Burgdorf die Heuernte. Damit beginnt auch ein fast täglicher Dauereinsatz für Lutz Oeltjen, dem Rehkitzretter der Jägerschaft Burgdorf.

Mithilfe einer hochwertigen Drohne, die über eine eingebaute Wärmebildkamera verfügt, ist er jetzt täglich in den Revieren unterwegs, um Rehkitze und Bodenbrüter vor dem Mähtod oder Verstümmelung zu retten.

Möglich gemacht hat dies, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU). Sie fördert die Jägerschaft Burgdorf mit 5000 Euro für eine Drohne. Hans-Otto Thiele, Vorsitzender der Jäger im Altkreis Burgdorf ist der Bingo-Umweltstiftung dafür dankbar: "Mit der Drohne können die Jäger Rehkitze und anderes Jungwild vor dem Tod mit dem Mäher schützen. Die Drohnen mit Wärmebildkamera haben sich bewährt, um die Tiere kurz vor der Mahd aufzuspüren."

Jedes Jahr fallen unzählige junge Wildtiere der Frühjahrsmahd zum Opfer. In erster Linie sind Rehkitze, Bodenbrüter und Junghasen betroffen. Der hohe Bewuchs sowie die Tarnung, fehlende Witterung und das instinktive in den Boden Drücken der Tiere erschweren das Auffinden.

Lutz Oeltjen ist mit dem Beginn der Mähsaison jetzt fast jeden Morgen ab 4:30 Uhr unterwegs. Innerhalb weniger Tage konnte er in den Revieren mithilfe der Drohne in vier Einsätzen acht Rehkitze und ein Rebhuhngelege orten und bergen.

Oliver Brandt, Presseobmann der Burgdorfer Jäger, erläutert den Ablauf am Beispiel des Revieres Altmerdingsen: Zwei örtliche Landwirte informierten am Freitag die örtlichen Jäger, dass sie am Sonnabend mähen. Am Freitagabend suchten dann die Jäger mit ihren Hunden zunächst die Wiesen nach Rehkitzen und Bodenbrütern ab. Am Sonnabendmorgen trafen sich dann Jagdpächter Ralf Wengorsch sowie Dr. Martin Bisping, Jens Rosenbaum und Oliver Brandt mit Ralf Oeltjen, der vorher schon ab 5 Uhr in Schwüblingsen mit seiner Drohne und den dortigen Jägern eine große Fläche abgesucht hatte. Vier große Wiesenflächen wurden sodann von der Drohne abgesucht. Immer wenn die Drohne eine Wärmequelle lokalisierte, eilten die Jäger mit einem Tragekorb und Markierungsstanden zum Fundort. Sie hatten am Vortag allerdings den Bereich schon gut abgesucht: In Altmerdingsen wurden an diesem Sonnabendmorgen keine Rehkitze sondern nur vier Hasen und eine Ricke, die sich im hohen Gras duckten, geortet. Immer wenn die Jäger mit ihren Körben auf 10 bis 20 Meter heran waren, sprangen sie aber alleine ab und suchten das Weite.

Mit bis zu 100 km/h durch Sehnde: Verfolgungsfahrt endet nach 90 Kilometern

Am gestrigen Ostermontag, 5. April 2021, hat nach Angaben der Polizei ein 55-Jähriger Fahrer in den Abendstunden auf der A 2 die mehrfachen Anhaltesignale der Polizei ignoriert. In Sehnde hielt der Mann an und ließ sich widerstandslos festnehmen, teilt die Polizei mit.

Nach Polizeiangaben fiel am gestrigen Dienstagabend der Fahrer eines VW Passat anderen Verkehrsteilnehmern aufgrund einer merkwürdigen Fahrweise und augenscheinlich frischen Unfallspuren am Auto bereits in Nordrhein-Westfalen auf der A 2 in Fahrtrichtung Berlin auf.

Die Autobahnpolizei wollte das Auto an der Anschlussstelle Herford kontrollieren. Kurz vor der Ausfahrt gab der 55-jährige Fahrer jedoch wieder Gas und beschleunigte weiter in Fahrtrichtung Hannover und entzog sich der Verkehrskontrolle.

Der Passat-Fahrer habe weiterhin die deutlichen Anhaltesignale der Funkstreifenwagen ignoriert und sei unbeirrt mit hoher Geschwindigkeit weitergefahren. Im Bereich der Anschlussstelle Hannover-Buchholz kam es darüber hinaus zu einer leichten Berührung zwischen dem flüchtenden VW Passat und einem Funkstreifenwagen, bei dem Unfall wurde keiner verletzt. Es entstand leichter Sachschaden am Polizeiauto.

Letztendlich fuhr der 55-Jährige über die A 7 und die Bundesstraße 65 nach Sehnde. "Auch innerorts düste der 55-Jährige mit bis zu 100 Stundenkilometern durch die Ortschaft, obwohl die Straßen teilweise schneebedeckt waren und die Temperaturen nur leicht über dem Gefrierpunkt lagen", teilt die Polizei mit. Im Anschluss hielt der Mann aus der Region Hannover nach einer 90 Kilometer langen Verfolgungsfahrt an und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Gegen den 55-jährigen Fahrer wurde ein Strafverfahren aufgrund eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Hinweise auf eine Beeinträchtigung durch Alkohol oder Drogen konnten während der Kontrolle nicht erlangt werden, teilt die Polizei mit. Der Mann wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen entlassen.

On-Demand-Service „sprinti“: Unternehmen Via ist Betreiber für den Testlauf

Die Region Hannover und die Verkehrsunternehmen ÜSTRA und regiobus planen, ein sogenanntes On-Demand-Verkehrssystem im Umland Hannovers einzurichten. Für eine bis zu dreieinhalb Jahre dauernde Testphase geht das System in den drei Kommunen Sehnde, Springe und Wedemark ab Juni dieses Jahres an den Start. Im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens hat nun das On-Demand-Unternehmen Via mit Deutschlandsitz in Berlin den Zuschlag für den Testlauf erhalten.

Der Service mit dem Namen "sprinti" soll den Buslinienverkehr sinnvoll ergänzen und dabei schneller, flexibler und komfortabler nutzbar sein als bisherige Ruf- oder Anrufsammeltaxi-Verkehre.

"Mit sprinti schaffen wir ein Mobilitätsangebot im Umland, das für die Menschen attraktiver sein kann als ins eigene Auto zu steigen", erläutert Regionspräsident Hauke Jagau. "Statt starrer Bedienung im Regeltakt wollen wir Fahrtwünsche schneller und vor allem nach Bedarf erfüllen. Eine simple App übernimmt dabei die Bestell- und Bezahlfunktion. Der Bus kommt, wenn er tatsächlich gebraucht wird. Dies ist nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit oder für mehr Service im öffentlichen Nahverkehr: Im ländlichen Raum bedeuten schnelle, verlässliche Verkehrsverbindungen Lebensqualität. Ich freue mich, auf viele neugierige und hoffentlich zufriedene sprinti-Fahrgäste."

"Dieses Projekt ist ein Meilenstein für die Mobilität in den Umlandkommunen und in dieser Form sicherlich einmalig in Deutschland", betont Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. "Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn wir die Kunden überzeugen. Schnelligkeit, Verfügbarkeit, unkomplizierte Buchung und Bezahlung sowie der Komfort während der Fahrt, sind die Erfolgskomponenten", meint Franz.

Der Betreiber Via

2012 gegründet, ist Via heute "weltweit Marktführer in der Entwicklung und im Einsatz von On-Demand Systemen und weiteren Technologien zur Optimierung des ÖPNV", so die Region Hannover. Das Unternehmen unterstützt seine Partner dabei, intelligente Netzwerke aus On-Demand-Shuttles, Linienbussen, Sonderfahrdiensten, Werkshuttles und/oder autonomen Fahrzeugen zu betreiben.

Gemeinsam mit Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern arbeitet Via daran, die Kosten des öffentlichen Nahverkehrs zu senken und neue Mobilitätsoptionen anzubieten, die so komfortabel und zuverlässig sind, dass sie eine echte Alternative zum privaten Pkw darstellen, und die gleichzeitig die Umweltbelastung deutlich reduzieren. Via arbeitet weltweit mit aktuell mehr als 200 Partnern auf fünf Kontinenten, im deutschsprachigen Raum mit rund 20 Partnern, unter anderem den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) oder den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ).

"Mit sprinti startet die Region Hannover ein innovatives Verkehrskonzept, das Flexibilität, Komfort und Inklusion mit einer hohen Verkehrseffizienz verbindet und dadurch den ÖPNV in der Region Hannover noch attraktiver macht”, sagt Valerie von der Tann, Geschäftsführerin von Via in Deutschland. "Wir freuen uns, dass die Region Hannover dafür auf die Technologie und betriebliche Expertise von Via setzt.”

So funktioniert der "sprinti"

Gebucht werden kann der "sprinti" über die GVH-App. Die Kunden werden an virtuellen Haltestellen abgeholt beziehungsweise abgesetzt – nicht weiter als 150 Meter vom Start- oder Zielort entfernt. Von der Buchung des Kunden bis zur Nutzung sollen nur etwa 15 bis 20 Minuten vergehen. Zusätzlich können Fahrten im Voraus bestellt werden – auch als wiederkehrende Fahrten. Nutzen kann den Service, wer über eine gültige GVH-Fahrkarte verfügt – genau wie beim Fahren mit Bussen und Bahnen; es gibt keinen Preisaufschlag. Attraktiv und vor allem besser merkbar sollen die Einsatzzeiten sein: 6bis 1Uhr an Werktagen, an den Wochenenden von 8 bis sogar 4 Uhr.

Fahrzeuge und Fahrpersonal

Die Fahrzeuge, mit denen das Testangebot begleitet wird, werden bis zu sechs Fahrgäste aufnehmen können. Sie werden barrierefrei und in der Lage sein, bis zu zwei Rollstühle mitzunehmen. Dies wird per Hublift am Heck des Fahrzeuges ermöglicht. Rollatoren oder Kinderwagen können ebenfalls mitgenommen werden. Insgesamt 20 Kleintransporter des Typs "Mercedes-Benz Sprinter Mobility" sind für die drei Kommunen vorgesehen. Die Rekrutierung der Fahrerinnen und Fahrer läuft bereits. Die Firma Via möchte in den kommenden Wochen rund 100 Personale für den neuen Fahrdienst gewinnen. Im Rahmen von Schulungen sollen die Mitarbeiterinnen und MItarbeiter vor dem 1. Juni fit gemacht werden.

Finanzierung und Bewerbung

Zurzeit ist von jährlichen Aufwendungen von knapp 3,5 Millionen Euro auszugehen. Die Region Hannover hat für das Projekt für die ersten beiden Jahre einen Förderantrag auf EU-Mittel gestellt. Die Förderquote beträgt dabei 50 Prozent.

Auch nach den ersten beiden Jahren strebt die Region eine Förderung des On-Demand-Services an. "Wir bewerben uns aktuell mit dem ’sprinti‘ im Rahmen des Modellprojektes zur Stärkung des ÖPNV", erklärt Franz. Mit bis zu 30 Millionen Euro und einer Quote von bis zu 95 Prozent fördert das Bundesverkehrsministerium innovative Projekte im Nahverkehr. "Das Ziel ist es, dieses On-Demand-System in der sogenannten Tarifzone C des GVH auszurollen. Damit würden wir insgesamt elf Kommunen einbinden", so Franz.

Um das neue Angebot angemessen zu bewerben und vor Ort bekannt zu machen, läuft derzeit eine Ausschreibung für eine Marketingagentur. Die Vergabe ist für Ende März vorgesehen. Die wesentlichen Bausteine der Kommunikation für den "sprinti" sind die Beteiligung der potentiellen Nutzer, die Bekanntmachung vor Ort und die Vermittlung der Nutzungsmodalitäten durch verschiedene Inhalte und Kanäle. Der zeitliche Hauptfokus für die Bewerbung liegt zunächst um den Einführungstermin herum – also im Mai und Juni, soll aber auch danach fortgesetzt werden.

Start in Sehnde, Springe und der Wedemark

"sprinti soll in das bestehende Busliniennetz der Kommunen integriert werden. Eine Ergänzung im besten Sinne", betont ÜSTRA-Vorständin und regiobus-Geschäftsführerin Elke van Zadel. Neben dem umweltpolitischen Aspekt sei auch die Wirtschaftlichkeit ein wichtiger Faktor. "Schließlich wird der Transporter dort eingesetzt, wo der Bus keinen Sinn macht."

"Selbst bei der Ausweitung der On-Demand-Verkehre wird das Busangebot weiterhin die tragende Säule des Verkehrsangebotes dort vor Ort sein, wo es den Bedarf gibt. Mit einem neuen Angebot ergeben sich möglicherweise weitere Arbeitsfelder und flexiblere Einsatzmöglichkeiten in Zukunft", betont ÜSTRA-Vorständin Denise Hain.

„Mach Europa fit fürs Netz“: Online-Ideenwettbewerb für 15 bis 25-Jährige verlängert

Die Sehnder SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann lädt Jugendliche und junge Erwachsene von 15 bis 25 Jahren ein, sich noch bis zum 1. Juni 2021 am Online-Ideenwettbewerb #MEinEU zu beteiligen. "Zwar können in den aktuellen Pandemiezeiten viele europäische Jugendaustauschprogramme erst einmal nicht stattfinden, doch es gibt für die Zeit nach Corona einen großen Bedarf, die vielfältigen Informationen zu Jugendaustauschprogrammen besser im Internet zu bündeln", sagt Lesemann.

Deswegen ermutigt sie junge Menschen, sich unter dem Motto "Mach Europa fit fürs Netz" mit dem Thema Auslandsaufenthalt auseinanderzusetzen und Ideen einzureichen, aus denen die Landesregierung später eine Internetseite und App zu den Möglichkeiten von Auslandsaufenthalten für Niedersächsinnen und Niedersachsen bis 25 Jahren entwickeln kann. "Jugendliche wissen am besten selbst, was sie im Internet anspricht. Davon wollen wir profitieren. Europa soll so noch näher an das Leben von Jugendlichen heranrücken und Interesse am Austausch über Ländergrenzen hinweg wecken," so die Landtagsabgeordnete. Und weiter: "Dabei können tolle Erfahrungen und Kontakte für das ganze Leben entstehen."

Der Ideenwettbewerb ist Teil der Kampagne "Europa – Chancen für alle!", mit der in Zukunft möglichst alle jungen Menschen die Chance auf einen Auslandsaufenthalt von mindestens zwei Wochen bekommen sollen. Eine Jury aus Expertinnen und Experten wird unter dem Vorsitz von Europaministerin Birgit Honé die ideenreichsten und überzeugendsten Einzel- und Gruppenbeiträge ermitteln und prämieren. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner warten neben Reisen nach Brüssel, Interrail-Tickets und Backpacking-Rucksäcken auch ein eigens veranstalteter Hackathon, bei dem die Umsetzung der eigenen Ideen für die zukünftige Informationsplattform mit Expertinnen und Experten erarbeitet werden wird.

Mehr Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen sind unter www.me-in-eu.de zu finden.

Sehnder erhält Fördergeld für doppelten Klimaschutz auf dem Dach

Der Auszahlungsbescheid geht demnächst in die Post: Thomas Beer hat sein Zweifamilienhaus in Sehnde energetisch auf Vordermann gebracht und dafür von der Region Hannover 11.350 Euro nach der Dach-Solar-Richtlinie erhalten. Von dem Förderprogramm profitieren seit Anfang 2020 Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die ihr Dach neu isolieren und im gleichen Zug eine Solaranlage errichten lassen. Das kombinierte Angebot kommt an: Mehr als 100 Anträge sind im vergangenen Jahr bei der Klimaschutzleitstelle der Region eingegangen. Einen davon hat Thomas Beer gestellt.

"Das alte Dach stammte noch aus den 1960er-Jahren und war entsprechend schlecht gedämmt", erzählt der 34-Jährige. Vom Dachdecker erhielt er den Hinweis auf die Dach-Solar-Richtlinie der Region Hannover. Nun sind 227 Quadratmeter Dachfläche frisch isoliert. Weil auf den Ziegeln außerdem eine Photovoltaik-Anlage grünen Strom erzeugt, ist die Dämmung förderfähig. Neben der finanziellen Unterstützung war Beer aber auch etwas anderes wichtig: "Wenn bei der Sanierung Fragen aufgekommen sind, hatte ich mit der Klimaschutzleitstelle in den meisten Fällen gleich den richtigen Ansprechpartner."

"Bisher haben sich vor allem Privatpersonen bei uns um eine Förderung beworben", berichtet Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle. Für das zweite Jahr der Förderperiode wünscht sie sich, dass noch mehr Unternehmen und Kommunen Geld aus dem Fördertopf abrufen: "Ob Produktions- oder Verwaltungsgebäude, Kita, Vereinsheim, Ein- oder Mehrfamilienhaus: Die Dach-Solar-Richtlinie steht allen Eigentümerinnen und Eigentümer in der Region Hannover offen und soll sie dazu motivieren, das Dach energetisch zu modernisieren und gleichzeitig auf erneuerbare Energien zu setzen." Geld dafür ist noch da: Aufgrund der hohen Nachfrage hat die Regionsversammlung den Fördertopf für die Jahre 2020 bis 2022 bereits auf 2,7 Millionen Euro aufgestockt.

"Private Solaranlagen sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Wirklich nachhaltig wird ein Gebäude aber erst, wenn es nicht nur selber Strom oder Wärme produziert, sondern auch möglichst viel Energie spart. Da setzt unser Förderprogramm an", erklärt Umweltdezernentin Christine Karasch. Je Quadratmeter gedämmter Dachfläche beträgt die Förderung aus der Dach-Solar-Richtlinie 50 Euro – maximal pro Gebäude 50.000 Euro.

Solar-Offensive

Die Richtlinie ist Teil der Solar-Offensive der Region Hannover. Der Eigentümerin oder dem Eigentümer ist es freigestellt, ob im Rahmen der Dachsanierung eine Solarstrom- oder eine Solarwärme-Anlage gebaut wird. Auch die Förderung von Solarwärme-Anlagen nach der regionseigenen Förderrichtlinie oder eine Förderung der Solaranlage mit vorhandenen Bundesprogrammen ist möglich. Weitere Informationen zur Dach-Solar-Richtlinie gibt es auf www.hannover.de/solaroffensive oder per Mail an klimaschutzleitstelle@region-hannover.de.

Ob sich eine Dachfläche zur Installation einer Solarenergieanlage eignet, lässt sich mit einem Schnell-Check über das Solarkataster der Region Hannover feststellen.

Vermisster 12-Jähriger aus Sehnde wird wohlbehalten in Isernhagen aufgefunden

Seit Donnerstagmittag, 29. Oktober 2020, hat die Polizei Hannover nach dem zwölfjährigen Leon G. gesucht. Er war im Bereich einer Schule an der Kirchröder Straße in Hannover-Kleefeld davongelaufen und zunächst spurlos verschwunden.

Wie die Polizei mitteilt, wurde der Junge am späten Nachmittag wohlbehalten im Bereich Isernhagen gefunden. Ein Anwohner hatte das Kind bemerkt und die Polizei informiert. Die Polizei bedankt sich bei allen, die sich an der Suche nach Leon G. beteiligt haben.

Fördermittel für beispielhaften Klimaschutz

Ein Pilothaus für das Ökodorf auf dem Kronsberg, eine Wohnsiedlung aus Holz, Stroh und Lehm oder mehr Regionalisierung in der Nahrungsmittelvermarktung – die Region Hannover unterstützt mit ihrer "Leuchtturmrichtlinie" Akteurinnen und Akteure, die beispielhafte Klimaschutzprojekte praktisch umsetzen. Über die Förderung von drei weiteren Projekten mit jeweils 50.000 Euro hat die Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover, Rike Arff, den Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Region Hannover informiert. "Die Vorhaben zeigen, wie wichtig es ist, innovative Technik für den Klimaschutz zu entwickeln und einzusetzen", erläuterte Frau Arff: "Nachhaltiger Wohnungsbau und neue Strategien für eine ‚Ernährungswende‘ sind in diesem Kontext wichtige Ansätze." Ein Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro geht des Weiteren an das Klimazentrum in Sehnde-Bolzum.

Pionierhaus für das Ecovillage

Im Norden des hannoverschen Stadtteils Kronsberg entsteht ein Projekt mit rund 500 ökologisch optimierten Wohneinheiten für rund 900 Menschen: mit Tiny-Häusern, aber vor allem mit vielen Gemeinschaftsprojekten und besonderen Ideen. "Ein Wohnquartier der Genügsamkeit", nennt es die Genossenschaft ecovillage hannover eG, die die Vorzeigesiedlung plant. Schon im nächsten Jahr soll auf der 50.000 Quadratmeter großen Baufläche das erste Gebäude stehen. Ökologische Bauweise, innovative Technologien und eine weniger konsumorientierte (suffiziente) Lebensweise seiner Nutzerinnen und Nutzer machen das Modulhaus über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg klimaneutral. Das Pilotgebäude dient als Präsentationsobjekt für die Öffentlichkeit und als Projektbüro für die Genossenschaft. In der oberen Etage wird eine Wohnung zum Probewohnen für Interessierte eingerichtet werden.

Regionalisierung des Ernährungssystems

Landwirtschaftliche Produkte, saisonal geerntet, sind gesund und günstig. Auch für das Klima. Der Ernährungsrat Hannover hat sich deshalb vorgenommen, die "Ernährungswende" auch in der Region Hannover voranzubringen – als ein wichtiges Element der Energiewende und des Klimaschutzes. Mit dem Projekt sollen die Weichen für eine klimaneutrale, regenerative Agrarökonomie gestellt werden. Der Ernährungsrat will aus seinem Netzwerk heraus Kooperationen zwischen den Erzeugern fördern. Daneben werden naheliegende Strategien für regionalisierte Logistik, Vertrieb, mittelfristig auch Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse entwickelt und zeitnah umgesetzt. Das Nahziel ist, mit einer fundierten Datenrecherche die Grundlage für alle weiteren Schritte und Strategieentwicklungen zu schaffen. Ein Fernziel ist die Schaffung eines Softwareportals zur digitalen Unterstützung regionaler Strukturen.

Wohnsiedlung in Strohballenbauweise

Auf der ehemaligen Hofstelle der Familie Prüße in Hannover-Wülferode soll anstelle der bisherigen Wirtschaftsgebäude eine Wohnsiedlung errichtet werden. Die Gebäude werden in Holzständerbauweise mit einer Außenwand- und Dachdämmung aus Strohballen errichtet und mit Lehm verputzt. Für die Fassade werden die Klinker der Altgebäude recycelt, es werden keine synthetischen Baustoffe verwandt. Die Wärmedämmung ist nachhaltig, sogar regional produziert und minimiert die notwendige Heizenergie für das Gebäude. Die Gebäude werden in ihrem gesamten Lebenszyklus die Umwelt nur minimal belasten. Das Projekt fügt sich im Design zudem in das Dorfbild.

Innovative Solartechnik in Sehnde

In einem leerstehenden Gebäude im Sehnder Ortsteil Bolzum beabsichtigt die Stadt im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Verbundprojekts "GutKlima" ein Klimazentrum einzurichten. Bei der zukünftigen Nutzung geht es nicht nur um klimafreundliches und nachhaltiges Alltagshandeln, bereits bei der Sanierung des Gebäudes stehen Lösungen zur energetischen Sanierung einer älteren Bestandsimmobilie im Mittelpunkt. Als Vorbild und Anschauungsobjekt sollen sowohl auf dem Dach als auch an den Giebeln des Gebäudes verschiedene Lösungen zur Nutzung von Solarenergie realisiert werden.

Förderrichtlinie für Projekte mit "Leuchtturmcharakter"

Die Region Hannover vergibt die Zuschüsse auf Basis der Richtlinie zur Förderung regional bedeutsamer Klimaschutzvorhaben. Ein Faltblatt mit allen wesentlichen Informationen, das Antragsformular und Projektbeispiele sind abrufbar auf www.hannover.de/leuchtturmrichtlinie.
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