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Online lernen: Jetzt noch schnell für freie Seminarplätze anmelden

Online-Kommunikation, Digitalisierung und Netzwerkarbeit: Das Jahr 2021 hält viele berufliche und persönliche Herausforderungen bereit. Die Koordinierungsstelle Frau und Beruf der Region Hannover bietet auch im März eine Reihe von Online-Workshops und -Seminaren an, die sich diesen Themen widmen.

Im Internet ist das Programmheft der Koordinierungsstelle Frau und Beruf unter www.frauundberuf.de zu finden. Aufgrund der aktuellen Situation finden die Seminare für den Monat März vorerst als Online-Format statt. Für Fragen und Anmeldungen kann sich per Mail an frauundberuf@region-hannover.de gewendet werden.

Geld für gewerbliche E-Lastenräder kommt nun vom Umweltministerium

Ab dem 1. März 2021 wird der Kauf von gewerblichen Lastenfahrrädern und Lastenanhängern mit elektrischer Antriebsunterstützung mit einer Prämie von 25 Prozent, maximal aber 2500 Euro bezuschusst. Die Kaufprämie kann beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden und läuft bis Februar 2024, darauf weist die Region Hannover hin, die schon 2017 erstmals ein Förderprogramm für Firmen, Freiberufler und Vereine zur Anschaffung von Cargo-Bikes aufgelegt hatte. Die finanziellen Mittel wurden von der Sparkasse Hannover zur Verfügung gestellt.

"Wir gehörten vor vier Jahren auf kommunaler Ebene bundesweit zu den Ersten, die eine Lastenradförderung ausschütten konnten – daher freue ich mich, dass nun der Bund diese sinnvolle Maßnahme aufgreift und erweitert", so der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz. Seit 2017 wurden regionsweit Förderungen für rund 150 gewerblich genutzte Lastenfahrräder mit bis zu 1000 Euro bewilligt. Nutznießer waren Handwerksbetriebe, aber auch Kitas, Altenheime oder freischaffende Kreative. Die Fördergelder stammten aus dem "Sparkassenbrief N+", mit dem die Sparkasse Klima- und Umweltschutzprojekte in der Region Hannover fördert.

Für das Finanzinstitut bekräftigte Pressesprecher Stefan Becker: "Wir haben mit unserem gemeinsamen Programm maßgeblich zur Anschaffung von Lastenrädern beitragen können. Gerade für kleinere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe war die Förderung meistens das letzte noch notwendige Argument zum Kauf. So konnten wir den Verkehr in der Region ein bisschen klimafreundlicher machen und nicht zuletzt auch den regionalen Fahrradhandel stärken. Das Lastenrad hat seinen Platz im Alltag gefunden." Die Sparkasse Hannover werde mit den Mitteln aus dem Sparkassenbrief N+ auch künftig sinnvolle und nachhaltige Projekte in der Region unterstützen.

Die Förderung durch das Bundesumweltministerium über die "E-Lastenfahrrad-Richtlinie" startet zum 1. März 2021 und läuft bis zum 29. Februar 2024. Die Lastenräder mit elektrischer Antriebsunterstützung müssen neu sein, dürfen nur für den Lastentransport ausgelegt sein und müssen eine Nutzlast von mindestens 120 Kilogramm aufweisen. Alle notwendigen Informationen sind unter www.klimaschutz.de/foerderung/e-lastenfahrrad-richtlinie zu finden.

Sehnder erhält Fördergeld für doppelten Klimaschutz auf dem Dach

Der Auszahlungsbescheid geht demnächst in die Post: Thomas Beer hat sein Zweifamilienhaus in Sehnde energetisch auf Vordermann gebracht und dafür von der Region Hannover 11.350 Euro nach der Dach-Solar-Richtlinie erhalten. Von dem Förderprogramm profitieren seit Anfang 2020 Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die ihr Dach neu isolieren und im gleichen Zug eine Solaranlage errichten lassen. Das kombinierte Angebot kommt an: Mehr als 100 Anträge sind im vergangenen Jahr bei der Klimaschutzleitstelle der Region eingegangen. Einen davon hat Thomas Beer gestellt.

"Das alte Dach stammte noch aus den 1960er-Jahren und war entsprechend schlecht gedämmt", erzählt der 34-Jährige. Vom Dachdecker erhielt er den Hinweis auf die Dach-Solar-Richtlinie der Region Hannover. Nun sind 227 Quadratmeter Dachfläche frisch isoliert. Weil auf den Ziegeln außerdem eine Photovoltaik-Anlage grünen Strom erzeugt, ist die Dämmung förderfähig. Neben der finanziellen Unterstützung war Beer aber auch etwas anderes wichtig: "Wenn bei der Sanierung Fragen aufgekommen sind, hatte ich mit der Klimaschutzleitstelle in den meisten Fällen gleich den richtigen Ansprechpartner."

"Bisher haben sich vor allem Privatpersonen bei uns um eine Förderung beworben", berichtet Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle. Für das zweite Jahr der Förderperiode wünscht sie sich, dass noch mehr Unternehmen und Kommunen Geld aus dem Fördertopf abrufen: "Ob Produktions- oder Verwaltungsgebäude, Kita, Vereinsheim, Ein- oder Mehrfamilienhaus: Die Dach-Solar-Richtlinie steht allen Eigentümerinnen und Eigentümer in der Region Hannover offen und soll sie dazu motivieren, das Dach energetisch zu modernisieren und gleichzeitig auf erneuerbare Energien zu setzen." Geld dafür ist noch da: Aufgrund der hohen Nachfrage hat die Regionsversammlung den Fördertopf für die Jahre 2020 bis 2022 bereits auf 2,7 Millionen Euro aufgestockt.

"Private Solaranlagen sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Wirklich nachhaltig wird ein Gebäude aber erst, wenn es nicht nur selber Strom oder Wärme produziert, sondern auch möglichst viel Energie spart. Da setzt unser Förderprogramm an", erklärt Umweltdezernentin Christine Karasch. Je Quadratmeter gedämmter Dachfläche beträgt die Förderung aus der Dach-Solar-Richtlinie 50 Euro – maximal pro Gebäude 50.000 Euro.

Solar-Offensive

Die Richtlinie ist Teil der Solar-Offensive der Region Hannover. Der Eigentümerin oder dem Eigentümer ist es freigestellt, ob im Rahmen der Dachsanierung eine Solarstrom- oder eine Solarwärme-Anlage gebaut wird. Auch die Förderung von Solarwärme-Anlagen nach der regionseigenen Förderrichtlinie oder eine Förderung der Solaranlage mit vorhandenen Bundesprogrammen ist möglich. Weitere Informationen zur Dach-Solar-Richtlinie gibt es auf www.hannover.de/solaroffensive oder per Mail an klimaschutzleitstelle@region-hannover.de.

Ob sich eine Dachfläche zur Installation einer Solarenergieanlage eignet, lässt sich mit einem Schnell-Check über das Solarkataster der Region Hannover feststellen.

Mit früher Intervention gegen chronische seelische Erkrankungen

"Angsterkrankungen, Depressionen, problematischer Alkoholgebrauch, Essstörungen und damit verbunden ein erhöhtes suizidales Risiko: die Corona-Pandemie trägt das Risiko einer gewaltigen Welle psychischer Krisen und Störungen in sich", so Prof. Dr. Marc Ziegenbein, Chefarzt und Ärztlicher Direktor des Klinikum Wahrendorff, eine der größten psychiatrischen Einrichtungen Europas. Dabei machen dem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie nicht nur die gefährlichen Wellen Sorge, sondern auch die ungeheure Sogkraft des zurückfließenden Wassers. "Neben den persönlich von psychischen Krisen betroffenen Menschen, werden Tausende von Menschen, Partner, Familie, Angehörige, Freunde etc. unter den Auswirkungen leiden."

"Wir wissen aus Erfahrung, dass die genannten Erkrankungen einen ungünstigeren Verlauf nehmen mit dem Risiko der Chronifizierung, je später sie erkannt und spezifisch behandelt werden. Eine frühzeitige Behandlung ist also dringend angezeigt, um die ungünstigen Folgewirkungen dieser Erkrankungen abzuwenden", fasst Prof. Ziegenbein zusammen. Und macht zugleich darauf aufmerksam, dass sich in den primären Anlaufstellen, beim Hausarzt, bei den Fachärzten und auch in Tageskliniken derzeit weniger Menschen trauen nach Hilfe zu suchen. Die Gründe sind vielfältig, Unkenntnis über die passende Hilfe, Angst vor sozialen Kontakten in der Pandemie oder schlichtweg die persönliche Hemmschwelle, sich zu einer seelischen Erkrankung zu bekennen.

Prof. Ziegenbein empfiehlt eindringlich: "Wer selbst nicht mehr in der Lage ist, bestimmte Fähigkeiten zu stärken oder zu steuern, zum Beispiel Umgang mit Stress und Konflikten, Ängsten oder wer bei sich selbst oder bei Angehörigen feststellt, dass der Konsum von Alkohol oder Drogen zunimmt, sollte sich Hilfe suchen und das tatsächlich frühzeitig wie nur möglich. Sprechen Sie ihren Hausarzt an oder nutzen Sie die vielfältigen Hilfsangebote der sozialen Einrichtungen vor Ort."

Das Klinikum Wahrendorff bietet ein großes Spektrum von Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten an, um den Betroffenen auf schnellem Wege die Hilfen zu bieten, die sie brauchen. Dazu zählen unter anderem Angebote per Videosprechstunde, mit der Möglichkeit, die Menschen durch diese besonderen Krisenzeiten zu begleiten.

In der Landeshauptstadt Hannover und in Sehnde sowie Lehrte bietet das Klinikum Wahrendorff in seinen Tageskliniken weitere Hilfsangebote an. Mit neuen innovativen Modellen werden Kontakte in der Corona-Pandemie reduziert und umfassende Hygieneregelungen schützen Patienten und Mitarbeitende. Anfragen für die Tageskliniken in der Borgentrickstraße, in Linden Schwarzer Bär, am Welfenplatz, in der Gartenstraße und in Sehnde sowie Lehrte können zentral unter der Telefonnummer 05132/90-2929 gestellt werden. Auch eine zentrale Online-Anfrage ist auf der Website des Klinikum Wahrendorff möglich.