Kategorienarchiv: Wedemark

Bis zu 185 Euro Notfall-Kinderzuschlag: Finanzielle Hilfe für Familien in der Corona-Zeit

Viele Familien sind zurzeit durch den Corona-Virus vor große organisatorische, aber auch finanzielle Probleme gestellt. Eltern müssen wegen Schließungen von Kitas und Schulen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren und können ihrer beruflichen Tätigkeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind möglicherweise bereits in Kurzarbeit oder haben aufgrund fehlender Aufträge gravierende Einkommenseinbußen.

Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend hat aus diesem Grund einen Notfall-Kinderzuschlag für Familien mit kleinen Einkommen gestartet, der im April in Kraft tritt.

Die bereits bestehende Familienleistung Kinderzuschlag, im weiteren KiZ, unterstützt Familien, wenn das Einkommen der Eltern nicht für die gesamte Familie reicht, und kann pro Kind monatlich bis zu 185 Euro zusätzlich bedeuten.

Bisher bildete das Durchschnittseinkommen der vergangenen sechs Monate die Berechnungsgrundlage, für den Notfall-KiZ wird der Berechnungszeitraum auf das Einkommen deutlich verkürzt.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Wedemark, Silke Steffen-Beck, macht deutlich: "Hiermit wird Familien in krisenbedingten Lebenslagen finanziell geholfen. Ab April muss in der Antragstellung nicht mehr das Einkommen der letzten sechs Monate nachgewiesen werden, sondern lediglich des letzten Monats vor der Antragstellung."

Antragstellerinnen und Antragsteller belegen ihr Einkommen anhand der Einkommensbescheinigung des Monats vor der Antragstellung. Diese Regelung zum Notfall-KiZ tritt im April 2020 in Kraft und gilt befristet bis zum 30. September 2020.

Durch die Möglichmöglichkeit Familienleistungen, insbesondere den Notfall-KiZ, online zu beantragen, ist der Zugang zu der Leistung schneller und unbürokratischer geworden.

"Familien können den Antrag von zu Hause stellen, was in Zeiten der Corona-Verbreitung besonders wichtig ist. Sie müssen den Antrag nicht persönlich in der Familienkasse abgeben" erklärt Steffen-Beck. "Ein Online-Antragsassistent unterstützt die Eltern bei der Antragsstellung."

Informationen zum Notfall-KiZ finden Eltern unter www.notfall-KiZ.de , weitere Informationen darüber hinaus unter www.familienportal.de.

Hannoversche Volksbank unterstützt gemeinnützige Initiativen mit 13.100 Euro

Es ist mittlerweile schon eine gute Tradition: Seit vielen Jahren engagiert sich die Hannoversche Volksbank für soziale und kulturelle Zwecke sowie für den Sport in der Wirtschaftsregion Hannover-Celle-Hildesheim. Auch in diesem Jahr gibt es für insgesamt 172 Projekte einen warmen Geldsegen. Gefördert wurden aus den Reinerträgen der VR-Gewinnspargemeinschaft e.V., deren Lose bei der Volksbank erhältlich sind, Sozial-, Sport- und Kultur-Projekte in Höhe von genau 230.129,74 Euro. Rund 65.000 Euro entfallen davon wieder auf fünf VW up!, welche die Hannoversche Volksbank als VRmobile im Herbst 2019 ausgeschrieben hatte und die im April übergeben werden.

Die restlichen etwa 165.000 Euro fließen als finanzielle Zuwendungen an gemeinnützige Vereine und Initiativen im Geschäftsgebiet der Genossenschaftsbank.

In Burgwedel und der Wedemark haben Filialdirektor Christian Zapfe und Mellendorfs Filialleiter Frank Felgner jetzt für große Freude bei neun Vereinen gesorgt. Im KompetenzCenter Großburgwedel überreichten sie in einer kleinen Feierstunde symbolische Spendenschecks an die folgenden Einrichtungen:

  • Golfclub Isernhagen e.V. (Teambekleidung für die Jugend) -3.000 Euro
  • Hockeyfreunde Hannover 78 e.V. (Torwart-Ausrüstung) -2.000 Euro
  • Schützenverein Großburgwedel von 1888 e.V. (Teambekleidung für die Jugend) -1.000 Euro
  • Schützenverein Kleinburgwedel von 1905 e.V. (elektronische Schießscheiben) -1.000 Euro
  • Mellendorfer Turn-Verein von 1919 e.V. (Anschaffung von Sportbekleidung) -1.300 Euro
  • Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf e.V. (Blumen-Pflanzaktion 2020 -Kauf von Pflanzen und Anschaffung einer Sitzbank) -1.500 Euro
  • imago Kunstverein Wedemark e.V. (Zuschuss für den Druck von Flyern, Plakaten und Handzetteln) -1.200 Euro
  • Förderverein der Kita St. Martini Brelingen e.V. (Anschaffung von Mikroskopen, Lehrbüchern etc.) -1.000 Euro
  • Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark e.V. (Anschaffung Papierschrank) -1.100 Euro

"Mit diesen Geldern stärken wir das ehrenamtliche Engagement in unserer Region", erläutert Filialdirektor Christian Zapfe. "Ohne diese ehrenamtliche Tätigkeit wären viele Angebote heutzutage unerschwinglich. Und zahlreiche Projekte könnten ohne finanzielle Unterstützung überhaupt nicht realisiert werden," ergänzt Filialleiter Frank Felgner.

Hintergrund:

Die Reinerträge ergeben sich aus dem VR-GewinnSparen der genossenschaftlichen Bankengruppe. Mit einem Einsatz von 5 Euro monatlich, 1 Euro sind der Spieleinsatz für die Lotterie und 4 Euro der Sparbeitrag, der am Ende des Jahres als Gesamtbetrag auf einem Sparbuch gutgeschrieben wird, kann jeder an dieser attraktiven Lotterie teilnehmen. Lotterieveranstalter ist die VR-Gewinnspargemeinschaft e. V., die vor über 60 Jahren von den Genossenschaftsbanken hierfür gegründet wurde. Zusätzlich zu den Sparsummen und attraktiven Gewinnen fallen beim VR-GewinnSparen die sogenannten Reinerträge an. Gelder, die über die Volksbanken und Raiffeisenbanken an soziale und kulturelle Einrichtungen vergeben werden.

Caren Marks sucht Teilnehmerin für Girls‘ Day im Deutschen Bundestag

Auch in diesem Jahr lädt die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin Caren Marks eine Jugendliche aus ihrem Wahlkreis zum Girls‘ Day der SPD-Bundestagsfraktion nach Berlin ein. Vom 25. bis zum 26. März erwartet die Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland wieder ein spannendes Programm in der Bundeshauptstadt. "Ich freue mich auf die Bewerbungen, ein kurzes Motivationsschreiben zur gewünschten Teilnahme am Girls´ Day bei mir im Deutschen Bundestag reicht völlig aus", so die Abgeordnete.

Nach wie vor gibt es viel mehr Männer in politischer Verantwortung. Ob im Gemeinde- beziehungsweise Stadtrat, im Landtag oder im Bundestag, der Anteil von Frauen ist noch immer deutlich zu gering. "Mehr Frauen in die Parlamente ist ein berechtigtes Anliegen, deshalb beteilige ich mich aus Überzeugung seit vielen Jahren gemeinsam mit meiner Fraktion am Girls‘ Day. Die teilnehmenden Mädchen erfahren viel über die Perspektiven von Frauen in der Politik und sie lernen berufliche Werdegänge von Bundespolitikerinnen kennen. Des Weiteren bekommen sie Einblicke in gleichstellungs- und familienpolitische Konzepte", erläutert Caren Marks.

Bewerben können sich Mädchen zwischen 16 und 18 Jahren, die im Wahlkreis von Caren Marks, Hannover- Land I, wohnen. Dazu gehören folgende Kommunen: Burgdorf, Burgwedel, Garbsen, Isernhagen, Langenhagen, Neustadt, Wedemark, Wunstorf. Die Kosten für Fahrt, Unterbringung sowie für ein gemeinsames Abendessen am ersten Tag und ein Frühstück am zweiten Tag werden übernommen.

Interessierte können ihre Bewerbung bis zum 10. Februar 2020 per Mail an caren.marks@bundestag.de an das Bundestagsbüro von Caren Marks in Berlin schicken.

Hoppenstedt begrüßt 50 Besucherinnen und Besucher aus seinem Wahlkreis in Berlin

Auf Einladung ihres CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt haben 50 politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger die Bundeshauptstadt im Rahmen einer politischen Bildungsreise besucht. Zu den Gästen zählten unter anderem der Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr aus der Wedemark und ehrenamtliche Helfer des Kiran Kinderhauses in Isernhagen.

Auf der Informationsfahrt besuchten die Teilnehmer unter anderem das ZDF-Hauptstadtstudio und erkundeten die Hauptstadt im Rahmen einer Stadtrundfahrt. Einer der Höhepunkte des dreitägigen Aufenthalts war ein Informationsgespräch im Bundesministerium der Verteidigung.

Wie die parlamentarische Arbeit funktioniert, erfuhren die Gäste bei einem Besuch des Reichstages mit der Teilnahme an einer Plenarsitzung. Im Anschluss an die Plenardebatte nahm sich Hendrik Hoppenstedt Zeit, mit der Gruppe aus seinem Wahlkreis ins Gespräch zu kommen. Der Abgeordnete stellte den Gästen den typischen Ablauf einer Sitzungswoche und seine Arbeit als Staatsminister bei der Bundeskanzlerin vor. Er beantwortete auch die vielen Fragen der Besucherinnen und Besucher zum aktuellen politischen Geschehen.

Es ging unter anderem um den aktuellen Haushaltsentwurf des Deutschen Bundetages für 2020. Danach plant der Bund Ausgaben von mehr als 360 Milliarden Euro. Dabei werden auch in diesem Jahr keine neuen Schulden aufgenommen und die schwarze Null bleibt bestehen.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war das Thema Grundrente. Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, mehr Geld bekommen müssten als die, die nicht oder nicht so lange gearbeitet haben. Voraussetzung für den Bezug der Grundrente ist laut Koalitionsvertrag aber eine Bedürftigkeitsprüfung, die Hendrik Hoppenstedt sehr wichtig findet, da ansonsten der Empfängerkreis ungerecht groß werde.

Nach dem Gespräch wurde noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto geschossen und die Gäste hatten die Möglichkeit, die Kuppel des Reichstagsgebäudes zu besuchen.

Dr. Hendrik Hoppenstedt freute sich über den Besuch aus seinem Wahlkreis: "Es war eine interessante Diskussion über verschiedene politische Themen. Ich freue mich darüber, den Besuchern dadurch auch meine Sicht der Dinge zu erläutern und meine politische Arbeit in Berlin vorstellen zu können. Gleichzeitig ist es aber immer wertvoll, durch die Besuchergruppe viele wichtige Denkanstöße zu bekommen. Das war auch dieses Mal so".

Mit einem Ruck bewegt sich der Kirchenkreis Burgdorf „vom Walzer zum Quickstep“

Einen Tag vor Ende der diesjährigen "Woche der Diakonie" (1. bis 8. September) hat der Kirchenkreis Burgdorf seine zweitägige "Zukunftswerkstatt" zur künftigen Arbeit in den evangelisch-lutherischen Gemeinden des Kirchenkreises beendet. Ganz am Ende der Veranstaltung stand am gestrigen Sonnabend, 7. September 2019, ein Pressegespräch in den Tagungsräumlichkeiten des Burgdorfer Tanzstudios B5 an der Braunschweiger Straße.

Zur Stimmung und Atmosphäre während der Beratungen mit den etwa 120 Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Kirchenkreis sowie mit Personen des öffentlichen Lebens sagte Kirchenkreisjugendwartin Ann-Marie Reimann: "Mit den erörterten zukunftsorientierten Ansätzen bewegt sich Kirche vom Walzer zum Quickstep." Zu den Ansätzen gehören nach Worten von Superintendentin Sabine Preuschoff auch kleine Arbeitsgruppen (AG), die Gedanken und Ideen zusammentragen sollen, um bis Ende 2020 ein konkretes (Zukunfts-)Konzept vorstellen zu können. Damit sollen Fragen wie beispielsweise "In welcher Form kann Kirche mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen?", "Wie kann Kirche dem Fachkräftemangel entgegentreten?" oder "Wie können die Gemeinden im Kirchenkreis in Balance gehalten werden?" beantwortet werden. Kirche müsse sich bewegen und sich auf die veränderten Realitäten einstellen, so Sabine Preuschoff. Kirchenkreisvorstandsmitglied und Kirchenvorstandsvorsitzender der Matthäus-Gemeinde in Lehrte, Wilhelm Busch, brachte es auf den Punkt: "Nach gründlicher Beleuchtung des Ist-Zustandes muss ein Ruck durch unsere Kirche gehen, denn wir stehen vor großen Herausforderungen. Wir müssen mit aktivem Anpacken die Veränderungen bestimmen und uns nicht von den Veränderungen bestimmen lassen."

Da sieht sich Kevin Fischer aus Ahlten nun auf einem guten Weg. Er sei glücklich, so viele nette Menschen kennengelernt zu haben und mit ihnen ins Gespräch gekommen zu sein: "Ich habe mich als Jugendlicher wahrgenommen gefühlt und bin froh, dass die Arbeit jetzt in den AGs weitergeht." Es sei schön gewesen zu beobachten, wie die Generationen ins Gespräch gekommen seien, bestätigte Riika Hinkelmann (Neustadt), Gemeindeberaterin der Landeskirche Hannover.

Der Anfang ist gemacht. Nun müssen die AGs Vorschläge und Vorstellungen unter anderem zu den Themenbereichen "Jugendarbeit", "Gebäude" und "Gottesdienstgestaltung" in ein zukunftsfähiges Konzept für die insgesamt 49.000 Kirchenmitglieder im Kirchenkreis Burgdorf gießen. "Durch Sterbefälle und Austritte verliert der Kirchenkreis jedes Jahr rund 1000 Mitglieder. Eine Zahl, die von den Taufen nicht vollständig kompensiert werden kann", beschrieb die Superintendentin einen "eckigen" Sachverhalt, der mit Blick auf die derzeitige Situation im Rahmen der Zukunftswerkstatt auch zur Sprache kam.

Zum Schluss musste niemand seinen Heimweg mit leeren Händen antreten. Alle bekamen eine Tüte mit "Kirche in Nudelform" und einen von Sabine Preuschoff gespendeten Segen für ihren Weg zurück in die Gemeinden im Kirchenkreis Burgdorf.

Verhandlungen zur Regionsumlage sind gescheitert

Die Verhandlung der 21 regionsangehörigen Kommunen mit der Region Hannover über eine Neugestaltung der Regionsumlage ist am heutigen Donnerstag, 29. August 2019, ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Ein Kompromiss zwischen der Regionsverwaltung und den Spitzen der Regionskommunen konnte trotz intensiver Beratung nicht erreicht werden. Die Verhandlungen sind damit gescheitert.

Der wachsende Druck auf die Kommunen bei Investitionen und Aufwendungen in den kommunalen Haushalten machte Verhandlungen notwendig. Die Städte und Gemeinden waren mit dem Ziel an die Regionsspitze herangetreten, ein deutliches Entgegenkommen bei der Höhe des Haushaltsansatzes der Region zu erreichen. Die Region Hannover finanziert sich im Wesentlichen aus den Umlagen der regionsangehörigen Kommunen, zu denen die Landeshauptstadt Hannover und die 20 Städte und Gemeinden des Umlandes gehören. Die Höhe der Regionsumlage wird durch die Regionsversammlung mittels Hebesatz festgesetzt. Je höher die Einnahmen einer Kommune sind, desto größer ist ihre Abgabe an die Region. Die Regionsverwaltung finanziert daraus Leistungen ihres Aufgabespektrums. Diese Hebesatzfestlegung soll sich nach Willen der Kommunen deutlich verändern und eine spürbare Entlastung bringen.

Die Kommunen erwarteten nun von der Region eine Veränderung bei der Bemessung dieser Umlage. Dabei verweisen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister auf die eindeutige Rechtslage und ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes. Das hat festgestellt, dass Landkreise – wie die Region Hannover – verpflichtet sind, bei der Bemessung ihrer Umlage den eigenen Finanzbedarf mit denen der Kommunen zwingend transparent gegeneinander abzuwägen.

Diese Form der Bedarfsplanung für die Regionsumlage wollen die 21 Städte und Gemeinden umsetzen, darauf hatten sie sich bereits im März 2019 verständigt. Die Kommunen wollen künftig ihre Bedarfe vor Aufstellung des Verwaltungsvorschlages an die Regionsverwaltung übermitteln. Damit kann sich die Region an den kommunalen Anforderungen orientieren und ihre eigenen Bedarfe damit synchronisieren. Erst dann soll der Regionsvorschlag in die politischen Beratungen zur Entscheidung gegeben werden.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Region sind in dieser Woche zu einer zweitägigen Klausurtagung mit der Regionsspitze mit dem Ziel angereist, dass doch noch nach monatelangen Verhandlungen ein Kompromiss gefunden werden kann, der eine spürbare Senkung der Regionsumlage mit sich bringt. Der Regionspräsident habe dort aber deutlich gemacht, dass er keine Möglichkeit sehe, den Wünschen und Erwartungen der Kommunen entgegenzukommen. "Ebenso lehnte er es ab, einen alternativen Verfahrensvorschlag zu unterbereiten, der der Rechtslage entspricht. Der Regionspräsident kündigte im Gegenzug an, nunmehr die Regionsumlage im Jahr 2020 auf 799 Millionen Euro festsetzen zu wollen. Damit würde die Region weit über ihre bisherigen Planungen hinaus gehen – diese lag bei 768 Millionen Euro. Im Vergleich zum Rekordjahr 2018 mit 703 Millionen Euro liegt der neue Vorschlag um 96 Millionen Euro höher. Somit steht am Ende der Verhandlungen keine Entlastung der Städte und Gemeinden, sondern eine massive Mehrbelastung von fast 100 Millionen Euro", so Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski in einer Pressemitteilung.

"Wir bedauern die aktuelle Entwicklung", sagt er und fügt hinzu: "Wir haben bis zuletzt versucht, eine Einigung zu erzielen, um die Finanzierung von Kinderbetreuung, Schulen und Feuerwehren auch zukünftig sicherstellen zu können. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir zum Schutz unserer Städte und Gemeinden nicht mehr anders können, als uns rechtlich gegen die Regionsumlage zur Wehr zu setzen. Wir bleiben aber gegenüber Politik und Verwaltung der Region gesprächsbereit."

Mehr Verkehrsunfälle in 2018 im Bereich der Polizeiinspektion Burgdorf

Im Jahr 2018 ereigneten sich im Bereich der Polizeiinspektion Burgdorf mit den nachgeordneten Polizeikommissariaten Großburgwedel, Langenhagen, Lehrte und Mellendorf 129 Verkehrsunfälle, bei denen Personen getötet oder schwer verletzt wurden. Im Mittel der vergangenen fünf Jahre waren es 111 Unfälle mit schwerem Personenschaden. Dies entspricht einer Steigerung von 16,2 Prozent gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt.

Durch die höhere Anzahl an Verkehrsunfällen mit schwerem Personenschaden ist auch die Anzahl der betroffenen Personen höher als im Vergleichszeitraum. 2018 starben 6 (Mittelwerte der Jahr 2013 bis 2017: 8) beziehungsweise wurden 131 (113) Personen schwer verletzt. Auffällig sei nach Angaben der Polizei hierbei, dass sich die Altersklassen der Kinder / Jugendliche sowie der 18- bis 24-Jährigen auf dem Niveau der Vorjahre befinden, eine signifikante Steigerung jedoch bei den Beteiligten ab 55 Jahre zu verzeichnen sei. Im Vergleich zu den Vorjahren stieg die Anzahl der betroffen Personen in dieser Alterklasse von 45 pro Jahr auf 66 in 2018. Dies entspricht einer Steigerung von 46,7 Prozent.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit leichten Personenschaden stieg von (843) auf 899, die Anzahl der leicht verletzten Personen von (927) auf 991.

Insgesamt wurden im Bereich der Polizeiinspektion Burgdorf 6507 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Bei den Hauptunfallursachen im Bereich der Verkehrsunfälle mit schwerem Personenschaden sei festzustellen, dass überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol- / Drogenkonsum genauso dazuzurechnen seien, wie Fehler beim Abbiegen und Vorfahrtverletzungen.

Mit 1752 registrierten Unfallfluchten ist der Höchstwert vom vergangenen Jahr noch einmal übertroffen worden. Die Aufklärungsquote liegt im Verbund der Polizeiinspektion Burgdorf bei 39 Prozent. Hier ergeht der Appell an alle möglichen Zeugen: "Bitte umgehend nach der Beobachtung die Polizei verständigen."

„Klein, aber oho!“ – Tag der kleinen Forscher

Wie entsteht ein Regenbogen, wieso wachsen Blumen und wie kommt der Honig ins Glas? Kinder haben viele Fragen und von klein auf einen natürlichen Entdeckerdrang. "Klein, aber oho!" – passend zu dem diesjährigen Motto des bundesweiten Aktionstages der gemeinnützigen Berliner Stiftung "Haus der kleinen Forscher" feierten die Sennheiser Betriebskrippe in Wennebostel und das Netzwerk Forscher-Kids Region Hannover ein großes Forscherfest: Die Kinder der Einrichtung konnten mit ihren Eltern am heutigen Dienstag, 28. Mai 2019, gemeinsam mit den Erzieherinnen sowie zwei Trainerinnen des Netzwerks an verschiedenen Forscher-Stationen jede Menge ausprobieren und entdecken.

"Angesichts der wachsenden Flut an Eindrücken, denen wir ausgesetzt sind, ist es äußerst wichtig, sich früh mit dem Wesentlichsten und Unmittelbarsten, nämlich seiner Umwelt, auseinanderzusetzen. Der ‚Tag der kleinen Forscher‘ unterstützt Kinder dabei, die Welt zu entdecken, zu verstehen und zu würdigen", so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. Für die "Ohrwürmchen" war der Aktionstag eine erfolgreiche Premiere: "In jedem Kind steckt ein kleiner Forscher. Daher war dieser Tag eine tolle Erfahrung für die Kinder und bot viele Inspirationen für die Erzieherinnen, das Experimentieren weiter in den Alltag zu integrieren", war Einrichtungsleiterin Ilka Haßkerl begeistert.

Seit mehr als zehn Jahren ruft die Stiftung "Haus der kleinen Forschung" den bundesweiten "Tag der kleinen Forscher" aus. "In diesem Jahr gehen Kinder überall in Deutschland der Frage nach, wie viel Naturwissenschaften, Mathematik Informatik und Technik eigentlich in unserer täglichen Erlebniswelt stecken – ich freue mich, in der Wedemark mit den ganz Kleinen mitfeiern zu können und zu sehen, wie sich hier in der Region viele Partner zusammen erfolgreich für die gute frühe MINT-Bildung einsetzen, um Kinder stark für die Zukunft zu machen", sagte Dr. Jutta Moschner vom "Haus der kleinen Forscher". Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Stiftung engagiert sich seit 2006 in ganz Deutschland und unterstützt mit ihren Fortbildungsangeboten die MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung Kindern in Kitas und Grundschulen; die teilnehmenden Einrichtungen können sich als "Haus der kleinen Forscher" zertifizieren lassen.

Unter dem Titel "Forscher-Kids Region Hannover" hat die Region im Jahre 2015 als lokale Netzwerkpartnerin der Stiftung die Koordination des Angebots in den regionsangehörigen Kommunen übernommen: Sie berät die pädagogischen Fachkräfte und Kitas in allen 21 Kommunen der Region Hannover, bietet Themen-Fortbildungen mit speziell ausgebildeten Trainerinnen und Trainern an und übernimmt die Personalkosten sowie Materialkosten für die Fortbildungen. "Es ist schön zu sehen, dass sich immer mehr Kindertagesstätten aus allen Kommunen unserem Netzwerk anschließen und die Kinder dabei unterstützen, ihren natürlichen Forscherdrang und Entdeckergeist auszuleben", so Alexandra Igel-Brée, Netzwerkkoordinatorin Forscher-Kids der Region Hannover. An dem Fortbildungsprogramm teilgenommen haben bisher rund 1.400 pädagogische Fachkräfte aus 370 Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Projekt „Lernort Bauernhof – Kinder entdecken Landwirtschaft“

Woher kommen unsere Lebensmittel? Kann eine Kuh immer Milch geben? Wie wird aus Weizen und Gerste Brot? Was fressen Schweine? Und wie entsteht Butter? Antworten auf diese  Fragen rund um Landwirtschaft und Ernährung können Kinder auf dem "Lernort Bauernhof" finden. Auf dem Hof Backhaus in Plumhof wurde das neue umweltpädagogische Projekt der Region Hannover am heutigen Dienstag, 28. Mai 2019, vorgestellt. Kooperationspartner sind das Landvolk Hannover e.V., die Kreislandfrauen und die Forscher-Kids der Region Hannover.

"Auf einen Bauernhof können Schüler und Schülerinnen mit allen Sinnen lernen: Es kann gerochen, gehört, gefühlt und ausprobiert werden", erläuterte Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover. Mit dem Projekt "Lernort Bauernhof – Kinder entdecken Landwirtschaft" will die Region Hannover das Umweltbewusstsein von Kindern fördern. Im Rahmen einer dreitägigen Unterrichtseinheit Angebots können Grundschulkinder unter pädagogischer Begleitung praktische Erfahrungen rund um die Landwirtschaft sammeln: unter anderem beim gemeinsamen Kochen mit Landfrauen, bei einer "Bauernhof-Olympiade" und natürlich bei einem Besuch auf einem Bauernhof.

"Wir wollen Landwirtschaft zum Anfassen ermöglichen und den Kindern zeigen, wo Nahrungsmittel ihren Ursprung haben. Die Rückmeldungen zu den ersten Pilotterminen war überwältigend, so dass wir in diesem Jahr noch acht weitere Termine anbieten", so Sonja Papenfuß. Ziel ist es, örtliche landwirtschaftliche Betriebe mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten einzubinden und bereits bestehende Angebote  aufzugreifen. So können im Programm Bausteine wie "auf Tuchfühlung mit Pferden", "das Erlebnis vom Kalb zur Kuh", "Mutterkühe, Schweine und Schafe" oder "das Erlebnis vom Huhn zum Ei" angeboten werden. Der Bauernhofbesuch soll für die Schülerinnen und Schüler auch im Nachgang weiter wirken; dazu sind ergänzende Angebote wie ein durch Landfrauen angeleitetes gemeinsames Kochen vorgesehen, bei denen vom Hof mitgebrachte Lebensmittel verarbeitet werden.

Volker Hahn, Vorsitzender Landvolk Hannover e.V.: "Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Region Hannover und den LandFrauen ein Bildungskonzept entwickelt haben, das Kindern das direkte Erleben mit Landwirtschaft, Natur und Ernährung ermöglicht. Das rege Interesse von Seiten der Grundschulen motiviert uns, dieses Angebot zukünftig auszubauen."

Kinder in der Region Hannover sollen nach Möglichkeit drei Mal in ihrer Bildungslaufbahn (Kindergarten, Grundschule, 5. Klasse) unmittelbaren Kontakt mit der Landwirtschaft haben. In diesem Jahr werden noch vier weitere Bauernhöfe zu außerschulischen Lernorten, insgesamt sind zwölf dreitägige Einheiten geplant.

Kommunen sind sich einig: „Regionsumlage muss gesenkt werden“

Die Regionsumlage muss gesenkt werden, darüber sind sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der regionsangehörigen Kommunen einig. Am heutigen Dienstag, 19. März 2019, haben sie sich auf ein gemeinsames Positionspapier verständigt. Dies gibt Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski in einer Pressemitteilung bekannt.

"Künftig darf es keinen automatischen Anstieg der Regionsumlage mehr geben, nur, weil die Einnahmen der Kommunen steigen", fasst Bürgermeister Zychlinski die Forderungen der Kommunen zusammen. Ausgangspunkt dieser Forderung war der Anspruch einer transparenten Ermittlung der Regionsumlage. Die Finanzierung der kommunalen Haushalte müsse zuverlässig planbar sein, um die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden sichern zu können.

Die Hauptverwaltungsbeamtinnen und -beamten fordern von der Region im ersten Schritt:

  • Der Hebesatz der Regionsumlage 2019 muss auf die bereits im Haushalt der Region festgesetzten 759 Millionen Euro festgelegt werden.
  • Den Finanzbedarf der Städte und Gemeinden muss frühzeitig ermittelt werden.
  • Die tatsächlichen Finanzbedarfe der Region Hannover müssen frühzeitig offengelegt werden.
  • Dieses ist transparent zu kommunizieren.

"Dazu wollen wir mit der Region Hannover in Verhandlungen eintreten", kündigt Helge Zychlinski an. Der erste Termin solle kurzfristig stattfinden, machen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in ihrem Papier deutlich: "Aus diesem Grund haben wir eine Verhandlungskommission gebildet. Diese wird sich mit der Region kurzfristig über das weitere Vorgehen verständigen", heißt es darin.

Wichtig sei es den Verwaltungschefs, zu betonen, dass für sie die Frage einer Klage nicht vordergründig sondern als "Ultima Ratio" zu betrachten ist. Klar sei jedoch: "Wir stehen geschlossen hinter dem Papier. Unser Ziel ist es, unseren hohen Investitionsbedarf für Schulen, Feuerwehren oder Kindertagesstätten langfristig zu sichern."

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