FDP Burgwedel für Prüfung einer Modernisierung des Feuerwehrhauses

Die Mitglieder der FDP Burgwedel haben sich für eine Überprüfung des aktuellen Feuerwehrstandortes in Großburgwedel ausgesprochen. Auf der Hauptmitgliederversammlung am 10. Februar wurden Vor- und Nachteile des Standortes am Mühlenbruchdamm erörtert. Auf der Basis das Sachverständigengutachtens vom 13. Mai 2020 hält die FDP Burgwedel unverändert an einer Prüfung des Ist-Standortes neben einer Prüfung des Standortes Bissendorfer Straße fest. So hatte es auch das FDP-Ratsmitglied Henrik Grabowski im Feuerschutzausschuss gefordert. "Leider vergeblich", so die Liberalen. Der FDP sei bewusst, "dass das Feuerwehrhaus am Mühlenbruchdamm schon seit längerem nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Aus diesem Grund hatte die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, um eine Modernisierung des Ist-Standortes zu prüfen, sowie einen alternativen Standort untersuchen zu lassen. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die objektiv vorhanden Mängel beseitigt werden können. Wenn angesichts des Gutachtens mantraartig wiederholt wird, dass der neue Standort Bissendorfer Staße der beste Standort sei, so werden die Aussagen des Sachverständigengutachtens bewusst verfälscht", so die FDP Burgwedel in einer Pressemitteilung.

Im November 2019 wurden neben dem aktuellen Standort am Mühlenbruchdamm und dem Standort Bissendorfer Straße zwei neue Standorte durch den Verwaltungsausschuss zur Prüfung genannt: Kokenhorststraße und Am Mühlenfeld. "Im Gutachten vom 13. Mai 2020 kommt die beauftragte Prüfungsgesellschaft zu dem Ergebnis, dass der aktuelle Standort Mühlenbruchdamm beim Parameter Erreichbarkeit für die Einsatzkräfte, sowie den Ausrückzeiten der geeignetste Standort ist (geprüft wurden drei Parameter: maximale räumliche Erreichbarkeit, bestmögliche Personalverfügbarkeit, möglichst geringe Ausrückzeit in Gruppenstärke). Bei der Prüfung landete der Standort in der Bissendorfer Straße auf dem letzten Platz", erklärt die FDP. Im Fazit des Sachverständigengutachtens (S.36) heißt: "Die Standortanalyse zeigt, dass aus dem derzeitigen Feuerwehrhaus ein besseres Versorgungsniveau erzielt wird als aus den geprüften Alternativstandorten. Sollten alle notwendigen Erweiterungsmaßnahmen umgesetzt werden, stellt der Ist-Standort weiterhin die bestmögliche Option für die Ortsfeuerwehr Großburgwedel dar. Von den Alternativstandorten erzielen die Grundstücke "Kokenhorststraße" und "Am Mühlenfeld" geringfügig bessere Ergebnisse als das Grundstück an der "Bissendorfer Straße".

"Die aktuelle politische Beschlusslage in Burgwedel lässt allerdings eine Betrachtung sowohl des Ist-Standortes als auch der zwei übrigen Alternativstandorte außer Betracht und verengt sich stattdessen auf den – unter Versorgungsgesichtspunkten – schlechtesten Standort, den in der Bissendorfer Straße", moniert die FDP.

Die Freien Demokraten Burgwedel fordern deshalb eine ergebnisoffene Prüfung mindestens des aktuellen Standorts am Mühlenbruchdamm neben dem in der Bissendorfer Straße. "Unter Versorgungsgesichtspunkten den besten Standort nicht weiter zu prüfen, ist nicht im Sinne des Bevölkerungsschutzes. Der von der Ortsfeuerwehr präferierte Standort in der Bissendorfer Straße ist zudem ein geschütztes Biotop, dessen Bebauung mit erheblichen rechtlichen Risiken verbunden ist. Mit einer Prüfung des Ist-Standortes ist noch keine finale Entscheidung verbunden, sondern erweitert den Entscheidungsspielraum und beugt zeitlichen sowie finanziellen Risiken Rückschlägen vor", so die Liberalen abschließend.