Feuer in Grundschule: 79 Brandbekämpfer von drei Feuerwehren üben gemeinsam

Zum Teil mit brachialer Gewalt verschafften sich der Brandbekämpfer Zutritt zum Gebäude.Foto: Dieter Siedersleben

Zu einer Alarmübung wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Fuhrberg, Großburgwedel und Kleinburgwedel am heutigen Mittwoch, 4. Dezember 2019, zur Grundschule Kleinburgwedel im Moorweg gerufen. Die Alarmierung erfolgte gegen 18:15 Uhr, wodurch die Feuerwehrkräfte aus den drei Ortschaften über die persönlichen Meldeempfänger sowie Sirenenalarm im Ort informiert wurden. Nach etwa vier Minuten waren die ersten Brandbekämpfer am Einsatzort angekommen. Vor Ort stellten sie ein verrauchtes Gebäude fest, zudem wurden Personen vermisst.

Das Grundschulgebäude wurde in zwei sogenannte Brandabschnitte aufgeteilt: Der erste Brandabschnitt im Hauptzugangsbereich und rückwärtigen Bereich (ehemaliges Lehrerzimmer und Bibliothek) wurde durch die Ortsfeuerwehren Fuhrberg und Kleinburgwedel besetzt, der zweite Brandabschnitt beinhaltete den Sanitärbereich mit Anrückeweg von der Burgstraße aus und wurde durch die Ortsfeuerwehr Großburgwedel bearbeitet.

Insgesamt acht vermisste Personen mussten in dem Gebäude ausfindig gemacht und gerettet werden. Diese Aufgabe hatte für die Einheitsleitungen oberste Abarbeitungspriorität und konnte auch mit den mehr als 18 Atemschutzgeräteträgern in akzeptabler Zeit gelöst werden.

Neben der Menschenrettung standen weitere Aufgaben an der Einsatzstelle im Fokus. So musste zunächst auch eine Löschwasserversorgung hergestellt werden, damit die suchenden Einsatzkräfte Löschwasser für den Eigenschutz zur Verfügung haben. Weiter hieß es, die verschiedenen Zugangsbereiche für ein sicheres Vorgehen und Arbeiten auszuleuchten, sich mit Brechwerkzeug an verschlossenen Türen und Fenstern Zugänge zu verschaffen sowie die Überdruckbelüftung und Entrauchung einzuleiten, damit die suchenden Einsatzkräfte klarere Sicht erhalten.

Zudem wurde ein aufblasbares Zelt aufgebaut, um sowohl gerettete Personen betreuen zu können oder auch eigenen Einsatzkräften Umkleide- und Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen. Auch das Einsatzleitfahrzeug der Stadtfeuerwehr zur Unterstützung der Einsatzleitung musste mit eingebunden werden.

Insgesamt waren 79 Einsatzkräfte in die Lage eingebunden. Hinzu kämen noch Rettungsdienstpersonal und Polizeikräfte, die aber auf Grund der Übungssituation nicht mit alarmiert wurden.

Nach weniger als einer Stunde konnte das Gesamtszenario als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden. Auch in diesem Erprobungseinsatz haben alle beteiligten Ortsfeuerwehren wieder neue Rückschlüsse auf ihre bereits vorbereiteten Abläufe und Vorgehensweisen sammeln können. Damit haben sich Verbesserungsmöglichkeiten ergeben, aber auch viele standardisierte Techniken konnten bestätigt werden.

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