Terminkollision: IGK-Fest, IWU-Gewerbeschau beim Entdeckertag oder beides?

Viele Besucher kamen in der Vergangenheit zur Gewerbeschau der IWU, die auch ein breites Rahmenprogramm anbot und daher gerne beim Entdeckertag der Region mitmachen würde.Foto: Bastian Kroll

Am Anfang stand der gute Wille: Weil die Region Hannover der Interessengemeinschaft Wettmarer Unternehmen (IWU) anbot, den Entdeckertag der Region auch nach Wettmar zu bringen, hat die Interessengemeinschaft nun eine Menge Ungemach am Hals. Der 1. Vorsitzende Björn Reschke versucht sich derweil um Schadensbegrenzung und schaut nach einer passenden Lösung. „Wir wollen doch niemandes etwas Böses“, betont der Vorsitzende.
Was war passiert? Als die Neu-Eröffnung der Hauptstraße in Wettmar anstand, entscheid sich die IWU, zusätzlich zum offiziellen Akt, zu dem meist nur ein Dutzend offizieller Vertreter kommt, ein Eröffnungsfest zu veranstalten. Rund 150 Einwohner kamen, um die neue Straße und vor allem die nun nicht mehr Bestehende Sperrung zu feiern. Der große Menschenauflauf ließ die Region Hannover hellhörig werden und schlug vor, dass zum 33. Entdeckertag der Region auch der Burgwedeler Ortsteil Wettmar einer der Veranstaltungsorte werden könnte und die Region Hannover dieses noch zusätzlich unterstütze. Eine Idee, die "auch bei der Stadt Burgwedel für Freude sorgte", so Reschke, da doch bislang Burgwedel ein schwarzer Fleck beim Entdeckertag war. Und da die IWU ihre für dieses Jahr geplante Gewerbeschau noch nicht terminiert hatte, sollte beides zusammen stattfinden.

Der Termin für den Entdeckertag steht allerdings fest: Dieser findet immer am Sonntag des zweiten Wochenendes im September statt. Nur, was bis dahin niemanden bewusst war: An selbigen zweiten Wochenende findet auch das IGK-Fest in Großburgwedel statt.

Als der IWU-Vorsitzende der Kollision bemerkte, habe er direkt beim IGK-Vorsitzenden Stefan Müller angerufen. "Er hat mir gesagt, dass unsere Veranstaltung am 13. September kein Problem sei, da noch keine Vorbereitungen für das IGK-Fest stattgefunden haben". Also informierte die IWU die Mitglieder wie auch die Medien und stieß die Planungen für Sonntag, 13. September, an. Doch die IGK-Organisatoren ruderten wenige Tage später wieder zurück. Nun erklärten sie gegenüber der IWU, dass eine Band sein gebucht sei und daher nicht verlegt werden könne. Daher könne das IGK Fest nicht verlegt werden.

Es folgten mehrere intensive Gespräche für die IWU, die betont, "niemanden schaden wollen". Doch die Verantwortlichen der IGK würden lautstark in der Presse kritisieren. Innerhalb der IWU gibt es nunmehr zwei Lager: Die Teilnahme am Entdeckertag aufgeben und einen alternativen Termin finden, wodurch bereits geschlossene Vereinbarungen rückgängig gemacht werden müssten, oder aber die Gewerbeschau am IGK-Fest-Sonntag stattfinden lassen.

Schwierig sieht Reschke die Doppelbelegung vor allem bei den Teilnehmern der Gewerbeschau, die nicht "auf beiden Hochzeiten tanzen können". So hätten einige Teilnehmer bereits eine Absage bei der IWU-Veranstaltung an diesem Termin in Aussicht gestellt.

Doch den Entdeckertag möchten die IWU-Verantwortlichen auch gerne einmal nach Burgwedel holen. "Der Erfolg unserer Gewerbeschau im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass wir das organisieren können", so Reschke. Zudem sei dies eine Werbung für die Stadt und nicht nur Wettmar.

Die IWU sitzt nun in der Klemme: Zu beiden Varianten haben auch die IWU-Mitglieder verschiedene Meinungen. Sollte eine Verlegung allerdings das Ultima Ratio sein, so könne auch festgestellt werden: "Egal wie früh wir oder jemand anderes zu diesem Termin sich anmelden würde, aufgrund des IGK-Festes wird Burgwedel niemals am Entdeckertag teilnehmen können und ein schwarzer Fleck auf der Landkarte bleiben", so Reschke. Aufgrund seines Verkaufsoffenen Sonntages habe das IGK-Fest an diesem Tag einen kommerziellen Charakter und erfülle nicht die Bedingungen zur Teilnahme am Entdeckertag der Region. Man nutze lediglich die Werbekraft der Region zu seinem Zweck.

Eine finale Entscheidung der IWU ist noch nicht gefallen. Aber die IWU-Organisatoren betonen, man möchte die bestmöglichste Lösung für seine Mitglieder und letztlich auch zum Wohle der Stadt Burgwedel finden.

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