Liberale Senioren fordern Aktienrente statt Riesterrente

Über Aktienfonds soll die Rente für zukünftige Bezieher gesichert werden.

Auf ihrer jüngsten virtuellen Vorstandssitzung haben sich die Liberalen Senioren zum Thema "Zukunft der Rente" Gedanken gemacht. "Für viele der jetzigen Mitglieder wird sich nicht mehr viel ändern, da sie bereits Rentenbezüge erhalten", erklären die Liberalen Senioren. Einige der Kollegen haben bei der Deutschen Renten-Versicherung gearbeitet und konnten wertvolle Beiträge zum Thema liefern. Im Wesentlichen haben sie über den neuen Vorschlag der FDP gesprochen: die "gesetzliche Aktienrente", die kürzlich vom rentenpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, vorgestellt wurde.

Die herkömmlichen Rentenrezepte würden angesichts der Alterung der Bevölkerung nicht mehr ausreichen. Manfred Kobusch bringt es auf den Punkt: "Die Riesterrente kann durch die Vertriebsabzocke der Drückerkolonnen bei Wissenschaft und Verbraucherschutz als durchgefallen gelten. Die Fachleute haben bestätigt, dass die Ausweitung der Versicherungspflicht auf andere Berufsgruppen oder durch höhere Zuschüsse für die Rentenkasse nur Scheinlösungen darstellen."

Nach den Worten von Johannes Vogel ist der Handlungsdruck beträchtlich, weil durch die rückabgewickelten Reformen der 2000er Jahre und die späteren Wahlgeschenke durch CDU und SPD die Fundamente der Rentenversicherung untergraben sind. Die Senioren loben den Vorschlag, dass die Bürger, wie in Schweden, von der Produktivität erfolgreicher Unternehmen profitieren sollen. Für diese Aktienrente sollen künftig zwei Prozent des Bruttoeinkommens statt in die Rentenversicherung in die Aktienrente eingezahlt werden.

Den Liberalen Senioren ist klar, dass man dazu "etablierte Denkschablonen" verlassen müsse. In dem FDP-Papier fordert Vogel Mut für neues Denken: "Das verbliebene Zeitfenster ist die nächste Legislaturperiode, bevor die Babyboomer in Rente gehen." Vorbild ist Schweden, das Ende der 90er Jahre einen Fonds einführte. Der inzwischen größte europäische Fonds legt 100 Prozent des Anlagekapitals in Aktien an. Erst in den Jahren unmittelbar vor Renteneintritt werden die Guthaben der Bürger schrittweise in anderen, zweiten Topf mit risikoärmeren Anlagen umgeschichtet, damit kurzfristige Kursschwankungen nicht zu Lasten Rentenansprüche gehen.

Kobusch findet einen weiteren Gesichtspunkt erwähnenswert: "Durch dieses Modell erwerben gerade Geringverdiener Eigentum und profitieren überproportional."

Um letzte Zweifel an diesem Konzept zu beseitigen, wurde der Bochumer Finanzwissenschaftler Martin Werding mit der Überprüfung beauftragt. Wenn die Ergebnisse vorliegen, werden sie bei den Liberalen Senioren erneut diskutiert.

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