Gedenkstätte Ahlem: Zwei Jahre nach dem Mord in Halle

Am 9. Oktober 2019 wird die jüdische Gemeinde in Halle überfallen, zwei Menschen werden getötet. Tatmotiv: Antisemitismus. Welchen Einfluss hat diese Tat auf alltägliche Leben in jüdischen Gemeinden? In einem öffentlichen Video-Talk "#alleerinnern3: Halle" anlässlich des zweiten Jahrestags dieses Anschlags am Mittwoch, 6. Oktober 2021, 15 Uhr, geht es um diese Frage.

Alexandra Nozik von Tamar Germany e. V. und Yevgen Bruckmann von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover sprechen darüber mit Moderatorin Tugba Uysal, Studentin der Politikwissenschaften und aktiv in der politischen Bildung, sowie Moderator Atay Kücükler, Public-Relations-Student und zivilgesellschaftlicher Aktivist. Unter folgendem Link ist eine Teilnahme an der Veranstaltung möglich: youtu.be/2yZU0zOKSdk. Wer sich am Gespräch beteiligen möchte, kann dafür die Chat-Funktion nutzen.

Die Veranstaltung "#alleerinnern3: Halle" der Gedenkstätte Ahlem knüpft an das Online-Jugendforum #alleerinnern an. Organisator Andreas Mischok betont: "#alleerinnern bedeutet den Austausch über die individuelle Betroffenheit. Unter diesem Hashtag möchten wir zum gemeinsamen Einsatz gegen Menschenfeindlichkeit und insbesondere Rechtsextremismus aufrufen, für eine offene demokratische Gesellschaft der Vielen."

Im Februar wurde der Anschlag in Hanau von 2020 zum Thema: Engagierte junge Leute erhielten so ein Forum, um Gefühle der persönlichen Bedrohung von nicht weißen Deutschen in der Gesellschaft mitzuteilen. #alleerinnern3 knüpft daran an und leistet einen Beitrag zur Aufklärung über die Lebenswirklichkeit von jüdischen Menschen.