DRK-Pflegekräfte lassen sich in Sturzprävention schulen

Viele praktische Übungen ergänzen die theoretischen Ausbildungsinhalte.

Beim Gehen verlieren sie die Balance, beim Treppensteigen kommen sie ins Stolpern, auf der Treppe knicken sie um: Schätzungsweise ein Drittel der über 65-Jährigen in Deutschland stürzt mindestens einmal im Jahr schwer. Besonders problematisch sind die Folgen von Stürzen. Etwa jeder zehnte Sturz führt zu behandlungsbedürftigen Verletzungen wie Hüftfrakturen. Vor diesem Hintergrund kommt der Sturzprävention – in Pflegeheimen wie auch im häuslichen Umfeld älterer Menschen – eine wachsende Bedeutung zu. Die AOK Niedersachsen engagiert sich auf diesem Feld bereits seit 2008 mit einem Projekt. Hierbei werden Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen geschult, um Stürze und deren Folgeverletzungen gezielt vorzubeugen. Schwerpunkt des Projektes ist ein spezielles Trainingsprogramm. Senioren lernen dabei, Gleichgewicht, Koordination, Reaktion und Kraft zu verbessern und gewinnen so mehr Selbstvertrauen und Lebensfreude.

Um Seniorinnen und Senioren das Trainingsprogramm zu vermitteln bzw. Miniaktivierungen im Pflegeprozess anzuwenden, lassen sich DRK-Pflegekräfte im Rahmen dieses Projektes bei der AOK schulen. Die Schulungen begannen im Februar 2017 und werden noch bis Mitte November 2017 fortgeführt. Teilgenommen haben Mitarbeitende aus verschiedenen DRK-Einrichtungen. Aus Sehnde nahmen drei Mitarbeiterinnen der DRK-Sozialstation und zwei Mitarbeiterinnen der DRK-Tagespflege teil.

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