Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag lässt die kontinuierliche Verbesserung der Pandemielage die lang erwartete Wiedereröffnung der Burgdorfer Museen zu. Der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt freuen sich als gemeinsame Gastgeber darauf, dass nach monatelanger coronabedingter Schließung nun die Besucher wieder in das Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) und in die KulturWerkStadt (Poststraße 2) zurückkehren können.
Beide Einrichtungen sind am Pfingstsonntag und Pfingstmontag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Danach gelten folgende Öffnungszeiten im Stadtmuseum: sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Nur am Sonnabend, 29. Mai 2021, bleibt das Museum wegen einer internen Veranstaltung geschlossen. Die KulturWerkStadt öffnet sonntags von 14 bis 17 Uhr.
Striktes Hygienekonzept
Beiden Museen nehmen ihren Betrieb unter Einhaltung aller vorgeschriebenen Infektionsschutzvorgaben auf und richten sich dabei nach einem strikten Hygienekonzept. Weiterhin vorgeschrieben sind das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (OP-Maske oder FFP2-Maske) für Personen ab sechs Jahren und die Einhaltung des Mindestabstandes. Zudem ist eine Registrierung der persönlichen Kontaktdaten über die Luca-App oder in schriftlicher Form vor Ort erforderlich
Für die Besucher gelten folgende Zugangsvoraussetzungen: Personen, bei denen die vollständige Impfung mindestens 14 Tage zurück liegt, müssen dies durch ihren Impfausweis oder eine gleichwertige Impfbescheinigung belegen. Wer noch nicht über einen ausreichenden Impfschutz verfügt, hat einen negativen Corona-Schnelltest vorzuweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Dafür steht auch über die Pfingsttage das Schnelltestzentrum am Spittaplatz (Kiosk) kostenfrei zur Verfügung. Die Einrichtung ist am Pfingstsonnabend, 22. Mai, von 9 bis 16 Uhr sowie am Pfingstsonntag und -montag, 23. und 24. Mai, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Testzentrum weist daraufhin, dass eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich ist. Auf Wunsch kann ein Termin über www.schnelltest-burgdorf.de gebucht werden. Von einer Corona-Infektion bereits genesene Personen müssen in den Museen ein positives PCR-Testergebnis vorlegen, das mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate alt ist. Alle Nachweise gelten nur in Verbindung mit der Vorlage eines amtlichen Ausweisdokumentes.
James Bond in Burgdorf
"James Bond: 007 in Burgdorf" – Diesen Titel trägt eine Ausstellung, die das Stadtmuseum bis zum Sonntag, 15. August, zeigt. Die Zusammenstellung übernahm Chris Distin, der in 20-jähriger Sammeltätigkeit eine der weltweit größten, den Bond-Filmen gewidmeten Privat-Sammlungen aufbaute. Seit 1962 kämpft der von wechselnden Darstellern verkörperte britische Superagent "mit der Lizenz zum Töten" in spektakulär-aufwändigen Verfilmungen gegen die gefährlichsten Verbrecher. Dafür nutzt er stets die neuesten technischen Geheimdienstspielereien, bandelt mit verführerischen Frauen an und bewahrt selbst in scheinbar ausweglosen Situationen seine britische Lässigkeit. Die Exponate stammen aus dem Umfeld aller 25 James Bond-Filme, die in chronologischer Reihenfolge mit den Hauptdarstellern Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig entstanden. Zu sehen sind originale Requisiten, Kostüme, Autogramme und Produktionsartikel sowie Plakate und Filmfotos. Manches ist einmalig nur in dieser Ausstellung zu sehen – beispielweise ein Drachenflieger, mit dem Bond-Darsteller Roger Moore 1973 in dem Film "Leben und sterben lassen" durch die Lüfte flog.
Burgdorfs Einzug in das elektrische Zeitalter
"Als der Strom nach Burgdorf kam" nennt sich die Ausstellung, die die KulturWerkStadt bis zum Sonntag, 1. August, zeigt. Mit der Inbetriebnahme eines stadteigenen Elektrizitätswerkes in der damaligen Hinterstraße 18-19 (heute Schmiedestraße 12c) am 17. Dezember 1895 begann im vorweihnachtlichen Burgdorf das elektrische Zeitalter. Da das E-Werk dem ständig wachsendem Strombedarf nicht mehr gewachsen war, stellte es schon am 6. September 1923 seine eigenständige Stromerzeugung ein und reduzierte sich auf eine Verteilerfunktion. Wie die Entwicklungslinien der Burgdorfer Stromversorgung danach bis zur Gründung der Stadtwerke Burgdorf GmbH aussahen, zeigt die Schau auf informativen Schautafeln. Hinzu kommen viele Exponate aus dem Umfeld der Stromgeschichte. Sie verdeutlichen, dass die technischen Fortschritte im häuslichen und wirtschaftlichen Bereich ohne die massenhafte Erzeugung von Strom undenkbar gewesen wären.
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