Burgwedel

Straßentausch bringt Stadt Burgwedel neue Aufgaben, aber auch neue Möglichkeiten

[BURGWEDEL]

Für Ortrud Wendt, Bürgermeisterin der Stadt Burgwedel, ist der heutige Donnerstag, 9. April, ein freudiger Tag. Der Grund dafür: Im Rathaus ist der Vertrag des sogenannten Straßentausches zwischen der Stadt Burgwedel und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr unterzeichnet worden. Ortrud Wendt und die Geschäftsbereichsleiterin der Behörde, Julia Fundheller, setzten ihre Unterschriften unter den Vertrag. Der sagt aus, dass die Stadt Burgwedel vom Land Niedersachsen Straßen im Stadtgebiet übernimmt. Das sind die Landstraßen 381 und 383 sowie die Kreisstraßen 113, 117 und 118. Das zieht zwar nach sich, dass auf die Stadt neue Aufgaben zukommen, aber es ergeben sich auch neue Möglichkeiten, zum Beispiel bei der Temporeduzierung oder der Gestaltung der jeweiligen Straßen. Mit der Vertragsunterzeichnung endet ein langer Prozess sowie der Wunsch der Stadt Burgwedel.

Aufgrund des Neubaus der Entlastungsstraßen im Norden, Westen und Südwesten von Großburgwedel ist die funktionale Gliederung des Straßennetzes der Landstraßen 381 und 383 sowie der Kreisstraßen 113, 1167 und 118 anzupassen. Wie Verkehrsuntersuchungen ergeben haben, sind diese nicht mehr dem überörtlichen Verkehr zuzuordnen. Daher sind sie durch die Veränderungen in der Verkehrsbedeutung nach dem Niedersächsischen Straßengesetz verschiedener klassifizierter Straßen in die entsprechende Straßengruppe umzustufen.

Warum war diese heute getroffene Vereinbarung notwendig? Wie Julia Fundheller erläuterte, wurde durch die neuen Entlastungsstraßen ein erheblicher Teil des Durchgangsverkehrs aus dem Ortskern verlagert. „Mehrere Abschnitte der Landstraßen L 381 und L 383 würden zukünftig nur noch dem innerörtlichen Verkehr dienen. Damit die Straßen in einem guten Zustand übergeben werden können, haben Land und Stadt vereinbart, in den kommenden Jahren notwendige Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Die Stadt Burgwedel übernimmt die Planung, Ausschreibung und Bauabwicklung der Maßnahmen. Das Land Niedersachsen und die Stadt Burgwedel teilen sich die Kosten für die vereinbarten Sanierungsarbeiten grundsätzlich je zur Hälfte. Wird ein Straßenabschnitt wesentlich umgestaltet, liegt der Kostenteilung eine fiktive Instandsetzungsmaßnahme zugrunde. Die Stadt trägt die Kosten für Gehwege und Nebenanlagen in den Ortsdurchfahrten.

Wie Ortrud Wendt betonte, sei das schon lange geplant. „Das ist eine notwendige Maßnahme, hier wurde kein Deal mit dem Land geschlossen.“ Und wie Burgwedels Bauamtsleiter Oliver Götze erläuterte, sei das keine leichte Aufgabenstellung gewesen. Es gebe jedoch ein hohes Potenzial an Gestaltungsmöglichkeiten. Wir konzentrieren uns auf die Innenstadt. Der Verkehr muss dort neu geordnet werden.“ Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller fügte hinzu, „dass diese Maßnahme Sinn macht. Ich bin froh, dass es zu diesem Austausch mit dem Land gekommen ist.“

„Durch die gemeinsame Planung und eine gebündelte Vergabe der Bauleistungen können wir wirtschaftlich arbeiten und Verkehrseinschränkungen auf das notwendige Maß begrenzen“, sagte Julia Fundheller. „Stadt und Land arbeiten hier konstruktiv zusammen.“

Ortsrand Wendt fand zum Schluss ein dickes Lob für das Bauamt der Stadt Burgwedel: „Ich weiß das zu schätzen, was dort geleistet wurde, deshalb geht mein Dank an das Bauamt.“

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