Region Hannover

Die Linke Hannover kritisiert zunehmende Bundeswehr-Auftritte im Stadtgebiet

[LEHRTE]

Nach aktuellen Angaben der Bundesregierung hat die Bundeswehr im Oktober 2025 mehrfach öffentliche Vorträge im Stadtgebiet Hannover durchgeführt. Diese Termine waren nicht Bestandteil der ursprünglichen offiziellen Planung und wurden erst nachträglich parlamentarisch bekannt. Die Linke Hannover kritisiert diese Praxis scharf und fordert ein Ende von Bundeswehr-Auftritten an Schulen und in schulnahen Kontexten.

„Dass die Bundeswehr innerhalb weniger Wochen gleich mehrfach in Hannover präsent war, zeigt: Hier wird militärische Präsenz gezielt ausgeweitet“, erklärt Felix Mönkemeyer, Ratsherr der Landeshauptstadt Hannover (Die Linke). „Schulen müssen Orte der kritischen Bildung, der Friedenserziehung und der freien Persönlichkeitsentwicklung sein, nicht Plattformen für militärische Nachwuchswerbung. Die Bundeswehr hat dort nichts verloren.“

Laut Bundestagsdrucksache 21/3532 fanden allein im Oktober mindestens fünf zusätzliche Bundeswehr-Vorträge in Hannover statt. Für Die Linke Hannover ist diese Entwicklung Teil einer problematischen Normalisierung von Militär und Krieg im zivilen Alltag, insbesondere gegenüber jungen Menschen.

Auch der Kreisvorstand der Linken Hannover positioniert sich klar. Neil Hollstein-Schult, stellvertretender Vorsitzender, erklärt: „Die Bundeswehr fährt gezielte Imagekampagnen um Militarisierung zu normalisieren und Krieg zu verharmlosen. Durch einseitige Berichte sollen junge Menschen beeinflusst und letztlich rekrutiert werden. Die pädagogische Neutralität wird dabei verletzt und kritische Diskussionskultur unterbunden. Deshalb muss die Bundeswehr raus aus den Schulen.“

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