Region Hannover

BSW will 2026 in Stadt und Region Hannover flächendeckend antreten

[REGION]

Das BSW Region Hannover will bei den Kommunalwahlen 2026 erstmals flächendeckend in Stadt und Region Hannover antreten. Auf den Aufstellungsversammlungen am 11. und 12. April 2026 nominierten nach Angaben der Partei rund 60 Mitglieder Kandidaten für alle Wahlbereiche der Landeshauptstadt sowie für die Regionsversammlung.

Ein Grußwort sprach die BSW-Vorsitzende Amira Mohamed-Ali. Sie erklärte: „Das BSW wird dringend gebraucht. Die aktuelle weltpolitische Lage hat eine erneute Explosion der Energiekosten ausgelöst. Immer mehr Menschen können die steigende Preise nicht mehr bezahlen und die Industrie verliert wegen steigender Energiekosten weiter an Wettbewerbsfähigkeit.“

Nach Angaben des BSW will die Partei mit ihrem umfassenden Wahlantritt ein neues politisches Angebot für die Bürger in Hannover und der Region schaffen. Im Mittelpunkt stünden die sozialen und wirtschaftlichen Sorgen vieler Menschen. Die meisten Bewerber kämen aus der arbeitenden Mitte der Gesellschaft, ergänzt durch Selbständige sowie Unternehmer kleiner und mittlerer Betriebe. Mehr als die Hälfte der Beteiligten habe einen Migrationshintergrund.

In der Stadt Hannover will sich das BSW nach eigenen Angaben dafür einsetzen, dass Gebührenerhöhungen zurückgenommen werden und die Belastungen für die Bürger sinken. Als Beispiele nennt die Partei die aus ihrer Sicht überdurchschnittlich hohen Kosten für Abfallentsorgung und Trinkwasser. Zudem fordert das BSW eine Verbesserung der Sicherheitslage am Hauptbahnhof und lehnt die für 2027 geplante Rüstungsmesse in Hannover ab.

Für die Regionsversammlung kündigt die Partei an, die Vergabepolitik beim S-Bahn-Betrieb auf den Prüfstand stellen zu wollen. Begründet wird dies mit anhaltenden Problemen bei der Zuverlässigkeit. Außerdem fordert das BSW Verbesserungen bei der wohnortnahen medizinischen Versorgung. Die Schließungen der Krankenhäuser in Springe und Lehrte bewertet die Partei als falsch, weil dadurch Wege zu Notfallaufnahmen verlängert würden.

Darüber hinaus kündigt das BSW an, in allen Parlamenten auf eine Aufarbeitung der Corona-Politik drängen zu wollen. Zugleich bekennt sich die Partei ausdrücklich zur Autoindustrie und spricht sich gegen aus ihrer Sicht ideologisch motivierte Projekte der Stadtverwaltungen aus, die den Autoverkehr zurückdrängen sollen.

Der Landesvorsitzende des BSW Niedersachsen, Holger Onken, beendete die Versammlung mit den Worten: „Wir kämpfen nicht um das politische Überleben, sondern um den politischen Durchbruch des BSW.“

Die Aufstellungsversammlungen für die Räte in den Umlandkommunen sowie für die Stadtbezirksräte in Hannover sollen am 18. April 2026 folgen.

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