Region fordert kurzfristige Verbesserungen bei der S-Bahn Hannover
Die Region Hannover fordert von der Transdev Hannover GmbH kurzfristige Verbesserungen im S-Bahn-Verkehr. Hintergrund ist die weiterhin angespannte Fahrzeuglage bei der S-Bahn Hannover. Nach Angaben der Region sind zeitweise nur 50 Fahrzeuge im Einsatz. Um die bestellte Verkehrsleistung vollständig zu erbringen, benötigt Transdev 64 Fahrzeuge.
Die Folgen spüren die Fahrgäste unmittelbar. Auf mehreren Linien fahren Züge mit reduzierter Kapazität. Die Linie S21 zwischen Barsinghausen und Hannover fiel in den vergangenen Wochen aufgrund des Fahrzeugmangels vollständig aus. Die Region Hannover fordert deshalb unter anderem die Anmietung zusätzlicher Fahrzeuge durch Transdev.
Die Region beobachtet die Fahrzeugverfügbarkeit nach eigenen Angaben tagesaktuell und steht in engem Austausch mit Transdev Hannover. „Der aktuelle Zustand ist für uns nicht akzeptabel“, sagte Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. „Die Fahrgäste müssen sich darauf verlassen können, dass die bestellten Leistungen auch auf die Schiene kommen. Wenn Züge gekürzt fahren oder ganze Linien ausfallen, ist das nicht nur ein betriebliches Problem. Es trifft jeden Tag tausende Pendlerinnen und Pendler in der Region Hannover.“
Die Region Hannover fordere Transdev Hannover deshalb auf, die Kapazitäten im S-Bahn-Netz kurzfristig zu stabilisieren. Ziel müsse sein, Ausfälle zu vermeiden, gekürzte Züge zu reduzieren und den Fahrgästen wieder ein verlässliches Angebot zu machen.
Der Betreiber gehe davon aus, dass sich die Lage kurzfristig wieder stabilisiert. Aus Sicht der Region reicht diese Prognose allein jedoch nicht aus. „Wir nutzen alle vertraglichen und fachlichen Möglichkeiten, um kurzfristige Verbesserungen durchzusetzen“, betonte Franz. „Dazu gehört aus unserer Sicht ausdrücklich auch die Anmietung zusätzlicher Ersatzfahrzeuge. Dass so etwas kurzfristig möglich ist, hat die Lösung auf der S4 im Januar gezeigt.“
Verlässlichkeit sei die Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen Bus und Bahn im Alltag nutzen, erklärte Franz weiter. „Wer morgens nicht sicher sein kann, ob der Zug fährt oder ob genügend Platz im Zug ist, verliert Vertrauen in den ÖPNV. Dieses Vertrauen brauchen wir aber dringend, wenn die Verkehrswende gelingen soll. Gerade deshalb erwarten wir vom Betreiber, dass er jetzt nicht abwartet, sondern handelt.“