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Hochzeiten unter freiem Himmel: Burgwedeler Paare wählen zunehmend das Outdoor-Format

In Burgwedel und den umliegenden Ortsteilen Engensen, Fuhrberg, Großburgwedel, Kleinburgwedel, Oldhorst, Thönse und Wettmar zeichnet sich ein deutlicher Wandel im Hochzeitsverhalten ab. Statt der klassischen Feier im Saal entscheiden sich immer mehr Paare für eine Trauung und anschließende Feier unter freiem Himmel, sei es im eigenen Garten, auf einem Landgut oder in einem gemieteten Park.

Gründe für den Trend

Die Beweggründe sind vielfältig. Naturverbundenheit, Hochzeitsbilder mit Tageslicht und die Möglichkeit, größere Gästezahlen unterzubringen, spielen eine zentrale Rolle. Auch der Wunsch nach einer entspannten, weniger formellen Atmosphäre treibt den Trend voran. In ländlich geprägten Gemeinden wie Burgwedel mit zahlreichen Höfen und Privatgärten finden sich dafür ideale Voraussetzungen.

Wetter als zentraler Planungsfaktor

Wer eine Hochzeit im Freien planen möchte, kommt am Thema Wetterschutz nicht vorbei. Auch in den Sommermonaten Juni bis August können kurzfristige Schauer oder ein plötzlicher Temperatursturz die Stimmung trüben.

Etabliert haben sich zwei Lösungsansätze: einerseits feste Festzelte, die für die gesamte Veranstaltung aufgestellt werden, andererseits Faltpavillons in modularer Anordnung, die je nach Wetterlage flexibel ergänzt oder reduziert werden können. Welche Variante geeignet ist, hängt von der Gästezahl, dem Veranstaltungsort und nicht zuletzt vom Budget ab.

Gästezahl und Platzbedarf

Für eine Hochzeit mit 50 Gästen einschließlich Tischen, Stühlen, Tanzfläche, Bar und Buffet werden zwischen 90 und 120 Quadratmeter überdachte Fläche empfohlen. Bei 100 Gästen verdoppelt sich der Bedarf entsprechend. Ein häufiger Planungsfehler besteht darin, die Fläche zu knapp zu kalkulieren, mit der Folge, dass es bei der Sitzordnung eng wird oder die Tanzfläche unter Tische verlegt werden muss.

Catering und Strom

In privaten Gärten oder auf gemieteten Wiesen stehen häufig weder ausreichend Steckdosen noch eine Küche zur Verfügung. Hochzeitsfeiern im Freien erfordern daher in der Regel ein mobiles Catering-Konzept mit Kühltrucks, Grillstationen oder Foodtrucks. Zusätzliche Stromanschlüsse oder Generatoren sind ebenfalls einzuplanen.

Auch die Frage der Toiletten gehört zur Planung. Auf abgelegenen Höfen werden in der Regel mobile Sanitäranlagen aufgestellt.

Genehmigungen und Lärmschutz

Bei Trauungen außerhalb des Standesamts ist die Genehmigung der zuständigen Behörde erforderlich. Einige Standesämter im Großraum Hannover bieten mittlerweile feste Außenstellen an, etwa in historischen Gebäuden oder besonderen Parks. Für die anschließende Feier mit Musik gilt: Nach 22 Uhr sind die Lärmschutzvorgaben einzuhalten, ein Punkt, der bei der Wahl des Veranstaltungsortes berücksichtigt werden sollte.

Vorlauf und Lieferanten

Outdoor-Hochzeiten erfordern in der Regel mehr Vorlaufzeit als klassische Saalfeiern. Sechs bis zwölf Monate vor dem Termin gelten als realistischer Planungshorizont, da gefragte Locations und Caterer schnell ausgebucht sind. Auch Zelt- und Pavillonvermieter sind in der Hauptsaison von Mai bis September stark frequentiert.

Fazit

Die Outdoor-Hochzeit ist im Raum Burgwedel kein Nischenphänomen mehr, sondern eine etablierte Alternative zur klassischen Saalfeier. Wer früh plant, Wetterschutz von Anfang an mitdenkt und sich um Genehmigungen rechtzeitig kümmert, schafft die Grundlage für einen Tag, der über das Wetter erhaben bleibt.

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