Region Hannover

Junge Liberale sehen MHH-Stadtbahnkompromiss als Chance für Ringbahn

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Die Jungen Liberalen Hannover begrüßen den nach eigenen Angaben erreichten Durchbruch bei der Stadtbahnanbindung des MHH-Neubaus. Der gefundene Kompromiss sei ein guter Anfang, müsse aus Sicht der Jungliberalen aber Teil einer größeren verkehrspolitischen Vision für die Region Hannover werden.

Yassin Zourafi, Vorsitzender der Jungen Liberalen Region Hannover und Spitzenkandidat für die Regionsversammlung im Wahlbereich 10 mit Langenhagen, Isernhagen und Burgwedel, sieht in der Einigung nach jahrelangem Streit ein wichtiges Signal.

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„Dass sich Land, Stadt und Region nach Jahren der Blockade endlich auf eine Schienenanbindung geeinigt haben, ist ein Sieg des gesunden Menschenverstands über bürokratische Scheinargumente. Jahrelang wurde so getan, als würden Stadtbahnen hochsensible Geräte im Krankenhaus lahmlegen. Ein Blick auf funktionierende Netze in ganz Deutschland zeigt, wie absurd diese Diskussion war. Für uns Liberale war eine bloße Alibi-Anbindung in Sichtweite mit Shuttle-Bussen immer inakzeptabel. Patienten, Beschäftigte und Studierende brauchen die Bahn direkt vor dem Klinikportal“, erklärt Zourafi.

Aus Sicht der Jungen Liberalen geht es bei der neuen Streckenführung um mehr als die Erschließung des Klinikgeländes. Sie biete die Chance, das ÖPNV-Netz in der Region Hannover weiterzuentwickeln. Zourafi spricht dabei von einem möglichen Baustein für eine echte Ringbahn.

„Was diese Nachricht so viel größer macht: Die neue Stadtbahnstation bietet uns die Möglichkeit, in Hannover endlich eine echte Ringbahn zu etablieren. Wir müssen das starre, sternförmige System, bei dem fast jede Linie über den Kröpcke gezwungen wird, aufbrechen. Neue Querverbindungen zwischen den äußeren Stadtteilen bedeuten konkret deutlich kürzere Reisezeiten für die Menschen und eine massive, spürbare Entlastung für die gesamte Innenstadt“, so Zourafi.

Kritik üben die Jungen Liberalen an Berichten, wonach Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay die Vorstellung des Kompromisses aus Sorge vor kontroversen Debatten über betroffene Kleingartenflächen bis nach den Wahlen im September habe verschieben wollen.

„Dass der Oberbürgermeister ein so wichtiges Zukunftsprojekt aus Angst vor Debatten wegen des Wahlkampfs in die Warteschleife schieben will, ist schlicht feige. Die Menschen in der Region Hannover haben Ehrlichkeit und Transparenz verdient. Wir brauchen jetzt echte Entscheidungsstärke statt taktischer Spielchen im Rathaus. Die Region muss das Heft des Handelns in der Hand behalten und diesen Meilenstein jetzt zügig vorantreiben“, erklärt Zourafi.

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