Senioren am Steuer: Das NDR-Fernsehen zu Gast bei den Liberalen Senioren

Der Vorsitzende der Liberalen Senioren Region Hannover, Manfred Kobusch, Stand vor der Kamera des NDR.

Der Auftritt der Liberalen Senioren Region Hannover in der ZDF-Satire "heute show" war der Anfang. Doch der NDR wollte das Thema "Senioren am Steuer" seriös aufbereiten und bat deshalb, Gast bei den Liberalen Senioren zu sein. Und so gewährte der Vorsitzende, Manfred Kobusch, dem NDR einen Blick in das Archiv eines Autofans: von der ersten "Spritztour" als Kind über den Erwerb des ersten eigenen Autos bis zu den Urlaubszielen im europäischen Ausland, daran kann der Zuschauer teilhaben.

Neben der Einleitung zum Schmunzeln wollen die Reporter auch darstellen, wie es ist, wenn ein leidenschaftlicher Autofahrer auf sein Auto verzichten soll und alle seine Wege und Besorgungen mit Bus und Bahn bewältigen soll: "Führerschein gegen Fahrschein" hieß der Vergleich.

"Denn im Umland von Hannover, so idyllisch es auch ist, zeigt sich der ÖPNV oftmals unzureichend koordiniert", so Kubusch. So wird an einigen Beispielen gezeigt, dass die Fahrpläne zeitlich große Lücken aufweisen, dass die Fahrtzeiten mit dem Bus oft fünfmal länger dauern als mit dem Auto und dass die Übergänge von Bahn zu Bus unglücklich abgestimmt sind.

Am nächsten Tag sind einige Mitglieder der Liberalen Senioren und das NDR-Team zum ADAC – Fahrsicherheitszentrum nach Laatzen gefahren, um ihre Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr unter Beweis zu stellen. Also mussten sie wieder üben: Wie man eine Vollbremsung macht, Slalom fährt, wie man einer plötzlich auftretenden Wasserwand ausweicht und ein schlingerndes Auto wieder stabilisiert.

Die Pressesprecherin des ADAC, Christine Rettig, ließ es sich nicht nehmen, die Position des ADAC dem NDR zu erklären: "Entscheidend für eine unfallfreie Teilnahme am Straßenverkehr ist nicht das Lebensalter, sondern neben dem Gesundheitszustand des Fahrers auch die erworbenen Fahrroutine. Die Gruppe der Älteren zeichnet sich in der Regel durch einen an die Situation angepassten Fahrstil sowie durch vorausschauendes Fahren aus." Der ADAC lehnt verpflichtende Fahreignungsprüfungen für Senioren ab, empfiehlt aber freiwillige Untersuchungen des Sehvermögens und der körperlichen Leistungsfähigkeit. Da sind Liberale Senioren und der ADAC einer Meinung.

Darüber hinaus organisieren die Senioren mit dem ADAC FahrFitnessChecks, die eine Rückmeldung zur eigenen Fahrleistung ermöglichen. Denn sie wollen nicht, dass die Senioren Gas und Bremse verwechseln und auf Parkplätzen oder Waschanlagen Massenkarambolagen verursachen. Der Fernsehbeitrag wird im Oktober zu sehen sein. Kobusch verspricht, alle Interessenten rechtzeitig zu informieren.

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