Wann ist es an der Zeit eine Batterie zu wechseln?

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Wenn es um Autos geht, dann schauen viele auf die Leistung oder andere besondere Ausstattungsmerkmale wie den Kraftstoffverbrauch oder Komfort. Doch wer denkt hierbei schon an die Batterie? Dabei ist diese eines der wichtigsten Teile von heutigen modernen Fahrzeugen, denn sie ist notwendig für eine Vielzahl von Aufgaben und Geräten, vom Starten des Motors bis zum Betreiben von Computern im Auto.

Neben dem Ölwechsel, dem Austausch von Luftfiltern und anderen allgemeinen Wartungsaufgaben ist die Pflege der Autobatterie eine der effektivsten Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass ein Auto reibungslos und ohne Probleme läuft.

Leere oder defekte Batterien sind eine der Hauptursachen für liegengebliebene Fahrzeuge. Eine große Anzahl von Pannen ereignet sich aufgrund von Batterien, die einfach zu alt und verbraucht sind.

In nur drei Jahren kann eine Batterie erschöpft sein

Obwohl Batterien bei richtiger Pflege gerne fünf Jahre oder länger halten können, sind die meisten Autobatterien unter normalen Bedingungen schon innerhalb von drei Jahren nach täglichem Gebrauch abgenutzt und ineffizient. So wie die Batterie eines Computers oder Smartphones mit jedem Aufladen weniger effizient wird, verschlechtert sich auch die Batterie eines Autos mit jedem Aufladen durch den Fahrzeugmotor allmählich. Nach drei Jahren ist es durchschnittlich an der Zeit, einen Ersatz einzubauen.

Nach vier oder fünf Jahren sind die meisten Autobatterien meistens dann fast vollständig unbrauchbar. Alte Autobatterien können hierbei zu einer Reihe von Sicherheits- und Zuverlässigkeitsproblemen führen. Allerdings ist leicht zu erkennen, ob sich die Batterie dem Ende ihrer Lebensdauer nähert.

Tests der elektrischen Anlage

Selbst ein Auto mit einer stark defekten Batterie wird normal funktionieren, sobald es läuft, da ein Großteil der Ladung für die Batterie durch die Lichtmaschine kommt. Daher kann man die Batterie am besten kurz nach dem Einschalten des Fahrzeugs testen.

Man kann ein Auto auch mit einer schwächelnden Batterie noch starten. Hierbei ist aber auch schon erkennbar, ob der Anlasser schnell oder langsamer als sonst arbeitet. Funktionen mit erheblichem Strombedarf, die von der Batterie gespeist werden, wie zum Beispiel die Scheinwerfer, funktionieren bei einer schwachen Batterie zudem möglicherweise nicht so gut, wie sie sollten.

Startet man also das Auto mit eingeschaltetem Scheinwerfer, so kann man erkennen, ob das Licht dunkler wird. Zudem wird bei einer kaputten Batterie die Helligkeit mit zunehmender Drehzahl ebenfalls zunehmen. Ist die Batterie dagegen komplett kaputt, wird schon das Starten des Motors unmöglich.

Neuere Autos benötigen mehr Strom

Generell gilt: Je ausgefeilter die Bordcomputer eines Autos sind, desto größer ist die Belastung für die Batterie. Viele neue Autos haben leistungsstarke Computer, die die ganze Zeit laufen, selbst wenn das Fahrzeug geparkt und ausgeschaltet ist.

Diese Computer können langsam und gleichmäßig Energie aus der Batterie des Autos ziehen und sie mit der Zeit aufbrauchen. Obwohl die Ladung, die jeder Computer zieht, winzig ist, kann der Gesamteffekt die Batterie des Autos entladen, wenn es längere Zeit nicht verwendet wird.

Hierbei sollte aufgepasst werden, dass man das Auto regelmäßig benutzt, um die Batterien wieder aufzuladen. Oder – bei längerer Standdauer – die Batterie auszubauen und an ein Ladungserhaltungssystem anzuschließen.

Regelmäßige Überprüfung

Wenn ein Auto zur Wartung in die Werkstatt gebracht wird, sollte immer die Batterie überprüft werden. Denn der Batterieverschleiß ist nicht immer konstant – die Batterie des Fahrzeugs kann im Laufe einiger Monate von 90 Prozent auf 20 Prozent Leistung sinken.

Das Testen einer Batterie ist einfach und jede seriöse Werkstatt oder Reparaturwerkstatt hat ihre eigenen elektronischen Tester zur Hand, um die Batterie zu testen. Regelmäßige Tests können aufzeigen, wann die Batterie ausgetauscht werden muss, und helfen dabei, Ausfälle zu vermeiden.

Wenn die Batterie Verschleißerscheinungen aufweist und seit zwei oder drei Jahren nicht ausgetauscht wurde, sollte man kein Risiko eingehen. Die Kosten für einen Ersatz lohnen sich allein schon deshalb, um den Stress einer Panne am Straßenrand zu vermeiden.

Belastung durch Start-Stopp-Technologie

Autos mit Motoren, die auf automatisches Abschalten im Stand ausgelegt sind, belasten Batterien stärker als Standardfahrzeuge und müssen oft eine spezielle Batterie verwenden.

Wenn ein Auto über eine Start-Stopp-Technologie verfügt und man die Batterie selbst austauschen will, muss sichergestellt sein, den richtigen Ersatz zu benutzen. Der Hersteller des Fahrzeugs kann hierbei behilflich sein.

Übrigens: Wann man die Batterie selbst tauschen – was bei vielen Autos ganz einfach ist – ist es wichtig, dass diese sicher entsorgt wird. Alte Batterien gehören zum Wertstoffhof und werden dem Recycling zugeführt. Auf keinen Fall gehören sie in den Restmüll.

Fazit

Wenn man eine Batterie regelmäßig kontrolliert und auf erste Anzeichen einer schwindenden Kapazität achtet, dann kann man ein Liegenbleiben aufgrund einer defekten Batterie häufig verhindern. Denn nichts ärgert einen mehr, als wenn man im Winter morgens zur Arbeit muss, und das Auto nicht anspringt.

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