Wie wird in Burgwedel künftig geheizt? Abschlussveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung

Foto:Stadt Burgwedel
Mit großem Interesse haben am vergangenen Donnerstag, 20. November 2025, zahlreiche Bürger die Abschlussveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung in der Aula der Grundschule Großburgwedel verfolgt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Wärmeversorgung in Burgwedel klimafreundlich, zuverlässig und bezahlbar gestaltet werden kann und welche Schritte auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität erforderlich sind.
Die Stadt Burgwedel und die beteiligten Unternehmen stellten die zentralen Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung vor. Der sogenannte Transformationspfad zeigt auf, wo sich in Burgwedel Wärmenetze lohnen und wo dezentrale Lösungen – etwa mit Wärmepumpen oder Biomasse – sinnvoll sind. Besonders im Zentrum von Großburgwedel bietet sich nach der Analyse der Aufbau eines Fernwärmenetzes an, während in ländlicheren Ortsteilen bestehende Biogasanlagen genutzt werden könnten. Dies zeigt unter anderem das Beispiel Thönse, wo bereits ein Wärmenetz besteht, so die Stadt Burgwedel in einer Pressemitteilung.
„Die kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiger strategischer Meilenstein für eine zukunftssichere Wärmeversorgung in Burgwedel“, betont Bürgermeisterin Ortrud Wendt. “Ich freue mich, dass so viele Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit genutzt haben, sich zu informieren. Die heutige Veranstaltung hat gezeigt, wie groß das Interesse an der Wärmewende vor Ort ist und wie viele Fragen und Unsicherheiten zu dem Thema bisher noch bestehen.“
Die Erstellung eines sogenannten digitalen Zwillings der Stadt durch den digitalen Dienstleister Enersis erfolgte mithilfe der Zusammenführung zahlreicher Datenquellen – von amtlichen Statistiken bis zu lokalen Informationen. Darauf aufbauend analysierte das Ingenieurbüro IPP ESN die aktuelle Wärmeversorgung und identifizierte Gebiete mit Potenzial für Wärmenetze oder dezentrale Lösungen. Auf dieser Grundlage wurden bei der Veranstaltung verschiedene Karten und Szenarien vorgestellt, die anschaulich machten, wie sich die Wärmeversorgung in den kommenden Jahren entwickeln könnte. Für alle Gebiete ohne Wärmenetz empfiehlt die kommunale Wärmeplanung individuelle Lösungen auf Basis erneuerbarer Energien. Ziel ist es, sowohl für an Wärmenetze anschließbare Gebiete als auch für dezentrale Lösungen verlässliche Perspektiven zu schaffen.
„Die lebendige und informierte Diskussion zeigte, wie groß der Gesprächsbedarf der Teilnehmenden war“, erklärt die Stadt Burgwedel. Am 4. Dezember 2025 um 18 Uhr findet ergänzend die Veranstaltung „Mein Klimacoach – Heizen ohne Wärmenetz“ ebenfalls in der Aula der Grundschule Großburgwedel statt. Diese richtet sich an alle Einwohner, deren Häuser nicht an ein Wärmenetz angeschlossen werden können. Dort werden individuelle Lösungen auf Basis erneuerbarer Energien vorgestellt und konkrete Fragen zur eigenen Heizsituation beantwortet. Ein Markt der Möglichkeiten mit regionalen Anbietern rundet die Veranstaltung ab.
Die Stadt Burgwedel bündelt alle Informationen der kommunalen Wärmeplanung auf ihrer Homepage„ target=“_blank„ rel=“noopener„>https://www.burgwedel.de/portal/meldungen/kommunale-waermeplanung-oeffentliche-auslegung-906002956-20520.html?rubrik=6000002“>Homepage im Bereich Aktuelles unter dem Stichwort „Kommunale Wärmeplanung“. Dort findet sich auch ein FAQ mit Antworten zu den wichtigsten Fragestellungen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung am 4. Dezember “Mein Klimacoach in der Stadt Burgwedel – Zukunftsfähig heizen ohne Wärmenetz „ gibt es auf der Homepage der Klimaschutzagentur Region Hannover unter diesem„ target=“_blank„ rel=“noopener„>https://klimaschutz-hannover.de/veranstaltung/mkc-burgwedel/“>diesem Link.