Region Hannover

Europa verstehen – aus erster Hand

[BURGDORF/REGION]

Berufliche Gymnasiasten Burgdorf haben einen besonderen Einblick in aktuelle europäische Handelspolitik erhalten. Schüler der beruflichen Gymnasien Wirtschaft erlebten einen Vortrag, der inhaltlich passgenau zu ihren Abiturthemen angesiedelt war und zugleich einen direkten Bezug zum Weltgeschehen herstellte. Im Rahmen der Vortragsreihe der Feierabendakademie sprach Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments und Burgdorfer, im Paulus-Kirchenzentrum über das Thema „Trump-Deal, Mercosur & Co – Wohin steuert Europas Handelspolitik?“.

Rund 30 Abiturienten mit dem Schwerpunkt Wirtschaft aus den Klassen BGW26A und BGW26B nahmen gemeinsam mit ihren Lehrkräften an der Veranstaltung teil. Sie erlebten einen hochaktuellen, fachlich fundierten und zugleich sehr zugänglichen Vortrag. Bernd Lange spannte dabei einen weiten Bogen von stabilen internationalen Handelsbeziehungen über die Folgen der Finanzkrise 2008 bis hin zu den aktuellen globalen Verschiebungen. Dabei stellte er China als strategisch planenden und verlässlichen Handelspartner den USA gegenüber, deren Wirtschaftspolitik er als zunehmend unberechenbare „Homeland Economy“ beschrieb. Die Europäische Union reagiert auf diese Entwicklungen unter anderem mit neuen bilateralen Handelsabkommen wie Mercosur.

Besonders eindrucksvoll war der offene Austausch im Anschluss an den Vortrag. Bereits in der Pause entwickelte sich eine angeregte Diskussion, später stellten die Schülerinnen und Schüler differenzierte und mutige Fragen, unter anderem zur internationalen Konfliktlage rund um den Iran. Politik und Wirtschaft wurden an diesem Abend nicht abstrakt behandelt, sondern verständlich, greifbar und persönlich vermittelt.

Möglich wurde diese Veranstaltung auch durch den langjährigen und vertrauensvollen Kontakt zu Bernd Lange. Sein Engagement, seine fachliche Kompetenz und seine Fähigkeit, komplexe europapolitische Zusammenhänge anschaulich zu erklären, machten den Abend zu einem besonderen Bildungserlebnis. Ein Dank gilt ebenso den Abiturienten, die für diese Veranstaltung Zeit und Weg auf sich nahmen, sowie den Lehrkräften, die den Besuch organisiert und begleitet haben.

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