Burgwedel

Wieder ein ereignisreiches Jahr bei der Fuhrberger Ortsfeuerwehr

[FUHRBERG]

Auch 2025 war für die Ortsfeuerwehr Fuhrberg wieder ein ereignisreiches Jahr, die Wehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus, forcierte die Aus- und Weiterbildung und nahm an diversen Veranstaltungen teil. Das und vieles mehr berichtete Ortsbrandmeister Marc Otte am gestrigen Freitag, 6. Februar 2026, in der Grundschule Fuhrberg während der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr.

Nach der Begrüßung der Gäste – unter anderem Bürgermeisterin Ortrud Wendt, Ortsbürgermeisterin Mia Marie Jöhrens-Lazar, den stellvertretendern Ortsbürgermeister Stephen Mithöfer, den stellvertretenden Brandschutzabschnittsleiter, Dirk Thelow, Stadtbrandmeister Carsten Rüdiger, den stellvertretenden Stadtbrandmeister Florian Leisenberg, den 2. stellvertretenden Stadtbrandmeister Tibor Biczók, Stadt-Jugendfeuerwehrwart Tim Rathmann, den Ehrenstadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg, die Abordnungen der befreundeten Feuerwehren Späningen und Meßdorf, Pastor Jens Blume sowie die anwesenden Mitglieder der Altersabteilung der Fuhrberger Wehr. Bevor Marc Otte seinen Jahresbericht vortrug, gingen Ortrud Wendt, Dirk Thelow  und Mia-Marie Jöhres-Lazar ans Mikrofon. 

Grußwort der Gäste

Ortrud Wendt betonte einmal mehr, dass es gut sei, dass es die Fuhrberger Wehr gebe, das mache der Stadtverwaltung die Arbeit leicht. „Wir sorgen dafür, dass Sie gut arbeiten können, und das ehrenamtlich. Das Thema ist hier immer präsent, wir geben eine Menge Geld aus, und das immer in Absprache mit dem Stadtbrandmeister. Die Gespräche sind immer außerordentlich vertrauensvoll. Wir investieren in die Sirenenanlage, das ist eine gute Investition.“ Zudem sei ein Hygieneanhänger bestellt worden, dafür zahle die Stadt 130 000 Euro, der sei notwendig. „Auch das Feuerwehrgerätehaus in Fuhrberg werde erweitert. Die Investitionen würden immer mit Hilfe der Politik getätigt. Die Feuerwehr ist in jeglicher Hinsicht unverzichtbar.“

Zum ersten Mal war Dirk Thelow nach Fuhrberg gekommen, um an der Jahreshauptversammlung teilzunehmen. Wie er berichtete, seien in der Region Hannover im vergangenen Jahr 8750 Einsätze notwendig gewesen. Das seien durchschnittlich beinahe 24 je Tag. Thelow ging auf den neuen Feuerwehrerlass der Region ein, deutete an, dass das ABC-Konzept überarbeitet werden und die Ausbildung weiter in den Kommunen stattfinden soll. Die Region würde letztlich die Prüfungen abnehmen. Zudem ging Dirk Thelow auf die Jugendwehr ein, „die hier in Fuhrberg gut aufgestellt ist.“ Mia Marie Jöhrens-Lazar stellte fest, dass „es beruhigend ist, wie Sie gut aufgestellt sind. Hier zählen auch Gemeinschaft und Herzblut. Sie haben Respekt verdient. Feuerwehr ist auch Dorfgemeinschaft.“ Auch Jens Blume schloss sich dem Lob für die Fuhrberger Ortswehr an.

Bevor Ortsbrandmeister Otte seinen Bericht vortrug, ging er auf ein weniger erfreuliches Ereignis ein: „Es ist wahrscheinlich niemandem entgangen, dass unser Feuerwehrhaus mit Schriftzügen versehen wurde, die man sonst nur aus unmittelbarer Nachbarschaft von einer Kfz-Werkstatt kennt. Zuerst mit roter Farbe auf dunkelroten Klinker. Vielleicht konnte er es selbst nicht lesen und so besserte er noch einmal mit grüner Farbe nach. Mir persönlich fehlen da die Worte.“ Es sei Strafanzeige nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt der Stadt Burgwedel gestellt worden.

Jahresbericht des Ortsbrandmeisters

„Das Jahr 2025 startete mit einem Großeinsatz in Thönse, wo wir mit 17 Kameraden als Unterstützung vor Ort im Einsatz waren. Die Winterwanderung, die wir zusammen mit dem Schützenverein ausrichten, ging bei bestem Winterwetter zum Würmsee und zurück. Mit ein paar traurigen Ereignissen wurden wir konfrontiert: So verstarb unsere gute Fee der Feuerwehr, Gudrun Heuer. Und nicht zu vergessen sind die Veranstaltungen zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr oder das 100-jährige Bestehen des Musikzugs. Es waren – gerade durch ihre langjährige Erfahrung – zwei tolle Veranstaltungen. Es wurde auch wieder fleißig ausgebildet. So nahmen die sieben Kameraden Pascal Buley, Friedrich Heuer, Tobi Grehl, Jan Klinke, Sören Otte, Chris Stein und Richard Voges an der Drehleiterausbildung – der sogenannten Korbausbildung – teil. Weitere Tätigkeiten waren die Ausrichtung des Osterfeuers für den Ortsrat und die Sicherung der Schützenumzüge. Zwei Blutspenden wurden durchgeführt und eine Baum Challenge absolviert. Am Stadtfeuerwehrtag in Kleinburgwedel waren wir wieder die stärkste Kraft und führten eine reibungslose Übung Technische Hilfeleistung vor. Alle Unterflurhydranten und Löschwasserentnahmestellen in dem Forst und im Ort wurden geprüft. Einer der wichtigsten Brunnen ist hierbei der Notwasserbrunnen. Traditionell wurde im November wieder das Atemschutzintensivtraining bei der Firma Wiese durchgeführt. Gegen Ende des Jahres übten wir an zwei Dienstabenden gruppenübergreifend noch mit der neuen Gefahrgutkiste und der Hygiene-Box. Hier gab es einen theoretischen und einen praktischen Teil zur Bewältigung von kleinen Gefahrguteinsätzen. Ausbilder war Chris Schneider, der das sehr gut gemacht hat. Mein Lieblingsthema im vergangenen Jahr war aber die Führerscheinkontrolle. Für alle, die es nicht wissen. Wir bewegen mit unseren Feuerwehrfahrzeugen ja Stadtfahrzeuge. So muss jeder eingetragene Fahrer auch jederzeit über eine gültige Fahrerlaubnis verfügen und diese auch vorzeigen.“

2025 ist es zu 16 Einsätzen für die Fuhrberger Ortsfeuerwehr gekommen, und das mit durchschnittlich 14 Feuerwehrleuten. Es gab unter anderem zwei Kommandositzungen, die Teilnahme an drei Stadtkommandositzungen, an sieben Brandmeisterdienstbesprechungen sowie die Teilnahme an der großen Dienstbesprechung im Regionshaus in Hannover. Eine Reihe von Kameraden war bei Lehrgängen dabei. Aktuell stehen in der Personalliste der Fuhrberger Ortswehr die Namen von 63 Aktiven, 23 Mitgliedern des Musikzugs, die Jugendwehr verfügt über 21 Jungen und Mädchen, 17 Kameraden gehören der Altersabteilung an, 247 Fördermitglieder unterstützen die Fuhrberger Wehr. Die Gesamteinsatzstundenzahl der Ortsfeuerwehr beläuft sich im Jahr 2025 auf 9776 Stunden, berichtete Marc Otte. 

Über die Fuhrberger Feuerwehr-Jugend zog der stellvertretende Jugendwart Sören Otte Bilanz: Aktuell stehen 12 Namen auf der Mitgliederliste. Es wurden 2025 wieder zahlreiche Aktionen durchgeführt. „Wir sind zufrieden mit den Abläufen in 2025“, sagte Sören Otte. Es sei unter anderem wieder ein Zeltlager, dieses Mal in Scharbeutz, aufgeschlagen sowie der Heidepark besucht worden , zudem habe es den Besuch der Feuerwehr in Stendal im Rahmen des Späningen-Aufenthaltes gegeben.

Für den Musikzug gab dessen Leiter Benedikt Bornemann einen Bericht ab. 2025 seien 55 Termine wahrgenommen sowie 1236 Dienststunden absolviert worden.  

Stadtbrandmeister Carsten Rüdiger ließ das vergangene Jahr Revue passieren, stellte den ersten Einsatz am 3. Januar 2025 im Januar heraus: „150 Einsatzkräfte waren vor Ort, es war eine riesige Aufgabe.“ Es habe sich dabei um den Großeinsatz in Thönse gehandelt. „Dabei haben wir uns das erste Mal komplett selbst verpflegt und damit ein wenig Unabhängigkeit gewonnen.“ In Bezug auf die Anschaffung des Hygienewagens, es habe Kritik gegeben, dass dafür 130 000 Euro investiert wurden, bezog Carsten Rüdiger eindeutig Stellung: „Diese Anschaffung war sehr wichtig, denn Sauberkeit ist heutzutage sehr wichtig.“ 2025 wurden in Burgwedel 201 Einsätze registriert, davon 108 Brände und 95 Hilfeleistungen, berichtete Carsten Rüdiger. In Burgwedel stünden 369 Aktive in Wehren zur Verfügung. Dazu kommen 96 Musiker der Wehr im Stadtgebiet. Die Jugendwehren in der Stadt bilden zurzeit etwa 40 Jugendliche und Kinder aus.

Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen

In den aktiven Dienst sind Jona-Mari Weidemann, Tom Blaschke, Jasper Theodor Warnecke und Henning Warnecke aufgenommen und förmlich verpflichtet worden. Als Zweitmitglied gehört nun auch Johannes Mente zu den aktiven Einsatzkräften. In die Altersabteilung wechselte Dirk Bornemann.

Befördert wurden gestern Abend Fritz Keller, Luka Thomassen und Harald Wiese zu Oberfeuerwehrmännern, Marie Otte trägt jetzt den Dienstgrad der Hauptfeuerwehrfrau, Mirza Kovazevic ist jetzt Hauptfeuerwehrmann. Weiter befördert worden sind Alicia Möhlenbrink zur 1. Hauptfeuerwehrfrau, Stören Otte zum 1. Hauptfeuerwehrmann, Carsten Macht zum Oberlöschmeister, Marcus Gischte zum Oberlöschmeister, Jörn Lühring und Tobi Grehl zu Hauptlöschmeistern.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Ines Blume, Horst Koch, Klaus Müller, Horst-Dirk Wallukat (alle 25 Jahre), Karl-Heinz Leschke, Joachim Manss, Istvan Szentmiklossy (alle 40 Jahre), Fritz Garm sen., Thomas Krischker und Detlef Wöhler (alle 50 Jahre) ausgezeichnet. Mit dem Niedersächsischen Feuerwehrehrenzeichen für langjährig erworbene Verdienste im Feuerlöschwesen zeichnete Stadtbrandmeister Carsten Rüdiger die Kameraden Alexander Wöhler, Philipp Schreiber, Pascal Buley (alle 25 Jahre im Dienst), Adelbert Ahlers, Markus Bill (40 Jahre) und Dirk Bornemann (50 Jahre) aus. Zum Feuerwehrmann es Jahres wurde Harald Wiese gekürt, und eine besondere Ehrung bekam Claus-Heinrich Gerns: Er ist am 9. Februar 1974 in die Fuhrberger Wehr eingetreten, war später 35 Jahre Gruppenführer und 40 Jahre Kassenwart.

Eine ganz besondere Ehre wurde dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Carsten Möhlenbrink zuteil: Er ist seit zehn Jahren Ehrenbeamter der Stadt Burgwedel, dafür überreichte ihm Ortrud Wendt die Ehrennadel der Stadt in Bronze.

Die Versammlung wurde musikalisch begleitet vom Musikzug der Fuhrberger Wehr. Das sich der Versammlung anschließende Essen wurde vom Schützenverein organisiert.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Carsten Möhlenbrink (links) und Ortsbrandmeister Marc Otte (rechts) haben für langjährige Mitgliedschaft in der Ortsfeuerwehr Fuhrberg Philipp Schreiber, Alexander Wöhler, Pascal Buley für 25 Jahre. Markus Pill, Adelbert Ahlvers für 40 Jahre Dienst ausgezeichnet.

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